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Dienstag, 24. April 2018

Fürbitten 25.4. Auch wir schreiben ein "Jesus-Buch" - Fest hl.Markus



25.4.2018 Fest des Hl. Markus

Der hl.Markus ist der Verfasser des ältesten Evangeliums. Er hat als junger Mann Paulus auf dessen Missionsreisen begleitet und war auch zusammen mit Petrus in Rom. Petrus Erinnerungen sind auch im Markus Evangelium zu finden, das sicher vor der Zerstörung Jerusalems 70.n Chr. geschrieben wurde. Man glaubt, dass Markus vor allem in Ägypten gepredigt hat und dass er die Kirche von Alexandrien gegründet hat. Dort soll er auch als Martyrer gestorben sein. Seine Reliquien kamen im 9.Jahrh. auf abenteuerliche Weise nach Venedig, wo ihm der Markus Dom geweiht ist. Am Fest des hl. Markus gibt es noch in vielen ländlichen Gemeinden Bittprozessionen für eine gute Ernte.
Das Markusevangelium endet mit dem Aufruf Jesu vor seiner Himmelfahrt: „Geht hinaus in alle Welt und verkündigt das Evangelium allen Geschöpfen“ 
WIR sind es, die verkündigen sollen - So wie Markus sein Buch, sein Evangelium über Jesus geschrieben hat – so sollen letztlich auch wir durch unsere Art zu leben, ein „Jesus Buch“ schreiben. Sollten andere an uns ablesen können, was Jesus uns bedeutet und was wir in seinem Namen mitteilen wollen.

dass wir keine Angst und keine Scheu haben über unsere eigenen lebendigen Erfahrungen mit Jesus zu sprechen, von dem, woran wir glauben: in einfachen Worten und ohne theologische Floskel
Christus auferstanden – lass, dass unser Leben von dir spricht

dass wir uns den Glauben nicht vorkauen lassen, dass wir nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in eingelernten Formeln und Ritualen – sondern dass wir uns immer wieder auf einen eigenen Weg machen 

dass in unseren Kirchen so von Gott gesprochen wird, dass er kein Dogma in Lehrbüchern ist, sondern in seiner Liebe und Barmherzigkeit und Menschen-Nähe erfahrbar wird

dass wir nicht anständig und fromm sind, nur weil es „Pflicht“ ist, sondern dass wir mit unserem Leben und unserer ganzen Liebe hinter unserem „Glaubensbekenntnis“ stehen

dass wir spüren, wo wir eingefahrene Gewohnheiten ändern müssen, um Auferstehung für unser eigenes Leben zu erfahren - und dass wir diese Erfahrung mit anderen teilen wollen

dass in allem was wir tun und denken: Gott keine Verbotstafel in unserem Leben ist, sondern ein Hinweisschild für Freude

du guter Gott, lass uns Jesus immer wieder neu sehen, immer wieder neu hören, lass uns mit ihm immer wieder neu aufbrechen auf den Weg zu dir. Ein Weg, den wir nicht allein gehen, sondern gemeinsam mit all den Menschen, die du uns anvertraut hast. Dafür danken wir dir. Amen 

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!

so oft 
RATLOS

„Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr;
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott, der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.  

Huub Oosterhuis 
Übers. Lothar Zenetti 

Montag, 23. April 2018

Fürbitten 24.4. Wie CHRISTEN ausschauen?




24.4.2018  Apg. 11.19  in Antiochia nannte man die Jünger zum ersten Mal Christen   

In der Apostelgeschichte erfahren wir heute, WO und WANN man zum ersten Mal die Anhänger des Jesus von Nazareth „Christen“ nannte. Es war in Antiochia, so schrieb es vermutlich Lukas.  Wir Christen sind heute ganz selbstverständlich „Christen“ ohne viel darüber nachzudenken – dabei gibt es ein ganz konkretes Anforderungsprofil für uns: „dass wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen“ wie es Paulus im Epheserbrief schreibt. Der Philosoph Friedrich Nietzsche hat sich gewünscht, dass die Christen "erlöster aussehen"  Bitten wir heute

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus,
offen und ohne Vorurteile auf andere -Menschen zugehen wollen

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus,
Vertrauen in das Leben haben und uns nicht von Panikmache anstecken lassen

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus
Andere aufrichten und ermuntern können

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus
verzeihen und immer wieder neu anfangen können

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus
-        wenigstens versuchen wollen, für andere gut zu sein auch wenn es für uns Einschränkungen bedeutet
-         
Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus
bedingungslose Freude am Leben haben und es dankbar annehmen, wie immer es auch heute sein wird

so bitten wir, dass wir Jesus ähnlich sein dürfen auf unserem Weg zu dir. Voll Hilflosigkeit und Verzweiflung bitten wir aber auch heute für all die Menschen, die auf der Suche nach Frieden und Sicherheit und  einem besseren Leben sind. Hilf uns im Namen Jesu Wege der Mit-Menschlichkeit zu finden. amen

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


gibt es ein VORHER, 
gibt es ein NACHHER?

"War ich ein Falter 

vor meiner Geburt 
ein Baum oder 
ein Stern 

Ich habe es vergessen 

Aber ich weiß 
daß ich war 
und sein werde 

Augenblicke 
aus Ewigkeit" 

Rose Ausländer


Sonntag, 22. April 2018

Fürbitten 23.4. Weihetag St.Stephan

Foto Stadt-Wien.at

23.4. 2018 Weihetag St.Stephan

Die Katholiken in Wien feiern heute den Weihetag von St.Stephan.
Schließen wir in unsere Bitten auch alle ein, die als Touristen diesen prachtvollen Dom besuchen und vor allem jene, die dorthin auch mit ihren Sorgen und Gebeten kommen. Bitten wir heute ganz bewusst für ALLE Menschen, die in Wien leben.

Bitten wir ganz besonders für alle, denen das Leben schwer fällt
für Kranke, Behinderte, Deprimierte, Verbitterte
für Asylanten und Flüchtlinge
dass wir uns alle ein offenes Herz für Notleidende bewahren
Christus höre uns – Christus erhöre uns

bitten wir für die Kinder :  dass ihr Bedürfnis nach Liebe und Sicherheit wahrgenommen wird  und dass wir selbst immer wieder für ein  kinderfreundliches Klima in unserer Stadt und in unserer Nachbarschaft sorgen
Christus höre uns – Christus erhöre uns

bitten wir für die Jugendlichen dass sie Mitgefühl und Solidarität lernen
dass sie in ihren Krisen nicht in Drogen und Alkohol flüchten
dass sie auf ihrer Suche nach Liebe glückliche Menschen werden
dass sie sich von Werbung und Konsum nicht für dumm verkaufen lassen
Christus höre uns – Christus erhöre uns

Bitten wir für Männer und Frauen, für Familien und Alleinstehende
dass jeder in seinem Bereich bereit ist
Verantwortung für den Nächsten und die Gemeinschaft zu übernehmen
Dass Alleinstehende nicht allein bleiben und Familien Verständnis erfahren
Christus höre uns – Christus erhöre uns

Bitten wir, dass die Lebensqualität in unserer Stadt erhalten bleibt
um ein gutes Miteinander von Menschen verschiedener Nationalität und Religion
bitten wir um Respekt vor anderen Lebensweisen, um Mitmenschlichkeit und Solidarität
Christus höre uns – Christus erhöre uns

Bitten wir für alle christlichen Gemeinschaften in Wien
für unsere Pfarren, Priester und Ordensleute,
dass es uns ALLEN gelingt unseren Glauben froh und für andere
hilfreich und heilsam zu leben
Christus höre uns – Christus erhöre uns


Du guter GOTT, wir bitten dich, behüte die Menschen in unserer Stadt, segne unser Zusammenleben und lass uns Christen einen guten Beitrag für unsere Gesellschaft leisten, denn in dir sind wir alle Schwestern und Brüder, auf einem gemeinsamen Weg.Amen   

Arthur am Sonntag 60 SCHAF und HIRTE sein ....

Jaja, die Sonntagsgeschichte der Moa!!
Bei schönem Wetter ist die Moa schon ein wenig faul
zum Geschichten erzählen - das muss sie zugeben -
und der Arthur hat dann ja sowieso kaum mehr ein Sitzfleisch. Obwohl - in ALLEN LEBENSLAGEN - kann der Arthur reden und reden und reden ...
ja ,und sogar zuhören, weil er keine Monologe führt,
sondern sich ständig wirklich unterhalten, sich
auseinander-setzen will. Da kann man nicht einfach "Jaja"
sagen, da fragt der Arthur nach und lässt sich nicht so leicht abspeisen. Zwischen dem Arthur und der Moa fliegen bisweilen auch "die Fetzen" - so sehr die Moa den Arthur liebt, aber manchmal treibt er es zu bunt ....und da hat die Moa doch unlängst gerufen: "führ dich nicht auf wie ein doofes Schaf"

"Du meine Güte", hat die Moa aber im selben Moment gesagt, "was ist denn das für eine dumme Aussage"
"Du Arthur, Schafe sind überhaupt nicht doof"
Wenn sie einen so niedlich angucken, dann schauen sie vermutlich sogar sehr aufmerksam und machen sich ihre eigenen Gedanken über uns Menschen.
Schafe wissen ganz genau, wem sie vertrauen können
und wem sie folgen, wenn er sie ruft.
Schafherden, die nicht in Umzäunungen leben und noch umherwandern, die haben ja HIRTEN, auf die sie hören. Klar, auch HIRTINNEN
Schafe sind klug, die unterscheiden nicht
nach Mann oder Frau
Schafe hören nur auf die Person, der sie auch
zutrauen, richtige Entscheidungen treffen
zu können. Wenn ich, sagt die Moa, zum
Beispiel ein paar Schafe rufen würde, und
ihnen befehlen wollte: "kommt hierher, kommt
hierher ...na dann zeigen die mir vermutlich
ihren Popsch", sagt die Moa. Für die Schafe bin
ich "niemand" - oder nur kurz von Interesse, wenn ich vielleicht etwas zum Füttern dabei habe. Aber vermutlich sind Schafe
sogar dann misstrauisch. Nein die laufen nämlich nicht

einfach jedem nach.
"Doofes Schaf" - das war ein Fehlgriff der Moa.
Schafe akzeptieren ganz sicherlich nicht
jeden Hirten, jede Hirtin.
Und Hirten, das sind auch keine "Anschaffer"
das musst du dir auch merken, sagt die Moa
zum Arthur: Hirten brüllen nicht herum,
Hirten kommandieren nicht, Hirten strafen nicht...
Hirten passen einfach rund um die Uhr gut darauf auf, dass es ihren Schutzbefohlenen GUT geht. Dass die Schafe gutes Gras zum Weiden finden
dass sie nicht in unwegsames Gelände kommen, dass sich kein Schäfchen verläuft

Hat sich aber einmal ein Schäfchen verlaufen oder verletzt: dann behandelt es der Hirte wie
ein kleines Menschenkind. Er sucht es, oft stundenlang, hat er es gefunden und ist es verletzt: dann trägt er sein Schäfchen in den Armen, er legt es sich um den Nacken,
der Hirt wird das Schäfchen verarzten so gut er kann und er wird es wohl auch zu
seiner Schaf-Mama bringen....Die Schafe wissen das sehr gut, dass ihr Hirte nicht nur so ein Herum-"Treiber "ist,
sondern dass sie sich total auf ihn verlassen
können. Aber noch etwas gehört dazu:
auch der Hirte verlässt sich auf seine Schafe.
Er geht ihnen nämlich gar nicht immer "voraus", wie man das auf Zeichnungen sieht

Der Hirte geht sehr oft den Schafen hinterher.
So sieht er am besten, ob ein Schaf auf
Nebenwege gerät - vor allem aber vertraut der Hirte auch seinen Schafen. Er weiß, dass die
nicht doof sind, seine Schafe haben beste
Instinkte, die finden selbst den Weg zu guten
Weideplätzen - der Hirte kann auch ihnen
vertrauensvoll nachgehen ....
Ja, er ist eben nicht nur "Anschaffer" -
er hört und sieht auch hin, auf das, was
seine Schäflein ihm zeigen.
Und noch etwas scheint der Moa wichtig:
so sehr wie Schafherden einen Hirten
brauchen - so sehr brauchen auch Hirten ihre Herden .....im übertragenen Sinn vergessen das zum Beispiel manche Kirchen-Hirten bisweilen.
Aber von den Kirchen-Hirten soll da keine Rede sein, das sagt dem Arthur gar nix
Der erinnert sich aber daran, dass die Moa ihm doch schon vor genau einem
Jahr eine Geschichte vom "Guten Hirten" erzählt hat.Was
hat sie damals gesagt?
"Am Weg zum selbst Groß-werden und selbst
immer besser entscheiden können,
brauchst du "GUTE HIRTEN - GUTE HIRTINNEN" -
Menschen, denen du am Anfang"blind" vertrauen kannst,wie Mama und Papa, Omas und Opa, Tanten und Onkel.  Ja, auch deinen Babyitter Mädels kannst du wohl vertrauen ...
Aber bald beginnt dein eigener Weg ...
das ist anders als bei den Schafen in der
Sonntagsgeschiche von der Oma
Du wirst deinen eigenen Weg gehen - aber immer wird es wichtig sein, dass dich "gute Stimmen" dabei begleiten .... und du selbst wirst später für andere ein "GUTER HIRTE" sein, wenn du
Verantwortung für sie übernimmst, wenn du dich sorgst und kümmerst ...

"Geh Moa, ruft da der Arthur, "das tue ich doch JETZT schon, ...
ich hab doch MEIN BABY!!!" 

Oh ja!!! Schon vor einem Jahr hat der Arthur
SEIN BABY mit sich getragen
Leute sind entzückt stehen geblieben ... 
denn der Arthur hat seine Babypuppe - 
ganz in rosarot -   nicht nur getragen, der Arthur 
hat "seinem" Baby dabei am Weg auch alles Wichtige
erklärt - na klar, mit erhobenem Zeigefinger!
Und dieses Baby ist unter der Obhut vom Arthur
ganz wunderbar herangewachsen - es ist noch immer 

"dasselbe Baby" - aber nun ist es ein fast "ebenbürtiger"
Bursche geworden,  (siehe rechts, im blauen Dress) 
mit dem der Arthur auch Fußball spielt.
ABER - das ABER hat der Arthur nicht vergessen:
"ABER BABY," sagt der Arthur
"Du bist noch klein
Du kannst noch nicht alles machen, 
was der Arthur macht
BABY, du kannst noch nicht IPad spielen, 
wie der Arthur
BABY, du darfst noch keinen Kopfhörer aufsetzen
BABY du kannst noch kein Eis essen
BABY du kannst noch nicht Roller fahren
ABER
ABER Baby ..... schau mir zu  - 
SO GEHT DAS ALLES!!!
Schau dem Arthur zu."....sagt der Arthur
Der Arthur sagt das nicht, weil er ein Anschaffer ist!!!
Der Arthur ist ein guter Papa-Hirte für sein Baby!!!
Kannst ihm vertrauen, Baby


PS Das Baby links am Foto ist das Badewannen-Baby, ja auch auf dieses passt der Arthur rührend auf 
und noch ein PS: 
momentan ist der Arthur gerade mit seinem Papa "Marathon schauen" - da schaut der Arthur!!!
Wird die Moa ab morgen schon mit ihm trainieren müssen?










AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


was soll ich denn "suchen" - 
in einem leeren Grab?
- was soll ich "finden"?
Wagnis:
Suchen, das ist das Ausgehen von alten Beständen 
und das Finden-wollen von bereits Bekanntem.
Finden, das ist das völlig Neue. 
Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt
Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer. 
Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen...
die sich im Ungewissen geborgen wissen..
die sich vom Ziel ziehen lassen und nicht selbst das Ziel bestimmen.

Pablo Picasso


Samstag, 21. April 2018

Fürbitten 22.4. Guter Hirte, gute Hirtin sein 4.Sonntag nach Ostern


22.4.2018 Joh 10.11 Gute Hirten Weltgebetstag für geistliche Berufe 4 OS

„Der gute Hirte“ gehört zu den schönsten Metaphern, die umschreiben, wie wir Jesus sehen können. Kaum jemand von uns erlebt noch in der Natur „Hirten“ und doch wissen wir, was damit gemeint ist. Einer, der sich um andere kümmert. Einer, der keinen verloren gehen lässt. Einer, dem man vertrauen kann. Echte Hirten gehen übrigens meist ihrer Herde „hinterher“ – auch das ist ein schönes Bild. Wir dürfen vertrauensvoll nach vorne laufen, da, hinter uns, ist einer der aufpasst. Heute ist auch Weltgebetstag für Geistliche Berufe. Aber es geht eben nicht nur um Nachwuchs bei Priestern und Ordensleuten: es geht auch nicht nur um Bischöfe und den Papst als gute Hirten. Jeder von uns soll ein „guter Hirte, eine gute Hirtin“ sein, verantwortlich für Andere, auch im ganz kleinen Umfeld. Bitten wir heute

Lass uns sein, wie ein guter Hirte, wie eine gute Hirtin
Mach uns fürsorglich für andere, lass uns Verantwortung übernehmen

Lass uns sein, wie ein guter Hirte, wie eine gute Hirtin
Behutsam und liebevoll mit allen, die schwächer sind
Dass wir denen Mut machen, die unsicher sind

Lass uns sein wie ein guter Hirte, wie eine gute Hirtin
Dass wir Vertrauen in die Menschen haben, die zu uns gehören
Dass wir niemand zurücklassen, der Probleme hat

Lass uns sein wie ein guter Hirte, wie eine gute Hirtin
dass wir behüten, begleiten und bewahren können, was du uns anvertraut hast.
Menschen, Tiere und Natur

Sei du uns ein guter Hirte
Dass wir unser Leben voll Mut und Vertrauen anpacken
Dass wir uns geborgen und behütet wissen

Sei du uns ein guter Hirte
sei mit uns auf allen Wegen, lass nichts verloren gehen

Bitten wir, dass viele Menschen, Männer und Frauen, Mädchen und Burschen, die Freude daran entdecken, sich auf besondere Art auf die  Nachfolge Jesu einzulassen
bitten wir aber auch, dass Priester und Ordensleute nicht mit Idealvorstellungen überfordert werden, bitten wir, dass sie lebensfroh und wahrhaftig leben können

Wir bitten im Namen Jesu, er ist uns Guter Hirte und Weg-Weiser, all die Tage unseres
Lebens. Amen

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


Auferstehen – 
immer und immer wieder? 

für immer bei dir ...


ich glaube nicht
dass meine Seele wandern muss
durch wechselnde Gestalten

kein Abarbeiten der Altlasten
und kein Abtragen fossiler Schuldenberge
bis der Kontostand endlich bei Null ist
und aufgelöst ich werde
ins nichtige Nirwana auf ewig anonym

vielmehr aber hoffe ich
dass mein Leib einst aufstehn wird
und ich noch einmal wandern darf
trotz aller Schuld und Wunden
du hast die offenen Rechnungen

schon längst für mich beglichen
der ganze Kosmos ist begnadigt
und eingelöst wird meine Sehnsucht
dass du mich mit Namen rufst
und ich für immer bei dir bin



Andreas Knapp

Freitag, 20. April 2018

Fürbitten 21.4. wie tot sein - sich wieder derrappeln



21.4.2018 Tabita steh auf Apg 9.31  Sa 3 OW 

In der heutigen Lesung aus der Apostelgeschichte ist es Petrus, der eine junge Frau wieder zum Leben erweckt. Er kniet neben der Toten, er betet, dann sagt er: „Tabita, steh auf“ . Wir wissen nicht, ob die junge Frau wirklich tot war. Aber sie ist „zum Leben zurück gekehrt“. Erleben wir das selbst nicht immer wieder. Wie oft ist man zu Tode erschöpft, wie tot, will einfach nur seine Ruhe haben: dann das Wunder: Vielleicht ist es jemand der sagt: Komm, es wird ja wieder…. Vielleicht hören wir in uns selbst diese Stimme. „Komm, steh auf, mach weiter“   so bitten wir:

Lass uns wieder aufstehen:
immer dann, wenn wir glauben, eine Situation, eine Krankheit, eine Krise nicht länger
ertragen zu können,
immer dann, wenn wir glauben, dass nichts mehr hilft

Lass uns wieder aufstehen:
immer dann, wenn wir Menschen aus dem Weg gehen wollen, wenn wir uns wie tot stellen
immer dann, wenn wir nicht den Schritt zum Gut-sein und zur Versöhnung schaffen:

Lass uns wieder aufstehen:
immer dann, wenn Erfolge ausbleiben, wenn uns Probleme über den Kopf wachsen.
immer dann, wenn wir uns oft so wenig zutrauen und kein Risiko eingehen wollen.

Lass uns wieder aufstehen:
Immer dann, wenn wir enttäuscht sind und resignieren wollen
immer dann, wenn uns das Herz schwer ist, weil wir nie das Perfekte schaffen und alles Stückwerk bleibt,

Lass uns wieder aufstehen:
immer dann, wenn wir glauben, was soll sich denn noch in meinem Leben ändern 
immer dann, wenn wir glauben, „ICH bin halt wie ICH bin und da kann man nichts machen“

Ja, lass uns wieder aufstehen, JETZT und Heute
Lass uns Anderen helfen voll Vertrauen wieder auf die Beine zu kommen


Du guter Gott. Ja, wie oft sind wir „wie tot“. Wir brauchen dich, wir brauchen andere Menschen die uns berühren, die uns wieder auf die Beine helfen, die sagen „Komm steh auf“. Nimm von uns alles, was uns lähmt und daran hindert, „lebendig“ zu sein – und lass auch uns Menschen sein, die anderen wieder „auf die Beine helfen“. Darum bitten dich durch Jesus. amen 

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


diese ewige Fragerei...

Fragen

Wie groß ist dein Leben?
Wie tief?
Was kostet es dich?
Bis wann zahlst du?
Wie viel Türen hat es?
Wie oft
hast du ein neues begonnen?
Warst du schon einmal
gezwungen um es zu laufen?
Wenn ja
bist du rundherum gelaufen
im Kreis oder hast du
Einbuchtungen mitgelaufen?
Was dachtest du dir dabei?
Woran erkanntest du
dass du ganz herum warst?
Bist du mehrmals gelaufen?
War das dritte Mal
wie das zweite?
Würdest du lieber
die Strecke im Wagen fahren?
oder gefahren werden?
in welcher Richtung?
von wem?        

Erich Fried

Donnerstag, 19. April 2018

Fürbitten 20.4. Umkehr: wenn aus Saulus Paulus wird



20.4.2018 aus Saulus wird Paulus Apg.9.1

Aus Saulus wird Paulus, darüber erzählt heute die Lesung aus der Apostelgeschichte. Es ist eine fast unglaubliche Bekehrungsgeschichte: Aus einem, der die Anhänger Jesu verfolgt, wird einer, der für Jesus sterben wird. „Gott schreibt gerade auch auf krummen Linien“, könnten wir sagen. Nie darf man einen Menschen abschreiben, bei Gott ist alles möglich. Menschen sind immer wieder fähig, „ganz anders“ zu werden, radikal umzukehren. Unser eigenes Leben ist nicht so spektakulär, und trotzdem geht es auch bei uns Tag für Tag um „Umkehr“. Was heute noch richtig war – kann morgen, in einer neuen Situation, nicht mehr das Richtige sein. Wie spannend ist das Leben. Jeden Tag müssen wir neu hineinwachsen – das ist es was Gott will. so bitten wir

dass wir die Botschaften wahrnehmen, die du uns in anderen Menschen und neuen Herausforderungen mit auf den Weg gibst - gerade auch heute wieder

dass wir immer wieder vom „hohen Ross steigen“, wie Saulus, dass wir immer wieder innehalten auf unserem Weg, immer wieder neu denken, neu hinhören auf das, was Du von uns will

Dass wir uns immer wieder aus Selbstzufriedenheit und Selbstgewissheit aufschrecken lassen

dass wir um-kehren können, und es uns eingestehen, wenn wir uns „verrannt haben

dass wir uns hin-horchen getrauen auf unsere Gefühle, auf unsere Sehnsucht, auch so spricht Gott zu uns

dass wir einander helfen wollen auf den vielfältigen Wegen Gott zu begegnen. und dass wir voll Respekt sind für die Lebensentscheidung anderer

dass wir uns auf neue Wege führen lassen, auch wenn wir den Sinn nicht gleich verstehen


Du guter Gott: Immer wieder willst du uns auf neue Wege führen. Auch uns begegnest du wie Paulus: unvermutet und mitten in unseren Plänen und Aufgaben: lass, dass wir dann umkehren und uns von dir führen lassen können: durch Jesus, unseren Bruder. amen

AUFERSTEHEN? Muss man sich gut überlegen!


Auferstehung, 
WER soll das machen?

ER die Hoffnung
daß diesseits und jenseits
verschmelzen

ER das Morsezeichen
von dir verborgener Gott zu uns hin

wir danken dir
weil wir die Klopfzeichen des
neuen Lebens
an den Wänden unserer Welt hören
können

wir danken dir
weil wir das Wetterleuchten eines
neuen Lebens
sehen dürfen

Wilhelm Willms

Mittwoch, 18. April 2018

Fürbitten 19.4. die Freude wachhalten



19.4.2018 Brot des Lebens Joh.6.44 die Freude wachhalten

Auch heute hören wir im Evangelium einen Ausschnitt aus der sogenannten „Brotrede“ Jesu, immer wieder hören wir seinen beschwörenden sein Satz „Ich bin das Brot des Lebens“.
Wer täglich zur Messe geht, dem könnte es nun auch schon ein wenig fad werden – 
OSTERN FEIERN, 5o Tage lang bis Pfingsten, das ist nämlich gar nicht so einfach. 
Die Freude wachhalten, der Sehnsucht nachspüren, nicht wieder zur Routine zurückkehren.
„Das Brot des Lebens“ von Jesus annehmen, das heißt aber, sich immer wieder auf Neues einlassen, offen und verletzlich bleiben …  Bitten wir heute

immer dann,
wenn uns das Herz schwer ist
weil wir trotz allem Bemühen unsere Grenzen erreichen
weil wir nie das Perfekte schaffen und alles Stückwerk bleibt
sei du uns -  Brot des Lebens  - 


immer dann
wenn uns die Freude abhandenkommt
wenn wir alles beim Alten lassen wollen,
wenn uns der Mut fehlt, Neues zu riskieren:
 sei du uns -  Brot des Lebens  - 
               

immer dann
wenn wir auch den anderen nichts mehr zutrauen
wenn wir Menschen abschreiben
wenn wir von der Liebe nichts mehr erwarten:
sei du uns -  Brot des Lebens  - 

immer dann 
wenn Bitterkeit und Enttäuschung  Beziehungen vergiften
wenn wir den Schritt zum Gut-sein und zur Versöhnung nicht schaffen
wenn wir Anderen lieber aus dem Weg gehen wollen
sei du uns -  Brot des Lebens  - 

immer dann
wenn wir glauben mit unseren Antworten am Ende zu sein
wenn wir stumm und hilflos sind vor unseren Problemen und den der Anderen
aber auch dann, wenn wir glauben, schon auf alles eine Antwort zu haben: 
sei du uns -  Brot des Lebens  - 

immer dann
wenn wir uns wie heute doch immer wieder auf den Weg machen
weil wir erkannt haben, dass es nur die vielen kleinen Schritte sind, die uns weiter tragen
weil wir erkannt haben, dass der Weg so wichtig ist wie das Ziel
ja, dann bitten wirsei du uns Brot des Lebens

Du guter Gott. So groß ist unser Hunger nach Leben. So groß oft unsere Sehnsucht, endlich satt zu sein, genug Liebe zu haben, genug Freude, genug Frieden. Vor allem um den Frieden bitten wir dich und um Brot und Sicherheit für all die Menschen, die aus ihrem Leben herausgerissen worden sind, auf der Suche nach einer neuen Heimat.  Sei du uns allen Brot des Lebens. Amen

AUFERSTEHEN? muss man sich gut überlegen!

Auferstehung?
geh,
wo spielt's denn das?


Kalauer
von Lothar Zenetti 


Liebe Gemeinde,

Ich war im Kino

Blutüberströmt

fertiggemacht
fiel einer um
als letzter von allen -
das war ein Western!


Ich war in der Kirche

Blutüberströmt

fertiggemacht

stand einer auf
als erster von allen -
das war ein Ostern!