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Samstag, 3. Oktober 2026

Fürbitten Sonntag 4.10 unsere SCHÖPFUNG - der "Weinberg Gottes"

 


4.10.2026  Mt.21.33  Die Geschichten vom Weinberg Jes.5.1 Schöpfungszeit

Zwei Erzählungen rund um einen Weinberg hören wir heute.  In der jüdischen Bibel ist es ein poetischer Text, das sogenannte „Lied vom Weinberg“, das aber in einem tieftraurigen Bild endet. Der Weinberg ist hier eine Metapher über eine enttäuschte Liebesbeziehung. Jahwe selbst gehört dieser Weinberg. gemeint sind aber die Israeliten – sie, sein Volk enttäuschen ihn aber tief. Im Zorn will Gott nun seinen eigenen Weinberg verwüsten. 

Jesus erzählt eine ähnliche Geschichte, aber viel nüchterner. Auch hier ist Gott quasi wie der Besitzer eines Weinberges, der am Ende der Saison von den Winzern die vereinbarte Pacht haben will. Die zahlen aber nicht, ganz im Gegenteil, sie bringen jeden um, den der Weinbergbesitzer zu ihnen schickt, zuletzt sogar dessen Sohn. "Was wird der Weinbergbesitzer nun tun?", fragt Jesus seine Zuhörer. Ja, der Herr des Weinberges wird die bösen Pächter bestrafen  -  aber!!! Er wird den Weinberg nicht verwüsten und zerstören, der Gutsherr wird sich neue Pächter suchen. Versuchen also WIR gute Pächter dieses Weinberges zu sein, der Weinberg als Schöpfung Gottes, wie es uns der hl Franziskus so eindringlich vorgelebt hat. Heute ist auch sein Gedenktag, und heute am 4.Oktober begeht die Kirche auch das Ende ihrer Gebetstage zur Bewahrung der Schöpfung. So bitten wir

Dass wir uns um diesen „Weinberg Gottes“ bemühen. Dass wir – auch in unserem kleinen Umfeld – behutsam umgehen mit allen Lebewesen und den Ressourcen unserer Erde

Dass wir im ganz persönlichen Bereich bewusst zu einer gesunden Bescheidenheit zurückfinden

Dass wir aber auch unsere eigenen seelischen und körperlichen Ressourcen schonen und liebevoll mit ihnen umgehen

dass wir danken können: für jeden neuen Tag, den wir erleben, mit all seinen Höhen und Tiefen, dass wir an jedem Abend danken können, für Freude und Sorgen, für Arbeit und neue Erwartung

dass wir danken können: weil wir so sind, wie wir sind: mit allem was wir gut können und auch mit all dem, was patschert ist und immer wieder nicht so gut gelingt

dass wir danken können: auch für all das Viele, das wir nicht verstehen, Enttäuschung, Traurigkeit, Krankheit, Schmerzen und Bruder Tod:  Lass auch all das in dir geborgen sein

bitten wir heute ganz besonders für alle, die sich für Umweltschutz und Bewahrung der Schöpfung einsetzen, nicht zuletzt für die jungen Menschen, deren Zukunft auf dem Spiel steht

 

und hören wir nicht auf um FRIEDEN zu bitten - mit den Worten des heiligen Franziskus:

Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

 

Wir bitten im Namen Jesu Amen

Freitag, 2. Oktober 2026

Fürbitten 3.10 wann immer es geht: DANKE sagen

 


3.10. 2026  Am Ende einer Woche  

Schon wieder geht eine Woche zu Ende. Und eine ganze Saison liegt hinter uns. Herbst ist es bereits und die meisten von uns sind wohl schon ganz in einem neuen Arbeitsjahr und in der täglichen Routine angekommen. Politisch erleben wir nach wie vor Tage, die Sorgen machen und belasten – aber auch privat schleppt manche und mancher von uns ein „Packerl“ mit sich. Und doch sollen wir keinen „Vorschuss“ auf Sorgen nehmen – bitten wir um Vertrauen und genießen wir all das Gute, das wir JETZT genießen dürfen. So bitten wir

Dass wir aufmerksam in der Gegenwart leben und uns von einer ungewissen Zukunft nicht niederdrücken lassen

Dass wir uns gern auf Neues und neue Herausforderungen einstelle, dass uns Neues keine Angst macht

Dass wir an unsere Stärke und Kraft glauben, weil wir schon vieles gut bewältigt haben

Dass wir sehen können, wieviel Grund zur Dankbarkeit es immer wieder gibt, auch wenn es oft nur Kleinigkeiten sind

Dass wir zufrieden sein können, weil uns selbst immer wieder Gutes gelingt

Bitten wir, dass alle Kranken und Mutlosen Kraft und Zuversicht schöpfen können

Bitten wir für die Kinder und Jugendlichen in unseren Schulen und für alle Lehrer

Inständig bitten wir um Frieden, Frieden für den Nahen Osten, Frieden für die Ukraine, Frieden für alle Länder, in denen Menschen nicht in  Freiheit und Sicherheit und Würde leben können

 

Guter Gott, so danken wir für die Woche, die hinter uns liegt und legen jeden neuen Tag in deine Hand. Im Vertrauen auf Jesus, Amen

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Fürbitten 2.10 SCHUTZENGEL - gibt es sie?

 


2.10.2026  Gott, sende deine Engel ....

Der 2.Oktober ist in der katholischen Liturgie der Tag der heiligen Schutzengel. Aber nicht um süße Kitsch-Engerl geht es dabei. ENGEL werden gedacht als etwas, was uns Gott selbst sendet, um zu behüten und zu begleiten. Die Idee ist jahrtausendealt, zieht sich durch viele Religionen, vor allem auch durch Judentum und Islam. Ganz einfach hat es der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer gedichtet und gebetet: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag."  Im kirchlichen Gebet zum Schutzengel Tag heißt es: „Gott sende uns deine heiligen Engel zu Hilfe, dass sie uns behüten auf allen unseren Wegen“. Natürlich können wir realistisch und kritisch auf unsere Welt schauen, in der wir wenig Schutz-Engel Begleitung erkennen – und DOCH und TROTZDEM und DENNOCH:  Wir dürfen daran glauben, behütet und begleitet zu sein.  So bitten wir heute


Gott, Sende deine Engel

an die Krisenplätze dieser Welt

in die zerbombten und verwüsteten Kriegsgebiete

zu den Opfern von Gewalt und Terror

überall dorthin, wo Menschen Leid zugefügt wird  

  

Gott, Sende deine Engel

Sende sie, an die Seite aller Kinder dieser Welt

Begleite ihr Leben, das so ungerecht und schwer sein kann

Kinder unschuldige Opfer im Krieg, in Slums und Flüchtlingslagern

Kinder missbraucht - Schenk den Kindern Zukunft

 

Sende deine Engel

aber auch zu all denen, die Unrecht begehen, die Gewalt ausüben

die andere diskriminieren und mobben

sende deine Engel zu all den Menschen, die zu wenig Chance hatten

Liebe und Mitgefühl zu lernen

  

Sende deine Engel

in die Gebiete der Naturkatastrophen,

in die Hütten und Wohnungen der Armen, auf die Parkbänke der Obdachlosen

überall dorthin - auch bei uns

wo Menschen hilflos ihren Sorgen und Ängsten ausgeliefert sind

 

Sende deine Engel

in die Amtsräume unserer Politiker und Beamten

dass sie einen menschlichen Blick für die Not all derer bekommen, 

die Hilfe und Unterstützung zum Leben brauchen, 

sende deine Engel, 

damit wir Menschen fähig sind, auch an das  Wohl der Anderen zu denken

 

Sende deine Engel

zu allen die krank und voll Angst sind

zu allen, die glauben, dass ihre Situation ausweglos ist

zu den Sterbenden

dass jemand ihre Hand hält und sie begleitet

   

Sende deinen Engel

Sende deinen Engel zu mir, zu uns Allen,

damit wir deine Stimme hören

damit wir füreinander Engel sein können

Boten von Dir

 

so bitten wir, Gott lass uns behütet sein auf allen unseren Wegen, und lass uns EINANDER behüten und FÜREINANDER gut sein, so gut wie es können . amen

 

 

 

Mittwoch, 30. September 2026

Fürbitten 1.10 Nur die Liebe zählt - liebesfähig werden

 

1.10.2026 Therese von Lisieux 1873-1897    

Heute ist der Gedenktag für Therese von Lisieux. In der Unterscheidung zu Theresia von Avila, die mehr als 300 Jahre vor ihr gelebt hat, nennt man sie "die kleine Therese". Sie ist sehr jung, schon mit 24 Jahren, gestorben. Therese, die 1873 in der Normandie geboren wurde, trat auf ihren inständigen Wunsch schon mit 15 Jahren in den Karmel von Lisieux ein und wählte für sich den Ordensnamen "Therese vom Kinde Jesu".  Sie lebte ein "kleines" unauffälliges Klosterleben, in dem sie sich vor allem bemühte, unaufgeregt und still "alles in Liebe“ zu tun. In ihren Aufzeichnungen "Geschichte einer Seele" schildert Therese aber auch Zeiten der Verzweiflung und der Leere. Wie alle großen Glaubenden kannte sie das Gefühl der Gottesferne.  Therese wurde schon 1925 heilig gesprochen und gemeinsam mit Franz Xaver zur Patronin der Weltmission erklärt. 1997 wurde Therese von Lisieux zur Kirchenlehrerin erhoben

 

„Nur die Liebe zählt“ hat die heilige Therese gesagt - Bitten wir heute, dass wir die Menschen um uns mit liebevollen Augen sehen - dass wir das Anderssein der anderen als positive Herausforderung sehen, gerade auch dann, wenn wir uns mit manchem schwertun

 

Lass uns aber auch wahrnehmen dass wir selbst liebevoll von anderen gesehen werden, dass wir geschätzt und anerkannt werden und lass, dass wir uns selbst mit liebevollen Augen sehen

 

hilf, dass wir unsere Liebe in Wahrhaftigkeit leben, dass wir uns nicht anpassen und verstellen müssen, um geliebt zu werden,, dass wir aber auch keine falsche Harmonie suchen,, sondern immer besser lernen, auch Konflikte liebevoll auszutragen

 

führe uns einen Weg, der uns in allen Bereichen unseres Lebens und im Alltag liebes-fähig macht. Lass uns nicht Opfer bringen und extra Entbehrungen auf uns nehmen, sondern in Liebe tun, was jeder Tag und was jede neue Situation mit sich bringt

 

Therese ist Patronin der Welt-Missionsarbeit. Lass sie auch eine Wegbegleiterin für all die Menschen sein die in Armut, Ausgrenzung und Gefahr leben. Gib uns selbst die Fähigkeit zu helfen: Denn nur die Liebe zählt


Du guter Gott, so hilf uns, diese Liebe im Alltag zu leben, unaufgeregt und still und leise, überall dort, wo sie gebraucht wird - darum bitten wir, im Namen Jesu .Amen


Die Gedichte der hl. Therese von Lisieux geben ein einzigartiges Zeugnis von dem, was im Leben Thereses einen besonderen Platz hatte. Die meisten dieser Gedichte wurden von Mitschwestern erbeten. Sie hat sie fast alle nach Melodien von bekannten Liedern gedichtet, so dass alles, was sie niederschrieb, sofort auch gesungen werden konnte.  www.archives-carmel-lisieux.fr)  deutsche Prosaübersetzung, die von P. Maximian Breig SJ 1989 

 

Ma vie n'est qu'un instant, une

heure passagère. Ma vie n'est qu'un

seul jour qui m'échappe et qui fuit.

Tu le sais, ô mon Dieu! pour t'aimer

sur la terre je n'ai rien

qu'aujourd'hui! ...

 

Mein Leben ist nur ein Augenblick,

eine flüchtige Stunde. Mein Leben ist

nur ein einziger Tag, der mir

entschlüpft und entflieht. Du weißt

es, o mein Gott, um Dich auf Erden

zu lieben, habe ich nichts als nur

dieses Heute.

 

Fürbitten 30.9. Die Bibel - nicht von gestern

 

30.9.2026 Hl.Hieronymus 347-420   sein wichtigstes Werk die lateinische Bibelübersetzung (Vulgata)

Heute ist der Gedenktag des hl. Hieronymus. Er lebte im 4.Jahrhundert und war ein hochgebildeter Gelehrter und Theologe. Er gehört in der katholischen Kirche zusammen mit Ambrosius von Mailand, Augustinus und Papst Gregor I. zu den vier spätantiken Kirchenlehrern des Abendlandes. Sein wichtigstes Werk ist die lateinische Bibelübersetzung Vulgata. Nach einer Legende soll Hieronymus einem Löwen einen Dorn aus der Pranke gezogen haben. Dieser wurde darauf zahm und ein treu ergebener Gefährte. Zu den Attributen des hl. Hieronymus gehört daher neben der Bibel und dem scharlachroten Kardinalshut oft auch der Löwe. 

In der Lesung hören wir heute, was der Apostel Paulus an seinen Begleiter und Gehilfen Timotheus schreibt: „Jedes Buch der Schrift ist von Gottes Geist erfüllt“. Heute sind die Menschen in vielem kritischer, auch die Bibelwissenschaft hat viele neue Einsichten gebracht, auch persönlich empfindet man nicht jedes Wort in der Bibel als "Gottes Wort  - und doch gibt es Sätze und Passagen, die einen plötzlich so unmittelbar berühren, als würde Gott wirklich direkt zu einem sprechen. Bitten wir heute

dass wir offen dafür sind, uns immer wieder von einem Wort oder einem Satz in der Bibel ansprechen zu lassen – dass wir diese Worte mit in unseren Alltag nehmen

dass wir nicht steckenbleiben in einem Kinderglauben, sondern dass wir uns religiös weiterbilden,

dass wir keine Scheu davor haben, auf manche Bilder und Geschichten in der Bibel eine neue Sicht zu bekommen

dass uns das Lesen in der Bibel hilft, leere Formeln und ängstliche Rituale zu überwinden

dass die Verantwortlichen in der Kirche so von Gott sprechen können, dass es das konkrete Leben der Menschen betrifft. Dass aber auch wir selbst von dem sprechen können, was uns Gott bedeutet

dass wir das Gespräch auch mit Menschen anderer Religionen führen können

dass wir aber auch offen sind, für all die Impulse in Natur und Kunst, in Literatur, Musik und Malerei, in denen Gott uns ebenfalls begegnet

Du guter Gott. Lass uns erkennen, dass wir DICH in Allem finden, wenn wir nur auf Deine Stimme hören und deine Spuren in unserem Leben suchen. Darum bitten wir und dafür danken wir, im Namen Jesu   amen

 

Montag, 28. September 2026

Fürbitten 29.9.2026 "...wirst du für mich, werd ich für dich ein Engel sein ?"


29.9.2026 Erzengel Michael Gabriel Raphael

ENGEL der Befreiung, der Orientierung und der Heilung

Man nennt sie die drei Erzengel: Michael, Gabriel und Raffael, deren Fest heute gefeiert wird. Können wir mit diesen Engeln noch etwas anfangen? Wir kennen den süßlichen Engerl Kitsch, auch esoterisch lassen sie sich als "gute beschützende Geister" bestens verkaufen: ABER: die Engel der Bibel sind nicht „herzig“. Denken wir nur an das Mädchen Maria, das zutiefst „erschrickt“, als sie vom Engel Gabriel angesprochen wird.  ENGEL, so vermittelt es die Theologie, sind direkt Boten Gottes, „Angelos“.  Sie  bringen eine Nachricht – und in ihren Namen spiegelt sich etwas von dem, was sich die Menschen als Hilfe für ihr Leben erhoffen.

 

 

Michael etwa gilt als Engel der Befreiung, der Engel, der den Drachen besiegt, er ist in der Bibel der Engel, der den Lebensbaum bewacht: - bitten wir, dass wir die richtigen Antworten finden auf die großen Herausforderungen und Krisen, in denen wir stecken. Bitten wir um ein Ende von Krieg und Gewalt, bitten wir, dass gutes Leben bewahrt bleibt.

Michael gilt auch als der Engel auf der Seite der Armen, er ist der Engel der Gerechtigkeit.           Bitten wir um den sozialen Zusammenhalt auch hier in Österreich. Um wirtschaftliche Hilfe für alle, die es jetzt besonders brauchen. Bitten wir um Solidarität und dass wir wieder lernen, füreinander einzustehen

 

Gabriel, der zweite der Erzengel, ist „Gottes Kraft“  - Er hat dem Mädchen Maria die Botschaft von der Menschwerdung Gottes gebracht. Bitten wir, dass auch wir immer besser erkennen, dass Gott durch uns in diese Welt kommen will, dass so viel von unserer Bereitschaft und von unserem JA abhängt. Bitten wir um eine gute Orientierung, wenn wichtige Entscheidungen anstehen 

Gabriel, der Maria die frohe Botschaft brachte, wird seit Pius XII. (1951) als Patron des Rundfunks und Nachrichtenwesens verehrt. Bitten wir um gute Journalisten, um eine Berichterstattung auf deren Wahrheitsgehalt wir uns verlassen können, bitten wir, dass wir den richtigen Umgang mit der Künstlichen Intelligenz finden

 

Der dritte der Erzengel ist Raffael. Nur ein einziges Mal kommt er in der Hl. Schrift vor:  "Gott heilt", ist sein Name. Leise und unerkannt heilt Raffael die blinden Augen des Tobit, er heilt die Beziehungsunfähigkeit der Sara, er führt er den jungen Tobias einen guten Weg. - Bitten wir, dass der Erzengel Raffael auch uns Wegbegleiter ist, dass er uns die Augen für das öffnet, was wir sonst nicht sehen würden, dass wir selbst beziehungsfähig werden, dass wir lieben und beschützen können.

 

Blicken wir noch einmal auf Michael – er ist auch der Engel mit der Waage: er wird als guter Begleiter ins Jenseits gesehen, Michael ist der Engel mit der Posaune, der auferweckt zum Jüngsten Tag. So bitten wir um ein gutes Leben und um ein gutes Sterben und um eine gute Auferstehung, auch heute schon, HIER und JETZT -  aus allem was uns nicht leben lässt.

Und bitten wir zuletzt auch für alle 3 großen monotheistischen Religionen - Juden, Christen und Moslems, sie alle verehren den Erzengel Michael. Bitten wir um ein friedliches Miteinander  und dass wir Christen uns nicht anstecken lassen von Ausländerfeindlichkeit und Panikmache

 

so bitten wir im Namen Jesu. amen 

 

"...welcher Engel wird uns zeigen
wie das Leben zu bestehen
welcher Engel schenkt uns Augen
die im Keim die Frucht schon sehn

wirst
du für mich
werd ich für dich
der Engel sein

welcher Engel öffnet Ohren
die Geheimnisse verstehn
welcher Engel leiht uns Flügel
unsern Himmel einzusehn

wirst du für mich
werd ich für dich
der Engel sein."        
Wilhelm Willms    

 

In der Bibel werden die drei Erzengel als Vertreter der höchsten Engel bezeichnet, die außerkanonischen Bücher geben ihnen die bei uns gebräuchliche Bezeichnung „Erzengel“. Michael gilt als besonderer Vertrauter Gottes und Anführer der Engelsheere im Kampf mit dem Teufel. Gabriel, der Maria die frohe Botschaft brachte, wird seit Pius XII. (1951) als Patron des Rundfunks und Nachrichtenwesens verehrt. Rafael, der Begleiter des jungen Tobias, ist Patron der Reisenden.

Sonntag, 27. September 2026

Fürbitten 28.9. mich selbst nicht so wichtig nehmen

 


28.9.2026  wer ist der Größte  Lk.9.46 wer ist der Größte 

 Das gehört wohl einfach zur Gruppendynamik dazu. Überall dort, wo mehrere Menschen beisammen sind, taucht unweigerlich die Frage auf – ob ausgesprochen oder nicht: “und wer ist hier jetzt „der, die Größte“. Wer hat das Sagen? Wer ist das Alphatier?“ Bei den Jüngern war es nicht anders. Die Erzählung im Evangelium heute zeigt es. Nicht das, was Jesus ihnen mitteilen will, beschäftigt sie – sie debattieren darüber, wer von ihnen wohl der Größte, der Bedeutendste ist.  Jesus geht darauf gar nicht ein, er zeigt auf ein Kind neben sich und sagt: „Wer unter euch allen der Kleinste ist, der ist groß“.  Es klingt paradox – warum also wollen wir heute bitten?

dass wir uns selbst nicht so wichtig nehmen

dass wir uns nicht andauernd mit anderen vergleichen

dass wir uns nicht vordrängen, nicht im Mittelpunkt stehen müssen

dass wir fähig zur Teamarbeit sind und andere unterstützen

dass wir anderen Erfolg gönnen, dass wir helfen, wenn jemand nicht weiterkommt

dass wir Tag für Tag Geduld miteinander haben, mit den Fehlern, die jedem passieren

dass wir uns mitfreuen können über die Freude anderer

dass wir loben können und Menschen motivieren und ermutigen

 

Du guter Gott, so lass uns mit dem hilfreich sein, was wir können und wofür wir talentiert sind.  Lass uns dankbar auch für diesen neuen Tag sein und lass uns, wie es Kinder können, auch die vielen kleinen Freuden heute entdecken .Amen

Samstag, 26. September 2026

Fürbitten Sonntag 27.9. Welttag der Migranten und Flüchtlinge

 


27.9.2026 Sonntag der Völker –  Mt.21.28

Der heutige Sonntag steht in der katholischen Kirche unter dem Motto der Völker“. Bis vor einigen Jahren hat er „Ausländer-Sonntag“ geheißen. In Österreich etwa hat eine halbe Million der hier lebenden Katholiken einen Migrationshintergrund. Gleichzeitig wird auf Wunsch noch von Papst Franziskus am letzten Sonntag im September auch der "Welttag der Migranten und Flüchtlinge" begangen.

So bitten wir heute besonders für alle Menschen, die noch als Migranten und Flüchtlinge unterwegs sind : Gott, Beschütze sie auf ihrem gefahrvollen Weg und führe sie an Orte, wo sie in Sicherheit und Würde leben können

Bitten wir für uns selbst, dass wir die Vielfalt der Menschen und Kulturen schätzen und als Bereicherung empfinden

dass wir auch in anderen Religionen und Überzeugungen das Gute und auch Göttliche sehen - dass wir Andersdenkenden nicht den guten Glauben absprechen

dass wir helfen, wo immer wir helfen können, damit es in unserer Gesellschaft ein Klima der Toleranz und der Offenheit, ein Klima der Wertschätzung und des Mitfühlens gibt

Hören wir nicht auf, als Christen darauf zu drängen, dass es einen großherzigen Umgang mit Migranten und Flüchtlingen geben

Dass wir uns gerade auch als Christen gegen ein Klima der Fremdenfeindlichkeit wehren, gegen Panikmache und Verhetzung

 

so bitten wir guter Gott, hol uns heraus aus aller Engstirnigkeit und Ängstlichkeit. Dass wir uns nicht abgrenzen, sondern öffnen – denn dein Geist weht, wo immer er will. Lass ihn uns erkennen, in ALLEN Menschen. Amen

 

Freitag, 25. September 2026

Fürbitten 26.9. „HEILEND und UNENTGELTLICH“ für andere da

 


26.9.2025  Kosmas und Damian, die Unentgeltlichen

 Die Heiligen des heutigen Tages, Kosmas und Damian sollen im 3.Jahrhundert Ärzte gewesen sein und in der heutigen Südost-Türkei vor allem arme Menschen kostenlos behandelt haben. Man nannte die beiden, die angeblich auch Zwillinge waren, „die Unentgeltlichen“. In einer großen Verfolgungswelle unter Kaiser Diokletian sollen die beiden Männer schließlich ermordet worden sein. Es gibt keinen gesicherten historischen Nachweis für ihr Leben, aber wir wissen, dass es immer wieder Menschen gibt, die „HEILEND und UNENTGELTLICH“ für andere da sind. Papst Franziskus hat einmal die Kirche im übertragenen Sinn als Feldlazarett angesprochen, als einen Ort, an dem verletzte, wunde Menschen aufgenommen werden, wo man nicht fragt, ob Freund oder Feind, wo einfach geholfen und geheilt wird, so gut es geht. „Lasst uns weniger von der Sünde sprechen“, sagte Franziskus, „lasst uns mehr auf den Menschen und seine Lebenssituation schauen“. So bitten wir:

Bitten wir um eine heilende Kirche, die den Menschen guttut: die ein weites Verständnis hat für die wiederverheirateten Geschiedenen, für die vielen Patchwork Familien, für Menschen mit unterschiedlicher sexueller Identität 

Bitten wir um eine heilende Kirche: in der ehrlichen Aufarbeitung aller Missbrauchsfälle. Aber auch in der Diskussion um den Zölibat. Um ein Ende vieler falscher Kompromisse und Lebenslügen 

Bitten wir um eine heilende Kirche, wenn Konflikte auch in den eigenen Reihen ausgetragen werden müssen, offen und ehrlich und ohne Intrigen

Bitten wir auch um eine Gesellschaft, die heilsam und „unentgeltlich für Arme“ ist:  dass wir hier in Österreich Platz und Barmherzigkeit aufbringen für Menschen, die Hilfe zum Überleben brauchen. Dass es Solidarität mit allen Schwächeren gibt.

Bitten wir aber auch um "heilsame" und ausgleichende Kräfte in Politik und Gesellschaft. Dass nicht Spaltung betrieben wird und Ausgrenzung, dass kein Platz ist für Schlechtmacherei und Verhetzung

bitten wir für uns selbst, dass auch wir unsere Fähigkeiten zur Verfügung stellen, wo sie für andere gebraucht werden, „unentgeltlich“ und heilsam. Dass wir uns Zeit nehmen füreinander, Zeit, Kranke und Alte zu besuchen, dass wir oft einfach nur da sind und zuhören, berühren und trösten.

Kosmas und Damian gelten als Patrone der Ärzte und der Apotheker: bitten wir für unser Gesundheitssystem, bitten wir für Ärzte und Pflegende und für alle, die sich in den Dienst anderer stellen. 

Du guter Gott, heile du, was krank ist. Krank in uns, krank in unserer Kirche und krank in unserer Gesellschaft. Gib uns die Kraft, Wunden zu heilen und Trennendes zu versöhnen. Verzweifelt bitten wir um Frieden an den vielen Orten von Gewalt und Leid. Amen

 

 

 

Donnerstag, 24. September 2026

Fürbitten 25.9. Friedensstifter gesucht

 


25.9.2026  Nikolaus von der Flüe  

Heute ist der Gedenktag für Nikolaus von der Flüe. Er gilt als Schutzpatron der Schweiz. In einem großen innenpolitischen Konflikt konnte er zum Frieden beitragen und war immer wieder auch Ratgeber für ausländische Staatsmänner. Mit dem Schweizer Nationalheiligen, dem Mystiker und Friedensstifter, kann man aber durchaus auch seine Probleme haben.  Nikolaus von der Flüe war immerhin Vater von 10 Kindern, als er sich plötzlich als Einsiedler und Asket radikal zurückzieht. Als Nikolaus die Familie verließ, war das jüngste Kind 1 Jahr alt. Könnten auch Frauen in so einer Situation alles liegen und stehen lassen? Man könnte also auch auf „Heiliges“ neidig sein – viele Wege der Menschen und viele Wege Gottes verstehen wir nicht. Bitten wir heute

dass wir uns bemühen wie Nikolaus von der Flüe „Friedensstifter“ zu sein, wenigstens in unserem kleinen Umfeld, in unseren Gemeinschaften, an unseren Arbeitsplätzen –

dass wir nicht resignieren und nicht aufhören um den Frieden zu bitten und zu betteln, Millionen Menschen brauchen unser Beten

dass wir aber auch um effiziente Maßnahmen für Umwelt- und Klimasschutz beten, auch sie sind ein Beitrag zum Frieden – und dass wir dankbar sind für die vielen gerade auch jungen Menschen, die sich dafür engagieren

und bitten wir im privaten Bereich: dass wir nicht neidisch auf den Lebensweg und die Entscheidungen anderer schauen - dass wir jeden nach seiner Facon – besser gesagt, nach dem Plan Gottes- heilig werden  lassen

lass, dass wir dankbar sind und annehmen, was unser ganz eigener Weg der „Heiligkeit“ ist

dass wir mit unserem Fromm sein keinen Konkurrenzkampf betreiben und Extreme suchen

dass wir immer wieder auch den Mut haben, neue Wege einzuschlagen

 

Du guter Gott, so bitten wir heute mit den Gebetsworten des heiligen Nikolaus von der Flüe: „Herr nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir. Gib alles mir, was mich führt zu Dir. Nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen Dir.“ Und ganz besonders bitten wir auch um FRIEDENSSTIFTER für unsere Zeit. Wir brauchen sie so DRINGEND.   Amen

 

 

 

Mittwoch, 23. September 2026

Fürbitten 24.9. JESUS ja, wer ist er ?

24.9.2026 Wer ist dieser Mann Lk.9.7

Jesus hat für Aufsehen gesorgt. Nicht nur bei den kleinen Leuten – auch der damalige König Herodes möchte zu gerne wissen, was es mit diesem Jesus auf sich hat, von dem man Wunderdinge erzählt. Herodes hatte erst kurz zuvor Johannes den Täufer enthaupten lassen, - Nun scheint da wieder ein Mann zu sein, der für Unruhe sorgt. „Wer ist dieser Mann, von dem man mir solche Dinge erzählt“, fragt Herodes seine Berater. Ja, wer ist dieses Jesus – es ist immer wieder auch eine Anfrage an uns. Lassen wir heute einfach einige Gedanken zu und bitten wir


dass wir dich sehen, Jesus:

ein Kind in seiner Familie, Vater, Mutter, Geschwister -

neugierig bist du und wohl auch eigenwillig

 

dass wir dich sehen, Jesus:

ein junger Mann, mit Beruf

und mit einer Sehnsucht, die ihn unruhig macht

und von zu Hause forttreibt

 

dass wir dich sehen, Jesus:

dort, wo du deine Berufung erfährst,

dort wo du hörst, wie GOTT DICH ruft, DICH

 

dass wir dich sehen, Jesus:

wie du unter den Menschen bist

immer wieder: voll Mitgefühl, heilend und gesundmachend

das Himmelreich ist nahe, sagst du

 

dass wir dich sehen, Jesus:

wie du mehr willst als nur Gesetzesfrömmigkeit,

wie du vom Vater im Himmel sprichst, Barmherzigkeit einforderst, Güte und Verzeihen

 

dass wir dich sehen, Jesus:

wie du in deiner Kompromisslosigkeit scheiterst,

Todesangst und Todesurteil,

ob du wartest, dass Gott dich rettet?

 

dass wir dich sehen, Jesus: ein Ostermorgen, ein leeres Grab

und doch unsere ganze Hoffnung

Zuversicht über den Tod hinaus.

 

Ja um das bitten wir dich: lass uns dich sehen, immer wieder, mit neuen Augen, mit neuer Sehnsucht und mit neuem Glauben. Amen

Dienstag, 22. September 2026

Fürbitten 23.9 nicht so viel mit mir herum schleppen

 


23.9.2026 Lk.9.1  nehmt nichts mit auf dem Weg    

Zwei Gedanken gibt uns heute das Evangelium mit. Jesus sendet seine Jünger, das heißt, er sendet UNS hinaus in den Alltag: Frieden sollen wir bringen, Versöhnung, heilsam sollen wir für andere sein. ABER sagt Jesus auch: „nehmt nichts mit auf den Weg, „keine Vorratstasche, kein Brot, kein Geld ….“ Wobei Jesus auch noch hinzufügt, drängt euch nicht auf. Dort, wo man euch nicht haben will, dort „schüttelt den Staub von euren Füßen“  Ja, das ist auch wichtig: Mit Macht und Zwang soll gar nichts gehen. Wie aber nehmen wir das Leben in Angriff  OHNE allem: keine Absicherung, kein Sicherheitsnetz? Wir alle müssen unser Leben planen, sind verantwortlich für andere. Ganz so radikal also werden die meisten von uns nicht leben können. Aber vielleicht wäre es schon hilfreich, wenn wir wenigstens ein wenig von dem zurücklassen, was letztlich doch nur Ballast ist.  bitten wir heute:

Mach uns frei - von dem vielen Unnötigen, das wir Tag für Tag anhäufen, von der Sammelwut, von dem nicht loslassen können von so viel Kleinkram

 

Mach uns frei - Vom engen planen Tag um Tag, von den vielen Terminen, vom ängstlichen Vorausschauen, vom kleinlichen Einteilen unserer Zeit.

 

Mach uns frei - Von dem, was uns die anderen oft aufbürden, was wir uns nicht getrauen, abzulehnen, die Angst übergangen zu werden und unwichtig zu sein.

 

Mach uns frei - Von der Ängstlichkeit, es anderen nicht recht zu machen, nicht perfekt zu sein, hinter den eigenen Erwartungen zurückzubleiben

 

Mach uns frei - Von all dem, weswegen wir uns für wichtig halten, weswegen wir glauben, unabkömmlich, unersetzbar zu sein

 

Mach uns frei - Von der Angst im Leben zu kurz zu kommen, von der Angst, zu den Verlierern zu gehören, auch vor der Angst, nicht von allen geliebt zu.

 

Und vor allem bitten wir – mach uns Frei - Mach uns frei FÜR neue Begegnungen, für neue Eindrücke, für neue Wege – mach uns Freitag innezuhalten und immer wieder Abstand zu gewinnen

 

 

Du guter Gott. wir vermögen mehr, als wir uns oft zutrauen. Gib uns Kraft und Mut, das zu leben, was wir uns ersehnen. Du aber bist es, der vollenden wird,

was wir immer wieder, jeden Tag neu, versuchen.  Amen

 

 

Montag, 21. September 2026

Fürbitten 22.9 Schwierige Kinder - auch Jesus?

 


22.9.2026 Lk.8.19   Deine Mutter steht draußen

Wie oft hört man von schwierigen Kindern. Nicht einmal ihre Mütter finden dann noch Zugang zu ihnen. War auch Jesus für seine Mutter ein schwieriges Kind, ein schwieriger, junger Mann? Maria hat es sicher nicht einfach mit Jesus gehabt. Sie war nicht von allem Anfang an die himmlische Mutter Gottes - vieles an ihrem Sohn muss sie verwirrt haben. Im Evangelium wird heute berichtet, dass Mutter und Brüder einmal zu Jesus kamen, ihn aber wegen der vielen Menschen um ihn nicht erreichen konnten. Auf ihre Bitte, er möge zu seiner Familie kommen, reagiert Jesus nicht.  Vielmehr sagt er zu den Menschen, mit denen er beisammen ist: "Die, die mich verstehen, die mir zuhören, die sind meine Familie, die sind mir Mutter und Brüder". Seine Mutter lässt er ungerührt vor der Türe stehen 

Bitten wir heute

dass wir Jesus nicht nur verklärt sehen, sondern auch seine Ecken und Kanten

dass wir das Ungewöhnliche, das Provokante, dass so ganz Andere an Jesus wahrnehmen und uns damit auseinandersetzen

dass wir immer wieder und viel mehr auch an das menschliche Leben von Jesus und Maria denken - dass wir uns aus diesem Leben Geduld abschauen, Toleranz, einen langen Atem für alles, was wir selbst nicht gleich verstehen

dass Jesus „nachfolgen wollen“ auch heißt: in Kauf nehmen, dass wir selbst auch bisweilen für andere Menschen schwierig erscheinen

bitten wir für alle Eltern, die auch so manches an ihren Kindern nicht verstehen, die oft Angst haben, ganz den Kontakt zu verlieren

bitten wir, dass Eltern ihren Kindern Freiheit und Vertrauen einräumen, dass sie ihnen nicht ihre eigenen Vorstellungen vom Leben aufzwingen wollen

bitten wir für die jungen Menschen, dass auch sie Geduld mit Erwachsenen und Älteren haben, dass es von beiden Seiten Verständnis und Toleranz füreinander gibt  

bitten wir ganz besonders für die Kinder und Jugendlichen, die als besonders schwierig gelten, Kinder, mit denen selbst Erwachsene sich schwer tun, Kinder, die sich an keine Regeln halten

und bitten wir, dass wir mit dem Blick auf Jesus auch Geduld und Respekt vor allen Menschen haben, die aus dem Rahmen fallen, die nicht angepasst sind, die ihren eigenen Weg gehen und für uns unverständlich sind  

Du guter Gott, irgendwie sind wir wohl alle - jeder und jede auf unsere eigene Weise - schwierige Menschen:  so bitten wir dich:  begleite uns durch alle Höhen und Tiefen, auf allen Umwegen und Irrwegen unseres Lebens: denn sie alle führen zu dir. Amen

 

 

 


Sonntag, 20. September 2026

Fürbitten 21.9. WAS ist MEIN BEITRAG für diese Welt

 


 21.9.2026 Hl. Matthäus  Berufung   Mt.9.9 Das BESONDERE in mir spüren 

Es ist ein Kirchenfest, das heute gefeiert wird – das Fest des hl.Matthäus. Matthäus wird in sämtlichen Apostelverzeichnissen angeführt. Er ist jener Zöllner mit Namen Levi, den Jesus von der Zollstelle weg zu sich ruft. Zöllner waren bei den Juden äußerst unbeliebt, weil sie mit den Römern zusammenarbeiteten und sicher oft mehr Geld kassierten, als notwendig war. Ausgerechnet ihn fordert Jesus auf: „Komm, geh mit mir“. Matthäus tut das tatsächlich und er gibt für diesen Jesus auch noch ein großes Fest, zu dem noch viele andere Zöllner und Menschen eingeladen wurden, die von der feinen jüdischen Gesellschaft nicht geschätzt waren. Wieder ein Vorwurf mehr, den man Jesus macht. Aber Jesus sagt dort, und wir hören es heute im Evangelium: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten“. Das Fest des hl.Matthäus will grundsätzlich etwas über Berufung aussagen, wie es zuvor auch Paulus im Epheserbrief schreibt: Jeder von uns hat eine ganz eigene Berufung, die er der „Kirche“, der Gemeinschaft der Christen, zur Verfügung stellen soll. Aber natürlich auch der ganzen Gemeinschaft, der Gesellschaft. So bitten wir

Lass uns erkennen, worin unsere besonderen Begabungen liegen, gib uns den Mut, das zu leben, was wir als Sehnsucht in uns tragen

Gib uns die Courage immer wieder aus Alltag und Routine auszubrechen, dass wir offen und neugierig bleiben – wer weiß, auf welche Art und Weise uns Jesus ermuntert, unsere Begabungen einzusetzen

Hilf auch, dass wir uns auf ganz Unbekanntes einlassen, dass wir unbefangen und offen sind für neue Menschen und neue Gedanken

Zeige uns, wie wir unsere Begabung, unsere Berufung für andere nützlich machen können

Bitten wir, dass wir niemand als „unwürdig“ aus unseren Gemeinschaften ausschließen, dass wir niemanden abqualifizieren, dass wir niemand den guten Willen und das gute Mensch-sein absprechen. Dass wir uns immer wieder fragen, "wie würde Jesus handeln"

Dass gerade auch die Kirche Menschen nicht aus der Nähe Jesu ausschließt – wer weiß, wen Jesus heute ruft – den die Amtskirche nicht für anständig genug hält

Bitten wir, dass wir Jesus dort suchen, wo Menschen uns brauchen, dass wir im Vertrauen leben können, ganz gleich, was jeder Tag an Herausforderung mit sich bringt

Guter Gott. Jede und jeden von uns berufst Du auf eine besondere Weise. Lass uns erkennen, an welchem Platz du uns brauchst und mach uns Mut, dort unser Bestes zu geben. Das bitten wir im Vertrauen auf Jesus.  Amen.

Samstag, 19. September 2026

Fürbitten Sonntag 20.9. um Schutz und Förderung für alle Kinder dieser Welt

 


20.9.2026 internationaler Weltkindertag 

Auch in Österreich wird heute der internationale Weltkindertag begangen. Die Uno stellt ihn unter das Motto: „Starke Kinder – starke Zukunft“. Das ist ein Slogan, der die Hoffnung und die Forderung ausdrücken soll, dass alle Kinder dieser Welt unter gerechten Verhältnissen aufwachsen dürfen, rundum behütet und gefördert. Die Zukunft soll ihnen offenstehen, nicht eingeschränkt durch Armut oder Herkunft. Nur zu gut wissen wir, wie es in der Realität aussieht. Sogar in Österreich ist jedes 5.Kind von Armut betroffen – schon seit langem wird eine Kindergrundsicherung gefordert. Orientieren wir uns heute an einigen Punkten der UNO Kinderrechtskonvention, nehmen wir sie als Anliegen in unsere Fürbitten

Jedes Kind hat das Recht auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit, medizinische Versorgung, sauberes Trinkwasser und vollwertige Nahrungsmittel. - 

Guter Gott – wir bitten darum

Jedes Kind hat das Recht auf Schutz vor Gewalt in jeglicher Form. Dazu zählen neben körperlicher Gewalt auch seelische Gewalt, Vernachlässigung und schlechte Behandlung.

Jedes Kind hat das Recht auf staatlichen Schutz vor sexuellem Missbrauch und sexueller Ausbeutung.

Jedes Kind hat das Recht auf Bildung. Dazu zählen u.a. der kostenlose und verpflichtende Besuch einer Volksschule sowie der freie Zugang zu verschiedenen Formen weiterführender Schulen.

Jedes Kind hat das Recht auf Ruhe, Freizeit, Spiel und aktive Erholung sowie kulturelle und künstlerische Teilhabe.


So bitten wir heute ganz besonders für die unzähligen Kinder in den Kriegs- und Krisengebieten der Erde, wir bitten für die Kinder in all den Teilen der Welt, die mit Hunger, Armut und leben, wir bitten aber auch , dass Kinder nicht von sozialen Netzwerken manipuliert werden, bitten wir für alle kranken Kinder und beten wir für die, die als extrem schwierig gelten und sich schwer mit Regeln und Gesetzen tun. Sie alle bringen wir im Gebet und in unseren Bitten zu Dir, Amen