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Donnerstag, 30. Juli 2026

Fürbitten 31.7. gelassen bleiben - in Erfolg oder Misserfolg

 


31.7.2025 Ignatius  von Loyola 

 Heute ist der Gedenktag von Ignatius von Loyola, er ist der Gründer des Jesuitenordens – unwillkürlich denken wir da wohl auch an den verstorbenen Papst Franziskus, der Jesuit war. Sein Anliegen war es,  dass die „Freude des Evangeliums“ unser ganzes Leben durchdringen und verwandeln soll.  „Alles zur größeren Ehre Gottes“ so hat das Ignatius von Loyola gesagt. Und das heißt in unsere Zeit hineingesprochen: Alles tun, in Freude und Dankbarkeit. Aber eines ist Ignatius auch ganz wichtig: wer glaubt, muss auch immer besser lernen, sich selbst zu erkennen. Bitten wir heute mit Worten und Gedanken des Ordensgründers 

Ignatius hat schon im 15.Jahrhundert erkannt, wie wichtig die Selbsterkenntnis ist, er nennt es "Unterscheidung der Geister" - bitten wir, dass wir ehrlich und offen mit uns selbst umgehen und bitten wir für die so wichtige Arbeit aller Psychotherapeuten und Psychologen.

bitten wir, dass wir gelassen bleiben in Erfolg oder Mißerfolg, ob wir froh sind oder traurig sind. Frei von Unruhe und Verwirrung   

dass wir im Sinne von Ignatius Gemeinsamkeit statt Spaltung suchen, Versöhnung statt Streit, Verständnis statt Besserwisserei 

dass wir Ungeduld und Hochmut ablegen, dass wir uns selbst zurücknehmen , dass wir anderen den Vortritt lassen,

dass wir nie Gutes, sei es noch so klein, aufschieben, nur weil wir glauben, später könnten wir Besseres leisten 

dass wir Gespräch und Begegnung mit Menschen suchen, von denen wir lernen können, auch und gerade dann, wenn wir uns mit anderen Meinungen auseinander setzen müssen    

dass wir erst gar nicht damit anfangen wollen, Andere zu bessern,  ehe wir nicht damit bei uns selbst begonnen haben. 

dass wir gelassen bleiben in Erfolg oder Misserfolg, gleichmütig in allen Stimmungslagen, frei von Unruhe und Verwirrung 

und dass wir Gott für alles danken, was auch dieser Tag wieder bringt - auch für das, was wir – momentan noch – als Zumutung empfinden. Dass wir leben und lieben „zur größeren Ehre Gottes“ – und uns selbst zur Freude

  

So bitten wir, wie es Ignatius getan hat: „Herr, lehre uns wahre Großmut! Lehre uns dir zu dienen, so wie du es verdienst: Geben, ohne zu zählen, arbeiten, ohne Ruhe zu suchen,  uns aufopfern, ohne einen anderen Lohn zu erwarten als das Bewusstsein, deinen heiligen Willen zu erfüllen.“  Amen

 

 

 

Mittwoch, 29. Juli 2026

Fürbitten 30.7. Will ich mich "formen" lassen ?

 


30.7.2026 Jer.18.1 Ton und Töpfer

Jemandem zuzusehen, der ein neues Gefäß töpfert, ist immer wieder spannend und aufregend. Was wird wohl aus dieser noch formlosen Masse an Ton entstehen? Auch für interessierte Laien werden Töpferkurse angeboten – die kreative Arbeit entspannt und lässt einen ganz in der Gegenwart sein. In der hebräischen Bibel macht der Prophet Jeremias diese Erfahrung. Er sieht wohl einem Töpfer bei der Arbeit zu und erkennt plötzlich: ja genau so macht es Gott mit uns Menschen. Auch er formt uns, auch er gibt uns Gestalt, und wir sollten wie der Ton sein, der sich vertrauensvoll seinem Meister anvertraut. Jeremias hört direkt Jahwe selbst sprechen:  „Seht, wie der Ton in der Hand des Töpfers, so seid auch ihr in meiner Hand“  Gefällt uns dieser Vergleich? Sind wir bereit, uns formen zu lassen? Vertrauen wir darauf, dass Gott Neues aus uns schaffen kann? So bitten wir heute

 

Gott, forme du uns neu - führ uns heraus aus dem alten Trott

lass uns Veränderungen annehmen und neue Herausforderungen


Gott, forme du uns neu - dass wir ganz im Hier und Jetzt leben,

dass wir wahrnehmen, was uns geschieht, dass wir in Neues hinein wachsen können


Gott, forme du uns neu - Dass wir deiner Hand vertrauen

Dass wir an uns geschehen lassen, auch wenn wir so oft nicht verstehen, wohin uns der Tag führt


Gott, forme du uns neu - Lass uns Dich erkennen in Allem, was uns begegnet

oft in der Langeweile unseres Alltags, oft in der Hast unserer wichtigen Vorhaben

oft in Menschen, mit denen wir uns schwer tun

 

Gott, forme du uns neu - Gerade dann, wenn wir glauben am Zerbrechen zu sein

In unseren Ängsten, in unseren Sorgen- ja, forme du uns neu

in der Sprachlosigkeit des Todes, auch dann sind wir ganz in deiner Hand

Forme du uns neu -

 Du Gott, auf den wir warten: Forme uns neu .Mach unser Herz frei für dein Kommen – lass uns dich erkennen, jetzt schon, mitten unter uns. So bitten wir im Namen Jesu. Amen





Dienstag, 28. Juli 2026

Fürbitten 29.7. in der "Balance" leben - so oft ist Weniger "MEHR"

 


29.7.2026  Marta Maria Lazarus   Joh.11.19 Lk.10.38 

In früheren Jahren war der heutige Tag liturgisch allein der heiligen Marta gewidmet. Nun gedenkt man auch ihrer Geschwister Maria und Lazarus. Wir kennen die drei aus den Evangelien, sie sind enge Freunde Jesu. Marta, Maria, und Lazarus hatten ein gastfreundliches Haus, in das offenbar auch Jesus regelmäßig zu Besuch kam. In der Liturgie kann man heute sogar zwischen zwei verschiedenen Evangelien wählen, die von der Freundschaft der Vier berichten. Das Lukas Evangelium berichtet von einem Besuch Jesu  – aber diesmal bricht zwischen den Schwestern Unmut aus. Die Jüngere, Maria, sitzt nur neben Jesu und lauscht seinen Worten – Marta, die Ältere, wuselt als Gastgeberin herum, um es allen gemütlich zu machen. Schließlich beschwert sich Marta bei Jesus „siehst du nicht, dass Maria alle Arbeit mir überlässt“ – und Jesus, wir könnten sagen typisch Mann, sagt Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden“. (Soll heißen: sich Zeit für Jesus nehmen ist wichtiger als alles andere) Viele von uns Frauen verstehen Marta nur zu gut! Denn wenn sich alle nur hinsetzen und zuhören, funktioniert die Gastfreundschaft und vieles andere auch nicht. Und doch wissen wir selbst nur zu gut: so oft wäre „WENIGER“ - -„ MEHR“    Wie wichtig ist es, die Balance zu finden, zwischen der geschäftigen Martha in uns -  und der Maria, die alle Zeit der Welt zu haben scheint.. so bitten wir

dass wir immer besser zwischen Wichtig und Unwichtig unterscheiden lernen - dass wir alles liegen und stehen lassen können, für eine Sache die uns am Herzen liegt

dass wir unsere Tage nicht zumüllen mit Pflichten und Terminen - dass wir uns über Unvorhergesehenes freuen, über alles, was unsere Routine unterbricht

dass wir lernen, ganz DA-zu SEIN für diejenigen, die uns gerade brauchen, - dass wir nicht so vieles „nebenbei“ erledigen

dass wir aber auch auf unsere eigenen Bedürfnisse hören und den Mut haben, NEIN zu sagen - dass wir uns beschenken lassen können und nicht glauben, alles immer nur selbst “MACHEN“ zu müssen

dass wir uns aber jeden Tag Zeit nehmen, um „ganz Ohr zu sein“, für das, was Gott uns sagen will – durch so viele Kleinigkeiten, die jeder Tag mit sich bringt, auch der heutige.

Du guter Gott, so hilf, dass wir immer wieder zur Ruhe kommen. Lass uns darauf vertrauen, dass letztlich DU es bist, der vollendet was wir begonnen haben.  Dass wir auch heute alles im Namen Jesu beginnen dürfen, dafür danken wir dir. Amen


Das Johannes Evangelium zeichnet eine dramatische Situation. Man erfährt, dass Lazarus im Sterben liegt, Jesus aber, obwohl er davon hört, nicht sofort zur Hilfe kommt, sondern erst 4 Tage später, als Lazarus bereits im Grab liegt. Beide Schwestern weinen bitterlich „wärest du hier gewesen…“ sagt Marta fast vorwurfsvoll, bekräftigt aber dann ihren unerschütterlichen Glauben an Jesus an, an Jesus den Messias, an Jesus den Sohn Gottes. Und Jesus sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ und er macht das Wunder möglich. Lazarus wird noch einmal leben, wird aus dem Grab herauskommen. – ein Zeichen für das, was nach Jesu Tod geschehen wird. Bitten wir heute

Dass auch uns solch ein unerschütterliche Glaube an Jesus möglich ist

Dass auch wir in sehr schweren Situationen in unserem Glauben Halt finden

Bitten wir, dass wir immer wieder aus unseren eigenen kleinen Krisen und Sorgen herausfinden, dass wir immer wieder Licht am Ende des Tunnels sehen

Bitten wir für all das, worauf wir keinen Einfluss haben: bitten wir dass es aus den weltweiten Krisen und Kriegen, dass es aus Hass und Gewalt ein Entrinnen gibt, damit Menschen ihr kleines Leben in Frieden leben können

Dass es gut weitergeht mit unserem Land, dass wir Spaltungen überwinden können, dass es uns gelingt, die richtigen Antworten auf drängende Probleme zu finden

 

Bitten wir, dass gerade diese Urlaubstage uns allen wieder Kraft und Zuversicht geben. Dass wir mit Optimismus in die Zukunft schauen, denn die „Zukunft ist ein guter Ort“, so hat es Bundespräsident Van der Bellen einmal formuliert. 

 

So bitten wir: guter Gott, lass uns vertrauen und hab Geduld mit uns – wie wir auch geduldig mit all dem umgehen wollen, was uns nicht leicht fällt und was wir oft auch noch nicht richtig verstehen. Sei du bei uns. amen

 


Montag, 27. Juli 2026

Fürbitten 28.7. nicht leichtsinnig aber UNBESORGT leben

 

30.7.2024 Mt.13.36  das Unkraut auf dem Acker 

Im Evangelium heute erklärt Jesus seinen Jüngern das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. Vom Unkraut, das zwischen dem guten Weizen wuchert.  – beides wächst lange Zeit gemeinsam, aber wenn es Erntezeit ist, dann wird das Unkraut endgültig ausgerissen. Gemeint ist natürlich im übertragenen Sinn „das Gut und das Böse“. Es hat Zeiten in der Kirche gegeben, da hat diese Stelle im Evangelium Angst gemacht. Wird Gott am Ende unseres Lebens gnadenlos mit uns abrechnen? Wenn wir nicht täglich unser Letztes geben, an unserm Heil arbeiten mit Hangen und Bangen, sind wir dann für immer verloren?  Nein! Wir können ganz vertrauensvoll leben. Das Himmelreich ES IST SCHON DA, das Reich Gottes ist schon mitten IN uns, auch wenn wir es nicht immer erkennen. In allem ,was wir tun, in allem was gelingt oder auch nicht gelingt: es ist Reich Gottes. Es ist Gottes Gegenwart mitten unter uns. Es ist tröstlich, was Jesus sagt: wir müssen uns nicht so viel Sorgen um Richtig oder Falsch machen: Tun wir einfach unser Bestes – den Rest wird Gott vollenden. So bitten wir heute

hilf du uns machen - wozu wir die Fähigkeit haben und es können

hilf du uns machen - was uns und anderen guttut

hilf du uns machen – was notwendig und not-wendend ist

hilf du uns machen - im Vertrauen darauf, dass letztlich nichts schiefgehen kann

ABER

mach Du, was uns trotz aller Anstrengung nicht gelingt

mach Du, wo wir wegschauen und uns drücken wollen

mach Du, was wir uns nicht zutrauen

mach Du, wo wir es falsch gemacht haben

 

So legen wir alles in deine gute Hand, Gott. Das Wollen und das Vollbringen, das Scheitern und das Gelingen, das Sichere und das Unsichere. Auf das große BÖSE in der Welt haben wir keinen Einfluss, Krieg Gewalt, Ungerechtigkeit, hier können wir nur beten und weiter bitten. Im Namen Jesu. Amen

Sonntag, 26. Juli 2026

Fürbitten27.7. das Kleine wachsen lassen

 


27.7.2026   Mt.31.31 Senfkorn Sauerteig

Das Evangelium heute passt perfekt zum Anfang dieser neuen Woche. Was erwarten wir uns von jedem neuen Tag, was macht Sinn, was sollen wir tun, um unsere Zeit nicht zu verplempern. Ganz einfach ist das, sagt Jesus. Seid einfach wie der Sauerteig im Brot, der unverzichtbar ist - seid wie das kleine Senfkorn, das aufgeht und ein großer Strauch wird. Senfkorn und Sauerteig, sie sind für Jesus aber auch eine Metapher für den Himmel: und dieser Himmel ist Hier und Jetzt und er ist mitten in uns. In uns muss dieser Himmel wachsen und auch für andere sichtbar und nützlich werden.  So bitten wir

lass die Dankbarkeit in uns wachsen, weil wir immer wieder neu beginnen dürfen

lass die Freude in uns wachsen, an jeder Kleinigkeit, die den Tag gut macht      

lass das Vertrauen und das Verstehen füreinander wachsen,

lass die Geduld wachsen, Geduld mit den anderen aber auch die Geduld mit uns selbst

lass die Sehnsucht wachsen, damit sie uns immer wieder zu Neuem führt und du sie ausfüllst

lass die Freiheit wachsen, die Freiheit mir selbst gut zu sein, mich anzunehmen, wie ich bin

lass die Liebe wachsen, weil nur in ihr alles möglich

denken wir an alle, die in diesen Tagen krank sind oder sich mit Problemen abquälen: lass in ihnen Hoffnung und Zuversicht wachsen

 

Du guter Gott, unaufhörlich bitten wir auch, dass endlich Frieden wachsen kann,

dass Kinder im Frieden groß werden können – hilf uns Lösungen zu finden, um all den Menschen zu helfen, die Sicherheit und ein neues Leben suchen. Amen

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


„Das Ziel allen Lebens soll sein,
dass der Mensch von der Gebundenheit
zur Verbundenheit komme.“ Martin Buber


"Was unsere Seele am schnellsten und schlimmsten abnützt, das ist: 

Verzeihen ohne zu vergessen." Arthur Schnitzler


“Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis,
vielleicht ist ja keines da.” Franz Kafka


"Gut sein ist die Hauptsache! Einfach und schlicht gut sein,
das löst und bindet alles und ist besser als Klugheit und Rechthaberei." Rosa Luxemburg


"Von deinen Sinnen hinausgesandt,
geh bis an deiner Sehnsucht Rand;...
Lass dir Alles geschehn: Schönheit und Schrecken.
Man muss nur gehn: Kein Gefühl ist das fernste.
Lass dich von mir nicht trennen. Nah ist das Land,
...das sie das Leben nennen.
Du wirst es erkennen
an seinem Ernste.
Gib mir die Hand. " Rilke, eines meiner liebsten...

 

Achte Menschen, die versuchen die Wahrheit zu finden.
Aber nimm dich in Acht vor denen, die sie gefunden haben.“
Meister Eckardt

 

„Geduld

ist das Schwerste und das Einzige,

was lernen sich lohnt.

Alle Natur, alles Wachstum,

...aller Friede, alles Gedeihen und

Schöne in der Welt beruht auf Geduld,

braucht Zeit, braucht Stille,

braucht Vertrauen." Hermann Hesse

 

"Man muss lange leben, um ein Mensch zu werden."
Antoine de Saint-Exupéry

 

" Buchhalterirrtum
dass Liebe
weniger wird
wenn man sie
einfach verschenkt" Hans-Curt Flemming

  

"Man ist nur so jung wie man sich fühlt.

Man denkt nur so tief wie man sich wühlt.

Man kriegt nur so viel wie man sich gibt.

Man lebt nur so lang wie

man sich liebt." Robert Gernhardt




Samstag, 25. Juli 2026

Fürbitten Sonntag 26.7. GEH BIS AN DEINER SEHNSUCHT RAND

 


26.7.2026  Mt 13.44 die kostbare Perle, das hörende Herz - Welttag der Großeltern 

 An diesem heutigen Sonntag , dem sogenannten 17.Sonntag im Jahreskreis, ist es direkt schwer, sich auf einen der Gedanken zu beschränken, die die heutige Liturgie der Kirche anbietet. Im Evangelium erklärt heute Jesus einmal mehr, wie wir uns das mit dem Himmelreich vorstellen können. Der Himmel ist …. wie etwas unglaublich Kostbares, das du plötzlich findest und dafür gibst du dann alles, keine Anstrengung ist dafür zu groß. Jesus nennt als Beispiele einen Schatz im Acker oder eine kostbare Perle, für die ein Kaufmann alles, was er besitzt verkauft, nur um sie zu erwerben.  Haben wir so etwas Begehrenswertes schon gefunden? Etwas, wofür wir „ALLES“ geben würden, unser „letztes Hemd“?  In der ersten Lesung aus dem Alten Testament wiederum hören wir, worum der berühmte König Salomon Gott bei seinem Regierungsantritt bittet. Salomon, der Sohn Davids, will kein größeres Reich, keinen Reichtum, keine allumfassende Macht: Salomon bittet Gott um ein „hörendes Herz“, er bittet um die Fähigkeit, das wahrzunehmen, was die Menschen brauchen, wofür er als König gebraucht wird. Das hörende Herz, das ist für Salomon die kostbare Perle, der Schatz im Acker. Ja, und der dritte Gedanke dieses heutigen Tages: dieser Gedanke betrifft all unsere Großeltern. Rund um den Gedanktag der Großeltern Jesu (Joachim und Anna) hat die Kirche vor einigen Jahren den Tag der Großeltern eingeführt. Ja, ja auch sie sind oft und oft kostbar wie ein Schatz. So bitten wir heute

dass wir mehr Fantasie und Mut haben, uns „den Himmel auf Erden“ zu wünschen, dass wir auch in unserem Leben nicht aufhören nach dem Schatz im Acker, nach der kostbaren Perle zu suchen

dass wir uns unsere innigsten Sehnsüchte eingestehen, dass wir nie aufgeben, etwas davon verwirklichen zu wollen, ganz gleich wie alt wir sind, weil nur die Sehnsucht uns immer weiterführt

bitten wir auch wie Salomon um ein hörendes Herz, dass wir wahrnehmen, was die Menschen um uns brauchen, dass wir wahrnehmen, wie wir helfen können

dass wir aber auch auf unsere eigenen Bedürfnisse hören, dass wir uns selbst nahe sind und uns Gutes tun

Danken wir für unsere Großeltern, danken wir für die, deren Hilfe wir in Anspruch nehmen dürfen – danke wir für unsere verstorbenen Großeltern und behalten wir sie dank bar in Erinnerung

Der Sonntag heute soll auch den alten Menschen gewidmet sein. Bitten wir für alle, denen das Leben oft schon beschwerlich ist, bitten wir um Begleitung für sie, bitten wir vor allem, dass unser Gesundheits -und Sozialsystem notwendige Dienste nicht einschränkt. Dass die alten Menschen nicht als eine Belastung empfunden werden, sondern dass man dankbar für die ist, die unser Leben bisher mitgestaltet haben

So bitten wir Guter Gott: lass uns alle, jung oder alt, den Schatz erkennen, die Kostbarkeit, die in jedem einzelnen Tag verborgen ist und lass uns alles daran geben, diesen Schatz ans Licht zu bringen. Und wie König Salomon bitten wir; Gib uns ein hörendes Herz: dass wir die Sorgen und Nöte und auch die Freuden der Menschen um uns wahrnehmen – und nicht zuletzt auch das, was unsere innerste Sehnsucht ist. Amen 

Von Rainer Maria Rilke gibt es ein wunderbares Gedicht, das uns ermuntert, diesen 2Schatz im Acker zu suchen. "Geh bis an deiner Sehnsucht Rand"  (gekürzt)

 

"Gott spricht zu jedem nur, eh er ihn macht ....

Von deinen Sinnen hinausgesandt,

geh bis an deiner Sehnsucht Rand; .....

Lass dir Alles geschehn: Schönheit und Schrecken.

Man muss nur gehn: Kein Gefühl ist das fernste.

Lass dich von mir nicht trennen.

Nah ist das Land,

das sie das Leben nennen.

Du wirst es erkennen

an seinem Ernste.

Gib mir die Hand"      


Rainer Maria Rilke, 4.10.1899, Berlin-Schmargendorf

Freitag, 24. Juli 2026

Fürbitten 25.7. wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh....

 


25.7.2026 Mt.20.20   Fest Apostel Jakobus 

Die Kirche feiert heute das Fest des hl. Jakob. Jakobus war einer der ersten der 12 Apostel –er war der ältere Bruder des späteren Apostel und  Evangelisten Johannes. Beide müssen ein heftiges Temperament gehabt haben, denn Jesus nennt sie „Donnersöhne“. Jakobus soll als erster Apostel unter Herodes Agrippa im Jahr 44,um Ostern, den Martertod erlitten haben. Höchstwahrscheinlich war Jakob nie in Spanien, er hat dort auch nicht gepredigt und ist dort auch nicht gestorben. Aber möglicherweise ist vile Jahre später sein Leichnam nach Spanien, nach Santiago de Compostela gebracht worden ist. Und die Wallfahrt zu seinem Grab ist unterdessen weltberühmt. Jakobus war zeitweilig der volkstümlichste Apostel. Er gilt als Patron Spaniens und besonders der Pilger. Jakobus wird zumeist dargestellt mit Buch, Pilgermuschel, Pilgerstab und Schwert. Bleiben wir mit unseren Fürbitten eine Weile auf dem Pilgerweg und bitten wir


Für alle, die im wortwörtlichen Sinn auf Pilgerwegen unterwegs sind. Nicht alle sind es aus religiösen Gründen, bitten wir, dass jede und jeder die Erfahrungen macht, die ihm gut tun und das Leben im Alltag dann wieder bereichern

Wir alle sind Pilger in unserem Leben, jeder Tag ist ein neuer Aufbruch ins oft Unbekannte, bitten wir um Mut und Zuversicht

bitten wir um Kraft für all jene, die sich mit dem Alltag und dem Leben schwer tun, dass sie Hilfe auf ihrem Weg finden

bitten wir für die jungen Menschen, die in eine neue Welt aufbrechen, von der auch wir nicht wissen, was sie letztlich bringen wird. Bitten wir um behütete Wege in einer ungewissen Zeit

bitten wir für kranke Menschen, die sich so sehr wünschen, auf einem "Weg der Besserung" zu sein, bitten wir um die Kraft zum Durchhalten und die Kraft zum gesund werden

und bitten wir ganz besonders für alle die, die sich auf ihren "letzten Weg" machen.  Oft sind es nicht nur ganz alte Menschen, immer wieder sterben auch Junge viel zu früh oder kommen sogar gewaltsam ums Leben. Bitten wir für sie und alle, die ein solcher Tod verzweifelt zurücklässt.

 

Du guter Gott, begleite uns alle auf unserem Weg und lass uns einander gute Weggefährten sein. Dass einer den anderen stützen möge, wenn die Wege schwierig werden. Amen

Donnerstag, 23. Juli 2026

Fürbitten 24.7. mit-tragen, bei-tragen, er-tragen

 

24.7.2026  Hl.Christophorus  

Heute ist der Gedenktag des heiligen Christophorus. Vielen ist er wohl auch deswegen ein Begriff, weil rund um seinen Gedenktag Autos und Fahrzeuge gesegnet werden und man um eine gute und sichere Fahrt bittet. Der Legende nach soll Christophorus, ohne es zu wissen, in einem kleinen Kind Christus selbst durch einen Fluss von einem Ufer zum anderen Ufer getragen haben. Seit Jahrhunderten wird Christophorus deshalb von vielen Menschen als jemand verehrt, der zum Dienst an Anderen bereit ist, der auch bereit ist, eine Last auf sich zu nehmen. So bitten wir heute

 

dass wir tragen und er-tragen können: all das, was oft sein muss und mühsam ist – aber auch das, was uns von anderen „angehängt und umgehängt und manchmal auch aufgelastet“ wird,                     dass wir es in Güte er- tragen und dass wir in Geduld auch uns selbst er-tragen können

dass wir tragen und mit-tragen- dort wo Andere ihre Arbeit selbst nicht mehr gut schaffen - dort wo anderen das Leben schwer ist - dass wir Sorgen aber auch Freude in unseren Freundschaften und Gemeinschaften mittragen

dass wir tragen und auch bei-tragen - dass wir zu einer guten Atmosphäre in unserer Umgebung beitragen - dass wir mit Humor und Freundlichkeit Anderen und uns selbst das Leben leichter machen - dass wir etwas dazu bei-tragen, dass der Alltag auch in dieser Hitze erträglich bleibt

bitten wir nicht zuletzt für alle, die an diesen oft heißen Tagen im Freien arbeiten müssen, dass auch sie abends wieder gut und gesund nach Hause kommen - aber wir bitten auch für uns selbst, dass wir jeden Tag wieder für ein gutes nach Hause kommen danken können

 in diesen Tagen bittet die MIVA, die Missions-Verkehrs-Arbeitsgesellschaft um Spenden für verschiedenste Transportmittel die in Entwicklungsländern dringend gebraucht werden. Vom Traktor über Boote bis zum Lastwagen. Bitten wir vor allem auch für die Menschen, die unsere Hilfe brauchen und für alle, die sich in diesen Ländern für bessere Lebensbedingungen für Andere engagieren.

 

So bitten wir guter Gott, dass wir auch heute bereit sind, auf uns zu nehmen, was auch dieser Tag wieder bringen wird – und lass uns darauf vertrauen, dass letztlich wir selbst getragen werden. Amen

MIVA  SPARKASSE OÖ

  • IBAN: AT07 2032 0321 0060 0000
    BIC: ASPKAT2LXXX
  • Sparkasse Lambach 
    IBAN: AT63 2031 7002 0020 0665
    BIC: SPLAAT21XXX

Die MIVA Austria ist ein Hilfswerk der katholischen Kirche. MIVA steht für Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft, sie wurde 1949 im Stift Lambach in OÖ gegründet. Ihre Aufgabe ist es, für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit Transportmittel zur Verfügung zu stellen. Je nach Bedarf werden PKW oder Geländewagen, Motorräder, Fahrräder, Traktoren, Boote, Rollstühle oder Lasttiere finanziert. 

Im Fokus stehen Transportmittel für pastorale, soziale und medizinische Einsätze. Pro Jahr erhält die MIVA weit über eintausend Ansuchen. Durch die Unterstützung unserer Spender:innen können jährlich zwischen 300 und 400 Projekte in rund 60 Ländern unserer einen Welt gefördert werden.

Im Jahr 1949 wurde die österreichische MIVA im Stift Lambach feierlich aus der Taufe gehoben. Seither hat sich vieles verändert, eines ist jedoch in der 75-jährigen Geschichte gleichgeblieben: die Menschen in den ärmsten Regionen mit lebensnotwendiger Mobilität zu unterstützen. Mehr als 48.000 Transportmittel – von einer fahrenden Ambulanz, einem Fahrrad bis hin zu Maultieren – in über 60 Ländern konnten seither dank der Unterstützung der zahlreichen Spender:innen finanziert werden.

Mittwoch, 22. Juli 2026

Fürbitten 23.7. so viele große Frauen in der Geschichte der Kirche

 


23.7..2026  HL. BIRGITTA VON SCHWEDEN
Ordensgründerin, Patronin Europas

Heute ist der Gedenktag der Hl.Birgitta von Schweden. Vielleicht ist sie manchen von  uns nicht so besonders vertraut aber sie gehört zu den großen, bedeutenden Frauengestalten der Kirchengeschichte.  1302 in Uppsala geboren, war sie lange Jahre glückliche Ehefrau und Mutter von 8 Kindern.  Nach dem Tod ihres Mannes gründete sie den Birgittenorden, der für die religiöse und literarische Kultur Nordeuropas bedeutend wurde. Birgitta gehört auch zu den großen Mystikerinnen des Mittelalters, ihre Visionen schrieb sie selbst in schwedischer Sprache nieder. Sie hat sich zu ihrer Zeit aber auch politisch für Ausgleich und Frieden und für eine Kirchenreform engagiert. Schon 1391 wurde Birgitta heilig gesprochen – und 1999 von Papst Johannes Paul II zu einer der Patroninnen Europas ernannt (neben Edith Stein und Katharina von Siena) Frauen wie sie machen deutlich, welche Stärke und welche Begabungen Frauen in die Gesellschaft und in die Kirche einbringen können.  Bitten wir heute – auch in einer Zeit der Krise und Ratlosigkeit:

Bitten wir – auf die Fürsprache der hl.Brigitta - für die weitere Entwicklung Europas. Dass die richtigen Maßnahmen und die richtigen Wege in dieser Zeit der Krise gefunden werden.

Bitten wir, dass Humanität und Solidarität Leitwerte unserer Gesellschaft bleiben, dass fremdenfeindliche, rassistische und rechtsradikale Tendenzen in dieser angespannten Zeit nicht die Oberhand bekommen

Birgitta hat ganz offen die großen Missstände ihrer Zeit in der Kirche angeprangert und sich sehr für Reformen in der Kirche engagiert. Bitten wir um ihren Beistand für all die Reformen, die auch heute für die Kirche anstehen und wichtig sind. 

 Und bitten wir, dass in unserer Kirche die Berufung und das Charisma der Frauen nicht ängstlich behindert wird – dass das Beispiel so vieler heiliger Frauen zeigt, wie unverzichtbar weibliche Spiritualität für die Kirche ist

 Birgitta von Schweden war eine verheiratete Frau, sie hatte mit ihrem Mann, den sie sehr liebte, 8 Kinder, beide Ehepartner gingen zuletzt ins Kloster: bitten wir für alle, die eine Ehe und eine Partnerschaft eingehen, dass auch für sie ihr Glauben eine große Kraft in allen Lebenslagen sein kann

 Birgitta ist eine der großen Mystikerinnen des Mittelalters. Bitten wir, dass auch wir immer mehr in eine persönliche Gotteserfahrung hineinwachsen, die uns frei von Ängsten macht

 Die heilige Birgitta gilt auch als Patronin der Pilger und für einen sanften Tod. Bitten wir für uns selbst, die wir immer wieder jeden Tag „pilgernd unterwegs“ sind und bitten wir, dass wir unseren letzten Weg in Zuversicht und Freude gehen können. Bitten wir ganz besonders für alle Menschen, die mit dem Tod ringen, dass sie angstfrei und sanft sterben können.

 

So bitten wir und wir wollen nicht aufhören um Frieden zu bitten – für alle die Kriegs und Krisengebiete dieser Welt. Wir bitten vor allem für die verzweifelten Menschen in Gaza Amen

Dienstag, 21. Juli 2026

Fürbitten 22.7. so schwer: auch die Liebe darf nicht festhalten

 


22.7.2026 Fest Maria Magdalena Joh.20.1 „Halte mich nicht fest“  

In Literatur und darstellender Kunst ist Maria Magdalena das Symbol, die Metapher für die „große Liebende.“ Maria Magdalena war für Jesus ein ganz besonderer Mensch. Sie wird an erster Stelle der Frauen genannt, die Jesus begleiten und unterstützen. Möglicherweise hat er sie auch von einer Krankheit geheilt. Dass Magdalena die große Sünderin war, als die sie in der Kunst dargestellt wird, ist nicht bewiesen. Sicher ist: Maria Magdalena war bis zuletzt an der Seite Jesu, sie harrte beim Kreuz aus, sie war dabei, als man Jesus begraben hat. Sie ist aber auch die erste Zeugin seiner Auferstehung. Maria Magdalena kommt am Ostermorgen als erste zum Grab, sie ist die Erste, die den auferstandenen Jesus sieht. Die Begegnung mit Jesus, den Maria Magdalena zunächst für den Gärtner hält, diese Begegnung ist eine Szene voll Zärtlichkeit und Liebe. Und doch sagt Jesus zu ihr: „Maria, halte mich nicht fest“. Wie schwer ist es, nicht festhalten zu dürfen, was man so sehr liebt! Sind wir nicht auch immer wieder in einer ähnlichen Situation. Man will festhalten, man will, dass alles so bleibt, wie es einmal war. Bitten wir heute

Lass uns erkennen, wenn die Zeit gekommen ist, auch in der Liebe loszulassen - lass uns nicht Besitz ergreifen von Menschen, die wir lieben

lass uns aufhören, so vieles und auch Menschen „festhalten“ zu wollen - lass, dass wir uns nicht an das klammern, „was einmal so schön war“

lass uns Vertrautes loslassen, damit wir Neuem begegnen können - gib uns Vertrauen in unsere leeren Hände

Lass uns spüren, wonach wir Sehnsucht haben, Gib uns den Mut, dieser Sehnsucht nachzugehen, lass uns mit Leib und Seele nach Liebe suchen, ganz gleich wie alt wir sind

Lass uns nicht vergessen, auch uns selbst zu lieben - uns anzunehmen, so wie wir sind, nicht nur mit unseren guten Seiten 

Gib unserer Liebe die Kraft, auch in schwierigen Situationen und in schweren Zeiten stand zu halten, gib uns eine Liebe, die letztlich stärker ist „als der Tod“

Maria Magdalena ist zum Symbol für eine Frau geworden, die leidenschaftlich liebt. Schenke uns allen, allen Menschen, Frauen und Männern, diese Fähigkeit zu Hingabe und Selbstvergessenheit

 

Du guter Gott, in Deiner Liebe finden wir das Abbild all dessen, was wir ersehnen. So oft sind wir innerlich wie ausgetrocknet, wie abgestorben – lass, dass wir einander die Liebe geben, die jeder von uns so sehr braucht. Lass uns lieben wie Maria Magdalena geliebt hat.Amen


 

Nach dem Zeugnis der Evangelien war Maria von Magdala eine jener Frauen aus Galiläa, die Jesus begleiteten und ihm nhe waren. Maria Magdalena stand mit Maria, der Mutter Jesu und mit Johannes und anderen Frauen unter dem Kreuz Jesu und sie war zugegen, als sein Leichnam ins Grab gelegt wurde. Maria Magdalena eilte am Ostermorgen zum Grab und sie durfte als Erste von allen Jesus nach seiner Auferstehung begegnen. Jesus beauftragte sie, den Jüngern die Botschaft von seiner Auferstehung zu bringen. 

Im 3. Jahrhundert verlieh ihr Hippolyt von Rom die ehrenvolle Bezeichnung „Apostelin der Apostel“.

 

Montag, 20. Juli 2026

Fürbitten 21.7. nicht immer einfach: Söhne und Mütter

 


21.7.2021 Mt.12.46  Deine Mutter steht draußen

Mütter haben es oft nicht leicht mit ihren Kindern – und Kinder haben es nicht leicht mit ihren Müttern. Heute wird im Evangelium berichtet, wie Maria ihren Sohn Jesus aus einer Versammlung herausholen will, auch seine Brüder sind zu diesem Zweck mitgekommen, heißt es -  offensichtlich will man Jesus nach Hause zurückbringen. Diesen Jesus, um den sich gerade wieder viele Menschen geschart haben, die ihm zuhören. Für seine Familie aber ist dieser junge Mann nicht schon der „liebe Heiland“ – offenbar ist ihnen der Auflauf rund um ihn unangenehm. Wer weiß, vielleicht „reden“ auch schon die Nachbarn über diesen ungewöhnlichen jungen Mann. Jesus aber lässt seine Mutter ungerührt vor der Türe stehen – er sagt: die, die ihm zuhören, die, die ihn verstehen, das sind seine engsten Verwandten. Eine glatte Abfuhr für die Mutter.  Bitten wir heute

 

dass auch wir Jesus nicht nur verklärt sehen, sondern auch seine Ecken und Kanten, dass wir das Ungewöhnliche, das Provokante, das so ganz Andere an Jesus wahrnehmen und dass wir uns damit auseinandersetzen

 

dass wir immer wieder und viel mehr auch an das menschliche Leben von Jesus und Maria denken - dass wir uns aus diesem Leben Geduld abschauen, Toleranz, einen langen Atem für alles, was wir selbst nicht gleich verstehen

 

dass Jesus „nachfolgen wollen“ auch heißt: in Kauf nehmen, dass wir selbst auch bisweilen für andere Menschen komisch oder seltsam erscheinen

 

dass wir gerade mit dem Blick auf Jesus Geduld und Respekt vor allen Menschen haben, die aus dem Rahmen fallen, die nicht angepasst sind, die ihren eigenen Weg gehen und oft anecken

 

bitten wir, dass auch die Kirche diesen Jesus ernst nimmt und schon deshalb niemanden ausgrenzt, der „anders“ ist

 

bitten wir für alle Eltern, die auch so manches an ihren Kindern nicht verstehen oder die vielleicht wirklich „schwierige Kinder“ haben

 

und bitten wir für die Kinder, dass auch sie Geduld und Nachsicht mit ihren Eltern haben, die meist  nur „das Beste“ wollen – und die doch oft ihre Kinder einschränken würden.

 

Du guter Gott, wir danken dir, dass wir Jesus haben, mit dem wir auf dem Weg sein dürfen – voll Vertrauen durch alle Höhen und Tiefen, auf allen Umwegen und Irrwegen unseres Lebens: denn sie alle führen zu dir. amen

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


 

"Wir müssen immerfort Deiche des Mutes bauen
gegen die Flut der Furcht" Martin Luther King

 

„Wieviel Abgrenzung verträgt die Liebe? Damit es noch Liebe ist?“

Pascal Mercier „Der Klavierstimmer“

 

"Der Radwechsel
Ich sitze am Straßenrand
Der Fahrer wechselt das Rad.
Ich bin nicht gern, wo ich herkomme.
Ich bin nicht gern, wo ich hinfahre.
Warum sehe ich den Radwechsel
Mit Ungeduld? "Bertolt Brecht


"Ohne die Liebe
ist jedes Opfer Last,
jede Musik nur Geräusch,
und jeder Tanz macht Mühe." Rumi, Das Lied der Liebe

 

"wer sich anpasst
passt auf
ob sich andere genauso anpassen
je angepasster umso aufmerksamer
dass niemand
der Anpassung entkommt" Helmut Seethaler

 

"Glücklich sein heißt, ohne Schrecken
seiner selbst innewerden können." Walter Benjamin


„Man will Sicherheiten und keine Zweifel,
man will Resultate und keine Experimente,
ohne darauf zu sehen, dass nur durch Zweifel Sicherheiten
und nur durch Experimente Resultate entstehen können.“ C.G.Jung

 

"Schildkröten können mehr über die Straße erzählen
als Hasen."
Khalil Gibran


‎"Man entdeckt keine neuen Erdteile,
wenn man nicht den Mut hat,
alle Küsten aus den Augen zu verlieren."   André Gide

 

Nähere dich der Liebe mit unaufhörlicher Anstrengung." Dalai Lama


"Sie größte Begabung ist doch die,
auf der Welt sein zu können und es auszuhalten,
mit einem gewissen Frohsinn." Ilse Aichinger

 

"Ob ich viel habe oder wenig,
immer habe ich alles, das ganze Leben" Anne Frank


"Es stimmt, dass wir eine bessere Welt erschaffen sollen. Aber zuerst sind wir aufgerufen zu einer ganz nahen und höchst wunderbaren Aufgabe: unser eigenes Leben zu erschaffen." Thomas Merton

 

"Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten." Hilde Domin