27.2.2026
Mt.5.20 bedingungslos verzeihen
Ez.18.21 Umkehr Familienfasttag
Es muss anders
werden, ihr müsst umdenken, so könnt ihr nicht weitermachen, ihr müsst ganz
anders leben – das sind eigentlich die Kernaussagen aller Texte in der
Fastenzeit. Entscheidend für den Versuch als guter Mensch zu leben ist:
verzeihen können. Bedingungslos verzeihen. Wenn ich dazu nicht bereit bin,
nützen alle frommen Übungen nichts. In der Lesung aus der jüdischen Bibel ist
es Jahwe selbst, der bedingungslos verzeiht. Gott verzeiht, wenn jemand, der
schuldig geworden ist, sein Unrecht einsieht und sich ändert. Im Evangelium
verlangt Jesus nun fast Unmöglichees. Jesus verlangt dieses göttliche verzeihen
nun auch von uns selbst, ein verzeihen dem anderen gegenüber ohne Wenn und Aber. Dass wir alles tun, um Frieden möglich
zu machen. Jede und jeder von uns weiß wohl am besten, wo in dieser Frage noch ganz
persönlich „der Schuh drückt. Aber wie sehr braucht auch unsere Welt
Versöhnung, wie nur können die furchtbaren Kriege und Konflikte ein Ende
finden. Bitten wir heute, wie Franz von Assisi gebetet hat
Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens,
dass ich liebe, wo
man hasst;
dass ich verzeihe, wo
man beleidigt;
dass ich verbinde, wo
Streit ist;
Herr, mach mich zu
einem Werkzeug Deines Friedens,
dass ich die Wahrheit
sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben
bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung
wecke, wo Verzweiflung quält;
Herr, mach mich zu
einem Werkzeug Deines Friedens,
dass ich Licht
entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude
bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich
trachten,
nicht, dass ich
getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich
verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich
geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Bitten wir, dass wir uns um Frieden rund um uns
bemühen, dass wir in unseren Gemeinschaften, in der Familie, in der
Partnerschaft, behutsam miteinander umgehen, dass
wir Konflikte austragen können, ohne uns zu verfeinden, dass wir verzeihen
können und auch immer wieder um Verzeihung bitten.
Heute ist auch Familienfasttag. Teilen spendet Zukunft ist jedes Jahr
das Motto. Denken wir immer wieder an all die Menschen nah und fern die unsere finanzielle
Unterstützung zum Leben brauchen. Bitten wir, dass wir von Herzen großzügig
sind
Amen
In jener Zeit
sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn
eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der
Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Ihr habt gehört,
dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand
tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich
aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht
verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch
des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du gottloser Narr!, soll
dem Feuer der Hölle verfallen sein.
Wenn du deine
Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas
gegen dich hat, so lass deine
Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder,
dann komm und opfere deine Gabe.
Schließ ohne
Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum
Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen, und der
Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und du wirst ins Gefängnis
geworfen. Amen, das sage ich dir: Du
kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.
https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2024-02-23