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Montag, 6. Juli 2026

Fürbitten 7.7. ja, Gott BRAUCHT Menschen, DICH und MICH

 

7.7.2026 Mt.9.32 die Ernte -  ist groß aber wo sind die Arbeiter ?

 Im Evangelium hören wir heute eine Stelle, von der wir uns eigentlich direkt angesprochen fühlen müssten. Jesus sieht die vielen Menschen, die Hilfe brauchen, er sieht ihre Sorgen, ihre Not – er sieht aber auch, wieviel Einsatz es bräuchte, rundum zu helfen. „Die Ernte ist groß“, sagt Jesus „aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden“! Das heißt nichts anderes als: es braucht Menschen, Menschen, die helfen. Menschen, die die Not sehen, Menschen, die das nicht kalt lässt. Bitten wir heute

dass wir nicht die Augen zumachen vor Situationen, wo unsere Hilfe gefordert ist

dass wir nicht nur die großen Katastrophen sehen, wo wir selbst machtlos sind – sondern dass wir uns im Alltag umschauen

dass wir keine Scheu davor haben, andere zu fragen, wie wir am besten helfen können

dass wir auch nicht gekränkt sind, wenn Hilfe vielleicht abgewiesen wird

dass wir uns Menschen aber auch nicht aufdrängen oder sie durch unsere Hilfe von uns abhängig machen

dass wir uns selbst getrauen um Hilfe zu bitten, dass wir nicht zu stolz sind

dass wir Menschen aber auch seelisch beistehen, wie oft kann es schon helfen, einfach Zeit zu spenden, sich Zeit zu nehmen

und bitten wir, dass wir für die großen Katastrophen weltweit ein großes Herz haben, wenn wir um Spenden gebeten werden.

 

Jesus, hilf du uns, dass wir Helfende sind, gib du die Kraft, dass wir auch für andere da sein können. Wir sind ja oft nicht nur bequem sondern selbst müde und brauch Ermutigung, Gib du sie uns Amen  


Sonntag, 5. Juli 2026

Fürbitten 6.7. Hol mich zurück ins Leben

 


6.7.2026 Mt.9.18 blutflüssige Frau  Hos.2.16  14.Jk Montag

Die Lesungen heute vermitteln eine unglaubliche Zärtlichkeit, Zuneigung und heilende Güte. Im Buch Hosea in der hebräischen Bibel ist es Gott selbst, der wie ein Liebhaber um uns wirbt: „Du sollst mir ewig gehören, ich traue mich dir an“...Zu Beginn des Evangeliums ist es Jesus, der einer zu Tode verzweifelten Frau seine Zuwendung und wieder neues Leben schenkt. Am Ende der Erzählung holt Jesus die kleine Tochter des Syngagogenvorstehers wieder zum Leben zurück. Ausdrücklich sagt er selbst: das Mädchen ist nicht gestorben, es schläft nur. Was mag dieses Mädchen erlebt haben, dass es „wie tot“ war? Fühlen nicht auch wir uns manchmal „wie tot“? Gott erweckt uns zum Leben – er holt uns von jedem Tod zurück, weil er uns so sehr liebt, „er hat sich mir angetraut“ ..... so bitten wir heute

hol uns zurück ins Leben

wenn unsere Lebendigkeit unter Routine erstickt

wenn wir in unserem täglichen Kleinkram untergehen

 

hol uns zurück ins Leben

wenn wir nur mehr lustlos dahinwursteln

wenn wir keine neue Perspektive sehen

 

hol uns zurück ins Leben

wenn wir das Herz nicht mehr frei haben für das, was uns guttut

wenn wir nur mehr Pflicht erfüllen und uns die Freude abhandenkommt

 

hol uns zurück ins Leben

wenn wir schon erstarrt sind, als würdevolle Erwachsene

wenn wir alles besser wissen und uns nichts mehr überraschen kann

 

hol uns zurück ins Leben

wenn wir nicht mehr wie Verliebte sind,

die das Leben lieben und in allem deine Zärtlichkeit spüren

 

hol uns zurück ins Leben

dass wir die Freude in jedem neuen Tag erkennen

dass es die Dankbarkeit ist, die uns glücklich macht

 

Du guter Gott, in dir ist alle Lebendigkeit und Freude unseres Lebens – schicke uns Jesus, jeden Tag wieder, dass er uns zum Leben erweckt. So wollen wir lernen zu lieben, wie du uns liebst – heute, morgen und in unsere Ewigkeit hinein. amen

Samstag, 4. Juli 2026

Fürbitten Sonntag 5.7. einfach RUHE FINDEN !!!

 


5.7.2026 Mt.11.25 ich werde euch ausruhen lassen

Wie eine Urlaubswerbung klingt das heute im Evangelium: „Kommt alle zu mir, die ihr geplagt und beladen seid – hier werdet ihr Ruhe finden“.  Das spricht sicher eine Sehnsucht von Vielen von uns an. Abgestrudelt sind wir fast alle, dazu kommen vielfältige Sorgen. Sorgen vor allem um die nahe Zukunft. Welche Krisen warten da auf uns, wie werden wir sie meistern? Wie sehr brauchen wir einen Ort, JETZT, wo wir ganz abschalten können, nur im Vertrauen leben. Jesus lädt zu diesem Ort sein - Es braucht keine lange Anreise, er selbst will für uns dieser Ruheplatz sein.  Bitten wir heute, dass wir DAS bei ihm finden

Bitten wir für alle, die an so vielen Orten der Welt auch in diesen Sommertagen hilflos Opfer von Hunger, Krieg, Katastrophen und Gewalt sind, denken wir an die Menschen in der Ukraine, wo der Krieg nun schon endlos scheint

für alle, die ihr Leben mehr als Last als Lust empfinden, die sich überfordert fühlen, die sich auch in diesen Tagen keinen Urlaub leisten können   

für alle, die krank sind, gerade in diesen Sommertagen, die Angst vor einer Diagnose haben, Angst vor der Zukunft, Menschen die Schmerzen haben

bitten und danken wir für alle, die auch in dieser Urlaubszeit alles am Laufen halten, im öffentlichen Dienst, in den Spitälern, in den Geschäften und wo immer wir, Dienstleistungen in Anspruch nehmen dürfen

wir bitten auch für alle, die oft gerade im Urlaub in eine Sackgasse geraten, wo Konflikte aufbrechen und Probleme oft besonders deutlich werden in der Gemeinschaft, mit einem Partner, mit Kindern

und nicht zuletzt bitten wir für uns selbst, dass uns die Urlaubstage nicht in einen neuen Erlebnis-Stress treiben, sondern dass uns Entspannung und Erholung gelingt. Dass es uns wirklich gelingt „die Seele baumeln zu lassen“ – getragen von Dir

 

So geben wir Alles in deine Hand, guter Gott. Lass uns Ruhe finden und dankbar sein, für alles Gute, das wir erleben dürfen. Amen 

Freitag, 3. Juli 2026

Fürbitten 4.7. ruhig ein bissl was "ändern", auch in meinem Leben

 


4.7.2026 Mt.9.14 Neuer Wein gehört in neue Schläuche 

 "Neuer Wein gehört in neue Schläuche", sagt Jesus heute im Evangelium. Es ist ein klassisches Zitat geworden. Nichts muss bleiben, wie es immer schon war. Immer kann auch NEUES entstehen. Wir müssen es nur zu lassen. Jeden Tag können wir NEU anfangen, können wir Anders sein, als bisher! Bringen wir uns doch einmal selbst in die "Änderungsschneiderei" Einfach einmal "Neues ins Sortiment" unserer Lebensgewohnheiten aufnehmen, das wär doch eine Übung für diesen Sommer! So bitten wir heute

 

dass wir uns Neues zutrauen - auch wenn wir so oft 1000 Ausreden wissen, warum das gar nicht möglich ist

dass wir uns Neues zutrauen - gerade dann, wenn die Begeisterung nachgelassen hat, wenn manches nur noch zur Routine geworden ist

dass wir uns Neues zutrauen - auch wenn wir wissen, dass wir nie das Perfekte schaffen und alles Stückwerk bleibt,

dass wir uns Neues zutrauen - dass wir keine Angst vor dem Risiko oder dem nicht gelingen haben

dass wir uns Neues zutrauen- und auch anderen Mut machen aus der Routine auszubrechen

dass wir uns Neues zutrauen, - auch unserer Gesellschaft, auch unserer Kirche - dass wir hier Veränderungen mittragen,

dass wir uns Neues zutrauen - gerade dann, wenn wir glauben: „ICH bin halt wie ICH bin, und da kann man auch nichts mehr ändern“ – du guter Gott, dann ÄNDERE DU UNS

 

So bitten wir, du Gott der Lebendigkeit,  gib uns immer wieder Kraft und Mut, neu anzufangen. Krempel uns um, mach uns lebendig, auch wenn es manchmal weh tut. Im Vertrauen auf Jesus suchen wir unseren Weg und deinen Willen. Amen

Donnerstag, 2. Juli 2026

Fürbitten 3.7. ZWEIFELN ERLAUBT

 


3.7.2026  Hl. Thomas   Glauben? Die Unbegreiflichkeit Gottes aushalten

Heute ist das Fest des hl. Thomas. Als „ungläubigen Thomas“ kennen wir ihn. Er ist jener Apostel, der zunächst - und man kann es verstehen - nicht an die Auferstehung Jesu glaubt.  Später, als er Jesus berühren darf, wird Thomas bekennen „Mein Herr und mein Gott“. Wie ist das mit dem Glauben?  WIR sind in unseren Glauben so gut wie hineingeboren, vieles nimmt man automatisch hin, zerbricht sich nicht mehr den Kopf. Vielleicht wäre es manchmal gar nicht schlecht, den „ungläubigen Thomas“ in sich selbst zu suchen. Ehrlich in sich hineinhorchen, sich immer wieder selbst zu befragen: WAS glaube ich eigentlich wirklich, WAS bedeutet mir Jesus Gibt es ein inneres Erleben, das in mir Gewissheit und Liebe auslöst – jenseits aller Schulbuchreligion?   bitten wir heute

für uns alle, damit wir nicht „automatisch“ glauben, sondern uns immer wieder bewusst für ein Leben für das entscheiden, woran wir glauben können

für uns alle, damit uns unser Glauben nicht ängstlich und engstirnig, sondern lebensfroh und dankbar macht

für uns alle, dass wir uns auch immer wieder eingestehen dürfen, woran wir nicht glauben können

und bitten wir für alle, die nicht von klein auf Zugang zum Glauben finden

für alle, die glauben wollen und doch immer wieder zweifeln

für alle, deren Glauben erstarrt ist oder an fixen Vorstellungen hängt

für alle, die auf vielen unterschiedlichen Wegen Gott suchen

für alle, die für ihren Glauben ihr Leben riskieren und einsetzen

für uns alle, die wir immer wieder die Freiheit suchen müssen, die uns der Glauben schenkt

 

Glauben heißt: ein Leben lang die Unbegreiflichkeit Gottes aushalten, so hat es der berühmte Konzilstheologe Karl Rahner formuliert. So bitten wir dich guter Gott, dass wir jeden Tag wieder UNSERE eigene, persönliche Begegnung mit Jesus suchen - unser Leben mit DIR und in DIR. Dafür danken wir dir und lieben dich, heute und morgen und in alle Ewigkeit. amen

 

„Der kennt Gott besser,

der ihn nicht zu kennen bekennt.“  Kirchenlehrer Augustinus *354

Das große Magnifikat der jungen Frau Maria

 


Dorothee Sölle  die evangelische Theologin und Feministin  übersetzt es 1986 so, 

 

Es steht geschrieben, dass Maria sagte
meine Seele preist die Größe des Herren
und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter
denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut
siehe von nun an werden mich seligpreisen alle Kindeskinder

Heute sagen wir das so
meine Seele sieht das Land der Freiheit
und mein Geist wird aus der Verängstigung heraus-
kommen
die leeren Gesichter der Frauen werden mit Leben erfüllt
und wir werden Menschen werden
von Generationen vor uns, den Geopferten, erwartet

Es steht geschrieben, dass Maria sagte
denn der Mächtige hat große Dinge an mir getan,und sein Name ist heilig
seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht

Heute sagen wir das so
die große Veränderung, die an uns und durch uns geschieht
wird mit allen geschehen – oder sie bleibt aus
Barmherzigkeit wird geübt werden, wenn die Abhängigen
das vertane Leben aufgeben können
und lernen, selber zu leben.

Es steht geschrieben, dass Maria sagte
er verbringt mit seinem Arm machtvolle Taten                                                           er zerstreut die im Herzen hochmütig sind
er stößt die Gewaltigen von ihren Thronen
die Getretenen richtet er auf

Heute sagen wir das so
wir werden unsere Besitzer enteignen und 
die Herrschaft der Männer über die Frauen wird
ein Ende nehmen
aus Objekten werden Subjekte werden
sie gewinnen ihr eigenes besseres Recht.

Es steht geschrieben, dass Maria sagte
Die Hungrigen beschenkt er mit seinen Gaben
und die Reichen werden leer ausgehn
er denkt an sein Erbarmen und hat sich Israels
seines Knechts angenommen.

Heute sagen wir das so
Frauen werden zum Mond fahren und in den Parlamenten entscheiden
ihre Wünsche nach Selbstbestimmung werden in
Erfüllung gehen
und die Sucht nach Herrschaft wird leer bleiben
ihre Ängste werden gegenstandslos werden
und alle Ausbeutung ein Ende haben.

Dorothee Sölle (1929 – 2003)



An diesem 2.Juli hat auch mein erstes Kind, meine Tochter Katharina ihren Geburtstag.

Heute den 43.  An SIE und an meinen Sohn Jakob und an die nun bereits 5 Enkelkinder

denke ich an diesem Mutter Gottes Tag besonders. Ich fühle uns behütet und begleitet

Mittwoch, 1. Juli 2026

Fürbitten 2.7. wie Maria - ich trage das Leben in mir

 


2.7.2026 Lk.1.39 Fest Maria Heimsuchung  

Ein schönes Marienfest wird heute gefeiert. „Maria Heimsuchung“.  Die Bezeichnung empfinden wir wohl als seltsam. Mit dem Wort Heimsuchung verbinden wir heutzutage eher nichts Gutes. Eine Heimsuchung ist ein Unglück. Man ist von Katastrophen heimgesucht, von Krankheiten heimgesucht. Aber das Fest heute meint natürlich etwas ganz anderes. Das junge Mädchen Maria, selbst durch eigenartige Umstände schwanger, besucht ihre viel ältere Cousine Elisabeth, sie "sucht sie sozusagen heim". Elisabeth wird schon bald ein Kind bekommen und auch das ist, wie bei Maria, ein Wunder. Denn Elisabeth ist keine junge Frau mehr. In ihrem Bauch trägt sie den kleinen Johannes, und in der Bibel heißt es: „das Kind hüpfte vor Freude in ihrem Leib“, als seine Mutter den Gruß Marias hörte. Zwei Frauen begegnen einander, beide mit einem Kind in ihrem Schoß, beide bereit, sich ganz auf Gott einzulassen.  Maria singt in ihrer überschäumenden Freude das „Magnifikat – Hoch preist meine Seele den Herrn“  Bitten wir heute

Lass uns auf dem Weg sein, wie Maria

dass wir immer wieder neues Leben in uns spüren

 dass wir Leben und Lebendigkeit weitertragen

dass wir uns tragen lassen von Freude und Vertrauen

 DU Gott unserer Freude – zu dir rufen wir


Lass uns auf dem Weg sein, wie Maria

lass uns dankbar sein, für alle guten und tröstlichen Begegnungen

lass uns dankbar sein, weil es Menschen gibt, für die wir wichtig sind

und für die wir wichtig sein dürfen

DU Gott unserer Freude – zu dir rufen wir

 

Lass uns auf dem Weg sein, wie Maria

lass uns dankbar sein für alles Vertrauen, das wir haben dürfen

lass uns dankbar sein für allen Trost, den wir erfahren

lass uns auch all das aushalten,

was manchmal schwer und unverständlich ist

DU Gott des Lebens – zu dir rufen wir

                                                                           

bitten wir wie Maria in ihrem Magnificat um eine Welt

wo die Niedrigen erhöht werden und die Hungrigen satt sind

wo die kleinen Leute nicht die ewig Dummen sind

wo Arme und Flüchtlinge eine Heimat finden

wo Kinder in Frieden groß werden wo es keine Waffen und Spekulanten mehr gibt

DU Gott des Lebens – zu dir rufen wir

 

bitten wir für alle Frauen, die ein Kind erwarten

besonders für die, die ein Problem damit haben, schwanger zu sein

bitten wir für alle Frauen, die ein Kind verlieren mussten

und bitten wir für alle Menschen, die krank sind und die eine gute Begleitung brauchen

 

So bitten wir dich guter Gott, dass wir immer wieder neues Leben, neue Freude in uns spüren können. Dass es Menschen gibt, denen wir vertrauen dürfen und dass wir die Kraft haben, einander beizustehen. Weil wir wie Maria mit Jesus auf dem Weg sind . Amen

Dienstag, 30. Juni 2026

Fürbitten 1.7. Was Gott uns ausrichten lässt ....

 


1.7.2026  ich hasse euer frommes Getue  Amos 5.14

3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung geht der Prophet Amos mit den Israeliten scharf ins Gericht. Im Namen Jahwes richtet er ihnen aus: „Ich hasse euer frommes Getue…“ wörtlich heißt es: „ich hasse eure Feste“, gemeint sind die Gottesdienste, „ich verabscheue sie. Ich kann eure Feiern nicht riechenich habe kein Gefallen an euren Gaben“ Mit solch drastischen Worten macht der Prophet Amos den Menschen seiner Zeit klar, dass Gott nicht Rituale und Opfer braucht, sondern dass Gott sich das Eine wünscht:  dass das Gute getan wird, dass es Barmherzigkeit und Gerechtigkeit gibt. Nehmen wir uns – wenigstens für unseren kleinen Alltag vor:

Dass wir jetzt auch in dieser Hitzewelle noch mehr aufeinander achten

Dass wir für Menschen eintreten, die von anderen schlecht gemacht werden

Dass wir für ein Klima von Wohlwollen sorgen und niemand ausgrenzen

Dass wir andere aber auch uns selbst nicht mit unnötigen Ansprüchen überfordern

Dass wir uns gerade in den sozialen Medien bemühen, nicht über andere herzuziehen

Dass wir uns in Konflikten um einen Ausgleich bemühen

Dass wir mit dem großzügig sind, was wir selbst zu viel haben

Dass wir aber auch immer daran denken, dass Gott unsere Freude und unser Wohlbefinden will – und wir uns nicht sinnlos abrackern müssen

 

So bitten wir um einen guten Tag, auf den wir gemeinsam mit allen unseren Weggefährten dankbar zurückschauen können. Amen

Montag, 29. Juni 2026

Fürbitten 30.6. Damals - von den Löwen zerfleischt. Heute ????

 

30.6.2026 Die ersten Märtyrer der Stadt Rom

 

Die katholische Kirche feiert heute das Gedächtnis, die Erinnerung, an die ersten Märtyrer der Stadt Rom. Das ist keine Legende, das ist Geschichte. 64 n Christus, nach dem Brand in Rom, ließ Nero hunderte Christen auf grausamste Weise umbringen. Der römische Historiker Tacitus, der selbst die Christen ablehnte, schrieb in seinen Annalen: „.und während sie zugrunde gingen, trieb man Spott mit ihnen, so dass sie, mit Tierfellen bedeckt, durch das Zerfleischen der Hunde umkamen oder ans Kreuz geschlagen und für den Flammentod bestimmt starben und, sobald der Tag zu Ende gegangen war, anstelle von einer nächtlichen Beleuchtung verbrannt wurden. Nero hatte für dieses Schauspiel seine Gärten zur Verfügung gestellt und ein Zirkusspiel veranstaltet..“

Heute, im Jahr 2025, werden mehr als 380 Millionen Christen weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt. 

Nach Angaben der internationalen Organisation open doors wurden Christen 2025 am stärksten in Nordkorea, Somalia und Libyen verfolgt. Aber auch in China und in verschiedenen Regionen Indiens ist die Lage für Christen prekär

 

-   bitten wir also heute ganz besonders für all die Menschen die wegen ihres christlichen Glaubens bedroht und verfolgt sind

 

Bitten wir für die vielen Menschen, die wahllos in Kriegen, bei Gewalt und Terroranschlägen ums Leben kommen, die gar nicht nach ihrer Überzeugung und Religion gefragt werden – die einfach nur OPFER sind

 

Bitten wir für alle Menschen, denen von Staaten und Regierungen keine Meinungs-und Glaubensfreiheit zugestanden wird.

 

Bitten wir für alle, die auch heute noch aufgrund ihrer sexuellen Identität und Orientierung verfolgt werden oder mit Diskriminierung rechnen müssen

bitten wir für uns selbst, dass wir Menschen sind, die zu dem stehen, wovon wir überzeugt sind und woran wir glauben –

bitten wir um den Mut, auch dann klare Entscheidungen zu treffen müssen, wenn sie uns Nachteile bringen. 

Bitten wir aber auch um Mut und Zuversicht, wenn immer wieder Vieles anders kommt als geplant, wenn wir vermeintliche Sicherheiten aufgeben müssen, wenn wir uns mit Krankheit und Verlust abfinden müssen.   

Gott, wir sind so hilflos – hilf uns helfen wo immer wir es es können - stärke in Österreich, stärke in Europa wieder die Solidarität und die Barmherzigkeit mit Menschen, die Hilfe brauchen. Darum bitten wir ganz besonders an diesem heutigen Tag – Herr schenk Frieden und Gerechtigkeit. Amen


Sonntag, 28. Juni 2026

Fürbitten 29.6. Kirche sind wir nur GEMEINSAM

 


29.6.2025 Hochfest der Apostel Petrus und Paulus 

Die Kirche feiert heute das Hochfest der beiden Apostel Petrus und Paulus. Gefeiert wird aber nicht ein gemeinsamer Todestag der beiden Apostel, sondern die vermutliche Übertragung ihrer Reliquien in die Katakombe an der Via Appia. Das heutige Fest wird schon 354 im römischen Staatskalender genannt. 

Petrus und Paulus werden häufig in einem Atemzug genannt, obwohl sie ganz unterschiedliche Persönlichkeiten sind. Beide waren Juden, doch während Petrus als einfacher Fischer im Kernland Israels lebte, stammte Paulus aus der gebildeten Schicht in der jüdischen Diaspora. Er war römischer Bürger und mit der griechischen Kultur vertraut

Petrus wird in allen Apostelverzeichnissen als Erster genannt. Jesus gab ihm den Namen Kephas = „Fels“ (woraus lat. Petrus wurde). Nach dem Weggang Jesu übernahm Petrus die Leitung der Gemeinde in Jerusalem. Er nahm auch den ersten Heiden, das heißt Nicht-Juden, in die Christen Gemeinde auf. Das war äußerst umstritten. Der Aufenthalt von Petrus in Rom und sein Märtyrertod unter Kaiser Nero (zw. 64 und 67) können als historisch gesichert gelten.

Paulus hat im Gegensatz zu Petrus Jesus selbst nicht persönlich erlebt, Jesus erscheint ihm nur in einer Vision, die dann zur Bekehrung von Paulus führt. Paulus brachte den Glauben an Jesus durch ausgedehnte Reisen in viele Gegenden, letztlich erleidet er 67 unserer Zeitrechnung den Märtyrertod in Rom.

Beide Männer sind in ihren Charakteren sehr unterschiedlich. Von beiden wird auch ganz offen in den Evangelien und in der Apostelgeschichte von ihren Fehler berichtet. Petrus, den Jesus als einen der Ersten an seine Seite holt, führt gern das große Wort, aber er versagt im entscheidenden Moment. So leugnet er, Jesus zu kennen, als dieser gefangen genommen wird. Petrus ist ein Feigling und Paulus ein Fanatiker, der mitgeholfen hat, die ersten Jesus Anhänger zu verfolgen. Selbst als beide Männer nach Jesu Tod schon wichtig für die Kirchenführung sind, streiten sie, sie sind durchaus nicht ein Herz und eine Seele. Und doch geben beide ihr Leben für Jesus und für das, was er wollte. So bitten wir heute

dass Gott auch heute aus allen Krisen und Spannungen in der Kirche, ja, selbst aus dem Versagen der Kirche, dennoch immer wieder Gutes entstehen lassen kann

Dass die Kirche unter Leo XIV die richtigen Antworten und Reformen für die Probleme unserer Zeit findet – dass aber auch die einzelnen christlichen Gemeinden Mut für Veränderung haben  

Dass unsere Kirchen Orte sind, wo Menschen, die dort daheim sein wollen, auch angenommen werden, so wie sie sind, ungeachtet etwa ihrer geschlechtlichen Bedürfnisse

Dass auch unsere Familien und Gemeinschaften offene Orte der Begegnung mit Jesus sind.. Dass die Idee der Hauskirche weiter lebt, so wie sie in der Zeit der Pandemie wieder neu entdeckt worden ist

Petrus, der als erster Führer der Kirche gilt, war verheiratet, hatte Familie. Bitten wir um ein Umdenken in der Kirche, was die Verpflichtung zum Zölibat, zur Ehelosigkeit für Priester betrifft

bitten wir, dass die beamtete Kirche aber auch umdenkt, was Frauen in priesterlichem Dienst betrifft. Nicht einmal als Diakoninnen sieht man sie noch

bitten wir für alle Männer, die neu zu Priestern geweiht worden sind, dass die Freude ihrer Berufung sie auch in den unausweichlichen Krisen trägt.

Und bitten wir für uns selbst, dass unser Glaube keine Pflichtübung ist, sondern dass wir im Glauben an Jesus mit Liebe, Freude und in großem Vertrauen leben. Hilf uns erkennen, worin unsere Sendung, worin unser Auftrag besteht. Wozu DU uns brauchst und berufst

Der 29.Juni, Peter und Paul, ist jedes Jahr auch wieder ein Datum, das für alle Schulkinder und Eltern das Ende des Arbeitsjahres einläutet. Heuer macht allen die Hitze zu schaffen, Bitten wir dann endlich um erholsame Ferien und dass auch schlechte Schulnoten nicht als Versagen gesehen werden, sondern als Chance für einen Neuanfang, gleich wie er aussieht.

 um all das bitten wir im Namen Jesu ,  Amen 

Samstag, 27. Juni 2026

Fürbitten Sonntag 28.6. Wer redet schon gern vom "KREUZ TRAGEN"

 


28.6.2026  Mt.10.37 wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt

 Es ist Sonntag, für die meisten ein entspannter freie Tag - man will den Kopf frei haben von allem, was sonst im Alltag belastet. Will man dann ein Evangelium hören, wie das heute am sogenannten 13. Sonntag im Jahreskreis? Vom Kreuztragen spricht Jesus, „Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert.“ und wir hören den Satz: „Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren?“ Hätte man nicht Sehnsucht nach leichteren Worten und Gedanken. Und doch wissen wir, jeder aus persönlicher Erfahrung, dass es dieses „Kreuz-tragen“ gibt – ob wir wollen oder nicht. Gerade die furchtbare Hitzewelle in der wir jetzt stecken, führt viele an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Ganz abgesehen von all den internationalen Krisen und Katastrophen. So bitten wir heute:


für die Opfer der verheerenden Erdbebenkatastrophe in Venezuela, zehntausende Menschen stehen vor dem Nichts, so viele Tote, Schwerverletzte, vielleicht können wir wenigstens mit einer Spende helfen

wir bitten für alle, die in diesen extremen Hitzetagen besonders leiden, für die Kranken und die alten Menschen, für alle, die in Spitälern und Pflegeheimen Hilfe leisten

wir denken hilflos an die Opfer und die Betroffenen in den Kriegs- und Krisengebieten, welches „Kreuz“. welches Leid  lastet auf diesen Menschen  

wir bitten nicht zuletzt für uns selbst, dass wir immer besser in Geduld und Vertrauen lernen, die Herausforderungen in unserem Leben anzunehmen - dass wir Geduld mit uns selbst haben, und dass wir uns auch zugestehen, Hilfe zu brauchen

dass wir die richtige Balance finden zwischen „Schmerzen ertragen“ und etwas dagegen tun - dass wir uns niemals krampfhaft etwas zum „Kreuz tragen“ suchen

dass wir vor allem auch aufmerksam sind für das Kreuz, die Sorgen und die Ängste Anderer

und bitten wir, dass uns die Freude am Leben trotz aller Sorgen nicht verloren geht, dass wir umso dankbarer die unbeschwerten Tage

 

Du guter Gott, immer wieder brauchen wir eine Extra Portion Kraft zum Leben. Immer wieder stehen wir vor Entscheidungen, die uns viel abverlangen. Lass uns daran glauben, dass das Kreuz unseres Lebens keine Sackgasse ist und dass wir dir rückhaltlos vertrauen dürfen. Das bitten wir dich durch Jesus, mit dem wir auf dem Weg sind. amen.

Freitag, 26. Juni 2026

Fürbitten 27.6. BITTEN und BITTEN ...

 


27.6.2026  Mt 8,5  sprich DU nur ein Wort

 "Herr ich bin es nicht wert, dass du in mein Haus kommst", sagt im Evangelium heute ein römischer Hauptmann zu Jesus – er bittet um Hilfe für seinen kranken Diener. Doch der Hauptmann setzt hinzu: „Es genügt, sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund.“ Der Mann hat bedingungsloses Vertrauen zu Jesus. Und Jesus selbst hat keine Scheu vor einem Kontakt mit ihm – immerhin ist dieser Hauptmann ein römischer Besatzungssoldat, verhasst bei den Juden. Sein Diener wohl auch ein römischer Soldat. Auf der einen Seite will das Evangelium wohl zeigen, dass Jesus sich auch den Nicht-Juden zuwendet – wir dürfen uns aber auch ein Beispiel an diesem Hauptmann nehmen, der Jesus ein bedingungsloses Vertrauen entgegenbringt. Und wir dürfen wissen, dass wir Jesus auch all die Sorgen um unsere Freunde und Anvertrauten bringen dürfen – und sollen. So bitten wir:

für alle, die in diesen extremen Hitzetagen besonders leiden, für alle, die im Freien arbeiten müssen, für die Kranken und die alten Menschen, und wir bitten für alle, die Hilfe leisten und die in Spitälern und Pflegeheimen

wir bitten dass die Politik nicht nur mit Worten auf diese Hitzewelle reagiert, sondern wirklich Klimaschutz Maßnahmen vorangebracht werden

wir bitten für die Opfer der verheerenden Erdbebenkatastrophe in Venezuela, vielleicht können wir wenigstens mit einer Spende helfen

wir bitten, dass der fragile Frieden im Nahen Osten hält, dass wenigstens die Vernunft die Oberhand behält, wenn schon nicht die Versöhnung

wir bitten um ein Zeichen der Hoffnung für die hoffnungslose Situation rund um die Ukraine, was mögen die Menschen gerade jetzt in diesen Sommertagen erleiden, auf beiden Seiten des Konflikts

bitten wir für unsere nächsten Freunde und alle, die uns anvertraut sind, so oft können wir nichts persönlich tun, aber dass wir auch unserem Beten vertrauen

 

und bringen wir auch unsere eigenen Bitten zu Jesus, auch die aller kleinste  - ……

 

Jesus, du bist nicht mehr physisch wie vor mehr als 2.000 Jahren unter uns – aber wir vertrauen auf dein mit-uns sein und dein DA-Sein in den Sorgen unserer Tage. Amen

Donnerstag, 25. Juni 2026

Fürbitten 26.6. ohne NÄHE verkümmern wir

 


26.6. 2026 Mt.8.1 Jesus und der Aussätzige

An Jesus fällt auf, dass er keine Angst vor Berührung hat. Er berührt auch die Aussätzigen der damaligen Gesellschaft. Diese Menschen galten als extreme Gefährdung für die Gesunden, sie wurden ausgesondert, mussten in Höhlen leben, man hielt sie sich im wahrsten Sinn des Wortes vom Leib. Jesus aber setzt sich über diese Einschränkung hinweg. Im heutigen Evangeliums Text berührt er den Aussätzigen, der ihn um Heilung anfleht. Die Monate der Pandemie haben uns selbst schmerzlich gezeigt, was es heißt, nicht mehr HAUTNAH in Kontakt sein zu dürfen. Wie wichtig ist doch NÄHE für unser Zusammenleben! Aber nicht nur körperliche Nähe, wir müssen auch seelisch andere Menschen an uns heranlassen. Bitten wir heute

 

dass wir uns für andere Menschen interessieren, , dass wir uns vom Leben und Schicksal anderer berühren lassen, auch wenn sie uns nicht  unmittelbar nahestehen

Gib uns den Mut zur Nähe Gott - wir bitten dich, erhöre uns

dass wir und wenigstens innerlich auch auf all die Menschen einlassen, um die andere einen Bogen machen. Die Sandler, die Bettler, die Süchtigen, die Untüchtigen, die Flüchtlinge und Asylanten – all die Aussätzigen unserer Zeit

dass wir auch selbst die Nähe anderer zulassen,  dass wir anderen die Chance geben, uns nahe zu kommen, dass wir nicht distanziert sind und abweisend

bitten wir aber auch, dass wir nicht in Distanz zu uns selber leben, dass wir uns auf unsere eigenen Gefühle einlassen, dass wir uns unsere Sehnsucht eingestehen, Sehnsucht nach Liebe und Nähe

 

Gib uns den Mut, Gott, dass wir uns auch von DIR berühren lassen. Dass wir deine Nähe spüren, deine Liebe, die sich um uns kümmert, dass wir bei dir mit unseren Hoffnungen und auch Sorgen geborgen sind

 

Guter Gott, Segne uns, dass wir einander berühren können in der Tiefe unserer Seele. Segne unsere Hände, dass sie behutsam sind, dass sie halten können, ohne zur Fessel zu werden, dass sie geben können ohne Berechnung, dass sie die Kraft haben zu trösten und zu segnen. Wir bitten im Namen Jesu Amen

Mittwoch, 24. Juni 2026

Fürbitten 25.6. Felsenfest - das Fundament muss tragen

 

25.6.2026 Mt.7.21  auf festen Grund bauen  

Wir sollen unser Leben auf festen Grund bauen, sagt Jesus heute im Evangelium. Das Fundament muss tragen, damit im Krisenfall nicht vieles wie ein Kartenhaus in sich zusammenstürzt. Worauf aber bauen wir unser Leben, worauf vertrauen wir, was hält uns, wenn es Probleme und Krisen gibt? Jesus sagt: felsen-fest muss das sein, worauf ihr in schwierigen Zeiten zurückgreifen könnt. So bitten wir heute

für alle Menschen die durch Krieg oder Naturkatastrophen im wahrsten Sinn des Wortes den Boden unter den Füßen verloren haben

für alle, die Opfer von Gewalt und Missbrauch sind und denen Vertrauen und Sicherheit im Leben verloren gegangen ist

für alle, die in diesen Tagen Angst um die nahe Zukunft haben, die glauben, keinen festen Halt mehr im Leben zu spüren

für die Politiker und die Verantwortlichen in unserer Gesellschaft, dass sie sich um Stabilität und Sicherheit bemühen und nicht Verunsicherung schüren

für die Wissenschaftler, die in Medizin und Technik immer wieder Grenzen überschreiten wollen und doch am Boden der Humanität bleiben sollen

lass uns darauf bauen: dass Du uns ertragen lässt, was oft unerträglich scheint

dass Du uns hoffen lässt, was oft gegen jede Vernunft ist

 

lass uns darauf bauen: dass Du uns loslassen lässt, was nicht mehr gehalten werden soll

dass du hinausführt aus der Enge unsere eigenen Vorstellungen

 

lass uns darauf bauen: dass Du uns begleitest, auf den Um-und Irrwegen unseres Lebens

dass wir Dein „bei uns sein spüren, gerade dann, wenn wir es am wenigsten erwarten

 

lass uns darauf bauen: dass Du uns hinführst zu den Menschen, die uns brauchen

dass wir auch in den schwierigen Stationen unseres Lebens einen Sinn erkennen, der zu Besserem und Neuen führen kann

 

So bitten wir, gib uns Vertrauen und Zuversicht, damit wir füreinander da sein können, wie du es für uns bist, in Jesus. Amen

 

 

Dienstag, 23. Juni 2026

Fürbitten 24.6. PROPHETEN - wir brauchen sie auch heute

 

24.6.2025 FEST Johannes der Täufer     Wegbereiter Jesu

Es ist kurz nach der Sommer-Sonnenwende und der kirchliche Kalender feiert heute einen besonderen Mann, der uns schon hinführt auf jenes ganz besondere Fest, das wir in sechs Monaten, kurz nach der Wintersonnenwende feiern werden. Weihnachten, die Geburt Jesu. Heute wird das „Hochfest der Geburt von Johannes dem Täufer“ begangen. Johannes ist außer Maria der einzige Heilige, dessen Geburt in der Liturgie gefeiert wird. Johannes war ein radikaler Wanderprediger, der die Menschen seiner Zeit aufruft, ihr Leben ganz auf Gott auszurichten. Er ist einer der großen Propheten des Judentums und steht mit seinem Aufruf zur radikalen Umkehr an der Schwelle zwischen dem Alten und dem Neuen, das letztlich Jesus wirken wird.  Schon in der ersten Lesung heute hören wir, wie Gott Menschen dazu beruft, prophetisch zu wirken. „Schon als ich noch im Leib meiner Mutter war, hat der Herr mich erwählt und in seinen Dienst gerufen“, schreibt der Prophet Jesaja vor fast 3.000 Jahren. Aber Prophet zu sein ist alles andere als ein angenehmer Job. Es heißt, immer wieder Unangenehmes auszusprechen, sich unbeliebt zu machen, ja oft, wird das eigene Leben dadurch gefährdet. Auch Johannes wird letztlich für seine Kompromisslosigkeit ermordet. Bitten wir heute für all die Menschen, die auch in unserer Zeit prophetisch sprechen

Für alle, die gegen Fremdenfeindlichkeit, Menschenrechtsverletzungen, Willkür und Unrecht auftreten

Für alle, die sich um Flüchtlinge und heimatlose Menschen kümmern

Für alle, die nicht müde werden, soziale Gerechtigkeit einzufordern

Für alle, die sich für unsere Umwelt und die Bewahrung der Schöpfung engagieren

Für Alle, die auch für die Tiere und jede Kreatur Rechte und Würde und Respekt und Sorgsamkeit einfordern.

Für alle, die ihre Leben im Einsatz gegen gefährliche Krankheiten und Epidemien aufs Spiel setzen

Für die Journalisten und Meinungsmacher, dass sie sich ihrer Verantwortung für unser gesellschaftliches Klima bewusst sind

Und bitten wir für uns selbst, für jeden von uns: dass auch wir den Mut zu einer klaren Haltung und zu klaren Worten haben 

 

Du guter Gott, schenke auch unserer Zeit weise und kluge Menschen, Frauen und Männer, Junge und Alte, gerade auch in der Kirche, die uns neue Wege aufzeigen. Schenke unserer friedlosen Zeit vor allem Propheten des Friedens. Amen


Montag, 22. Juni 2026

Fürbitten 23.6. Was du nicht willst, dass man dir tut ....

 

23.6.2026 Mt.7.6 Die Goldene Regel

 Was wir heute im Evangelium hören, könnte auch in jedem modernen Lebens-Hilfe Buch stehen. Jesus gibt drei wichtige Verhaltensregeln: „Werft eure Perlen nicht den Schweinen vor“ – das heißt, was euch viel bedeutet, dass lasst euch nicht von anderen schlecht machen. Jesus sagt weiters:  Macht es euch nicht zu einfach und zu billig im Leben: geht durch das enge Tor. Und schließlich gibt Jesus einen ganz einfachen Ratschlag:  „Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen“Es ist die berühmte „goldene Regel“, schon lange vor Jesu Geburt hat sie existiert, zum Beispiel im Buddhismus. Auch heute ist das eine brauchbare ethische Formel für alle. Eine Formel die das Miteinander einfach machen könnte.  Denn im Umkehrschluss heißt es: Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu. NICHTS TUN, was man selbst nicht erleiden will – aber vor allem TUN, was man sich auch für sich selbst wünschen würde. So einfach wäre das. Darauf kommt es an. Bitten wir heute

dass wir uns einfach bemühen, freundlich, geduldig und hilfreich zu sein

dass wir uns bemühen, niemand zu kränken, niemand in eine unangenehme Lage zu bringen, niemand bei anderen schlecht zu machen

dass wir niemand herabsetzen, dass wir andere nicht übertrumpfen, dass wir niemand beschämt und lächerlich dastehen lassen

dass wir uns bemühen, Vorurteile zu meiden, dass wir andere Lebenskonzepte akzeptieren, dass wir niemand als zweitklassig behandeln, dass wir möglichst niemand böse Absichten unterstellen

dass wir uns bemühen, eigene Konflikte friedlich und versöhnlich zu lösen, dass wir mithelfen, Konflikte Anderer zu entschärfen,

hilf uns andere zu loben, aufzubauen, zu ermutigen, ihnen weiterzuhelfen

hilf uns eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich andere sicher und wohlfühlen 

vor allem: gib uns ein großes Herz für die Armen und die Flüchtlinge – dass wir nicht Angst haben, für uns könnte zu wenig übrigbleiben, dass wir die Not der Anderen spüren und lindern wollen, als wäre es unsere eigene Not oder die unserer Kinder

 

so bitten wir dich guter Gott, lass uns nicht über große Programme nachdenken, lass uns einfach das tun, was auch uns selbst gut täte – dann sähe die Welt schon ein bißchen besser aus. Lass uns heute wieder damit anfangen. Amen

 

 

 

 

Sonntag, 21. Juni 2026

Fürbitten 22.6. aufhören damit, über andere zu urteilen

 


22.6.2026  Mt.7.1Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet 

Es mag Stellen im Evangelium geben, von denen man sich persönlich nicht betroffen fühlt. Aber heute trifft Jesus wohl einen wunden Punkt. Hört doch auf, ständig über andere eine Meinung zu haben. Hört auf, über andere zu schimpfen oder sie auszurichten „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet“, sagt Jesus und er fragt uns unverblümt: Warum siehst du eigentlich immer nur den Fehler beim Anderen – warum nicht zuerst bei dir? „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht“ Ja, wir selbst haben oft ein ganzes Brett vorm Kopf, was unsere eigenen Schwächen und Fehler betrifft – und kümmern uns doch nur darum, wie sich DER ANDERE ändern müsste. Bitten wir heute

Dass wir aufhören, uns Urteile über andere anzumaßen

dass wir Schluss machen mit dem Tratschen und Ausrichten und alles besser wissen

dass wir uns das „schwarz – weiß“  Denken und das schnelle Einteilen in „gut“ oder „böse“ abgewöhnen, so einfach ist das Leben nicht

Dass wir uns bemühen, in erster Linie das Positive in anderen zu sehen, dass wir wohlwollend und verständnisvoll über andere denken und vor allem auch reden

dass wir in den Fehlern anderer und in ihren Schwächen nicht auch noch herumbohren

dass wir uns selbst kritisch sehen und auch unsere „edlen“ Motive immer wieder hinterfragen

wir dürfen aber auch darum bitten, dass wir uns auch uns selbst nicht „richten“ – sondern dass wir uns mit den liebevollen Augen Gottes sehen und uns selbst annehmen können, so wie wir sind

So bitten wir, dass wir immer mehr mit den liebevollen Augen Gottes sehen, dass wir wohlwollend, nachsichtig und gütig sind. Dass wir Freude und Verständnis in unsere Umwelt bringen. Amen

Samstag, 20. Juni 2026

Fürbitten Sonntag 21.6. VERTRAUEN können - auch das muss man lernen

 

21.6.2026 Mt.10.24 fürchtet euch nicht 

"Fürchtet Euch nicht!" Dreimal wiederholt Jesus diesen Satz, den wir heute im Evangelium hören. Und Jesus fügt noch hinzu: Fürchtet euch nicht, ihr seid doch mehr wert als alle Spatzen – und kein Spatz fällt vom Himmel ohne den Willen eures Vaters im Himmel“. Das klingt poetisch schön, aber wir sehen unser Leben wohl meist nüchterner. Da gibt es genug, was zum Fürchten ist: Kriege und Gewalt, eine internationale Politik, die unberechenbar ist, die Wirtschaftslage, die vielen Sorge bereitet. Und da reden wir noch gar nicht von den eigenen Sorgen und Beunruhigungen. Gibt es nicht immer wieder Situationen, wo wir uns wie verlassen vorkommen, wo uns das Leben so schwer ist, wo wir manchmal an dem Sinn von allem zweifeln Können, wollen wir Jesus vertrauen, wenn er uns sagt: Fürchtet euch nicht?

Bitten wir für die Kriegs-und Krisenherde dieser Welt, für alle Menschen, deren Leben unmittelbar bedroht ist, für alle, die nur in Frieden leben wollen und doch in schwere Konflikte verwickelt werden

Bitten wir für alle, deren Menschenrechte bedroht sind, weil sie anders denken und glauben als es die Regierenden wollen - bitten wir für alle, die aus Angst vor ihren Lebensumständen in eine bessere Zukunft aufbrechen

Bitten wir für die Menschen unter uns, die in ihrem Leben in einer Sackgasse stecken, die ihr Alltag überfordert, lähmt und müde macht. Für alle, die sich nichts mehr vom Leben erwarten wollen, für die Enttäuschten, die Ängstlichen, die hart gewordenen

Bitten wir für alle, die krank sind, die mit einer unerwarteten Diagnose fertig werden müssen. Bitten wir für alle, die sich vor einer Operation ängstigen oder nicht wissen, wie es nach einem Unfall weitergehen soll.

Und für uns selbst bitten wir:

nimm uns die Angst vor neuen Herausforderungen, vor neuen Situationen

nimm uns die Angst, mit unserer Gutmütigkeit die Dummen zu sein

nimm uns die Angst, es nicht allen recht machen zu können

nimm uns die Angst, nicht mehr wichtig und gefragt zu sein

nimm uns die Angst, immer wieder Vertrautes aufgeben zu müssen

nimm uns die Angst, vor dem Unbekannten in uns selbst

 

Du guter Gott, nimm uns die Angst vor dem, was Morgen ist. Jeden Tag wieder geben wir unser Leben in deine Hand. Du wirst gut machen und vollenden, was wir aus Eigenem nicht schaffen. Wir vertrauen, weil wir auf Jesus vertrauen. Amen

Freitag, 19. Juni 2026

Für bitten 20.6. SORGEN - FREI ??? wer wünscht sich das nicht !

 

20.6.2026 Mt. 6.24  sorgt euch nicht um morgen

Wenn wir nur all das glauben könnten, was wir in unseren Gottesdiensten hören. Mit welch leichtem Herzen könnten wir leben.  Im Evangelium sagt Jesus heute: „Sorgt euch nicht um den nächsten Tag – sorgt euch nicht, was sollen wir essen, was sollen wir anziehen – sorgt euch nicht um morgen …der morgige Tag wird für sich selbst sorgen“ Die Realität dieser Welt sieht aber doch ganz anders aus: Kriege, Zerstörung, Gewalt, Flüchtlingselend, elementare Ungerechtigkeit.…ja, und auch unsere eigenen Sorgen haben wir, sie sind oft gar nicht so klein – wie schaffen wir nur  Gottvertrauen???   bitten wir auch für unseren kleinen Alltag

dass wir es aushalten, wenn vieles nicht geplant und perfekt verläuft

dass wir uns nicht gegen so vieles absichern und versichern wollen

dass wir Vertrauen haben wollen vor Neuem, vor Veränderungen

dass wir unsere Zeit und unsere Tage nicht zu sehr ver-planen, dass wir Spielraum für Unvorhergesehenes lassen

dass wir mit Überraschungen leben können, weil sie uns vielleicht auch zu neuen Lösungen führen

dass vor allem kranke Menschen die Unsicherheit ihrer Situation aushalten können

dass wir aber für Andere sorgen, so gut wir es können

und bitten wir darum, dass wir nicht aufhören zu bitten: um Frieden, um Freiheit, um Sicherheit, um eine gute Zukunft für alle Menschen. Heute wird international an die Situation aller Flüchtlinge gedacht, von 118 Millionen Menschen ist da die Rede. Das ist die Statistik, welche Schicksale stehen hinter diesen Zahlen.

 

Du guter Gott, so bitten wir um Zuversicht und um Vertrauen: Warum die Welt nicht „gut“ ist, warum es so viel Leid, so viel Ungerechtigkeit gibt – das werden wir wohl nie verstehen. Aber im Vertrauen auf Jesus geben wir alles in deine Hand. Das Heute und morgen und was immer kommt. Sei bei uns. Amen

Donnerstag, 18. Juni 2026

Fürbitten 19.6 Was ist das, was mich ganz ausfüllt?

 


19.6.2026 Mt 6.19, sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde

 "Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“ sagt Jesus heute im Evangelium. Was sind unsere Schätze, was ist das, was mir ALLES oder zumindest ganz VIEL bedeutet?

 bitten wir, dass wir immer besser zwischen Wichtig und Unwichtig unterscheiden lernen.

 Dass wir erkennen, wofür es sich lohnt, Zeit und Kraft zu investieren.

 dass wir alles liegen und stehen lassen können, für eine Sache, die uns am Herzen liegt

dass wir immer besser lernen, ganz DA-zu SEIN für die Menschen oder Aufgaben, die uns gerade brauchen

dass wir aber auch ganz DA sind, für das, was uns selbst guttut und uns Freude macht

Dass wir auch die Ruhe und Entspannung als kostbaren Schatz entdecken und sie uns gönnen

dass wir kein schlechtes Gewissen haben, wenn es uns einfach gut geht

Dass wir immer etwas in unserem Leben haben, wofür wir uns begeistern, was uns über den Alltag hinausträgt

Bitten wir vor allem für die jungen Menschen, dass sie erkennen, was ihrem Leben wirklich gut tut. Dass sie sich nicht um ihre Träume bringen lassen und den Mut haben, ihren eigenen Weg zu gehen, „ihren“ Schatz zu finden.

bitten wir ganz besonders für die Millionen Menschen, die aus ihrer Sicherheit vertrieben sind, die Opfer von Gewalt und Krieg sind, sie haben sicher so vieles verloren, was ihnen kostbar war. Schenke ihnen eine gute Zukunft Jesu. Amen

 

 

 


Mittwoch, 17. Juni 2026

Fürbitten 18.6. BETEN - es braucht nicht viel

 

18.6.2026 Mt.6.7 Vater unser - Mutter unser -                                          DU unser Leben

Wie alle gläubigen Menschen hat auch Jesus gebetet – die Gebete seiner jüdischen Glaubensgemeinschaft, nicht zuletzt die Psalmen, die auch uns heute noch ganz nahe sind. Und dennoch lehrt Jesus seine Jünger ein neues Gebet. Ein Gebet, zu „unserem Vater im Himmel“. Vertrauen wir und bitten wir mit den Worten Jesu

 UNSER Vater im Himmel -  lass uns immer besser erkennen, dass du unser ALLER Vater bist, hilf uns, Menschen nicht auszugrenzen, lass uns erfahren, dass wir unterschiedslos ALLE Deine Kinder sind 

Dein Name werde geheiligt  - Lass uns immer mehr erfahren, wie unendlich nahe du uns bist. Als Vater, als Mutter, als unser innerstes Leben. Lass uns in dir die Einheit mit allem Leben erfahren.

Dein Reich komme - hilf uns spüren, was wir gerade heute und Jetzt tun sollen -  laß uns nicht aufhören, in unserem kleinen Alltag ein Stück Himmel zu leben und vorzuleben: in Solidarität und Mitgefühl und auch in der Freude und Dankbarkeit für jeden Tag

Dein Wille geschehe - Hilf uns immer wieder JA sagen zu vielem, was wir in unserem persönlichen Leben nicht verstehen können, was uns unerträglich und sinnlos erscheint. Hilf uns anzunehmen, worauf wir keine Antwort finden.  Lass uns vertrauen und die richtigen Entscheidungen treffen

Gib uns heute das Brot, das wir brauchen - hole unsere Gesellschaft heraus aus der Oberflächlichkeit und Hartherzigkeit, aus Gier und Geiz und Korruption. Lass uns selbst Menschen sein, die Not sehen und helfen -  aber gib uns auch all das, was wir selbst an Zuwendung, Anerkennung und Liebe brauchen – wie ein Stück Brot. 

Erlass uns unsere Schuld - hilf uns heraus aus allem, womit wir anderen und uns selbst das Leben schwermachen, vergib uns Trägheit und Gleichgültigkeit - bitten wir auch, dass ehrlich um Frieden gerungen wird, um Anständigkeit in Politik und Wirtschaft

denn auch wir vergeben jedem, der in unserer Schuld steht   - lass uns Menschen sein, die verzeihen können und Konflikte entschärfen, die anderen das Leben leichter und erträglich machen, hilf, dass wir Gutsein und Vertrauen in unsere Familien und Gemeinschaften bringen,

und hilf uns IN all unseren Versuchungen - bewahre uns davor mutlos zu sein, gekränkt, verbittert, nachtragend. Bewahre uns vor Neid und Eifersucht und vor jeder Lieblosigkeit. Bewahre uns vor Resignation, Pessimismus und Hoffnungslosigkeit.

 

um all das bitten wir mit den Worten Jesu – und vor allem auch um Frieden, um Hilfe für alle Menschen in Krankheit, Gefahr, in der Verfolgung und auf der Flucht. „Vater unser“:  Hilf DU und lass UNS helfen .Amen

Dienstag, 16. Juni 2026

Fürbitten 17.6. was so alles in mir schlummert ??

 

17.6.2026 Mt.6.1  HÜTET  EUCH 

Die Worte, die wir heute im Evangelium hören, hören wir auch jedes Jahr zu Beginn der Fastenzeit, am Aschermittwoch.  „Hütet euch“ – sagt Jesus – aber er meint damit nicht: „Hütet euch vor bösen Menschen oder unangenehmen Dingen“ Jesus sagt: „Hütet euch vor allem, was in euch selbst nicht aufrichtig und ehrlich ist.  Belügt euch nicht selbst. Passt auf, ob ihr das, was ihr tut, auch wirklich aufrichtig tut, und nicht nur, um vor anderen gut dazustehen. Ein Verhalten, das nach außen hin gut und fromm aussieht, muss gar nicht von edlen Motiven getragen sein. „Hütet euch vor falscher Frömmigkeit“ auch das sagt Jesus. Wir sollen ehrlich zu uns selbst sein. So bitten wir – und bitten wir ganz bewusst für uns selbst

Behüte mich davor - Dass ich Gutes nur tue und es so tue, dass es möglichst von vielen gesehen wird

behüte mich davor - dass ich mich nur einsetze und engagiere, um Lob und Anerkennung einzuheimsen

behüte mich davor - dass ich mich zu wichtig nehme und glaube, ohne mich geht es nicht

behüte mich davor - dass ich selbstgefällig, selbstverliebt und selbstgerecht bin

behüte mich davor - dass ich mich mit guten Vorsätzen und Taten verbissen und lustlos abplage

behüte mich davor - dass ich mich mit fadenscheinigen Argumenten vor ungeliebten Aufgaben drücke

und behüte uns alle, damit wir in allem, was wir tun oder lassen, die Freude und Dankbarkeit suchen. dass es uns gelingt, immer mehr von dem, was getan werden muss, aus Liebe zu tun

 

Du guter Gott: behüte uns vor dem traurigen Gesicht, vor der inneren Trostlosigkeit, vor allem frommen Leistungsdenken, mit dem wir nur anderen imponieren wollen. Lass uns dich in aller Aufrichtigkeit und Einfachheit und vor allem in Liebe suchen und finden. Amen