30.4.2026 Joh.13.16 einander dien-lich sein
„Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte“.. so beginnt heute das
Evangelium. Der Text bezieht sich auf das sogenannte „Letzte Abendmahl“, den
Abend vor dem Tod Jesu - aber heute denken wir nicht an
Gründonnerstag, sondern wir bekommen auch 4 Wochen nach Ostern einmal mehr gesagt:
Schaut hin, so macht es Jesus. Er wäscht seinen
Freunden, ja sogar seinem Verräter die Füße, Jesus macht sich klein, er ist wie
einer, der dient. WIR, WIR sind da ein bissl anders. Wie oft
müsste es da am Ende eines Tages heißen „Nachdem ICH den anderen wieder einmal
gründlich den Kopf gewaschen habe…“ Denn dazu fühlen wir uns ja so oft
verpflichtet: Dinge richtig stellen, - den Anderen auf die Sprünge helfen - mal
sagen, wie es wirklich geht,- sich nicht für dumm verkaufen lassen – sich
durchsetzen –Diese zärtliche Demut Jesu, sich klein zu machen für
seine Freunde - noch dazu auch für einen, der einen bald verraten wird....
werden wir jemals zu so etwas fähig sein? Üben wir es heute wenigstens mit
Güte und Geduld. So bitten wir
Dass wir uns klein machen können, um anderen gut zu
tun
dass wir den Menschen, die mit uns leben, das Leben
leichter machen
dass wir uns umschauen, wo andere Nähe und
Zärtlichkeit brauchen
dass wir nicht von oben herab mit anderen umgehen,
sondern wenigstens auf Augenhöhe
dass wir uns selbst nicht so wichtig nehmen und
auch „niedere“ Arbeiten annehmen
dass wir aufhören in „oben“ und „unten“ zu
denken, dass wir uns selbst in anderen sehen
dass wir aber auch bereit sind, von anderen Nähe
und Zärtlichkeit anzunehmen
dass wir jeden Tag dankbar sind, für die vielen
Hilfeleistungen im Kleinen, die auch wir erfahren, und wenn es nur die
geleerten Mistkübel und die sauberen Gehsteige sind.
Du guter Gott, Nein, wir müssen nichts tun, was
über unsere Kräfte geht, aber hilf uns, einander gut zu sein und füreinander da
zu sein, mit Güte und Geduld. Amen




