26.4.2026 Joh 10.1 Guter Hirte Weltgebetstag für geistliche Berufe - 40. Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl
"Der Herr ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. / Er lässt mich lagern auf grünen Auen, er führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Meine Lebenskraft bringt er zurück. Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil".
Für viele Christen ist das wohl ein
Lieblingsgebet, der Psalm 23 – der heute am 4.Ostersonntag auch in der Liturgie
gebetet wird. Es ist der Sonntag vom Guten Hirten, weil das Johannesevangelium darüber
berichtet, dass sich Jesus selbst als den guten Hirten bezeichnet hat. Er ist
der, der sich um jedes einzelne der ihm anvertrauten Tiere kümmert. Aus dieser
Metapher, aus diesem Satz schöpfen ganz viele Menschen Kraft und Zuversicht.
Auch wenn nur wenige von uns wohl noch einen echten Hirten kennen, wir alle
verstehen, was darunter gemeint ist.
Heute ist auch Weltgebetstag für Geistliche Berufe. Die Worte Jesu von sich selbst als „Guten Hirten“ passen natürlich perfekt dazu. Aber letztlich geht es nicht nur um Nachwuchs bei Priestern und Ordensleuten: es geht auch nicht nur um Bischöfe und den Papst als gute Hirten. Jeder, jede von uns soll ein „guter Hirte, eine gute Hirtin“ sein, verantwortlich für Andere. Und nicht zuletzt geht es im Leben von uns allen um das, was wir im letzten Satz des Evangeliums heute hören: „sie sollen das Leben haben und es in Fülle haben“. Bitten wir heute
Dass wir in dieser herausfordernden Zeit ganz besonders erkennen, wie sehr wir füreinander verantwortlich sind, wie sehr wir füreinander einstehen sollen
Dass wir als Christen eine Kultur des Mutes und der Zuversicht leben, nicht eine Kultur der Angst und der Ängstlichkeit. Dass wir uns nicht über-fordert fühlen, sondern ge-fordert
Dass wir in unserem Alltag „Gute Hirten und gute Hirtinnen sind“, dass wir behüten, begleiten und bewahren können, was uns anvertraut ist.
Dass wir immer besser erkennen, was es heißt, das Leben in Fülle haben. Dass wir uns getrauen das Leben durch und durch zu genießen, dass wir nicht in ständiger Askese leben müssen
Dass wir auch unsere Sehnsüchte erkennen, dass wir bereit sind, uns auf Neues einzulassen, im Blick auf den Guten Hirten, der uns begleiten wird
Dass wir im Vertrauen auf Jesus aber auch all das annehmen können, was uns schwerfällt, was unverständlich und manchmal vielleicht auch un-erträglich zu sein scheint.
Bitten wir, dass immer wieder Menschen die Freude daran finden, sich auf eine besondere Lebensform in der Nachfolge Jesu einzulassen. Bitten wir aber auch, dass Priester und Ordensleute nicht mit Idealvorstellungen überfordert werden und dass es den Mut auch für Frauen als Priesterinnen gibt
Heute ist auch der 40-Jahrestag der schrecklichen Atomkatastrophe von Tschernobyl, denken wir an die vielen Opfer, die es noch jahrelang danach gab und gibt – bitten wir, dass rundum neuen Technologien nicht zum Schaden der Menschen eingesetzt werden







