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Sonntag, 27. August 2023

Fürbitten 28.8. - 3.9.

 


Bitte Warten

die nächsten Fürbitten gibts's  am 4.September - 

in der Zwischenzeit hat die Oma Jungherren - Besuch 


Freitag, 25. August 2023

Fürbitten 27.8. Wie ist das mit der KIRCHE ?





27.8.2023 Mt. 16.13 KIRCHE - 

"Du bist Petrus - der Fels - und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen"

Der heutige Evangeliumstext ist sozusagen die Grundlage, auf der die Idee und die Struktur der römisch-katholischen Kirche beruhen. Aus diesem Text leiten die Theologen den Willen Jesu ab, eine Kirche zu gründen. Und Oberhaupt dieser Kirche ist Petrus – beziehungsweise in der Folge der Jahre und Jahrhunderte, der jeweilige Papst. Dass das nicht unwidersprochen geblieben ist, zeigt die Geschichte der Kirche ja ganz deutlich.  Es gibt aber auch den ganz anderen Ansatz: dass es Jesus letztlich um eine radikale Reform der persönlichen und auf den Nächsten ausgerichteten Gottesbeziehung ging, und nicht um die Gründung einer neuen Kirche, einer neuen Religion. Bleiben wir bei der zentralen Frage dieses Textes, Jesus selbst stellt sie: „Für wen halten mich die Menschen – und wer, wer bin ich für EUCH.“ Letztlich ist das die Frage, die wir selbst beantworten müssen. So bitten wir

 

dass wir immer wieder auch den Menschen Jesus ansehen, dass wir ihn als einen von uns spüren, und ihn nicht nur verklärt sehen

 

dass wir viel öfter das Ungewöhnliche, das Provokante, das so ganz Andere an Jesus wahrnehmen und es mit unseren eingefahrenen Gewohnheiten vergleichen

 

dass wir auch „Anstoß“ an Jesus nehmen, einen An-Stoss, der uns hilft, Festgefahrenes in unserem Leben um-zustoßen

 

dass wir nie aufhören, uns um eine persönliche Jesus und Gottesbeziehung zu bemühen

 

Dass nicht nur Kirchen sondern auch unsere Wohnungen, unsere Familien und Gemeinschaften offene Orte der Begegnung mit Jesus sind

 

bitten wir, dass die Kirche, wie sie heute ist, für die Menschen wieder wahrhaftig und glaubwürdig wird. Dass es gelingt Schuld und viele tiefe Wunden und Verletzungen der Vergangenheit so gut es geht gut zu machen

 

 

Bitten wir zuletzt für alle, die aus der Kirche ausgetreten sind – dass sie dennoch einen guten Weg in einer persönlichen Gottes - Beziehung gehen können.

 

So bitten wir im Namen Jesu. Amen 


Einladung zum Leben - 

von Andrea Schwarz


Wenn Gott
sein Zelt
unter den Menschen
aufschlägt

dann kann man
fast sicher sein
dass er kein
Haus wollte

dann kann man
fast sicher sein
dass der Weg
durch Wüsten geht

dann kann man
fast sicher sein
dass das Leben
zum Abenteuer wird

dann kann man
fast sicher sein
dass Leben in Fülle
gemeint ist

Er wartet
auf Antwort


Fürbitten 26.8. Doppelmoral und Scheinheiligkeit - auch selber muss man aufpassen

 


2.3.20121 Mt.23.1  wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt ....

Um eine besondere Form der Heiligkeit geht es heute im Evangelium. Um die Schein – Heiligkeit. In scharfen Worten und mit klaren Beispielen verurteilt Jesus heute die Doppelmoral so mancher Schriftgelehrten und Pharisäer seiner Zeit: sie belasten die Menschen mit Geboten, Gesetzen und Vorschriften – sie selbst würden aber ganz anders leben. Sie seien auch überzeugt, etwas viel Besseres zu sein als die anderen Leute. Nur nach außen hin seien sie fromm – aber alles ist nur Getue und Gerede. Schnell könnten auch wir jetzt Parallelen zu manchen Entwicklungen in der Kirche entdecken, aber fangen wir einmal bei uns selbst an. Bitten wir heute:

  

dass wir uns vor den Leuten nicht anders geben, als wir wirklich sind

dass wir selbst uns vor diesem äußerlichen und unehrlichen „so tun als ob“ hüten,

 

dass wir nicht von anderen verlangen, was wir selbst nicht tun

dass wir Respekt vor der Lebensform und den Überzeugungen anderer haben

 

dass wir uns nicht anmaßen, besser oder gläubiger als andere zu sein

dass wir auch keinen Wettbewerb in äußerer Frömmigkeit veranstalten

 

dass wir aber auch uns selbst nicht mit religiösen Idealen überfordern

dass unser Glaube uns vielmehr lebensfroh, gütig und zuversichtlich macht

 

bitten wir, dass auch all die Menschen, die eine Funktion in der Kirche haben, nicht

mit einer doppelten Moral leben

dass kirchliche „Würdenträger“ die Bescheidenheit Jesu ernst nehmen

dass kirchliche Vorschriften den Menschen auch keine Lasten auferlegen

sondern Mut und Stärkung fürs Leben geben

 

in der Lesung aus dem Buch Rut hören wir, dass Gott selbst letztlich nicht auf die „richtige Religion und die richtige Herkunft“ schaut, sondern auf den „richtigen Menschen“. Rut, die Nicht-Jüdin,  wird letztlich Stammmutter für das Haus David, weil sie voll Selbstlosigkeit und Güte ist.  Bemühen auch wir uns Menschen zu sein, die im Blick auf den einen Gott die oft kleinlichen Schranken der Religionen wenigstens im eigenen Herzen überwinden

 

Du guter Gott, so lass uns wahrhaftige und authentische und vor allem gütige und barmherzige Menschen sein. So bitten wir im Namen Jesu Amen

Donnerstag, 24. August 2023

Fürbitten 25.8. Meinen NÄCHSTEN kann ich mir nicht aussuchen

 


25.8. 2023 Mt.22.34 Gottesliebe Nächstenliebe  Ja, der NÄCHSTE ist uns oft viel zu nah

Was ist das Wichtigste aller Gebote, wird Jesus heute im Evangelium von einem Schriftgelehrten kritisch gefragt. Immerhin über 600 Gesetze und Vorschriften muss man als frommer Jude einhalten. Aber auch heute in unserer Kirche sieht man oft vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Das heißt, man sieht vor lauter Gesetzesparagrafen nicht, worum es einzig und allein geht: Jesus formuliert es ganz einfach. „Du sollst den Herrn deinen Gott lieben, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken“.  Aber ebenso wichtig ist das zweite Gebot: Du  sollst du deinen Nächsten lieben, wie dich selbst“   Wie einfach könnte das also sein: NUR zwei Gebote. Dabei wissen wir, wie sehr es sich so oft schon bei der Nächstenliebe „spießt“ Bitten wir heute für unsere „Nächsten“:

Bitten wir mit ganzem Herzen für diesen einen „nächsten“ Menschen, dem wir heute am liebsten aus dem Weg gehen würden

Bitten wir für genau diesen einen „nächsten“ Menschen, mit dem wir ein ganz besonderes Problem haben

Bitten wir für diesen einen „nächsten“ Menschen, der uns überfordert und immer wieder zu viel von uns verlangt

Bitten wir im Bereich von Politik und Gesellschaft, dass man auch im Andersdenkenden „den Nächsten“ sehen kann, bitten wir um eine solidarische Gesellschaft, in der kein „Nächster“ ausgegrenzt wird

bitten wir aber auch darum, dass wir uns selbst – ohne Egoismus - „der Nächste“ sind. dass wir in diesem Sinn auch mit uns selbst barmherzig und liebevoll umgehen

 bitten wir um eine Liebe zu Gott, in der wir uns nicht verbiegen und nicht krampfhaft „Opfer“ bringen müssen, sondern um eine Hingabe, die uns glücklich und lebensfroh macht und uns und den Menschen mit uns guttut

Du bist der Gott, den wir mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele, mit unserem ganzen Denken und all unserer Kraft lieben wollen. Hilf uns, dass wir auch füreinander liebevoll da sind, dass uns ein gutes Miteinander gelingt: so bitten wir im Namen Jesu. Amen

 


immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Kommt Zeit - kommt Nix" Graffiti


„Der Mensch wird des Weges geführt, den er wählt“  aus dem Talmud


„Ich bin mir zur Frage geworden“ – mihi questio factus sum   Augustinus


"Neid ist die Angewohnheit,
statt der eigenen Glücksgüter
die der anderen zu zählen." Feuchtersleben


„Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet,
der empfindet gewiss immer zu wenig“. Jean Paul

 

„Um ernst zu sein, genügt Dummheit, während zur Heiterkeit

ein großer Verstand unerlässlich ist“. William Shakespeare

 

„Das Lachen erhält uns vernünftiger als der Verdruss“. Lessing


"Die Entwicklung des andern achten.
Ihn nicht zum Sklaven machen.
Dem anderen seine Talente glauben.
Ihn nicht zum Jasager erziehen.
Dem anderen Lebensraum geben.
Niemanden zum Mitgehen zwingen.
Nachgeben können, ohne verbittert zu sein.
Sich trennen können, bevor der Hass die Seele zerstört.
Großzügig ..
Einander glauben können!" Martin Gutl

 

„Ich sage euch: Man muss noch Chaos in sich haben,
um einen tanzenden Stern gebären zu können“. Friedrich Nietzsche

 

"Geduld ist das Schwerste ..,was lernen sich lohnt. alle Natur, alles Wachstum,...aller Friede, alles Gedeihen und Schöne in der Welt beruht auf Geduld, braucht Zeit, braucht Stille, braucht Vertrauen." Hermann Hesse

 

"Denken ist schwer, darum urteilen die meisten" C.G.Jung


"In jedem von uns steckt eine einmalige Chance,
die niemand stellvertretend für uns ergreifen kann." Erwin Ringel


Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken:
sie beleuchtet immer nur das,
was wir bereits hinter uns haben" Konfuzius

 

Wähle den Weg über die Bäche
und stürze dich nicht gleich ins Meer.
Man muss durch das Leichte
zum Schwierigen gelangen" Thomas von Aquin


"Alter ist eine herrliche Sache,
wenn man nicht verlernt hat,
was anfangen heißt" Martin Buber





Mittwoch, 23. August 2023

Fürbitten 24.8. Was unter die Haut geht

 

Michelangelo, Sixtinische Kapelle

24.8.2023  Hl.Bartholomäus 

Heute ist das Fest des heiligen Bartholomäus – sein Name wird in den Apostellisten der ersten drei Evangelien erwähnt. Höchstwahrscheinlich ist Bartholomäus mit jenem skeptischen Nathanael gleichzusetzen, von dessen Berufung heute im Johannesevangelium erzählt wird. Bartholomäus, so glaubt man, predigte nach dem Tod Jesu in Indien, Mesopotamien, Parthien und Armenien, wo er gemartert wurde (enthauptet oder geschunden und gekreuzigt). Michelangelo, der ihm im Gerichtsbild der Sixtina sein Selbstbildnis gab, lässt ihn die abgeschundene Haut tragen. Das ist ein starkes Bild, ein Bild das „unter die Haut“ geht – bitten wir heute

 

für alle, die ihre eigene Haut retten müssen: wir denken an die Menschen  an Frauen, Kinder, Männer in all den Kriegs-und Krisengebieten unserer Welt, besonders in der Ukraine

 

für all die Menschen, die bis auf die Haut geschunden werden – wir denken an all die Kinder, die für Schwerarbeit missbraucht werden, wir denken an all die Frauen die Opfer von Menschenhändlern sind, wir denken an all die Menschen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen 

 

für alle, die ihre Haut zu Markte tragen müssen - wir denken an die modernen Arbeitssklaven, an Menschen ohne fixe Anstellung, an junge Leute, die oft in den sozialen Medien mehr von sich preisgeben als gut ist

 

für alle, die das Elend der Welt hautnahe spüren und versuchen zu helfen - wir bitten für die vielen humanitären Organisationen und so viele Einzelpersonen, die sich um Andere annehmen

 

wir bitten für alle, die schon abgestumpft oder zynisch geworden sind, denen Elend und Not nicht mehr unter die Haut gehen – dass sie wieder fähig sind, Mitleid zu empfinden

 

und bitten wir für uns alle, dass wir das sind, was man eine „gute Haut“ nennt, Menschen, die in ihrem kleinen Umfeld zu helfen versuchen, so gut es geht.

 

Und bitten wir nicht zuletzt, dass wir als Christen Menschen sind, bei denen man sich mit Haut und Haar wohlfühlen kann. Nathanael-Bartholomäus ist Jesus begegnet, weil ihn sein Freund Philippus zu Jesus mitgenommen hat. Er sagte „Komm und sieh“. Lass auch uns Menschen sein, die andere zu dir mitnehmen

 

Der heilige Bartholomäus wird besonders von den Armeniern hoch verehrt - in Armenien soll er sein Martyrium erlitten haben. Vor mehr als 100 Jahren geschah der türkische Genozid an diesem Volk. Wir bitten für die heute in vielen Länder verstreut lebenden Armenier und wir bitten für alle Menschen, die auch heute aus ethnischen oder religiösen Gründen um ihr Leben fürchten.  Gott, Erbarme dich ihrer, erbarme dich unser: Amen

 

 

 

 

 

Dienstag, 22. August 2023

Fürbitten 23.8. Wir die Reichen - vor unserer Tür die Armen

 


23.8.2023 Mt.19.23 Kamel und Nadelöhr 

 „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Himmelreich kommt“ – dieser Satz heute aus dem Evangelium ist sprichwörtlich geworden. Und ob wir es wollen oder nicht, irgendwie gehören wohl die meisten von uns eher zu den Reichen dieser Welt – verglichen mit der unfassbaren Armut, die es gibt. Es nützt nichts, wenn wir mit dem Finger auf die noch viel Reicheren zeigen. UNS meint Jesus! MICH meint Jesus. Wie können wir helfen, mit dem, was wir haben. Wie kann ICH helfen …. Vor allem das Herz darf nicht hart werden. Bitten wir heute

dass Gott uns Wege zeigt, damit wir als Staat Österreich die richtigen Entscheidungen treffen, wenn es um Hilfe und Solidarität geht,

dass die europäischen Staaten insgesamt auf Humanität und nicht auf Ausgrenzung setzen

dass wir erkennen, dass die Einschränkungen, die wir seit dem Krieg in der Ukraine zu spüren bekommen, auch eine Chance zum Umdenken sein können

dass Gott mir selbst zeigt, wie ich Schwester oder Bruder für die sein kann, die in Not sind

dass ich auch erkenne, dass es nicht nur um Geld geht, sondern auch um Zeit und Aufmerksamkeit und Zuwendung, für die, die mich brauchen

 Gott , mach uns, mach mich frei von der Angst, Andere könnten uns etwas wegnehmen

         mach uns, mach mich frei von der Angst, es wäre nicht genug für Alle da

         Mach uns, mach mich frei von der Angst, andere könnten uns nur ausnützen

 

Die Heilige deren Gedenktag heute in der katholischen Kirche gefeiert wird ist Rosa von Lima, sie ist 1617 in Lima gestorben und gilt als Patronin Lateinamerikas. Bitten wir heute ganz besonders für die Länder Lateinamerikas, die mit schwierigen innenpolitischen Situationen zu tun haben

 

So schau auf unseren guten Willen, Gott – und hilf uns HELFEN. Amen

Montag, 21. August 2023

Fürbitten 22.8. CARPE DIEM - der richtige Moment

 


22.8.2023 Maria Königin Lk.1.26

Heute wieder ein schönes Marienfest - der Gedenktag "Maria Königin". Erst 1954 ist dieses Marienfest eingeführt worden – 7 Tage nach dem viel älteren Fest Maria Himmelfahrt. Fast in allen Religionen gibt es mütterliche Gottheiten – kein Gottes Idee kommt ohne eine weibliche, eine mütterliche Gottheit aus. Im Katholischen ist Maria aber keine Gottheit, keine Göttin. Auch als gedachte „Maria Königin“ ist sie ein Mensch, ein Mädchen aus einem Volk, das auf einen Messias gewartet hat. Im Evangelium heute hören wir die Geschichte von diesem ahnungslosen jungen Mädchen, das durch einen Engel vor eine riesige Entscheidung gestellt wird. Ist sie bereit, ein Kind zu bekommen, in dem Gott selbst als Mensch geboren wird? Ganz nüchtern fragt Maria: „Wie soll das geschehen?“ Dann aber ist sie bereit, sich einfach auf das einzulassen, was auf sie zukommt. „Mir geschehe, was du gesagt hast“ – antwortet Maria dem Engel. Auch wir stehen immer wieder vor Situationen, die uns unbegreiflich sind. Bitten wir heute ganz persönlich:

 

Lass, dass ich im richtigen Moment auf meine innere Stimme höre

dass ich im richtigen Moment spüre, woran ich mich orientieren soll

dass ich im richtigen Moment, den Mut zu einer klaren Entscheidung habe

dass ich im richtigen Moment erkenne, ob und wem ich vertrauen darf,

dass ich im richtigen Moment stark genug bin, „Ja“ zu sagen,  wenn es gut und richtig ist.

dass ich im richtigen Moment aber auch stark genug bin, „Nein“ zu sagen, wenn es nötig ist

dass ich im richtigen Moment annehmen kann, was sich nicht ändern lässt

und dass ich heute und jeden Tag wieder, und in jedem Moment alles in Gottes Hand lege,                 voll Vertrauen und Zuversicht

 

Gott im Himmel, mit unserem Blick auf Maria bitten wir heute ganz besonders für unsere Kinder, unsere Familien, unsere Freunde und für die Menschen überall in der Welt. Um deinen Frieden bitten wir, um Schalom – mach du möglich, wozu wir Menschen scheinbar nicht imstande sind. Im Namen Jesu bitten wir, Amen

 

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Vertrauen Sie denen,
die nach der Wahrheit suchen,
und misstrauen Sie denen,
die sie gefunden haben." André Gide

 

"es geht nicht darum herauszufinden, wer man ist,
sondern wer man wird" Michel Foucault

 

"Nichts ist gefährlicher und seelenmordender als die beständige Beschäftigung mit dem eigenen Wesen und Ergehen, der eigenen einsamen Unzufriedenheit und Schwäche." Hermann Hesse


"Glück heißt,                                                                                                                                                 seine Grenzen kennen und sie lieben" Romain Roland

"gewöhn dich nicht.
du darfst dich nicht gewöhnen....." Hilde Domin

  

„Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen.

Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.“ Albert Camus

 

"Zwei Dinge
sollen Kinder von ihren Eltern bekommen:  
Wurzeln und Flügel" Goethe

 

 

„Auf Dauer nimmt die Seele
die Farben der Gedanken an.“ Marc Aurel

 

„Nicht alles was man zählen kann, zählt auch,
und nicht alles was zählt, kann man zählen.“ Albert Einstein

 

"Das Leben ist die Kunst, mehr Fragen als Antworten auszuhalten"

deutsche Philosophin Christa Runtenberg

 

„Die eigentliche Pflicht ist,

den eigenen Traum zu bewahren“. Amedeo Modigliani

 

„Ich rate, lieber mehr zu können als man macht,
als mehr zu machen als man kann.“ Brecht

 

"Jeder Idiot kann eine Krise meistern;

es ist der Alltag, der uns zermürbt" 

Anton Tschechow





Sonntag, 20. August 2023

Fürbitten 21.8 immer mehr: loslassen, loslassen

 


21.8.2023 Mt.19.16  Wenn du vollkommen sein willst, geh und verkauf deinen Besitz

 „Was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen“, fragt ein junger Mann Jesus heute im Evangelium. Und die Antwort ist eigentlich tröstlich. Sei einfach ein anständiger Mensch. Halte dich an die wichtigsten Gebote für ein gutes Miteinander. Verhaltensregeln, die festgeschrieben sind in den uralten 10 Geboten.  Aber der junge Mann fragt weiter: „was soll ich außerdem noch tun“?Willst du vollkommen“ sein, sagt Jesus, „geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen“. Der junge Mann geht betrübt weg, das kann er wohl nicht. -  auch nur Wenige von uns schaffen das wohl. Aber ein wenig können wir uns einüben ins los-lassen  – jeden Tag immer wieder ein kleines  „Loslassen“ versuchen?   So bitten wir

 

 Lass uns loslassen, was uns einengt und unfrei macht 

Lass uns loslassen, was uns nicht mehr guttut

 

Lass uns loslassen, wenn wir glauben alles selbst machen zu müssen

Lass uns loslassen, wenn wir uns in einen vermeintlichen Erfolg verbeißen

 

Lass uns loslassen, damit auch andere eine Chance bekommen sich zu bewähren

Lass uns loslassen, und uns darüber freuen, wenn andere unsere Arbeit fortsetzen

 

Lass uns loslassen, wenn wir krank sind und unsere Gesundheit in andere Hände legen müssen

Lass uns loslassen, was wir an uns selbst an Wichtigkeit und Bedeutung liebgewonnen haben

 

lass uns all die fixen Vorstellungen loslassen, wie das Leben und die Anderen sein sollten

 

lass uns auch alte liebgewordene Gottes Bilder loslassen,

lass uns alte Rituale loslassen, damit wir dir immer wieder neu begegnen

 

Du guter Gott, so lass uns auch immer weniger Angst haben vor dem letzten Los-lassen – lass uns vertrauen, dass du es bist, der uns auffängt und hält: Heute und morgen und in alle Ewigkeit. Amen

Samstag, 19. August 2023

Fürbitten 20.8. GOTT ist ein GOTT FÜR ALLE

 


20.8.2023 Mt.15.21  es gibt keine "Heiden"

Zwei tiefgreifende Aspekte hat das heutige Evangelium von der sogenannten „kananäischen Frau“. Zunächst wird ein Jesus dargestellt, der erschreckend kaltherzig und abweisend mit einer bittenden Frau umgeht – und das deshalb, weil diese Frau keine Jüdin ist, sondern „Heidin“, wie man damals sagte. Zu ihr, die für ihre Tochter fleht, sagt Jesus zunächst: für Dich bin ich nicht zuständig, du hast einen anderen Glauben, „Es ist nicht recht , das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen“ Eine unfassbare Aussage.  Die Frau aber lässt sich nicht abschütteln und sie ist schlagfertig. Sie sagt „Du hast recht, aber auch die kleinen Hunde bekommen von den Brotresten zu fressen, die vom Tisch ihres Herren unter den Tisch geworfen werden.“ Davon beeindruckt sagt Jesus: „Frau dein Glaube ist groß“ und  von diesem Augenblick an, heißt es im Evangelium, war das Kind der Frau geheilt. 

Es wird also auf der einen Seite die Geschichte einer Heilung erzählt – aber, auf der anderen Seite, macht Jesus selbst  offenbar mit dieser Begegnung eine tiefgreifende Erfahrung: ER, JESUS,    das heißt: der Zuspruch und die Heilung Gottes, ist nicht nur für die Juden da.                      GOTT IST EIN GOTT FÜR ALLE. Schon in der heutigen 1.Lesung beim Propheten Jesaias sagt Jahwe: „mein Haus wird ein Bethaus für alle Völker genannt werden“. Bitten wir heute mit den Worten aus der Litanei von der Gegenwart Gottes 

 

Licht unseres Lebens - Sei hier zugegen,  in unserer Mitte

Lös unsere Blindheit, dass wir dich sehen

 

Mach unsere Sinne wach für dein Kommen

Zeig deine Nähe, dass wir dich spüren

 

Komm und befreie uns damit wir leben

Komm uns zu retten, wie Licht in der Frühe

 

Gott für uns alle heute und morgen

Gib deinen Namen uns, ein Zeichen des Lebens

 

Sei unsere Zukunft, sei unser Vater

Sei hier zugegen lass uns nicht sterben

 

Tu deine Hand auf, so sind wir gesättigt

Send deinen Geist aus, neu uns zu schaffen

 

Für unsere Kinder sei du die Zukunft

Auf dich vertrauen wir auf den Lebendigen

In dieser Stunde, Gott sei uns nahe


Ja, um das bitten wir: Gott sei uns nahe, sei uns ALLEN nahe. So nahe, dass du alles Unvollkommene in uns in Dir zum Ganzen fügen wirst. Amen


 Litanei von der Gegenwart Gottes von Huub Oosterhuis


Freitag, 18. August 2023

Fürbitten 19.8 "Sich entscheiden" - oft gar nicht so einfach

 


19.8.2023 Jos.24.14 entscheidet euch, schafft die falschen Götter ab

So alt auch das „Alte Testament“ ist, immer wieder geht es um Fragen, die wir auch direkt auf unser Leben heute beziehen können. Um „sich richtig entscheiden" geht es etwa in der Lesung heute. „Entscheidet Euch“ – sagt Josua, der Nachfolger Moses zu den Israeliten, die nun endlich im Gelobten Land angekommen sind: „Entscheidet Euch: entweder für unseren Gott, für den EINEN Gott – oder für andere Götter. Entscheidet euch! Schafft die falschen Götter ab“. Auch wir stehen jeden Tag vor Entscheidungen. Woran werden wir uns orientieren? Erkennen wir unsere „falschen Götter“. So bitten wir

 

Dass wir zwischen wichtig und weniger wichtig unterscheiden können - Dass wir klare Entscheidungen treffen, ohne Wenn und Aber

 

dass wir ehrlich zu uns selbst sind und uns nicht einreden, etwas „gut zu meinen“, wenn es weder für uns selbst noch für einen anderen gut ist

 

Dass wir erkennen, wo wir in einer Situation stecken, die uns gar nicht guttut und wo wir entschieden einen Schlusspunkt setzen müssen

 

dass wir nicht wehleidig sind und akzeptieren können, dass uns manche Entscheidungen eine Zeit lang wehtun werden 

 

Dass wir die Konsequenzen unserer Entscheidung abwägen und bereit sind, sie zu tragen - dass wir Verantwortung übernehmen, für das was wir tun

 

 

dass wir Vergangenes ruhen lassen und uns auf Neues ausrichten - dass wir – ohne stur zu sein –       feste Standpunkte im Leben haben

 

Du guter Gott, so bitten wir um die Gnade, im richtigen Moment die richtige Entscheidung zu treffen. Lass uns immer wieder erkennen, wo wir in Gefahr sind, uns „den falschen Göttern“ zuzuwenden – hilf uns, dir zu vertrauen. Amen

Donnerstag, 17. August 2023

Fürbitten 18.8. Bis dass der Tod euch scheidet ??

 




18.8.2023  Mt. 19.3 Wie ist das mit der Ehescheidung

Ein ganz aktuelles Problem wird heute im Evangelium angeschnitten. Wie ist das mit der Ehescheidung?, wird Jesus von Pharisäern gefragt. „Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund wegschicken?“ Nach jüdischem Gesetz gibt es die Möglichkeit einer Scheidung – Jesus aber spricht in seiner Antwort den Idealfall an: „was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen“. Und doch dürfen wir immer davon ausgehen, dass Jesus letztlich immer die Barmherzigkeit über das Gesetz stellt. Bitten wir heute

für alle Paare, die aus einer schwierigen Situation in ihrem Zusammenleben noch keinen Ausweg sehen

für alle Paare, die sich letztlich zu einer Trennung entschlossen haben

für alle, die nach einer Trennung aus Verbitterung und Zorn nicht herausfinden

für alle Kinder, deren Eltern miteinander Probleme haben, dass sie mit dieser Situation und auch mit einer eventuellen Trennung gut fertig werden

für alle Geschiedenen, die einen neuen Partner gefunden haben, dass ihr Neuanfang glückt und sie sich auch in der Kirche angenommen wissen

für alle, die nie eine Partnerschaft eingegangen sind, dass sie es nicht als Verlust in ihrem Leben sehen

für alle Ordensleute und Priester, dass ihre besondere Lebensweise sie erfüllt, dass sie sich selbst treu bleiben können

so bitten wir im Namen Jesu und sind dankbar für alle Männer und Frauen, die, gleich in welcher Konstellation, sich aufrichtig um das Gelingen ihrer Zweisamkeit bemühen. Amen

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Fünf Vorsätze für jeden Tag
Ich will bei der Wahrheit bleiben
Ich will mich keiner Ungerechtigkeit beugen
Ich will frei sein von Furcht
Ich will keine Gewalt anwenden
Ich will in jedem zuerst das Gute sehen" Mahatma Gandhi


„Geh deinen Weg. Geh in deinen Schuhen“ Mönchsvater Johannes


"Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können,
muss man vor allem ein Schaf sein". Einstein


"ERZIEHUNG ist die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend" Mark Twain

 

"Der Mensch besteht eben nicht nur aus Chemie, sondern auch aus ganz viel Sehnsucht"            Christoph Schlingensief

 

" Mach, dass etwas uns geschieht!
Sieh, wie wir nach Leben beben.
Und wir wollen uns erheben
wie ein Glanz und wie ein Lied." Rilke

 

Auf die Irritation kommt es an
Wir sind nicht dazu da
Den Leuten eine Gefälligkeit zu erweisen. Thomas Bernhard

 

"Die Freiheit besteht in erster Linie nicht aus Privilegien, sondern aus Pflichten." Albert Camus

 

"Der Kern des Glücks: der sein zu wollen, der du bist"   Erasmus von Rotterdam.

 

"Man entdeckt keine neuen Erdteile,
wenn man nicht den Mut hat,
alle Küsten aus den Augen zu verlieren." Andre Gide


" Unter Intuition versteht man die Fähigkeit gewisser Leute,
eine Lage in Sekundenschnelle falsch zu beurteilen."  Friedrich Dürrenmatt

 

"Das Herz hat seine Vernunft, die der Verstand nicht kennt". Blaise Pascal


 

Janusz Korczak: KINDERRECHTE
"Das Recht des Kindes auf den heutigen Tag
Das Recht des Kindes, so zu sein, wie es ist."

 

"Mögen wir, wenn wir alt sind, Zeit haben und das Lächeln üben". Gernot Candolini

 

"Jeder Augenblick im Leben ist ein neuer Aufbruch,
ein Ende und ein Anfang,
ein Zusammenlaufen der Fäden
und ein Auseinandergehen" Yehudi Menuhin