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Freitag, 22. Mai 2026

Fürbitten 23.5. Achtung vor Wirkung und Nebenwirkungen

 

22.5.2026   Joh 21.20 Samstag vor Pfingsten

Morgen schon feiern wir das große Pfingstfest, die 50 Tage der Osterzeit gehen damit zu Ende. Bis zuletzt sagt Jesus seinen Jüngern: Folgt mir nach, macht es wie ich. Damit auch wir Mut und Kraft haben, aus diesem Geist Jesu zu leben, brauchen wir den Geist Gottes, den Jesus uns ja selbst zugesagt hat. Bitten wir um Lebensfreude, um Lebensmut, um Dankbarkeit für alles, was wir empfangen haben. Bitten wir um Kraft und Entschiedenheit für alles, was vor uns liegt. Komm – Komm heiliger Geist

Komm Heiliger Geist –

Beflügle uns - wenn die Routine lähmt, wenn uns die Freude fehlt

 

Komm Heiliger Geist –

Treib uns an - wenn wir vor Schwierigkeiten kapitulieren wollen

 

Komm Heiliger Geist –

Verwandle uns – dort, wo die alten Lebensmuster nicht mehr weiterhelfen

 

Komm Heiliger Geist –

Lass nicht locker  - wenn wir uns Neues nicht zutrauen wollen



Komm Heiliger Geist –

Hol uns ein - wenn wir versuchen, vor uns selbst davon zu laufen

 

Komm Heiliger Geist –

Wecke alle unsere Talente – und gibt den Mut, dass wir sie auch nützen

 

Komm Heiliger Geist - 

Überrasche uns – immer wieder, Jetzt, heute – lass, dass wir dich durch und durch spüren  Komm heiliger Geist

 

Komm heiliger Geist – komm DU vor allem auch dorthin, wo es Frieden braucht, eine Politik für Menschen, die nichts anderes wollen, als "in Frieden" leben.  Komm heiliger Geist, entzünde in uns das Feuer deiner Liebe und wir werden das Gesicht unserer Erde verändern. Amen

 

Donnerstag, 21. Mai 2026

Fürbitten 22.5. immer wieder: vertrauen

 


22.5.2026 Joh.21.1 ein anderer wird dich gürten  

In drei Tagen feiern wir Pfingsten. Sollen wir uns auf das einlassen, was Jesus seinen Jüngern versprochen hat? Vertraut dem heiligen Geist, der euch nun begleiten wird. Jesus selbst ist nicht mehr bei den Jüngern. Er ist auch nicht sichtbar bei uns. Und doch haben wir seine Zusage, dass er uns führen wird. Auch in schwierigen Zeiten. Im Johannesevangelium sagt Jesus etwas sehr Berührendes zu Petrus: „Als du noch jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wird ein anderer dich gürten und führen, wohin du nicht willst.“  Es geht wohl nicht nur ums biologisch alt und hilflos werden – LEBEN heißt auch, einwilligen, dass wir nicht alles in der eigenen Hand haben. – bitten wir den heiligen Geist:

dass wir nicht nur den eigenen Ideen nachrennen - komm heiliger Geist

dass wir loslassen können, was uns nicht guttut                                                

dass wir das wirklich Wichtige erkennen

dass wir auch uns selbst vertrauen

dass wir auch immer wieder ins Unsichere aufbrechen können

dass wir uns klare Entscheidungen zutrauen

dass wir Freiheit riskieren

dass wir keine Angst davor haben, wenn wir am Ende unseres Lebens  uns "selbst aus der Hand geben müssen".

dass wir dir Tag für Tag einfach unser Leben in die Hand legen

 

So führe uns, guter Gott, ja, wohin auch immer. Oft werden wir Angst haben, oft werden wir unsicher sein. Aber mit Jesus finden wir den Weg zu Dir, heute und morgen und in der Ewigkeit. Amen

Mittwoch, 20. Mai 2026

Fürbitten 21.5. Wenn WIDERSTAND zur PFLICHT wird

 


21.5.2026  Franz Jägerstätter   

Heute ist der Gedenktag von Franz Jägerstätter. Der junge Bauer aus Oberösterreich  ist am 9.August 1943 in Berlin von den Nazis hingerichtet worden. Ermordet, weil er sich als Christ geweigert hat, für das Hitlerregime zu kämpfen. 2007 ist Jägerstätter selig gesprochen worden, aber jahrzehntelang war selbst in der Kirche sein Widerstandskampf umstritten. In den Monaten im Gefängnis, in den Monaten vor seiner Hinrichtung hat Jägerstätter von seiner Kirche, der katholischen Kirche, keinerlei moralische Unterstützung bekommen. Ganz im Gegenteil: man warf ihm vor ein Sturschädel zu sein, er solle auf Kompromisse mit dem Regime eingehen. Seiner Familie zuliebe. Auch seine Frau Franziska wurde noch lange nach dem Krieg kritisiert, weil sie die Entscheidung ihres Mannes verstanden und mitgetragen hatte. Heute dürfen wir Franz Jägerstätter selig nennen – bitten wir Gott, gerade jetzt in diesen Tagen vor Pfingsten, dass auch wir klare Entscheidungen im Leben treffen können: 

gib uns Fähigkeit und Mut herauszufinden, was nach unserem eigenen Gewissen falsch oder richtig ist.

Lass uns aufrechte Menschen sein, dass wir zu dem stehen, wovon wir überzeugt sind,                  

Hilf uns zu unterscheiden zwischen Sturheit und Uneinsichtigkeit – und der Notwendigkeit, das Richtige im richtigen Moment zu tun   

Hilf uns zu erkennen, wo auch in unserem Leben Entscheidungen anstehen, die wir treffen müssen, auch wenn sie uns und anderen weh tun.

Lass uns Menschen sein, die Verantwortung für sich und andere übernehmen können.

Gib uns die Kraft, wenn es notwendig ist, auch gegen den Strom zu schwimmen

Gib uns den Mut, Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen und uns für all die einzusetzen, die niemand haben, der auf ihrer Seite steht.

Lass uns in diesem Sinn, in der eigenen Umgebung. gegen Ausländerhetze, Rassismus, Religionsfeindlichkeit und Diskriminierung Andersdenkender auftreten

Sei an der Seite aller Menschen, die auf Grund ihrer religiösen oder politischen Überzeugung verfolgt werden. Vor allem bitten wir aber auch für alle Menschen, die in Kriegshandlungen verstrickt sind und die Befehlen gehorchen müssen

Hilf uns allen in dieser Zeit der anhaltenden Krisen den richtigen Weg zu gehen und uns dort zu engagieren, wo es um Freiheit, Frieden und um die Rechte aller Menschen geht

So bitten wir dich guter Gott, zeige einen Ausweg, wenn Menschen vor unlösbar scheinenden Entscheidungen stehen, hilf uns im Frieden zu leben. amen

 

 

Franz Jägerstätter, am 20 . Mai 1907 in St . Radegund, Oberösterreich, geboren, lehnte aus Gewissensgründen jede Zusammenarbeit mit dem Nationalsozialismus ab . Er wurde am 6 . Juli 1943 wegen Zersetzung der Wehrkraft zum Tod verurteilt und am 9 . August 1943 in Brandenburg an der Havel enthauptet . Die Seligsprechung erfolgte am 26 . Oktober 2007 in Linz Der heutige Gedenktag ist sein Tauftag

Dienstag, 19. Mai 2026

Fürbitten 20.5. sich verändern lassen - nicht einfach

 

4.6.2025 Apg.20.28  loslassen Joh.17.6   

Auch heute spüren wir in allen Texten der Liturgie  eine große Wehmut des Abschiednehmens. Bei Jesus, bei Paulus. Immer geht etwas zu Ende – so wie es auch in unserem Leben immer wieder Momente der Unsicherheit und Leere gibt, Momente des Loslassen müssen.  Genau das sind aber auch Momente, die wieder zu einer größeren Freiheit führen können. Bitten wir, dass wir sie mit dem richtigen Geist füllen


Komm Heiliger Geist – komm du uns entgegen, wenn wir nicht wissen „WOHIN“


Komm Heiliger Geist – lass uns verstehen, wenn wir nicht verstehen können oder verstehen wollen

 

Komm Heiliger Geist – - brich Du uns auf, wenn wir uns nicht mehr öffnen wollen

 

Komm Heiliger Geist – - beutel Du uns durch, wenn wir stur und starr sind

 

Komm Heiliger Geist – - sei wie Regen in der Dürre, wenn wir wie ausgetrocknet sind

 

Komm Heiliger Geist – - finde Du uns dort, wo wir uns selbst nicht mehr zurechtfinden

 

Komm Heiliger Geist – umhülle uns ganz zärtlich, weil wir so viel Liebe brauchen

 

Komm heiliger Geist – komm auch überall dorthin, wo Politik gemacht wird, damit es eine Politik FÜR Menschen ist. Eine Politik die Frieden schafft.

 

Für uns alle bitten wir: Komm heiliger Geist, entzünde in uns das Feuer deiner Liebe und wir werden uns selbst verändern. amen

 

Montag, 18. Mai 2026

Fürbitten 19.5. Altes zurücklassen - wie schwer fällt das

 


19.5.2026 Apg 20.17 Abschied nehmen Joh.17.1  Di 7.OW

Vom Abschied-nehmen ist heute in den Lesungen die Rede. Nach der Himmelfahrt Jesu empfinden seine Jünger und Freunde ganz gewiss eine große Leere. Und wohl auch Ratlosigkeit. In der Apostelgeschichte wird von einem anderen Abschied berichtet. Paulus auf seinen Missionsreisen ahnt, dass Schlimmes auf ihn zukommen wird: „nur das bezeugt mir der Heilige Geist ...dass Fesseln und Drangsale auf mich warten“. Mit diesen Worten verabschiedet sich der Apostel jedenfalls von der Gemeinde in Ephesus. ABSCHIED: auch wir kennen diese Unruhe, diese Verstörung, wenn man spürt, dass Altes vorbei ist und man noch nicht weiß, was neu auf einen zukommen wird. Wie etwa werden wir, wird unsere Gesellschaft  aus all den Krisen dieser Tage herausfinden?  Bitten wir umso mehr: Komm heiliger Geist

wenn uns die Umstände zwingen, neue Wege anzudenken - dann lass uns rufen: Komm heiliger Geist

wenn immer wieder Vieles anders kommt als geplant

wenn wir liebgewordene Gewohnheiten aufgeben sollen

wenn wir unter Pläne, unter ein Projekt einen Schlußstrich ziehen müssen

wenn wir Angst davor haben, uns auf ganz Neues einzustellen

wenn wir auch an Menschen festhalten wollen und nicht loslassen können

wenn wir an einen Punkt kommen, wo wir Selbstständigkeit verlieren

wenn wir trotz allem beten und hoffen keinen Frieden sehen 

wenn im eigenen Leben oft nur noch das nackte Vertrauen bleibt

 

Du guter Gott, wie schwer fällt es uns immer wieder, zu akzeptieren, dass nicht Alles machbar, nicht alles planbar ist. Dass nicht alles in unserer Hand liegt. Hilf uns loslassen und lass uns vertrauen. So bitten wir im Namen Jesu, Amen

 

 

 

 

Sonntag, 17. Mai 2026

Fürbitten 18.5. ja, wir brauchen einen neuen Geist

 

18.5.2026 Apg. 19.1  Montag v Pfingsten

Diese Tage zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten sind in der Liturgie ganz konzentriert auf das, was Jesus vor seinem Weggehen angekündigt hat. Jesus verspricht einen Geist der Wahrheit, einen Geist der Beistand ist, der Trost ist, einen Geist der Mut und Kraft gibt, einen Geist der Ratgeber und Fürsprecher ist. Der Geist Gottes selbst wird es sein, der die Kraft der Erneuerung ist. In der Apostelgeschichte hören wir, wie Paulus auf seiner Missionsreise diesen Geist Gottes auf Menschen herabruft. Auch wir brauchen diesen Geist, wie brauchen dieses neu werden für uns und auch für unsere Gesellschaft. So bitten wir

Um einen neuen Geist - um ein Klima der Toleranz, der Offenheit und des Wohlwollens  

….. sende uns deinen Geist

wir bitten um ein Klima in unserer Gesellschaft, das nicht ausgegrenzt und diskriminiert

ein Klima, in dem Differenzen und Kontroversen ruhig und sachlich ausgetragen werden

ein Klima, in dem wir als Christen eine Stimme der Vernunft und der Mäßigung sind

ein Klima, in dem wir solidarisch denken und solidarisch handeln

Bitten wir, dass wir in all den neuen Herausforderungen neue Chancen entdecken und auch Gutes

dass sich auch die Amts Kirche immer wieder den Geist der Erneuerung zutraut

Bitten wir für uns alle um einen Geist der Freude und Dankbarkeit - dass wir jeden Tag und auch den heutigen als Geschenk sehen und annehmen

 

So bitten wir: Komm heiliger Geist – mach uns lebendig, hilf uns, das Angesicht der Erde zu erneuern  - und lass uns dabei bei uns selbst beginnen. Im Namen Jesu Amen

 

Samstag, 16. Mai 2026

Fürbitten Sonntag 17.5. "Anklopfen"? - beim Heiligen Geist ?

 


17.5.2026 Joh.17.1 Die Stunde ist gekommen 7.Sonntag nach Ostern 

Eine fast wehmütige Stimmung spüren wir seit Christi Himmelfahrt in den Texten der Liturgie. Etwas ist zu Ende gegangen, aber was jetzt? In der Apostelgeschichte hören wir, wie die Freunde Jesu, Männer und Frauen, zurückkehren in ihren Alltag nach Jerusalem. Jesus hat ihnen den Heiligen Geist versprochen, den Tröster, den Helfer, den Beistand, den Ratgeber. Er wird sie ihren Weg weiterführen. Noch warten sie, noch bleibt nur das Vertrauen – und auch wir müssen immer wieder das WARTEN aushalten. so bitten wir heute schon mit dem Blick auf Pfingsten mit der Sehnsucht nach dem heiligen Geist - komm du Geist, der Neues schafft

Hilf uns warten – wenn wir Altes aufgeben sollen und das Neue noch nicht sehen

Hilf uns warten – wenn es Zeit für ein Umdenken ist, aber uns noch der Mut fehlt

Hilf uns warten – wenn wir uns in der Routine des Alltags verfangen und träge werden

Hilf uns warten – wenn die Ungeduld groß ist, aber wir nichts erzwingen sollen

Hilf uns warten – wenn wir Verantwortung abgeben sollen, aber wir anderen zu wenig zutrauen

Hilf uns warten – auch in Gesellschaft und Kirche, wenn wir den Fortschritt nicht sehen

Hilf uns warten - in unserer großen Sehnsucht nach Frieden

Hilf uns warten – wenn wir immer noch dieselben sind und doch schon so lange  um Deinen heiligen Geist gebetet haben

 

Ja, hilf uns warten und komm heiliger Geist, komm Geist Gottes und sei bei uns an diesen Weg-Kreuzungen unseres Lebens. „Halt uns, wo wir haltlos gehen, rate, wo wir ratlos stehn, sprich du, wo wir sprachlos flehen“  Amen

 

In einem Kommentar zum heutigen Sonntag heißt es: „Jesus ist nicht gekommen, um alle Probleme dieser Welt zu lösen. Im Grunde gibt es nur ein Problem: dass der Mensch Mensch bleibt oder, dass er es wird. Dadurch wird Gott geehrt. Jesus hat den Weg gezeigt; er selbst ist der Weg: der Weg Gottes zum Menschen und der Weg des Menschen zu Gott. Gott ist für uns sichtbar geworden in der Person des Menschen Jesu: sein Gesicht ist das Gesicht Gottes. Aber wo sehen wir Jesus? Er will, dass wir ihn in den Menschen erkennen, denen wir jeden Tag begegnen.  Es gibt kein Gottsuchen, kein Gottfinden, das am Menschen vorbeigeht.“

Freitag, 15. Mai 2026

Fürbitten 16.5. Mut zur HAUSKIRCHE

 


16.5.2026 Apg.18.23    frühchristliche Gemeinden:  Priscilla und Aquila 

Die heutige Lesung in der Apostelgeschichte zeigt uns deutlich, wie frühchristliche Gemeinden funktioniert haben. Es waren HAUSKIRCHEN: Christen kamen in ihren Häusern und Wohnungen zusammen. Man hat gebetet, man hat miteinander gegessen – und man hat auf diese Weise die Erinnerung an Jesus und seine Botschaft wach gehalten. Ekklesia heißt diese Art von Versammlung auf griechisch … die Hauskirchen waren der ursprüngliche Begegnungsort der Christen. Uns Christen hat die Corona Pandemie wieder zu den Wurzeln zurückgeführt. In der heutigen Lesung ist aber auch die Rede von einem Ehepaar, das eine wichtige Rolle für die Christengemeinde in Ephesus spielte. Die Frau Priszilla und ihr Mann Aquila. Sechsmal werden sie in der Bibel erwähnt, so wichtig war ihr Einfluss. Bitten wir heute

Dass auch unsere Wohnungen, unsere Familien und Gemeinschaften offene Orte der Begegnung mit Jesus sind – komm heiliger Geist

Dass wir immer Jesus in unserer Mitte wissen, auch wenn wir uns nicht in einer Kirche versammeln

Dass Jesus zu unserem Alltag gehört und keine Sonntagsangelegenheit ist

Dass gerade auch Frauen ein spirituelles Zentrum dieser Hauskirche sind

Dass wir unkompliziert, in unserer Alltagssprache, von dem sprechen, was unsere Freude am Glauben ist

Dass wir keine leeren Rituale leben, weil es „Pflicht“ ist, sondern dass wir mit unserem Leben und unserer ganzen Liebe dahinterstehen

bitten wir, dass wir Kirche in Freude und Freiheit, in Verantwortung und Solidarität leben

 

Du guter Gott, WIR alle sind Kirche, Jeder und Jede von uns, und WIR, Frauen und Männer, Junge und Alte suchen Dich und den Weg. der zu Dir führt. Unseren Weg, den wir mit Jesus gehen wollen, zusammen auch mit allen Menschen, die anders glauben, und in Ehrfurcht vor der ganzen Schöpfung. Amen

 

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Jeder Ausgang ist ein Eingang irgendwo anders." Tom Stoppard


"Die Krankheit der Gewissheit! - Gewissheit verhält sich zur Neugierde wie die Sonne zu den Flügeln des Ikarus. Wo das eine scheint, kann das andere nicht überleben. Gewissheit führt zu Arroganz, Arroganz zur Blindheit, Blindheit zur Dunkelheit und Dunkelheit zu noch mehr Gewissheit. Es geht darum: sich keiner Sache sicher zu sein" Elif Shafak

 

„Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen.
Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.“
Albert Camus

 

"Wie geht's, sagte ein Blinder zu einem Lahmen.
Wie Sie sehen, antwortete der Lahme."
Georg Christoph Lichtenberg

 

"manche kommen aus dem Staunen nicht heraus /
manche nie hinein" Elfriede Gerstl

 

"So ist das Leben und so muss man es nehmen,
tapfer, unverzagt und lächelnd - trotz alledem." Rosa Luxemburg

 

"Aber die größte Begabung ist doch die,
auf der Welt sein zu können und es auszuhalten,
mit einem gewissen Frohsinn." Ilse Aichinger

 

An Ärger festhalten ist
wie wenn du ein glühendes Stück Kohle festhältst mit der Absicht,
es nach jemandem zu werfen -
derjenige, der sich dabei verbrennt, bist du selbst." Buddha


Vergangenheit muss abgeschlossen sein, um Gegenwart herzustellen
Margarete Mitscherlich


"Alle Sorgen können ertragen werden,
wenn wir eine Geschichte über sie erzählen." Karen Blixen

 

"Wir müssen immerfort Deiche des Mutes bauen
gegen die Flut der Furcht" Martin Luther King

 

"das Leben...scheitern, scheitern, immer perfekter scheitern" George Tabori

 

"Vertrauen ist eine Oase im Herzen,
die von der Karawane des Denkens nie erreicht wird." Khalil Gibran




 

Donnerstag, 14. Mai 2026

Fürbitten 15.5. nimm mir die Angst ...

 

15.5.2026  Apg.18.9  Fürchte dich nicht - int. Tag der Familie

„Hab keine Angst, fürchte dich nicht – ich bin mit dir“.   Paulus, der auf seinen Missionsreisen immer wieder in Schwierigkeiten kommt, hört diese Zusage Jesu in einer nächtlichen Vision. Paulus vertraut der Stimme und bleibt deshalb sogar über ein Jahr bei der jungen Jesus Jesus Gemeinde in Korinth. Auch wir kennen Momente und Situationen, in denen wir unsicher sind und auf ein Wort der Ermutigung warten. Vertrauen wir Jesus und bitten wir gerade in diesen Tagen nach Christi Himmelfahrt mit den Worten „Komm heiliger Geist“

nimm mir die Angst, mit einer schwierigen Situation nicht fertig zu werden

nimm mir die Angst eine falsche Entscheidung zu treffen

nimm mir die Angst vor Krankheit und Einschränkungen

nimm mir die Angst, einen Verlust nicht zu verkraften

nimm mir die Angst, es nicht allen recht machen zu können

nimm mir die Angst, zu kurz zu kommen

nimm mir die Angst, nicht mehr wichtig und gefragt zu sein

nimm mir die Angst vor all dem, was wir nicht steuern können, was nicht in unserer Hand liegt

 

Ja nimm uns die Angst und sende uns deinen heiligen Geist guter Gott, dass wir voll Freude und Dankbarkeit und voll Vertrauen leben können. Das erbitten wir vor allem auch für unsere Familien, heute am internationalen Tag der Familie. So viele Formen von Familie gibt es - sei du bei allen. Amen

Mittwoch, 13. Mai 2026

Fürbitten 14.5. jeder Tag: ein Stück Himmelfahrt

 

14.5.2026  Christi Himmelfahrt A  Apg.1.1 Eph.1.17   Mt.28.16

 "Christi Himmelfahrt" feiern wir heute. Das ist keine spektakuläre Reportage von einem übersinnlichen Ereignis vor mehr als 2000 Jahren. Da ist keiner von der Erde in den Himmel gedüst – aber Menschen berichten von einer tiefen Erfahrung, die sie gemacht haben. Dieser Jesus, der für sie ein Wegweiser zu Gott war, der ist nun wieder in diese Einheit mit seinem Vater und Gott zurückgekehrt – nach aller Erfahrung des Todes. So wie es auch unser Lebensweg und unser Lebensziel ist.  Wobei das Ende, von dem wir heute hören – am ANFANG steht. Am Anfang der Apostelgeschichte nämlich. Dort wo es nun die Apostel sind, die die Botschaft Jesu weitertragen. Und so sollen auch wir uns nicht vor dem Abschiednehmen und dem Ende mancher Dinge fürchten, sondern mit Jesus immer wieder den Neuanfang wagen. In der zweiten Lesung haben wir im Brief an die Epheser gehört, was uns nun bestärken soll „Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid“  Die „Himmelfahrt Jesu“ soll uns einen neuen Blick auf das Leben schenken. so bitten wir

Erleuchte die Augen unseres Herzens - damit wir gut sehen können die Menschen um uns, dass unser Blick sie verwandelt und ihnen gut tut, dass wir das Einmalige an Menschen und Situationen wahrnehmen können

Erleuchte die Augen unseres Herzens - damit wir uns neu umsehen, dass wir nicht auf uns selbst bezogen bleiben, dass wir aufmerksam und mitfühlend sind und erkennen, wann und wo wir gebraucht werden

Erleuchte die Augen unseres Herzens - damit wir einsehen können, wenn wir uns falsch verhalten haben, damit wir einsehen können, wenn wir anderen etwas schuldig geblieben sind, damit wir uns in der Einsicht selbst „wandeln“ können

Erleuchte die Augen unseres Herzens - damit wir immer wieder nachsehen können, wenn wir glauben, gekränkt worden zu sein.  - damit wir auch uns selbst nachsehen können, weil wir niemals perfekt sein werden

Erleuchte die Augen unseres Herzens - damit wir im Aufsehen Hoffnung schöpfen, dann, wenn uns Ängste und Sorgen belasten - damit wir aufsehen können, und immer wieder einen Neu-Anfang wagen

Erleuchte die Augen unseres Herzens - dass wir mit dem Herzen sehen können - auch unsere Gemeinschaften, auch unsere Kirche, Dass wir sie trotz aller Fehler mit Liebe sehen, einer Liebe die auch uns hinein verwandelt in die Liebe  Jesu, ein Stück Himmelfahrt

So bitten wir, lass uns jeden Tag wieder ein Stück Himmelfahrt erfahren - in der Freude und im tiefen Vertrauen. Amen

Dienstag, 12. Mai 2026

Fürbitten 13.5. GOTT - ????

 


13.5.2026  Apg.17.15 einem unbekannten Gott  

Wie sollen wir uns Gott denken? Wer ist Gott? Darum geht es heute in der Apostelgeschichte. Paulus predigt am Areopag in Athen und verweist auf einen Altar, den er dort sieht und der „einem unbekannten Gott“ gewidmet ist. „Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkündige ich euch“ - so spricht Paulus nun zu den Athenern, die sich neugierig versammelt haben.  Im Evangelium, heute einen Tag vor Christi Himmelfahrt,  spricht Jesus vom Geist der Wahrheit, der uns in die ganze Wahrheit führen wird.  Was ist Wahrheit und welchen Gott suchen wir? Bitten wir heute

sei uns ein Gott der Liebe, und nicht ein Gott der Bücher und Lehrmeinungen

sei uns ein Gott, der uns das Leben weit und ohne Angst macht

sei uns ein Gott, vor dem wir sein dürfen, wie wir sind

sei uns ein Gott, der uns zum Miteinander führt

sei uns ein Gott, der Wunden heilt und Versöhnung möglich macht

sei uns ein Gott, der uns in der Versuchung führt und nicht in die Versuchung

sei uns ein Gott, mit dem wir JETZT und HEUTE leben, denn hier beginnt die Ewigkeit

sei uns ein Gott der Liebe, weil wir dich niemals fürchten dürfen, sondern nur von Herzen lieben

 

Denn Du bist „Gott mit uns“, Gott mit ALLEN Menschen, die dich suchen. Wir gehen den Weg mit Jesus – aber alle Wege führen zu Dir, dem Gott für uns alle. Gott, der mit uns lebt und liebt - heute und alle Tage amen.

Montag, 11. Mai 2026

Fürbitten 12.5. VERTRAUEN - aber wie lernt man das

 


12.5.2026   Apg 16.22   vertraut auf Hilfe 

„Glaubt an Jesus - und Gott wird euch auch aus den widrigsten Umständen befreien“,   das kann uns die heutige Lesung aus der Apostelgeschichte sagen. Wieder einmal sind Paulus und sein Begleiter während ihrer Reise zu den einzelnen Jesus Gemeinden in großen Schwierigkeiten. Man hat sie ins Gefängnis geworfen - aber durch ein Erdbeben werden sie auf wunderbare Weise befreit und bringen sogar den Gefängnis-Aufseher zum Glauben an Jesus.   Natürlich wissen wir aus unserer täglichen Erfahrung, dass nicht wirklich immer alles „gut ausgeht“. Und doch wollen wir auch heute wieder mit genug „Vertrauen ins Leben“ starten. So bitten wir  

Um das tiefe Vertrauen - Dass es aus all den Krisen und Kriegen, dass es aus Machtanspruch und Gewalt ein Entrinnen gibt

Um das tiefe Vertrauen bitten wir - Dass Menschen überall auf der Welt ihr kleines Leben in Frieden leben können

Um das tiefe Vertrauen bitten wir - dass es Zusammenhalt und Solidarität in unserem Land gibt, dass auch in einer schwierigen Zeit nicht bei denen gespart wird, die es nicht ohne staatliche Hilfe schaffen

Um das tiefe Vertrauen bitten wir - Dass gerade die jungen Menschen mit mehr Vertrauen ihre Zukunft planen können

Um das tiefe Vertrauen bitten wir - Dass viel mehr auf Umwelt – und Klimaschützer gehört wird, dass die Politik hier nicht die falschen  Sparmaßnahmen trifft

Um das tiefe Vertrauen bitten wir auch - Dass wir aus unseren eigenen kleinen Krisen und Sorgen herausfinden, dass wir immer wieder Licht am Ende des Tunnels sehen, dass wir dem Leben und jedem neuen Tag vertrauen können

 So bitten wir im Namen Jesu Amen

 

Sonntag, 10. Mai 2026

Fürbitten 11.5. so viele ABSCHIEDE gibt es

 


11.5.2025  Joh 15.26 wenn man sich von Altem verabschieden muss - Neues wird kommen

In wenigen Tagen feiern wir das Fest „Christi Himmelfahrt“ . Schon seit einiger Zeit hören wir in den Texten des Evangeliums die Abschiedsworte Jesu an seine Jünger. Er spricht ihnen Mut zu, er ermuntert sie zur Freude, er fordert sie auf, Gott ganz zu vertrauen. Der Geist Gottes wird sie begleiten. Jesus macht aber auch kein Hehl daraus, dass auch seine Anhänger mit dem rechnen müssen, was ihm selbst geschehen ist: Ablehnung, Verfolgung Gewalt und Tod. Auch wenn wir in unserem kleinen Alltag nicht von so schlimmen Szenarien ausgehen müssen: das EINE aber kennen wir: Immer wieder spüren wir, wie Altes zu Ende geht, - wie aber wird es weitergehen? So manche sprechen von einer Zeitenwende. Rundum ist von Aufrüstung statt von Frieden die Rede. Bitten wir heute um den Geist von Mut und Zuversicht

wenn wir uns neuen Herausforderungen stellen müssen   Hilf, heiliger Geist

wenn es mit liebgewordenen Gewohnheiten nicht weiter geht   

wenn wir gerne Sicherheit hätten und Veränderung Angst macht

 wenn Vieles immer wieder anders kommt als geplant       

 wenn wir unter Pläne und Projekte einen Schlußstrich ziehen müssen

 wenn wir in Ungeduld Dinge erzwingen möchten

 wenn wir von Anderen abhängig sind und nur mehr vertrauen können

 wenn wir Menschen, die uns lieb sind, gehen lassen müssen

 wenn uns die Welt rund um uns Angst macht und wir außer beten nichts tun können

    

Ja komm heiliger Geist, kommt Geist Gottes und sei bei uns an den Weg-Kreuzungen unseres Lebens. „Halt uns, wo wir haltlos gehen, rate, wo wir ratlos stehn, sprich du, wo wir sprachlos flehen“  Amen

Samstag, 9. Mai 2026

Fürbitten 6.Ostersonntag LIEBT EINANDER ....

 


10.5.2026  Joh14.15  bleibt in meiner Liebe   MUTTERTAG    

Es ist heute der sechste Sonntag nach Ostern und in wenigen Tagen werden wir Christi Himmelfahrt feiern. Auch heute hören wir im Evangelium wie Jesus in seinen Abschiedsworten an die Jünger immer und immer wieder diese eine Bitte formuliert:  „Liebt einander, bleibt in meiner Liebe…ihr seid in mir und ich bin in euch“.“. Der Sinn unseres Lebens wird am Maß unserer Liebe gemessen. So bitten wir besonders heute an diesem Tag, der auch MUTTERTAG  ist

 

Dass wir dankbar sind für alles, was wir an Liebe erfahren und empfinden dürfen

Dass wir auch die Liebe Gottes zu uns erkennen, ganz banal in den vielen Momenten unseres Tage

Dass uns diese Liebe vertrauen hilft, gerade auch im ganz alltäglichen Leben mit seinem Auf und Ab

Dass unsere Liebe immer mehr auch die umfasst, mit denen es uns im Alltag oft schwer fällt zusammen zu leben und auszukommen

Dass unsere Liebe vieles aushalten kann, auch unser eigenes Versagen, all das, was wir nicht selbst an „gut-sein“ schaffen

Dass unsere Liebe uns immer mehr hilft, unser Leben zu teilen. Dass wir Zeit schenken,  Anteilnahme  und Zuwendung und nicht zuletzt auch gerne für Hilfsprojekte spenden

Du guter liebevoller Gott: so bitten und DANKEN wir heute ganz besonders auch für alle Mütter und Großmütter und all die vielen mütterlichen Menschen, die unser Leben begleiten und uns guttun. Mach uns selbst fürsorglich für andere, lass uns Verantwortung übernehmen, lass uns hinsehen auf die, die Hilfe brauchen. Amen