Pieter Bruegel der Ältere, Hochzeitstanz im
Freien
11.10.2026
Mt.22.1 Gleichnis
vom Hochzeitsmahl UND Jes,25.6 Gott er Herr wird uns
ein Festmahl bereiten
Die erste Lesung heute aus der jüdischen Bibel ist
eine wunderbare Verheißung. Gott selbst wird uns ein Festmahl bereiten, er
vernichtet den Tod für immer, er wischt die Tränen aus jedem Gesicht – im
Evangelium erzählt Jesus auch eine Geschichte von einem Festmahl, aber er
erzählt sie ganz anders. Hier lädt ein König ein, Gott selbst ist damit gemeint
– aber rund um diese Einladung geht alles irgendwie schief. Die Eingeladenen
haben viele Ausreden und sagen ab, ja einige töten sogar die Boten des Königs.
Nun lässt dieser zur Bestrafung diese Stadt sogar in Schutt und Asche legen.
Danach, so heißt es, lässt er durch seine Diener einfach alle von der Straße
holen „gute und böse“, damit sie am Hochzeitsmahl teilnehmen. Letztlich endet diese Geschichte verstörend.
Einer der überraschend Eingeladenen hat kein Festgewand, den lässt der König
„hinaus in die Finsternis werfen“. „Es wird ein Heulen und Zähneknirschen
sein“, sagt Jesus. Nein, wir können uns wohl nicht vorstellen, dass Gott SO
handeln würde. Halten wir uns an den Kern der „Frohen Botschaft“ in diesen
Texten : Gott lädt uns ein …..und es wird ein Fest sein!!!! Bitten wir, dass
wir uns auf diese Einladung einlassen
Dass DU uns Freude bist Gott,
und keine lästige Verpflichtung,
dass wir dich ganz bei uns
haben wollen, weil es uns guttut
Dass DU uns Freude bist Gott,
und keine Verbotstafel im Leben,
sondern ein
Hinweisschild für Freiheit und Dankbarkeit
Dass DU uns Freude bist Gott,
Dass Zeit mit Dir „gewonnene“ Zeit ist, dass
wir keine Angst haben, etwas zu versäumen,
wenn wir bei dir innehalten
Dass DU uns Freude bist Gott,
Dass wir Erleichterung empfinden und nicht
Bedrückung und Last, wenn wir zu dir kommen
Dass wir auch immer besser lernen, uns
selbst Gutes zu tun und DICH darin zu erkennen
Dass DU uns Freude bist Gott,
weil wir deiner Verheißung vertrauen, dass du
all unsere Tränen abwischen wirst, dass du auch den Tod vernichtest – und dass
wir JETZT und HEUTE schon ganz in deiner Gegenwart leben - lass uns getröstet sein
So bitten wir dich guter Gott, gib uns
Freude und Dankbarkeit: an Dir und unserem Leben. Hilf, dass wir die Freude an
dir weitergeben können, Heute und morgen und so lange wir leben. Inständig
bitten wir weiter um Frieden, mehr als bitten und beten können wir nicht.Amen
DAS WIRD EIN FEST SEIN
Vom Grazer Priester und Dichter Martin
Gutl 1942-1994 stammen diese Zeilen, ausgerichtet
auf den Psalm 126 (hier gekürzt)
Wenn Gott uns heimführt aus den Tagen der
Wanderschaft,
uns heimbringt aus der Dämmerung in sein
beglückendes Licht,
das wird ein Fest sein!
Wir werden Lieder singen, Lieder, die Welt und
Geschichte umfassen.
Wir werden singen, tanzen und fröhlich sein:
denn Er führt uns heim:
aus dem Hasten in den Frieden, aus der Armut
in die Fülle.
Wenn Gott uns heimbringt aus den engen Räumen,
das wird ein Fest sein!
Wenn Gott uns heimbringt aus den schlaflosen
Nächten, aus dem fruchtlosen Reden,
aus den verlorenen Stunden, aus der Jagd nach
dem Geld,
aus der Angst vor dem Tod, aus Kampf und aus
Gier,
wenn Gott uns heimbringt, das wird ein Fest
sein!
Wenn Gott uns heimbringt, das wird ein Fest
sein.
Wir werden einander umarmen und zärtlich sein.
Es werden lachen nach langen Jahren der Armut,
die Hunger gelitten.
Es werden singen nach langen, unfreien Nächten
die von Mächten Gequälten.
Es werden tanzen die Gerechten, die auf Erden
kämpften und litten für eine bessere Welt!
Wenn Gott uns heimführt, das wird ein Fest
sein!
Ein Fest ohne Ende