30.8.2026 Mt.16.24
Kreuz tragen 22 SJK Sonntag
Das unterscheidet Jesus von den religiösen
Rattenfängern. Er verspricht nicht das Paradies auf Erden – an seiner Seite zu
stehen heißt nicht, auf die Butterseite des Lebens zu fallen. Christ sein heißt
nicht, unbeschwert und sicher zu leben. „Wer mir nachfolgen will“, sagt Jesus
„der nehme täglich sein Kreuz auf sich“. „Christliches Leben ist durchkreuztes
Leben“ – sagt der große Theologe Karl Rahner. Aber ob man nun gläubig ist oder
nicht: letztlich ist “Kreuz tragen“ eine Realität für alle Menschen: Alles
Leben ist auch „durchkreuztes“ Leben. So viele Menschen tragen, ob sie es
wollen oder nicht: ihre Last und ihre Sorgen. So bitten wir
Für all die Menschen, die von der
Naturkatastrophe in Nepal und China betroffen sind. Für die Toten, für die
Überlebenden, für all die Verzweifelten – dass Hilfe möglich ist und dass keine
weitere Katastrophe passiert
Wir bitten für all die Menschen, die von Krieg Gewalt und Aggression betroffen sind. Für die Menschen in Gaza, im Westjordanland, im Sudan, in der Ukraine – wo immer Menschen großes Leid zugefügt wird
Wir bitten für Kranke, Einsame, Verlassene, Menschen in Armut, Menschen mit schweren psychischen Problemen, für alle, die auch in diesen Sommertagen nicht unbeschwert leben
Bitten wir für uns selbst, dass wir immer besser lernen, auch das „Kreuz“ in unserem Leben anzunehmen und zu akzeptieren
dass wir die richtige Balance finden zwischen „Schmerz ertragen, Leid ertragen“ und den Bemühungen, etwas dagegen zu unternehmen
bitten wir, dass wir Geduld mit uns selbst haben, und uns nicht überfordern mit der Erwartung, alles ohne Jammern akzeptieren zu können
dass wir aufmerksam sind für das Kreuz, die Sorgen, die Ängste, die andere zu tragen haben und dass wir helfen, wo wir helfen können
aber bitten wir nicht zuletzt, dass wir dennoch voll Freude und Dankbarkeit leben, auch wenn wir wissen, dass es kein Leben „ohne Kreuz“, ohne Lasten und ohne Sorgen gibt.
Du guter Gott, immer wieder brauchen wir eine Extra Portion Kraft zum Leben. Immer wieder stehen wir vor Entscheidungen, die uns viel abverlangen. Lass uns daran glauben, dass wir dir immer und überall rückhaltlos vertrauen dürfen. Im Namen Jesu Amen











