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Samstag, 21. Juni 2014

Fürbitten 22.6. Höhlenrettung: "Fürcht dich nicht, wir schaffen das..." Mt.10.26

22.6.2014 12 Sonntag im Jahreskreis,Mt. 10.26 Fürchtet euch nicht
In diesen Tagen sind wir wohl alle fasziniert von dem großartigen Rettungseinsatz in den Tiefen eines Höhlengewirrs, von dem wir uns gar keine Vorstellung machen können. Ich stelle mir vor, wie die ersten Retter zu dem Verunglückten vorstossen, ein österreichischer Arzt war auch dabei, und wie wohl deren erste Worte gewesen sind. Ich stelle mir vor, wie sie sagten:
 „Fürcht dich nicht Johann, jetzt wird alles gut“.
"Fürchtet Euch nicht!" Dreimal wiederholt Jesus diesen Satz im Evangelium. Wir haben viele Gründe, uns zu fürchten. Eigentlich sind wir in keinem Augenblick wirklich sicher vor Verlust und Schmerz. Und so oft fehlen uns Worte, die trösten und Hoffnung machen. Aber vertrauen wir darauf, dass auch Gott uns aus allen Tiefen bergen wird.

Bitten wir für alle, die krank sind, die in diesen Sommertagen im Spital liegen müssen. Bitten wir für alle, die mit einer unerwarteten Diagnose fertig werden müssen, die sich vor einer Operation ängstigen oder nicht wissen, wie es nun weitergehen soll.
Du Gott des Lebens – wir bitten dich erhöre uns

Bitten wir für alle, die momentan in ihrem Leben in einer Sackgasse stecken, die ihr Alltag überfordert, lähmt und müde macht. Bitten wir für alle, die sich nichts mehr vom Leben erwarten wollen, bitten wir für die Enttäuschten, die Ängstlichen, die Zyniker

Bitten wir für die Menschen in unserer Mitte, die vor großen Problemen stehen: als Opfer gescheiterter Beziehungen, als Kranke, als Arbeitslose. bitten wir für die Opfer von Unfällen und Gewalt, bitten wir für all die Opfer von Naturkatastrophen und für alle, die oft von einer Minute auf die andere vor den Trümmern ihrer Existenz stehen

Bitten wir vor allem für die jungen Menschen unter uns, die niemand haben, der ihre Angst versteht, bitten wir für alle, die kriminell und aggressiv werden weil sie selbst das Gefühl nicht kennen, geliebt und angenommen zu sein. Bitten wir auch für alle Schüler und Familien, wo ein Nachzipf die ersehnten Ferien belastet.

Für alle wollen wir auch bitten, deren Aufgabe es ist, Interessen von Gruppen oder von ganzen Völkern zu vertreten: in Politik ,Wirtschaft und Gesellschaft dass es ihnen gelingt Ängste abzubauen und Vertrauen zu schaffen.Vor allem in der Gesundheits, der Schul- und der Pensionspolitik.
Beten wir – auch wenn es oft so hoffnungslos scheint- für die Opfer von Kriegen und Bürgerkriegen: die Frauen und Kinder, die Flüchtlinge und Vertriebenen, auch für die Soldaten in unsinnigen Kämpfen. Bitten wie für alle, die hier in Österreich auf Asyl und Aufnahme hoffen, dass es menschenwürdige Lösungen für sie gibt
bitten wir für alle, die fassunglos um ein Kind trauern, oder denen ein naher Mensch gestorben ist, bitten wir für alle, die sich allein gelassen fühlen, und bitten wir für uns selbst, weil auch uns die Angst vor Unglück und Tod manchmal das Leben belastet
Bitten wir für die Führung unserer Kirche, dass auch hier Ängste nicht geschürt sondern abgebaut werden. Etwa wenn es darum geht, wiederverheirateten Geschiedenen den Zugang zur Kommunion zu gestatten oder homosexuellen Menschen die Ehe zu ermöglichen
Fürchtet euch nicht. Ihr seid mehr wert als viele Spatzen!“ Im Vertrauen auf dieses Trostwort Jesu bitten wir dich, Vater im Himmel, sei uns nahe in all unseren Sorgen und Ängsten. Wir auch wir versuchen wollen, einander Hilfe und Trost zu sein. Amen