Eitelkeit und Wichtigtuerei, ganz vorne dabei sein müssen und immer die besten Plätze wollen. Das scheinen urmenschliche Gefühle zu sein – und auch den Jüngern Jesu sind sie nicht fremd. Im Evangelium heute hören wir, wie Johannes und Jakobus Jesus ganz offen bitten: „Lass einen von uns zu deiner Rechten und den anderen zur Linken sitzen, wenn du in deiner Herrlichkeit kommst.“ Dass Jesus erst kurz zuvor von seinen eigenen Ängsten gesprochen hat, von dem, was ihm an Leiden und Sterben bevorsteht - das haben sie gar nicht wahrgenommen. Die anderen Jünger ärgern sich, Jesus aber sagt ihnen allen, wie es letztlich wirklich funktioniert. Wer im Himmel der ERSTE sein will, der muss sich zuerst ganz hinten anstellen. Nicht „sich bedienen lassen“ – sondern selbst „dienen“ darum geht es. So bitten auch wir heute
Dass wir uns in unserem kleinen Alltag – bewusst und aus innerer Überzeugung - immer wieder hinten anstellen
dass wir nicht nur bescheiden „tun“, sondern es innerlich auch sind
dass wir andere etwas gelten lassen, dass wir sie ermutigen und unterstützen
dass wir fähig zur Teamarbeit sind, und uns selbst zurücknehmen können
dass wir nicht glauben, der Himmel „stünde uns zu“, weil wir als Christen sozusagen sichere Eintrittskarten hätten.
dass wir nicht auf Belohnung "im ewigen Leben" schielen – sondern unseren Weg mit Jesus aus Liebe gehen, nicht aus Berechnung
bitten wir heute für alle Menschen, die in unserer Stadt, die in unserem Land
der Öffentlichkeit dienen
die Straßen kehren, die den Müll entsorgen,
die Öffis lenken, die mit den Krankenwagen fahren
die in Spitälern und Altersheimen arbeiten
für alle, die sich ehrenamtlich engagieren
bitten wir für unsere Lehrer, Politiker und die, die sich Minister
nennen
und der Allgemeinheit dienen sollten
Herr segne ihre Arbeit für uns
Und lass auch uns selbst „Dienende“ sein, dort wo wir gebraucht werden
Amen
Amen












