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Montag, 25. Mai 2015

Pfingsten - Du Ruach, heilige Geistin Gottes



DU
 rûaḥ
Ruach Jahwehs
Ruach Elohim
heilige Geistin Gottes
Heiliger Geist, 
in allen, die Gott suchen
Du Atem Gottes! 
Spenderin des Lebens!

Überrasche mich 
mitten in meinem täglichen Leben.
Verfolge mich 
bis in meine Pläne hinein
Erfülle mich 
mit all Deinen Gaben.
Hole mich ein, 
wenn ich fliehe
Sammle mich auf, 
wenn ich ziellos irre
Treibe mich, 
wenn mich nichts freut
Eile mir entgegen, 
wenn ich Dich suche
Gehe neben mir, 
wenn ich in Gedanken bin
Gib mir Einsicht, 
wenn ich nicht verstehe
Brich mich auf, 
wenn ich erstarre
Durchglühe mich, 
wenn ich erkalte
Überflute mich, 
wenn ich selbstgefällig bin
Durchströme mich
wenn ich traurig bin
Umarme mich, 
wenn ich einsam bin
Bete in mir, 
wenn ich wortlos bin
DU
die du mich aus meiner Erstarrung holst
Lebendigmacherin




Sonntag, 24. Mai 2015

Auferstehen 50 - PFINGSTEN



Hierher, Atem, zünd mich an,

Einmal ausruhen,
für Grübler und Geschundene,
du, Atempause der Verkrampften.
Bester Tränentrockner,
lieber Seelenbewohner,
mein Freund, mein Schatten.


Gott bist du:
Ohne dich ist alles Nacht und Nebel,
Qual und Schuld.


Meine Blüte welkt, gib Wasser,
salbe meine Wunden.

Steif stehe ich da,
Zugang verboten,
gefroren.
Tau mich sorgsam auf.
Such mich Verirrten.

Ja sag ich dir, Nein tu ich dir.
Vergilt den Zweifel mit Freundschaft
Siebenmal tausendmal.



T: Huub Oosterhuis (Auszüge nach der Sequenz  Veni Sancte Spiritus)
                Übersetzung: P. Pawlowsky

hier der vollständige, lange Text, für geduldige "LeserInnen"

 

Hierher, Atem, zünd mich an,
schick aus deiner fernsten Ferne
Wellen Lichts.

Komm, Armeleutevater,
komm, oberster Mundschenk,
komm, Herzensjäger.

Bester Tränentrockner,
lieber Seelenbewohner,
mein Freund, mein Schatten.

Einmal ausruhen,
für Grübler und Geschundene,
du, Atempause der Verkrampften.

Unerträglich schönes Licht,
überschütte den Abgrund
meines Herzens, du Vertrauter.

Gott bist du:
Ohne dich ist alles Nacht und Nebel,
Qual und Schuld.

Du ab er machst rein.
Meine Blüte welkt, gib Wasser,
salbe meine Wunden.

Steif stehe ich da,
Zugang verboten,
gefroren.
Tau mich sorgsam auf.
Such mich Verirrten.

Ja sag ich dir, Nein tu ich dir.
Vergilt den Zweifel mit Freundschaft
Siebenmal tausendmal.

Nichts bin ich ohne dich.
Tot will ich hin zu dir.
Dann werde ich lachen.


Sonntag, 15. Juni 2014

dreifaltig

      zum Dreifaltigkeits-Sonntag - 
Fresko aus der bayrischen St.Jakobs Kirche in Urschall

lasst euch erneuern, lasst euch vollenden
lebt in Frieden
dann wir der Gott der Liebe 
mit euch sein

aus dem 2.Korintherbrief Kap.13.11

Samstag, 14. Juni 2014

Fürbitten 15.6. Dreifaltigkeitssonntag - das ANDERS-sein Gottes

Dreifaltigkeitsfresko  
aus der St.Jakob Kirche im oberbayerischen Ort Urschalling

15.6.2014 Dreifaltigkeitssonntag
Weil wir Menschen sind, brauchen wir Bilder und Worte um uns mitzuteilen. Wir machen uns ein Bild von Gott, weil wir ja über ihn sprechen wollen. Gerade das heutige Fest will aber wohl das EINE sagen: Gott ist ganz ANDERS. Wir halten uns zwar an Jesus,wenn er sagt, „wie du Vater in mir bist und ich in dir bin – so sollen auch sie in uns sein“ Auch wir sind in diese Göttlichkeit miteinbezogen – aber WIE GOTT IST, wir wissen es nicht. So bitten wir Heute

im Namen des Vaters
dass wir nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in leeren Formeln und Ritualen

Im Namen des Vaters
dass wir nicht hängen bleiben an alten Bildern und Geschichten -

im Namen des Sohnes
dass wir uns vom „Glauben“ nicht die schnelle Lösung unserer Probleme erwarten

im Namen des Sohnes
dass wir nicht nur „brav und fromm“ sind, weil es „Pflicht“ ist

im Namen des Heiligen Geistes
dass wir mit immer mehr Sehnsucht Gott suchen

im Namen des Heiligen Geistes
dass wir immer mehr in Gottes ANDERS-sein hineinwachsen

So bitten wir heute im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes:
dass wir auch in die Tiefen unserer eigenen Person hineinwachsen, dass wir auch unser eigenes Anders-sein annehmen und dass wir in allen anderen Menschen deren „anders sein“ respektieren und achten, als einen Widerschein des dreifaltigen Gottes. Amen

das Dreifaltigkeitdsfresko aus Urschalling -  Teil einer figurenreichen Wand- und Deckenbemalung aus dem 14. Jahrhundert - lässt sich auf vielerlei Weise deuten. Die mittlere Gestalt gleicht einer Frau, das weibliche Prinzip Gottes, entsprechend dem hebräischen Wort für Geist: "ruach" - weiblich "die Geistin". Die göttliche allumfassende Liebe ist für uns Menschen ohne "weibliches" Prinzip eigentlich undenkbar -

Montag, 9. Juni 2014

Fürbitten 10.6.Mt.5.13: ...hinein in die Welt

10.6.2014
Liturgisch beginnt ja nach Pfingsten wieder das „normale“ Jahr. Wir sind in der 10.Woche im Jahreskreis, (ehrlich gesagt, beim Zählen kenne ich mich da nie genau aus) auch beim Brevier beginnt ein neuer Band. Aber was heißt schon NORMAL. Nach Pfingsten soll es doch eigentlich ANDERS weiter gehen, VER-RÜCKTER, ein bissl durcheinandergewirbelt sollten wir sein, offen wieder für Neues, bereit uns voll und ganz ins Leben zu stürzen. Das Evangelium sagt uns heute genau das „Seid das Salz der Erde“ - bringt ihr den Geschmack in die Dinge, die vielleicht schon fad und unbekömmlich geworden sind. Bitten wir also

dass wir uns wieder engagieren, uns einmischen
dass wir eine Meinung haben, uns nicht um Probleme herumdrücken
dass wir Mut zu Entscheidungen haben

dass wir uns jeden Tag wieder heraustrauen aus dem alten Trott
dass wir uns immer wieder Neues zutrauen
denn mit der Zu-Mutung wächst auch der Mut

dass wir die Sorgen der Menschen, mit denen wir leben, wahrnehmen
dass wir nicht zu sehr um uns selbst kreisen
dass wir aufhören, wehleidig und gekränkt zu sein

dass wir ganz DA sind, dass wir uns einbringen
in unseren Gemeinschaften, in der Familie am Arbeitsplatz
dass wir Misstrauen und Gleichgültigkeit ablegen
verträglich sollen wir sein, Freude machen

dass wir Verantwortung übernehmen, auch in unserer Kirche
dass wir uns nicht davor drücken, Aufgaben zu übernehmen
dass wir kritisch bleiben und doch treu

und dass wir die vertrauensvolle Großzügigkeit der Witwe von Sarepta haben
dass wir unser Brot - und uns selbst - austeilen: dass wir geben, wo wir geben können
dass wir großherzig sind und keine Angst haben, "zu kurz" zu kommen


Du guter Gott, gib uns ein gesundes Selbstbewusstsein, dass wir nicht ängstlich sind
und uns immer wieder Neues zutrauen. stärke uns im Vertrauen darauf , dass DU auch auf krummen Zeilen gerade schreibst und dass vor dir auch unsere Fehler und unser Versagen gesegnet sind. Amen




Sonntag, 8. Juni 2014

Fürbitten Pfingstmontag 9.6. ..um die sieben Gaben ...

9.6.2014 Pfingstmontag
Alle Menschens sind mit Gaben und Talenten ausgestattet. Denken wir nur an Conchita, die auf den ersten Blick nicht in einer religiösen Welt angesiedelt ist und Millionen Menschen begeistert hat. Das lag wohl nicht nur an ihrem Auftreten und ihrem Lied beim Song Contest, letztlich ist es wohl der Charakter und das Wesen dieses jungen Mannes, die einen besonderen GEIST spüren lassen. Zu unserem Glauben gehört es, dass wir alle immer wieder um die sieben Gaben des Heiligen Geistes bitten dürfen. 
Bitten wir mit den Worten sende aus deinen Geist

Hauch uns deine Weisheit ein – das wir suchen Gott allein
das wir Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden können
dass wir mit dem Herzen sehen können darum rufen wir  
sende aus deinen Geist

Um Verstand und Licht wir flehen – dass wir Gottes Wort verstehen
dass wir nicht hängen bleiben an alten Bildern und Geschichten -
sondern dass wir immer wieder neu voll Sehnsucht Gott suchen   darum rufen wir

Steh uns bei mit deinem Rat – dass wir gehen den rechten Pfad
dass wir den Mut zu klaren Entscheidungen haben
dass wir unserem Gewissen vertrauen    darum rufen wir

Mach uns stark in Leid und Streit salb uns mit Standhaftigkeit
dass wir Krankheit, Sorgen, Angst Behinderung Unsicherheit - in Geduld aushalten
dass wir keine falschen Kompromisse suchen und doch immer offen für Verständigung sind
darum rufen wir

Gib uns heilge Wissenschaft, aus dem Quell der Glaubenskraft
dass wir nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in leeren Formeln und Ritualen
dass wir uns auch in unserem Glauben weiterbilden darum rufen wir

Uns mit deiner Lieb entzünd, dass wir ganz gottselig sind
dass wir nicht nur „Frommes“ tun, weil es „Pflicht“ ist -
sondern dass unser Glauben uns glücklich und froh macht  darum rufen wir

Die Furcht Gottes uns erhalt, denn der Himmel leid Gewalt
dass wir Dich in allen Dingen lieben, auch dort wo wir keine Antwort wissen
dass wir nicht aufhören um deinen heiligen Geist zu bitten
weil er es ist, der uns lebendig macht darum rufen wir

Du guter Gott, sende uns deinen Geist, beschenke uns mit deinem Geist – dass wir be-geisterte Menschen sind und andere begeistern können. Hilf uns das Angesicht der Erde zu verändern, unsere kleine Welt in der wir leben und in der wir für die große Welt beten und bitten. Im Namen Jesu, der uns in seine Auferstehung hineinnimmt. Heute und Jetzt und in alle Ewigkeit. Amen


Happy Schawuot -allen jüdischen Freunden


Kein PFINGSTEN - ohne unsere jüdischen Freunde.
Immer sind sie uns um eine Nasenlänge voraus - schon seit Adam und Eva, Abraham und Issak
Sarah und Miriam .....
Heuer fällt Schawuot auf den 4.-5. Juni - wenige Tage vor unserem Pfingstfest
Aus einer jüdischen Kinderbibel:
"Schawuot feiern Juden 50 Tage nach Pessach. Diese Zeit heißt Omerzeit. Schawuot erinnert Juden an den Empfang der Tora mit den Zehn Geboten und an den Bund mit Gott am Berg Sinai. Außerdem beginnt mit dem Fest die Getreideernte. Zu Schawuot schmücken viele Juden ihre Häuser und die Synagoge mit Zweigen und Blumen. Damit danken sie Gott für die ersten Früchte des Jahres. Im Nachtgottesdienst zwischen dem Vorabend und dem Feiertag lesen sie aus der Tora und aus dem 2. Buch Mose vor. Sie studieren das Wort Gottes, das ihnen als ein Geschenk Gottes besonders heilig ist. Mit dem nächtlichen Studium bereiten sie sich auf den heiligen Tag des Empfangs der Tora vor. An die Ereignisse am Berg Sinai erinnern auch  Milchspeisen und Kuchen, die zum Fest gegessen werden. Denn den Hebräern wurde versprochen, dass in ihrem neuen Land Israel Milch und Honig fließen."
In der Apostelgeschichte wird berichtet, 
dass der Heilige Geist zu Schawuot ausgegossen wurde.
"Zum Beginn des jüdischen Pfingstfestes waren alle Jünger wieder beieinander. Plötzlich kam vom Himmel her ein Brausen wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie sich versammelt hatten. Zugleich sahen sie etwas wie züngelndes Feuer, das sich auf jedem Einzelnen von ihnen niederließ. So wurden sie alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten in fremden Sprachen, jeder so, wie der Geist es ihm eingab.

Zum Fest waren viele fromme Juden aus aller Welt nach Jerusalem gekommen. Als sie das Brausen hörten, liefen sie von allen Seiten herbei. Fassungslos hörte jeder die Jünger in seiner eigenen Sprache reden. „Wie ist das möglich?", riefen sie außer sich. "Alle diese Leute sind doch aus Galiläa, und nun hören wir sie in unserer Muttersprache reden; ganz gleich, ob wir Parther, Meder oder Elamiter sind. Andere von uns kommen aus Mesopotamien, Judäa, Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia, aus Phrygien, Pamphylien und aus Ägypten, aus der Gegend von Kyrene in Libyen und selbst aus Rom. Wir sind Juden oder Anhänger des jüdischen Glaubens, Kreter und Araber. Doch jeder von uns hört diese Männer in seiner eigenen Sprache von Gottes großen Taten reden!" Bestürzt und ratlos fragte einer den anderen: "Was soll das bedeuten?"

Einige aber spotteten: "Die haben doch nur zu viel getrunken!"





...und Gott tanzte mit Sophia - heilige Geistin, Ruach

Von Ur an:
Gott in Geselligkeit,
Gott mit Sophia,
der Frau, der Weisheit,
geboren, noch ehe alles begann.
Sie spielte vor dem Erschaffer,
umspielte, was er geschaffen,
und schlug, leicht hüpfend von Einfall zu Einfall,
neue Erschaffungen vor:
Warum nicht einen anmutig gekurvten Raum?
Warum nicht Myriaden pfiffiger Moleküle?
Warum nicht schleierwehende Wirbel, Gase?
Oder Materie, schwebend, fliegend, rotierend?
So sei es, lachte Gott,
denn alles ist möglich,
doch muss Ordnung ins Ganze -
durch Schwerkraft zum Beispiel.
Dazu aber wünschte Sophia sich
ebensoviel Leichtigkeit.
Da ersann Gott die Zeit.
Und Sophia klatschte in die Hände.
Sophia tanzte, leicht wie die Zeit,
zum wilden melodischen Urknall,
dem Wirbel, Bewegungen, Töne entsprangen,
Räume, Zukünfte, erste Vergangenheiten -
der kosmische Tanz,
das sich freudig ausdehnende All.
Fröhlich streckte Sophia Gott die Arme entgegen.
Und Gott tanzte mit.
Am Anfang also: Beziehung.
Am Anfang: Rhythmus.
Am Anfang: Geselligkeit.
Und weil Geselligkeit: Wort.
Und im Werk, das sie schuf,
suchte die gesellige Gottheit sich neue Geselligkeiten.
Weder Berührungsängste noch hierarchische Attitüden.
Eine Gottheit, die vibriert
vor Lust, vor Leben.
Die überspringen will
auf alles, auf alle.
Bildchen, naiv.
Doch wie sonst fass ich´s?
Imagines, imaginatio.
Doch wer glaubt, glaubt an Wunder.
Wunder ist der Inhalt jeder Theologie.

Kurt Marti