2.6.2026 Mk 12.13 gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört
„Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott was Gott gehört“ sagt Jesus heute im Evangelium. Und auch dieser Satz ist ein geflügeltes Wort geworden. Die Pharisäer wollen Jesus mit einer angeblich wichtigen religiösen Frage in eine letztlich politisch heikle Situation bringen. „Sollen wir dem Kaiser Steuern zahlen?“ Sagt Jesus „Nein“, kommt er in Konflikt mit der römischen Besatzungsbehörde – sagt Jesus „JA, zahlt eure Steuern“ würde er den meisten Juden als Verräter gelten, denn die Römer im Land sind verhasst. Jesus weicht der Antwort nicht aus, aber er bringt die Sache auf den Punkt. IHR SELBST müsst entscheiden, ihr selbst müsst wissen, was richtig oder falsch ist. Vielleicht meint er damit auch: Benützt Gott nicht als Ausrede, für das, was ihr tun, oder nicht tun wollt. So bitten wir heute
dass wir uns nicht krampfhaft Probleme schaffen, wo es gar keine gibt
dass wir auf Haarspaltereien und Kleinlichkeiten verzichten
dass wir nicht Gott als Ausrede benutzen, wenn wir eine Entscheidung treffen sollen
dass wir uns nicht mit falscher Frömmigkeit über Konflikte hinweg schwindeln
dass wir Verantwortung übernehmen, für das was wir tun
dass wir uns zutrauen, klare Entscheidungen zu treffen
dass wir Anderen unter Berufung auf Gott kein schlechtes Gewissen machen
dass wir Gott nicht missbrauchen für unsere eigenen Streitigkeiten
dass wir uns aber immer wieder fragen, welchen Platz wir Gott letztlich wirklich in unserem Leben und in unseren Entscheidungen einräumen
Du guter Gott. Hilf uns aufrechte und unkomplizierte Menschen zu sein, damit wir liebevoll mit unserem Leben und dem der anderen umgehen. Darum bitten wir mit unserem Blick auf Jesus. Amen










