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Donnerstag, 29. Oktober 2026

Fürbitten 30.10 - Traut euch doch mehr !!! was wir uns von Jesus abschauen sollen

 


30.10.2026 Lk.14.1  Darf man am Sabbat heilen

Immer wieder läuft die Diskussion die Jesus mit den strengen Gesetzeslehrern und Pharisäern führt auf die Frage hinaus: „Ja darf man denn das"?! Und eine zentrale Frage scheint das auch heute, 2000 Jahre später, zu sein: Darf man Gesetze lockern, darf man Gesetze abändern, darf man anders denken, darf man auf die heutige Realität eingehen: Nein, sagen die streng Gesetzestreuen: immer muss alles bleiben, wie es war und festgeschrieben ist.  NEIN sagt Jesus, immer muss sich alles in der jeweiligen Situation entscheiden, an der Notlage eines Menschen: wenn einer geheilt werden muss, dann macht Jesus das auch am Sabbat. So bitten wir heute 

 

Dass wir uns das von Jesus abschauen:  sein Zugehen auf die Sorgen und Nöte der Menschen ohne Angst vor sturen Regeln

Dass wir uns das von Jesus abschauen: dass sich Gesetze und Regeln an den Bedürfnissen der Menschen orientieren müssen und nicht umgekehrt

Dass wir uns das von Jesus abschauen: den klaren Blick auf das einzig Not-wendige, auf das, was Not-wendet

Dass wir uns das von Jesus abschauen: seine Güte und seine Fähigkeit mitzufühlen und mitzuleiden

Dass wir uns das von Jesus abschauen: dass wir für uns selbst herausfinden was richtig oder falsch ist, dass wir keine Angst davor haben, eigenständig und kritisch zu denken

Dass wir uns vor allem auch das von Jesus abschauen: seine unbedingte Liebe zu seinem Vater-Gott, die ihm die Freiheit gibt, das Richtige zu tun


Du guter Gott. Um wie viel größer bist du, als wir es uns vorstellen können. Du willst unsere Freiheit und unsere Liebe. Du willst unsere Freude und unsere Sehnsucht. Du nimmst uns an, mit all unserem Suchen, mit allen Zweifeln. Dafür danken wir dir, durch Jesus unseren Bruder.

 

 

 

 

Mittwoch, 28. Oktober 2026

Fürbitten 29.10 Mut zum Widerstand - mit dem Leben bezahlt

 29.10.2026  Sr. RESTITUTA  KAFKA


                             NS Todesurteil 29.Oktober 1942         Hingerichtet     13.März 1943


Heute ist ein Gedenktag für die österreichische Ordensfrau Restituta Kafka. 1894 – 1943 Sie hat als Christin ihren aktiven Widerstand gegen das Naziregime mit dem Tod bezahlt. Schwester Restituta, eine Franziskanerin, weigerte sich als Krankenschwester Kruzifixe aus den Patientenzimmern im Krankenhauses Mödling zu entfernen und schrieb auch regimekritische Texte.  Am 29.Oktober 1942 ist die Hartmannschwester in Wien "wegen Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat" zum Tod verurteilt worden, am 30. März 1943 wurde Helene Kafka, wie Sr.Restituta mit bürgerlichem Namen hieß, im Wiener Landesgericht durch das Fallbeil, durch Enthauptung, ermordet. Ein schrecklicher Tod in einer schrecklichen Zeit, wo sich die Mehrheit der Menschen mit einem verbrecherischen Regime arrangiert hatten. Darunter sehr viele Christen, auch viele sogenannte Würdenträger in der katholischen aber auch in der evangelischen Kirche. Sr. Restituta ist 1998 für ihr entschiedenes NEIN zur Diktatur seliggesprochen worden. bitten wir Gott heute

Lass uns aufrechte Menschen sein, damit wir, auch unter widrigen Umständen, für das eintreten können, wovon wir überzeugt sind,                      

Gib uns den Mut herauszufinden, was nach unserem eigenen Gewissen falsch oder richtig ist.

Lass, dass wir uns nicht auf halbherzige Kompromisse einlassen – dass wir nicht stur, aber entschieden sind

Hilf uns zu erkennen, wo auch in unserem Leben Entscheidungen anstehen, die wir treffen müssen, auch wenn sie uns und anderen wehtun.

Lass uns Menschen sein, die Verantwortung für sich und andere übernehmen können.                   

Gib uns die Kraft, wenn notwendig, auch gegen den Strom zu schwimmen

Gib uns den Mut, Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen und uns für all die einzusetzen, die niemand haben, der auf ihrer Seite steht.

Sei an der Seite aller Menschen, die auf Grund ihrer religiösen oder politischen Überzeugung verfolgt werden. Segne die Arbeit aller Organisationen, die sich für Gerechtigkeit und Menschenrechte einsetzen

Hilf Österreich ein Land zu sein, in dem Menschen Zuflucht und Sicherheit finden

So bitten wir, im Namen Jesu, amen


Skulptur Sr.Restituta, Stephansdom

 Am 27. Mai 2009 wurde in der Barbarakapelle im Stephansdom eine Skulptur enthüllt, die der Franziskanerordens- und Krankenschwester Sr. Maria Restituta (Helene Kafka) gewidmet ist. Sie war im Widerstand gegen das NAZI Regime tätig und wurde als politische Gegnerin verfolgt. im März 1943 verurteilte die NS-Justiz sie wegen "Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat". Am 29.10 1942 wurde sie im Wiener Landesgericht hingerichtet.

Die Skulptur stammt von Alfred Hrdlicka und Ben Siegel. Auf dem Sockel finden sich auch die Namen von sechs kommunistischen Widerstandskämpfern, die gemeinsam mit Sr. Maria Restituta hingerichtet worden waren. Die Inschrift lautet: SR. M. RESTITUTA WURDE AM 30.3.1943 UNTER ANDEREM MIT FOLGENDEN KOMMUNISTEN HINGERICHTET: FRIEDRICH STIX, LUDWIG KUPSKY, LEOPOLD SLABY, JOSEF FRIEDL, JOHANN PLOCEK, JOSEF KREMARIK (richtig: Josef Krcmarik).

Am 21. Juni 1998 wurde Sr. Restituta beim Papstbesuch Johannes Pauls II. am Heldenplatz in Wien seliggesprochen. Ihr liturgischer Gedenktag ist der 29. Oktober, der Tag des Todesurteils 1942.

 

 

 

Dienstag, 27. Oktober 2026

Fürbitten 28.10 den eigenen Weg finden - und ihn gehen

 

28.10.2026 Fest der Apostel Simon und Judas

Das Evangelium berichtet heute, wie Jesus aus der Schar von Männern, die ihm folgten, zwölf ganz enge Vertraute, auswählt, die 12 Apostel. Unter ihnen sind Simon und Judas, deren Fest heute gefeiert wird. Dieser Judas ist nicht identisch mit jenem Judas im Evangelium, der Jesus später verraten wird. Bei diesem „auswählen“ geht es letztlich um das, was wir heute „Berufung“ nennen und in der Lesung heißt es: Ihr seid jetzt nicht mehr Fremde – ihr seid Hausgenossen Gottes – ihr gehört ganz dazu. Bitten wir, dass wir immer mehr den Mut haben, in dieser Freiheit als Kinder Gottes zu leben 

 

Dass wir erkennen, was die ganz besondere Aufgabe ist, die auf uns wartet und die gerade wir ausfüllen sollen. Dass wir unserer inneren Stimme trauen – gerade auch heute wieder

dass wir nicht zu ängstlich oder manchmal auch zu träge sind, uns von alten Mustern und Verhaltensweisen zu verabschieden

Dass wir uns nicht durch falsche Rücksichten gebunden fühlen, uns auf Neues einzulassen

Dass wir auch anderen helfen, ihre Berufung, ihren eigenen Weg zu finden, dass wir niemanden verunsichern, niemanden entmutigen

dass auch unsere kirchlichen Vorschriften Menschen nicht niederdrücken, sondern ihnen vielmehr Mut und Trost für ein selbst gewähltes Leben geben, ein Leben in der Freiheit als „Hausgenossen Gottes“

 Und bitten wir um Menschen, die ganz speziell inmitten der Kirche den Weg ihrer Berufung finden und diesen Weg mit Freude und selbst bestimmt gehen können

 

So bitten wir guter Gott: lass uns dort sein, wo du uns haben willst – lass uns erkennen, jeden Tag wieder, wohin du uns sendest und dann lass uns im Vertrauen auf Dich leben. gehen: Wir bitten im Namen Jesus. Amen

Montag, 26. Oktober 2026

Fürbitten 27.10 Ja, auch in mir und mit mir wächst der Himmel

 


27.10.2026 Lk.13.18  Sauerteig, Senfkorn wie kann man sich den Himmel vorstellen ?

 Wie soll man sich „den Himmel“ vorstellen, so fragen wir heute - „Womit kann man das Reich Gottes vergleichen?“ so fragt Jesus seine Zuhörer – und wie so oft verwendet Jesus nun auch hier ein Gleichnis. Das „Himmelreich“ ist nicht ein Ort irgendwo, das Himmelreich beginnt nicht dann, wenn hier für uns nichts mehr ist: das Himmelreich ist ganz anders. Ja, es ist uns ganz nahe, es durchringt uns, wir wachsen mit ihm. Das Himmelreich ist hier und jetzt.

Jesus zeigt auf die ganz kleinen, die alltäglichen Dinge: so wie ein winzig kleines Senfkorn zu etwas Großem heranwächst, so wie ein kleines Stück Sauerteig erst das große Brot macht – so, aus ganz kleinen Anfängen entsteht etwas Besonderes. Das Reich Gottes wächst, - und es wächst in uns. Denn wir sind bereits ein Teil von diesem Reich Gottes. So bitten wir heute

 

Dass wir ein Stück Himmel sind – weil wir uns nicht anstecken lassen von Pessimismus und Schwarzmalerei

Dass wir ein Stück Himmel sind – weil in uns die Freiheit wächst und wir nicht gefangen bleiben in dem, was war

Dass wir ein Stück Himmel sind – weil wir immer wieder neu anfangen können und wir auch anderen immer wieder eine neue Chance geben

Dass wir ein Stück Himmel sind – weil wir immer wieder verzeihen und vergeben können, auch uns selbst

Dass wir ein Stück Himmel sind – weil wir voll Vertrauen leben, auch wenn nicht immer alles so läuft, wie wir es gerne hätten

Dass wir ein Stück Himmel sind – weil wir Freude, Zuversicht und Dankbarkeit leben und weitergeben

 Bitten wir, dass endlich auch die Chance auf Frieden wächst in dieser Zeit – und auch Rücksicht und Solidarität mit all denen, die heute besondere Hilfe brauchen. Damit für alle ein Stück Himmel sichtbar wird. Amen

 

 

Sonntag, 25. Oktober 2026

Fürbitten 26.10 "...Heimat großer Töchter und Söhne.."

 


26.10.2026 Nationalfeiertag FÜR Menschenwürde, Frieden, Solidarität und Anstand

 Und wieder einmal begehen wir unseren Nationalfeiertag, den 26. Oktober. An diesem Tag, im Jahr 1955, hat der österreichische Nationalrat seine immerwährende Neutralität beschlossen. Kein Soldat einer fremden Besatzungsmacht befand sich ab diesem Tag mehr auf österreichischem Territorium. Zuvor war am 15.Mai 1955 der Staatsvertrag unterzeichnet worden. Die junge Generation heute kann wohl kaum mehr nachfühlen, mit welchem Gefühl der Freiheit dieser Tag verbunden war. Heute genießen wir den 26. Oktober vor allem als willkommenen Feiertag. Und dennoch wächst angesichts der vielen Krisen um uns wohl auch wieder das Bewusstsein, wie dankbar wir sein dürfen, friedlich in diesem Land zu leben.

BTTEN WIR HEUTE

Dass gerade wir Christen nicht zu denen gehören, die unsere Gegenwart schlecht reden. Dass wir nicht zu denen gehören, die pessimistisch und ängstlich in die Zukunft schauen

Dass wir uns darum bemühen, das Zusammengehörigkeitsgefühl in unserer Gesellschaft zu stärken, dass wir eine solidarische Gesellschaft bleiben, in der auf all die besonders geachtet wird, die Unterstützung brauchen

Dass wir gegen jede Form von Rassismus und Fremdenhass auftreten, dass wir selbst zum Ausgleich der Worte und der Atmosphäre beitragen, wo immer es geht

Bitten wir, dass uns ein gutes Bildungssystem und ein gutes Gesundheitssystem erhalten bleiben. Dass es für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und für Alt gewordene genug Unterstützung gibt. 

Am Nationalfeiertag im Jahr 2007 ist der oberösterreichische Bauer Franz Jägerstätter selig gesprochen worden, weil er den Mut hatte, sich der Nazi Diktatur zu verweigern, Er lehnte den Dienst mit der Waffe ab und ist am 9.August 1943 in einem deutschen Gefängnis als Kriegsdienstverweigerer hingerichtet worden. Bitten wir für uns alle, dass auch wir in unserem kleinen Alltag immer wieder die richtigen Entscheidungen treffen – und dass wir dabei auch auf das sehen, was für die Gemeinschaft wichtig ist. 

 

So bitten wir heute, dass wir dankbar sind, nach zwei Weltkriegen, in Österreich im Frieden leben zu dürfen - dass wir jede schwierige Situation auch als Chance begreifen und dass wir immer besser erkennen, dass auch unser Verhalten für das gute Funktionieren unserer Gemeinschaft wichtig ist. Wir bitten um Frieden und Versöhnung für alle Konfliktherde dieser Welt. Amen

 

Samstag, 24. Oktober 2026

Fürbitten Sonntag 25.10 Ja, der NÄCHSTE, der ist uns oft viel zu nah

 

25.10. 2026 Mt.22.34 Gottesliebe Nächstenliebe  Ex22.20.     30 SJK

„Du sollst Gott lieben mit ganzem Herzen, und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft – Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.“

Für die frommen Juden zur Zeit Jesu ist das religiöse Leben kompliziert. Theoretisch musste man 613 Gesetze und Vorschriften einhalten. Aber auch wir kennen dieses skrupulöse, ängstliche Einhalten von Geboten. Auch in unserer Kirche sieht man oft vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Das heißt, man sieht vor lauter Gesetzesparagrafen nicht, worum es einzig und allein geht: Jesus formuliert es heute im Evangelium ganz einfach. Auf die Frage eines Gesetzeslehrers, welches Gebot nun das Wichtigste sei, sagt Jesus: „Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken“ - und – Jesus fügt es als zweit wichtigstes Gebot dazu:  „du sollst du deinen Nächsten lieben, wie dich selbst“   Wie einfach könnte alles sein: NUR zwei Gebote. Dabei wissen wir, wie sehr es sich so oft schon bei der Nächstenliebe „spießt“ Bitten wir heute für unsere „Nächsten“:

Bitten wir mit ganzem Herzen für diesen einen „nächsten“ Menschen, dem wir heute vielleicht am liebsten aus dem Weg gehen würden

Bitten wir für diesen einen „nächsten“ Menschen, der uns überfordert und immer wieder zu viel von uns verlangt

Bitten wir mit für diesen einen „nächsten“ Menschen, von dem wir uns vielleicht schon länger gekränkt fühlen

 bitten wir aber auch darum, dass wir uns selbst – ohne Egoismus - „der Nächste“ sind. Dass wir in diesem Sinn auch mit uns selbst barmherzig und liebevoll umgehen

Bitten wir im Bereich von Politik und Gesellschaft, dass man auch im Andersdenkenden „den Nächsten“ sehen kann, bitten wir um eine solidarische Gesellschaft, in der niemand ausgegrenzt wird

In den Worten in der hebräischen Bibel haben wir es besonders eindeutig gehört:  Einen Fremden sollst du nicht ausnützen oder ausbeuten. Eine Witwe oder Waise, das heißt Bedürftige, sollt ihr nicht ausnützen. Wenn du Geld leihst, verlange keine Wucherzinsen, nimmst du einen Mantel zum Pfand, dann gib ihm am Abend wieder zurück, denn es ist die einzige Decke des Mitbürgers..“ Hilf uns, auch ganz in diesem Sinn zu handeln

bitten wir um eine Gottes-Liebe, in der wir uns nicht verbiegen und nicht krampfhaft „Opfer“ bringen müssen, sondern um eine Hingabe, die uns glücklich und lebensfroh macht und uns und den Menschen mit uns guttut

Du bist der Gott, den wir mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele, mit unserem ganzen Denken und all unserer Kraft lieben wollen. Hilf uns, dass wir auch füreinander liebevoll da sind, dass uns ein gutes Miteinander gelingt: so bitten wir im Namen Jesu. Amen

 

 



Freitag, 23. Oktober 2026

Fürbitten 24.10 Leiden Menschen, weil Gott sie straft ?

 


24.10.2026  Lk.13.1 

Sind Menschen selbst daran schuld, wenn Unglück über sie hereinbricht? Immer wieder passiert es nach Naturkatastrophen, dass sich fromme Stimmen melden, die sicher sind, dass das nur mit sündigem Leben zu tun haben kann. Weltweit waren wir zum Beispiel von der Corona Pandemie heimgesucht. War das eine Strafe Gottes? Nein, sagt Jesus heute im Evangelium, das Leid, das Menschen trifft, ist keine Strafe für ihre Sünden. Leid hat nichts mit „selber schuld“ zu tun. Die Opfer von Naturkatastrophen und Unfällen werden nicht bestraft, weil sie schlechte Menschen waren. Und es heißt nicht, dass diejenigen bessere Menschen sind, denen es gut geht.  Jesus sagt:  das wahre Unglück besteht darin, sich nicht bekehrt zu haben. Ändern müssen wir uns, immer wieder. Nicht wegen der großen Sünden – es ist vor allem die tägliche, kleine Kurskorrektur, um die es geht. Darum bitten wir

Dass wir in Krankheit und Leid nie glauben, Gott straft uns auf diese Weise

Dass uns Krankheit und Leid aber bei allem Schmerz dabei helfen können, neue Prioritäten im Leben zu setzen

Dass wir uns aber verantwortlich fühlen, wenn unser Klima verstärkt zu Naturkatastrophen führt – dass vor allem auch die Politik daraus Konsequenzen zieht

Dass wir überall versuchen zu helfen, wo Menschen in Not sind, gerade auch Drogensüchtige, Alkoholiker, Obdachlose. Dass wir uns nicht einreden, die seien einfach selbst an ihrem Elend schuld

Bitten wir, dass wir uns immer besser selbst sehen können, wie wir sind, und uns nichts vormachen - dass wir aber auch gelassener mit unseren eigenen Fehlern und denen der anderen umgehen

dass wir immer wieder bereit sind, umzudenken und neue Wege zu gehen, dass wir nicht zu stolz sind die Richtung zu ändern, wenn wir uns „verrannt haben

 

Im Evangelium erzählt Jesus auch vom Feigenbaum, der keine Früchte trägt und um geschnitten werden soll. Der Verwalter aber verhandelt mit seinem Herrn, „gib dem Baum noch eine Chance“, sagt er – und so bitten auch wir dich guter Gott: hab Geduld mit uns! Immer wieder wollen wir das Gute und scheitern doch. Hilf, dass auch wir Geduld mit allen anderen haben. So bitten wir im Namen Jesu.  amen

 

 

 

Donnerstag, 22. Oktober 2026

Fürbitten 23.10 CARPE DIEM "Pflücke den Tag" - nutze ihn

 


23.10.2026 Lk.12.54 Zeichen der Zeit                 Foto Elisabeth Arzberger

 „Warum könnt ihr die Zeichen dieser Zeit nicht deuten?“ fragt Jesus heute im Evangelium und er meint: ihr könnt zwar am Stand der Wolken voraussagen, wie das Wetter wird - aber ihr wollt nicht erkennen, was euch der jeweilige Tag sagen will? Wie geht es uns damit? Erkennen wir in unserer Gegenwart, in unserer Gesellschaft „die  Zeichen der Zeit“? Werden wir heute ganz persönlich „die Zeichen“ erkennen, die dieser neue Tag für uns bereithält?   Beginnen wir ihn einfach – gelassen - voller Dankbarkeit:

 

Lass uns dankbar sein, weil wir hier in Österreich in Frieden und Sicherheit leben, weil wir selbst nicht betroffen sind von Krieg Hunger und Armut

Lass uns dankbar sein, weil wir frei denken und reden dürfen, weil wir nicht verfolgt werden wegen unserer Religionszugehörigkeit, wegen unserer Nationalität, wegen unserer freigewählten Art zu leben

Lass uns dankbar sein, für alle Arbeit und auch für alle Verpflichtungen, die wir haben, für das Leben in unseren Familien, mit unseren Freunden, mit unseren Arbeitskollegen und Nachbarn

Lass uns dankbar sein, weil unsere Kinder und Jugendlichen beschützt aufwachsen - nicht  ausgenützt durch Kinderarbeit und Prostitution – lass uns dankbar sein für unser Bildungs-und Gesundheitssystem und die Versorgung der Alten und Hilflosen.

Wir bitten aber auch, lass uns erkennen, was die Krisen dieser neuen Zeit für uns bedeuten.Dass wir unsere Verantwortung im Kleinen und im Großen erkennen, gerade auch in der Umweltpolitik, und dass auch die Politik im Kleinen und Großen die richtigen Antworten findet. 

Und lass uns an jedem neuen Tag erkennen, welche Zeichen es in unserem ganz persönlichen Leben gibt, Hinweise, die Hilfe sein können für wichtige Entscheidungen und Einsichten. Und lass uns darauf vertrauen, dass du uns führst

 

So bitten wir guter Gott: lass uns erkennen, wie wir unsere Tage und unser Leben richtig nützen sollen. Lass uns dankbare Menschen sein, und gib uns offene Augen und offene Hände für die Not Anderer.  Amen

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Fürbitten 22.10 man kann nicht nur auf Probe leben ...

 


22.10.2024 Papst Johannes Paul II   ein Papst der Zeitgeschichte

Es war ein polnischer Kardinal, der im Oktober 1978 für eine innerkirchliche Sensation sorgte. Kardinal Karol Józef Wojtyła wurde damals als erster Slawe überhaupt und als erster Nicht-Italiener seit 1523 zum Papst gewählt. Mehr als 26 Jahre lang – bis 2005 - hat  Johannes Paul II das Papst Amt ausgeübt. Sein Pontifikat hatte nicht zuletzt politische Auswirkungen für die Situation der kommunistischen Staaten in Osteuropa, zunächst vor allem für ein Ende des Kommunismus in Polen.  Als erster Papst überhaupt besuchte Johannes Paul II. 1986 ein jüdisches Gotteshaus, die Große Synagoge in Rom. Mit der Umarmung des Oberrabbiners setzte er ein Zeichen der Versöhnung und bezeichnete die Juden als die älteren Brüder der Christen. Innerkirchlich galt er als konservativ. 2014 ist Johannes Paul II. - zusammen mit Johannes XXIII., dem Papst des II.Vaticanum - heilig gesprochen worden. Heute ist sein Gedenktag.                                                                         Bitten wir mit Worten von Johannes Paul II.

 

„Man kann nicht nur auf Probe leben, man kann nicht nur auf Probe sterben, man kann nicht nur auf Probe lieben, nur auf Probe und Zeit einen Menschen annehmen. Man muss bedingungslos Ja sagen können“   So bitten wir um den Mut zu klaren Worten und zu klaren Entscheidungen, in unserem eigenen Leben aber auch in der Kirche

Denn auch das sagte Johannes Paul II: „Menschliche Reife bedeutet den vollen Gebrauch der menschlichen Freiheit“ – So bitten wir, dass wir immer mehr in eine Freiheit hinein wachsen, die uns hilft, Neues zu wagen und sinnlos gewordene Routine hinter uns zu lassen

 Auch das ein Zitat des Papstes: "Wo die Pferde versagen, schaffen es die Esel". - Bitten wir um Geduld und Beharrlichkeit, für uns selbst, und auch für das, was die Kirche an Reformen braucht und wo uns immer wieder vieles zu langsam geht. 

„Die Mitte der Nacht ist auch schon der Anfang eines neuen Tages.“ sagte Johannes Paul II - So bitten wir um mehr Lebendigkeit und Vertrauen -  für uns selbst, an all den Tagen, wo es Kraft und Zuversicht braucht und wir erbitten einen Neuaufbruch auch in unserer Kirche

  "Das Alter bringt die Ernte ein, die Ernte aus dem Gelernten, aus dem Erlebten, die Ernte aus dem Geleisteten und Erreichten, die Ernte aus dem Erlittenen und Bestandenen" - So bitten wir für alle, die älter und alt geworden sind, dass sie ihr Leben dankbar annehmen können und nicht aufhören, sich auf den nächsten Tag zu freuen

Bitten wir aber auch um mehr Ruhe zum Beten und Freude am Beten - auch in der Kirche: Denn, so mahnte Johannes Paul II  „Für die »Pädagogik der Heiligkeit« braucht es ein Christentum, das sich vor allem durch die Kunst des Gebets auszeichnet“ 

 Und noch etwas legt uns dieser Papst ans Herz:  Ich bete für den Bruder, der mich verwundet hat und dem ich aufrichtig vergeben habe. sagte Johannes Paul II nach dem schweren Attentat, das 1981 auf ihn verübt worden ist. Bitten wir, dass es auch uns gelingt, bedingungslos zu verzeihen und Menschen, die uns weh getan haben, einen Neuanfang zu schenken.

 

Um all das bitten wir, guter Gott, an diesem neuen Tag. Totus Tuus, das war der Wappenspruch von Johannes Paul II – lass auch uns in dieser Bereitschaft leben. Ganz Dein Amen

 

 

 

 

Montag, 19. Oktober 2026

Fürbitten 20.10 wenn man sich mit "KIRCHE schwer tut

 

20.10.2026 Jakob Kern  

Heute ist der Gedenktag von Jakob Kern. er ist im Juni 1998 in Wien auf dem Heldenplatz von Johannes Paul II seliggesprochen worden. Der jungen Priester und Ordensmann, 1897 geboren, ist nur 27 Jahre alt geworden. Von einer schweren Verletzung im 1.Weltkrieg hat er sich nie mehr erholt und hat seine Krankheit und seine Schmerzen angenommen, als Opfer, als „Sühne“ – wie man das damals formulierte - für all die Menschen, die im Zug der „Los von Rom“ Bewegung die Kirche verlassen haben. Bitten wir heute besonders

für alle Menschen, die auch in unseren Tagen aus der Kirche austreten. Die sich mit schwerem Herzen oder auch ganz leicht von der römisch-katholischen  Kirche trennen

Für alle, die sich von der Kirche, zumeist aber von konkreten Menschen in der Kirche enttäuscht fühlen und sich aus ihrer Gemeinde zurückziehen

für alle, die mit ihrem Glauben nichts mehr anfangen können, oft auch deshalb, weil sie sich gar nicht mit den wesentlichen Dingen selbst vertraut machen wollen

für alle und vor allem für die Jugendlich, denen die Sprache und die Riten der Kirche oft ganz unverständlich und fremd sind, dass sie Menschen finden, die ihnen einen guten Weg zeigen

für alle die das Gefühl haben, mit ihren Lebensproblemen, wie etwa Scheidung und Wiederverheiratung, sexuelle Ausrichtung oder Empfängnisverhütung kein Verständnis in der Kirche zu finden

bitten wir auch für alle, die sich innerhalb der Kirche, die sich mit der Kirche und einzelnen Vorgaben oder Entscheidungen schwer tun. Für alle, die sich schneller Reformen wünschen, und bitten wir auch für die, die sich mit diesem Wunsch nach neuen Wegen schwer tun

und bitten wir nicht zuletzt für uns alle, dass uns unser „glauben können“ dankbar und froh macht und dass wir glaubwürdig für alle sein dürfen, denen wir begegnen

 

Guter Gott, dir verdanken wir alles, was uns trägt und hält, und auch all das, was uns herausfordert und unruhig macht. In jedem Augenblick unseres Lebens begegnest du uns und willst uns zur Seite stehen. Darauf vertrauen wir und dafür danken wir dir. 

Sonntag, 18. Oktober 2026

Fürbitten 19.10 Ach diese GIER

 


19.10.2026 Lk.12.13 Gier und Habsucht

 Im heutigen Abschnitt des Evangeliums hat der Verfasser Lukas Jesusworte zusammengestellt, die zur Frage „Reichtum-Armut“ Stellung nehmen. „Hütet euch vor aller Habsucht“: so sagt es Jesus kurz und bündig.  In jedem Moment kann das Leben zu Ende sein, was nützt dann alle Gier. Jesus erzählt das Gleichnis vom reichen Großgrundbesitzer. Während der noch überlegt, wie er allen Überschuss anlegt und verwaltet, steht schon fest: noch in dieser Nacht wird er sterben. Wozu also die ganze Sorge um den Reichtum` Sollen wir uns betroffen fühlen? Nein, wir selbst sind vermutlich nicht „habgierig“ im landläufigen Sinn – wir raffen nicht Gold an uns und wälzen uns nicht in unseren Aktien. Aber die Sucht „zu haben“ – und immer wieder etwas mehr „haben“ zu wollen – diese Sucht kennen wir vermutlich durchaus. Bitten wir heute

 

dass wir nicht haben müssen, was alle haben - dass wir auch nicht alles doppelt und dreifach haben müssen


dass wir uns immer wieder ganz bewusst von Dingen trennen - dass wir gleich heute wieder einmal Unnötiges aussortieren

dass wir nicht so viel Angst davor haben, im Leben zu kurz zu kommen - dass wir erkennen, was und wovon wir loslassen müssen

dass wir nicht aus allem unseren Nutzen ziehen wollen - dass wir nicht billige Schnäppchen suchen, hinter denen oft Kinderarbeit und Ausbeutung stecken. 

dass wir aber auch nicht „Wichtigkeit“ anhäufen - dass wir uns nicht für unentbehrlich halten

dass wir auch nicht andere Menschen „in Besitz nehmen“ und sie uns verpflichten und sie auch nicht aus Liebe vereinnahmen

Wir hören, wie sehr sich mehr Menschen durch ihren Alltag plagen, weil sie es rundum an vielem fehlt: helfen wir, wo wir können – und gehen wir selbst verantwortungsvoll mit dem um, was wir haben

Bitten wir, dass auch die Kirche und die Orden Wege finden, Armut glaubwürdig zu leben

 

Du guter Gott so hilf uns loszulassen, was uns nicht guttut – mach uns frei von allem, was uns unfrei macht. Und hilf uns dort großzügig zu sein, wo andere unsere Hilfe brauchen. Wieder bitten wir um Frieden für alle Krisenplätze dieser Welt. amen

 

Samstag, 17. Oktober 2026

Fürbitten Sonntag 18.10 Keine künstlichen Probleme schaffen

 


18.10.2026  Mt.22.15 gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört...WELTMISSIONS-SONNTAG

Immer wieder versuchen die Pharisäer, besonders fromme, besonders Gesetzestreue Juden, Jesus mit kritischen Fragen zu provozieren. Diesmal will man ihm eine politische Falle stellen. „Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen“, fragen sie. Gemeint ist der römische Kaiser, den die Juden insgeheim ja als Besatzungsmacht ablehnen. Sagt Jesus „Nein“, kommt er in Konflikt mit der römischen Behörde – sagt Jesus „JA“, gilt er den meisten Juden als Verräter. Jesus antwortet klug: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott was Gott gehört“. Und das heißt:

IHR SELBST habt die Freiheit zu entscheiden, ihr selbst müsst wissen, was richtig oder falsch ist. Benützt Gott nicht als Ausrede, für das, was ihr tun, oder nicht tun wollt. So bitten wir heute

Dass wir nüchterne klare Entscheidungen treffen können

dass es uns gelingt, richtig und falsch auseinander zu halten 

dass wir uns nicht skrupulös oder krampfhaft Probleme schaffen, wo es gar keine gibt

dass wir Anderen unter Berufung auf Gott kein schlechtes Gewissen machen  

dass wir Gott nicht für unsere eigenen Streitigkeiten missbrauchen

dass wir uns nicht mit falscher Frömmigkeit über Konflikte hinweg schwindeln

dass wir Verantwortung übernehmen, für das was wir tun

dass wir uns aber immer wieder fragen, welchen Platz wir Gott letztlich wirklich in unserem Leben und in unseren Entscheidungen einräumen

 Du guter Gott. Gib und Mut und Klugheit in Freiheit unsere Entscheidungen zu treffen. Hilf uns aufrechte und unkomplizierte Menschen zu sein, damit wir liebevoll mit unserem Leben und dem der anderen umgehen. Darum bitten wir im Namen Jesu. Und vor allem bitten wir auch heute um Frieden, um ein heiles Leben für alle Menschen dieser Welt. Amen

Heute ist der sogenannte Weltmissions-Sonntag. Zum 100. Mal schon sammeln weltweit Katholiken an diesem Tag für die Ärmsten der Armen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Ein Schwerpunktland heuer ist Äthiopien. Die Lage im Land am Horn von Afrika ist von tiefen humanitären und gesellschaftlichen Krisen geprägt. Besonders die Menschen in der nördlichen Region Tigray leiden unter den Folgen von Krieg, Flucht, Armut und Gewalt. Jahrelange Kämpfe haben in Tigray tiefe Spuren hinterlassen. Millionen Menschen wurden zur Flucht gezwungen, viele verloren ihre Lebensgrundlage. Frauen sind von den Folgen sexualisierter Gewalt betroffen. Missio unterstützt deshalb kirchliche Partner, die nicht nur akute Not lindern, sondern Menschen neue Perspektiven eröffnen. Helfen wir mit, dass geholfen werden kann

 

Online www.missio.at/wms

 

 

 

 

 

Freitag, 16. Oktober 2026

Fürbitten 17.10 nimm uns die Angst - vor den vielen Ängsten

 


17.10. 2026 Lk.12.8  Fürchtet euch nicht   

Am Ende dieser Woche hören wir ein Evangelium, in dem Jesus seinen Begleitern Mut zusprechen will. Der heilige Geist wird ihnen beistehen, wann immer sie in einer gefährlichen Situation ihren Glauben verteidigen müssen. Wie dankbar können wir sein, dass wir unseren Glauben nicht verteidigen müssen - aber Ängste kennen wir dennoch. Mehr wohl als uns lieb ist vertrauen auch wir dem heiligen Geist. Bitten wir 

nimm uns die Angst, mit einer schwierigen Situation nicht fertig zu werden

nimm uns die Angst, es nicht allen recht machen zu können

nimm uns die Angst, zu kurz zu kommen

nimm uns die Angst vor Krankheit und Einschränkungen

nimm uns die Angst, nicht mehr wichtig und gefragt zu sein

nimm uns die Angst, einen Verlust nicht zu verkraften

nimm uns die Angst vor dem, was morgen ist

nimm uns die Angst vor all dem Unbekannten in uns selbst

 

Du guter Gott, lass uns Dich spüren in allen Momenten unseres Lebens, wo wir unsicher und voll Angst sind. Lass uns im Vertrauen auf dich jeden neuen Tag beginnen und jeden Tag am Abend in Deine Hände legen. Du wirst gut machen und vollenden, was wir selbst nicht geschafft haben. Wir wissen es, weil wir auf Jesus vertrauen. Amen

 

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Fürbitten 16.10 Brauchts nicht doch ein bißchen HEUCHELEI ?

 


16.10.2026 Lk.12.1  Hütet euch vor der Heuchelei

Sehr zeitgemäß und aktuell klingt, was Jesus heute im Evangelium sagt. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei“ und Jesus meint weiter: „Nichts ist verhüllt, das nicht enthüllt wird und nichts ist verborgen, das nicht bekannt werden wird.“ Fast automatisch denken wir da an manches, was in aller Öffentlichkeit plötzlich durch Chat Nachrichten enthüllt wird. Handys sind da richtige Verräter. Letztlich soll es uns selbst aber darum gehen, ehrlich und aufrichtig zu sein. Fast nichts ist so schwierig, wie sich selbst auf die Schliche zu kommen. Herauszufinden, was meine wirklichen Beweggründe sind, wenn ich dieses oder und jenes tue. Was nach außen hin gut aussieht, muss manchmal gar nicht von so edlen Motiven getragen sein. Seid ehrlich, zu anderen und zu euch selbst sagt Jesus.   So bitten wir heute :

Dass wir uns vor anderen Menschen nicht anders geben, als wir wirklich sind

Dass wir uns vor falscher Bescheidenheit hüten, dass wir uns nicht besser, aber auch nicht schlechter machen als wir sind

Dass wir uns immer wieder fragen „Aus welchem Grund tue ich dieses oder jenes? Was ist eigentlich wirklich das Motiv meines Handelns?“

Dass wir Anderen nicht gegen deren Willen „Gutes“ aufzwingen, damit wir selbst besser dastehen

Hilf uns, dass wir nicht selbstgefällig, selbstverliebt und selbstgerecht sind

Behüte uns aber auch davor, dass wir an uns zweifeln, dass wir verunsichert und voller Skrupel sind

 

So bitten wir, sei ganz bei uns, damit wir alles, was auch dieser Tag wieder bringt an ein gutes Ziel bringen  Amen

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Fürbitten 15.10 GEBET fürs älter und alt werden

 

15.10.2026  Theresa von Avila    

Heute ist der Gedenktag der heiligen Theresa von Avila. Sie war eine eine der ungewöhnlichsten und bedeutendsten Frauen des späten Mittelalters. Klosterfrau und Klosterreformatorin, Mystikerin und Schriftstellerin. 1515 in Avila geboren hat sie selbst über ihr Leben und ihr Reformwerk mehrere Bücher in klassischem Spanisch verfasst. Theresa war eine außergewöhnliche Frau, mit psychologischem Durchblick, einer klaren Intuition, einer nüchternen Selbsterkenntnis und mit einem erstaunlichen Organisationstalent vor allem auch für ihren Karmeliter-Orden. Sie starb 1582. Papst Paul VI. hat sie 1970 zusammen mit Katharina von Siena zur Kirchenlehrerin erhoben. Bitten wir heute mit einem Gebet von Theresa von Avila, sie selbst nennt es „Das Gebet eines älter werdenden Menschen“ – es ist von zeitloser Gültigkeit und war ein Lieblingsgebet von Kardinal König

 

Guter Gott, lass uns in Geduld akzeptieren, dass wir von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werden. Lass uns nicht trübselig werden, wenn Krankheiten und Beschwerden zunehmen. Schenke Geduld, wenn auch die Anderen langsamer und vergesslicher werden  

Erlöse uns von der Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen und  bewahre uns vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.

Lehre uns, nachdenklich, aber nicht grüblerisch, hilfreich, aber nicht aufdringlich zu sein. Lehre uns die wunderbare Weisheit, dass wir uns auch irren können. 

Lass, dass unsere Bescheidenheit zunimmt und das Besserwissen abnimmt. Schenke uns die Fähigkeit, Gutes zu entdecken, auch dort, wo wir es nicht erwarten. 

Lass uns dankbar sein, für die vielfältigen Begabungen auch anderer Menschen und gib uns, o Herr, die Gnade, all das Gute auch zu erwähnen und dafür dankbar zu sein

Erhalte uns so liebenswert wie möglich. Denn ein grantiger missmutiger Mensch wäre das Krönungswerk des Teufels

 

Du guter Gott, lass uns jeden Tag mehr erkennen, wie es auch Theresa erkannte: dass uns nichts verwirren und nichts ängstigen muss – wir dürfen im Vertrauen auf dich leben. Denn DU, Gott, allein genügst: „solo dios basta“  Amen   

 

 

 

 

Dienstag, 13. Oktober 2026

Fürbitten 14.10 sich vor der eigenen Doppelmoral hüten

 

14.10.2024 Lk.11.42  Weh euch


Radikal und hart ist heute im Evangelium die Kritik Jesu an den Pharisäern und den Gesetzeslehrern, den Theologen seiner Zeit. Sie waren es, die über die Einhaltung der vielen strengen Vorschriften im Judentum geachtet haben.  Jesus aber lobt sie nicht für ihre Gesetzesstrenge, sondern im Gegenteil: „Weh euch“, sagt er : „Weh euch, denn Ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können, selbst aber rührt ihr keinen Finger“. Was Jesus durchschau hat, war die Doppelmoral dieser frommen Herren. Er wirft ihnen vor, insgeheim selbst ganz anders zu leben, als sie es den Menschen vorschreiben. Man muss nicht lange nachdenken, um zu verstehen, dass sich diese Kritik eins zu eins auch in unsere Zeit, in unsere Kirche übertragen lässt. Aber auch wir selbst sind vielleicht manchmal gar nicht ganz so ehrlich mit dem, wie wir reden und leben, oder was wir von anderen erwarten und selbst nicht tun. So bitten wir heute

zunächst für uns selbst, dass wir nicht für andere strenge Regeln aufstellen, an die wir uns selbst nicht halten. Dass wir nicht über andere urteilen, während wir selbst genug falsch machen.  

Dass wir niemand unter Druck setzen mit unserer Vorstellung vom Leben, dass wir Anderen kein schlechtes Gewissen machen, wenn sie andere Entscheidungen treffen, als wir das tun würden.

Dass wir immer Respekt haben vor der Lebensentscheidung Anderer, dass wir uns das urteilen über andere abgewöhnen

dass wir in unserem privaten Leben nicht an Äußerlichkeiten hängen bleiben, sondern immer wieder nach dem Sinn von Ritualen und Vorschriften fragen

und bitten wir für unsere Kirche: dass auch hier nicht stur alte Gesetze und Vorschriften im Mittelpunkt stehen, sondern die Menschen, die um eigne gute Entscheidungen für ihr Leben ringen

bitten wir für alle Priester und Ordensleute: dass sie nicht mit überzogenen Idealen unter Druck gesetzt werden, dass sie wahrhaftig leben können, dass sie sich nicht verbiegen müssen 

und bitten wir grundsätzlich um Anstand und Glaubwürdigkeit gerade auch in höheren Hierarchien der Kirche, nicht grundlos hat besonders Papst Franziskus immer wieder manchen Luxus und Eitelkeit der Kleriker beanstandet.

Nicht nur Katholiken denken wohl heute mit großem Mitgefühl an Papst Leo. Bei ihm ist nun nach seiner OP doch Lungenkrebs diagnostiziert worden. Bitten wir, dass trotz aller Sorgen dennoch alles einen guten Verlauf nimmt und weitere Behandlungen gut anschlagen.


Guter Gott, unsere Gedanken sind bei Papst Leo und bei allen Menschen, die Tag für Tag mit Situationen konfrontiert sind, die viel Kraft und Vertrauen brauchen. Wir bitten auch für alle die als Helfende im Einsatz sind, segne DU und bewahre, Amen

 

Montag, 12. Oktober 2026

Fürbitten 13.10 Wir kennen sie: die ANGST VOR DEN FREMDEN

 


13.10.2026  hl. Koloman 

Immer wieder ist es spannend auf das Leben all der Menschen zu schauen, die im liturgischen Kalender der Kirche als Heilige aufscheinen. Ihr Leben zeigt uns auf der einen Seite, dass Christ-sein keine Lebensversicherung ist, dass Gott uns nicht vor Unheil, ja auch nicht vor Verfolgung und Tod schützt. Auf der anderen Seite sagen diese Heiligen auch viel über die Zeit aus, in der sie gelebt haben. Im Fall des heutigen Heiligen, des hl-Koloman, erleben wir, dass sein Schicksal auch in unsere eigene Zeit weist. Um Fremden Angst und Fremden Hass geht es. Kaum sieht einer anders aus, kaum wirkt jemand zunächst „fremd“, kann das bereits irreale Reaktionen auslösen. Koloman war ein frommer Pilger aus Irland. Unterwegs auf einer Pilgerfahrt nach Palästina wurde er 1012 im heutigen Niederösterreich, in Stockerau wegen seiner fremden Sprache und seiner Kleidung verdächtigt, ein Spion zu sein. Er wurde der Überlieferung nach gefoltert und letztlich an einem Baum erhängt. Dort hing der Leichnam eineinhalb Jahre, ehe ihn ein Jäger unverwest fand.  Kolomans Gebeine wurden am 13. Oktober 1014 feierlich in Melk bestattet. Schon bald wurde er in Österreich Ungarn und Böhmen als Heiliger verehrt. Er gilt auch als Patron aller, die an einen gewaltsamen Tod oder einer Seuche sterben

bitten wir heute

für all das, was wir in unseren eigenen Tagen als Ablehnung von Fremden, ja oft schon als Fremdenhass erleben

bitten wir, dass vor allem auch jede Form von Antisemitismus und Rassismus verurteilt wird, dass man Ausschreitungen nicht einfach hinnimmt

bitten wir, dass wir als Christen alles tun, um ein offenes Klima, eine offene Atmosphäre für Meschen zu schaffen, die bei uns Fuß fassen wollen

danken wir allen Organisationen, die sich auch in Österreich ganz besonders um Fremde und Zugewanderte annehmen

bitten wir, dass die Asylgesetze nicht ausgehöhlt werden, dass Asyl ein unwidersprochenes Menschenrecht bleibt

mach uns großzügig und großherzig, so dass wir Hilfe für andere gerne leisten und auch erkennen, wie gut uns das Anders-sein der Anderen selbst tut

Denken wir auch an Papst Leo, der heute operiert wird. Auch er macht uns in seinen Worten immer wieder deutlich, dass Christ sein auch heißt, bedingungslos offen für Arme und Hilfesuchende zu sein. Du guter Gott hilf, dass wir selbst Helfer sein dürfen. Amen

Koloman war bis 1663 Landespatron von Österreich in seinen damaligen Grenzen. – Im Kloster St. Koloman der Steyler Missionsschwestern in Stockerau findet sich bis heute an der Stelle des Martyriums ein Holunderstrauch, von dem es heißt, dass er, selbst wenn er im Laufe der Geschichte abgestorben ist, immer wieder aus den Wurzeln heraus neu ausgetrieben hat

Sonntag, 11. Oktober 2026

Fürbitten 12.10 ein WENDEPUNKT ? oft ist das nicht einfach !

 

12.10.2026 Lk. 11.29  Kehrt um   Umkehr heißt auch nach vorne schauen

Immer wieder haben die Menschen zur Zeit Jesu von ihm ein Zeichen verlangt, eine Art Wegweiser, woran sie sich nun wirklich orientieren sollen. Die einen tun das sicher auch, um ihn zu provozieren – andere suchen vermutlich aber ehrlich nach einem Anhaltspunkt. Im Evangelium heute bezieht sich Jesus auf die Geschichte des Propheten Jona. Dessen Warnung hat die Menschen in der Stadt Ninive vor dem Untergang bewahrt, denn vom König abwärts haben dort alle die Androhung Gottes ernst genommen – die Menschen haben auf Gott gehört und ihr Leben radikal geändert. Sie sind sozusagen „umgekehrt“. Umgekehrt vom falschen Weg. Um diese UMKEHR, eine Umkehr der Herzen geht es Jesu. So bitten wir

Umkehr heißt nicht, wieder so zu werden wie man gestern schon war.

lass uns erkennen, dass uns meist nur ein neuer Weg vorwärtsbringt

dass wir nicht im Alten erstarren dürfen

dass wir gerade in der Umkehr nach vorne schauen müssen.

 

Lass uns in der Umkehr die neuen Herausforderungen und auch Chancen erkennen,

gerade in Zeiten von Krisen und Mutlosigkeit.

Lass dass wir immer besser lernen 

Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden

 

 Umkehr, das heißt

den Blick wieder frei machen, erkennen was gerade JETZT wichtig ist.

Lass, dass wir uns neu FÜR etwas engagieren

Lass uns wieder etwas FÜR eine gute Sache riskieren


 Und lass uns auch loslassen, was uns schon längst zur Last geworden ist.

Lass uns loslassen, was uns einengt, was uns die Freude nimmt

Lass uns unbeschwert auf alles zugehen

was uns jeder Tag und jede Begegnung an neuen Impulsen bringt


Bitten wir heute auch ganz besonders für Paps Leo XIV. Ihm steht eine Krebs Operation bevor, ein kleiner Tumor, wie er sagt, an der Lunge. Bitten wir, dass letztlich alles einen guten Verlauf nimmt und schließen wir in unsere Gedanken auch die vielen, vielen an Krebs erkrankten Menschen ein, nicht zuletzt die Kinder


So bitten wir guter Gott, auch Krankheit ist ein Wendepunkt in unserem Leben. Schenke uns auch in all den schwierigen Situationen Zuversicht, lass, dass wir deine Nähe spüren und schenke allen Kranken Menschen, von denen sie gut betreut werden. Amen

 

 

 

 

Samstag, 10. Oktober 2026

Fürbitten Sonntag 11.10 Ja, das wird ein Fest sein - wenn du uns heimführst

 

Pieter Bruegel der Ältere, Hochzeitstanz im Freien

11.10.2026  Mt.22.1  Gleichnis vom Hochzeitsmahl UND   Jes,25.6  Gott er Herr wird uns ein Festmahl bereiten

 Die erste Lesung heute aus der jüdischen Bibel ist eine wunderbare Verheißung. Gott selbst wird uns ein Festmahl bereiten, er vernichtet den Tod für immer, er wischt die Tränen aus jedem Gesicht – im Evangelium erzählt Jesus auch eine Geschichte von einem Festmahl, aber er erzählt sie ganz anders. Hier lädt ein König ein, Gott selbst ist damit gemeint – aber rund um diese Einladung geht alles irgendwie schief. Die Eingeladenen haben viele Ausreden und sagen ab, ja einige töten sogar die Boten des Königs. Nun lässt dieser zur Bestrafung diese Stadt sogar in Schutt und Asche legen. Danach, so heißt es, lässt er durch seine Diener einfach alle von der Straße holen „gute und böse“, damit sie am Hochzeitsmahl teilnehmen.  Letztlich endet diese Geschichte verstörend. Einer der überraschend Eingeladenen hat kein Festgewand, den lässt der König „hinaus in die Finsternis werfen“. „Es wird ein Heulen und Zähneknirschen sein“, sagt Jesus. Nein, wir können uns wohl nicht vorstellen, dass Gott SO handeln würde. Halten wir uns an den Kern der „Frohen Botschaft“ in diesen Texten : Gott lädt uns ein …..und es wird ein Fest sein!!!! Bitten wir, dass wir uns auf diese Einladung einlassen

 

Dass DU uns Freude bist Gott, 

und keine lästige Verpflichtung,

dass wir dich ganz bei uns haben wollen, weil es uns guttut

 

Dass DU uns Freude bist Gott,

und keine Verbotstafel im Leben, 

sondern ein Hinweisschild für Freiheit und Dankbarkeit     

 

Dass DU uns Freude bist Gott,

Dass Zeit mit Dir „gewonnene“ Zeit ist, dass wir keine Angst haben, etwas zu versäumen, 

wenn wir bei dir innehalten

 

Dass DU uns Freude bist Gott,

Dass wir Erleichterung empfinden und nicht Bedrückung und Last, wenn wir zu dir kommen

Dass wir auch immer besser lernen, uns selbst Gutes zu tun und DICH darin zu erkennen

 

Dass DU uns Freude bist Gott,

weil wir deiner Verheißung vertrauen, dass du all unsere Tränen abwischen wirst, dass du auch den Tod vernichtest – und dass wir JETZT und HEUTE schon ganz in deiner Gegenwart leben - lass uns getröstet sein 

 

So bitten wir dich guter Gott, gib uns Freude und Dankbarkeit: an Dir und unserem Leben. Hilf, dass wir die Freude an dir weitergeben können, Heute und morgen und so lange wir leben. Inständig bitten wir weiter um Frieden, mehr als bitten und beten können wir nicht.Amen

 

  DAS WIRD EIN FEST SEIN

Vom Grazer Priester und Dichter Martin Gutl  1942-1994 stammen diese Zeilen, ausgerichtet auf den Psalm 126  (hier gekürzt) 

 

Wenn Gott uns heimführt aus den Tagen der Wanderschaft,

uns heimbringt aus der Dämmerung in sein beglückendes Licht,

das wird ein Fest sein!

 

Wir werden Lieder singen, Lieder, die Welt und Geschichte umfassen.

Wir werden singen, tanzen und fröhlich sein: denn Er führt uns heim:

aus dem Hasten in den Frieden, aus der Armut in die Fülle.

Wenn Gott uns heimbringt aus den engen Räumen, das wird ein Fest sein!

  

Wenn Gott uns heimbringt aus den schlaflosen Nächten, aus dem fruchtlosen Reden,

aus den verlorenen Stunden, aus der Jagd nach dem Geld,

aus der Angst vor dem Tod, aus Kampf und aus Gier,

wenn Gott uns heimbringt, das wird ein Fest sein!

 

Wenn Gott uns heimbringt, das wird ein Fest sein.

Wir werden einander umarmen und zärtlich sein.

Es werden lachen nach langen Jahren der Armut, die Hunger gelitten.

Es werden singen nach langen, unfreien Nächten die von Mächten Gequälten.

Es werden tanzen die Gerechten, die auf Erden kämpften und litten für eine bessere Welt!


Wenn Gott uns heimführt, das wird ein Fest sein!

Ein Fest ohne Ende

Freitag, 9. Oktober 2026

Fürbitten 10.10 neue Perspektiven braucht es - immer wieder

 


10.10.2026  Lk.11.27  worauf es ankommt   

Im Evangelium heute wirkt Jesus hart und eigentlich nicht sympathisch . Als eine Zuhörerin meint: „Wie selig muss eine Mutter sein, die ein solches Kind wie dich zur Welt gebracht hat“ – da meint Jesus schroff: „nicht die Mutter ist wichtig, wichtig ist nur eines: „das Wort Gottes hören und es befolgen“. Was mag seine Mama gedacht haben, wenn sie so etwas hört? Was Jesus meint ist radikal: Es geht nicht um Familienzugehörigkeit, um Nationalität, um Herkommen und es geht wohl auch nicht einmal um „Religion an sich“: Letztlich zählt nur eines: das Bemühen, Gott zu suchen, auf Gott selbst zu hören. Tun wir das? Oder ruhen wir uns darauf aus: „römisch katholisch“ zu sein. Bitten wir heute

Dass wir nicht aufhören, Gott immer wieder neu zu suchen – dass wir nicht stecken bleiben in einem Kinderglauben, den wir nie hinterfragen

Dass wir nicht aufhören, Gott immer wieder neu zu suchen – dass wir uns ohne Angst auf ganz Neues einlassen können und auch neues Denken und neues Erkennen möglich sind

Dass wir nicht aufhören, Gott immer wieder neu zu suchen – dass wir bereit sind, uns immer wieder zu ändern, gerade dann, wenn wir glauben, „ICH bin halt wie ICH bin, und da kann man auch nichts mehr machen“

Dass wir nicht aufhören, Gott immer wieder neu zu suchen - dass wir immer besser erkennen, dass es im Mit-einander nicht auf Nationalität und Herkunft und auch nicht auf gemeinsame Religion ankommt. Sondern dass GOTT uns alle umfängt

Dass wir nicht aufhören, Gott immer wieder neu zu suchen – damit ER uns immer wieder neu begegnen kann, auch heute wieder

Und dass wir auch nicht aufhören, Gott immer wieder neu zu vertrauen, in dieser friedlosen Zeit wie jetzt

So bitten wir im Namen Jesu Amen