Seiten

Freitag, 20. Februar 2026

Fürbitten 21.2 wer heilt die Wunden dieser Welt

 

21.2.2026 Jes 58,9 der die Ruinen wieder bewohnbar macht

In der jüdischen Bibel geht es auch heute einmal mehr um die soziale, gesellschaftliche Seite des Fastens. Richtiges Fasten muss Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Im Buch Jesaja nennt Gott den Menschen, der sich anderen liebevoll und helfend zuwendet einen: „Maurer, der die Risse ausbessert, den, der die Ruinen wieder bewohnbar macht“. Beim Wort Ruinen haben wir wohl sofort die Bilder aus dem Gaza Streifen und aus der Ukraine vor Augenwie sehr sehnen sich die Menschen dort und an allen Krisenherden dieser Welt nach Frieden. Um diesen Frieden wenigstens zu beten, denn viel mehr können wir selbst nicht tun, um diesen Frieden zu beten, auch das gehört zum Fasten. 

So bitten wir: um Zuflucht und Hilfe für alle, die Opfer von Krieg, Gewalt und Zerstörung sind - Vor allem für die Kinder bitten wir, für die Alten und Kranken und alle, die in dieser verheerenden Situation unermüdlich helfen 

 Bitten wir, dass wenigstens wir im Kleinen Streit und Konflikte beilegen können, dass neues Leben auch dort entstehen kann, wo wir gescheitert sind - 

bitten wir, dass wir den Menschen, die mit uns leben, das Leben leichter machen

Im Evangelium sagt Jesus, nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Bitten wir, dass wir selbst mitfühlend sind und Not erkennen, dass wir Menschen nicht ausgrenzen, dass wir denen eine Stimme geben, die hilflos sind

Bitten wir für uns selbst um ein Gesund-werden von allem, was in unserer Seele, in unserem Herzen in unseren Gedanken und Gefühlen noch nicht ganz heil ist.

und bitten wir, dass wir uns selbst nicht so wichtig nehmen - dass wir nicht fasten, um uns selbst etwas zu beweisen, sondern dass uns Fasten frei macht für einfaches "da-sein" und "gut-sein", dass wir einander gut tun

 So bitten wir im Namen Jesu. Amen

 

Jesája 58,9   So spricht der Herr:

Wenn du Unterjochung aus deiner Mitte entfernst,
auf keinen mit dem Finger zeigst und niemandem übel nachredest,
den Hungrigen stärkst und den Gebeugten satt machst,
dann geht im Dunkel dein Licht auf
und deine Finsternis
wird hell wie der Mittag.
Der Herr wird dich immer führen,
auch im dürren Land macht er dich satt
Die Deinen bauen uralte Trümmerstätten wieder auf,
die Grundmauern vergangener Generationen stellst du wieder her.
Man nennt dich Maurer, der Risse schließt,
der Pfade zum Bleiben wiederherstellt….

 

Donnerstag, 19. Februar 2026

Fürbitten 20.2. "die Fesseln des Unrechts lösen ..."

 

20.2.2026 Jes.58.1 RICHTIG  FASTEN

Dritter Tag unserer Fastenzeit. 40 Tage wird sie dauern. Aber: Worin besteht richtiges fasten? Wenn wir auf die Waage steigen und sagen: „Da müssen zehn Kilogramm runter“!  - dann ist das zwar eine löbliche Absicht, die unserer Gesundheit gut tun wird.  Aber wem sonst soll es nützen? Dem Propheten Jesaia, der heute im Bibeltext zitiert wird, geht es um die gesellschaftliche Dimension dessen, was wir tun sollen und was „fasten“ bedeutet. „Nur für mich allein fromm sein“ - das ist gut und doch zu wenig. Jesaia aber gibt eine klare Gebrauchsanweisung für „richtiges „fasten“. Orientieren wir uns an seinen Worten und bitten wir:

 ...dass wir Fesseln des Unrechts lösen, - dass wir erkennen, wo wir selbst Anderen Unrecht tun, - dass wir Schluss machen mit Tratschereien, mit Vorurteilen, mit schlechten Nachreden - dass wir aber auch mit uns selbst gerecht und barmherzig umgehen

 dass wir die Stricke des Jochs entfernen - dass wir niemand von uns abhängig machen, - dass wir Menschen aufrichten und ermutigen - dass wir uns aber auch selbst frei machen von dem Zwang, Anderen alles Recht machen zu müssen - dass wir auch selbst aus Abhängigkeiten herausfinden

dass wir die Versklavten freilassen - dass wir aufhören, anderen – so oft auch unseren Kindern - unsere Ansichten aufzuzwingen, -  dass wir niemand unter Druck setzen, aus welchen Gründen auch immer - dass wir Niemand abwerten und klein machen, um uns selbst besser zu fühlen

dass wir an die Hungrigen unser Brot austeilen. dass wir die obdachlosen Armen ins Haus aufnehmen, dass wir Nackte bekleiden - dass wir mit Spenden großzügig sind, gerade jetzt, wo Hilfe so dringend gebraucht wird - dass wir entschieden auftreten, wenn gegen Flüchtlinge und Migranten Stimmung gemacht wird -  dass wir auch unsere Zeit TEILEN,  und auch Zeit für uns selbst nehmen, uns Gutes gönnen

und noch eines fordert Jesaia: „entziehe dich nicht deinen Verwandten“ - wie oft es viel leichter, sich um „Andere“ zu kümmern, dafür gibt es auch Lob und Anerkennung. Viel schwerer ist oft, in der eigenen Familie oft unbedankt DA zu sein. Herr hilf uns, dass wir uns liebevoll und geduldig Zeit und Auszeit füreinander nehmen  -  in unseren Familien, in unseren Freundschaften, Partnerschaften, am Arbeitsplatz

so bitten wir mit den Worten des Propheten Jesaja und wir bitten im Namen Jesu. amen


 Jesaja ist ein bedeutender Prophet sowohl für jüdische als auch christliche Gläubige. Von ihm stammt das längste Buch der Propheten in der Bibel. Jesaja lebte vor mehr als 700 Jahren vor Christi Geburt. Er sagte nicht nur viele Ereignisse voraus, darunter die Zerstörung Israels durch die Assyrer. Jesaja kritisierte vor allem auch das Verhalten seines eigenen Volkes: vor allem Habgier, Anbetung fremder Götter, und maßloses Verhalten bei Sex, Trinken und Alkohol. Vor allem aber geht es immer wieder um soziale Ungerechtigkeit um verlogenes Verhalten des Einzelnen aber auch um Scheinheiligkeit bei Gottesdienst und Kult. 

Wie auch im heutigen Text (der allerdings bereits von Jesaja Schülern verfasst worden ist) Jesaja teilt seinem Volk eine Antwort Gottes auf die vielen Klagen mit, dass es ihnen, den Menschen,  nicht gut geht. JAHWE richtet den Israeliten aus: Rein körperliches Fasten („den Kopf hängen lassen wie eine Binse“) interessiert Gott nicht. Das Fasten bringt vor allem auch dann nichts Gutes ein, wenn gleichzeitig mit brutaler Gewalt Geschäfte betrieben und andere ausgenützt werden.  Richtiges Fasten wird dann ganz klar beschrieben:

"Seht, an euren Fasttagen macht ihr Geschäfte
und alle eure Arbeiter treibt ihr an.
Seht, ihr fastet und es gibt Streit und Zank
und ihr schlagt zu mit roher Gewalt.
So wie ihr jetzt fastet, verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör....

Ist nicht das ein Fasten, wie ich es wünsche:
die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen,
Unterdrückte freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen?
Bedeutet es nicht, dem Hungrigen dein Brot zu brechen,
obdachlose Arme ins Haus aufzunehmen,
wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden
und dich deiner Verwandtschaft nicht zu entziehen?
Dann wird dein Licht hervorbrechen wie das Morgenrot
und deine Heilung wird schnell gedeihen".

 

  

 

 


FASTEN 2

 


Fasten?

Achtung da kommt einiges ins Rollen


Leben:


scheitern, scheitern, scheitern


immer perfekter scheitern   


George Tabori


FASTEN 3 mit Fastenrezept

 


Nicht suchen, was mir fehlt – 

Finden,  was ich habe  

Aus dem Gästebuch eines Klosters


Fastenrezept - 3000 Jahre alt 

„sinnlos, den Kopf hängen zu lassen, sinnlos in Sack und Asche zu gehen

Hört lieber auf mit euren Streitereien. Hört auf mit der Gewalt

Beseitigt Unrecht. Nehmt Menschen ihre Last ab

Gebt frei, die ihr von euch abhängig gemacht habt

Macht euch selbst und den Anderen das Leben leichter

Kümmert euch um die Hungrigen. Nehmt die Obdachlosen und die Fremden auf

Schaut zu, dass es den Armen bei euch besser geht

Bringt niemand in Verlegenheit, dass er wie nackt dasteht

Ja, und entzieht euch nicht eurer Familie: 

kümmert euch um die, die ihr ganz nahe habt, 

Manchmal ist das nämlich am Schwierigsten"

 

Der jüdische Prophet Jesaia 700 vor unserer Zeitrechnung




Mittwoch, 18. Februar 2026

Fürbitten 19.2. Wähle das Leben - HEUTE

 

19.2.2026 Dtn. 30.15 Leben u Tod lege ich dir vor    Lk 9.22  Was nützt es, wenn der Mensch die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert

 In den Lesungen heute wird „Klartext“ gesprochen. „Leben oder Tod“ – was wählt ihr?“ so fragt Moses das Volk, die Israeliten. Es ist seine letzte große Rede, sein Vermächtnis, ehe er stirbt. "Leben" heißt für Moses: nach den Geboten Gottes zu leben. Im Evangelium sagt es Jesus überdeutlich: „Was nützt es dir, wenn du die ganze Welt gewinnst, dabei aber dich selbst verlierst und Schaden nimmst.“  Was aber heißt das: „Sich selbst verlieren", und was heißt es für mich: „Wähle das Leben“? Muss ich Angst haben, dass das Leben zu einer einzigen großen Anstrengung und Bußübung wird? Eigentlich ist es viel einfacher. Gehen wir „das Gute wählen“  bescheiden an, wie es Papst Johannes XXIII in einem Gebet getan hat – wenigstens HEUTE, immer nur Tag für Tag, wollen wir es versuchen so bitten wir

NUR HEUTE lass mich ganz im Vertrauen auf Dich leben, ohne die Probleme meines Lebens alle auf einmal lösen zu wollen - 

NUR HEUTE lass mich etwas tun, wozu ich eigentlich keine Lust habe

NUR HEUTE soll es mir gelingen, nicht die anderen zu kritisieren oder zu verbessern - lass mich nur an mir selbst arbeiten.

NUR HEUTE will ich ganz bewusst für jemand anderen etwas Gutes tun, ohne selbst etwas davon zu haben und ohne es an die große Glocke zu hängen

NUR HEUTE will ich mich bemühen, den Tag dankbar anzunehmen, ganz gleich, welche Probleme es gibt und welche Sorgen ich habe

NUR HEUTE will ich mich ohne Murren den Gegebenheiten des Tages anpassen,  ohne zu verlangen, dass sich die Gegebenheiten an meine Wünsche anpassen.

NUR HEUTE wenigstens werde ich versuchen, mich vor zwei Übeln hüten: Vor der Hetze und der Unentschlossenheit.

Ja, dieser Tag, HEUTE, ist uns wieder geschenkt. Du guter Gott: Lass uns JA zum Leben sagen. Und behüte all die Menschen, die in großer Gefahr sind – wir bitten inständig um Frieden und Aussöhnung in den internationalen Konflikten. Amen

 

FASTEN 1

 


na, das wär doch mal ein Anfang ?

 

Es wird kommen der Tag,
da verlasse ich,
zaghaft zuerst,
dann beherzt
meine einsame Insel.

Wage mich endlich hervor
aus dem bewährten Versteck
und der sicheren Deckung,
fast ohne Angst und ohne
noch einmal mich umzusehn

Meine Rüstung tue ich ab
und alle die Waffen,
das Wenn und das Aber
und steige ins Boot.

Wehrlos werde ich sein
und verwundbar,

und einzig beschützt von der Liebe.


Aus: Lothar Zenetti, Auf Seiner Spur


Dienstag, 17. Februar 2026

Fürbitten 18.2. ja, die FASTENZEIT soll FREUDE machen

 

18.2.2026  ASCHERMITTWOCH - ein gutes  Leben leben

Joel 2.12 kehrt um zu mir  Hütet euch  Mt.6.1

Braucht man in Zeiten wie diesen noch extra eine Fastenzeit? Muss man sich so wie heute am Aschermittwoch extra auch noch „Asche aufs Haupt“ streuen lassen? Ist nicht das Leben rundum ohnehin schon für so viele mühsam geworden. Ist nicht das Weltgeschehen rund um uns nicht ohnehin bedrückend.

Aber gerade da soll uns die Fastenzeit helfen. Sie soll nicht nieder drücken und belasten – sie soll Mut machen und aufrichten. Lassen wir uns nicht nur leben – nehmen wir das Leben ein Stück weit wieder selbst in die Hand. Ganz bewusst. Da geht’s nicht um weniger essen – da geht es um ein mehr an Selbstbestimmung. Immer wieder ein paar Schritte Neues wagen, auch im Verzicht auf so manche liebgewordene Routine, die uns vielleicht ja schon längst gar nicht mehr gut tut.

In der ersten Lesung heute, hunderte Jahre vor Jesus geschrieben, ist es der Prophet Joel der in einer großen Krisensituation seine Mitmenschen beschwört: überdenkt euer Leben, kehrt um, fangt wieder neu und gut an. Und im Evangelium zeigt Jesus dazu den direkten Weg: "Hütet euch vor der äußeren Frömmigkeit" sagt er.  Einzig und allein wichtig ist es, Tag für Tag einfach unaufgeregt „gut“ zu sein. Auf die Menschen um mich soll ich achten – und auf Gott, ihn wirklich hören wollen.  So bitten wir heute

 

Dass wir uns in dieser Fastenzeit nicht sinnlose Einschränkungen auferlegen, sondern uns eher um ein extra Lächeln jeden Tag bemühen

Dass wir Tag für Tag das gelassener auf uns nehmen wollen, was ungeplant kommt und nicht so angenehm ist

dass wir immer besser lernen „eigene Unvollkommenheit“ anzunehmen, dass wir uns nicht innerlich als Versager fühlen

dass wir uns aber gerade auch in der Fastenzeit nicht mehr aufbürden lassen, als für uns gut ist, dass wir freundlich und bestimmt „Nein sagen“ lernen

Dass wir sachlich und nüchtern mit Schwierigkeiten umgehen, dass wir mit Optimismus und Vertrauen anderen eine Hilfe sein können

und bitten wir, dass wir in allem, was wir gerade in der Fastenzeit tun oder lassen, Freude und Dankbarkeit empfinden dürfen

Du guter Gott: lass und mit Liebe und Freude in diese Fastenzeit gehen. Wir müssen uns nicht abquälen, wir müssen uns nicht krampfhaft Schweres auferlegen: behüte uns vor dem traurigen Gesicht, vor der inneren Trostlosigkeit, vor allem frommen Leistungsdenken. Lass uns einfach hilfreich und gut sein für die Menschen in unserem Leben.  Darum bitten wir im Namen Jesu. Amen

 

 

Montag, 16. Februar 2026

Fürbitten 17.2. unsere Faschingsheiligen! Ja, die gibt's auch

 

17.2.2026 Faschingsdienstag 

Mit "Lustigem" ist es schwer in dieser Zeit - fast jeden Tag kann einem das Lachen von Neuem vergehen - und trotzdem sollen wir es tun.  Am heutigem Faschingsdienstag mit ein paar speziellen Faschings-Heiligen.  Sie könnten uns ja auch schon beim Umdenken für die Fastenzeit helfen

 

Ach, du liebe heilige Ruhe - Wie gerne hegen und pflegen wir sie - wie viel an zwischenmenschlicher Beziehung leidet darunter, dass wir so oft nur „unsere heilige Rua“ haben wollen. Jesus lass uns offen für die Menschen um uns sein, dass wir Freude und Lebendigkeit und Anderssein zulassen können

 

die selige Vergessenheit – - auch das kennen wir: Problemen aus dem Weg gehen, den Kopf in den Sand stecken, lieber von nichts wissen. Jesus mach uns wach und achtsam, dass wir uns nicht durchs Leben schwindeln, sondern dass wir auch unangenehme Dinge wahrnehmen und nicht verdrängen.

 

Der liebe St. Nimmerleinstagist er nicht einer unserer ganz wichtigen Tage? Eine gute Adresse, für alles was man gern vor sich herschiebt, was unerledigt bleibt. Jesus hilf uns, aus den verborgenen Winkeln unserer Vorsätze den einen oder anderen hervorzuholen und umzusetzen

 

auch diesen Faschingsheiligen kennen wir so gut, den heiligen Bürokratius: Wie oft ist er uns so nahe wie die eigene Haut. Alles muss seine fixe Ordnung haben, Vorschrift ist Vorschrift. Nur nichts ändern. Auch die Anderen müssen sich verhalten, wie wir es erwarten. Herr, lass, dass wir unseren Mitmenschen mit fixen Ideen und Sturheit nicht zur Last fallen, hilf uns wieder spontan und flexibel und unkompliziert sein

 

Wie oft macht sich aber auch der Wettergott wichtig: wie oft machen wir unsere Laune von ihm abhängig. „wenn er nur mitspielt wenn man ihn nur gnädig stimmen könnte…“ Du guter Gott bewahre uns vor Unwettern und Katastrophen aber lass uns nicht über das Wetter und über Banalitäten jammern

 

auch Zwillinge gibts unter den Faschingsheiligen. Der heiligen Strohsack und den heiligen Bimbam Wie oft läuft etwas schief, wie viele Tage gibt es, wo nichts zu gelingen scheint- Herr hilf uns, dass wir in solchen Stunden nicht in Phrasen und Unsinnigkeiten flüchten, sondern Kraft finden im Vertrauen darauf, dass DU es bist, der alles zum Guten führen wird.

 

So bitten wir dich guter Gott:  Gib uns die Fähigkeit, über uns selbst zu lachen. Gib uns ein Herz, das fröhlich ist, einen Verstand, der klar bleibt und eine Liebe, die alles im richtigen Licht erkennen kann. Damit wir immer wieder eingefahrene Gewohnheiten und lieblose Routine hinter uns lassen können. Das erbitten wir durch Jesus unseren Bruder. Amen

 

Die Idee der „Faschingsheiligen“ ist eine Anregung  aus dem „Kurier“, 2006 – eine Idee  von kath. Theologen Markus Tiwald

 

 

 

Sonntag, 15. Februar 2026

Fürbitten 16.2. so viele Fragen! und immer wieder warten auf Antwort

 

16.2.2026  Mk. 8,11  sie forderten ein Zeichen vom Himmel  

 „Sie forderten ein Zeichen vom Himmel“ hören wir heute im Evangelium. Sie, das sind die Pharisäer – aber vermutlich hätten wir uns selbst ähnlich verhalten. Da ist einer, der nimmt für sich in Anspruch, quasi im Namen Gottes zu sprechen: ist es da nicht naheliegend, dass man dafür  irgendeinen Beweis, irgendeinen Beleg will?  Ja, wie oft hätten wir gerne ein Zeichen vom Himmel, einen Hinweis, eine Rückversicherung in einer kritischen Situation: alles wird gut gehen! Wo bleiben die „Zeichen vom Himmel“ So bitten wir heute

 dass wir hoffen und vertrauen können – auch wenn gerade nicht alles nach Plan verläuft

dass wir hoffen und vertrauen können - auch wenn Gott nicht gleich Antwort auf alle Fragen gibt

dass wir hoffen und vertrauen können –- auch wenn wir uns bisweilen „wie von Gott verlassen“ fühlen

dass wir hoffen und vertrauen können – auch wenn in manchen Situationen alles dagegen spricht

dass wir hoffen und vertrauen können – auch wenn die Welt nicht so aussieht, als gäbe es einen guten Gott

dass wir hoffen und vertrauen können – und wir erkennen, dass wir den Kinderglauben auf ein festeres Fundament stellen müssen

 

So bitten wir, wie es im Jakobusbrief heißt, um Ausdauer und Geduld, um Zuversicht und einen langen Atem gerade in den Durststrecken unseres Lebens. Wir bitten im Namen Jesu, Amen

Samstag, 14. Februar 2026

Fürbitten Sonntag 15.2. "Euer Ja sei ein Ja, euer Nein sei ein Nein"

 

15.2. 2026 Mt.5.17  zu sich selbst: ehrlich sein

 An kaum einer anderen Stelle in den Evangelien wird einem so sehr bewusst, wie sehr Jesus Jude war, und das auch zutiefst religiös. Im heutigen Text bei Matthäus bekräftigt Jesus, dass er in keinem Punkt vorhat, ein jüdisches Gesetz zu ändern, ganz im Gegenteil: Jesus verlangt vielmehr ein radikales Befolgen von Treue, Gerechtigkeit und Anstand.  Genauso, wie es in der Thora in vielen Einzelheiten festgelegt ist. Aber immer kommt es Jesus dabei auf die Wahrhaftigkeit an und auf den tiefen Sinn jeder Gesetzesvorschrift. Auch wenn wir uns nach außen hin korrekt und brav geben - entscheidend ist letztlich immer die innere Haltung. Man muss nicht erst etwas Böses tun, das Böse geschieht schon vorher, im Kopf, im Denken, im Schauen, in der Phantasie. Jesus geht es auch darum, dass wir ehrliche klare Entscheidungen treffen. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein sei ein Nein. Bitten wir heute

dass wir den Mut haben, klare Entscheidungen zu treffen

dass man sich auf uns verlassen kann

dass wir aber auch trotzdem fähig zu Kompromissen sind

dass wir dort unsere Meinung korrigieren, wo sie nachweislich falsch war

dass wir nicht nur korrekt nach Vorschrift handeln, sondern den eigentlichen Sinn in allem erfüllen

dass wir immer wieder hinterfragen, von welchen Motiven wir uns leiten lassen, gerade auch dann, wenn wir „Gutes“ tun

dass wir uns nicht einreden etwas „gut zu meinen“, wenn es für einen anderen gar nicht gut ist

dass wir ehrlich unser Gewissen schärfen, auch wenn wir nie 100prozentig gut sein können

dass wir immer mehr den Mut haben, in der Freiheit der Kinder Gottes zu leben und selbstbestimmt zu handeln und zu entscheiden

und bitten wir nicht zuletzt: dass wir immer zuallererst UNS selbst ändern wollen, ehe wir es von den Anderen verlangen

 

So bitten wir, guter Gott, dass wir ehrlich auf unser Leben schauen, dass wir uns um das Gute und Richtige bemühen, auch wenn es nicht immer gelingen wird – alles liegt in deiner Hand. Mach du gut, was uns selbst nicht gelingt. Wir bitten im Namen Jesu amen

 

Freitag, 13. Februar 2026

Fürbitten 14.2. HEUTE: ein extra Lächeln ?

 

14.2.2026  Valentinstag     Cyrill und Method  Schutzpatrone Europas

Valentinstag ist heute, ein Heiliger aus dem 3.Jahrhundert sorgt pünktlich am14.Februar für Rekordumsätze bei Blumenhändlern und anderen Geschäften. Wir sollen aber nicht nur lästern über die große Geschäftemacherei mit diesem Tag - schon seit einigen Jahren ist der Valentinstag auch in der Kirche angekommen. – und an vielen Orten, etwa auch im Stephansdom, werden heute Liebespaare gesegnet. Nicht nur verheiratete Paare, sondern auch Menschen, die in anderen Formen der Partnerschaft miteinander leben und füreinander da sein wollen. Gerade wohl auch in dieser angespannten Zeit dürfen wir diesen Tag ganz bewusst für Freude und Dankbarkeit nutzen. In jedem von uns lebt die Sehnsucht nach Liebe. Schenken wir einander an diesem Valentinstag ein extra Lächeln und bitten wir

 

lass uns lächeln, und uns Menschen zuneigen, die heute vielleicht besonders unter Alleinsein leiden, wie Alte und Pflegebedürftige

 

lass uns lächeln, wenn wir die Liebe anderer sehen, dass wir tolerant sind für viele Formen der Nähe und Zärtlichkeit

 

lass uns lächeln, und jeden Tag erfahren, dass die Liebe unser Leben weit und groß macht und ihm immer Sinn gibt

 

lass uns lächeln, und das nicht nur heute und lass uns immer wieder alles tun, um andere zu ermutigen und ihnen Freude ins Leben zu bringen

 

lass uns lächeln Gott, weil wir auch in dich verliebt sein wollen und nicht nur hier sind, um eine Pflicht zu erfüllen

 

Der heilige Valentin soll nicht nur frisch getrauten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt haben – er soll auch römischen Männern dazu geraten haben, lieber bei ihrer Frau zu bleiben als in den Krieg zu ziehen. Bitten wir auch heute um Frieden, Frieden, dort wo gekämpft wird und Frieden dort, wo soziale Ungerechtigkeit zum Überlebenskampf führt.

 Heute ist auch der Gedenktag für die großen Slawen Missionare Cyrill und Method. Sie wirkten im neunten Jahrhundert und sind nun Schutzpatrone Europas. Auch auf ihre Fürsprache hin bitten wir ganz besonders um ein Ende des Ukraine Krieges

 

Du guter Gott, lass uns Freude in diesen Tag bringen, und lass, dass wir auch Freude an uns selbst haben, weil DU uns so unendlich liebst Amen

 

 

Donnerstag, 12. Februar 2026

Fürbitten 13.2. Sich öffnen können, gar nicht immer so einfach

 


 13.2.2026 Mk.7.31 Effata  öffne dich

 „Effata! – Öffne dich“: sagt Jesus heute im Evangelium zu einem Menschen der taubstumm ist. Ein Mensch, der nicht sprechen und auch nicht hören kann. Für die meisten von uns eine schreckliche Vorstellung. Wie ist das, wenn man seine Umwelt nicht hört, wie ist das, wenn man sich nicht mehr äußern und mitteilen kann? Und doch: gar nicht o selten verhalten auch wir uns wie taubstumm. Da hört man nicht, was man nicht hören will – da teilt man sich nicht mit, weil man lieber verschlossen bleibt. „Öffne dich“ – so sagt Jesus zu dem taubstummen Menschen! Bitten auch wir für uns -  denn es gibt wohl vieles, worauf man hören und wofür man sich öffnen sollte. So bitten wir heute

 

Dass wir uns öffnen - Für neue Gedanken, für neue Ideen, für neue Menschen

Dass wir uns öffnen - für die Gefühle in uns selbst, dass wir die Sehnsucht an uns heranlassen und auch manchmal die Leere 

Dass wir uns öffnen - dass wir uns politisch interessieren, dass wir Stellung beziehen, dass wir uns engagieren

Dass wir uns öffnen - Für all die Freude und die Dankbarkeit, die immer wieder in jedem neuen Tag stecken

dass wir uns öffnen und hinhören - dass wir das Herz weit aufmachen, für die Not und die Sorgen Anderer

 

Du guter Gott, öffne unsere Augen, öffne unsere Ohren, öffne unseren Mund, öffne unser Herz: damit wir voll Dankbarkeit das Leben spüren, heute und jeden Tag wieder – auch in allen Schwierigkeiten. Du bist mit uns, in diesem Vertrauen leben wir und danken wir dir. Amen

Mittwoch, 11. Februar 2026

Fürbitten 12.2 Vor - Urteile, so schnell wie möglich ablegen

 


12.2.2026  Mk.7.24 die „Ausländerin“ die Syrophönizierin 

Das Evangelium heute stößt einen zunächst vor den Kopf – vielleicht soll es uns aber nur etwas vor Augen führen, was es in uns selbst an Vorurteilen gibt.

Eine nicht jüdische Frau, Markus spricht von einer Heidin, einer geborenen der Syro-Phönizierin, bittet Jesus inständig um Hilfe. Es geht um ihre kranke Tochter. Jesus aber weist die Frau brüsk zurück. Sinngemäß sagt er den schrecklichen Satz: “ Zuerst müssen die eigenen Kinder satt werden, dann erst kommen die Hunde dran.“ Das heißt, zuerst heilt Jesus einmal nur Menschen seines Glaubens, also Juden. Dann erst kommen die niedrigeren Geschöpfe dran. Schrecklich!!! Aber diese Frau bleibt hartnäckig und ist schlagfertig: „da hast du schon Recht, meint sie, aber auch für die Hunde unter dem Tisch fällt etwas ab vom Tisch der Kinder“.  Letztendlich hilft Jesus natürlich - und als die Frau nach Hause kommt, ist ihre Tochter geheilt. - Wir sollen diese Geschichte wohl nicht als „Reportage“ aus dem Leben Jesu sehen, sondern als Lehrerzählung, die uns sagt: bleib hartnäckig in deinen Bitten, auch wenn manche Antwort Gottes beim ersten Hinsehen nicht so ausfällt wie du es gerne hättest. Auch wenn es oft aussichtslos scheint – bleiben wir dran mit unseren Bitten:  

Bitten wir zunächst für uns selbst, dass wir nicht hartherzig und abweisend reagieren, wenn Menschen Hilfe brauchen

Dass wir nicht insgeheim doch auf Distanz zu Ausländern gehen oder Menschen, die uns fremd sind

Dass wir nicht unterscheiden zwischen denen, „die zu uns gehören“ – und denen, die uns „fern“ stehen, dass das auch die Kirche nicht tut

Bitten wir, dass wir uns selbst nicht abwimmeln lassen, wenn uns etwas wichtig erscheint, dass wir hartnäckig bleiben, nicht beleidigt sind, dass wir auch mit Humor reagieren können

Vielleicht erleben wir im Evangelium aber auch einen Jesus, der selbst umdenken kann, der uns ein Vorbild ist, um eigene festgefahrene Positionen zu überdenken

bitten wir für alle, die niemand haben, der in ihrem Namen bittet und betet.                       bitten für unsere Freunde und auch für die, denen wir oft lieber aus dem Weg gehen.

und bitten wir für uns selbst, in Tagen der Mutlosigkeit, wenn wir uns enttäuscht und nicht verstanden fühlen - wenn Pläne nicht aufgehen und manches misslingt -  in Zeiten von Krankheit und Hilflosigkeit - bitten wir um Geduld und Vertrauen

so bitten wir im Namen Jesu. Amen

 

 

Dienstag, 10. Februar 2026

Fürbitten 11.2. man darf an Wunder glauben

 

11.2.2026  Lourdes, Welttag der Kranken Unsere liebe Frau von Lourdes,

Lourdes, der kleine Ort in Südwest-Frankreich, ist weltweit ein Synonym geworden für Wunder und Heilung. Im Jahr 1858, von Februar bis Juli, hatte das 14jährige Hirtenmädchen Bernadette Soubirous in einer Felsenhöhle bei Lourdes achtzehnmal die Erscheinung einer geheimnisvollen, unbekannten Dame. Für Bernadette war es eine Erscheinung der  Gottesmutter Maria. In die Grotte von Massabielle pilgern seither unzählige Menschen aus aller Welt mit ihren Sorgen und Anliegen. Immer wieder gibt es Berichte von wunderbaren Heilungen. Heute, am Gedenktag der Mutter Gottes von Lourdes, ist auch der Welttag der Kranken,  

 

bitten wir heute mit unserem Blick auf Maria

für alle, die krank und pflegebedürftig sind

für alle, die auf Hilfe und Zuwendung anderer angewiesen sind

 

 

bitten wir für die Vielen, die in den Familien ihr eigenes Leben zurückstellen

um für Kranke, Behinderte und alte Menschen dazu sein

So oft sind es sogar Kinder, die ihren kranken Eltern beistehen

 

Bitten wir für alle Menschen, die nach Lourdes kommen

oder an anderen Orten vertrauensvoll Hilfe suchen 

dass sie, wenn schon nicht Heilung, dann doch Trost finden

 

Bitten wir aber auch, dass Menschen, die Hilfe suchen

nicht auf Betrüger hereinfallen

und dass Hilfsbedürftigkeit nicht ausgenutzt wird

 

Bitten wir für alle, die in Spitälern und Pflegeeinrichtungen arbeiten

Und bitten wir, dass unser Gesundheitssystem gesund bleibt

und die Hilfe für Bedürftige nicht eingeschränkt wird

 

Und ganz besonders bitten wir für all die Menschen,

die unheilbar krank sind.

Dass sie trotz allem Freude aus ihren Tagen schöpfen können

Und dass sie Menschen haben, die sie liebevoll begleiten.

 

so bitten wir heute ganz besonders mit unserem Blick auf Maria, amen

Montag, 9. Februar 2026

Fürbitten 10.2. wichtiger als alle Regeln: die LIEBE

 

10.2.2026  hl Scholastika    Hld 8.6  Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz

Heute ist der Gedenktag einer Heiligen, die vielleicht nicht mehr für alle eine bekannte Persönlichkeit ist. Die heilige Scholastika. Sie war die Schwester des heiligen Benedikt – wobei damals im 5.Jahrhundert natürlich weder sie noch er schon heilig waren. Er, Benedikt, lebte als Mönch in seiner Gemeinschaft in Monte Cassino, Scholastika mit anderen Frauen ganz in der Nähe. Zum heutigen Gedenktag der hl.Scholastika gibt es eine sehr nette Geschichte.  Benedikt hielt sich sehr streng an die Regeln, die er selbst aufgestellt hatte: unter anderem, dass ein Mönch rechtzeitig abends wieder in seiner Zelle zu sein hatte. Eines Tages besuchte Benedikt seine Schwester; sie bat ihn, einige Tage bei ihr zu bleiben, was er ablehnte, da dies gegen seine Mönchsregel verstoßen hätte. Da bat Scholastika Gott, er möge ein Unwetter schicken, das Benedikt an der Heimkehr hindere. Tatsächlich kam das Unwetter, Benedikt musste sich gegen die Befolgung seiner Regel und für die Zuwendung zu seiner Schwester entscheiden. „In andächtigen Gesprächen über die Freuden des Himmels“ so heißt es, verbrachten sie die Nacht und die folgenden drei Tage, bis Scholastika unerwartet starb; Benedikt sah ihre Seele als weiße Taube gen Himmel fliegen. Er bestattete sie am Kloster Montecassino in dem Grab, das er für sich vorgesehen hatte, und in das er 547 auch gelegt wurde.      Die Geschichte soll sagen: NICHTS, wirklich NICHTS ist wichtiger als Zuwendung und Liebe. Noch so strenge Regeln sind zweitrangig, wenn ein anderer Mensch in diesem Moment meine Hilfe und meine Nähe braucht. Auch in der wunderbaren Lesung aus dem poetischen „Hohe Lied der Liebe“ hören wir: nichts ist stärker als die Liebe. Sie überwindet alles, auch den Tod. Bitten wir ganz einfach für unseren Alltag

dass wir uns nicht selbst mit starren Regeln das Leben schwermachen

dass wir spüren, wenn Menschen in unserer Umgebung Zuwendung und Nähe brauchen

dass wir zwischen Wichtig und Unwichtig unterscheiden können

dass wir alles liegen und stehen lassen können, für eine Sache. die uns am Herzen liegt

dass wir unsere Tage nicht zumüllen mit Planung und Terminen

dass wir uns über Unvorhergesehenes freuen können

dass wir großzügig mit unserer Zeit umgehen, für andere - und für uns selbst

dass wir auch auf uns selbst achten, dass wir auf unsere eigenen Bedürfnisse hören

bitten wir heute auch besonders für alle Geschwister, dass sie sich ein Leben lang liebhaben und schätzen und einander eine Hilfe sind

Du guter Gott. Nimm von uns Hektik und unnötige Sorgen, lass uns immer wieder zur Ruhe finden.  Gib uns die Zuversicht, dass Du vollenden wirst, was wir selbst immer nur bruchstückhaft zustande bringen. Darum bitten wir in dieser Stunde Ame

 

Lesung aus dem Hohelied -

Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz,

wie ein Siegel auf deinen Arm,
denn stark wie der Tod ist die Liebe,
die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt!
Ihre Gluten sind Feuergluten,
gewaltige Flammen.
Mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen,
auch Ströme schwemmen sie nicht hinweg.
Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses,
nur verachten würde man ihn.

 

EINLEITUNG  KURZFASSUNG

 

Nichts ist stärker als die Liebe, haben wir in der 1. Lesung gehört, in dem wunderbaren Text aus dem Hohelied der Liebe.  Die Geschichte von Scholastika und Benedikt zeigt es im Alltag. Einem Menschen lieb und gut zu sein, ist wichtiger, als selbst aufgestellte Regeln stur einzuhalten. Und auch im Evangelium versucht Jesus der geschäftigen Marta liebevoll zu sagen, dass manchmal „weniger mehr ist“. Dass man auch die Pflichten des Alltags manchmal liegen lassen muss, um  für einen anderen ganz da zu sein. Maria war „ganz Ohr“– für Jesus.

Weil auch wir in dieser Spannung leben bitten wir