13.6.2026 Unbeflecktes Herz Mariä
Gestern haben wir das
große Herz Jesus Fest gefeiert – heute das Fest „Unbeflecktes Herz Mariä“ Was
fängt man in unserer Zeit mit einem solchen Fest an? Was soll man unter einem
„unbefleckten“ Herzen verstehen? Maria ist quasi das Sinnbild für
die Mütterlichkeit Gottes. Gott ist nicht männlich und nicht weiblich. Aber diese
„Mütterlichkeit“ suggeriert uns eine Liebe vor, in der man ohne Angst, ohne
Verstellung geborgen sein kann. Das Evangelium (Lk..2.41) gibt
eine Ahnung davon: Bei einer Wallfahrt mit seinen Eltern zum Tempel in
Jerusalem ist der 12 jährige Jesus plötzlich verschollen. Erst nach 3tägigem
verzweifelten Suchen findet man ihn wieder – im Tempel, mit den Gelehrten in
theologische Diskussionen vertieft. Dieser Bub Jesus – und später der Mann Jesus
- er ist sich der Liebe seiner Mutter sicher. So kann Jesus seinen
eigenen Weg gehen, er kann seine Berufung leben. Auch wenn es wohl eine Zeit
der Entfremdung zwischen Beiden gegeben hat – Die Liebe aber trägt – über
den Tod hinaus
Bitten wir für die unzähligen Mütter in dieser Welt, die unter unsäglichen Bedingungen für Kinder sorgen müssen. Für all die Frauen, die mit Kindern keine sichere Heimat haben, wo es zu wenig Nahrung Kinder gibt, wo Kinder in ständiger Gefahr leben
Bitten wir heute für alle Mütter in unseren geordneten Gesellschaften, dass sie es, wie Maria, in einem großen Vertrauen aushalten, dass ihre Kinder eigene Wege gehen wollen
Dass Mütter die Kraft haben, auch in schwierigen Situationen zu ihren Kindern zu stehen
Bitten wir für alle Mütter in Sorge um ein krankes Kind, für alle Mütter, die ein Kind verloren haben
bitten wir für all die Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch aber auch für die, für die eine Schwangerschaft ein Problem ist
bitten wir auch, dass unsere eigene Liebe, wie die von Maria, einen langen Atem hat, dass sie geduldig und fürsorglich ist
dass wir in der Liebe nicht unseren eigenen Vorteil suchen, dass wir niemand von uns abhängig machen, dass wir großzügig sind, nicht eifersüchtig, nicht Besitz ergreifend
dass wir anderen ihren eigenen Weg, ihre eigenen Vorstellungen vom Leben lassen
und bitten wir, dass wir mit einem großen Herzen immer wieder Kränkungen und Missverständnisse aushalten können, dass wir verstehen und verzeihen können,
Du guter Gott, Maria hat
es uns vorgelebt. Im Vertrauen auf dich hat sie auch Jesus seinen Weg gehen
lassen, den sie vermutlich nicht immer verstanden hat. Maria hat das Fremd-sein
ihres Kindes ausgehalten, wie auch wir mit dem Anders-Sein der Menschen um uns
leben müssen. Hilf uns, dass wir es geduldig und liebevoll tun – im Vertrauen
auf Jesus und Maria. amen







