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Samstag, 24. Dezember 2016

ENGEL im Advent 24

Santa Anna, Pantasina, Ligurien, 
Italien


Fotografin: Elisabeth Arzberger
Journalistin, Redakteurin, langjährige ORF Weggefährtin

Tag für Tag, seit 1.Dezember hat mir Elisabeth via facebook einen Engel geschickt!!
Heute schreibt sie :"der 24. engel - gefunden an einer kleinen, recht desolaten, aber wunderschönen kirche mitten im wald, kommt mit vielen, vielen guten wünschen und einer dicken umarmung"

Liebe Elisabeth, deine Engel sind mir ganz kostbar geworden - erst durch sie habe ich
begonnen "Engel-Gedichte" zu suchen .... und ich habe dabei viele Gedanken gefunden,
die mich noch lange ins Neue Jahr weiter begleiten werden. Sei ganz fest umarmt und Dir
und Partner und Familie ganz viele Engel-Augenblicke, nicht nur zu Weihnachten!!!!!

welcher Engel wird uns zeigen  

"...welcher Engel wird uns zeigen
wie das Leben zu bestehen
welcher Engel schenkt uns Augen
die im Keim die Frucht schon sehn

wirst du für mich
werd ich für dich
der Engel sein

welcher Engel öffnet Ohren
die Geheimnisse verstehn
welcher Engel leiht uns Flügel
unsern Himmel einzusehn

wirst du für mich
werd ich für dich
der Engel sein." 

Wilhelm Willms.

und ein Engel noch zum Rutsch ins Neue Jahr:

Mein Schutzengel
Er schüttet mich aus:
das Kind mit dem Bade.

Ich springe nicht gerne:
wer springt, fällt in Gnade.

Soviel ich auch stemme:
er zinkt die Gewichte...

Zerwerfe ich Schreiben:
er handelt mit Kitt.

und geh ich verloren:
mein Finder geht mit.

Günter Grass



Freitag, 23. Dezember 2016

ENGEL im Advent 23

Chiesa La Collegiata, Castiglione, 
Lombardei, Italien



Fotografin: Elisabeth Arzberger
Journalistin, Redakteurin, langjährige ORF Weggefährtin


An meinen Schutzengel

Den Namen weiß ich nicht. Doch du bist einer
der Engel aus dem himmlischen Quartett,
das einstmals, als ich kleiner war und reiner,
allnächtlich Wache hielt an meinem Bett.

Wie du auch heißt - seit vielen Jahren schon
hältst Du die Schwingen über mich gebreitet
und hast, der Toren guter Schutzpatron,
durch Wasser und durch Feuer mich geleitet.

Du halfst dem Taugenichts, als er zu spät
das Einmaleins
der Lebensschule lernte.
Und meine Saat mit Bangen ausgesät,
Ging auf und wurde unverhofft zur Ernte.

Seit langem bin ich tief in deiner Schuld.
Verzeih mir noch die eine - letzte –Bitte:
erstrecke deine himmlische Geduld
auch auf mein Kind und lenke seine Schritte.

Er ist mein Sohn. Das heisst: er ist gefährdet.
Sei um ihn tags, behüte seinen Schlaf.
Und füg es, dass mein liebes schwarzes Schaf
Sich dann und wann ein wenig weiss gebärdet.

Gib du dem kleinen Träumer das Geleit.
Hilf ihm vor Gott und vor der Welt bestehen.
Und bleibt dir dann noch etwa freie Zeit,
Magst du bei mir auch nach dem Rechten sehen.

Mascha Kaléko