28.4.2026 Apg. 11.19 zum
ersten Mal nannte man sie Christen
Job Beschreibung Christ sein
In der Apostelgeschichte
erfahren wir heute, WO und WANN man die Anhänger des Jesus von Nazareth zum
ersten Mal „Christen“ nannte. Es war in Antiochia, der damals drittgrößten
Stadt des Römischen Reiches. Die Stadt war Sitz des Legaten von Syrien, dem zu
dieser Zeit auch Palästina unterstand. Diese erste so genannte Gemeinde der
„Christen“ bestand sowohl aus Juden, die nun Anhänger Jesu waren, wie auch aus
Nicht-Juden, Heiden, wie man sie nannte, die auch in die Gemeinschaft
aufgenommen wurden. Das war zunächst noch ein umstrittener Prozess
gewesen. Wir Christen HEUTE sind ganz selbstverständlich „Christen“
ohne viel darüber nachzudenken – WORAN man UNS wohl erkennt? Der
Philosoph Friedrich Nietzsche hat sich gewünscht, dass die Christen
"erlöster aussehen" Bitten wir heute
Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie
Jesus,
Vertrauen in das Leben haben und uns nicht von
Panikmache anstecken lassen
Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie
Jesus,
offen und ohne Vorurteile auf andere Menschen
zugehen
Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie
Jesus
Andere aufrichten und ermuntern können
Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie
Jesus,
den Mut haben, unseren
eigenen Weg zu suchen und zu gehen
Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie
Jesus
bereit sind, zu teilen und uns auch einzuschränken, wenn es für
andere wichtig ist
Dass man uns das
Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus
Freude am Leben haben und wir das Leben annehmen,
was auch immer jeder Tag mit sich bringt
So bitten wir, die wir den Namen „Christen“ tragen, im
Namen Jesu. Und Tag für Tag bitten wir auch um Frieden und um Versöhnung für
unsere Welt, um ein Leben in Gerechtigkeit und Würde für alle Menschen. Amen
Antiochia am Orontes war die drittgrößte Stadt
des Römischen Reiches, Sitz des Legaten von Syrien, dem um diese Zeit auch
Palästina unterstand. Dort entstand die erste Gemeinde, die aus Juden- und
Heidenchristen zusammengesetzt war. Wie immer richtet sich die Botschaft zuerst
an die Juden. Aber die „Hellenisten“ wenden sich auch an die Heiden und
gewinnen Anhänger. Die Gemeinde von Jerusalem sah diese Entwicklung nicht ohne
Sorge: hatte doch Petrus Mühe gehabt, den „Hebräern“ zu erklären, dass Gott
„auch den Heiden die Umkehr zum Leben schenkt“ (11, 18). Man sandte also
Barnabas als „Visitator“ nach Antiochia. Er war der rechte Mann am rechten Ort.
Zwei wichtige Nachrichten stehen am Schluss dieser Lesung: 1. Es gelingt
Barnabas, Saulus in die Missionsarbeit einzuschalten. 2. In Antiochia entsteht
der Name „Christen“ als Bezeichnung der Jünger Jesu. „Christen“, weil sie
glauben, dass Jesus der Christus, der Messias ist.
https://schott.erzabtei-beuron.de/osterzeit/woche4/Dienstag.htm?datum=2026-04-28&r=1