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Samstag, 26. November 2022

Zeit für ENGERL - und ....für Bengerl

 

© Charlotte Graninger


Felice

 

…so nannten die Großen das kleine Engerl.

Es sollte ein Glücksbringer sein, dieses Bengerl.

Noch tollte es übermütig herum,

doch keiner der Großen nahm es ihm krumm.

So begab sich ‚s, daß Felice über Nacht ward verschwunden –

auf keiner der Wolken ward es gefunden.

Es wollte nun endgültig selbständig sein,

daß niemand der Großen mehr redet ihm drein.

Mutig flog und taumelte es auf die Erde,

ohne zu ahnen, was dort aus ihm werde.

Bunte Lichter, Kollegen aus Glas, Porzellan

und Weihnachtslieder zogen es an.

Auf dem Dach einer Hütte am Christkindlmarkt

hat Felice für’s erste einmal geparkt.

Sich unsichtbar machen, das ist des Engels Pflicht

und Glück zu versprühn in das Menschengesicht.

Und siehe da, plötzlich kamen gar viele

zu dem Weihnachtsstand nur mit dem einzigen Ziele

Geschenke zu kaufen, die Freude verbreiten –

ein kleiner Lichtblick in ernsten Zeiten.

Felice, das Engerl, hat erkannt, was es kann

und fliegt jeden Tag einen andern Stand an.

Macht Besitzer und Käufer für kurze Zeit froh –

für Felice, die Glückliche, gehört sich das so.

 

© irmgard czerny

 

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 8. Februar 2022

"Sei doch POSITIV" - eine Irmgard Geschichte


"SEI  DOCH  POSITIV" !!!!
Erst jetzt, in Corona-Zeiten merke ich, wie unangebracht
das Sprücherl ist. Wer heutzutage "positiv" ist - der wird das wohl eindeutig nur als "negativ" empfinden  
Wie oft aber habe ich es als Aufmunterung empfunden, wenn
ich gerade meiner Freundin Irmgard immer wieder einmal sagte: "Geh sei doch positiv!!" Sie sieht glänzend aus, ist eine
selbstbewusste autarke Person, flott mit dem Auto unterwegs, Inhaberin mehrerer Theater Abonnements -  fast täglich ist sie noch dazu eine Hilfe für andere: und doch kenne ich Irmgard auch niedergeschlagen, mit sich selbst unzufrieden: und da kommt dann mein Sprücherl "Geh sei doch positiv". 
Und das sage ich zu einem Menschen, für den seit Jahren schon das Wort POSITIV 


mit absolut NEGATIV verbunden ist.  Mehrere Krebsoperationen, zwei Herzinfarkte, eine schwere Spondylodiszitis, die sie monatelang ans Krankenhaus Bett gefesselt hat: nein, wer Irmgard eine POSITIVEN Befund brachte, der hatte nur NEGATIVES zu vermelden!
Ja, wie unsere Corona Welt: NEGATIV wird da zu Positiv, NEGATIV wird zur Erleichterung. 
Wie ein Mensch wie Irmgard mit all dem positiv-negativ
lebt - noch dazu angesichts einer neuen bitteren Diagnose
(zum Glück wieder GUT bewältigt) - das soll sie selbst erzählen - Begleitet von ihren Blumen Fotos, denn Blumen
erfreuen die tapfere Irmgard über alles!



"positiv oder negativ?

 Wie oft habe ich in meinen vorangegangenen Beiträgen das Wort 'positiv' im negativen Sinne niederschreiben müssen, wenn wieder einmal ein (Blut)befund positiv war, und daraus eine schwere Erkrankung mit ungewissem Ausgang folgte – verwendet doch praktisch nur die Medizin den Begriff positiv, eben dann, wenn es sich um einen karzinösen Befund handelt; Auslöser für einen anschließenden, mitunter negativen Leidensweg.

Und einen solchen musste ich vor wenigen Monaten erneut gehen.

Es begann mit einem – wie ich glaubte – harmlosen Kontrollbesuch bei meiner lieben Zahnärztin, bei der ich mich gut aufgehoben fühle und ihr und dem Team gerne eine kleine Anerkennung  mitbringe. Also: auf den Stuhl und Mund auf, nicht, ohne davor auf eine – für mich nicht sichtbare – Wunde am Ende der Zahnreihe aufmerksam zu machen. Leider aber kann die Ärztin keine definitive, zufriedenstellende Diagnose stellen - was mich sehr verunsichert - und gibt mir eine Überweisung für das AKH; eine Horrorvorstellung, fällt mir mir doch die Zeit der Bestrahlungen nach dem Zungengrundkarzinom ein – dreißig Mal drei Stock unter der Erde. Und wie schwierig wird es werden, bei den laufenden Covid Maßnahmen überhaupt einen baldigen Termin zu bekommen? 

Ich verwerfe jedoch diesen Gedanken und bitte meinen mittlerweile zum Freund gewordenen HNO-Arzt bei den Barmherzigen Brüdern um Hilfe. Er reagiert – wie auch in allen vorangegangenen Fällen – umgehend und nimmt eine Biopsie vor. Und nun heißt es wieder einmal warten, positiv denken und auf ein negatives Ergebnis hoffen. Aber es kommt anders, denn es ist ein Mundhöhlenkarzinom. Dank meiner bitter erworbenen guten Kontakte ins Spital der Barmherzigen Brüder,  kann auch die unbedingt notwendige Operation wenige Tage nach der Diagnose durchgeführt werden., wofür ich unendlich dankbar bin.  Wieviele Menschen müssen in diesen Zeiten auf eine bereits geplante Operation warten, weil sie verschoben werden muss?!

Die OP erfolgt umgehend, aber nun heißt es neuerlich 'warten', warten auf den histologischen Befund. Die quälenden Gedanken pendeln zwischen positiv und negativ. Dann die Erleichterung, der Befund ist negativ...wie positiv man das dann doch empfindet!

Eine lange Zeit der Einschränkungen im Mund-und Rachenbereich folgte, und so wie alle meine bisherigen schweren Erkrankungen sichtbare und unsichtbare Narben hinterlassen haben, blieb auch diesmal was zurück.

 Das Zungenspitzel ist seither 'taub', denn die Geschmackspapillen haben mir in diesem Bereich ihren Dienst gekündigt, die etwas weiter hinteren funktionieren noch. Aber zum Glück bin ich wieder einmal rechtzeitig von 'meinem' HNO-Ärzteteam bei den Barmherzigen Brüdern so positiv versorgt worden, dass mir negative Folgen erspart blieben. 


Dass natürlich die Psyche einen neuerlichen Dämpfer bekommen hat, macht sich immer dann bemerkbar, wenn Selbstzweifel und Ängste vor dem, was einem noch bevorstehen könnte, die Oberhand gewinnen, und es meine FreundInnen mit den Worten 'sei nicht so negativ, du musst positiv denken' 'gut meinen'; als ob das auf Knopfdruck möglich wäre. Eine gewisse Beruhigung jedoch war für mich, dass ich zu diesem Zeitpunkt bereits zweimal geimpft war.

Aber Zweifel und mitunter auch Verzweiflung werden uns alle noch eine Weile begleiten, ehe das Wörtchen 'positiv' wieder in seiner ursprünglichen positiven Bedeutung in unserem Leben dominiert, und der Begriff 'negativ' nur im positiven Sinne in der Medizin Verwendung findet. "     

 

 

 

 Und die Lehre, die ich als Freundin aus all dem positiv-negativ ziehe?

"Bleib negativ" das ist das Wichtigste, was ich meiner Irmgard - und uns allen - wünsche.

Überhaupt: diese "sei positiv" Sprücherl, kann man getrost als das vergessen, was es vermutlich ist: eine Phrase, die ganz sicher dann nicht weiter hilft, wenn jemand bedrückt ist.

Da dann lieber "BLUMEN" 



Montag, 24. August 2020

Irmgard - Vom ÜBER-leben zum LEBEN


Am 8.Mai 2014 habe ich das erste Mal in diesem blog über meine Freundin Irmgard erzählt - das heißt, sie gebeten, über sich selbst zu erzählen. Wir haben lange Jahre miteinander im ORF gearbeitet, Irmgard pumperlgesund. Danach scheint eine Tragödie nach der anderen über sie herein zu brechen - 2008 beginnt alles mit der schrecklichen Diagnose: "Zungenuntergrundkrebs" !         Nach einer ersten Operation und der Hoffnung, "nun ist alles ausgestanden", beginnt das Elend von Neuem ….Ein neuer Tumor, eine neue OP, eine lange, schwere, belastende Bestrahlungsserie danach. Das aktuelle Foto von damals sollte zeigen: Irmgard lässt sich nicht unterkriegen ...Ich bitte sie, über sich selbst zu erzählen: "Irmgards Beispiel soll allen Mut machen, die Schweres erleben" - schrieb ich damals zu Beginn der Irmgard Serie. Keiner von uns konnte ahnen, was Irmgard in den folgenden Jahren noch bevorstand. So im Jänner 2017 nach einer akuten urologischen Sepsis eine Spondylodiszitis: ein unheimlicher Keim in der Wirbelsäule.             Irmgard monatelang mit Schmerzen und schweren Behandlungen ans Spitals Bett gefesselt. Lange eine Zeit, in der es um das nackte Überleben dieser Sepsis ging.  Mit unglaublicher Kraftanstrengung ging es danach an die Rehabilitation - bis im Sommer 2018 ein Herzinfarkt passierte. Na klar, "aus heiterem Himmel".  Am 17.August 2019 dann ein zweiter Infarkt. So schwer, dass Irmgard reanimiert werden musste. Wieder Wochen, um vom Modus "Überleben" - ins Leben zu kommen.  

Das Foto unten zeigt Irmgard bei ihrer Herz Rehabilitation im Herbst 2019 in Großgmain.                Eine Irmgard, die sich ihr Lächeln und ihr Mitfühlen mit anderen nicht nehmen lässt. Eine Irmgard, die sich nicht unterkriegen lässt. Unerschütterlich scheint sie - und doch beutelt man nicht so leicht ab, was einem geschehen ist. Was tut das mit einem - so Schweres immer wieder aushalten zu müssen???

Wieder habe ich Irmgard um einen eigenen Bericht gebeten: 

Vom Überleben zum Leben

Erst vor kurzem hat meine liebe Freundin Ilse hier an dieser Stelle mit berührenden Worten 'meines Schicksals' gedacht, wofür ich ihr nochmals ganz herzlich danken möchte.

Täglich gewinnen die Worte, die über meinen Blog-Eintragungen stehen, immer mehr an Bedeutung. Denn täglich nehmen Gedanken Besitz von mir, die in früheren Jahren, bzw. vor meinen Erkrankungen überhaupt kein Thema waren, was aber allein schon dadurch bedingt ist, daß jeder meiner gesundheitlichen Schicksalsschläge Narben hinterlassen hat – sichtbare wie z.B. die am Hals nach den beiden Zungengrundkarzinomen, aber vor allem viele nach außen unsichtbare. Denn zu diesen gesellt sich nun auch noch der zum Teil auch sichtbare altersbedingte Abbau des Körpers, der zusätzlich verkraftet werden muss; Muskeln und Gewebe werden schlapp, Haut und Haare verändern sich, etc. Glück im Unglück – da meine Reanimation vor einem Jahr schnell und gut verlief - hat zumindest 'der Kopf' keinen nachhaltigen Schaden erlitten; das Schreiben wäre schwer eingeschränkt, muss ich doch ohnehin aufgrund der dreißig Bestrahlungen bereits den Verlust der Singstimme beklagen und auch einsehen, dass so vieles nicht mehr machbar und möglich ist, denn ich kann mich auf meinen Körper nicht wirklich verlassen.

Ich war nie hysterisch, und möchte es natürlich auch nicht werden, dennoch drängt sich immer öfter die Frage auf, wieweit soll (muss) ich meinen Körper beobachten, in ihn hineinhören und bei auftretenden Beschwerden gleich einen Arzt aufsuchen, und wieweit kann ich meinem Instinkt vertrauen und die Situation gelassen und vor allem richtig einschätzen. Ein Gedanken-und Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten, bzw. Betroffenen kann da manchmal hilfreich sein. Und  dieser findet zum Glück regelmäßig mit Freundin Ilse statt, wenn wir beklagen, welche Wehwehchen oder Ungeschicklichkeiten uns schon wieder ereilt haben. Noch können wir über so manches lachen, aber....

Was jedoch in jedem Fall hilfreich ist – und das kann ich nur allen älteren (alleinstehenden) Personen empfehlen zur eigenen Beruhigung und der der Familie und Betreuungspersonen – ein 'Vorsorgepaket': In erster Linie ein Notruftelefon (inkl.Schlüsselsafe), eine Patientenverfügung, eine Vorsorgevollmacht, ein Testament und eine finanzielle Absicherung der Beerdigung. Ich habe das alles in den letzten Jahren sukzessive erledigt.

Bleibt nur noch, meinen (Tag)traum zu erwähnen: unbeschwert beschwerdefrei zu sein. Vielleicht gelingt es ja doch noch hin und wieder – wenigstens tageweise."



Wie viele Jahre liegen wohl zwischen der kleinen Irmgard auf dem großen Zeitungs-Titel-Blatt          und der tapferen 75 Jahre alten Frau,                          die jetzt ein ganz anderes Titel Blatt "zieren" könnte

Vom Überleben zum Leben

Irmgard schafft das Leben, immer wieder.                    Schon ist sie dabei, wieder die Theater Abos für die neue Saison zu ordern. Der Blick geht immer nach vorn. Oft und oft schaue ich mir das von ihr ab.

An der "Wegwarte" kann man sich ein Beispiel nehmen, schreibt Irmgard zu dem Foto, das sie aufgenommen hat:       

"so robust müsste man sein"

 

 



Ja, so robust ist Irmgard, trotz allem, was passiert ist. Da steht auch bereits ein nagelneuer PC am Schreibtisch - Irmgard ist mit vielen Freunden in Kontakt, aber genau so mit Ämtern und offiziellen Stellen: sie hält nicht zurück mit Kritik und Anregungen - was immer wieder sogar dankbar aufgenommen wird. Und wer weiß, vielleicht werden wir sie über diesen PC ja im Herbst wieder über you tube mit neuen "Gutenachtgeschichten" im Internet hören.


 



Montag, 17. August 2020

Irmgard, Irmgard, Irmgard - der 1.Geburtstag

Nein, ich habe kein 5.Enkelkind,                                              Nein, ich bin nicht schon ganz wirr                                            Wie Freundin Irmgard bin ich Tau frische 75 Jahre alt                und doch :                                                                                    SIE feiert heute ihren ERSTEN GEBURTSTAG.                        Oder wie anders soll man das nennen,                                      wenn jemand vor genau einem Jahr einen so schweren HERZINFARKT hatte,                                                                  dass dieser Mensch erst wieder RE-ANIMIERT werden musste, um weiterleben zu dürfen                                                               Ja vor genau einem Jahr ist das passiert, irgendwann nach Mittag.

Irmgard selbst kann sich an fast nichts erinnern - wir Freunde haben es erst dramatisch auf Umweg erfahren. Ein guter Nachbar fand am Abend dieses Tages vor Irmgards Wohnungstüre ihre Brille - und weil er Irmgard daheim nicht antraf, begann er zu recherchieren. "Die Rettung war da" erfuhr er, "Polizei, große Aufregung, Frau C musste reanimiert werden...." Mehr wussten die Leute nicht, die Christian befragen konnte. Aber er recherchiert weiter: wie gut, wenn es noch solche Nachbarn gibt!!! Schließlich erfährt der junge Mann im AKH, dass man Irmgard dorthin eingeliefert hat!!!!
Schon im Rettungsauto: REANIMATION geglückt, Gott sei Dank!!!

Im AKH dann:  ein neuer Stent eingesetzt - 
Schon 2018 hatte Irmgard bereits den 1.Infarkt erlitten. Auch eigentlich aus "heiterem Himmel" Übelkeit damals, ein "komisches Gefühl" - Irmgard ließ sich damals ins Spital der Barmherzigen Brüder bringen, nichts ahnend, dass es "etwas" mit Herz zu tun haben könnte - von dort aber ging es unverzüglich zur Herz OP ins AKH. Damals der erste Stent.
Jetzt, fast genau ein Jahr später am 17.8.2019:
Irmgard selbst kann sich an diesen Tag vor einem Jahr nur an wenig erinnern. Auch wieder
"ein komisches Gefühl" - DANN: Drücken am Notruftelefon ... ab da kann sie nur noch wiedergeben, was ihr "andere" über das "danach" erzählt haben. Bruchstückhaft
DAS LEBEN GERETTET HAT IHR SICHER AUCH DAS NOTRUFTELEFON
und darum ist es Irmgard so ein großes Anliegen, dass auch anderen "ans Herz" zu legen. 
Im November vorigen Jahres schrieb Irmgard daher hier im blog:

Foto Irmgard Czerny

"Es kann Leben retten…und es hat mir das Leben gerettet –                                   das Notruftelefon der Caritas.

(wobei es natürlich auch von einem anderen Anbieter sein kann)

Daher mein dringender Appell an alle Alleinstehenden im fortgeschrittenen Alter. Macht euch ein sinnvolles Weihnachtsgeschenk, das Sicherheit und Beruhigung vermittelt. Es kann dann zum täglichen Ritual gehören: beim Nachhausekommen Armbanduhr abnehmen, Hände waschen und das Notruftelefon anlegen. Es sollte aber auch unbedingt mit einem Schlüsselsafe an der Wohnungstür kombiniert sein, damit allfällige Hilfe unmittelbar gewährleistet ist, und damit vielleicht, wie in meinem Fall, sogar lebensrettend ist. Selbst beim Baden oder Duschen sollte der ‚rote Knopf‘ in sichtbarer und erreichbarer Entfernung sein.

Die Einstellung ‚…das brauch ich nicht, ich hab‘ eh eine Nachbarin‘ oder ‚.. wozu, ich habe Kinder‘, ist völlig fehl am Platz. Denn nicht nur für einen selbst, auch für die Kinder ist es Beruhigung, die Mutter, den Vater ‚abgesichert‘ zu wissen. Und die Nachbarin, die vielleicht gleich alt oder älter als man selbst ist, mit der Verantwortung zu belasten, quasi immer in Bereitschaft zu sein, geht schon gar nicht.

Denn: Je älter man(n), frau, wird, desto engmaschiger sollte das soziale Netz sein."

Irmgard hat das am 29.11.2019 hier im blog geschrieben -

HEUTE feiert Irmgard - dank Notruftelefon - ihren ERSTEN GEBURTSTAG

HAPPY  HAPPY  BIRTHDAY  LIEBE,  LIEBSTE IRMGARD

FÜR UNS BIST DU UNVERZICHTBAR

DANKE DEM ENGEL, DER DICH BESCHÜTZT HAT 


                                                        Bild Charlotte Graninger,  eine enge Freundin von Irmgard,                                                                           heuer nach ihrem 100.Geburtstag gestorben

ein Foto PS, ganz typisch für Irmgard 


....am brennend heißen Hausdach setzt sich das Leben durch ... und das bei diesen knalligen Temperaturen, ohne dass eine gute Seele Wasser spenden kann. Können wir uns an so viel Lebens-Kraft und -Freude und -Zähigkeit ein Beispiel nehmen? 

In vielen Beiträgen hat Irmgard hier in diesem blog von ihren schweren Krebserkrankungen berichtet – Anfang 2017 ein neuer Leidensweg: Diagnose ‚Spondylodiszitis‘ Ein Martyrium von 126 Tagen folgte, nur hilflos ans Bett gefesselt. Dann Sommer 2018, Sommer 2019 die zwei Herzinfarkte.    Und doch gibt Irmgard NIE auf. Monatelang ist sie zuletzt regelmäßig mit „gutenachtgeschichten für Kinder" im Internet zu sehen und zu hören gewesen: dort manchmal mit dabei: ihr „Bärli“ , das jetzt ganz besonders gratuliert - und auch "aufpasst", ganz sicher!




Donnerstag, 26. März 2020

Freundin Irmgard und der kleine unaussprechliche Hippopotamus



"Schönen guten Abend, liebe Kinder. 
Ich bin die Irmgard. Ja, eigentlich ist heute der dritte österreichische Vorlesetag – leider ein bißchen anders als die beiden vorangegangenen. Aber ich habe im Lesebuch vom Vorjahr eine Geschichte gefunden, die euch sicher gefallen wird.

Kennt ihr dieses Tier? 

(eigenes Foto Schönbrunn)
Es ist ein Nilpferd oder Flusspferd – 
liebevoll auch Hippo genannt. 

Dabei hat so ein liebes, 
erwachsenes Tier bis zu 2000 Kilo. 
Und selbst ein Kleines bringt 
schon 100 Kilo auf die Waage.

Aber nun zur Geschichte, die uns sagen will, dass man einander gernhaben kann, 
ja vielmehr gernhaben muss, 
auch, wenn jeder anders ist…"

ja so wird heute Abend Freundin Irmgard
ihre Gute Nacht Geschichte einleiten


Wochentags täglich um 19.00 kann man an
diesem Ort einer Geschichte lauschen. Ein Projekt, das Kindern Freude am Zuhören vermitteln will - jeden Tag lesen eine andere Oma oder ein Opa Geschichten. Irmgard, -
sie ist die "Donnerstag Oma" - hat Tiergeschichten als Schwerpunkt ausgesucht - 
und so wird sie heute abend - ganz sicher FEHLERLOS -  
die Geschichte vom    Hippopotamus  erzählen
Also ehrlich gesagt: Freundin Ilse will das lieber nicht aussprechen müssen!!!
Oder womöglich noch den Plural?  Hippopotamidae 

Heute ist großer EU VORLESETAG - und daran hindert die Vorlese-freudigen
und ihr gespanntes Publikum auch die Corona Krise nicht. Es wird einfach alles
"ins Netz" verlegt.  Mit Vorlesetag.eu wurde vom Stadt-Wien-nahen Echo Medienhaus

eine Website eingerichtet, die auch über den 26.März 2020 Tag hinaus aktiv sein wird. 
Schon am Vormittag geht es mit Kinderprogramm los. Hier Infos im Detail

Irmgard aber hören wir ab 19.00 unter 


ob auch der kleine Bär wieder mit dabei sein wird?

Donnerstag, 19. März 2020

Ja, auch ein kleiner Bär ist mit dabei!

Freundin Irmgard: viele von euch
kennen ihre Geschichte.
Eine Geschichte von ganz viel Stärke
Kraft. Mut, Zuversicht - durchhalten
und immer wieder neu starten.
NIE AUFGEBEN - und das obwohl
in den letzten zwei Jahren zu den schweren Krebserkrankungen und der Sepsis auch noch zwei Herzinfarkte dazukamen - der jüngste
mit Herzstillstand und Wiederbelebung.
Irmgard kann erzählen, was es heißt:
TROTZDEM - DENNOCH -
und GERADE WEIL ....
Gerade weil, weil es oft ganz "dick" kommt,
gerade deswegen .... unverdrossen weitermachen, offen für Neues bleiben, anderen Mut machen, Freude machen.

Nun ist Irmgard mit dabei
bei einem Projekt, das Kindern
eine digitale Oma (Opa)
ins Haus bringt. In Zeiten wie diesen ja ganz besonders erfreulich.
(Foto Radio Wien)
"In einem neuen digitalen Projekt lesen Seniorinnen und Senioren Kindern täglich Gutenachtgeschichten vor. 
Die Kinder können die digitale Lesestunde jeden Tag um 19.00 Uhr live im Internet verfolgen. 
Zur Teilnahme benötigen die Kinder lediglich ein internetfähiges Gerät, einen Internetzugang sowie Kopfhörer oder Lautsprecher." so berichtet in Radio Wien   (https://wien.orf.at/stories/3037537/)
Projekt-Initiatorin Christine Darwish
und Irmgard formuliert ihr Motiv, bei dieser Initiative mit zu tun, so:
 „Ich möchte, dass die Kinder neugierig werden, auf die Geschichten und auch auf das Lesen selbst. Ich möchte, dass die Kinder jeden Abend einschalten können, Geschichten hören und dann am Ende gut einschlafen und etwas Schönes träumen.“ 

Vor allem Kinder, deren Eltern keine Zeit zum Vorlesen haben, oder Kinder, die alleine sind oder sich im Krankenhaus aufhalten, möchte Irmgard Czerny mit ihren Geschichten erheitern.
Und so wird es HEUTE ABEND die Geschichte von Mitzi zu hören geben.
Sie kennen Mitzi nicht? 
Also die Geschichte (von Irmgard Czerny selbst) beginnt so:

"Darf ich mich vorstellen, mein Name ist Mitzi. Und ich bin eine Zahnbürste, bin fast neu, habe noch alle meine Borsten, die ich immer pflege und sauber halte. Normalerweise ist mein Platz im Zahnbecher, da sollt ihr mich auch täglich finden, doch weil heute so schön die Sonne scheint, habe ich mich auf das Fensterbrett vom Badezimmer gelegt, um schneller trocken zu werden. Ich muß wohl eingeschlafen sein, denn plötzlich erfasst mich ein heftiger Windstoß, schlägt das Fenster zu und wirbelt mich durch die Lüfte. Darauf bin ich doch wirklich nicht vorbereitet. Hey, du böser Wind, bring mich zurück auf meinen Sonnenplatz am Fensterbrett. Aber ganz im Gegenteil, ein heftiger, letzter Windstoß befördert mich auf den Rasen vor dem Haus. Also meine Borsten zittern jetzt zwar ein wenig, aber sie sind weiß, und wer seid ihr, ihr seid ja grün? Wir sind Grashalme und haben dich vor einem harten Aufprall beschützt. Danke, das ist lieb von euch, kann ich ein wenig bei euch bleiben, bis ich mich beruhigt habe? Ja gerne. ......."



und weil ihr jetzt alle neugierig seid, wie das mit Mitzi weitergeht:



HEUTE 19.00

Das Projekt selbst läuft schon seit Montag 16.3.


und warum da ein kleiner Bär in Irmgards Kette sitzt und
alles ganz brav mitverfolgen wird?
Dieses Bärenkind 
hat Irmgard bei all ihren Spital-Aufenthalten, 
in allen Höhen und Tiefen begleitet: 
Applaus auch für das tapfere Bärli!!!



Mittwoch, 20. November 2019

SOS NOTRUF - weil es schneller gehen kann, als man denkt


Foto Irmgard Czerny

Ein dringender Appell meiner Freundin Irmgard. 
Sie ist mehr als Krisen-erprobt und  sie weiß, wovon sie spricht, bzw. was sie empfiehlt 


"Es kann Leben retten…
und es hat mir das Leben gerettet – das Notruftelefon der Caritas. 
(wobei es natürlich auch von einem anderen Anbieter sein kann)
Daher mein dringender Appell an alle Alleinstehenden im fortgeschrittenen Alter. Macht euch ein sinnvolles Weihnachtsgeschenk, das Sicherheit und Beruhigung vermittelt. 
Es kann dann zum täglichen Ritual gehören: beim Nachhausekommen Armbanduhr abnehmen, Hände waschen und das Notruftelefon anlegen. Es sollte aber auch unbedingt mit einem Schlüsselsafe an der Wohnungstür kombiniert sein, damit allfällige Hilfe unmittelbar gewährleistet ist, und damit vielleicht, wie in meinem Fall, sogar lebensrettend ist. Selbst beim Baden oder Duschen sollte der ‚rote Knopf‘ in sichtbarer und erreichbarer Entfernung sein.

Die Einstellung ‚…das brauch ich nicht, ich hab‘ eh eine Nachbarin‘ oder ‚.. wozu, ich habe Kinder‘, ist völlig fehl am Platz. Denn nicht nur für einen selbst, auch für die Kinder ist es Beruhigung, die Mutter, den Vater ‚abgesichert‘ zu wissen. Und die Nachbarin, die vielleicht gleich alt oder älter als man selbst ist, mit der Verantwortung zu belasten, quasi immer in Bereitschaft zu sein, geht schon gar nicht. 

Wie ich bereits in früheren Beiträgen festgehalten habe: je älter man(n), frau, wird, desto engmaschiger sollte das soziale Netz sein."


Sonntag, 23. Dezember 2018

23.12. Ein Irmgard Engerl

Charlotte Graninger


Der Christbaumstern

Mariechen sitzt weinend im Wald. Es ist kalt.
Sie traut sich nicht heim, denn die Mutter kommt bald.
Dann muss sie ihr sagen, was ihr heut passiert.
Sie hat aus Versehen den Stern ruiniert,
der oben am Weihnachtsbaum glänzen hätt sollen.
Jetzt wollte Mariechen vom Himmel ein‘  holen.
Zum Glück sieht ein Engerl das traurige Kind
und flüstert ihm zu, einen Vorschlag,  geschwind:
„Laß offen am morgigen Abend die Tür,
‚s braucht nur einen Spalt, und dann komm ich zu dir.
Setz mich – niemand merkt’s - an die Spitze vom Baum.
Wirst sehen, dann erstrahlt hell und festlich der Raum!“

© irmgard czerny

Sonntag, 2. Dezember 2018

Advent - ein Irmgard Engerl

Charlotte Graninger

Felice

…so nannten die Großen das kleine Engerl.
Es sollte ein Glücksbringer sein, dieses Bengerl.
Noch tollte es übermütig herum,
doch keiner der Großen nahm es ihm krumm.
So begab sich ‚s, daß Felice über Nacht ward verschwunden –
auf keiner der Wolken ward es gefunden.
Es wollte nun endgültig selbständig sein,
daß niemand der Großen mehr redet ihm drein.
Mutig flog und taumelte es auf die Erde,
ohne zu ahnen, was dort aus ihm werde.
Bunte Lichter, Kollegen aus Glas, Porzellan
und Weihnachtslieder zogen es an.
Auf dem Dach einer Hütte am Christkindlmarkt
hat Felice für’s erste einmal geparkt.
Sich unsichtbar machen, das ist des Engels Pflicht
und Glück zu versprühn in das Menschengesicht.
Und siehe da, plötzlich kamen gar viele
zu dem Weihnachtsstand nur mit dem einzigen Ziele
Geschenke zu kaufen, die Freude verbreiten –
ein kleiner Lichtblick in ernsten Zeiten.
Felice, das Engerl, hat erkannt, was es kann
und fliegt jeden Tag einen andern Stand an.
Macht Besitzer und Käufer für kurze Zeit froh –
für Felice, die Glückliche, gehört sich das so.

© irmgard czerny










Freitag, 6. Juli 2018

Freundin Irmgard und ihr Herr Max - die Dreitagesfahrt,


Foto Irmgard Czerny

Dreitagesfahrt

Herr Max war irgendwann verdrossen
und hat spontan für sich entschlossen
kurzfristig eine Fahrt zu buchen.
Er mußte auch nicht lange suchen
und fand zu moderaten Preisen
ein Angebot der ‚komm mit‘ Reisen.
Drei Tage Österreich sollt’s  sein
im Luxusbus und nicht allein.
Allein war er jedoch als Mann,
denn um ihn, ja da saßen dann
nur Frauen, die sich auf ihn stürzten,
die ihn verwöhnten, ihn becircten
und nicht mehr aus den Augen ließen.
Doch Max, der konnt‘ sich nicht entschließen,
zu viel war diese Gunstbezeugung
und diese weibliche Beäugung.
Erschöpft war wieder er daheim
Und dachte sich, das kann nicht sein.
Was ist von dieser Fahrt geblieben?
Der Telefonnummern gar sieben.
Und fragte sich, wer war nun wer,
fällt ihm doch die Erinn’rung schwer.
Wollt‘ jene mit den roten Haaren
mit ihm in die Toskana fahren.
Oder der Blonden mit dem Hut
gefiele eine Kreuzfahrt gut.
Dann gab‘s noch eine kleine Zarte,
die sagte, daß sie auf ihn warte,
wann immer er es richten kann
nach Moskau mit der Eisenbahn.
Die vierte gar, die wollte fliegen,
egal wohin – ganz nach Belieben.
Die fünfte plant ein Almquartier,
hat uns’re Berge im Visier.
Und schließlich war da die Mondäne,
die sich nach einer Therme sehne
mit Max als Mann an ihrer Seite
und hofft, daß er sie hinbegleite.
Den Wunsch der siebnten jedoch hat
Herr Max total verdrängt, denn statt
gemeinsam durch die Welt zu ziehn,
wollt Urlaub machen sie bei ihm.

©irmgard czerny



Dienstag, 20. März 2018

Irmgard - was i no sagn mecht



was i no sagn mecht……zum frühlingsbeginn

am 20.märz da is frühlingsbeginn,
nach an so tiafn winter a echter gewinn.
so vüle ham gjammert, daß ‘s kalt is und schneit,
‘s is kaner mehr gwohnt und a niemand bereit
des ausz’haltn, was eh nur a kurze zeit dauert,
bevor wieder d‘ endlose hitzewelln lauert.
unser körper und a unser sö braucht net nur
andauernd die sun, denn mutter natur,
die hat g’schaffn für uns die ‚vier jahreszeiten‘.
aber schaut’s euch do um in unsere breiten,
da gibt’s nur mehr zwa:  den summer und winter,
des mehrmals im jahr, und i kumm net dahinter,
wer  zuaständig is, die natur oder wir.
i glaub des san wir, aber kaner is schuld.
i frag mi, wia lang hat d‘ natur no geduld?


© irmgard czerny




Donnerstag, 15. März 2018

Erster österreichischer Vorlese-Tag


Irmgard Czerny

Heute, , 15.März, ist erster 


Falls jemand Zeit und Lust hat, ich lese unter dem Titel ‚Vorwiegend heiter‘ 

Texte

verschiedener AutorInnen aus dem Tier-und Menschenbereich
Haus Mariahilf,
Loquaiplatz 5-6, 1060 Wien, 
Zeit: 15 Uhr.