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Dienstag, 10. März 2026

Fürbitten 11.3. FASTEN muss GUT - TUN, auch mir selbst

 


11.3.2026 Achte gut auf dich Dtn 4,1   Mt 5,17

„Achte gut auf dich“ heißt es heute in der Lesung aus der jüdischen Bibel.  Vor seinem Tod ermahnt Moses noch einmal die Israeliten, ihrem Gott treu zu bleiben. JAHWE, das ist der Gott, der versprochen hat, mit seinem jüdischen Volk auf dem Weg zu sein. Ja, es geht Mose um die Einhaltung von Geboten und Rechtsvorschriften, aber letztlich geht es darum, dass GOTT unser Leben und unser Glück will. „Achte gut auf dich“, es ist letztlich Gott selbst, der das zu uns sagt: so bitten wir

dass uns gerade die Fastenzeit wieder aufmerksamer und sensibler macht, nicht nur für das, was andere Menschen brauchen sondern auch für das, was uns selbst guttut. Für das, was uns lebendig und froh macht

Fasten heißt nicht nur „Nein“ sagen zu Süßem oder zum Glaserl Wein. Fasten heißt auch: „Nein“ sagen lernen, wenn wir uns überfordert oder müde fühlen. Hilf uns, dass wir uns nicht aus Eitelkeit Arbeit aufbürden oder uns für unentbehrlich halten

Ja, Fasten soll uns da und dort auch an unsere Grenzen führen, aber nicht, weil Gott unsere Erschöpfung und Selbstausbeutung will. Fasten soll Ressourcen in uns freimachen, dass wir Neues anpacken können Lass uns Optimismus und Vertrauen weitergeben

Fasten ist nicht nur Verzicht und Einschränkung. Fasten soll uns freimachen: Frei von Gewohnheiten, die nicht mehr guttun. Frei von Abhängigkeiten, auch untereinander. Unser Mut zur Freiheit soll wachsen

„Achte gut auf dich“ Das ist aber nicht nur einem einzelnen gesagt, sondern einer ganzen Gemeinschaft. Lass, dass wir uns wieder für das Leben um uns engagieren, dass wir uns getrauen, unseren Standpunkt zu vertreten. dass wir in unserem Umfeld für ein Klima von Offenheit und Toleranz sorgen

Hilf uns immer mehr zu erkennen, dass „Gott lieben“ heißt: Freude haben, glücklich sein, vertrauen dürfen. Mach uns offen und frei für die Überraschungen auch an diesem Tag, dass uns alles ein guter Weg zu Dir ist und sei er noch so holprig

 

So bitten wir dich guter Gott: hilf uns, dass wir wahrnehmen können, was uns guttut, dass wir jeden Tag wieder „das Leben“ wählen, weil es kostbar und schön ist. Vor allem aber bitten wir für alle Menschen in den Kriegs-und Krisengebieten, für all die Menschen auf der Suche nach Sicherheit und Heimat. Gott, ACHTE DU auf sie alle. amen

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


Über das NICHTS      Laotse
" Dreißig Speichen treffen sich in einer Nabe: Auf dem Nichts daran (dem leeren Raum) beruht des Wagens Brauchbarkeit. Man bildet Ton und macht daraus Gefäße: Auf dem Nichts daran beruht des Gefäßes Brauchbarkeit. Man durchbricht die Wand mit Türen und Fenstern, damit ein Haus entstehe: Auf dem Nichts daran beruht des ...Hauses Brauchbarkeit.
Darum: Das Sein gibt Besitz, das Nichtsein Brauchbarkeit." 


"Zwischen zu früh und zu spät
liegt immer nur - ein Augenblick"   Franz Werfe

l

" Mir ist zu Mut, dass ich die Schwäche von allem Zeitlichen recht spüren muss, bis in mein Herz hinein: wie man nichts halten soll, wie man nichts packen kann, wie alles zerlauft zwischen den Fingern, alles sich auflöst, wonach wir greifen, alles zergeht, wie Dunst und Traum." Rosenkavalier Hugo von Hofmansthal

 

"Werden wir, was wir wünschen? Wünschen wir, was wir werden?" Kurt Marti


„omnes horas conplectere;Nimm den heutigen Tag voll in Beschlag; dann wirst du weniger von dem Folgenden abhängen“  Seneca

 

"Revolution ist nicht ein kurzer Akt, wo mal irgendwas geschieht und dann ist alles anders. Revolution ist ein langer komplizierter Prozess, wo der Mensch anders werden muss." Rudi Dutschke                   gilt wohl auch für das Fasten

 

"Die Zeit steht still.Wir sind es, die vergehen...So weht wohl auch die Landschaft unsres Lebens an uns vorbei zu einem andern Stern und ist im Nahekommen uns schon fern. Sie anzuhalten suchen wir vergebens und wissen wohl, dies alles ist nur Trug..Die Zeit steht still.Wir sind es, die enteilen."Mascha Kaleko


"lerne was, so hast du was.
kauf dir drum ein tintenfass,
füll die feder dann darin, nimm papier, schärf deinen sinn.
schreibe nicht ein licht gedicht, weiss schreibt nur der böse wicht. krauchen solls durch blut und bein bis ins herzens kämmerlein."
h.c.artmann - auch diesen tag mit herzblut schreiben?





FASTEN 21

 

FREUDE 

am und im 

ALLTAG

"Wer zu sich selbst finden will,
darf andere nicht nach dem Weg fragen" 

Paul Watzlawick


"Lieber Gott, bis jetzt habe ich heute über niemanden
getratscht und mich sehr gut aufgeführt.
Ich war zu keinem Menschen gemein.
Ich war nicht egoistisch und habe nichts falsch gemacht.
Ich habe nicht gestritten.
Da bin ich wirklich froh.


Aber in ein paar Minuten brauche ich
wirklich deine Hilfe,

denn dann gehe ich außer Haus"

Autor unbekannt

Montag, 9. März 2026

Fürbitten 10.3. VERZEIHEN können - auch mir selbst

 


10.3. 2026 Mt.18.21  Der unbarmherzige Schuldner 

„Wie oft muss ich meinem Bruder vergeben?“ Mit dieser Frage beginnt der heutige Abschnitt im Evangelium. Petrus ist der Fragende und Jesus antwortet, wie so oft, mit einem eindringlichen Gleichnis. Ja, wir kennen es gut, es ist das Gleichnis vom unbarmherzigen Schuldner. Da vergibt ein König einem seiner Diener großzügig alle Schulden – was aber macht dieser Diener? Schon wenig später rechnet er gnadenlos mit einem anderen ab, der ihm vergleichsweise ganz wenig schuldet. Jesus erzählt seine Gleichnisse nicht, damit wir vergnügt mit dem Finger auf die Gemeinheit anderer zeigen können. Immer sollen wir uns selbst angesprochen fühlen.  Wie oft nehmen wir es wie selbstverständlich hin, wenn jemand über unsere Fehler hinwegsieht, uns „die Schulden nachlässt“ – und wie kleinlich können wir sein, wenn WIR Anderen immer wieder etwas aufrechnen und es einfordern. Bitten wir heute

dass wir dankbar sind, weil wir wissen, wie viele Fehler uns selbst immer wieder nachgesehen werden

dass wir großherzig und unkompliziert sind, wenn es darum geht, dass auch wir großzügig über manches hinwegsehen

dass wir nach einem Konflikt oder einer Kränkung einen wirklichen Schlussstrich ziehen - dass wir nicht immer wieder alte Geschichten aufwärmen - oft tun wir das ja in quälenden Selbstgesprächen

dass wir immer wieder den ersten Schritt zur Versöhnung machen können, ohne Angst vor Gesichtsverlust

dass wir auch in unseren Gemeinschaften und Partnerschaften, ja auch in unserer Kirche Konflikte austragen können, ohne dass „feindliche Gräben“ entstehen und Menschen zu Gegnern werden.

dass wir vor allem aber auch uns selbst vergeben können, weil immer wieder vieles nicht perfekt ist und manches schief läuft - und weil uns auch diese eigene Schuld oft lange quält

Bitten wir vor allem für die großen Konflikte in unserer Welt, dass die schreckliche Gewalt in so vielen Teilen der Welt ein Ende nimmt, wir bitten besonders um Frieden im Nahen Osten und hier in Europa, in der Ukraine.

So bitten wir um die Gesinnung Jesu, Amen

FASTEN 20

 


Und wieder eine ganze Woche 

hegen und pflegen

"Nicht die Glücklichen sind dankbar.
Es sind die Dankbaren, die glücklich sind." 
Francis Bacon + 1626



"Sei einfach da

Staune über die Wunder der Schöpfung

Werde du selbst

Setze dich für Gerechtigkeit ein

Verweile im Schweigen

Wage Konflikte

Genieße das Leben mit all deinen Sinnen

Bewege dich mit Leib und Seele

Entfalte dein Mitgefühl

Erfahre Sinn im Alltäglichen

Lerne zu sterben – bleibe lebendig

Lass dich zur Liebe verwandeln"

Pierre Stutz


Sonntag, 8. März 2026

Fürbitten 9.3. Immer wieder: bitten, bitten und - vertrauen

 

9.3.2026 2 Kön.5 Naaman  wie hilft Gott Mo 3.FW

WIE HILFT GOTT und WORUM dürfen wir bitten? Das ist heute Thema der Lesungen. Die erste Erzählung aus der jüdischen Bibel spielt in einer Zeit hunderte Jahre vor Jesus und erzählt von einem Feldherrn der Aramäer, der an Aussatz erkrankt ist und im eigenen Land keine Hilfe findet. Ein jüdisches Sklavenmädchen rät ihm, Hilfe bei dem Gott ihrer Heimat zu suchen, beim jüdischen Gott Jahwe. Der Feldherr, Naaman ist sein Name, macht sich tatsächlich auf den Weg) nach Israel – wo er auf den Propheten Elischa trifft. Dessen Anordnungen kommen ihm zunächst unsinnig vor, (Naaman soll sich siebenmal im Jordan waschen) aber Naamans Diener rät seinem Herren: Mach es, vertraue! und Naaman wird tatsächlich geheilt. Er hat vertraut! Im Evangelium ist Jesus mit Menschen in seiner Heimatgemeinde Nazareth konfrontiert, die zwar von ihm fasziniert sind, aber in erster Linie Wunder und Sensationelles sehen wollen. Weil Jesus ihnen das nicht bietet, sondern ihnen ihre Ungläubigkeit auch noch vorwirft, wollen sie ihn sogar umbringen, was nicht gelingt.  Bitten wir heute ganz bewusst in der "ich" Form

 Gott, lass mich nicht allein sein, wenn ich Angst vor einer Entscheidung habe

Gott, lass mich vertrauen, wo ich mir selbst nicht mehr helfen kann

Gott, lass mich auch auf andere und ihren Ratschlag hören

Gott, lass mich auch schweres und scheinbar Sinnloses aushalten 

Gott, hilf auch meiner Ungeduld und meiner Skepsis

Gott, lass mich sehen, was ich selbst für andere Gutes und Hilfreiches tun kann

Gott, lass keine Bitte zu dumm oder zu klein sein

Gott, lass mich dir immer danken, weil du allein alles in mir kennst  

 

Jesus, führe du uns zu dem, den du „unseren Vater im Himmel“ nennst. Lass uns eintauchen und untertauchen in Vertrauen und Liebe. Amen

Fröhlichen FRAUEN - TAG, trotz aller Realität

 







 






Sie war ein Stück Frauen-Zukunft in diesem Land

und jetzt fehlt nur noch das


ODER? 














3. Fastensonntag - und Sonntag immer "fasten-frei"

 


Gott, segne mich
und lass mich in dir geborgen sein.

Segne meine Familie
und bewahre uns in deiner Liebe.

Segne meine Freunde
und begleite sie auf ihrem Lebensweg.

Segne meine Nachbarn
und verhilf uns zu einem guten Miteinander.

Segne meine Kolleginnen und Kollegen
und schenke uns Teamgeist.

Segne alle Menschen, die mir heute begegnen,
und erhalte uns alle in deinem Frieden.

Aus: Petra Stadtfeld: Bestärkt! Kraftgebete,


Samstag, 7. März 2026

Fürbitten 3.Fastensonntag Mit Jesus am Jakobsbrunnen

 

8.3.2026 Joh.4.5  die Frau am Jakobsbrunnen - LEBENS DURST

Vom Wasser ist heute die Rede in den Lesungen, vom Wasser, das man zum Leben braucht, aber auch vom Lebensdurst: wonach sehnen wir uns oft verzweifelt, was geht uns ab - aber auch: woraus können wir wieder Kraft schöpfen. In der ersten Lesung hören wir vom jüdischen Volk auf seiner Wanderschaft durch die Wüste – war man zunächst dankbar für die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten sind die Menschen jetzt wütend: es gibt kein Wasser, in welche Ausweglosigkeit hat Moses sie geführt? Jahwe wird schließlich helfen. Im Evangelium ist es eine Frau, die beim Wasserschöpfen am Brunnen die Bekanntschaft mit Jesu macht und der im Gespräch mit ihm bewusst wird, wonach sie sich wirklich im Leben sehnt. Wenn wir Jesus am Brunnen begegnen, am Brunnen der Sehnsucht unseres Lebens, worum würden wir bitten?

 

Halten wir ein wenig Stille und halten wir Jesus UNSERE Sehnsucht hin .....

Wenn Jesus uns an diesem Brunnen um Wasser bitten würde, was könnten wir IHM geben, wie tief in diesen Brunnen unseres Lebens würden wir schöpfen wollen – halten wir ein wenig Stille .....

Die Israeliten mussten lange durch die Wüste ziehen, immer wieder waren sie voll Unsicherheit Angst und Sorge um das Überleben. Auch uns geht es wohl ab und zu ähnlich. Bitten wir in Stille um das, was wir selbst als Hilfe im Alltag brauchen .....

„Die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen“, haben wir im Brief des Apostel Paulus an die Gemeinde in Rom gehört. Bringen wir vor Gott all unsere Hoffnungen und bitten wir vor allem um die Gnade, dass wir immer in dieser Hoffnung leben dürfen ....

Heute wird auch der internationale Frauentag begonnen. Wir bitten auch für unsere Kirche um den Mut Wege zu gehen, die auch das priesterliche Charisma von Frauen zulassen .....

 

Jesus, hier stehen wir mit dir am Brunnen unseres Lebens, lass auch uns Wege finden, wo wir dich finden und Gott anbeten dürfen – ganz tief in uns selbst. Amen



FASTEN 18

 


Auch das heißt FASTEN:   

GUT auf sich selbst achten


"Wer sich Lust verbietet, 

dem stößt das Leben sauer auf" 

Anselm Grün

gratuité

oft

musste ich kämpfen

völlig umsonst

immer aber

darf ich leben

vollkommen

umsonst            Andreas Knapp

 

Freitag, 6. März 2026

Fürbitten 7.3. Kenne ich das? VER - BITTERT sein

 

 

7.3.2026  Lk.15.1  Verlorener Sohn – Barmherziger Vater – verbitterter Bruder

Heute hören wir im Evangelium die Geschichte vom verlorenen Sohn – auch sie ist ein Klassiker der spirituellen Weltliteratur. Es ist die Geschichte vom gütigen und barmherzigen Vater, der sich bedingungslos über die Rückkehr des einen Sohnes freut, der Jahre zuvor im Streit von daheim weggegangen ist. Dieser Sohn ist gescheitert, er hat sein Erbe durchgebracht und sieht keinen anderen Ausweg mehr, als die Rückkehr zum Vater. Ihn will er um Vergebung bitten und ist dafür zu allem bereit. Der Vater aber braucht keine "Wiedergutmachung"- er feiert die Heimkehr seines Kindes mit einem Fest. Das wiederum verbittert den zweiten Sohn, den Älteren, der all die Jahre gewissenhaft und anständig daheim gelebt hat. Er reagiert verbittert, fühlt sich vom Vater verraten, er will nicht am Fest für seinen Bruder teilnehmen. Bleiben wir heute in Gedanken bei diesem älteren Bruder, dem, der nun mit seinem Leben hadert. Wird es zur Aus-Söhnung kommen?? Wird der Ältere seine Kränkung überwinden? Wie geschieht Versöhnung?  Bitten wir heute und denken wir dabei auch uns selbst

Für alle, die ihr Leben mit dem Anderer vergleichen und glauben, schlechter dran zu sein

Für alle, die sich benachteiligt fühlen und sich ganz schwer tun mit Eifersucht und Neid

Für alle, denen es schwerfällt, ihr eigenes Leben mit dankbaren Augen zu sehen

Für alle, die sich verrannt haben und umkehren wollen

Für alle, die gütige Menschen brauchen, die sie wieder bedingungslos aufnehmen

Für alle, die sich um Versöhnung und Ausgleich und Frieden bemühen

Für jede und jeden von uns, die wir Tag für Tag immer besser lernen müssen, was es heißt, „barmherzig“ zu sein – barmherzig mit anderen, aber auch barmherzig mit uns selbst

Bitten wir für die großen, unlösbar scheinende Konflikte in unserer Welt, bitten wir für den Nahen Osten, bitten wir für die Ukraine: dass es auch gelingt Gegner auszusöhnen und Frieden wieder herzustellen

 

Du guter Gott versöhne uns mit dir und versöhne uns untereinander, versöhne uns aber auch mit uns selbst, wenn wir an einer Schuld leiden: damit wir fähig sind das Fest deiner Liebe zu feiern, mit Jesus unserem Bruder, Amen

FASTEN 17

 


Sich nicht dümmer stellen als man ist

obwohl:


"In jede Gesellschaft gehört ein Idiot, 

der die naiven Fragen stellt, 

vor denen man selbst zurückschreckt." 

Mark Twain


Donnerstag, 5. März 2026

Fürbitten 6.3. Verraten und verkauft ....

 


6.3.2026  Gen. 37.3  Josef und seine Brüder  -Weltgebetstag der Frauen  

In der 1.Lesung hören wir heute einen kleine Ausschnitt aus der Geschichte von „Josef und seinen Brüdern“. Diese dramatische Erzählung ist zu einer klassischen Geschichte der Weltliteratur geworden. Nicht zuletzt Thomas Mann hat den Stoff in seiner berühmten Roman Tetralogie bearbeitet. Es geht um einen jungen Mann, Joseph, er ist der jüngste einer Schar von Brüdern und der Liebling seines alten Vaters. Die Brüder aber hassen ihn. Aus Eifersucht, Neid, Geld-Gier und Missgunst begehen sie fast einen Bruder Mord – letztlich aber verkaufen sie Joseph als Sklaven, der Vater soll glauben, wilde Tiere hätten Joseph getötet. Dieser Joseph wird aber dann in Ägypten zur rechten Hand des Pharao, und in dieser Funktion kann er Jahre später seine Brüder und sein Volk aus einer Hungersnot retten. Heute geht es um den Verrat an Joseph, um das Verbrechen der Brüder an einem Schuldlosen. Die Geschichte soll natürlich auch auf Jesus hindeuten, auch er wird verraten und verkauft. Was uns das alles angeht?  Bedenken wir und bitten wir heute in Stille, dass wir manches weder gut machen dürfen 

Habe auch ich jemand „verraten und verkauft“ - Weil mir ein guter Witz mehr wert war als die Würde des Anderen

Habe auch ich jemand verraten und verkauft . Weil ich die Fehler eines anderen aufgedeckt habe, vielleicht um mich selbst wichtig zu machen und in einem guten Licht dazu stehen?

Habe auch ich jemand verraten und verkauft - Weil ich schlecht über jemand geredet habe, auf den ich vielleicht nur neidisch bin?

Habe auch ich jemand verraten und verkauft  - Weil ich weiter getratscht habe, was mir jemand als Geheimnis anvertraut hat?

Habe auch ich jemand verraten und verkauft - Weil ich eine wichtige Information nicht weiter gegeben habe

Habe auch ich jemand verraten und verkauft - Weil ich lieblos und respektlos über ihn rede

Heute wird auch der jährliche Weltgebetstag der Frauen begangen. Unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last“ richtet sich der Blick auf das westafrikanische Land Nigeria, wo die Menschen besonders unter Gewalt und Armut leiden. Bitten auch wir für alle Anliegen besonders der Frauen in diesem Land.

 

Und bitten wir jeden Tag wieder um ein Ende des Krieges im Nahen Osten, so wir wir auch für die Ukraine und alle anderen Konfliktgebiete unserer Welt beten. Du guter Gott; schenke Frieden. Amen

FASTEN 16

 


Enttäuschungen 

nicht nur locker wegstecken

NEUES dabei lernen


"Lebensklugheit bedeutet:  alle Dinge möglichst wichtig, 

aber keines völlig ernst nehmen".  Arthur Schnitzler

 

"Es trifft gewiss zu, dass die Hoffnung eine Gnade ist. Aber fraglos ist sie eine schwierige Gnade. Sie fordert zuweilen unsere Bereitschaft, auch im Scheitern eine Chance zu sehen, in der Niederlage eine neue Möglichkeit. Vielleicht ist die Hoffnung die letzte Weisheit der Narren". Siegfried Lenz

Mittwoch, 4. März 2026

Fürbitten 5.3. Der arme LAZARUS: er braucht uns heute mehr denn je

 


5.3.2026  Lk.16.19 Der satte Reiche und der arme Lazarus

Die Geschichte, die wir heute im Lukas Evangelium hören, (und die Geschichte ist nur dort überliefert) diese Geschichte ist ein Klassiker der Weltliteratur geworden: Jesus erzählt die Parabel vom reichen Mann und vom armen Lazarus. Der Reiche ist sehr sehr reich, er ist hartherzig und mitleidlos, die Armen vor seiner Türe kümmern ihn nicht – dort, vor seinem Haus liegt der arme Lazarus, halb verhungert, von Geschwüren bedeckt. Als beide sterben, kommt der Reiche in die Unterwelt, wo er von Schmerzen gepeinigt wird – der arme Lazarus aber wird von den Engeln zu Abraham getragen und lebt nun im Paradies.  Dem armen, im Leben geschundenen, ausgebeuteten Lazarus geht es dann gut. Wer gläubig ist, kann sich so ein happy end vorstellen: IRGENDWANN wird es dann ja wenigstens Gerechtigkeit für den Armen geben!!???? Aber wenn es nur DIESES Leben gäbe? Den meisten von uns geht es JETZT gut. Natürlich, wir können nichts dafür, dass wir in den reichen Teil der Welt hinein geboren worden sind. Viele von uns tun auch gar nicht so wenig, um wenigstens mit Spenden Armut lindern zu helfen. Denn die Hilfe für die Armen, wir wissen es, ist die NAGEL-Probe unseres Christseins. So bitten wir heute

dass wir zunächst einmal Tag für Tag dankbar dafür sind, dass wir selbst in Wohlstand und Frieden leben dürfen – dass wir uns bewusst sind, wie privilegiert wir leben

Dass wir selbstverständlich und hilfsbereit auf die Not anderer reagieren – dass uns die Katastrophe und die Not anderer nicht kalt lässt.

Dass wir bewusst zu einem gesellschaftlichen Klima beitragen, in dem es selbstverständlich ist, hilfsbereit auf die Not anderer zu reagieren – dass wir Flüchtlinge, Migranten und Arme nicht als Bedrohung wahrnehmen

Dass wir aber immer wieder auch darüber nachdenken, wie sehr wir an Sicherheit und Wohlstand hängen, wie viele Abhängigkeiten es da noch gibt

Bitten wir, dass wir auch die Not in unserer nächsten Umgebung sehen, wo es oft nicht finanzielle Unterstützung braucht sondern einfach DA-Sein für einen anderen und sich Zeit nehmen – denn immer gibt es Menschen die wie Lazarus förmlich verhungern, weil sich niemand um sie persönlich kümmert und annimmt.

bitten wir, dass wir aber auch den geschundenen Lazarus in uns selbst sehen: dieses kleine Ich, das oft so armselig ist, so ausgehungert nach Liebe und Zuwendung. Dass wir die Freundlichkeiten anderer dankbar annehmen können. Dass wir zu uns selbst gut sind, dass wir uns ganz bewußt jeden Tag etwas Gutes tun.

Du guter Gott. Wir sehen eine Welt, die ungerecht und grausam ist.  Lass uns hilfreich sein, wo immer WIR es mit unseren Fähigkeiten können. Darum bitten wir im Namen Jesu. Amen