29.6.2025 Hochfest
der Apostel Petrus und Paulus
Die Kirche feiert heute das Hochfest der beiden Apostel Petrus und
Paulus. Gefeiert wird aber nicht ein gemeinsamer Todestag der beiden
Apostel, sondern die vermutliche Übertragung ihrer Reliquien in die
Katakombe an der Via Appia. Das heutige Fest wird schon 354 im römischen Staatskalender genannt.
Petrus und Paulus werden häufig in einem Atemzug genannt, obwohl sie
ganz unterschiedliche Persönlichkeiten sind. Beide waren Juden, doch während
Petrus als einfacher Fischer im Kernland Israels lebte, stammte Paulus aus der gebildeten
Schicht in der jüdischen Diaspora. Er war römischer Bürger und mit der
griechischen Kultur vertraut
Petrus wird in allen Apostelverzeichnissen als Erster genannt. Jesus gab
ihm den Namen Kephas = „Fels“ (woraus lat. Petrus wurde). Nach dem Weggang
Jesu übernahm Petrus die Leitung der Gemeinde in Jerusalem. Er nahm auch den
ersten Heiden, das heißt Nicht-Juden, in die Christen Gemeinde auf. Das war
äußerst umstritten. Der Aufenthalt von Petrus in Rom und sein Märtyrertod unter
Kaiser Nero (zw. 64 und 67) können als historisch gesichert gelten.
Paulus hat im Gegensatz zu Petrus Jesus selbst nicht persönlich erlebt,
Jesus erscheint ihm nur in einer Vision, die dann zur Bekehrung von Paulus
führt. Paulus brachte den Glauben an Jesus durch ausgedehnte Reisen in viele
Gegenden, letztlich erleidet er 67 unserer Zeitrechnung den Märtyrertod in Rom.
Beide Männer sind in ihren Charakteren sehr unterschiedlich. Von beiden
wird auch ganz offen in den Evangelien und in der Apostelgeschichte von ihren
Fehler berichtet. Petrus, den Jesus als einen der Ersten an seine Seite holt, führt gern das
große Wort, aber er versagt im entscheidenden Moment. So leugnet er, Jesus zu
kennen, als dieser gefangen genommen wird. Petrus ist ein Feigling und Paulus
ein Fanatiker, der mitgeholfen hat, die ersten Jesus Anhänger zu
verfolgen. Selbst als beide Männer nach Jesu Tod schon wichtig für die
Kirchenführung sind, streiten sie, sie sind durchaus nicht ein Herz und eine
Seele. Und doch geben beide ihr Leben für Jesus und für das, was er wollte. So
bitten wir heute
dass Gott auch
heute aus allen Krisen und Spannungen in der Kirche, ja, selbst aus dem
Versagen der Kirche, dennoch immer wieder Gutes entstehen lassen kann
Dass die Kirche
unter Leo XIV die richtigen Antworten und Reformen für die Probleme unserer
Zeit findet – dass aber auch die einzelnen christlichen Gemeinden Mut für Veränderung
haben
Dass unsere
Kirchen Orte sind, wo Menschen, die dort daheim sein wollen, auch angenommen
werden, so wie sie sind, ungeachtet etwa ihrer geschlechtlichen Bedürfnisse
Dass auch unsere Familien und Gemeinschaften offene Orte der Begegnung mit
Jesus sind.. Dass die
Idee der Hauskirche weiter lebt, so wie sie in der Zeit der Pandemie wieder neu
entdeckt worden ist
Petrus, der als erster Führer der Kirche gilt, war verheiratet, hatte
Familie. Bitten wir um ein Umdenken in der Kirche, was die Verpflichtung zum
Zölibat, zur Ehelosigkeit für Priester betrifft
bitten wir,
dass die beamtete Kirche aber auch umdenkt, was Frauen in
priesterlichem Dienst betrifft. Nicht einmal als Diakoninnen sieht man sie noch
bitten wir für
alle Männer, die neu zu Priestern geweiht worden sind, dass die Freude ihrer Berufung sie auch in den
unausweichlichen Krisen trägt.
Und bitten
wir für uns selbst, dass unser Glaube keine Pflichtübung ist, sondern dass
wir im Glauben an Jesus mit Liebe, Freude und in großem Vertrauen leben. Hilf
uns erkennen, worin unsere Sendung, worin unser Auftrag besteht. Wozu DU
uns brauchst und berufst
Der 29.Juni,
Peter und Paul, ist jedes Jahr auch wieder ein Datum, das für alle Schulkinder
und Eltern das Ende des Arbeitsjahres einläutet. Heuer macht allen die Hitze zu schaffen, Bitten wir dann endlich um
erholsame Ferien und dass auch schlechte Schulnoten nicht als Versagen
gesehen werden, sondern als Chance für einen Neuanfang, gleich wie er aussieht.
um all das bitten wir im Namen Jesu , Amen