Seiten

Posts mit dem Label Conchita werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Conchita werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 13. Juni 2014

Conchita, Busen, Zumpferl und die alten Damen


Conchita und die „Alt-Weiwa-Theatergruppe“
Ich treffe eine gute Bekannte, quirlig, aber sicher an die 8o! Eine der „Stützen“ des Pfarrlebens.
Nun ruft sie mir von weitem auf der Straße zu: „also die Conchita...“
Uijegerl denk ich mir … aber Maria ist schon da und sagt „Na mit der haben wir eine Hetz gehabt!!
Mehrere Fragezeichen bei mir. Na du weißt doch, (na ich weiß es nicht,) ich hab doch mit Freundinnen diese Theatergruppe einmal im Monat.
Sie erzählt: Diesmal sind an alle spontan „Rollen“ ausgeteilt worden – Maria hat einen nachkonziliären Pfarrer erwischt (also einen „modern denkenden“)
die Anja musste eine Klosterfrau spielen,
die Silvie war ein konservativer Monsignore.
Es gab auch noch andere Rollen und dann hieß es: Wir beginnen aber erst wenn der Überraschungsgast kommt.
„Und was glaubst, wer das war?“ (wie soll ich das wissen)
"Die Conchita ist bei der Türe hereingekommen!"
"Was, die echte Conchita?"
"Aber geh, eine von uns,auch so ein altes Mädel, aber soooo gut, die Figur, der Bart, die Stimme..."

also die alten Damen waren in Hochstimmung.
Nun begann das improvisierte Stück.
Die Vorgabe: der konservative Monsignore beschwert sich in Rom, dass die katholische Kirche in Österreich nicht gegen die Conchita vorgeht.
Der moderne Pfarrer und die Klosterfrau werden zum Papst zitiert
Dort verteidigen sie in allen Facetten die Conchita ...

Aber jetzt kommts erst
Der Papst sagt: "Ich höre, da gibt es auch ein ganz schlimmes Plakat...DAS kann man nicht dulden"
Mit züchtig niedergeschlagenen Augen sagt die Klosterfrau (Anja):
"Ja, heiliger Vater,ich kenne dieses Plakat - ich bin mit meinem Neffen daran vorbeigegangen..."
"So ein Schock für den armen Buben", sagt der "Papst"
Die Klosterfrau: "Na ja, mein Neffe hat eigentlich nur gefragt: "Tante, wieso hat die Dame Busen und ein Zumpferl"
"Schrecklich" sagt der heilige Vater, was mussten sie denn da antworten
"Ja, da hab ich gesagt: wird dem lieben Gott halt auch so gefallen"

Theaterrunde, 8o+jährige Damen, Wien, Hintergrund schwer katholisch,


ps Maria verspricht mir - demnächst,natürlich per mail - Fotos des Theaternachmittags zu schicken!!!

Sonntag, 1. Juni 2014

Fürbitten 2.6. Conchita ..Rise like a Phoenix

                                  Foto: APA/ORF/MILENKO BADZIC, APA/GEORG HOCHMUTH, krone.at-Grafik 

 
2.6.2014 Conchita Rise like a Phönix
Seit dem Song Contest gib es wohl kaum jemand mehr, der diesen Namen und diese Person nicht kennt „Conchita Wurst“. Conchita, Gast im Bundeskanzleramt, Conchita, von Kadinal Schönborn mit freundlichen Worten bedacht, Conchita, der absolute Star des bunten Life Balls in Wien und Conchita, dann sogar gestern: eingeladen zum traditionellen Narzissenfest nach Bad Aussee. In wenigen Tagen feiern wir Pfingsten, vielleicht ist uns mit Conchita so etwas wie das Lächeln des heiligen Geistes geschickt worden. Bitten wir heute

um ein Klima der Toleranz und des Wohlwollens       Herr ….. sende uns deinen Geist

dass wir Respekt haben vor der Lebensweise anderer   Herr ….. sende uns deinen Geist

dass wir niemand ausgrenzen und diskriminieren       Herr ….. sende uns deinen Geist

dass wir einen liebevollen Blick haben auch auf Menschen, die eben anders sind als wir
                                                                                      Herr ….. sende uns deinen Geist 

dass wir uns keine Ängste einreden lassen, vor dem,was uns vielleicht fremd ist
                                                                                      Herr ….. sende uns deinen Geist
dass wir das Gute und Göttliche in allen Menschen sehen können
                                                                                      Herr ….. sende uns deinen Geist
dass wir ohne Vorurteile offen sein können für Neues und darin vielleicht auch etwas Göttliches ahnen können                                                                Herr ….. sende uns deinen Geist

bitten wir auch ganz persönlich für Conchita, so wie es auch Kardinal Schönborn formuliert hat: dass sie mit ihrem großen Erfolg auch weiterhin gut umgehen kann - dass sie diese warmherzige und sanfte Botschafterin für Toleranz und Akzeptanz bleibt – denn auch das ist es, was Gottes Geist in uns allen bewirken will: Dass wir EINS sind als Schwestern und Brüder, Jede und Jeder - einzigartig -  geliebt von Gott. Amen

Ilse Oberhofer

Samstag, 17. Mai 2014

Fürbitten 18.5. die Vielfalt lieben Joh.14.1




18.5.2014 Joh.14.1 im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen
im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen, sagt Jesus heute im Evangelium und er sagt auch: Euer Herz lasse sich nicht verwirren, euer Herz sei ohne Angst“. Könnten wir dazu heute nicht eine ganz „weltliche“ Assoziation haben? Vor einer Woche hat Conchita Wurst den Song Contest gewonnen und es gibt sicher, gerade im kirchlichen Bereich, viele Menschen, die das verwirrt. Kardinal Schönborn hat zwar schon sehr einfühlsame und sympathische Worte FÜR Conchita gefunden – aber hören wir doch auch, was Jesus sagt: „Viele Wohnungen“ gibt es im Haus des Vaters“, So viele verschiedene Menschen werden darin wohnen. Nein, wir sind nicht alle gleich …
bitten wir heute

dass wir als Christen niemand verurteilen, nur weil uns seine Art fremd ist

dass wir uns um Verstehen und Einfühlen bemühen und akzeptieren,was wir eben nicht verstehen

dass wir diese Angst vor dem „Anders-sein“ ablegen, vor allem auch anderen Nationalitäten gegenüber.

Dass wir uns von Medien oder Politikern nicht aufwiegeln und verhetzen lassen

dass wir prinzipiell immer auch andere Standpunkte gelten lassen können

dass wir Anderen niemals den guten Glauben absprechen

dass wir auch innerhalb unserer Kirche andere Meinungen respektieren und niemand als „konservativ oder fortschrittlich“ schlecht machen

dass wir auch in anderen Religionen und Überzeugungen das Gute und auch Göttliche sehen

Du guter Gott, schenke uns ein weites und ein weises Herz. Du hast uns alle als deine Kinder erschaffen. Als deine Geschöpfe sollen wir zu unserer Vollendung gelangen. Durch Jesus Christus, der von allen Toden auferstanden, mit dir lebt und liebt, heute und in Ewigkeit.Amen 

Ilse Oberhofer 

wer bin ich wirklich?

 nicht ganz so ernst zu nehmen

 wird man nicht schon als Kind gequält, wer anderer zu sein?
Ich wär ganz sicher lieber eine HEXE gewesen, als so ein doofer Mexikaner, ole!
weil: MexikanerIN war das ja auch nicht
Heute noch weiß ich, wie ich das g e h a s s t habe.! Im Internat - lustig sein, grrrrr

Du lieber Himmel, was haben sie schon vor fast 60 Jahren mit einem getrieben
Wie sollte man da "schadlos" erwachsen werden?

Auch meine Kinder haben "Fasching" gehasst - und mussten sich trotzdem lustig verkleiden.
Schrecklich.
Bis sich Jakob "durchgesetzt" hat und endlich einmal so "bewaffnet" als Ritter in voller Montur ging,wie er sich das erträumt hatte. (seine Mutter,ich,als glühende Pazifistin, hab natürlich Waffen aus dem Buben-Kinderzimmer verbannt)
Dann endlich hatte er es ertrotzt: ging er im "Panzer", mit Schwertern links und rechts -
und wenn ihm eines von den Schwertern aus der Hand fiel, dann konnte er es nicht aufheben, weil der Panzer "ein Panzer" war.
Da stand er dann,der arme Junge,eingemauert in sein Waffensystem

da hamma wenigstens gelacht ...aber ER nicht

so traurig ist es manchmal "anders" zu sein - Conchita hat IHRES gefunden



Conchita und ...WER BIN ICH??

                                                             Foto: Vienna.at

ein kleines PS zu dem, was Kardinal Schönborn sagt:

etwas Entscheidendes sehe ich anders. 
Es geht nicht nur um „einen Auftritt“ von Tom Neuwirth als Conchita Wurst – 
Tom Neuwirth "spielt" nicht nur "Conchita"
Conchita - so sehe ich es - ist nicht nur eine Kunstfigur
Conchita ist nicht nur eine Art Kabarett und "gag"
ich denke Tom und Conchita sind EINS - 
das müßte nicht einmal noch mit Transsexualität zu tun haben
ich glaube gelesen zu haben, dass Tom sagte, er "fühle" als Mann ...

es geht auch gar nicht nur um "Sexualität"

ich denke in uns allen stecken so viele "Personen, so viele Gefühle, so viele Identitäten.
Das ist nicht gelogen, nicht aufgesetzt, nicht "angepasst"
als Journalistin im Studio war ich eine andere Frau als eine Stunde später 
daheim als "Mama" bei den Kindern
in der Kirche bin ich eine andere "Person", als lustig beim Heurigen
wenn ich traurig bin empfinde ich total anders, als wenn ich mich problemlos fühle
wenn ich verliebt bin, bin ich "außer mir" - aber ganz anders, als wenn ich voll Zorn "außer mir" bin..
WO bin ICH? WER bin ICH?
Wieviele Selbstgespräche führt man mit sich,
wieviele verschiedene Personen sind wir in diesen Gesprächen...
wir haben alle viel "mehrere" in uns als wir uns zugeben wollen
Das Verkleiden ist eine archaische Sehnsucht - der Fasching hat seine tiefe Bedeutung
"Jemand anderer sein" - ausleben dürfen, was man sonst verstecken muss...

Spüren wir einfach unseren vielen ICHs nach - es gibt nicht nur Eines

Eine Journalistin sagte unlängst nach einem Interview, das sie mit mir geführt hatte
"Wenn sie mir jetzt bitte noch in Kurzform sagen, WER SIE SIND?"

Tja, Wer ICH bin? wenn ich das wüßte....






Conchita und der Kardinal 1

es hat zwar ein bissl gedauert – das tiefe Atemholen der offiziellen katholischen Kirche „oben“– aber nun hat sich Kardinal Schönborn doch in offener, freundlicher, verständnisvoller Form zu Conchita und ihrem Song Contest Sieg geäußert

in der U BahnZeitung HEUTE schreibt Schönborn in seiner wöchentlichen Glosse:

„So steht es auf der ersten Seite der Bibel: "Gott schuf den Menschen als sein Abbild... Als Mann und Frau schuf Er sie." Was für eine wunderbare Idee Gottes! Wie trostlos und langweilig wäre es, gäbe es nur lauter Männer oder bloß Frauen auf dieser Welt! 
Das Leben ist erst richtig lebendig durch die gegenseitige Anziehung von Mann und Frau. Wie köstlich und kostbar ist die Ergänzung der Geschlechter! Es gäbe uns alle nicht, hätten nicht ein Mann und eine Frau durch einen Liebesakt, der hoffentlich wirklich ein Akt der Liebe war, uns gezeugt und empfangen und uns das Leben geschenkt. 
Wie wir aber alle wissen, gibt es im Garten Gottes eine bunte Vielfalt. Nicht alle, die als männliche Wesen geboren wurden, fühlen sich auch als Mann, und ebenso auf weiblicher Seite. Sie verdienen als Menschen den Respekt, auf den wir alle ein Recht haben. Ich freue mich für Thomas Neuwirth, der mit seinem Auftritt als Conchita Wurst einen solchen Erfolg hat. Ich wünsche ihm, dass ihm dieser Erfolg nicht über den Kopf wächst, und bete für ihn um Gottes Segen für sein Leben."

Und auch am Rande eines Besuchs in der Wiener Votivkirche, wo derzeit eine Ausstellung zum Thema „Leiblichkeit und Sexualität“ läuft, meinte der Kardinal „Das Thema Toleranz, unter das Conchita Wurst ihre Performance gestellt habe, sei "ein reales, ein großes Thema" "Menschen wie Tom Neuwirth müssten viel Spott, Gemeinheit und Intoleranz erfahren. Toleranz heiße jedoch, "jemand anderen zu respektieren, auch wenn man seine Überzeugungen nicht teilt - und in diesem Sinn brauchen wir alle Toleranz".

Allerdings,so sieht es der Kardinal, weltweit ist noch lange nicht die Rede von Toleranz
„Die von Boko Haram entführten 276 christlichen Mädchen, die zwangsislamisiert werden, sind ein erschütterndes Beispiel von Intoleranz, ebenso die Todesstrafe auf Homosexualität in manchen Ländern. Sehr viel harmloser, aber dennoch fragwürdig erlebe ich die Plakataktion des Life Ball. Ja, unsere Welt braucht echte Toleranz, das heißt Achtung vor dem Anderen, auch wenn man seine Ansicht nicht teilt.“





Freitag, 16. Mai 2014

Conchita und der Heilige Geist

                                                   Tom Neuwirth              Conchita Wurst
                                                                Foto: vienna.at

Conchita und der Heilige Geist,
ja für mich ist das wirklich so ....  WARUM?

immer nur beim U Bahnfahren stoße ich auf die Kleinformat Zeitungen mit ihren etwas anderen Gschichterln und Büderln als in meinem großformatigen rosa Abo.
Aber: da formiert sich erst langsam in meinem Kopf das „Leben vor Conchita“
Der kleine Tom Neuwirth, der großartige Eltern hatte, eine wunderbare Kindergarten Tante, tolle Lehrer und einen tollen Hauptschuldirektor - und nicht zuletzt: einen tollen Pfarrer.

Ich kann nur beschreiben, was ich da so schnell an Fotos und Texten gelesen habe
die Kindergartentante: „Mei der Tom war ein ganz liebes Kind. Am liebsten ist er in der Puppenecke gesessen und hat die Puppen angezogen und mit ihnen gespielt“
ein Lehrer: "der Tom war ein ganz angenehmer Schüler, alle mochten ihn, immer hilfsbereit. Aber man hat gesehen, dass ihn Kleider faszinieren, er hat immer wieder Modelle entworfen“
der Direktor: "Zum Abschluß der Hauptschule hat mich Tom gefragt, ob er eine Modenschau inszenieren darf. Er hat das toll gemacht. Alle Kleider für die Mannequiens am Laufsteg selbst entworfen, er hat alles choreografiert … meiner Frau hat er sogar ein Ballkleid entworfen“
der Pfarrer: Tom sei ein "Supertyp", der "wisse, was es heißt unten zu sein" und für Unangepasstheit verspottet zu werden. Er selbst habe ihm geraten, mit dieser tollen Stimme mal irgendwo aufzutreten...".
die Eltern: die ein Kind sein lassen,wie es ist. Irgendwo lese ich, vom kleinen Tom gäbe es mehr Fotos in Mädchenkleidung als „als Bub“. Eltern,die das zulassen könen, - die ein Kind nicht umnzwingen, die vielleicht trotz mancher Anfeindung in so einer Kleinstadt ihren Buam so lassen,wie er ist....wunderbar!
In einem Interview sagt Conchita: ich liebe meine Eltern so sehr, und sie haben so viel gelernt: dass es nämlich ganz egal ist, „was die Leute“ reden – man muss einfach sein können, wie man ist.
Ein besonderer Fan Conchitas ist die „Oma“: Manchmal probiert sie sogar meine high heels aus,
sagt Conchita, sie liebt meine Roben....

Ihnen allen, Oma, Mama, Papa, Pfarrer, Lehrer, Kindergarten
verdanken wir einen zauberhaften "echten" Menschen – 
und das, was plötzlich an selbstverständlicher Offenheit und begeisterter Toleranz
durch Europa weht.

Na ja, der Wind wird sich schon wieder ein bißchen drehen und abflauen
 – aber zuviel ist schon „neu“ im Denken, auch bei Menschen, die kurz zuvor noch mit Ablehnung oder zumindest Distanz reagiert haben.

Für mich ist das eigentlich „Pfingsten“ - 
                                      Heiliger Geist der NEU macht

                                      Heilige Geistin „ruach“ (im Hebräischen :weiblich) die neu macht

man muss es nur SEHEN

Ilse Oberhofer

Montag, 12. Mai 2014

Conchita & Jesus - fürchtet euch nicht!

foto: logbuch.labelizer.de

das war unvermeidlich und ich habe mich gewundert, dass "unsere" Herz Jesu Bilder eigentlich erst so spät die Assoziation zu Conchita hervorriefen ....

Aber ich finde es wunderbar - es zeigt auf "einen Blick" worum es letztlich geht:
um den MENSCHEN

ich habe um die süßlichen,femininen Herz Jesu Bilder schon als Jugendliche einen großen Bogen gemacht. Sie waren mir nur peinlich, der "Kitsch" hat weh getan
Dann später habe ich mehr "dahinter" gespürt: wer immer das dargestellt und gemalt hat, hat diese Sehnsucht zum femininen, zum weiblichen, zum zarten, zum mädchenhaften, zum androgynen  -
In der Kirche aber mußte das unterdrückt, verleugnet, zutiefst abgelehnt werden: nur unter dem "Bild" Jesu durfte man diese Gefühle ausleben
Vieles davon ist letztlich in Pädophilie und Mißbrauch entartet
Oft haben sich die priesterlichen, frommen Täter bis zuletzt nicht eingestanden, dass es einfach ein sexuelles Begehren ist und nicht ein "Jesus liebhaben in einem zarten Knaben"

Der zarte Jesus in Pastell, die wunderbare Conchita mit Bart und Barbie Roben:  sie spiegeln eine Sehnsucht, die einfach vorhanden SEIN DARF.

Wenn gerade auch "die Kirche" zu dieser Sehnsucht in den Menschen stehen könnte: wie befreiend könnte das sein. Für die Priester in dieser Kirche, 2o bis 40% der Priester sind möglicherweise schwul,(im Bereich des Vatikan vielleicht noch mehr) und befreiend für die vielen "normalen" Menschen,die einfach auch schwul sind, es selbstverständlich sind - und immer noch in dieser Kirche um Akzeptanz betteln müssen.

Im Bild - in dem ein kitschiger Jesus und eine flotte Conchita ineinanderfließen - in diesem Bild könnten wir sehen, worauf einzig und allein es ankommt: auf den MENSCHEN

Seien wir ehrlich zu unseren Sehnsüchten und Gefühlen -
sie sind die Spur, die uns Gott zu sich selbst legt  ....

Ilse Oberhofer




Sonntag, 11. Mai 2014

Conchita - ich freue mich

foto:http://orf.at/stories/2229439/

ja, ich FREUE MICH
ich habe noch nie einen Song Contest gehört - nicht mal als junges Mädchen hat mich Udo Jürgens
interessiert - ich hab den Song Contest auch diesmal nicht "verfolgt" -
aber ich freue mich:

ich freue mich
dass uns ein junger Mensch vorlebt, wie es ist, SICH SELBST zu suchen
das zu leben, was man als Sehnsucht in sich hat
sich über Vorurteile hinwegzusetzen
ohne Aggressivität einfach das tun, was man selbst als richtig empfindet
wie lange mag dieser Bub Tom Neuwirth seinen Träumen nachgehangen haben
dem Wunsch wie eine Frau zu sein
und doch ein Mann zu sein
die Freude an der Verkleidung
die Freude am "anders sein"
die Freude,  "man/frau selbst" zu sein
wie er seine Familie in diese "Freiheit" mit hineingerissen hat:
Mama,Papa, sicher konservativ, in der Steiermak zu Hause: jetzt stehen sie zu ihrem
Jungen, zu ihrem Mädchen, zu ihrem KIND
stehen zu ihrem eigenen Leben: denn so ist das Leben
oft so ganz anders, als wir glauben

ja, nur wenige werden es auf die strahlende Bühne schaffen
aber wir alle können SIEGER sein
SIEGER dann, wenn wir "unsere Gestalt" suchen
wenn wir auf unsere Sehnsucht horchen
wenn wir ehrlich Antwort geben

ich bin dankbar über die Gesellschaft, in der wir das leben dürfen
ich bin dem 25jährigen Tom Neuwirth dankbar
bin allen dankbar, die ihn begeistert gefeiert und gewählt haben

es ist ein Zeichen von Freiheit und Würde und Selbstbestimmung

ich bin mir ganz sicher: der Himmel hat seine Freude daran

ps irgendwann werde ich mir wohl auch noch Conchitas song anhören - meine über 9ojährige Mama sagte: "allerhand" - SIE jedenfalls hat alles gesehen .... so jung kann man sein


Ilse Oberhofer