dass wir schauen und betrachten – lange Zeit - noch ehe wir urteilen
dass wir schauen und betrachten – gerade dann, wenn wir glauben „für so etwas“
keine Zeit zu haben
dass wir das Empfangene weitergeben – dass wir
solidarisch leben, dass Menschen bei uns Aufnahme und Ruhe finden
dass wir das Empfangene weitergeben und lebendig werden
lassen – dass unsere Art zu leben unsere
Predigt ist. Mehr braucht es nicht
Ein für die Weltkirche prägender Dominikaner ist der britische Theologe Kardinal Timothy Radcliffe Er wünscht sich eine Kirche, in der sich alle – insbesondere Frauen und kulturell diverse Gruppen, wie auch Homosexuelle – zu Hause fühlen. “Wir müssen uns auf den Weg zu einer Kirche machen, in der diese Menschen nicht mehr am Rande, sondern in der Mitte stehen.“ sagt Radcliffe so bitten wir auch in diesem Sinn, dass dies in unserer Kirche gelingt
Der peruanische Dominikanerpriester Gustavo Gutiérrez (+2023): gilt als Begründer der Befreiungstheologie. Für ihn ist das Eintreten für die Armen das Kernanliegen der Kirche. Wörtlich sagte er: „Die Armut der Armen ist kein Aufruf zu großzügigen Hilfsaktionen, sondern eine Forderung, dass wir hingehen und eine andere soziale Ordnung aufbauen.“ „Ohne ein wirkliches Engagement gegen Ausbeutung und Entfremdung und für eine solidarische und gerechte Gesellschaft wird die Feier der Eucharistie zu einem leeren Getue, dem es an inhaltlicher Füllung seitens derer fehlt, die an ihr teilnahmen.“ Bitten wir, dass wir auch das sehr ernst nehmen und so auch Papst Leo XIV unterstützen
Einer der
wichtigsten Theologen des 20. Jahrhunderts und Vordenker des Zweiten
Vatikanischen Konzils war der Dominikaner Yves Congar (+1995) Er forderte „Man darf keine andere
Kirche machen, aber man muss eine Kirche machen, die, bis zu einem gewissen
Grad, anders ist.“ Bitten wir, dass auch
hier die Dominikaner weiter eine wichtige Kraft zur Öffnung und immer wieder
Erneuerung der Kirche sind
Zuletzt noch ein Wort von Christoph Schönborn (1945):
Der Kardinal und Dominikaner und frühere Wiener Erzbischof fordert zu einem Klima
der Hoffnung auf „Es gibt so viele
Unglückspropheten und es gibt vieles, was heutzutage hochdramatisch ist, aber
die Hoffnung darf man nie verlieren.“ Und nicht zuletzt rät Schönborn allen
Theologen : „Bitte, keine frommen Sprüche!“ Habt echtes Interesse für die
alltäglichen Sorgen und Nöte der Menschen zu zeigen)
Denken
wir heute natürlich auch an die Dominikanerinnen. Mehr als 30.000 Schwestern
gibt es weltweit - bitten und danken wir
für ihren Einsatz und ihre Spiritualität
So bitten wir, du guter Gott, lass unser Leben unsere
"Predigt" sein, dass wir überall und mit Allem und in Allem dich
loben und preisen, in Freude und Dankbarkeit. Amen







