28.6.2026 Mt.10.37 wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt
Es ist Sonntag, für die meisten ein entspannter freie Tag - man will den Kopf frei haben von allem, was sonst im Alltag belastet. Will man dann ein Evangelium hören, wie das heute am sogenannten 13. Sonntag im Jahreskreis? Vom Kreuztragen spricht Jesus, „Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert.“ und wir hören den Satz: „Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren?“ Hätte man nicht Sehnsucht nach leichteren Worten und Gedanken. Und doch wissen wir, jeder aus persönlicher Erfahrung, dass es dieses „Kreuz-tragen“ gibt – ob wir wollen oder nicht. Gerade die furchtbare Hitzewelle in der wir jetzt stecken, führt viele an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Ganz abgesehen von all den internationalen Krisen und Katastrophen. So bitten wir heute:
für die Opfer der verheerenden Erdbebenkatastrophe in Venezuela, zehntausende Menschen stehen vor dem Nichts, so viele Tote, Schwerverletzte, vielleicht können wir wenigstens mit einer Spende helfen
wir bitten für alle, die in diesen extremen Hitzetagen besonders leiden, für die Kranken und die alten Menschen, für alle, die in Spitälern und Pflegeheimen Hilfe leisten
wir denken hilflos an die Opfer und die Betroffenen in den Kriegs- und Krisengebieten, welches „Kreuz“. welches Leid lastet auf diesen Menschen
wir bitten nicht zuletzt für uns selbst, dass wir immer besser in Geduld und Vertrauen lernen, die Herausforderungen in unserem Leben anzunehmen - dass wir Geduld mit uns selbst haben, und dass wir uns auch zugestehen, Hilfe zu brauchen
dass wir die richtige Balance finden zwischen „Schmerzen ertragen“ und etwas dagegen tun - dass wir uns niemals krampfhaft etwas zum „Kreuz tragen“ suchen
dass wir vor allem auch aufmerksam sind für das Kreuz, die Sorgen und die Ängste Anderer
und bitten wir, dass uns die Freude am Leben trotz aller Sorgen nicht verloren geht, dass wir umso dankbarer die unbeschwerten Tage
Du guter Gott, immer wieder brauchen wir eine Extra
Portion Kraft zum Leben. Immer wieder stehen wir vor Entscheidungen, die uns
viel abverlangen. Lass uns daran glauben, dass das Kreuz unseres Lebens keine
Sackgasse ist und dass wir dir rückhaltlos vertrauen dürfen. Das bitten wir
dich durch Jesus, mit dem wir auf dem Weg sind. amen.










