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Montag, 31. Juli 2023

Fürbitten 1.8. Wo Gott wohnt ?

 



1.8.2023 Ex.33.7. Gottes Wohnung unter uns  

Die Lesungen der vergangenen Tage – wenn sie nicht durch besondere Gedenktage unterbrochen sind - erzählen vom Auszug der Israeliten aus Ägypten, von ihrer wunderbaren Errettung beim Durchzug durch das Rote Meer, von Moses, der von Gott selbst die 10 Gebote erhält – die Lesungen erzählen aber auch vom Unglauben der Israeliten, vom Tanz um das goldene Kalb, von den Zweifeln, ob Gott wirklich helfen wird. Immer wieder verzeiht Gott diesem „störrischen Volk“, wie er es nennt – und heute hören wir, wie Mose Gott einen Wohnplatz schafft. Ein Zelt mitten unter seinem Volk. Gott lässt sich unter den Menschen nieder, und er selbst sagt, wie er für uns Menschen sein will: „Jahwe ist ein mitfühlender und wohlwollender Gott, reich an Gunst und Treue“ Bitten wir heute mit den Worten  der Namen Gottes Litanei

 

Sei bei uns GOTT

Bei allen Völkern, in allen Sprachen der Erde

Sei bei uns‚ Gott, mit tausend Namen, von denen jeder dich nennt

Und keiner dich fasst:

Gott Jahwe, Theos, Deus, Bósche, God, Dieu

So bitten wir: SEI GANZ BEI UNS

 

Sei bei uns GOTT

Höchster, Lebendiger, Vater, Herr, Schöpfer der Welt, unsere Mutter, Herrscher über das All

 Dreifaltiger, Gott in tausend Bildern, von denen keines dich beschreibt

Dein Name werde geheiligt, nicht im Gerede verschwendet,

dein Name werde gedacht, gerufen und gesungen

So bitten wir: SEI GANZ BEI UNS

 

Sei bei uns GOTT

Anfang und Ende, Höhe und Tiefe, Säule von Feuer, wandernde Wolke

Gott deines Volkes, Gott unserer Kinder, Lieber Gott, Gott im Himmel

Gott aller, die vor uns gelebt und dich voll Sehnsucht gesucht haben

So bitten wir: SEI GANZ BEI UNS

 

 

Sei bei uns GOTT

In unserer Mitte, mitten in uns, ausgeliefert unserer Laune, ausgeliefert unserem Spott,

dein Name werde geheiligt, nicht ausgelöscht, sondern weitergesagt an die Kinder

unserer Kinder, deine Gegenwart eine Botschaft, die nicht stirbt

So bitten wir: SEI GANZ BEI UNS

  

Sei bei uns GOTT

Mit deiner Treue, mit dem Schatten deiner Flügel, mit deinen Wundern

In den Augenblicken unseres Glücks, im Leiden, im Tod, in einer Welt ohne Gott

Du unsere Hoffnung, unsere Zuflucht, unsere Freude

So bitten wir: SEI GANZ BEI UNS

 

Amen

Sonntag, 30. Juli 2023

Fürbitten 31.7. Erkenne dich selbst - wenn du Gott suchst

 


31.7.2023 Ignatius  von Loyola  Alles zur größeren Ehre Gottes  sich selbst erkennen

Heute ist der Gedenktag von Ignatius von Loyola, er ist der Gründer des Jesuitenordens – unwillkürlich denken wir da vielleicht auch an Papst Franziskus, der Jesuit ist. Franziskus hat eine ganz klare Vorstellung davon, wie die „Freude des Evangeliums“ unser ganzes Leben durchdringen und verwandeln soll.  „Alles zur größeren Ehre Gottes“ so hat das Ignatius von Loyola gesagt. Und das heißt in unsere Zeit hineingesprochen: Alles tun, in Freude und Dankbarkeit. Aber eines ist Ignatius auch ganz wichtig: wer glaubt, muss auch immer besser lernen, sich selbst zu erkennen. Bitten wir heute mit Worten und Gedanken des Ordensgründers

 

 Ignatius hat schon im 15.Jahrhundert erkannt wie wichtig die Selbsterkenntnis ist, er nennt es "Unterscheidung der Geister" - bitten wir, dass wir ehrlich und offen mit uns selbst umgehen und bitten wir für die so wichtige Arbeit aller Psychotherapeuten und Psychologen.


 auch das ist für Ignatius wichtig: gelassen bleiben in Erfolg oder Misserfolg, gleichmütig in allen Stimmungslagen, frei von Unruhe und Verwirrung  - bitten wir, dass es uns gelingt


dass wir Gemeinsamkeit statt Spaltung suchen, Versöhnung statt Streit, Verständnis statt Besserwisserei 

 

dass wir Ungeduld und Hochmut ablegen, dass wir uns selbst zurücknehmen  dass wir anderen den Vortritt und sie etwas gelten lassen,

 

dass wir nie Gutes, sei es noch so klein, aufschieben, nur weil wir glauben, später könnten wir Besseres leisten 

 

dass wir Gespräch und Begegnung mit Menschen suchen, von denen wir lernen können,  auch und gerade dann, wenn sie anderer Meinung sind     

 

dass wir erst gar nicht damit anfangen wollen, Andere zu bessern,  ehe wir nicht damit bei uns selbst begonnen haben.                                               

 

dass wir Gott für alles danken, was auch dieser Tag wieder bringt - auch für das, was wir – momentan noch – als Zumutung empfinden. Dass wir leben und lieben „zur größeren Ehre Gottes“

  

So bitten wir, wie es Ignatius getan hat: „Herr, lehre uns wahre Großmut! Lehre uns dir zu dienen, so wie du es verdienst: Geben, ohne zu zählen, arbeiten, ohne Ruhe zu suchen,  uns aufopfern, ohne einen anderen Lohn zu erwarten als das Bewusstsein, deinen heiligen Willen zu erfüllen.“  Amen

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


„Unser ist der Augenblick –
lass uns den genießen“   Friedrich Rückert


„Wie lange ich lebe liegt nicht in meiner Macht, dass ich aber, solange ich lebe,                                         wirklich lebe, das hängt von mir ab.“ Sokrates

  

"Achte gut auf diesen Tag denn er ist das Leben..

In ihm liegt alle Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins

Das Gestern ist nichts als ein Traum und das Morgen nur eine Vision.

Das Heute jedoch, recht gelebt,

macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück

und jedes Morgen zu einer Vision voller Hoffnung.

Darum achte gut auf diesen Tag." Rumi

 

„Das Leben eines Menschen ist gefärbt von der Farbe seiner Vorstellungskraft.“ Marc Aurel

 

"Das Vergleichen ist das Ende des Glücks

und der Anfang der Unzufriedenheit." Sören Kierkegaard

 

"Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, nur komm ich so selten dazu."
 (Ödön von Horváth)

 

"In jedem von uns steckt eine einmalige Chance,
die niemand stellvertretend für uns ergreifen kann." Erwin Ringel

 

"die meiste Zeit verliert man damit,
dass man Zeit gewinnen will".   John Steinbeck



„Seine eigenen Erfahrungen bedauern, das hieße:

die eigene Entwicklung aufhalten“ Oscar Wilde

 

"Wer sich entschließen kann,

besiegt den Schmerz"....Leonore in Goethes Torquato Tasso

 

"Das Leben schafft Ordnung,                                                                                                                               aber Ordnung bringt kein Leben hervor"  Antoine de Saint Exupery

 

Nur belehrt von der Wirklichkeit können wir die Wirklichkeit ändern.“          Bert Brecht

 

„Um sich selbst zu erkennen, muss man handeln.“ Albert Camus

 

Zwei Dinge sind zu guter Arbeit nötig: unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen" Churchill

 

"..es gibt Zukünftiges, das wiegt alle früheren Leben auf" Jean Baudrillard

 

„Ich rate,
lieber mehr zu können als man macht,
als mehr zu machen als man kann.“ Brecht


 "Man entdeckt keine neuen Erdteile, wenn man nicht den Mut hat,                                                 alle Küsten aus den Augen zu verlieren." André Gide

 

„Die Kunst eines erfüllten Lebens ist die Kunst des Lassens:                                                            Zulassen - Weglassen - Loslassen“ Ernst Ferstl

 

„Es gibt nur ein einziges Fleckchen im Universum, das Sie mit Sicherheit verbessern können:            Ihr eigenes Ich.“ Aldous Huxley


"..Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume...
Pflege verschiedene Stimmungen.
Verweigere dich, 'verantwortlich zu sein' - tu es aus Liebe!
Mache eine Menge Nickerchen.
Gib Geld weiter. mache es Jetzt
Lache eine Menge...
Kichere mit Kindern, höre alten Leuten zu.
Öffne dich, tauche ein...
Lass die Angst fallen, spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in dir...
Umarme Bäume"             Joseph Beuys Anleitung zum guten Leben






Samstag, 29. Juli 2023

Fürbitten 30.7. Geh bis an deiner Sehnsucht Rand ....

 


30.7.2023 Mt 13.44 Schatz im Acker, kostbare Perle  1 Kön 3. Hörendes herz

Wie ist das mit dem Himmel, so haben die Menschen Jesus vor mehr als 2000 Jahren gefragt, und eigentlich fragen wir uns genau das doch auch heute: Was soll ich mir unter einem Himmel vorstellen? Wie so oft antwortet Jesus mit Gleichnissen: der Himmel ist …. wie etwas unglaublich Kostbares, das du plötzlich findest und dafür gibst du dann alles, keine Anstrengung ist dafür zu groß. Jesus nennt als Beispiele einen Schatz im Acker oder eine kostbare Perle, für die ein Kaufmann alles, was er besitzt verkauft, nur um sie zu erwerben.  Haben wir so etwas Begehrenswertes schon gefunden? Etwas, wofür wir „ALLES“ geben würden, unser „letztes Hemd“? Bitten wir heute

dass wir erkennen, wofür es sich lohnt, Zeit, Geld, Nerven und vor allem unser Leben und unsere ganze Liebe einzusetzen

dass wir mehr Fantasie und Mut haben, uns „den Himmel auf Erden“ zu wünschen

dass wir nichts auf MORGEN verschieben, was HEUTE für uns gut ist und uns glücklich macht

dass wir aber doch kurzfristig auf etwas verzichten können, um später die größere Freude zu haben

dass wir uns nicht mit kleinen Lösungen abgeben, wenn wir eigentlich eine viel größere Sehnsucht haben

dass wir die Sehnsucht nie aufgeben, ganz gleich wie alt wir sind, weil nur sie uns immer weiterführt

dass wir auch unsere Krisen und Schwierigkeiten als „Schatz im Acker und als kostbare Perle“ entdecken können, weil letztlich auch sie uns dorthin führen können, wo der Himmel ist

Guter Gott: lass uns den Schatz erkennen, die Kostbarkeit, die in jedem einzelnen Tag verborgen ist und lass uns alles daran geben, diesen Schatz ans Licht zu bringen. Und wie König Salomon bitten wir; Gib uns ein hörendes Herz: dass wir die Sorgen und Nöte und auch die Freuden der Menschen um uns wahrnehmen – und nicht zuletzt auch das, was unsere innerste Sehnsucht ist. Amen  

 

Von Rainer Maria Rilke gibt es ein wunderbares Gedicht, das uns ermuntert, diesen Schatz im Acker zu suchen "Geh bis an deiner Sehnsucht Rand"



"Gott spricht zu jedem nur, eh er ihn macht...

Von deinen Sinnen hinausgesandt,

geh bis an deiner Sehnsucht Rand; ....

Lass dir Alles geschehn: Schönheit und Schrecken.

Man muss nur gehn: Kein Gefühl ist das fernste.

Lass dich von mir nicht trennen.

Nah ist das Land,

das sie das Leben nennen.

Du wirst es erkennen

an seinem Ernste.

Gib mir die Hand" .      Rainer Maria Rilke, 4.10.1899, Berlin-Schmargendorf


Freitag, 28. Juli 2023

Fürbitten 29.7 wie oft ist WENIGER - MEHR - die Balance finden

 


28.7.2023  hl.Marta, hl.Maria,  hl.Lazarus   Joh.11.19 Lk.10.38 

 In der Liturgie heute erinnert die Kirche an drei Menschen, die enge Freunde Jesu waren.  Marta, Maria und Lazarus. Es sind drei Geschwister, die ein gastfreundliches Haus hatten und zu denen Jesus regelmäßig zu Besuch kam. In der Liturgie kann man heute sogar zwischen zwei unterschiedlichen Evangelien wählen, die von der Freundschaft der Vier berichten.                           Im Johannes-Evangelium  ist es dramatisch. Es schildert den Umstand, dass Lazarus im Sterben liegt, Jesus aber, obwohl er davon hört, nicht sofort zur Hilfe kommt, sondern erst 4 Tage später, als Lazarus bereits im Grab liegt. Beide Schwester weinen bitterlich „wärest du hier gewesen…“ sagen sie fast vorwurfsvoll  – wir hören, dass auch Jesus weint aber nun geschieht das Wunder. Jesus befiehlt Lazarus aus dem Grab herauszukommen. Der Tote lebt, ist wieder auferstanden – ein Zeichen für das, was nach Jesu Tod geschehen wird.

Das Lukas Evangelium spielt zu einem früheren Zeitpunkt, Lazarus lebt noch, Jesu ist wieder einmal auf Besuch – aber diesmal bricht zwischen den Schwestern Unmut aus. Die Jüngere, Maria, sitzt nur neben Jesu und lauscht seinen Worten – Marta, die Ältere, wuselt als Gastgeberin herum, um es allen gemütlich zu machen. Schließlich beschwert sich Marta bei Jesus „siehst du nicht, dass Maria alle Arbeit mir überlässt“ – und Jesus, wir könnten sagen typisch Mann, sagt Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden“. (Soll heißen: sich Zeit für Jesus nehmen ist wichtiger als alles andere) Viele von uns Frauen verstehen Marta nur zu gut! Denn wenn sich alle nur hinsetzen und zuhören, funktioniert die Gastfreundschaft und vieles andere auch nicht. Und doch wissen wir selbst nur zu gut: so oft wäre „WENIGER“ - -„ MEHR“   Wie wichtig ist es, die Balance zu finden, zwischen der geschäftigen Martha in uns - und der Maria, die alle Zeit der Welt zu haben scheint.. so bitten wir

dass wir immer besser zwischen Wichtig und Unwichtig unterscheiden können

dass wir alles liegen und stehen lassen können, für eine Sache die uns am Herzen liegt

 

dass wir unsere Tage nicht zumüllen mit Pflichten und Terminen

dass wir uns über Unvorhergesehenes freuen, über alles, was unsere Routine unterbricht

 

dass wir lernen, ganz DA-zu SEIN für diejenigen, die uns gerade brauchen,

dass wir nicht so vieles „nebenbei“ erledigen

 

dass wir aber auch auf unsere eigenen Bedürfnisse hören und den Mut haben, NEIN zu sagen

dass wir uns beschenken lassen können und nicht glauben, alles immer nur selbst “MACHEN“ zu müssen

 

dass wir uns aber jeden Tag Zeit nehmen, um „ganz Ohr zu sein“, für das, was Gott uns sagen will – durch so viele Kleinigkeiten, die jeder Tag mit sich bringt, auch der heutige.

 

Du guter Gott, so hilf, dass wir immer wieder zur Ruhe kommen. Lass uns darauf vertrauen, dass letztlich DU es bist, der vollendet was wir begonnen haben.  Dass wir auch heute alles im Namen Jesu beginnen dürfen, dafür danken wir dir. Amen

 

 


Donnerstag, 27. Juli 2023

Fürbitten 28.8. Du sollst dir kein Bild von Gott machen

 


28.7.2023 Ex.20.1 die 10 Gebote, ich bin der Herr dein Gott

In den Erzählungen aus dem hebräischen Buch Exodus sind wir heute an einer ganz entscheidenden Stelle. Die Israeliten sind unter der Führung von Moses der Sklaverei Ägyptens entkommen, hinter ihnen liegt die wunderbare Flucht trockenen Fußes mitten durch das Rote Meer – nun ist das Volk in der Wüste angekommen. Aber weit und breit nur Entbehrung und kein Gelobtes Land. Im Volk brodelt es, die Stimmung gegen Moses schlägt um, lieber möchte man zurück an die „Fleischtöpfe Ägyptens“ als im Ungewissen zugrunde gehen. Da kündigt sich Gewaltiges an. Jahwe selbst wird einen Bund mit ihnen schließen. Wie in einem gewaltigen Gewitter, unter Feuer, Donner und Beben erhält Moses nun hoch oben am Berg Sinai sozusagen den Vertrag mit Gott. Es sind die 10 Gebote, 10 Gesetze die schon im ersten Satz das Wesentliche enthalten: „Ich bin der Herr dein Gott, der dich aus dem Sklavenhaus geführt hat …Neben mir sollst du keine anderen Götter haben….und du sollst dir kein Bild von Gott machen“. Erst danach folgen die anderen Gebote des Dekalogs. Bleiben wir gleich kurz beim Gottesbild. Welches tragen wir in uns? So manche haben noch viel vom strafenden und rächenden Gott gehört – obwohl Jesus uns zu einem liebenden Vater geführt hat. Bitte wir heute:

 

sei uns kein Gott der Autoritäten und Hierarchien

sei uns kein Gott der Bücher und Lehrmeinungen

 

sei uns kein Gott, der uns aufs Jenseits vertröstet

sei uns kein Gott hoch über uns und fern von uns

 

sei uns kein Gott, der uns das Leben abschnürt

sei uns kein Gott, vor dem wir uns verbiegen müssen

 

sei DU uns Gott, in dem wir all unsere Freude finden

sei DU uns Gott, der auch im Unbegreiflichen, der auch in Schmerz und Leid ganz bei uns ist

 

Sei DU uns Gott

In dem wir ohne Angst lernen, in der Freiheit der Kinder Gottes zu leben

Sei DU uns Gott, mit dem wir uns in tiefer Einheit fühlen

 

Sei DU uns Gott

Zu dem alle unsere Wege führen, auch Irrwege und Sackgassen

Sei DU uns Gott – immer DA , gegenwärtig in allem unserem Tun, in aller Sehnsucht

 

Ja, um das bitten wir: Gott sei uns nahe. So nahe, dass alles Unvollkommene in uns verwandelt wird in Deiner Liebe – auf dich vertrauen wir, in dir leben wir, mit dir lieben wir. Heute und in alle Ewigkeit. Amen

Mittwoch, 26. Juli 2023

Fürbitten 27.7. ein hörendes Herz

 


27.7.2023 Mt.13.10  Ohren die hören, Augen die sehen, Herzen die verstehen

"Es gibt solche und solche", sagt Jesus. Es gibt Menschen, die haben Ohren, die hören, die haben Augen, die sehen und die haben Herzen, mit denen sie verstehen. Und es gibt die Anderen: die, die nichts hören, die nichts sehen wollen, die nichts verstehen wollen. WO gehören wir hin? Ist es so selbstverständlich, dass WIR zu den Ersteren gehören? Bitten wir heute

Dass wir nicht nur das hören, was wir hören wollen

Dass wir richtig hinhören, um auch den Anderen besser zu verstehen

Dass wir im Hören auch dazulernen und fixe Standpunkte verändern können

Dass wir einfach nur hören können und uns selbst zurücknehmen

Dass wir im geduldig Hinhören nicht das letzte Wort haben müssen.

 

Dass wir uns darum bemühen, klar und nüchtern zu sehen

Dass wir auch unsere eigensten Beweggründe und Motive sehen, erkennen können

Dass wir Weit-sicht haben und Rück-sicht im Umgang mit den Menschen, mit denen wir leben

Dass wir immer wieder auch Nach-sicht haben mit uns und den Anderen

Und um Einsicht bitten wir, überall dort, wo wir noch stur und blind sind


So bitten wir, guter Gott, wie es in einem Lied für Kindergottesdienste heißt es:  Gib uns Ohren die hören und Augen die sehn und ein weites Herz, andre zu verstehn. Gott gib uns Mut unsre Wege zu gehn.“ Amen

 

 


Dienstag, 25. Juli 2023

Fürbitten 26.7. Oma und Opa - unverzichtbar, auch für den kleinen Jesus

 

Die Hl. Anna mit dem Hl. Joachim unterrichtet die kleine Hl. Maria

Bild: Austrian School, 17th Century


26.7.2023 Joachim u Anna, die Großeltern Jesu

Von der Volksfrömmigkeit werden sie seit Jahrhunderten verehrt: die Eltern der heiligen Maria. Also sozusagen: Oma und Opa von Jesus. Im Umfeld dieser frommen jüdischen Menschen ist Jesus Kind gewesen und erwachsen geworden. Großeltern, Eltern, sie haben seinen Glauben geprägt. Getrauen wir uns das so profan zu denken? Was alles verdankt Jesus diesen Menschen?  Was verdanken wir unseren Eltern und Großeltern. Papst Franziskus hat ja auch den 4.Sonntag im Juli zum Großelterntag erklärt, das war letzter Sonntag. Bitten wir heute

 

Für alle Großeltern, dass sie ihren Enkelkindern gute Wegbegleiter sein können - Dass sie ihre Lebenserfahrung nicht aufdrängen, sondern einfach da sind, wenn man sie braucht

 

Für unsere Familien, dass sie Orte von Geborgenheit und Liebe sind - Dass sie auch Orte sind, wo über Gott gesprochen und Glauben gelebt wird

 

für die Kinder und Jugendlichen, dass sie – behütet - ihren eigenen Weg finden dürfen

 

für die Eheleute, dass sie sich aufeinander verlassen können, dass sie einander vertrauen und Krisen durchstehen können

 

für die vielen Patchwork Familien, dass es untereinander Respekt gibt und die Kinder sich auch dort geborgen fühlen

 

bitten wir für alle Alleinstehenden, dass auch sie Familie im weiteren Sinn finden und anderen Menschen hilfreich sein können

 

und bitten wir für alle älteren Menschen und Altgewordenen, dass sie immer wieder einen neuen Sinn in ihrem Leben entdecken und auch trotz mancher Einschränkungen neue Lebensfreude.

 

Du guter Gott, im Blick auf die Großeltern Jesu, im Blick auf die Familie, in der Jesu groß geworden ist, vertrauen wir dir heute ganz besonders die Kinder und die jungen Menschen an. Vor allem auch jene, die als Flüchtlinge aus vielen Ländern der Welt bei uns sind. Lass sie alle wieder in ein Leben geordnetes Leben finden und hilf uns zum Frieden. Amen

 

 Hl. Anna Patronin der Mütter und Eheleute, der Witwen und Armen


immer wieder einen neuen Blick wagen

 


„Die Glücklichen sind neugierig“  Friedrich Nietzsche

Wenn Leute dir sagen: „Kümmere dich nicht

so viel um dich selbst“

dann sieh dir ..die Leute an die dir das sagen:

An ihnen kannst du erkennen, wie das ist

wenn einer sich nicht genug

um sich selbst

gekümmert hat" Erich Fried

 

"Reiß deine Gedanken von deinen Problemen fort, an den Ohren, an den Fersen oder wie immer.

Das ist das Beste, was der Mensch für seine Gesundheit tun kann."   Mark Twain

 

" alles .. es ist alles zum letzten mal,

wenn wir das einsehen würden, ginge uns die Liebe auf."...Ilse Aichinger

 

"Vergleichen zerstört.

Ohne Vergleich zu leben heißt,

Integrität zu haben." Krishnamurti

 

„Ich liebe es, Dinge umzuwerfen und meine Spuren zu verwischen“    Schauspielerin Vicky Krieps

 

„Unmöglich sagt deine Angst

Zu viel Risiko sagt deine Erfahrung

Sinnlos sagt dein Zweifel.

Versuch es, flüstert dein Herz“ Avi Hartmann Psychotherapeutin

 

"Wer alles gibt,
hat die Hände frei“ Andreas Knapp

 

"Count your gains
instead of your losses,
Count your joys
Instead of your woes,
Count your friends
...Instead of your foes,
Count your smiles
Instead of your tears,
Count your courage
Instead of your fears,
Count your health
Instead of your wealth,
Count your blessings
instead of your crosses.."    aus Irland

  

"Seit es Menschen gibt, haben sich die Menschen zu wenig Freude gegönnt. Das allein ist unsere Erbsünde. Ich möchte an einen Gott glauben, der gut zu tanzen weiß". Henry Matisse

 

"Keinen verderben lassen auch nicht sich selbst

Jeden mit Glück zu erfüllen, auch sich, das ist gut." Brecht

 

„In der Muße scheint das Glück zu liegen.                                                                                                 Es gehört denen, die sich selber genügen“.  Aristoteles


"Das kleine ich muss großzügiger werden

bis an die Grenze der Verrücktheit." Peter Schellenbaum

 

"Anstatt immer nur das Beste geben zu wollen,

sollten wir lieber wieder einmal etwas Gutes tun" Peter Ustinov

 

"Dies ist, glaube ich, die fundamentalste Regel allen Seins:

das Leben ist gar nicht so, es ist ganz anders" Kurt Tucholsky

 

„Wo du JETZT
gebraucht wirst,
da bleibe stehen“ Hermann Hesse


"Every saint has a past                                                                                                                                               and every sinner has a future." Oskar Wilde