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Dienstag, 22. September 2026

Fürbitten 23.9 nicht so viel mit mir herum schleppen

 


23.9.2026 Lk.9.1  nehmt nichts mit auf dem Weg    

Zwei Gedanken gibt uns heute das Evangelium mit. Jesus sendet seine Jünger, das heißt, er sendet UNS hinaus in den Alltag: Frieden sollen wir bringen, Versöhnung, heilsam sollen wir für andere sein. ABER sagt Jesus auch: „nehmt nichts mit auf den Weg, „keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld ….“ Wobei Jesus auch noch hinzufügt, drängt euch nicht auf. Dort, wo man euch nicht haben will, dort „schüttelt den Staub von euren Füßen“  Ja, das ist auch wichtig: Mit Macht und Zwang soll gar nichts gehen. Wie aber nehmen wir das Leben in Angriff  OHNE allem: keine Absicherung, kein Sicherheitsnetz? Wir alle müssen unser Leben planen, sind verantwortlich für andere. Ganz so radikal also werden die meisten von uns nicht leben können. Aber vielleicht wäre es schon hilfreich, wenn wir wenigstens ein wenig von dem zurücklassen, was letztlich doch nur Ballast ist.  bitten wir heute:

Mach uns frei - von dem vielen Unnötigen, das wir Tag für Tag anhäufen, von der Sammelwut, von dem nicht loslassen können von so viel Kleinkram

 

Mach uns frei - Vom engen planen Tag um Tag, von den vielen Terminen, vom ängstlichen Vorausschauen, vom kleinlichen Einteilen unserer Zeit.

 

Mach uns frei - Von dem, was uns die anderen oft aufbürden, was wir uns nicht getrauen, abzulehnen, die Angst übergangen zu werden und unwichtig zu sein.

 

Mach uns frei - Von der Ängstlichkeit, es anderen nicht recht zu machen, nicht perfekt zu sein, hinter den eigenen Erwartungen zurückzubleiben

 

Mach uns frei - Von all dem, weswegen wir uns für wichtig halten, weswegen wir glauben, unabkömmlich, unersetzbar zu sein

 

Mach uns frei - Von der Angst im Leben zu kurz zu kommen, von der Angst, zu den Verlierern zu gehören, auch vor der Angst, nicht von allen geliebt zu.

 

Und vor allem bitten wir – mach uns Frei - Mach uns frei FÜR neue Begegnungen, für neue Eindrücke, für neue Wege – mach uns Freitag innezuhalten und immer wieder Abstand zu gewinnen

 

 

Du guter Gott. wir vermögen mehr, als wir uns oft zutrauen. Gib uns Kraft und Mut, das zu leben, was wir uns ersehnen. Du aber bist es, der vollenden wird,

was wir immer wieder, jeden Tag neu, versuchen.  Amen

 

 

Montag, 21. September 2026

Fürbitten 22.9 Schwierige Kinder - auch Jesus?

 


22.9.2026 Lk.8.19   Deine Mutter steht draußen

Wie oft hört man von schwierigen Kindern. Nicht einmal ihre Mütter finden dann noch Zugang zu ihnen. War auch Jesus für seine Mutter ein schwieriges Kind, ein schwieriger, junger Mann? Maria hat es sicher nicht einfach mit Jesus gehabt. Sie war nicht von allem Anfang an die himmlische Mutter Gottes - vieles an ihrem Sohn muss sie verwirrt haben. Im Evangelium wird heute berichtet, dass Mutter und Brüder einmal zu Jesus kamen, ihn aber wegen der vielen Menschen um ihn nicht erreichen konnten. Auf ihre Bitte, er möge zu seiner Familie kommen, reagiert Jesus nicht.  Vielmehr sagt er zu den Menschen, mit denen er beisammen ist: "Die, die mich verstehen, die mir zuhören, die sind meine Familie, die sind mir Mutter und Brüder". Seine Mutter lässt er ungerührt vor der Türe stehen 

Bitten wir heute

dass wir Jesus nicht nur verklärt sehen, sondern auch seine Ecken und Kanten

dass wir das Ungewöhnliche, das Provokante, dass so ganz Andere an Jesus wahrnehmen und uns damit auseinandersetzen

dass wir immer wieder und viel mehr auch an das menschliche Leben von Jesus und Maria denken - dass wir uns aus diesem Leben Geduld abschauen, Toleranz, einen langen Atem für alles, was wir selbst nicht gleich verstehen

dass Jesus „nachfolgen wollen“ auch heißt: in Kauf nehmen, dass wir selbst auch bisweilen für andere Menschen schwierig erscheinen

bitten wir für alle Eltern, die auch so manches an ihren Kindern nicht verstehen, die oft Angst haben, ganz den Kontakt zu verlieren

bitten wir, dass Eltern ihren Kindern Freiheit und Vertrauen einräumen, dass sie ihnen nicht ihre eigenen Vorstellungen vom Leben aufzwingen wollen

bitten wir für die jungen Menschen, dass auch sie Geduld mit Erwachsenen und Älteren haben, dass es von beiden Seiten Verständnis und Toleranz füreinander gibt  

bitten wir ganz besonders für die Kinder und Jugendlichen, die als besonders schwierig gelten, Kinder, mit denen selbst Erwachsene sich schwer tun, Kinder, die sich an keine Regeln halten

und bitten wir, dass wir mit dem Blick auf Jesus auch Geduld und Respekt vor allen Menschen haben, die aus dem Rahmen fallen, die nicht angepasst sind, die ihren eigenen Weg gehen und für uns unverständlich sind  

Du guter Gott, irgendwie sind wir wohl alle - jeder und jede auf unsere eigene Weise - schwierige Menschen:  so bitten wir dich:  begleite uns durch alle Höhen und Tiefen, auf allen Umwegen und Irrwegen unseres Lebens: denn sie alle führen zu dir. Amen

 

 

 


Sonntag, 20. September 2026

Fürbitten 21.9. WAS ist MEIN BEITRAG für diese Welt

 


 21.9.2026 Hl. Matthäus  Berufung   Mt.9.9 Das BESONDERE in mir spüren 

Es ist ein Kirchenfest, das heute gefeiert wird – das Fest des hl.Matthäus. Matthäus wird in sämtlichen Apostelverzeichnissen angeführt. Er ist jener Zöllner mit Namen Levi, den Jesus von der Zollstelle weg zu sich ruft. Zöllner waren bei den Juden äußerst unbeliebt, weil sie mit den Römern zusammenarbeiteten und sicher oft mehr Geld kassierten, als notwendig war. Ausgerechnet ihn fordert Jesus auf: „Komm, geh mit mir“. Matthäus tut das tatsächlich und er gibt für diesen Jesus auch noch ein großes Fest, zu dem noch viele andere Zöllner und Menschen eingeladen wurden, die von der feinen jüdischen Gesellschaft nicht geschätzt waren. Wieder ein Vorwurf mehr, den man Jesus macht. Aber Jesus sagt dort, und wir hören es heute im Evangelium: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten“. Das Fest des hl.Matthäus will grundsätzlich etwas über Berufung aussagen, wie es zuvor auch Paulus im Epheserbrief schreibt: Jeder von uns hat eine ganz eigene Berufung, die er der „Kirche“, der Gemeinschaft der Christen, zur Verfügung stellen soll. Aber natürlich auch der ganzen Gemeinschaft, der Gesellschaft. So bitten wir

Lass uns erkennen, worin unsere besonderen Begabungen liegen, gib uns den Mut, das zu leben, was wir als Sehnsucht in uns tragen

Gib uns die Courage immer wieder aus Alltag und Routine auszubrechen, dass wir offen und neugierig bleiben – wer weiß, auf welche Art und Weise uns Jesus ermuntert, unsere Begabungen einzusetzen

Hilf auch, dass wir uns auf ganz Unbekanntes einlassen, dass wir unbefangen und offen sind für neue Menschen und neue Gedanken

Zeige uns, wie wir unsere Begabung, unsere Berufung für andere nützlich machen können

Bitten wir, dass wir niemand als „unwürdig“ aus unseren Gemeinschaften ausschließen, dass wir niemanden abqualifizieren, dass wir niemand den guten Willen und das gute Mensch-sein absprechen. Dass wir uns immer wieder fragen, "wie würde Jesus handeln"

Dass gerade auch die Kirche Menschen nicht aus der Nähe Jesu ausschließt – wer weiß, wen Jesus heute ruft – den die Amtskirche nicht für anständig genug hält

Bitten wir, dass wir Jesus dort suchen, wo Menschen uns brauchen, dass wir im Vertrauen leben können, ganz gleich, was jeder Tag an Herausforderung mit sich bringt

Guter Gott. Jede und jeden von uns berufst Du auf eine besondere Weise. Lass uns erkennen, an welchem Platz du uns brauchst und mach uns Mut, dort unser Bestes zu geben. Das bitten wir im Vertrauen auf Jesus.  Amen.

Samstag, 19. September 2026

Fürbitten Sonntag 20.9. um Schutz und Förderung für alle Kinder dieser Welt

 


20.9.2026 internationaler Weltkindertag 

Auch in Österreich wird heute der internationale Weltkindertag begangen. Die Uno stellt ihn unter das Motto: „Starke Kinder – starke Zukunft“. Das ist ein Slogan, der die Hoffnung und die Forderung ausdrücken soll, dass alle Kinder dieser Welt unter gerechten Verhältnissen aufwachsen dürfen, rundum behütet und gefördert. Die Zukunft soll ihnen offenstehen, nicht eingeschränkt durch Armut oder Herkunft. Nur zu gut wissen wir, wie es in der Realität aussieht. Sogar in Österreich ist jedes 5.Kind von Armut betroffen – schon seit langem wird eine Kindergrundsicherung gefordert. Orientieren wir uns heute an einigen Punkten der UNO Kinderrechtskonvention, nehmen wir sie als Anliegen in unsere Fürbitten

Jedes Kind hat das Recht auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit, medizinische Versorgung, sauberes Trinkwasser und vollwertige Nahrungsmittel. - 

Guter Gott – wir bitten darum

Jedes Kind hat das Recht auf Schutz vor Gewalt in jeglicher Form. Dazu zählen neben körperlicher Gewalt auch seelische Gewalt, Vernachlässigung und schlechte Behandlung.

Jedes Kind hat das Recht auf staatlichen Schutz vor sexuellem Missbrauch und sexueller Ausbeutung.

Jedes Kind hat das Recht auf Bildung. Dazu zählen u.a. der kostenlose und verpflichtende Besuch einer Volksschule sowie der freie Zugang zu verschiedenen Formen weiterführender Schulen.

Jedes Kind hat das Recht auf Ruhe, Freizeit, Spiel und aktive Erholung sowie kulturelle und künstlerische Teilhabe.


So bitten wir heute ganz besonders für die unzähligen Kinder in den Kriegs- und Krisengebieten der Erde, wir bitten für die Kinder in all den Teilen der Welt, die mit Hunger, Armut und leben, wir bitten aber auch , dass Kinder nicht von sozialen Netzwerken manipuliert werden, bitten wir für alle kranken Kinder und beten wir für die, die als extrem schwierig gelten und sich schwer mit Regeln und Gesetzen tun. Sie alle bringen wir im Gebet und in unseren Bitten zu Dir, Amen

Freitag, 18. September 2026

Fürbitten 19.9. GEDULD GEDULD GEDULD

 

19.9.2026 Lk.8.4  der Sämann  

Im Evangelium hören wir heute wieder einmal das Gleichnis vom Sämann. Jesus erzählt es aus der Perspektive Gottes. Gott sät sozusagen guten Samen aus – aber nicht alles geht auf und gedeiht. Schon das, was Jesus als Wort Gottes verkündet hat – so wie auch „Wort Gottes“ heute: es kommt einfach nicht alles bei den Menschen an. Die einen interessiert es erst gar nicht, andere tun sich schwer mit dem Inhalt, wieder andere sind schnell begeistert, aber die Begeisterung verfliegt auch wieder.  Es sind aber auch Erfahrungen, die wir selbst nur zu gut kennen. Man investiert viel in ein Projekt, man engagiert sich, man plagt sich ab, – und letztlich die Enttäuschung: nur weniges von dem, was man wollte, ist erreicht worden. Viel Bemühen, viel guter Wille - wenig Wirkung. Wer immer als Säman unterwegs ist  - mit 100proentigem Ernte-Erfolg darf man wohl nicht rechnen. Bitten wir heute

Für alle, die sich bemühen „Wort Gottes“ unter die Menschen zu bringen, dass sie sich verständlich machen können und dass sie auch erleben dürfen, dass ihr Einsatz hilfreich war

Für die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich in den verschiedensten Projekten engagieren, dass sie Erfolge sehen, aber auch durch Rückschläge nicht entmutigt werden

für uns selbst bitten wir, um einen langen Atem wenn sich nicht schnell genug das einstellt, was wir uns als Erfolg wünschen

um Geduld und Vertrauen bitten wir, dass wir gelassen zuwarten können - aber auch gelassen annehmen, was sich nicht hat realisieren lassen

Hilf uns, das Notwendige und Richtige zu tun – und dass wir doch nicht Andere mit unseren Erwartungen überfordern

Bitten wir für alle gutmeinenden Verantwortlichen in unserer Krisen Zeit – dass man sich bemüht, die großen Herausforderungen gemeinsam und für alle solidarisch zu lösen

 

 Du guter Gott so lass uns auch heute „in Gedanken, Worten und Werken“ Gutes aussäen, zeige uns aber auch, dass nicht wir selbst das Perfekte und Makellose zustande bringen müssen – lass uns immer wieder erfahren, dass letztlich DU es bist, der gelingen lässt, worum wir uns bemühen - Amen. 

Donnerstag, 17. September 2026

Fürbitten 18.9. ohne Frauen geht die Kirche nicht

 


18.9.2026  Lk. 8.1 Frauen begleiten Jesus       

 Unmissverständlich berichtet das Evangelium heute davon, dass es nicht nur Männer waren, die Jesus begleitet haben und die zu seinen Freunden gezählt haben. Es waren auch Frauen dabei und drei werden im heutigen Evangelium sogar namentlich genannt. Maria aus Magdala, dann Johanna, die Frau eines gewissen Chuza und Susanna die Frau eines hohen Beamten des Herodes. Und noch etwas ist bemerkenswert, diese Frauen haben Jesus und die Jünger unterstützt, und gemeint ist nicht nur: „ideell“ unterstützt, sondern es heißt wörtlich: „sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen“. Diese offenbar vermögenden Frauen haben es also auch finanziell möglich gemacht, dass Jesus sein Wanderleben führen konnte.  Bitten wir für die Frauen in unserer Kirche und in unserer Gesellschaft

für alle Frauen, die in den Diözesen, in den Pfarr-Gemeinden, in der Seelsorge, in der Schule, in den Klöstern, in der Theologie Hoffnung für eine weibliche Zukunft der Kirche sind

Bitten wir, dass es eines Tages auch ganz selbstverständlich Frauen im Priesteramt gibt 

Bitten wir, dass wenigstens die schon jahrelangen Diskussionen um Frauen als Diakoninnen zu einem konkreten Ergebnis führen

Bitten wir für alle Frauen die ehrenamtlich und ganz im Stillen - so oft unbedankt - durch ihre Arbeit die Kirche mittragen

Bitten wir für all die Frauen, die auch unser öffentliches Leben mittragen – nicht nur in hohen politischen oder wirtschaftlichen Positionen, sondern vor allem auch überall dort, wo Pflege-und Krankenarbeit geleistet wird, wo Pädagoginnen Tag für Tag in Schulen und Kindergärten gefordert sind.

Bitten wir für alle Frauen, die unspektakulär für ihre Familien da sind, bitten wir besonders für die, die Opfer von Gewalt und Missbrauch werden, für all die Frauen, die der Wut ihrer Männer zum Opfer fallen und getötet werden.

 

 So bitten wir guter Gott, segne und begleite die Arbeit der Frauen, wo auch immer sie in ihrem Alltag stehen. Lass Frauen vor allem auch in der Kirche auf Männer treffen, die mit dem Selbstverständnis Jesu auf Augenhöhe das Leben mit ihnen teilen. Amen

 

 

 

Mittwoch, 16. September 2026

Fürbitten 17.9. Nur im MIT - und FÜR - einander gibt es Himmel

 

Hildegard von Bingen: Vision des Menschen

17.9.2026 Hildegard von Bingen 

Heute ist der Gedenktag für Hildegard von Bingen. Sie ist eine der ganz großen Frauengestalten der Kirche, nicht nur des Mittelalters. Sie war Prophetin, Predigerin, Medizinerin und Künstlerin. Selbstbewusst, charismatisch, umfassend gebildet, vertraut mit Körper und Seele. Das Zentrum ihrer Kraft war ihre leidenschaftliche mystische Hingabe an Gott, das gab ihr die Fähigkeit, zum eigenständigen Denken, auch gegen die Lehrmeinungen ihrer Zeit. Hildegard gilt als erste Vertreterin der deutschen Mystik des Mittelalters. Ihre Werke befassen sich mit Religion, Medizin, Musik, Ethik und Kosmologie. Sie war Beraterin vieler Persönlichkeiten. Von ihr ist ein umfangreicher Briefwechsel erhalten, der auch Ermahnungen gegenüber hochgestellten Zeitgenossen enthält, sowie Berichte über Seelsorgereisen. Bitten wir mit Worten und Gedanken von Hildegard von Bingen – in einem ihrer wunderbaren Gedichte schreibt sie:

Wir müssen auf die Stimme unserer Seele hören, wenn wir gesunden wollen...
Solange wir uns nicht selbst in den Augen und Herzen unserer Mitmenschen begegnen,
Solange wir nicht erlauben, dass unsere Mitmenschen an unserem Innersten teilhaben,
Solange wir fürchten durchschaut zu werden, - Solange bleiben wir allein

so bitten wir:

Lass uns auf die Stimme unserer Seele hören, damit wir im tiefsten Inneren gesund werden, damit wir auch anderen eine Hilfe zu ihrem Heil-werden sind

Lass, dass wir uns selbst in den Augen und Herzen unserer Mitmenschen erkennen, dass wir mitfühlend und solidarisch sind, dass wir DICH in denen erkennen, die unsere Hilfe brauchen

Lass, dass wir die Menschen um uns auch an unserem Inneren teilhaben lassen, dass wir warmherzig und vertrauensvoll sind, ohne Angst, den Kürzeren zu ziehen

Lass, dass wir uns öffnen und keine Angst haben, „durchschaut“ zu werden – es soll Gott sein, der durch uns durchschaut, das soll  niemand Angst machen

schenk uns Frieden und Geborgenheit, dann können wir uns selbst und die Anderen erkennen

schenk uns Güte und Gemeinschaft mit allen Lebewesen, so haben wir Gemeinschaft mit dir

Gib uns alle Fähigkeit und allen guten Willen, unsere Erde wert zu schätzen und sie so intakt wie möglich zu bewahren. Hilf uns täglich unseren eigenen kleinen Beitrag zu leisten.

 

Und auch heute bitten wir ganz besonders: Herr hilf uns, in dieser herausfordernden Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen, lass uns vertrauensvoll jeden neuen Tag beginnen -  mach DU den Frieden möglich, der an so vielen Orten so dringend gebraucht wird. Amen

 

 

Dienstag, 15. September 2026

Fürbitten 16.9. Ja, den gibt's überall: den Grantscherm und die Nörgler

 


16.9.2026 Lk.7.31 wer nicht will, dem passt gar nichts  

Jesus ist kein Romantiker und kein Traummännlein, er kennt sich mit den Menschen aus. Man kann für euch tun, was man will, sagt er heute: es ist immer das Falsche. Ist einer asketisch, wie Johannes der Täufer, jammern die Leute, „der ist ja nicht ganz normal“. Ist einer lebensfroh wie Jesus, dann sagen dieselben Leute: „so ein Fresser und Säufer“. Die Kritik Jesu richtet sich zuallererst an die Pharisäer und die Theologen, die Gesetzeslehrer, seiner Zeit. Sie WOLLEN einfach nicht verstehen, was Jesus zu sagen hat. Aber ist die Situation heute so viel anders? Bitten wir

für alle, denen auch immer irgendetwas nicht passt, an der Kirche

für alle, die anderen mit ihrer Kritik die Freude am Glauben nehmen wollen

für alle, die vor lauter Kritik an der Kirche nicht den hilfreichen Sinn der Worte Jesu verstehen können

für alle, denen es aber oft auch durch ausgrenzende und harte Aussagen in der Kirche schwer gemacht wird, Jesus anzunehmen

 bitten wir für uns selbst, dass wir unsere fixen Vorstellungen davon ablegen, WIE jemand zu sein hat, um in unseren Augen perfekt zu sein

dass wir die unterschiedlichen Menschen annehmen können und auch die vielen unterschiedlichen Arten, wie Menschen leben wollen

Bitten wir vor allem darum, dass uns unser Glaube dankbar und lebensfroh und großzügig und tolerant macht - dass wir uns immer mehr bemühen, mit den Augen des Herzens zu sehen

 

Du guter Gott, lass uns in großer Dankbarkeit und Freude leben, und lass uns Menschen sein, die anderen GUT tun. Bewahre uns vor aller Rechthaberei und Nörgelei , Darum bitten wir im Namen Jesu. Amen 

Montag, 14. September 2026

Fürbitten 15.9. der Schmerz der Frauen und Mütter

 

15.9.2026  Gedächtnis der Schmerzen Mariens   int Tag der Demokratie

 Einen Tag nach dem Fest „Kreuzerhöhung“ ist heute das „Gedächtnis der Schmerzen Mariens“. Das Bild dafür ist die Pieta‘: die vor Schmerz erstarrte Mutter, auf ihrem Schoß der zu Tode gequälte tote Sohn.  Es ist wohl nicht nur der Tod eines Kindes, der für eine Mutter unerträglich ist – auch viele andere Entwicklungen können unendlich weh tun, können unbegreiflich sein. Ganz grundsätzlich gibt es wohl keine Liebe, die nicht auch mit Schmerz und Kummer und Sorgen verbunden wäre. Und doch hält die Liebe durch und findet ihren Platz dort, wo sie gebraucht wird. Bitten wir heute mit unserem Blick auf Maria

 


Du guter Gott: hilf all den Müttern, die dir ihre Kinder entgegenhalten

Mütter in Todesgefahr, Mütter auf der Flucht,

Mütter, die ihre Kinder durch Krankheit oder Unfälle sterben sehen

Mütter in Sorge um ein gefährdetes Kind

 

 Du guter Gott: Hilf all den Frauen, die Opfer von Gewalt, Missbrauch und Demütigung sind -  Hilf den vielen Frauen, die müde geworden sind unter ihren Belastungen, die sich allein gelassen fühlen mit Beruf, Kindern und Familie. Segne die Bemühungen aller, die sich für Menschenwürde und Gleichberechtigung der Frauen engagieren

Bitten wir für alle, die einen schweren Verlust erlitten haben - Für alle, bei denen sich Hoffnungen zerschlagen - Für alle, die glauben gescheitert zu sein - Für alle, denen es schwerfällt, nach einem schweren Schicksals-Schlag weiterzumachen

Bitten wir für uns selbst, dass wir Traurigkeit und Enttäuschung aushalten, dass wir immer wieder neuen Lebensmut schöpfen, dass wir auch anderen helfen, aus Krisen und Hoffnungslosigkeit wieder herauszufinden

Heute ist auch der internationale Tag der Demokratie. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Bitten wir, dass wir weiter in einem demokratischen Land leben dürfen und dass wir selbst dazu beitragen, dass unsere Institutionen nicht schlecht gemacht werden, dass wir auf eine Atmosphäre von Respekt und Menschenwürde für alle achten


Guter Gott, so vieles bleibt uns an Schmerz und Unsicherheit oft nicht „erspart“ im Leben. Wie oft fragen wir ratlos nach dem „Warum“ und nach einem „Sinn“. Hilf uns mit unserem Blick auf Maria: in Geduld auszuhalten, was wir oft noch nicht verstehen, führe uns Wege, die ins Leben führen, darum bitten wir im Namen Jesu. Amen

 

Sonntag, 13. September 2026

Fürbitten 14.9. DAS KREUZ - lass es uns auch ein Zeichen der Hoffnung sein

 


14.9.2026 Fest der Kreuzerhöhung

Gefeiert wird heute das Fest der „Kreuzerhöhung“. Es hat seinen Ursprung in Jerusalem; dort wurde am 13. September 335 die Konstantinische Basilika über dem Heiligen Grab feierlich eingeweiht. An einem 13.September im Heiligen Land war angeblich auch das Original Kreuz gefunden worden, an dem Jesus gestorben ist. Helena, die Mutter von Kaiser Konstantin hatte danach suchen lassen. Am 14. September 335, dem Tag nach der Kirchweihe, wurde es nun in der neuen Kirche dem Volk zu ersten Mal gezeigt („erhöht“) und das Kreuz konnte verehrt werden. - Wenn wir heute von KREUZ sprechen, dann schließt das auch all das mit ein, was uns selbst an „Kreuz-tragen“ nicht erspart bleibt. Ob man religiös ist oder nicht: Leid und Schmerz gehören zum Leben. Wir alle wissen nur zu gut, auf wie viele Fragen es keine Antwort gibt – uns Christen hilft dann ganz oft der Blick zum Kreuz. Bitten wir für alle, die in einer schweren Situation sind

Wir bitten für all die Menschen, die Opfer von Krieg und Terror sind. Menschen, die nur Spielball von Politik und Machtinteressen sind

Wir bitten für die Opfer von Naturkatastrophen – denken wir in diesen Tagen besonders an die schwer getroffenen Menschen in Nepal

Wir bitten auch für die all die Menschen, die Opfer moderner Sklaverei und Menschenhandel sind, besonders an die vielen Frauen, die als Sexsklavinnen davon betroffen sind

Wir bitten aber auch für die Opfer alltäglicher, oft häuslicher Gewalt, wir denken besonders an all die Frauen, die Opfer männlicher Gewalt geworden sind, Frauen, die sterben mussten, Frauen die vor ihren Partnern fliehen müssen.   

Wir bitten vor allem auch für die Kinder in allen Teilen der Welt, wo sie nur Armut, Hunger, Krieg, Angst und Gewalt erleben. Und wir bitten für unsere Kinder und Jugendlichen, dass sie Freude und Sinn in ihrem Leben erfahren

Bitten wir auch für die vielen Menschen, die in großen auch finanziellen Sorgen leben müssen, bitten wir für die Kranken, die Pflegebedürftigen und bitten wir für die Vielen, die helfen, das Kreuz anderer wenigstens mitzutragen

Und bitten wir nicht zuletzt für uns selbst, dass wir das tragen können, was wir „unser Kreuz“ nennen: Wenn uns Verantwortung und Pflichten zu viel werden - wenn wir eigene Bedürfnisse für andere zurückstecken müssen - wenn wir in Versuchung sind, neidvoll auf das Leben anderer zu sehen - wenn wir oft mehr Pflicht erfüllen als Liebe empfinden

 

so bitten wir in dieser Stunde: Guter Gott hilf uns in allen Sorgen und Ängsten immer wieder auch Mut zu schöpfen und Vertrauen zu haben. Gib uns Freude am Leben – auch im Blick auf das Kreuz, lass es uns auch ein Zeichen der Auferstehung sein, Amen

Samstag, 12. September 2026

Fürbitten 1.9. WIE OFT ICH VERZEIHEN MUSS ?

 


13.9. 2026 Mt.18.21  Der unbarmherzige Schuldner

„Wie oft muss ich meinem Bruder vergeben?“ Mit dieser Frage beginnt der heutige Abschnitt im Evangelium. Petrus ist der Fragende und Jesus antwortet, wie so oft, mit einem eindringlichen Gleichnis. Ja, wir kennen es gut, es ist das Gleichnis vom unbarmherzigen Schuldner. Da vergibt ein König einem seiner Diener großzügig alle Schulden – was aber macht dieser Diener? Schon wenig später rechnet er gnadenlos mit einem anderen ab, der ihm vergleichsweise ganz wenig schuldet. Jesus erzählt seine Gleichnisse nicht, damit wir vergnügt mit dem Finger auf die Gemeinheit anderer zeigen können. Immer sollen wir uns selbst angesprochen fühlen.  Wie oft nehmen wir es wie selbstverständlich hin, wenn jemand über unsere Fehler hinwegsieht, uns „die Schulden nachlässt“ – und wie kleinlich können wir sein, wenn WIR Anderen immer wieder etwas aufrechnen und es einfordern. Bitten wir heute

 

dass wir dankbar sind, weil wir wissen, wie viele Fehler uns selbst immer wieder nachgesehen werden

dass wir großherzig und unkompliziert sind, wenn es darum geht, dass auch wir großzügig über manches hinwegsehen oder eine Entschuldigung annehmen

dass wir nach einem Konflikt oder einer Kränkung einen wirklichen Schlussstrich ziehen - dass wir nicht immer wieder alte Geschichten aufwärmen - oft tun wir das ja in quälenden Selbstgesprächen

dass wir immer wieder den ersten Schritt zur Versöhnung machen können, ohne Angst vor Gesichtsverlust

dass wir auch in unseren Gemeinschaften und Partnerschaften, ja auch in unserer Kirche Konflikte austragen können, ohne dass „feindliche Gräben“ entstehen und Menschen zu Gegnern werden.

dass wir vor allem aber auch uns selbst vergeben können, weil immer wieder vieles nicht perfekt ist und manches schief läuft - und weil uns auch diese eigene Schuld oft lange quält

Bitten wir vor allem für die großen Konflikte in unserer Welt, dass die schreckliche Gewalt in so vielen Teilen der Welt ein Ende nimmt, auch hier geht es immer wieder um ein Aufrechnen von Schuld und sich gegenseitig beschuldigen

 

So bitten wir um die Gesinnung Jesu, Amen

 

Freitag, 11. September 2026

Fürbitten 12.9. FEST MARIA NAMEN - ein Danke für die Freiheit

 

Das Fest Maria Namen ist 1683 als Dank für den Sieg über die Osmanen vor Wien eingeführt worden. 

Gnadenbild "Mariahülf" in der Mariahilferkirche in Wien

das Bild konnte 1683 vor Zerstörung gerettet werden 

Es war, nach 1529,  bereits zum zweiten Mal ein Versuch des damaligen Osmanischen Reiches – nicht gleichzusetzen mit der heutigen Türkei!!! – Wien einzunehmen. Die Belagerung dauerte vom 14. Juli bis zum 12. September. Zwei Monate lang musste sich Wien, damals Residenzstadt des römisch-deutschen Kaisers, gegen ein rund 120.000 Mann starkes Belagerungsheer verteidigen. Die Rettung brachte ein vom polnischen König Johann Sobieski befehligtes Entsatzheer, das dann die osmaische Armee unter Führung des Großwesirs Kara Mustafa in der Schlacht am Kahlenberg zum Rückzug zwang. Soweit die Geschichte – Als Dank für das gute Ende einer schrecklichen Bedrohung führte Papst Innozenz XI dieses Mutter Gottes Fest ein: „Maria Namen“. Immer wieder aber wird gerade dieses Fest auch missbraucht, um Stimmung gegen Andersgläubige oder Fremde zu machen. Bitten wir heute

 

Dass wir dankbar sind, für die Freiheit und die offene, liberale Gesellschaft in der wir leben dürfen

Dass wir alles tun wollen, um die Werte unserer Demokratie zu bewahren

Dass wir uns nicht missbrauchen lassen für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

bitten wir für die Situation an unseren Schulen, dass sie Orte für Toleranz und Offenheit sind

Wir bitten um Anstand und Verantwortlichkeit in der Politik, dass nicht Ängste geschürt, Menschen diffamiert und Gräben aufgerissen werden

Wir bitten, dass wir hier im Kleinen mit Krisen richtig umgehen, dass es Respekt und Gemeinschaftlichkeit gibt – dass es uns gelingt, solidarisch und verantwortlich miteinander zu leben

Wir bitten auch um das richtige Handeln Europas in dieser Zeit der großen Krisen und der Herausforderung für uns alle

und nicht zuletzt bitten wir für alle Menschen, die nicht wie wir in Sicherheit und Frieden leben dürfen. Wir bitten für die Opfer von Krieg, von Gewalt und Vertreibung aber auch für die Betroffenen von Naturkatastrophen

 

Du guter Gott, so bitten wir:  und lass auch uns selbst in unserem eigenen Umfeld zu Frieden und zu Versöhnung beitragen.  Amen 

 

Donnerstag, 10. September 2026

Fürbitten 11.9. NINE ELEVEN

 


Bild  National Geographic 

11.9.2026  ein Menetekel - wo bleibt der Frieden

 Der heutige Tag, der 9.September, die Amerikaner sagen nine eleven, ist in die Geschichtsbücher des 21.Jahrhunderts eingegangen. Der Al Kaida Terroranschlag  2001 auf zivile und militärische Gebäude der USA hat unfassbare Folgen gehabt.  3000 Menschen aus 90 Nationen sind bei diesem Al Kaida Anschlag getötet worden – die Bilder der brennenden Türme des World Trade Centers haben sich fast unauslöschlich in allen eingegraben, die die schrecklichen Bilder über die verschiedenen Medien gesehen haben. Die Vergeltungsmaßnahmen der Amerikaner haben letztlich eine weitere Spirale der Gewalt in Gang gesetzt, die bis heute nachwirkt. Neue Terrororganisationen wüten, die internationale Lage empfinden wir als bedrohlich fragil. Wir als einzelne fühlen uns wohl als hilflos, sind selbst indirekt Opfer all dieser Krisen und Spannungen – ja, wir können nicht viel anderes tun als um Frieden zu bitten

 

Bitten wir

dass in den Konfliktherden dieser Welt endlich zwischen den großen Mächten auf Versöhnung und nicht immer weiter auf Gewalt gesetzt wird.

Du Gott des Friedens – höre uns

 

Wir bitten um ein friedliches Miteinander der Religionen und Kulturen, dass Menschen nicht verhetzt und einander zu Feinden gemacht werden.

Du Gott des Friedens – höre uns

So viel Gutes geschah damals und geschieht heute durch freiwillige Helfer in Krisen weltweit. Danken wir allen, die sich in schwierigsten Situationen für andere einsetzen und die auch eine Hilfe für die all die Menschen sind, die nach wie vor durch Kriege und Krisen entwurzelt werden und ohne Heimat sind.

Du Gott des Friedens – höre uns

Bitten wir für eine gute soziale und friedliche Entwicklung in Europa. Dass in Krisensituationen nicht nationaler Egoismus siegt sondern solidarische Lösungen gefunden werden. Dass Europa aus falschen Abhängigkeiten heraus findet und auf Frieden setzt

Du Gott des Friedens – höre uns

Bitten wir für unser eigenes Land. Dass gerade auch wir Christen durch unsere Stimme zu einem Klima des guten Miteinander beitragen. Hilf uns helfen, wo immer und wie immer wir können

Du Gott des Friedens – höre uns

 

Guter Gott: der Frieden, um den wir täglich bitten, dieser Frieden muss aber auch von uns gewollt und gelebt werden. Hilf uns dazu auch in unserem kleinen Umfeld. Amen

 

Wir können auch mit den Worten des hl. Franziskus bitten:

 

Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens,

dass ich liebe, wo man hasst;

dass ich verzeihe, wo man beleidigt;

dass ich verbinde, wo Streit ist;

dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;

dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;

dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;

dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;

dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

 

Herr, lass mich trachten,

nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;

nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;

nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

 

Denn wer sich hingibt, der empfängt;

wer sich selbst vergisst, der findet;

wer verzeiht, dem wird verziehen;

und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben

 

 

 

Mittwoch, 9. September 2026

Fürbitten 10.9 zur Versöhnung beitragen

 


 10.9.2026 Lk.6.27 Liebt eure Feinde 

 „Liebt eure Feinde, tut denen Gutes, die euch hassen, segnet, die euch verfluchen, betet für die, die euch misshandeln“, das sind heute im Evangelium Forderungen Jesu, die wir wohl in dieser Radikalität als unrealistisch und unerfüllbar empfinden. Auf so vieles haben wir ja auch gar keinen Einfluss: Kriege, Hass, Verfolgung in der Welt -  aber wie sieht es manchmal in uns selbst aus? Wie viele Fehden tragen wir mit uns herum, wie oft vergiftet unausgesprochene Feindschaft das Zusammenleben. Bemühen wir uns "Feuerlöscher" zu sein und nicht Brandstifter.Bitten wir heute

 

Dass wir bewusst gegen alle Gedanken von Feindschaft, Wut und Hass ankämpfen

Dass wir uns um Verständnis und Ausgleich bemühen, in allen Konflikten

Dass wir uns auf offene Gespräche einlassen und bereit sind, einzulenken

Dass wir Kompromisse eingehen, um im Frieden miteinander zu leben

Dass wir nachgeben können, ohne verbittert zu sein

Dass wir einander wirklich Schuld erlassen

Dass wir segnen, was uns verletzt hat und weh tut

Bitten wir, dass auch in Gesellschaft und Politik nicht mit „Feindbildern“ gearbeitet wird

 

Guter Gott, erbarme dich unserer Hilflosigkeit. Lass, dass wenigstens wir in unserem kleinen Bereich Frieden und Versöhnung leben können. Hilf uns, so zu leben, wie wir es in der 1.Lesung gehört haben: lass uns barmherzig sein, liebevoll, gütig, geduldig, lass uns einander ertragen und lass uns einander und auch uns selbst vergeben, wenn wir falsch gehandelt haben. Amen

Montag, 7. September 2026

Fürbitten 8.9. Fest Maria Geburt

 

8.9.2026 Stammbaum Jesus Mt.1,1-17

Es ist ein altes Fest, das wir heute feiern: Maria Geburt. Wobei es natürlich um kein historisches Datum geht - aber es soll die Bedeutung dieser jungen Frau hervorheben, die Jesus geboren hat - und die zuvor ja selbst von Eltern geboren worden ist. Maria war ein jüdisches Mädchen, eine jüdische Frau – eingebettet in die lange Geschichte ihres Volkes. Das Matthäus-Evangelium bringt heute den sogenannten „Stammbaum Jesu“ - eine komplizierte theologische Konstruktion, mit der die Abstammung Jesu vom Königshaus David nachgewiesen werden soll. Denn von dort, so heißt es in der jüdischen Bibel, soll der Messias kommen. Auch Jesus war Jude und er war Jude bis zu seinem letzten Atemzug. Seine letzten Worte am Kreuz waren die eines frommen Juden. Bitten wir heute mit den großen Symbolgestalten des Alten Testamentes ...... :

mit Adam so bitten wir, lass uns aushalten, wenn wir aus unseren Träumen, aus unserem „Paradies“ vertrieben werden.  Wenn wir uns der Wirklichkeit stellen müssen, wenn der Alltag mühsam ist und es oft leichter wäre, sich etwas vorzumachen

Mit Eva so bitten wir, lass uns den Mut haben, nach den Sternen, nach dem Apfel der Erkenntnis zu greifen. Lass uns erfahren, dass wir an unsere Grenzen gehen dürfen im Vertrauen darauf, dass du auch jenseits des Paradieses der Gott mit uns bist.

mit Abraham so bitten wir, lass auch uns immer wieder den Aufbruch wagen. Gib uns den Mut, immer wieder Neues zu riskieren und alles Vertrauen auf dich zu setzen

mit Sara bitten wir, lass uns die Hoffnung nicht aufgeben, dass das Leben immer wieder neue und gute Wendungen für uns bereit hat. Mit Sarah gib uns den Mut, auch zu zweifeln und kritisch zu sein.

mit Moses bitten wir, lass uns auch durch die Wüste gehen. Lass uns jeden Tag wieder die Herausforderung unseres Lebens annehmen, lass uns auf dich hören und gib uns die Kraft, auch anderen Wegweiser und Führer zu sein

mit Miriam bitten wir, gib auch unserer Zeit starke und prophetische Frauen, Menschen mit mutigen Worten. Lass auch uns von unserem Glauben und unserer Hoffnung singen

mit David bitten wir, lass uns nicht aufhören dankbar zu sein und dich zu loben und zu preisen. Mit David lass uns erfahren, dass Du auch unsere Schuld annimmst und wir bereuen dürfen.

Mit Maria so bitten wir, lass uns JA sagen zu allen Wegen unseres Lebens, die du mit uns gehen willst- und die du uns zumutest. Lass, dass mit der Zu-mutung der Mut wächst und das absolute Vertrauen

Bitten wir auch mit Josef, dass wir immer wieder den Mut haben, auf die Stimme des Engels in uns zu hören und die richtigen Entscheidungen zu treffen

 

Auch jeder einzelne von uns hat einen Platz im Stammbaum seiner Familie, seiner Geschichte. Aber wir alle sind eingeschrieben in Deine Hand guter Gott.  Ganz besonders bitten wir an diesem Marien-Tag für alle Mädchen und Frauen und deren Familien vor allem in den Kriegs-und Krisengebieten. Mach DU den Frieden möglich, um den wir so sehr bitten . amen


Das Fest Mariä Geburt entstand im Orient und entwickelte sich Ende des 5. Jh .s aus dem Weihefest der heutigen Kirche St . Anna in Jerusalem, einer Basilika, die dort errichtet worden ist, wo man von alters her den Geburtsort Mariens vermutet hat. Nach anderer Überlieferung ist Maria in Nazareth geboren. Aber letztlich kennt man weder Marias Geburtsort noch Geburtsdatum. Im 7.Jh . wurde das Fest der Geburt bereits in der Ost- und in der Westkirche gefeiert. Das Fest bestimmte später die Festlegung des Hochfestes der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria auf den 8. Dezember, also neun Monate vor dem 8 . September .