ja, auch beim Fasten ist das so,
Schritt für Schritt
jeder Schritt wie ein neuer
Schritt
"Die einzige Freude auf der Welt ist das Anfangen.
Es ist schön zu leben, weil Leben anfangen ist,
immer,
in jedem Augenblick" Cesare Pavese
ja, auch beim Fasten ist das so,
Schritt für Schritt
jeder Schritt wie ein neuer
Schritt
"Die einzige Freude auf der Welt ist das Anfangen.
Es ist schön zu leben, weil Leben anfangen ist,
immer,
in jedem Augenblick" Cesare Pavese
26.3.2026 Gen 17.3. Gott schließt einen Bund mit Abraham
Es scheint eine naive Geschichte zu sein, die wir heute in der ersten Lesung aus der jüdischen Bibel hören. Gott schließt einen Bund mit Abraham: "Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein" – wieviel Vertrauen und Geduld braucht es, um abzuwarten, ob sich dieses Versprechen erfüllt. Und doch ist gerade im Leid und in der Unfassbarkeit für viele Gott Zuversicht und Hoffnung. Bitten wir
Lass uns vertrauen, dennoch
In einer Zeit, in der wir so viel Leid und Elend sehen
Wo so viele Menschen durch Krieg und Gewalt bedroht sind
wenn uns das Leben beginnt Angst zu machen
wenn wir Sicherheit suchen und nur Ratlosigkeit empfinden
Lass uns vertrauen, dennoch
wenn uns unsere Hilflosigkeit mutlos macht
wenn wir selbst nicht mehr genug für andere tun können
Lass uns vertrauen, dennoch
wenn wir immer wieder auch resignieren und aufgeben wollen
wenn uns auch privat Rückschläge, Krisen, Krankheit zermürben
Lass uns vertrauen, dennoch
wenn wir den Weg, den wir gehen sollen
oft nicht sehen können oder manchmal auch nicht sehen wollen.
Lass uns vertrauen und hab Geduld mit uns
Ja, guter Gott hab Geduld mit uns
weil wir immer wieder zu wenig Geduld mit dir und deiner Verheißung
haben
Du guter Gott, Tröste all die Menschen, die schreckliches Leid erfahren und verzweifelt nach einem WARUM fragen. Sei bei uns, auch in unserer Sprachlosigkeit: Heute und morgen und bis in deine Ewigkeit. Und lass uns vertrauen, wenn wir im Evangelium Jesus hören, der sagt: Wenn jemand an meinem Wort festhält, wird er auf ewig den Tod nicht schauen." Amen
Oft gar nicht so einfach
den Grantscherm in mir
nicht
rauslassen
„Wirf das
Missvergnügen über dein Wesen ab!
Verzeihe
dir dein eigenes Ich“ Nietzsche
25.3.2026 Verkündigung des Herrn der Engel, der auch in unseren Alltag kommt
Der 25.März ist für die
kirchliche Liturgie ein besonderer Tag. Genau NEUN Monate vor Weihnachten wird nämlich
das Fest
der „Verkündigung des Herrn“ gefeiert. In der Erzählung der Bibel ist das jener
Tag, an dem der Engel Gabriel zu dem Mädchen Maria kommt, um sie zu fragen, ob
sie bereit wäre, ein Kind zu bekommen. Ein Kind, das „Sohn des Höchsten“ genannt werden wird. Maria erschrickt zutiefst, sie fragt: „wie
soll denn das geschehen?“ – aber sie willigt in das eigentlich Unbegreifliche
ein. Maria sagt „JA“. Maria sagt, es soll geschehen, wie Gott es will. Bitten
wir gerade jetzt in diesen letzten Tagen der Fastenzeit
Dass es uns gelingt, das Leben mit all dem anzunehmen, was es immer wieder an Unvorhergesehen bringt – dass wir richtige Entscheidungen treffen können
Dass wir Menschen finden, die uns Halt geben - dass wir selbst hilfsbereit sind, wo immer es uns möglich ist
Dass wir erkennen, woran wir uns in schwierigen Situationen orientieren können - dass wir bereit sind, uns auf all das Neue einzulassen, was uns diese Situation abfordert
Dass wir in all dem, was auch heute auf uns zukommt, erkennen können, was Gott von MIR will – und dass es uns keine Angst macht
Dass wir stark sind, Ja zu sagen, wo es gut und richtig ist. - dass wir aber auch ehrlich genug sind, Nein zu sagen, dort, wo uns ein Ansinnen überfordert
Bitten wir vor allem auch, dass wir den Engel mit der Botschaft Gottes nicht übersehen, den es auch in unserem Alltag gibt
Und bitten wir an einem Mutter Gottes Tag wie heute auch besonders um Frieden - Bitten wir mit Worten von Papst Franziskus
Nimm an, o Mutter, unser Gebet.
lass uns im Sturm der Kriege nicht untergehen.
zeige uns Möglichkeiten und Wege der Versöhnung.
Beende den Hass, besänftige die Rachsucht, lehre
uns Vergebung.
zeige den Völkern den Weg der Geschwisterlichkeit.
Du Königin des Friedens, erbitte der Welt den
Frieden.
Amen
AN DIE VERÄNDERUNG GLAUBEN
AUCH AN DIE,
DIE MIT MIR GESCHIEHT
"Wer eine Veränderung der Verhältnisse für Unmöglich erklärt,
trägt selbst dazu
bei, sie unmöglich zu machen".
Simone de Beauvoir
"Wir streben mehr danach,
Schmerz zu vermeiden
als Freude zu gewinnen." Sigmund Freud
24.3.2026 Num 21.4 unterwegs verlor das Volk den Mut Di 5.FW
„Unterwegs verlor das Volk den Mut“ hören
wir heute in der 1.Lesung. Die Israeliten, von Moses aus ihrem Sklavenleben in
Ägypten herausgeführt, wandern jahrelang auf ihrer Suche nach dem versprochenen
„Gelobten Land“. Sie sehen das ersehnte
Ziel nicht mehr, immer wieder tauchen neue Mühseligkeiten, neue Probleme auf.
Die Menschen sind erschöpft, lieber möchten sie zurück in ihr altes Leben.
Kennen wir das nicht auch aus eigener Erfahrung! Man hat einen neuen Plan für
die Zukunft, ein Projekt, eine konkrete Vorstellung – man geht alles
optimistisch und zügig an – und dann: Stillstand. Nichts geht weiter.
Vielleicht glaubt man auch, sich verrannt zu haben. Ja und manchmal ist es auch
wirklich so: viel Energie ist in etwas investiert worden, was dann letztlich
wirklich nicht zu realisieren ist. Wie aber geht es erst Menschen, die von
Krieg und Gewalt betroffen sind! Bitten
wir heute
Für alle, die in einer verzweifelten Situation
feststecken und die nicht wissen, wie es mit ihnen weitergehen soll
Für alle, die glauben, keine Perspektive mehr in ihrem Leben zu sehen
Für alle, die sich allein gelassen fühlen und denen Schwierigkeiten über den Kopf wachsen
Für alle, denen die Kraft für den nächsten Tag fehlt
Für die vielen Menschen, die an Depressionen leiden
Bitten wir für uns selbst um einen langen Atem und Geduld – wenn wir oft den Erfolg unserer Anstrengungen nicht sehen
Bitten wir um Gelassenheit, dass wir auch Misserfolge wegstecken können
Bitten wir um Mut und Vertrauen und um Weitherzigkeit
und bitten wir um die Fähigkeit, immer wieder das Wesentliche zu sehen, das, wofür es sich lohnt, Schwierigkeiten und Durststrecken auszuhalten
Du guter Gott, sei an der Seite aller Menschen, die heute nicht wissen, wohin ihr Weg sie führen wird. Gib auch uns die Freude und die Kraft und den Mut, anzunehmen, was dieser Tag an Herausforderungen mit sich bringt. So bitten wir im Namen Jesu.Amen
ja, ganz wichtig: Loslassen -
aber wie bei allem:
auch das Hirn einschalten
"Man hat uns glauben gemacht, dass wir mit nichts enden, wenn wir loslassen.
Das Leben beweist das Gegenteil: Loslassen ist der einzige Weg zur Freiheit".
Sogyal Rinpoche tibetischer Meditationsmeister
"Etwas festhalten wollen
und dabei es überfüllen:
das lohnt der Mühe nicht.
Etwas handhaben wollen
und dabei es immer scharf halten:
das lässt sich nicht lange bewahren.
Ist das Werk vollbracht,
dann sich zurückziehen:
das ist des Himmels SINN."
Laotse
22.3.2026 Daniel 13.1 Susanna im Bade Joh.8.1 Jesus und die Ehebrecherin
Geschichten sind das heute wie in der U Bahn Zeitung. Schnell gäbe es dort auch die passenden Fotos dazu. In der 1.Lesung aus der jüdischen Bibel hören wir die berühmte Geschichte der Susanna im Bade. Eine junge Frau, sie badet nackt in ihrem Garten, wird von zwei geilen Männern überfallen, die sie zum Sex zwingen wollen. Die junge Frau wehrt sich, aber die Männer wollen sie nun öffentlich fertigmachen, so dass sie zu Tod gesteinigt wird. – Denken wir nur an unsere sozialen Netzwerke, wie schnell hier das mobbing funktioniert. „Nackte Schlampe...“ Verzweifelt ruft Susanna zu Gott – und er hilft tatsächlich Wörtlich heißt es in der Geschichte „da erweckte Gott den heiligen Geist in einem jungen Mann namens Daniel“ Und diesem Daniel gelingt es, die Schuldlosigkeit Susannes zu beweisen, nun werden die, die sie angeklagt haben, hingerichtet.
Was aber heißt das für uns. Vermutlich verleumden wir niemand, vermutlich wirft
auch keiner von uns „den ersten Stein“. ABER: den „Zeigefinger“, den benützen
wir vielleicht manchmal doch. Hinzeigen – was in unseren Augen falsch ist. Und wieviel Leid entsteht durch Tratsch … so
bitten wir heute
Für alle, denen tiefes Unrecht geschieht, für alle, oft junge Menschen, die heute Opfer von mobbing sind – dass ihnen tatkräftig und entschieden geholfen wird
Für die Frauen in unserer Gesellschaft, die so bestürzend oft Männern zum Opfer fallen, die sie als ihr Eigentum betrachten – für alle Frauen, die in der eigenen Partnerschaft in großer Gefahr sind
Bitten wir, dass Gott auch in uns seinen heiligen Geist erweckt, damit wir immer wieder für andere eintreten - dass wir immer wieder den Mut haben, gegen Unrecht und Verleumdungen aufzustehen
Bitten wir: Dass wir uns selbst an keinem Getratsche beteiligen
Dass wir
niemand öffentlich bloßstellen
dass wir nicht gar so selbstsicher in unseren Urteilen sind
dass wir nicht immer besser wissen, was für
andere gut oder schlecht ist
dass wir uns auch bewusst sind, wie oft auch noch in uns selbst Vorurteile und Vorverurteilungen stecken, gegen die wir ankämpfen müssen
bitten wir, dass wir gerade als Christen offen gegen jede Form von Diskriminierung in unserer Gesellschaft auftreten , dass wir protestieren und unsere Meinung sagen, wenn Angst vor Menschen und ganzen Menschengruppen geschürt wird
so bitten wir heute und jetzt, dass Menschenwürde und Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft bewahrt bleiben. Amen
22.3.2026 Passionssonntag Joh 11.1. 5. Die “Auferstehung” des Lazarus
Wir feiern heute den 5.Fastensonntag – liturgisch nennt man ihn den Passionssonntag, immer bewusster sollen wir an den Leidensweg Jesu denken. Wobei das Evangelium schon einen Blick über den Tod hinaus macht. Wir hören eine der klassischen Geschichten der Bibel: Die „Auferstehung“ des Lazarus. Er ist ein enger Freund von Jesus, bei ihm und seinen Schwestern Maria und Marta scheint Jesus häufig Gast gewesen zu sein. Jesus hat den Tod des Freundes nicht verhindern können. „Wenn du hier gewesen wärest, wäre mein Bruder nicht gestorben“ , sagt die trauernde Marta, aber gleichzeitig vertraut sie auf die Hilfe Jesu. Und tatsächlich: er holt seinen toten Freund Lazarus zurück ins Leben, obwohl dieser schon vor vier Tagen in einer Gruft beigesetzt worden ist. „Lazarus komm heraus“ ruft Jesus – und Lazarus kommt aus dem Grab. Es ist ein dramatischer Hinweis, dass auch Jesus selbst den Tod besiegen wird. „ICH bin die Auferstehung und das Leben“ sagt Jesus – und es ist auch uns gesagt. Aber noch ehe wir biologisch gestorben sind, gibt es viele Arten von Tod. Situationen, in denen man sich „wie tot, wie begraben“ fühlt. In der 1.Lesung aus der jüdischen Bibel ist es Gott selbst, der verspricht: “ICH hole euch aus euren Gräbern herauf“ So bitten wir:
Wie viele Menschen erwarten nichts mehr von ihrem Leben, Krankheit, Schmerzen Unsicherheit können einen lähmen. Enttäuschung und Bitterkeit kann vieles zum Absterben bringen,
darum bitten wir Jesus führ du uns hinaus ins Leben
Arm sein oder hilflos im Alter, das schneidet vom Leben ab. Keine Liebe erfahren, ausgegrenzt, nicht beachtet werden, das kann wie sozialer Tod sein - darum bitten wir
Unzufriedenheit, Kritiksucht, - Hektik und Freudlosigkeit, Andere entmutigen und kleinmachen, all das kann Leben in uns und um uns zum Erliegen bringen - darum bitten wir
die schnellen Urteile und Vorurteile, die eingefahrenen Gewohnheiten, die alten Rituale, all das, womit wir auch andere einengen - es kann fast tödlich sein - darum bitten wir
Wir wollen nicht Stehaufmanderln sein, die sich nach jedem Umfaller abputzen und tun, als wäre nichts passiert. Aber im Vertrauen auf deine Stimme die sagt „Komm heraus“ gib uns die Kraft immer wieder neu anzufangen und uns das Leben zuzutrauen. Ein Leben in Freude und Dankbarkeit - darum bitten wir
Immer wieder geht etwas zu Ende, immer wieder müssen wir loslassen. Immer wieder werden wir fragen „warum“, warum ist das und jenes passiert. Du guter Gott, lass uns all die Zeichen der Auferstehung sehen, die Du uns schon heute und JETZT schenkst und lass uns selbst im Namen Jesu Auferstehung und Leben für die Menschen mit und um uns sein. So bitten wir auch in dieser Stunde ganz besonders für alle Meschen in den Kriegs-und Krisengebieten, die jeden Tag auf neues Leben hoffen. Amen
Hin und wieder
ein paar Ausreden weniger ?
„Morgen
werde ich mich
ändern;
gestern
wollte ich es heute schon“.
Christine Busta
21.3.2026 4. FW Sa Joh.7.40 Jer.11.18
In den Texten der Lesung spitzt sich die
Situation um Jesus zu. Bei Jeremias hören wir: „ich war wie ein zutrauliches
Lamm, das zum Schlachten geführt wird.“ Im Evangelium ist für die Schriftgelehrten der Tod Jesu eine
beschlossene Sache, auch wenn man sich noch nicht getraut, ihn festzunehmen. - Viele Menschen leben in einer Situation,
die sie als bedrohlich und aussichtslos empfinden. Bitten wir heute besonders
für sie
für alle Menschen in Kriegs und
Krisengebieten, die nur hilflose Opfer und Spielball politischer Kräfte sind
für Menschen in schwerer Krankheit und ihrer Angst vor dem Tod
für alle, die sich als gescheitert ansehen, für alle, die keinen Ausweg sehen
für die Jungen, die kaputt sind von Aggression und Alkohol und Drogen
für die Alleingelassenen, für die Einsamen, für die Verbitterten
für alle, die auch hier bei uns immer die Erfahrung von Armut und Ausgegenzt-sein machen
für alle, die auch am Arbeitsplatz, in der Schule, in sozialen Medien der Willkür und der Gemeinheit anderer ausgeliefert sind
für alle, die sich vor einer wichtigen Entscheidung fürchten
für alle, die Schuld nicht vergeben können und keinen Frieden finden
Heute begehen wir auch den internationalen Tag für Menschen mit Down Syndrom und es ist ein internationaler Tag gegen rassistische Diskriminierung – so bringen wir auch diese Bitten vor dich, Gott – mache uns alle mit-menschlicher, dann wird es auch Frieden auf der Erde geben. Amen
Den Schatten in mir entdecken
und doch jeden Tag wieder:
"Springen sie, so oft sie können, - über ihren Schatten“
Erwin Ringel
"Gib mir die Gaben der Tränen
Gott
gib mir die Gabe der Sprache
überschreite meinen Schutzwall
schleife die Burg, in der ich
mich verschanze
Reinige mich vom Verschweigen
Zerschlage den Hochmut, mach mich einfach
führ mich heraus aus dem Haus
meiner Sicherheit
wasch ab meine falsche
Erziehung
Gib mir die Gabe der Tränen
Gott
gib mir die Gabe der Sprache
gib und ich lerne leben" Dorothee Sölle
20.3.2026 Joh.7.1 das kann nicht der Messias sein
Im Johannes Evangelium dieser Tage spitzt sich die Situation rund um Jesus immer mehr zu. Immer intensiver berichtet Johannes von den Feindseligkeiten gegen Jesus, immer mehr ahnt man, das kann nur tragisch enden. Heute erleben wir eine Szene, in die wir uns sicher gut hineindenken können. Jesus ist in Jerusalem, er wird von Menschen erkannt, sie schätzen ihn, weil sie von seinen Wundern und Predigten gehört haben. Aber für sie ist es letztlich undenkbar, dass er der verheißene Messias sein könnte. Auch wenn sie fasziniert von Jesus sind, sagen sie sich : „Von dem wissen wir doch, woher er kommt, so jemand kann nicht der Messias sein“. Man kann die Skepsis nachvollziehen. Bei uns – mehr als 2000 Jahre später - ist es vielleicht gerade umgekehrt: Wir haben so festgefügte Jesus = Sohn Gottes - Bilder, dass wir ihn, den Menschen, der wirklich gelebt hat - gar nicht mehr erkennen können. Bitten wir heute:
Dass wir uns immer wieder in den MENSCHEN Jesus hineindenken, ihm so zuhören, als wäre er einer von uns,
dass wir Jesus nicht nur verklärt sehen, nicht nur den schon auferstandenen Jesus
dass wir das Ungewöhnliche, das Herausfordernde, das so ganz Andere am Menschen Jesus wahrnehmen
dass wir auch „Anstoß“ an ihm nehmen, dass wir Widersprüche, die wir empfinden, nicht nur fromm „weg beten“
dass wir immer wieder auch an das durch und durch menschliche Leben von Jesus und seiner Familie denken
dass wir uns aus diesem Leben – gerade von Maria - Geduld abschauen, Toleranz, einen langen Atem für alles, was wir nicht gleich verstehen
dass wir mit dem Blick auf Jesus Geduld und Respekt vor allen Menschen haben, die aus dem Rahmen fallen, die nicht angepasst sind, die ihren eigenen Weg gehen und oft anecken
bitten wir, dass wir Jesus gerade auch heute wieder im allernächsten Menschen entdecken, vielleicht gerade in dem, dem wir lieber aus dem Weg gehen wollen
wann immer es geht:
Zeit für ein "Tänzchen"
man darf nicht "Freude - fasten"
Kurz vor seinem Tod - er war an Lymphkrebs erkrankt, schrieb Gabriel Garcia Marquez :
"Wenn Gott mir noch einen Fetzen Leben schenken würde: die Zeit würde ich intensiver ausnutzen. Sehr wahrscheinlich würde ich nicht alles sagen was ich denke, aber ich
würde überlegen, was ich sage. Ich würde die Dinge bewerten, nicht
dafür, was sie Wert sind, sondern dafür, was sie bedeuten. Ich würde
weniger schlafen, ich würde mehr träumen, denn für jede Minute in der
wir die Augen schließen, verlieren wir sechzig Sekunden Licht. Ich
würde gehen wenn andere stehen bleiben und aufwachen wenn andere schlafen.
Wenn Gott mir einen Fetzen Leben schenken würde, einfach
würde ich mich kleiden und mich in die Sonne stürzen und nicht nur
meinen Körper sondern meine Seele öffnen. Den Menschen würde ich
beweisen, wie sie sich irren wenn sie denken, dass sie sich nicht mehr
verlieben könnten wenn sie alt werden, ohne zu wissen, dass sie alt
geworden sind, weil sie sich nicht mehr verliebt haben.
Einem Kind würde ich Flügel schenken, aber ich würde ihm allein das Fliegenlernen
überlassen. Den Alten würde ich lehren, dass der Tod nicht mit dem
Altwerden kommt, sondern mit dem Vergessenwerden.
So viele Dinge habe ich von ihnen, den Menschen gelernt. Ich habe gelernt, dass die
ganze Welt auf dem Gipfel des Berges zu leben bestrebt ist, ohne zu
wissen, dass das wahre Glück daran liegt, wie man den Berg besteigt.
Ich habe gelernt, dass, wenn ein Neugeborenes mit der Faust zum ersten
Mal den Daumen des Vaters drückt, ihn für immer gefesselt hat.
Ich habe gelernt, dass ein Mensch nur das Recht hat auf einen anderen
Mensch hinab zu blicken, wenn er ihm beim Aufstehen hilft. Es sind so
viele Dinge, die ich von Ihnen gelernt habe, aber das Gelernte wird mir
nicht viel nützen - unglücklicherweise liege ich im Sterben.
Sag immer was du fühlst und mach was du denkst.
Wenn ich wüsste, dass heute das letzte Mal wäre,
dass ich dich schlafen sehe, würde ich dich fest umarmen und Gott
bitten der Schutzengel deiner Seele sein zu dürfen. Wenn ich wüsste,
dass dies die letzten Minuten sind, in denen ich dich sehe, würde ich
sagen: »Ich liebe dich« und ich würde es nicht für selbstverständlich
hinnehmen, dass du es schon weißt.
Es gibt immer einen Morgen und
das Leben gibt uns immer eine andere Chance, die Dinge gut zu machen.
Aber was ist wenn ich mich irre und das Heute ist alles was uns übrig
bleibt? Dann würde ich gerne sagen, wie sehr ich dich liebe und dass
ich dich nicht vergessen werde.
Der Morgen ist niemandem versichert
worden, jung oder alt. Heute kann es das letzte Mal sein, dass Du
diejenigen siehst, die du liebst. Deshalb warte nicht, mach es jetzt,
denn wenn der Morgen nie kommt, wirst du den Tag bereuen, als du keine
Zeit hattest für ein Lächeln, eine Umarmung, einen Kuss, oder einen
Wunsch zu erfüllen, weil du so beschäftigt warst.
Suche die Nähe
deiner geliebten Menschen, flüstere ihnen zu wie sehr du sie brauchst,
liebe sie und behandele sie gut. Nimm dir Zeit um ihnen zu sagen: »Tut
mir Leid«, »Bitte«, »Danke« und alle Liebeswörter, die du kennst.
Niemand wird sich für deine geheimen Gedanken an dich erinnern; bitte
Gott, dass er dir Kraft und Weisheit gibt, sie auszudrücken. Sage
deinen Freunden und geliebten Menschen, wie wichtig sie für dich sind.