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Dienstag, 5. Dezember 2023

Frauen Wünsche an das Christkind ??

 


"Der österreichisch-brasilianische „Amazonas-Bischof“ Erwin Kräutler zeigt sich enttäuscht von den Reformankündigungen von Papst Franziskus. „Er provoziert eine wahnsinnige Hoffnung“, sagte Kräutler im Interview von Kath.ch.

Bei der Amazonien-Synode 2019 hätten viele Bischöfe gefordert, bewährte Männer und Frauen aus entlegenen kirchlichen Gemeinden zu Priestern oder Priesterinnen zu weihen. „Und Papst Franziskus hat es nicht angenommen“, so Kräutler gegenüber dem Partnerportal von Kathpress und der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) – „obwohl er uns Bischöfen zuvor gesagt hat: Macht mir mutige Vorschläge.“ Das mache ihn frustriert und enttäuscht.

„Bei der Synode haben 80 Prozent der Bischöfe für Viri probati und das Frauendiakonat gestimmt“, führte der Bischof aus. Es sei unvorstellbar, dass Papst Franziskus das in seinem Abschlussdokument der Amazonien-Synode mit keinem Wort erwähnt hat.

„Da wird nichts dabei rauskommen“

Der 84-jährige Kräutler gehört zu den bekanntesten Bischöfen Lateinamerikas. Von 1981 bis 2015 leitete er die riesige Amazonas-Diözese Xingu, eine Region, in der viele Katholiken in unzugänglichen Regionen wegen Priestermangels nur einmal im Jahr die Messe feiern können. Pessimistisch äußert sich der Bischof im Interview über den synodalen Prozess der Weltkirche. „Da wird nichts dabei rauskommen“, so Kräutler; „außer Spesen nichts gewesen“. Die drängenden Reformthemen würden dort gar nicht besprochen.

Aus seiner Realität als „Wander-Bischof“ in entlegenen Gegenden berichtete Kräutler, seine Ankunft sei immer ein Fest gewesen. „Ich wurde vom ganzen Dorf verküsst. Und immer wurde mir die Frage gestellt: Wo ist deine Frau?“ Als junger Bischof habe er noch gesagt, dass er nicht verheiratet sei.

„Der Dorfoberste schaute mich komisch an. Er konnte es einfach nicht verstehen. Denn das Konzept Zölibat passt nicht in ihre Lebensrealität“, so der gebürtige Vorarlberger. Später habe er dann gesagt, „dass meine Frau weit, weit weg ist“. Diese Einsamkeit hätten die Dorfbewohner zwar bedauert – „aber immerhin gab es keine komischen Reaktionen mehr“.

„Wir brauchen Frauen – auch in Ämtern“

Dennoch zeigte sich Kräutler auch zuversichtlich für die Zukunft und prophezeite: „Verheiratete Priester kommen zuerst, dann das Frauendiakonat. Priesterinnen werden die nächste Stufe sein.“ Wenn Papst Franziskus sage, dass Frauen nicht zu Priesterinnen geweiht werden dürfen, um sie vor Klerikalismus zu schützen, dann sei das „ein Witz“, so Kräutler: „Die nicht geweihten Männer im Amazonasgebiet sind viel klerikaler als die Frauen, die Gemeinden leiten.“ Er kenne „keine Frau, die Klerikalismus lebt – keine“.

„Wir brauchen Frauen – auch in Ämtern“, betonte Kräutler, und: „Es kann nicht sein, dass uralte Männer eine Theologie der Frau entwerfen.“ Ein nächster Papst könne es vielleicht schaffen, einen „Frühling für die Kirche“ zurückzubringen, wie er ihn als junger Mann beim Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) erlebt habe, so der 84-Jährige. Jedenfalls könnten ein Nachfolger und die Kirche nicht hinter die Ansätze zurück, die Papst Franziskus eingeleitet habe.

Wieder in Brasilien

Kräutler äußerte sich vor seiner Rückkehr nach Brasilien im österreichischen Koblach. In seiner Heimat in Vorarlberg hatte er die vergangenen zwei Jahre verbracht. Kräutler wirkte unter anderem als Mitautor an der Umwelt- und Sozial-Enzyklika „Laudato si“ (2015) von Papst Franziskus mit.

Als Bischof setzt er sich für die Rechte von Indigenen, Kleinbauern und -bäuerinnen und Landlosen sowie für den Schutz des Regenwaldes ein. Öffentlich prangert er politische und soziale Missstände an. 2010 erhielt er dafür den Alternativen Nobelpreis. Sein Engagement brachte Kräutler wiederholt ins Visier von Wirtschaftsbossen und Landräubern."

Sonntag, 18. Dezember 2022

Happy Chanukka - gesegnetes Chanukka 18. -26.12

 

Ab heute Abend - acht Tage lang - feiern Juden weltweit das Chanukka Fest.

Es ist ein fröhliches und familiäres Fest. In diesen Tagen werden keine Trauerreden gehalten und es wird auch nicht gefastet.

Man feiert ein "Fest der Freiheit" - die  Erinnerung an den Sieg der Juden in den Unabhängigkeitskämpfen gegen die Seleukiden, etwa 2.200 Jahre vor unserer Zeitrechnung.

Deren König Antiochos IV (175–163 v. Chr) hatte versucht, im Land gewaltsam eine kulturelle und insbesondere religiöse Einheit herzustellen. Der Befehl an die Juden, am griechischen Opfer-Kult teilzunehmen, stieß auf breite Ablehnung und Widerstand. Viele Juden ließen sich – in der Hoffnung auf ein Weiterleben bei „ihrem“ Gott – lieber töten, als ihrer Religion abzuschwören. Schließlich kam es zum bewaffneten Widerstand, einem Guerillakrieg, den der Priester Mattatias mit seinen Söhnen anführte. Sie eroberten den Tempel zurück und Judas der Makkabäer errang letztlich einen großen Sieg über die Seleukiden.

„Chanukka“ ist hebräisch und bedeutet „Einweihung“. Es wird die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem gefeiert, am Ende des jüdischen Aufstandes, und eine der zahlreichen Chanukka-Legenden erzählt von einem einzigen Fläschchen mit reinem Öl, das die Griechen nicht entweiht hatten und das, obwohl die Menge nur für einen Tag ausreichte, durch ein Wunder acht Tage brannte. In Erinnerung daran werden die  Chanukka-Kerzen angezündet, jeden Tag eine mehr…

Am Chanukka Leuchter sind aber meist 9 Kerzen - mit der mittleren werden die übrigen anderen entzündet  (Foto Miram Brownstein) 

Bei Chanukka geht es auch um das öffentliche Bekenntnis zum Judentum, denn der Chanukka-Leuchter, die Chanukkia, soll so im Fenster aufgestellt werden, dass man von außen sehen kann, dass hier Juden leben. Zeitpunkt des Anzündens ist nach Einbruch der Dunkelheit. Die Lichter werden von rechts nach links aufgestellt, aber von links beginnend entzündet. Dabei werden auch Gebete gesprochen, Lieder gesungen und die Chanukka-Geschichte erzählt.

Heute Abend wird beim Entzünden des Chanukka Lichts unter anderem dieses Gebet gesprochen

BARUCH ATA ADONAJ - ELOHEIJNU MELECH HA’OLAM

SCHEHECHEJANU WEKIJMANU - WEHIGI’ANU LASMAN HASE

Gelobt seist Du, Ewiger, unser G’’tt, König der Welt, der uns leben ließ und uns erhalten hat und uns diese Zeit erreichen ließ

 

Für Kinder ist Chanukka besonders aufregend, 

es ist ähnlich wie Weihnachten. 

Sie bekommen jeden Abend ein kleines

 Geschenk. 

Oft gibt es statt eines Geschenks auch ein wenig

Geld, von dem sie einen Teil einem guten Zweck

spenden sollen.






Montag, 3. Dezember 2018

Happy Chanukka

Unsere jüdischen Freunde feiern in diesen Tagen 
"unseres" Advents das Chanukka Fest. 
Auch Chanukka ist ein LICHTER-Fest. Gefeiert wird es heuer von den Juden weltweit vom 2.12 bis 10.12
Es ist ein fröhliches und familiäres Fest. In diesen Tagen werden keine Trauerreden gehalten und es wird auch nicht an ihnen gefastet. 
Man feiert ein "Fest der Freiheit" - die  Erinnerung an den Sieg der Juden in den Unabhängigkeitskämpfen gegen die Seleukiden, etwa 2.200 Jahre vor unserer Zeitrechnung.
Deren König Antiochos IV (175–163 v. Chr) hatte versucht, im Land gewaltsam eine kulturelle und insbesondere religiöse Einheit herzustellen. Der Befehl an die Juden, am griechischen Opfer-Kult teilzunehmen, stieß auf breite Ablehnung und Widerstand. Viele Juden ließen sich – in der Hoffnung auf ein Weiterleben bei „ihrem“ Gott – lieber töten, als ihrer Religion abzuschwören. Schließlich kam es zum bewaffneten Widerstand, einem Guerillakrieg, den der Priester Mattatias mit seinen Söhnen anführte. Sie eroberten den Tempel zurück und Judas der Makkabäer errang letztlich einen großen Sieg über die Seleukiden. 


(Foto li Miriam Bronstone)

„Chanukka“ ist hebräisch und bedeutet „Einweihung“. Es wird die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem gefeiert, am Ende des jüdischen Aufstandes, und eine der zahlreichen Chanukka-Legenden erzählt von einem einzigen Fläschchen mit reinem Öl, das die Griechen nicht entweiht hatten und das, obwohl die Menge nur für einen Tag ausreichte, durch ein Wunder acht Tage brannte. In Erinnerung daran werden die  Chanukka-Kerzen angezündet, jeden Tag eine mehr…
Am Chanukka Leuchter sind aber meist 9 Kerzen - mit der mittleren werden die übrigen anderen
entzündet.



Bei Chanukka geht es auch um das öffentliche Bekenntnis zum Judentum, 

denn der Chanukka-Leuchter, die Chanukkia, soll so im Fenster aufgestellt werden, dass man von außen sehen kann, dass hier Juden leben. Zeitpunkt des Anzündens ist nach Einbruch der Dunkelheit. Die Lichter werden von rechts nach links aufgestellt, aber von links beginnend entzündet. Dabei werden auch Gebete gesprochen, Lieder gesungen und die Chanukka-Geschichte erzählt.


Chanukka ist ein fröhliches Familienfest. Gemeinsam werden vor allem in Öl gebackene Speisen wie Kartoffelpuffer und Krapfen gegessen. Die Kinder bekommen Süßigkeiten oder Chanukka-Geld geschenkt. So wünschen wir von Herzen:







Montag, 19. März 2018

19.3. - von Mann zu Mann....



Heute am Tag des heiligen Josef
Markus Hofer, der Leiter des Männerbüros der Diözese Vorarlberg, hat ihm geschrieben.

"Lieber Josef, 

eigentlich hast Du für mich bislang keine große Rolle gespielt. 
Irgendwann bin ich aber auf diese alten Weihnachtsbilder gestoßen und da ist mir etwas aufgefallen. Bis gegen Ende der Gotik wiederholt sich dasselbe Muster. Im Zentrum steht die Mutter Gottes mit ihrem Kind, eingerahmt durch die Geburtsgrotte oder später einen Holzstall. Und Du sitzt immer irgendwo weit ab davon, meist den Kopf in die Hände gestützt. Du machst den Eindruck, als ob Du nicht wüsstest, was Du da eigentlich verloren hast. Es scheint, als ob Du mit dem Ge-schehen nichts zu tun hast, nichts zu tun haben darfst. Manchmal schaust Du resigniert zur Erde, manchmal ebenso resignierend zur Mutter hinauf.
In unserer kirchlichen Tradition warst Du nur wichtig, wenn es um das Arbeiten und Nähren ging. Ist das nicht ein Bild für Männer, das heute noch in Kirche und Gesellschaft am Werk ist? Sind diese Bilder von Dir nicht auch Bilder dafür, wie die Kirche heute noch die Männer gerne hätte? Brav und folgsam, pflichtbewusst und duldend und nicht zu sehr auf Sex bedacht? Ich weiß nicht, ob Du das mitgekriegt hast, aber die kirchliche Beichtpraxis behandelte Männer lange als sexuelle Triebwesen, denen der Beichtvater zwar ein gewisses joviales Verständnis entgegenbrachte, solange er sein Tun nur regelmäßig beichtete, was dann zunehmend immer weniger taten.
Hat in unserer Kirche eine umfassend männliche Perspektive überhaupt Platz? 
Übertragen stehen doch heute noch im Mittelpunkt die Mutter Kirche und ihre zölibatären Lieblingssöhne. Dabei meinen viele, sie hätten es mit einer Männerkirche zu tun. Es geht aber um die Kleriker und nicht um Männer wie Du und ich. Wir spielen da schon lange keine Rolle mehr. In Deinen Litaneien ist die Rede vom gerechten, keuschen, gehorsamen, getreuen und starkmütigen Josef. Das sind schöne Eigenschaften, aber es fehlt eben viel von dem, weswegen Männer sich für männlich halten. Männer möchten stark und mutig und nicht nur starkmütig sein! 
Da stellt sich die Frage, ob ganze Männer in der Kirche überhaupt gefragt sind. Männer schätzen das Gefühl, wichtig zu sein und haben deshalb Probleme, wenn sie nur gehorchen dürfen. Sie hoffen insgeheim, dass Gott sie liebt, auch wenn sie nicht nur 'klein und gering' sind und möglichst auf Sex verzichten wie der gute (arme) Josef. Nimm das bitte nicht als Spott, Josef, vielmehr beginne ich langsam, mich an Dir aufzurichten.
Lieber Josef, wie wäre es, wenn Du Dich als Patron für uns Männer stark machst? Ich bin überzeugt, Du weißt aus Deiner eigenen Erfahrung wofür: dafür, dass wir aufstehen und uns einmischen, dass wir ins Bild gehen und unsere Verantwortung wahrnehmen, dass wir unseren Mann stellen und das Kind in den Arm nehmen."  




Dienstag, 16. Januar 2018

17.1. 2018 Tag des Judentums ökumenisches Schuldbekenntnis


Aus dem Gottesdienstvorschlag 
des Ökumenischen Rats der Kirchen in Österreich

Schuldbekenntnis
Barmherziger Gott, wir bekennen vor dir,
dass wir uns als Kirchen schuldig gemacht haben an deinem Volk Israel.
Wir bekennen, dass Christinnen und Christen auch heute nicht wachsam genug sind,
wenn Menschen wegen ihrer jüdischen Herkunft oder ihres Glaubens angefeindet und verachtet werden.
Wir haben uns gerne die Gaben deines Volkes angeeignet –
das Alte Testament, deinen Bund, den Gottesdienst und die Verheißungen –,
aber mit ihm selbst wollten wir keine Gemeinschaft haben.

Mit tiefem Schmerz sehen wir die lange Spur an Blut und Tränen,
an namenlosem Leid und Tod durch die Jahrhunderte, die Christen verursacht haben.
Wir bitten dich um dein Erbarmen und deine Vergebung.

Auch heute noch sind viele deiner Christinnen und Christen mit Blindheit geschlagen,
sodass sie nicht sehen, was du an deinem Volk und damit an allen wirken willst.
Öffne uns die Augen für das Geheimnis deiner Wege.
Wir bitten dich um dein Erbarmen und deine Vergebung.

Stille
L:
Wo Schuld bekannt wird, ist Vergebung zugesagt.
Hört die frohe Botschaft der Vergebung, die Gott uns durch die Worte des Propheten zusagt:
„Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.“ (Jes 1,18)
Alle: Amen

Gebet
Gott unser Vater, du hast die Welt erschaffen,
du hast gegenüber Noa für immer deine Treue zur Schöpfung bekräftigt.
Du hast dein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit
und hast ihm Erlösung geschenkt.
Du hast dein Volk erwählt, ihm deine Gebote gegeben
und mit ihm einen Bund geschlossen.
Dieser Bund hat ewig Bestand.
Du bist der Gott Abrahams und Saras,
der Gott Moses’ und Mirjams, der Gott Davids und Salomos,
der Gott von Ester, Judit und Rut, der Gott Jesu und seiner Mutter Maria.
Wir danken dir,
dass dein Volk und auch wir
heute an deinen Heilstaten teilhaben dürfen,
die du an diesen Vätern und Müttern des Glaubens
und an ganz Israel für alle Völker geoffenbart hast.
Von Jerusalem kommt deine Weisung zum Leben,
vom Zionsberg sprichst du Recht,
unter deinem Gericht stehen alle Völker.
Führe und begleite uns auf diesem Weg
und gib uns Klarheit,
mit Israel das Licht deiner Weisung zu erkennen
und deinen heiligen Willen zu tun.
Amen.




Dienstag, 12. Dezember 2017

Happy Chanukka


Ab heute Abend - acht Tage lang - feiern Juden weltweit das Chanukka Fest.
Es ist ein fröhliches und familiäres Fest. In diesen Tagen werden keine Trauerreden gehalten und es wird auch nicht an ihnen gefastet.
Man feiert ein "Fest der Freiheit" - die  Erinnerung an den Sieg der Juden in den Unabhängigkeitskämpfen gegen die Seleukiden, etwa 2.200 Jahre vor unserer Zeitrechnung.
Deren König Antiochos IV (175–163 v. Chr) hatte versucht, im Land gewaltsam eine kulturelle und insbesondere religiöse Einheit herzustellen. Der Befehl an die Juden, am griechischen Opfer-Kult teilzunehmen, stieß auf breite Ablehnung und Widerstand. Viele Juden ließen sich – in der Hoffnung auf ein Weiterleben bei „ihrem“ Gott – lieber töten, als ihrer Religion abzuschwören. Schließlich kam es zum bewaffneten Widerstand, einem Guerillakrieg, den der Priester Mattatias mit seinen Söhnen anführte. Sie eroberten den Tempel zurück und Judas der Makkabäer errang letztlich einen großen Sieg über die Seleukiden. 
„Chanukka“ ist hebräisch und bedeutet „Einweihung“. Es wird die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem gefeiert, am Ende des jüdischen Aufstandes, und eine der zahlreichen Chanukka-Legenden erzählt von einem einzigen Fläschchen mit reinem Öl, das die Griechen nicht entweiht hatten und das, obwohl die Menge nur für einen Tag ausreichte, durch ein Wunder acht Tage brannte. In Erinnerung daran werden die  Chanukka-Kerzen angezündet, jeden Tag eine mehr…
Am Chanukka Leuchter sind aber meist 9 Kerzen - mit der mittleren werden die übrigen anderen
entzündet.

(Foto re Miriam Brownstone)


Bei Chanukka geht es auch um das öffentliche Bekenntnis zum Judentum, 
denn der Chanukka-Leuchter, die Chanukkia, soll so im Fenster aufgestellt werden, dass man von außen sehen kann, dass hier Juden leben. Zeitpunkt des Anzündens ist nach Einbruch der Dunkelheit. Die Lichter werden von rechts nach links aufgestellt, aber von links beginnend entzündet. Dabei werden auch Gebete gesprochen, Lieder gesungen und die Chanukka-Geschichte erzählt.

Heute abend wird beim Entzünden des Chanukka Lichts unter anderm dieses Gebet gesprochen

BARUCH ATA ADONAJ
ELOHEIJNU MELECH HA’OLAM
SCHEHECHEJANU WEKIJMANU
WEHIGI’ANU LASMAN HASE

Gelobt seist Du, Ewiger, unser G’’tt, König der Welt, der uns leben ließ und uns erhalten hat und uns diese Zeit erreichen ließ


https://www.youtube.com/watch?v=fcXj8Qt76mQ

Donnerstag, 28. September 2017

ENGEL - gibt's die???


In der katholischen Kirche feiert man heute das Fest der 
DREI ERZENGEL
MICHAEL  GABRIEL  RAPHAEL 
ENGEL spielen aber auch bei Juden und Moslems eine große Rolle.

Die Engel der Bibel sind aber nicht „niedlich und herzig“. Sie haben mit den Kitschengerln wie wir sie in allen Variationen kennen, nichts zu tun. Ganz im Gegenteil: 
Engel, wenn von ihnen im Judentum, im Christentum oder im Islam berichtet wird, machen zunächst eher Angst. Sie sind Boten – Angelos - Boten Gottes, sie bringen eine Nachricht – und in ihren Namen spiegelt sich etwas von dem, der sie schickt. 



Für den Kirchenlehrer Augustinus war der Begriff ENGEL die Bezeichnung einer Aufgabe, nicht die eines Wesens. 
Nach kirchlicher Lehre zeigt Gott in Engeln den Menschen seine Nähe.

Michael (hebr. מִיכָאֵל) heißt übersetzt: Wer ist wie Gott?
In den Geschichten der jüdischen Bibel war es der Erzengel Michael, der Adam und Eva mit dem Schwert aus dem Paradies trieb und den Lebensbaum im Garten Eden bewachte.  Michael gilt aber auch als Engel der Befreiung, der Engel, der den Drachen besiegt, er ist auch der Engel auf Seiten der Armen
er ist der Engel der Gerechtigkeit, er ist der Engel mit der Waage: er wird als guter Begleiter ins Jenseits gesehen und Michael ist der Engel mit der Posaune, der auferweckt zum Jüngsten Tag.
Der Erzengel Gabriel bringt Maria die Botschaft, dass sie Mutter des Gottessohnes werden wird. Außerdem nennt die Überlieferung ihn als den Engel, der dem Zacharias die Geburt seines Sohnes Johannes des Täufers verheißt, Josef im Traum erscheint sowie in der Heiligen Nacht zu den Hirten spricht. 
Gabriel (hebr. גַּבְרִיאֵל) heißt übersetzt: Gott ist Kraft.
Die Figur des Erzengels Raphael ist eng an die Geschichte des Tobias (Tob 5,4-12,22) im Alten Testament geknüpft. Rafael begleitet den Sohn des blinden Vaters Tobit auf einer gefährlichen Reise, wo er ihm dabei hilft, Sara zur Frau zu bekommen und eine Möglichkeit zu finden, seinen Vater von der Blindheit zu heilen. Verbunden mit seiner Rolle als Reisebegleiter des Tobias ist Rafael unter anderem Patron der Pilger und Reisenden. Rafael (hebr. רְפָאֵל) heißt übersetzt: Gott heilt. 
Geflügelte Götter oder Dämonen gab es schon bei den Ägyptern, Babyloniern, Assyrern, Persern, Griechen und Römern. Bei den Babyloniern verteidigte ein geflügelter Gott den geordneten Kosmos gegen das Chaos - ein Motiv, das beim Erzengel Michael wieder auftaucht. Der griechische Gott Hermes - römisch: Merkur - sollte Reisende schützen und glückliche Gemeinschaft stiften und kommt damit der Funktion von Raphael nahe.

Bild: Francesco BotticiniErzengel Michael, Raphael und Gabriel, 1470

Auch im Judentum spielen Engel eine ausschlaggebende Rolle. Jeder Engel hat nur eine bestimmte Aufgabe, für die ihn Gott geschickt hat. Daher kommt auch die hebräische Bezeichnung für Engel, »Malach«, was mit »Gesandter« übersetzt wird. Was mit der jüdischen Vorstellung von Engeln nicht vereinbar ist, ist die Idee, dass ein Engel gegen Gott rebellieren kann. Denn jeder Engel muss seine bestimmte Aufgabe erfüllen. Sich zu verweigern ist für einen Engel unmöglich, da er gar keinen freien Willen besitzt. Der freie Wille ist ein Privileg, das ausschließlich dem Menschen geschenkt wurde. Genau wie ein Menschenname das Wesen seines Trägers repräsentiert, zeigen die Namen der Engel ihre Aufgabe in dieser Welt. So soll der Engel Rafael Genesung bringen (Refua bedeutet »Heilung« auf Hebräisch). Die Engel Gawriel und Michael dagegen repräsentieren Bestrafung und die Gnade des Allmächtigen (Gevura heißt »Stärke«; Mechila bedeutet »Vergebung«).


Die jüdische Bibel erzählt auch von Engeln, die in der Gestalt von Menschen wichtige Dinge verkünden oder vor einem Unglück warnen. Auch Abraham und Jakob begegnen in der Bibel Engeln in Menschengestalt. An anderer Stelle ist von einem Esel die Rede, der einen rettenden Engel schon vor den Menschen erkannte. 
Die Cherubim und Seraphim sind ebenfalls bekannte Engel. 
Sie sind so etwas wie der Hofstaat Gottes. Alle Engel bilden gemeinsam ein Heer. Darum trägt Gott auch den Namen Zebaoth. Das bedeutet „Herr der Heerscharen“.

Bild: Der Erzengel Gabriel erscheint dem Zacharias. Illustration aus Das Stundenbuch des Herzogs von Berry (1410–1489)

Von einer sehr praktischen Bedeutung ist die Aussage jüdischer Weisen, dass jeder Mensch in der Lage ist, Engel zu erschaffen. Jede gute Tat von uns schafft einen guten Engel, der nach unserem Ableben unser Fürsprecher vor dem Richter aller Richter sein wird. Jede schlechte Tat hingegen schafft böse Engel, die später gegen uns aussagen werden.

IM ISLAM ist der Glaube an die Engel  einer der sechs Glaubensartikel .

Der Koran hebt vier Engel mit besonderen Aufgaben hervor, wobei Dschabrail/Dschibril (Gabriel) und Mikail (Michael) auch namentlich genannt werden:

  • Der Todesengel (malak al-maut), unter Berufung auf die jüdisch-christliche Tradition gelegentlich auch als Azrael bezeichnet. Er ruft im Auftrag Gottes die Seelen der Menschen ab, wenn ihre Todesstunde da ist.
  • Israfil ist der Engel des Jüngsten Gerichts indem er in die Posaune stößt; mit dem zweiten Posaunenstoß bewirkt er die allgemeine Auferstehung. 
  • Dschabrāʾīl oder Dschibrīl, der Übermittler der göttlichen Weisheit; entspricht Gabriel in der jüdischen und christlichen Überlieferung Wenn im Koran der „Geist Gottes“ erwähnt wird, beziehen viele Ausleger diese Aussagen auf den Engel Gabriel.
  • Mikail, der Engel der Naturereignisse; entspricht Michael in der jüdischen und christlichen Überlieferung
Bild: Israfil bläst das Horn zum Jüngsten Gericht (Irak, 1280)

Die Engel wurden vor den Menschen erschaffen – aus göttlichem Licht. In dieser Gestalt können nur die Propheten sie sehen. Sie können aber nach Gottes Befehl auch Menschengestalt und andere Formen annehmen. Besonders in Menschengestalt sind sie verschiedenen Menschen erschienen, z. B. Abraham, Lot, Zacharias und Maria. Es gibt unzählig viele Engel. Sie essen, trinken und schlafen nicht und sind weder männlich noch weiblich. Am Tag des Gerichts werden die meisten von ihnen wie die Menschen sterben, nach dem zweiten Posaunenton aber wieder auferweckt, um ihren Auftrag zu erfüllen. Sie sind sündlos und ohne Neigung zum Bösen. Sie preisen ihren Schöpfer unablässig bei Tag und Nacht und vollbringen alles, was ihnen befohlen wird 



Die evangelische Pastoralpsychologin Ellen Stubbe hat im Anschluss an den englischen Kinderanalytiker Donald Winnicott Engel als Übergangsobjekte und Übergangsphänomene in der Erlebniswelt des Kindes bezeichnet: zwischen der äußeren Umwelt und der inneren Gefühlswelt werde somit Überwindung von Ängsten und schwierigen Gefühlen und das Vertrauen auf Sicherheit und Geborgenheit möglich. Wenn innerer oder äußerer Zerfall drohe, könnten sie das brüchige Ich zusammenhalten. Engel wirken zum einen in einer Hilfestellung zum Aufbau eines Selbst, zum anderen in der Bewahrung eines vorhandenen Selbst. 


Infos: https://www.heiligenlexikon.de/Glossar/Engel.html                                                   http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15709        www.orientdienst.de

Samstag, 10. Juni 2017

Die Heilige Geistin von Urschalling

eine Bildmeditation von Kapuziner Pater Pius Kirchgessner, 


http://www.pius-kirchgessner.de/07_Bildmeditationen/3_Pfingsten/Dreifaltigkeit.htm

"In dem kleinen oberbayrischen Ort Urschalling, der Teil der Markt-Gemeinde Prien am Chiemsee ist, gibt es ein kunsthistorisch bedeutsames kleines und nahezu unverändertes, romanische Kirchlein, das dem Apostel Jakobus geweiht ist. Das Westjoch wurde um 1160 auf dem Unterbau eines Wehrturmes erbaut, der östliche Anbau entstand etwa um 1200 als Station auf dem Jakobusweg. Das Kirchlein besitzt eine figurenreiche Wand- und Deckenbemalung, Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Mitte des 16. Jahrhunderts wurden sie überdeckt und tauchten erst 1923 durch Zufall wieder auf als im Zuge einer aufwändigen Renovierung der Innenputz abgeklopft wurde. Zum Vorschein kam ein Freskenzyklus, der in seinem Erhaltungszustand und in seiner Qualität in ganz Süddeutschland einmalig ist.

Ein Fresko zeigt im Zwickel des Chorgewölbes zwischen zwei Bögen die heilige Dreifaltigkeit. Der Maler, der dieses Bild geschaffen hat, war vielleicht kein großer Künstler aber er hatte eine originelle Idee.
Um auszudrücken, dass sich Gott nicht nur auf verschiedene Weise den Menschen zeigt, sondern auch in sich Fülle und Vielfalt enthält, hat er eine Figur mit drei Köpfen bzw. Gesichtern und drei Oberkörpern entworfen. Nach unten zu, wo sich die Gewölberippen treffen, verschmelzen jedoch die drei Körper zu einem einzigen, was auf die Einheit der drei göttlichen Personen hinweisen will.



Leicht zu identifizieren ist rechts Gottvater (mit weißem Haupthaar und Bart) und links Gottsohn (mit dunklem Haar und Bart, umhüllt mit demselben weißen Mantel den der Vater trägt). Beide wenden sich halb zur Mitte und lassen aus sich eine dritte Gestalt hervorgehen, den heiligen Geist.
Oder soll man besser sagen die „heilige Geistin“?
Denn das Besondere und Ungewöhnliche an dieser Darstellung ist nicht das menschliche Antlitz, das Besondere ist eher, dass diese Gestalt klar als Mädchen oder Frau zu erkennen ist mit weiblichem Gesicht, bartlos und rund, freundlich und jugendlich wirkend, mit langem hellbraunem Haar und roten Wangen.
Die Gesichter der drei Gestalten veranschaulichen drei Lebensabschnitte des Menschen: links das Mannesalter, rechts das Greisentum, in der Mitte die Jugend.


„Lasst uns den Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich.
Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie“ (Gen 1, 26 - 27).

Daran mag der Maler gedacht haben, als er die drei Lebensalter in die Gesichter der drei göttlichen Personen legte und gleichzeitig ein weibliches Gesicht für die heilige Geistkraft malte. Alle drei Köpfe sind mit jeweils einem Heiligenschein versehen. Die drei Heiligenscheine gehen ineinander über. Jeder Heiligenschein enthält nur einen Teil des Kreuznimbus. Die drei Köpfe werden so durch die drei Balken eines einzigen Kreuzzeichens verklammert. Wenn man alle drei Heiligenscheine zusammenschiebe, käme der in der Kunst für Christus übliche Kreuznimbus zustande. Ebenfalls ein Hinweis auf die Einheit in der Verschiedenheit von Vater, Sohn und Geist.

Weiter fällt auf, dass die Gesamtgruppe nur zwei Hände hat.
Die beiden Hände, eine groß (männlich?), die andere zartgliedrig (weiblich?) weisen nach innen in die Mitte.
Drei Personen mit nur zwei Händen! Durch die Verschiedenheit der beiden Hände wird die Verschiedenheit der göttlichen Personen angedeutet, aber zugleich auch, dass es sich um ein Wesen handelt, denn sonst müssten es sechs Hände sein.

Alle drei Personen tragen dasselbe dunkelrote Untergewand, das bei der mittleren Gestalt unterhalb der Brust in Falten gestrafft ist.
Der weiße Mantel umhüllt alle drei. Doch er öffnet und schließt sich und öffnet sich noch einmal nach unten hin.

Auffällig ist auch das Weiblichkeitssymbol im Faltenwurf zu Füßen der mittleren Gestalt, eine deutliche Darstellung des Schoßes, trickreich aus den Falten der Gewänder von Vater und Sohn gebildet. Ein Hinweis auf Leben und Fruchtbarkeit.

Das Dreifaltigkeitsfresko von Urschalling ist ein Bild, an das man sich erst gewöhnen muss. Gleichzeitig fasziniert es.

Wollte der Maler – seiner Zeit weit voraus – deutlich machen, dass es im Wesen Gottes nicht nur männliche, sondern auch weibliche Eigenschaften gibt?
Man denkt unwillkürlich an das berühmte Wort von Papst Johannes Paul I.: „Gott ist nicht nur Vater, vielmehr ist er auch Mutter.“

Sicher hat der Künstler im 14. Jahrhundert nichts von Emanzipation, Feminismus, Frauenquote und Geschlechterkampf gewusst. Die Rolle der Frau war im Mittelalter klar umschrieben. Und diese Rolle war alles andere als frauenfreundlich. Dennoch hat es sich der Künstler nicht nehmen lassen, den Heiligen Geist als Frau zu malen.

Es scheint, dass der Maler des Bildes sich nicht nur auf sein Handwerk verstand, sondern auch das hebräische Wörterbuch kannte. Denn im biblischen Originaltext, der ja in der hebräischen Sprache verfasst wurde, wird der Heilige Geist „Ruach“ genannt.
Und „Ruach“ ist im Hebräischen (zwar nicht durchgehend, aber doch meist) Femininum, also mit dem weiblichen Artikel versehen: die Ruach, so weiblich wie die Mutter, die Schwester oder die Gefährtin.
Aber nicht nur grammatikalisch ist „Ruach“ weiblich, auch die Vorstellung ihres Wirkens in der Welt entstammen dem Erfahrungsbereich von Frauen:
Die Ruach schwebt (F. Stier übersetzt „brütet“) über dem Wasser.
Sie ist die Kraft, die schon bei der Schöpfung am Anfang der Bibel wirksam war. Sie schafft („gebiert“) das Leben.
Sie inspiriert, motiviert, bewegt und fördert es.
Sie lässt den Menschen atmen, leben, handeln.



Diese Tradition findet sich auch im Neuen Testament, wenn etwa Jesus dem Nikodemus erklärt, dass der Mensch „neu geboren werden muss aus dem Geist“, um in Gottes Reich zu gelangen  (Joh 3, 3f).
Etwas davon drückt sich auch heute noch darin aus, wenn wir Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes, als „Geburtsfest“ der Kirche bezeichnen.

Gottes Geist: die Liebe und die Güte – die Zuwendung – die Glut, die uns im finsteren Tal und in der kalten Nacht des Lebens wärmt und uns schützend umgibt – die Stimme, die uns ruft, die uns mit ihrer Weisheit begleitet und uns die Richtung weist.

Wir kommen mit unserer Sprache an die Grenzen des Sagbaren.
Doch der Maler, der vor 600 Jahren dieses Bild gemalt hat, er kommt uns zu Hilfe. Er sagt uns auf seine Weise: Stellt euch die Liebe und die Güte, die Weisheit und die Herrlichkeit Gottes nicht einseitig, nicht nur männlich vor. Gott hat auch weibliche Züge.

Das Deckenfresko in Urschalling war ein mutiger Schritt, die weibliche Seite Gottes buchstäblich ins Zentrum zu rücken.
Die „Heilige Geistin“ bildet hier die Mitte der Trinität und weist hin auf die Seite in Gott, die neues Leben gebiert. Es ist die Seite Gottes, die treffend besungen wird: „Komm, heilger Geist, der Leben schafft, erfülle uns mit deiner Kraft. Dein Schöpferwort rief uns zum Sein, nun hauch uns Gottes Odem ein.“

Bei aller Betonung des Weiblichen in Gott soll das allerdings auch nicht dazu führen, das Männliche, das lange Zeit überbetont war, gegen das Weibliche auszutauschen.
Eigentlich ist Gott weder Mann noch Frau, sondern er ist Gott!
Gott kann weder durch sein Mann-Sein noch durch sein Frau-Sein definiert werden, sondern nur durch sein Gott-Sein!


Er lässt sich nicht festnageln auf ein Merkmal, auf einen Wesenszug, auf eine Eigenschaft. Gott ist „alles in allem“.
Es sind gerade die vielfältigen Erscheinungen Gottes in der Geschichte des Menschen mit seinem Gott, von denen uns die Trinität erzählt:
Gott als Vater und Mutter, als Schöpfer und Ruach (Geisteswehen) von Anbeginn der Welt spürbar.
Er spricht zu uns als Bruder, Freund, Geliebter, als Heiland und Erlöser in den Erzählungen des Neunen Testamentes.
Und er ist, solange es Menschen gibt, in uns, betet in uns, wirkt in uns als Heiliger Geist. Er wohnt ins uns und ist in unserem Leben erfahrbar, wo wir uns für ihn öffnen, uns von ihm durchdringen und uns von seinem Licht und seiner Kraft, von seiner Freude und Liebe erfüllen lassen.

„Von ihm und durch ihn und zu ihm hin sind alle Dinge“ (Röm 11, 36). – „In ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir“ (Apg 17, 28). – „Gottes Liebe ist ausgegossen in unseren Herzen durch den Geist, der uns gegeben ist“ (Röm 5, 5).

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