19.2.2026 Dtn. 30.15 Leben u Tod lege ich dir
vor Lk 9.22 Was nützt es, wenn der Mensch die ganze Welt gewinnt,
dabei aber sich selbst verliert
In den Lesungen heute wird „Klartext“
gesprochen. „Leben oder Tod“ – was wählt ihr?“ so fragt Moses das Volk, die
Israeliten. Es ist seine letzte große Rede, sein Vermächtnis, ehe er stirbt.
"Leben" heißt für Moses: nach den Geboten Gottes zu leben. Im
Evangelium sagt es Jesus überdeutlich: „Was nützt es dir, wenn du die ganze
Welt gewinnst, dabei aber dich selbst verlierst und Schaden nimmst.“ Was aber heißt das: „Sich selbst
verlieren", und was heißt es für mich: „Wähle das Leben“? Muss
ich Angst haben, dass das Leben zu einer einzigen großen Anstrengung und
Bußübung wird? Eigentlich ist es viel einfacher. Gehen wir „das Gute
wählen“ bescheiden an, wie es Papst
Johannes XXIII in einem Gebet getan hat – wenigstens HEUTE, immer nur Tag für
Tag, wollen wir es versuchen so bitten wir
NUR HEUTE
lass mich ganz im Vertrauen auf Dich leben, ohne die Probleme meines
Lebens alle auf einmal lösen zu wollen -
NUR HEUTE
lass mich etwas tun, wozu ich eigentlich keine Lust habe
NUR HEUTE
soll es mir gelingen, nicht die anderen zu kritisieren oder zu verbessern -
lass mich nur an mir selbst arbeiten.
NUR
HEUTE will ich ganz bewusst für jemand anderen etwas Gutes tun, ohne
selbst etwas davon zu haben und ohne es an die große Glocke zu hängen
NUR HEUTE
will ich mich bemühen, den Tag dankbar anzunehmen, ganz gleich, welche Probleme
es gibt und welche Sorgen ich habe
NUR HEUTE
will ich mich ohne Murren den Gegebenheiten des Tages anpassen, ohne zu
verlangen, dass sich die Gegebenheiten an meine Wünsche anpassen.
NUR
HEUTE wenigstens werde ich versuchen, mich vor zwei Übeln hüten: Vor der
Hetze und der Unentschlossenheit.
Ja, dieser Tag, HEUTE, ist uns wieder geschenkt. Du guter
Gott: Lass uns JA zum Leben sagen. Und behüte all die Menschen, die in großer
Gefahr sind – wir bitten inständig um Frieden und Aussöhnung in den
internationalen Konflikten. Amen





