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Donnerstag, 2. Juli 2026

Das große Magnifikat der jungen Frau Maria

 


Dorothee Sölle  die evangelische Theologin und Feministin  übersetzt es 1986 so, 

 

Es steht geschrieben, dass Maria sagte
meine Seele preist die Größe des Herren
und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter
denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut
siehe von nun an werden mich seligpreisen alle Kindeskinder

Heute sagen wir das so
meine Seele sieht das Land der Freiheit
und mein Geist wird aus der Verängstigung heraus-
kommen
die leeren Gesichter der Frauen werden mit Leben erfüllt
und wir werden Menschen werden
von Generationen vor uns, den Geopferten, erwartet

Es steht geschrieben, dass Maria sagte
denn der Mächtige hat große Dinge an mir getan,und sein Name ist heilig
seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht

Heute sagen wir das so
die große Veränderung, die an uns und durch uns geschieht
wird mit allen geschehen – oder sie bleibt aus
Barmherzigkeit wird geübt werden, wenn die Abhängigen
das vertane Leben aufgeben können
und lernen, selber zu leben.

Es steht geschrieben, dass Maria sagte
er verbringt mit seinem Arm machtvolle Taten                                                           er zerstreut die im Herzen hochmütig sind
er stößt die Gewaltigen von ihren Thronen
die Getretenen richtet er auf

Heute sagen wir das so
wir werden unsere Besitzer enteignen und 
die Herrschaft der Männer über die Frauen wird
ein Ende nehmen
aus Objekten werden Subjekte werden
sie gewinnen ihr eigenes besseres Recht.

Es steht geschrieben, dass Maria sagte
Die Hungrigen beschenkt er mit seinen Gaben
und die Reichen werden leer ausgehn
er denkt an sein Erbarmen und hat sich Israels
seines Knechts angenommen.

Heute sagen wir das so
Frauen werden zum Mond fahren und in den Parlamenten entscheiden
ihre Wünsche nach Selbstbestimmung werden in
Erfüllung gehen
und die Sucht nach Herrschaft wird leer bleiben
ihre Ängste werden gegenstandslos werden
und alle Ausbeutung ein Ende haben.

Dorothee Sölle (1929 – 2003)



An diesem 2.Juli hat auch mein erstes Kind, meine Tochter Katharina ihren Geburtstag.

Heute den 43.  An SIE und an meinen Sohn Jakob und an die nun bereits 5 Enkelkinder

denke ich an diesem Mutter Gottes Tag besonders. Ich fühle uns behütet und begleitet

Montag, 26. Mai 2025

meine MARIA im Mai - sie hat viele Schwestern

 

ISIS, die ägyptische Muttergöttin  – sie stillt ihren Sohn Horus

Louvre, Paris

Der Isis-Kult, der im römischen Reich starke Verbreitung fand, steht wahrscheinlich auch in enger Verbindung mit der Marienverehrung, die mit ihrem beim Konzil von Ephesos 431 zuerkannten Status der Gottesgebärerin (Theotokos) einsetzte.

Das Gebet an die Göttin Isis stammt aus der Antike und ist durch Apuleius (ca. 125 - ca 195 n. Chr. ) in seinem Buch Metamorphoses (deutsch als "Der Goldene Esel") überliefert worden

 

(Göttin!) 

Du Heilige und ewige Erhalterin des Menschengeschlechts, 

den schwachen Sterblichen Schutz gewährend, 

die du dem Elenden 

die milde Zärtlichkeit einer Mutter angedeihen lässt.

 

Kein Tag keine Nacht, kein geringer Moment 

schwindet leer an deinen Wohltaten dahin, 

zu Wasser und Lande beschirmst du die Menschen 

und entfernst von ihnen jede Lebensgefahr 

und reichest ihnen deine hilfreiche Rechte,

mit welcher du 

das verworrene Geflecht des Schicksals entwirrst 

und Unglückstürme besänftigst 

und der Sterne schädlichen Lauf einhaltest….

 

Dein göttliches Angesicht soll ewig sein 

und dein höchst heiliger Name 

soll im Herzen, 

als mein innerstes Heiligtum, 

immer verehrt existieren.

  

 

Samstag, 24. Mai 2025

meine Maria im Mai - Asien

 

 Angelo da Fonseca


Mutter, du bist …

wie das Rad meiner Wiedergeburt

wie der Weg meiner Schmerzen

wie die Hütte meiner Armut

wie das Schweigen der Millionen

wie die Klage der Verhungerten

wie die Frage einer leeren Hand

wie der Regen auf ein verdorrtes Land

 

wie ein Tor zur großen Erfahrung

wie ein Anfang meiner Erleuchtung

wie ein Schritt ins Ungewisse

wie eine Lotosblume im Sonnenlicht

wie ein Rhythmus im Tanz

wie ein Seidenfaden an meinem Webstuhl

wie ein zeitloses Gewand unserer Frauen

 

Du Alles-Bewahrende

Du In-sich-Ruhende

Du widerspruchslose und würdige Mutter,

wir grüßen dich

aus: Marienlob der Völker missio

 

Es ist schwer eine asatische Darstellung einer Mutter Gottes zu finden. Das Bild stammt von         Angelo da Fonseca ,1902 in Goa geboren. Er studierte zunächst Medizin, später "Kunst", wollte dann aber dem erdrückenden europäisch/britischen Einfluss entgehen und ging zum Studium nach Kalkutta zum großen Weisen, Dichter  und Philosophen Rabindranath Tagore.

Als Angelo da Fonseca später nach Goa zurückkehrte, wurde er vom damaligen Regime (in Portugal der Faschist Salazar)wegen seiner nicht-europäischen Heiligen Darstellungen verurteilt und musste ins Exil. Angelo da Fonseca starb 1967 an Meningitis in Indien.

 

Heute ist auch der Tag des Gebetes für die Kirche in China, für die Christen in China. 

Noch immer leiden viele unter Diskriminierung und Verfolgung - die Kirche selbst ist aufgespalten in eine staatliche geduldete und gelenkte katholische Kirche und eine im Untergrund wirkende. Am 24.Mai feiern die chinesischen Christen auch einen besonderen Mariengedenktag - im Marienheiligtum von She-Shan in Shanghai, wo Maria  als „Hilfe der Christen“ verehrt wird.  Siehe Bild








Donnerstag, 22. Mai 2025

meine Maria im Mai

 


Maria 2.0 

ist eine Protestbewegung katholischer Frauen in Deutschland. Sie fordern eine geschlechtergerechte Kirche und haben mit dem Anschlag ihrer Thesen an über 1.000 Dom- und Kirchentüren auf die eklatanten Missstände in der katholischen Kirche hingewiesen und damit auf ihre Forderungen nach Reformen hin zu einer zukunftsfähigen Kirche auch für die  Frauen. Schon viele Jahre zuvor hat die protestantische feministische Theologin Dorothee Sölle  ein  Magnificat der Frauen gedichtet

 

"Es steht geschrieben dass Maria sagte

meine Seele preist die Größe des Herrn

und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter

 Heute sagen wir das so

 

Meine Seele sucht das Land der Freiheit

mein Geist wird aus der Verängstigung herauskommen

und die leeren Gesichter der Frauen werden mit Leben erfüllt.

Barmherzigkeit wird geübt werden, wenn die Abhängigen

das vertane Leben aufgeben können

und lernen selber zu leben.

 

Die Herrschaft der Männer über die Frauen wird ein Ende nehmen

aus Objekten werden Subjekte werden

sie gewinnen ihr eigenes besseres Recht

 

Frauen werden zum Mond fliegen und in den Parlamenten entscheiden.

Ihre Wünsche nach Selbstbestimmung werden in Erfüllung gehen

und die Sucht nach Herrschaft wird leer bleiben.

Ihre Ängste werden gegenstandslos werden

und die Ausbeutung wird ein Ende haben.

 

Die große Veränderung, die an uns und durch uns geschieht,

sie wird mit allen geschehen – oder sie bleibt aus"

 

 Die Thesen der Reformbewegung Maria 2.0:   https://www.mariazweipunktnull-medien.de/wp-content/uploads/2021/02/2021-02-16_Thesen-Maria-2.0.pdf

 

 


Freitag, 9. Mai 2025

meine Maria im Mai

 

»Madonna del Magnificat    

Bernardo Daddi 

die Schriftstellerin Antje S.Naegli dichtet  das "Magnificat" der Maria  so


  Meine Seele ruht in Dir.

Du, Gott, nimmst mich wahr

in meiner innersten Bedürftigkeit.

 Meine Seele ruht in Dir.

 

Du heilst das Versehrte,

du schützt das Gefährdete,

du wärmst das Erstarrte;

was gebeugt ist in mir, richtest Du auf.

 

Du befriedest das Erschreckte,

du birgst das Verängstigte,

du durchlichtest das Verfinsterte;

was darbt in mir, nährst du.

 

Du tröstest das Bestürzte,

du belebst das Verkümmerte,

du löst das Verkrampfte;

was zur Reife kommen will, behütest Du.

Mein Seele ruht in Dir 


mit einem "Gegrüßet seist du Maria..." 

hat Leo XIV gestern auch seine erste Ansprache am Petersplatz beendet

Donnerstag, 8. Mai 2025

Meine Maria - im Mai

 

Unter deinen Schutz und Schirm

 auch ein Danke 

für das Ende des zweiten Weltkrieges in Europa - 

vor 80 Jahren


Unter deinen Schutz und Schirm 

fliehen wir,

o heilige Gottesmutter,

verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,

sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren.

O du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,

unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin,

versöhne uns mit deinem Sohne,

empfiehl uns deinem Sohne,

stelle uns vor deinem Sohne.

 Amen 

 

Dieses Gebet ist eines der ältesten Mariengebete und eine marianische Antiphon.  Schon im dritten Jahrhundert finden sich in einem griechischen Papyrusfragment aus Oberägypten Belege für das Gebet.

 

Donnerstag, 13. März 2025

KARDINAL KÖNIG Meditation über eine "Österliche Kirche"

 


Heute vor 12 Jahren, am 13.3. 2013 ist Papst Franziskus zum Papst geweiht worden. Unsere Gedanken sind bei ihm, umso mehr, als er noch immer im Spital ist. Mit großer Dankbarkeit denken wir aber heute auch an Kardinal Franz König, der 2004, vor 21 Jahren gestorben ist.

 


Für die "Schweizerische Kirchenzeitung" schrieb der Kardinal 1990 eine

Meditation über eine "Österliche Kirche"

 

Die Kirche Christi sei:

Eine einladende Kirche.

Eine Kirche der offenen Türen.

Eine wärmende, mütterliche Kirche.

Eine Kirche der Generationen.

Eine Kirche der Toten,

der Lebenden und der Ungeborenen.

Eine Kirche derer,

die vor uns waren,

die mit uns sind

und die nach uns kommen werden.

 

Eine Kirche des Verstehens und Mitfühlens,

des Mitdenkens,

des Mitfreuens und Mitleidens.

Eine Kirche, die mit den Menschen lacht

und mit den Menschen weint.

Eine Kirche, der nichts fremd ist

und die nicht fremd tut.

Eine menschliche Kirche,

eine Kirche für uns.

 

Eine Kirche,

die wie eine Mutter auf ihre Kinder warten kann.

Eine Kirche, die ihre Kinder sucht

und die ihnen nachgeht.

Eine Kirche, die die Menschen

dort aufsucht, wo sie sind:

bei der Arbeit und beim Vergnügen,

beim Fabriktor und auf dem Fußballplatz,

in den vier Wänden des Hauses.

Eine Kirche der festlichen Tage

und eine Kirche des täglichen Kleinkrams.

Eine Kirche, die nicht verhandelt oder feilscht,

die nicht Bedingungen stellt

oder Vorleistungen verlangt.

 

Eine Kirche, die nicht politisiert.

Eine Kirche, die nicht moralisiert.

Eine Kirche, die nicht Wohlverhaltenszeugnisse verlangt

oder ausstellt.

 

Eine Kirche der Kleinen,

der Armen und Erfolglosen,

Mühseligen und Beladenen,

der Scheiternden und Gescheiterten

im Leben, im Beruf, in der Ehe.

 

Eine Kirche derer,

die im Schatten stehen,

der Weinenden,

der Trauernden.

Eine Kirche der Würdigen,

aber auch der Unwürdigen,

der Heiligen,

aber auch der Sünder.

Eine Kirche -

nicht der frommen Sprüche,

sondern der stillen helfenden Tat.

Eine Kirche des Volkes.





 

 

 

Mittwoch, 1. Januar 2025

NEUJAHRS GEBET 1883

 


vom Pfarrer von St. Lamberti zu Münster aus dem Jahre 1883

"Herr, setze dem Überfluss Grenzen

und lasse die Grenzen überflüssig werden.

Lasse die Leute kein falsches Geld machen

und auch das Geld keine falschen Leute.

Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit

und der Wahrheit mehr Freunde.

Bessere solche Beamte, Geschäfts-und Arbeitsleute,

die wohl tätig,

aber nicht wohltätig sind.

Gib den Regierenden gute Deutsche

und den Deutschen eine gute Regierung.

Herr, sorge dafür, dass wir alle

in den Himmel kommen

aber nicht sofort"


Dienstag, 31. Dezember 2024

Silvester 2024 - mit Vertrauen - trotz allem - ins NEUE

 

Gehen wir auch mit den Gedanken von Dietrich Bonhoeffer ins Neue Jahr - der evangelische Pastor und Widerstandskämpfer hat bis zu seiner Ermordung durch die Nationalsozialisten in einem großen Gottes Vertrauen gelebt. Dieses Gedicht / Gebet schrieb er zum Jahreswechsel 1944/45 - ermordet wurde er am  9.4.1945 KZ Flossenbürg

 

Von guten Mächten treu und still umgeben,

behütet und getröstet wunderbar,

so will ich diese Tage mit euch leben

und mit euch gehen in ein neues Jahr.

 

Noch will das alte unsre Herzen quälen,

noch drückt uns böser Tage schwere Last,

ach, Herr, gib unsern aufgescheuchten Seelen

das Heil, für das Du uns bereitet hast.

 

Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern

des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,

so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern

aus Deiner guten und geliebten Hand.

 

Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken

an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,

dann wolln wir des Vergangenen gedenken,

und dann gehört Dir unser Leben ganz.

 

Lass warm und still die Kerzen heute flammen,

die Du in unsre Dunkelheit gebracht,

führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.

Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

 

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,

so lass uns hören jenen vollen Klang

der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,

all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

 

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist mit uns am Abend und am Morgen

und ganz gewiss an jedem neuen Tag.  

 

Dietrich Bonhoeffer 



 

 

 

Freitag, 1. November 2024

SELIG SEID IHR

 


„Selig sind, 

die einen Berg von einem Maulwurfhügel unterscheiden können,

 denn es wird ihnen viel Ärger erspart bleiben“

 

„Selig sind, 

die über sich selbst lachen können, 

denn sie werden sich köstlich amüsieren“.


„Selig sind, 

die fähig sind, sich auszuruhen und zu schlafen, 

ohne dafür eine Entschuldigung suchen zu müssen. 

Sie werden Weise genannt werden“.


„Selig sind, 

die schweigen und zuhören können. 

Sie werden viel Neues lernen“.


„Selig seid ihr, 

wenn ihr ein Lächeln bewundern und eine Grimasse vergessen könnt. 

Euer Weg wird voller Sonnenschein sein“.


„Selig seid ihr, 

wenn ihr das Benehmen anderer immer mit Wohlwollen beurteilen könnt. 

Man wird euch für naiv halten, aber die Liebe fordert es“. 


„Selig, 

die vor dem Handeln nachdenken und vor dem Nachdenken beten. 

Sie werden viele Dummheiten vermeiden“

 

„Selig seid ihr, 

wenn ihr lächeln und schweigen könnt, 

wenn man euch ins Wort fällt oder euch widerspricht. 

Dann hat die frohe Botschaft angefangen euer Herz zu verwandeln“.


 

„Selig seid ihr, 

wenn ihr Gott erkennt in allen, die euch begegnen, 

denn dann habt ihr das wahre Licht und die echte Weisheit gefunden“.


 Die "Seligpreisungen" 

in einer Nachdichtung der "Kleinen Schwestern" von Paris



Sonntag, 28. Mai 2023

Komm heiliger Geist .... und JETZT ?

 



Neun Tage lang haben wir die  „PFINGSTNOVENE“  gebetet, eine Tradition der katholischen Kirche. Neun Tage lang die Bitte "Komm heiliger Geist" ....  nun  IST  ES  PFINGSTEN  ......vertrauen wir dem neu werden


Komm, Heiliger Geist, steh mir bei!


Komm, Heiliger Geist, steh mir bei!

Lass mich deine Nähe erfahren,

stärke mein Vertrauen in das Gute in der Welt

gib mir Mut zum Leben!


Komm, Erfinder neuer Sprachen,

lass uns einander verstehen,

lass uns einander nicht Fremde sein

komm, begeistere uns!

 

Komm, du Hoffnung aller Armen,

schaff den Wehrlosen Recht,

dass die Gebeugten sich erheben,

dass sich Völker befreien!


Komm, du Tröster aller Müden,

Stille mitten im Lärm,

in den Terminen schaff uns Pausen,

lass uns ausruhen in dir!


Komm, du Taube, übers Wasser, bring den Ölzweig herbei,

bring uns das Zeichen für den Frieden, den die Erde ersehnt!


Komm, komm, du schaffende Kraft,

mach uns neu, und unsrer Erde hat ein neues Gesicht.


nach Lothar Zenetti

Samstag, 27. Mai 2023

Komm heiliger Geist ..... Achtung nicht ungefährlich 9




Heute ist der letzte Tag der sogenannten „PFINGSTNOVENE“  eine Tradition der katholischen Kirche. Neun Tage lang sollte ganz bewusst um „den Geist Gottes“ gebetet werden.  

Warnung vor Wirkung und Nebenwirkung: Der "Geist Gottes" ist nicht ungefährlich: er kann vieles auf den Kopf stellen !! Auch mich 

Ein altes Kirchenlied 

1) Nun bitten wir den Heiligen Geist
um den rechten Glauben allermeist,
dass er uns behüte an unserm Ende,
wenn wir heimfahrn aus diesem Elende.   
Kyrieleis.

2) Du wertes Licht, gib uns deinen Schein,
lehr uns Jesus Christ kennen allein,
dass wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland,
der uns bracht hat zum rechten Vaterland.   
Kyrieleis.

3) Du heilge Lieb, schenk uns deine Gunst,
lass uns empfinden der Lieb Inbrunst,
dass wir uns von Herzen einander lieben
und im Frieden auf einem Sinn bleiben.  
Kyrieleis.

4) Du höchster Tröster in aller Not,
hilf, dass wir nicht fürchten Schand noch Tod,
dass in uns die Sinne nicht verzagen,
wenn der Feind wird das Leben verklagen.  
Kyrieleis.

"Nun bitten wir den Heiligen Geist" ist ein altes Kirchenlied. Die erste Strophe stammt aus dem 13. Jahrhundert.  Verfasst vom Franziskaner Berthold von Regenburg  (+1272)

Nû biten wir den heiligen geist
umbe den rechten glouben allermeist,
daz er uns behüete an unsrem ende,
sô wir heim suln varn ûz disem ellende.
Kyrieleis

Martin Luther dichtete drei weitere Strophen, (siehe oben) die 1524 erstmals erschienen.

Im katholischen Gesangsbuch "Gotteslob" singt man nicht die Luther Strophen.  Die erste Strophe ist gleicchbleibend von Berthold von Regensburg 13. Jh. Strophe 2–4 stammt von Maria Luise Thurmair 1972,       Strophe 5 nach Michael Vehe 1537. M: 14. J. / Neufassung 1970".


Nun bitten wir den Heiligen Geist

um den rechten Glauben allermeist,

daß er uns behüte an unserm Ende,

wenn wir heimfahrn aus diesem Elende.

Kyrieleis.

 

Du heller Schein, du lebendig Licht,

Geist des Herrn, der unsre Nacht durchbricht,

laß uns Gott erkennen, ihn Vater nennen

und von Christus uns nimmermehr trennen.

Kyrieleis.

 

Du stille Macht, du verborgne Kraft,

Geist des Herrn, der in uns lebt und schafft,

wohne du uns inne, uns anzutreiben;

bete du in uns, wo wir stumm bleiben.

Kyrieleis.

 

Du mächtger Hauch, unerschaffne Glut,

Geist des Herrn, gib du uns neuen Mut,

daß wir Gottes Liebe den Menschen künden

und im Frieden als Brüder uns finden.

Kyrieleis.

 

Erleuchte uns, o ewiges Licht,

hilf, daß alles, was durch uns geschieht,

Gott sei wohlgefällig durch Jesum Christum,

der uns macht heilig durch sein Priestertum.

Kyrieleis.