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Freitag, 6. März 2026

FASTEN 17

 


Sich nicht dümmer stellen als man ist

obwohl:


"In jede Gesellschaft gehört ein Idiot, 

der die naiven Fragen stellt, 

vor denen man selbst zurückschreckt." 

Mark Twain


Donnerstag, 5. März 2026

Fürbitten 6.3. Verraten und verkauft ....

 


6.3.2026  Gen. 37.3  Josef und seine Brüder  -Weltgebetstag der Frauen  

In der 1.Lesung hören wir heute einen kleine Ausschnitt aus der Geschichte von „Josef und seinen Brüdern“. Diese dramatische Erzählung ist zu einer klassischen Geschichte der Weltliteratur geworden. Nicht zuletzt Thomas Mann hat den Stoff in seiner berühmten Roman Tetralogie bearbeitet. Es geht um einen jungen Mann, Joseph, er ist der jüngste einer Schar von Brüdern und der Liebling seines alten Vaters. Die Brüder aber hassen ihn. Aus Eifersucht, Neid, Geld-Gier und Missgunst begehen sie fast einen Bruder Mord – letztlich aber verkaufen sie Joseph als Sklaven, der Vater soll glauben, wilde Tiere hätten Joseph getötet. Dieser Joseph wird aber dann in Ägypten zur rechten Hand des Pharao, und in dieser Funktion kann er Jahre später seine Brüder und sein Volk aus einer Hungersnot retten. Heute geht es um den Verrat an Joseph, um das Verbrechen der Brüder an einem Schuldlosen. Die Geschichte soll natürlich auch auf Jesus hindeuten, auch er wird verraten und verkauft. Was uns das alles angeht?  Bedenken wir und bitten wir heute in Stille, dass wir manches weder gut machen dürfen 

Habe auch ich jemand „verraten und verkauft“ - Weil mir ein guter Witz mehr wert war als die Würde des Anderen

Habe auch ich jemand verraten und verkauft . Weil ich die Fehler eines anderen aufgedeckt habe, vielleicht um mich selbst wichtig zu machen und in einem guten Licht dazu stehen?

Habe auch ich jemand verraten und verkauft - Weil ich schlecht über jemand geredet habe, auf den ich vielleicht nur neidisch bin?

Habe auch ich jemand verraten und verkauft  - Weil ich weiter getratscht habe, was mir jemand als Geheimnis anvertraut hat?

Habe auch ich jemand verraten und verkauft - Weil ich eine wichtige Information nicht weiter gegeben habe

Habe auch ich jemand verraten und verkauft - Weil ich lieblos und respektlos über ihn rede

Heute wird auch der jährliche Weltgebetstag der Frauen begangen. Unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last“ richtet sich der Blick auf das westafrikanische Land Nigeria, wo die Menschen besonders unter Gewalt und Armut leiden. Bitten auch wir für alle Anliegen besonders der Frauen in diesem Land.

 

Und bitten wir jeden Tag wieder um ein Ende des Krieges im Nahen Osten, so wir wir auch für die Ukraine und alle anderen Konfliktgebiete unserer Welt beten. Du guter Gott; schenke Frieden. Amen

FASTEN 16

 


Enttäuschungen 

nicht nur locker wegstecken

NEUES dabei lernen


"Lebensklugheit bedeutet:  alle Dinge möglichst wichtig, 

aber keines völlig ernst nehmen".  Arthur Schnitzler

 

"Es trifft gewiss zu, dass die Hoffnung eine Gnade ist. Aber fraglos ist sie eine schwierige Gnade. Sie fordert zuweilen unsere Bereitschaft, auch im Scheitern eine Chance zu sehen, in der Niederlage eine neue Möglichkeit. Vielleicht ist die Hoffnung die letzte Weisheit der Narren". Siegfried Lenz

Mittwoch, 4. März 2026

Fürbitten 5.3. Der arme LAZARUS: er braucht uns heute mehr denn je

 


5.3.2026  Lk.16.19 Der satte Reiche und der arme Lazarus

Die Geschichte, die wir heute im Lukas Evangelium hören, (und die Geschichte ist nur dort überliefert) diese Geschichte ist ein Klassiker der Weltliteratur geworden: Jesus erzählt die Parabel vom reichen Mann und vom armen Lazarus. Der Reiche ist sehr sehr reich, er ist hartherzig und mitleidlos, die Armen vor seiner Türe kümmern ihn nicht – dort, vor seinem Haus liegt der arme Lazarus, halb verhungert, von Geschwüren bedeckt. Als beide sterben, kommt der Reiche in die Unterwelt, wo er von Schmerzen gepeinigt wird – der arme Lazarus aber wird von den Engeln zu Abraham getragen und lebt nun im Paradies.  Dem armen, im Leben geschundenen, ausgebeuteten Lazarus geht es dann gut. Wer gläubig ist, kann sich so ein happy end vorstellen: IRGENDWANN wird es dann ja wenigstens Gerechtigkeit für den Armen geben!!???? Aber wenn es nur DIESES Leben gäbe? Den meisten von uns geht es JETZT gut. Natürlich, wir können nichts dafür, dass wir in den reichen Teil der Welt hinein geboren worden sind. Viele von uns tun auch gar nicht so wenig, um wenigstens mit Spenden Armut lindern zu helfen. Denn die Hilfe für die Armen, wir wissen es, ist die NAGEL-Probe unseres Christseins. So bitten wir heute

dass wir zunächst einmal Tag für Tag dankbar dafür sind, dass wir selbst in Wohlstand und Frieden leben dürfen – dass wir uns bewusst sind, wie privilegiert wir leben

Dass wir selbstverständlich und hilfsbereit auf die Not anderer reagieren – dass uns die Katastrophe und die Not anderer nicht kalt lässt.

Dass wir bewusst zu einem gesellschaftlichen Klima beitragen, in dem es selbstverständlich ist, hilfsbereit auf die Not anderer zu reagieren – dass wir Flüchtlinge, Migranten und Arme nicht als Bedrohung wahrnehmen

Dass wir aber immer wieder auch darüber nachdenken, wie sehr wir an Sicherheit und Wohlstand hängen, wie viele Abhängigkeiten es da noch gibt

Bitten wir, dass wir auch die Not in unserer nächsten Umgebung sehen, wo es oft nicht finanzielle Unterstützung braucht sondern einfach DA-Sein für einen anderen und sich Zeit nehmen – denn immer gibt es Menschen die wie Lazarus förmlich verhungern, weil sich niemand um sie persönlich kümmert und annimmt.

bitten wir, dass wir aber auch den geschundenen Lazarus in uns selbst sehen: dieses kleine Ich, das oft so armselig ist, so ausgehungert nach Liebe und Zuwendung. Dass wir die Freundlichkeiten anderer dankbar annehmen können. Dass wir zu uns selbst gut sind, dass wir uns ganz bewußt jeden Tag etwas Gutes tun.

Du guter Gott. Wir sehen eine Welt, die ungerecht und grausam ist.  Lass uns hilfreich sein, wo immer WIR es mit unseren Fähigkeiten können. Darum bitten wir im Namen Jesu. Amen

FASTEN 15

 

Ja, auch das kann man üben - 

im Zweifelsfall

das Bessere  annehmen


"Humor und Geduld sind Kamele,
mit denen wir durch jede Wüste kommen." 

Phil Bosmans

Dienstag, 3. März 2026

Fürbitten 4.3. Gib du Gott acht auf uns

 

4.3.2026 Jer.18.18  Gib acht auf mich   

„Gib du Herr acht auf mich“, fleht der Prophet Jeremia, wir hören es heute in der ersten Lesung. Das Leben ist voller Situationen, in denen es hilfreich wäre, wenn man daran glauben könnte, dass Gott uns hört und uns hilft. Glauben wir daran? Leicht ist es nicht immer. Bitten wir heute für alles, was uns Sorge macht

Wir bitten für alle Menschen im Krieg, wir denken in diesen Stunden besonders an die Menschen im Nahen Osten – an alle die schuldlos zum Opfer in Konflikten werden, auf die sie gar keinen Einfluss haben.

So bitten wir auch für die Menschen in der Ukraine und wir bitten für alle, die etwa auch in Afrika schwer von lokalen Kämpfen und Konflikten betroffen sind.

„Gib du Gott acht auf mich“ – so bitten wir auch für alle, die wegen ihrs Glaubens oder ihrer politischen Überzeugung verfolgt werden

Wir wollen immer wieder vor allem für die bitten, die niemand haben, der in ihrem Namen bitten und beten kann – und wir bitten wir für alle, die schwer krank sind und viel Kraft und Hoffnung brauchen

 

Im Evangelium heute sagt Jesus: wer Erster sein will, soll Diener aller sein. So bitten wir heute auch  für alle Männer und Frauen, die in unserer Stadt, die in unserem Land der Öffentlichkeit dienen

die unsere Straßen kehren, den Müll entsorgen,

die Öffis lenken, die mit Taxis und Krankenwagen fahren

die Menschen, die in Spitälern und Altersheimen arbeiten

und für alle,  deren Einsatz für Andere so oft unbedankt bleibt

 

Du guter Gott, segne ihre Arbeit für uns – und gib acht auf uns alle, wir selbst fühlen uns oft so sehr hilflos. Amen

FASTEN 14

 


FASTEN: NEIN SAGEN 

aber nicht nur bei der süßen Verführung

NEIN sagen lernen, 

auch wenn mir etwas zu viel wird



"Wer sich entschließen kann,
besiegt den Schmerz"


Leonore in Goethes Torquato Tasso


Montag, 2. März 2026

Fürbitten 3.3. SCHEINHEILIG? ICH?

 

3.3.2026 Mt.23.1  gegen die Pharisäer

Um eine besondere Form der Heiligkeit geht es heute im Evangelium. Um die Schein – Heiligkeit. An sich hören wir eine Scheltrede Jesu gegen einige Schriftgelehrte und Pharisäer: Ihnen wirft Jesus vor, die Menschen mit unzähligen Geboten, Gesetzen und Vorschriften zu belasten – während sie selbst ganz anders leben. Nach außen hin seien sie fromm, sie fühlten sich auch als etwas viel Besseres als die anderen Leute – aber alles ist nur Getue und Gerede. Für Jesus ist diese nach außen hin strenge Wohlanständigkeit ein Gräuel – aber trifft sein Vorwurf nur die Pharisäer seiner Zeit? Alle Bibelstellen sollten wir immer so lesen, als würde Jesus letztlich auch zu uns sprechen, ja ZU MIR! Bitten wir heute – ganz bewusst in der ICH FORM

 

Jesus hilf mir, - dass ich mich nach außen hin nicht anders gebe, als ich in Wirklichkeit bin

hilf mir, mich selbst zu durchschauen, dass ich meine wirklichen Absichten und Motive immer wieder hinterfrage

lass mich gerade auch in der Fastenzeit keinen Wettbewerb in äußerer Frömmigkeit veranstalten

lass, dass ich mich nicht selbst mit religiösen Idealen überfordere, dass ich mir selbst nichts aufzwinge, was für mich keinen Sinn macht

bewahre mich davor, mich wichtig zu machen und Gutes zu tun, nur um dafür gelobt zu werden

lass mich kritisch prüfen, ob ich es wirklich GUT mit jemand meine, oder mich nur wichtig machen will

hilf mir, dass ich andere nicht mit meinen Vorstellungen und Anforderungen überlaste

hilf mir, dass ich nicht verdrossen und missgünstig bin, sondern lebensfroh, gütig und zuversichtlich

bitten wir, dass auch all die Menschen, die eine Funktion in der Kirche haben, nicht mit einer doppelten Moral leben oder leben müssen - 

und bitten wir, dass kirchliche Vorschriften Menschen nicht verurteilen und niederdrücken sondern ihnen vielmehr Mut und Trost fürs Leben geben

 

Du guter Gott, lass uns wahrhaftige und authentische und vor allem gütige und barmherzige Menschen sein. Das erbitten wir durch Jesus unseren Herrn und Bruder Amen

 

EVANGELIUM

Mt 23, 1-12

In jener Zeit wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger und sagte: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt.

Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen.Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen. Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben, und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi - Meister - nennen.

Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus.

Der Größte von euch soll euer Diener sein.

Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden“.

 

https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2024-02-27


FASTEN 13

 


Zweite Woche - 

reicht die Geduld eh noch ?


Ich wohne
im Land des Habens
im Land der Blindheit
im Land des Egoismus
im Land des Hasses
im Land der Unfreiheit
im Land des Todes

auf dein Wort hin
will ich
den Aufbruch wagen
und in das Land ziehen
das du mir verheißen hast

Land des Lebens
will ich es nennen

(Andrea Schwarz, in: Dieselbe, Bunter Faden Zärtlichkeit

 

 

 

 


Sonntag, 1. März 2026

Fürbitten 2.3. FASTEN: einander das Leben leichter machen

 

2.3.2026 Lk 6.36, seid barmherzig, richtet nicht 

Wenn wir ehrlich sind, dann gibt es Worte von Jesus, Forderungen von ihm, die uns einfach überfordern. Etwa „Liebet eure Feinde“ – das lassen wir wohl meist nur als fromme Bitte einfach so dastehen. Was heute aber Jesus im Evangelium einfordert, das könnten wir vielleicht doch mit einigem guten Willen schaffen? Seid barmherzig, sagt er, richtet nicht, verurteilt nicht, vergebt einander. Wie sehr könnte das unser aller Leben erleichtern. Eine neue Woche beginnt, viel Gelegenheit zum üben!!! so bitten wir


lass uns „barmherzig“ sein - dass wir die Fehler der anderen nicht auf die Goldwaage legen

hilf uns geduldig und verständnisvoll zu sein

 

lass uns aufhören, zu „richten“ - dass wir uns nicht so schnell ein Urteil über Andere anmaßen

dass wir Vorurteile ablegen und auf das übereinander tratschen verzichten

 

lass uns nicht verurteilen - dass wir niemand als hoffnungslos und unverbesserlich abschreiben

dass wir alte Fehler nicht ewig aufrechnen

 

lass uns einander vergeben - dass wir aus einer Mücke keinen Elefanten machen, wenn uns etwas kränkt

dass wir nach einem Konflikt wirklich einen Schlussstrich ziehen

 

Jesus, lass aber, dass wir auch mit uns selbst barmherzig sind,  dass wir uns nicht mehr abfordern als uns guttut. Dass wir nachsichtig sind, dass wir uns vergeben, gerade auch jetzt in der Fastenzeit, wenn wir nicht all das durchhalten, was wir uns vorgenommen haben

 

mach uns vor allem großherzig  - großzügig den anderen und uns selbst gegenüber. Bewahre uns selbst vor Wehleidigkeit und Selbstmitleid, lass uns nicht unserer Gegenwart krank jammern. Hilf uns Vertrauen und Zuversicht weiterzugeben

 um all das bitten wir im Vertrauen auf deine Hilfe. Wir legen unser Leben, ir legen unsere Welt in deine Hand. Amen

 

EVANGELIUM

Lk 6, 36-38

Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas    

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

36Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!

37Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.

38Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.

2. FASTENSONNTAG - und immer wieder Krieg

 


Samstag, 28. Februar 2026

Fürbitten 2.Fastensonntag NEU - GANZ NEU : hab ich den Mut ?

 


1.3.2026  Gen.12.1 GANZ neu anfangen  Ein Segen sollst du sein Mt.17.1 Verklärung Jesu

 Um ein radikales Neu-Anfangen geht es heute in den Lesungen am 2.Fastensonntag. Im Buch Genesis hören wir, wie sich ein schon ganz alter Mensch, es ist Abraham, auf ein ganz neues Leben einlässt. Alles, was er sich aufgebaut hat, verlässt Abraham, zusammen mit seiner ganzen großen Familie und seinen Herden. Es sind Nomaden, die ins Unbekannt aufbrechen: Denn es war Jahwe, der zu Abram gesprochen hat: „Zieh fort aus deinem Land, aus deiner Heimat, aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde“. Abrahams einzige Sicherheit ist der Segen Gottes. Und auch Abraham selbst soll ein Segen sein, Jahweh sichert es ihm zu. Im Evangelium erleben wir die „Verklärung“ Jesu auf dem Berg Tabor. Die Jünger die mit ihm sind, sehen schon ein Stück Jen-seits, sie sehen einen Jesus, der wie in Licht verwandelt ist. Auch das ein Neu-Aufbruch. Eine Ahnung von etwas ganz Neuem. Die Fastenzeit will uns Mut machen, aus eingefahrenen Gleisen auszubrechen, Neues zu wagen. Bitten wir heute

Dass wir uns in jeder Lebensphase, vor allem auch im Alter Veränderung zutrauen, ein neues Denken

Dass wir auch Krisen und Schwierigkeiten als Chance sehen, dass daraus etwas Neues, Gutes entstehen kann

Dass wir dankbar sind, für neue Impulse, neue Ideen – für das auch was uns Kunst, Literatur, Musik und auch andere Religionen sagen können

Dass wir nicht aus Ängstlichkeit darauf bestehen, es müsste alles so bleiben, wie es immer schon war

Dass wir uns auch von lieb gewordenen Gewohnheiten trennen können, wenn wir sehen, dass sie uns selbst und anderen nicht mehr gut tun

Dass wir auch anderen Veränderung zu trauen - Dass wir niemand dabei entmutigen, neue Wege einzuschlagen

Und bitten wir nicht zuletzt: dass wir auch an den Frieden glauben - trotz einer Realität, die uns alle niederdrückt

 

Du guter Gott, lass uns wie Abraham neu aufbrechen aus aller Gewohnheit und Routine: gib uns Freude am Neuen und gib uns Selbstvertrauen. Mit Jesus lass uns ein Stück von einem neuen Himmel und einer neuen Erde sehen. Amen



Die Abraham-Erzählungen spielen nach der biblischen Chronologie im zweiten Jahrtausend v. Chr. (ca. 19./18. Jh. v. Chr.). Die Überlieferungen über Abraham sind jedoch sämtlich erst in viel späterer Zeit entstanden bzw. verschriftlicht worden. Daher ist es aufgrund der Quellenlage unmöglich, Aussagen über die historische Faktizität Abrahams zu treffen. Archäologische Funde erhellen die Lebensweise, Sitten, Rechtsbräuche und religiösen Vorstellungen des von der Bibel anvisierten Zeitraumes, bringen aber keine Evidenz für eine historisch greifbare Existenz oder Nicht-Existenz Abrahams. Die von der Bibel reflektierte Lebensweise Abrahams entspricht in manchen Punkten der außerbiblisch belegten Lebensform von sog. Randnomaden, nicht sesshaften Gruppen, die auf der Suche nach Weideland sind und bisweilen Kontakt zu sesshaften Stadtbewohnern aufnehmen bzw. selbst im Begriff sind, sesshaft zu werden. Insofern lässt sich aus außerbiblischen Quellen ein ungefähres Bild der Welt zeichnen, die die Verfasser der Abraham Erzählungen vor Augen hatten. Allerdings liegt ihnen nicht an einer möglichst korrekten Einbettung Abrahams in diese Welt. Wenn sie dem Ahnvater z.B., um seinen Wohlstand zu veranschaulichen, den Besitz von Kamelen zuschreiben, handelt es sich um eine Rückprojektion aus späterer Zeit. Das Kamel ist erst weit nach 1000 v. Chr. als Lasttier verwendet worden.

https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/abraham-2/ch/daa65e3f6a4e42683cfef1808bb73fb1/

 

 



FASTEN 11

 

Auf das achten
was ich tun KÖNNTE


"Wo kämen wir hin,
wenn alle sagten,
wo kämen wir hin,
und keiner ginge, um zu sehen,
wohin wir kämen,
wenn wir gingen." 

Kurt Marti

 

Freitag, 27. Februar 2026

Fürbitten 28.2 mein Vertrag mit Gott?

 


28.2.2026 Dtn.26.16  Vertrag mit Gott  Mt.5.43 Liebt eure Feinde

Wie eine Sitzung beim Notar liest sich heute die erste Lesung aus der hebräischen Bibel (wir nennen sie Altes Testament) Es wird ein Vertrag geschlossen zwischen dem Volk der Israeliten und dem Gott Jahwe, es ist ein Vertrag zwischen Gott und Mensch. Ganz nüchtern abgefasst. Auf der einen Seite der Mensch, der sich verpflichtet in der Einhaltung aller Gebote Gottes Eigentum zu werden – und auf der anderen Seite Gott selbst, der verspricht ein Gott mit uns zu sein. Im Evangelium erweitert Jesus die Vertragsklauseln radikal. Über die 10 Gebote hinaus stellt er sein Gebot der Feindesliebe. So fügen wir in diesen Vertrag auch alle unsere Erwartungen

 

sei uns kein Gott, der uns mit Ängsten und Verboten quält 

sei uns kein Gott, dessen Strafe wir auf Schritt und Tritt fürchten müssen

 

sei uns kein Gott, der uns nur prüfen und in Versuchung führen will

sei uns kein Gott, vor dem wir uns verbiegen und ducken müssen

 

sei uns kein Gott der Autoritäten und Hierarchien, der Bücher und Lehrmeinungen

sei uns kein Gott, der unsere Freude aufs Jenseits vertröstet

 

Lass, dass wir alle Freude in Dir finden, Gott - Dass wir aber auch allen Schmerz und alles, was wir nicht verstehen, im Vertrauen auf Dich annehmen können

 

Hilf, dass wir ohne Angst in der Freiheit der Kinder Gottes leben können - dass wir aber auch alle anderen Menschen frei geben und sie nicht ängstlich an uns binden

 

lass, dass wir das Eins-sein mit Dir erfahren dürfen - Dass alles, was wir tun, Liebe und Gebet ist, weil es dich meint, - auch die vielen banalen Dinge  die wir gerade auch heute wieder tun werden

 

Im Evangelium erweitert Jesus die Vertragsklauseln radikal. Über die 10 Gebote hinaus stellt er sein Gebot der Feindesliebe. So bitten wir, dass es auch uns gelingt über die äußere Einhaltung von Gesetzen und Verboten zum innersten Kern vorzustoßen: zur Liebe. Auch wenn wir nicht wissen, wie das gehen soll: hilf uns, unsere Feinde zu lieben. Amen

 

 

FASTEN 10

 

immer wieder

 MUT 

zu EINFACHEN LÖSUNGEN


LAUF´ NICHT, GEH´ LANGSAM: / 

Du musst nur auf dich zugehn! / 

Geh´ langsam, lauf´ nicht, / 

denn das Kind deines Ich, das ewig / 

neugeborene, / kann dir nicht folgen!    Juan Ramóm Jiménez