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Samstag, 14. März 2026

Fürbitten 4.Fastensonntag MIT NEUEN AUGEN SEHEN

 

19.3. 2023  4.Fastensonntag Laetare Joh.9.1Jesus öffnet dem Blinden die Augen

Der 4.Fastensonntag ist heute. Sonntag „Laetare“ nennt man ihn – nach den ersten lateinischen Worten des Eingangspsalms. „Laetare“ – freut euch!!! Vielleicht ist unser erster Reflex: Freude? Geben diese Tage zu Freude Anlass? Die Situation rundum, Krieg USA, Iran, Israel - in Europa der Krieg in der Ukraine. Vor der Tür eine neue Energiekrise, wirtschaftliche Belastungen für viele!! Können, dürfen wir „Freude“ empfinden? 

Das Evangelium heute erzählt von einem Mann, der überselig vor Freude vor. Er, der seit Geburt blind ist- kann durch die Hilfe Jesu wieder sehen. Dieses Evangelium hat viele Aspekte – bleiben wir bei der Erzählung, die fast wie eine Reportage klingt. Da taucht einer aus dem Dunkel seines Lebens auf und sieht plötzlich die Welt, in all ihrer Helligkeit und wohl auch Dunkelheit. Werden nicht auch uns in diesen Tagen die Augen wieder neu geöffnet, für all das, was wir in aller Oberflächlichkeit oft gar nicht mehr sehen, oder sehen konnten.  Wofür wir gar nicht mehr dankbar sind. Eigentlich sind wir alle wie „blind geboren“. Immer mehr öffnen sich unsere Augen für die Wirklichkeit - und bis zu unserem Tod werden wir wohl noch gar nicht alles „sehen“ wie es wirklich ist. Nehmen wir diese Tage der Krise auch als Chance zur Freude und Dankbarkeit  wahr. So bitten wir heute

Dass wir viel bewusster das Gute in jedem Tag sehen und dass es uns die Kraft gibt, das Leben anzunehmen, auch in schwierigen Zeiten

Dass wir sehen, wie kostbar jeder Tag ist und dass wir immer ganz viel Freude zulassen dürfen, auch und gerade in der Fastenzeit. 

Dass wir immer besser sehen, worauf es im Leben wirklich ankommt und dass wir selbst unseren Beitrag für ein gutes solidarisches Leben leisten wollen

Dass wir sehen, worin die Sehnsucht in unserem eigenen Leben liegt, dass wir ihr nachgehen, dass wir nicht im Alltag versumpern oder resignieren

Und bitten wir auch, dass wir einsehen können, was bis jetzt nicht so gut gelaufen ist

Dass wir einander - und auch uns selbst - gerade in diesen Tagen Fehler nachsehen können

Und dass wir immer wieder auf-sehen und unsere Zuversicht und Hoffnung weiter geben

 

„Ich war blind und kann wiedersehen“, sagt der Mann heute im Evangelium. So öffne du auch unsere Augen guter Gott und lass uns sehen, was wir sehen sollen – um das Leben für uns und unsere Welt ein Stück menschlicher zu machen. amen

FASTEN Samstag 3.FW

 


Nicht verboten in der Fastenzeit

Vielleicht

sogar erwünscht ?


"Wer kämpft, kann verlieren.

Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Schwierigkeiten werden nicht dadurch überwunden,

dass sie verschwiegen werden".     Bert Brecht


Freitag, 13. März 2026

Fürbitten 14.3. Liebe will ich, nicht Opfer

 

14.3.2026  Lk.18.9  Hos. 6.1   die Selbstgerechtigkeit der Frommen

 „...wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht.“

 Um echte und falsche Frömmigkeit geht es heute in den beiden Lesungen des Gottesdienstes. In der jüdischen Bibel ist es der Prophet Hosea der 750 Jahre vor Jesus den Israeliten ausrichtet: Was Gott will, das sind keine Opfer. Gott will eine Umkehr der Herzen. Wörtlich heißt das: „Liebe will ich, nicht (Schlacht)Opfer, Gotteserkenntnis statt (Brand)Opfer“, so sagt Jahwe. Also uns in der Fastenzeit gesagt: Es geht letztlich nicht um irgendeinen vordergründigen Verzicht auf dies oder jenes: es geht letztlich um eine ganz ehrliche Neubesinnung im Leben. Was sollte ich ändern, wo habe ich mich verrannt? - Im Evangelium wird dann die Geschichte von zwei Männern erzählt, die in den Tempel kommen, um zu beten. Der eine, ein Pharisäer, ist hoch zufrieden mit sich selbst, er hält sich für gesetzestreu und fromm, ja, er dankt Gott sogar dafür, dass er nicht so ist wie andere Menschen. Der andere Mann, er hat als Zollbeamter keinen guten Ruf, dieser Zöllner fühlt sich als Sünder, er bittet im Tempel Gott um Erbarmen. Für Jesus ist klar, wie die Sache in den Augen Gottes ausgeht: „Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden“ Bitten wir heute

dass wir ehrlich mit uns selbst umgehen

dass wir uns vor Selbstgerechtigkeit hüten

dass wir als brave Christen nicht glauben, der Himmel „stünde uns sowieso zu“,

dass wir Gott nicht zum Buchhalter degradieren, der uns für Gutes belohnt und für schlechtes bestraft

dass wir die Fastenzeit nicht benützen, um krampfhaft vielleicht ganz sinnlose Opfer zu bringen

dass wir uns immer mehr um diese Liebe bemühen, die allein sich Gott wünscht

dass wir aber auch die „Gottes Erkenntnis“ ernst nehmen, dass wir nicht stehen bleiben bei alten Gottesbildern und leer gewordenen Ritualen

 und dass wir gerade in der Fastenzeit die Freude in allem suchen, dass wir täglich auch für uns selbst DANKE sagen dürfen und uns von Gott angenommen wissen

 

 Du guter Gott, wie sehr leben wir davon, dass DU gütig auf uns siehst – Hilf, dass auch wir einen gütigen und guten Blick auf Andere haben. Auch heute wieder bitten wir inständig um Frieden.

Amen

FASTEN 24


beim Fasten 
muss sich einfach 
etwas "TUN"


„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, 

sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“ 

Seneca

Donnerstag, 12. März 2026

Fürbitten 13.2. Nein, meinen "Nächsten" kann ich mir nicht aussuchen

 

13.3.2026 Mk 12.28 Das wichtigste Gebot?   

„Welches Gebot ist das Erste, das Wichtigste, von allen?“, das wird Jesus heute im Evangelium von einem Schriftgelehrten gefragt. Für die frommen Juden zur Zeit Jesu (und auch noch für die orthodoxen Juden heute) ist das religiöse Leben kompliziert. Theoretisch musste man 613 Gesetze und Vorschriften einhalten. Aber auch wir kennen dieses skrupulöse, ängstliche Einhalten von Vorschriften und Geboten. Aber auch in unserer Kirche sieht man oft vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Das heißt, man sieht vor lauter Paragrafen nicht, worum es einzig und allein geht: Jesus formuliert es ganz einfach: „Du sollst Gott mit deinem ganzen Herzen lieben - und aus dieser Gottesliebe heraus, sollst du deinen Nächsten lieben, du sollst ihn lieben wie dich selbst“   Wie einfach könnte das sein: NUR zwei Gebote. Dabei wissen wir, wie sehr es sich schon bei der Nächstenliebe „spießt“ Bitten wir heute:

dass wir uns als „Nächsten“ nicht den auszusuchen, der uns am Angenehmsten wäre

dass es uns vielmehr gelingt, den Menschen annehmen, der uns gerade heute als „unser Nächster“ über den Weg läuft und den uns Gott ans Herz legt

 dass wir als Christen ein Klima schaffen, in dem auch in der Gesellschaft jeder Mensch als „unser Nächster“ gesehen wird

dass wir die Anderen, dass wir „unsere Nächsten“, grundsätzlich respektieren, wie sie sind

dass wir uns bemühen, immer zuallererst das Gute im „Nächsten“ zu sehen

dass wir aber auch daran denken, dass auch wir uns selbst „der Nächste“ sind, dass wir uns selbst Gutes tun dürfen und dabei kein schlechtes Gewissen haben müssen

bitten wir auch um eine Gottes-Liebe, in der wir uns nicht verbiegen und nicht krampfhaft „Opfer“ bringen müssen, sondern eine Liebe, die uns frei von Zwängen und lebensfroh macht

 

Du guter Gott, nicht zuletzt gilt unsere Bitte den Menschen in den Kriegs -und Krisengebieten. Behüte und begleite sie ganz besonders: wir bitten um eine Welt, in der wir uns alle als „Nächste“ sehen.  Amen

FASTEN 23

 

Ja manchmal zieeeeeht es sich  

AUSDAUER  üben


Ausdauer wird früher oder später belohnt – 

meistens aber später.    

Wilhelm Busch


"Herr, so oft vergessen wir die Musik deines Geistes.
Wir haben aus unserem Leben eine Turnübung gemacht.
Wir vergessen, dass es in deinen Armen getanzt sein will...
Gib, dass wir unser Dasein leben
Nicht wie ein Schachspiel, bei dem alles berechnet ist,
Nicht wie einen Wettkampf, bei dem alles schwierig ist,
Nicht wie einen Lehrsatz, bei dem wir uns den Kopf zerbrechen,
sondern wie ein Fest ohne Ende,
bei dem man dir immer wieder begegnet,
Wie ein Ball,
Wie ein Tanz,
In den Armen deiner Gnade...   "                               

Madeleine Delbrêl


Mittwoch, 11. März 2026

Fürbitten 12.3. Standpunkt beziehen, gegen faule Kompromisse

 

12.3. 2026  Lk.11.14  „wer nicht für mich ist, der ist gegen mich“     

Manchmal braucht es klare Standpunkte, glasklare Aussagen.Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich“ – sagt Jesus heute im Evangelium. Wir kennen zwar auch eine gegenteilige Aussage, im Markus-Evangelium, (Mk.9.38) wo Jesus seinen Jüngern sagt: „Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. Mit dieser Sichtweise sollte die Engstirnigkeit der Jünger überwunden werden. Heute im Text aber wird Jesus von Leuten angegriffen, die ihn selbst in Frage stellen und ihn so auch provozieren wollen. In dieser Situation zieht Jesus unmissverständlich eine Grenze. Auch wir müssen diese Balance immer wieder lernen – zwischen Offenheit und unverrückbarem Standpunkt. Bitten wir heute

dass wir uns nicht vor Auseinandersetzung drücken, wenn klaren Entscheidungen notwendig sind

dass wir keine faulen Kompromisse schließen, nur um unsere Ruhe zu haben –

dass wir auch nicht aus Angst oder Trägheit konfliktscheu sind

dass wir immer besser lernen, unsere Standpunkte zu vertreten, ohne in Feindschaften zu verfallen

dass Menschen wissen, woran sie bei uns sind 

dass wir uns aber nicht selbst mit starren Regeln das Leben schwermachen

dass wir unseren Weg gehen – und doch immer offenbleiben, für neue Wege und neue Überlegungen

dass wir das leben, woran wir glauben - dass wir Gott aber nicht missbrauchen für unsere eigenen Rechthabereien

dass wir ein Feuer der Begeisterung in uns tragen - dass wir aber nicht „zündeln“ oder krampfhaft Probleme schaffen, wo es gar keine gibt

 

Du guter Gott, immer wieder leben wir in einem Spannungsverhältnis, immer wieder müssen wir auf neue Probleme neue Antworten finden. Immer wieder müssen wir uns neu entscheiden: hilf uns, das Richtige zu tun, Amen

FASTEN 22

 

Wie wäre es einmal un-ge-bildet?

Selfie fasten? News fasten

Muss ich immer „im Bild sein“?


"Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freuen und zu lachen,
wenn du sie nützt, kannst du so viel daraus machen.
Ich wünsche dir Zeit nicht zum Hasten und Rennen
sondern die Zeit zum zufrieden sein können.
Ich wünsche Dir Zeit nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertrauen,
anstatt nach der Zeit auf die Uhr nur zu schauen".    

Irischer Glückwunsch

Dienstag, 10. März 2026

Fürbitten 11.3. FASTEN muss GUT - TUN, auch mir selbst

 


11.3.2026 Achte gut auf dich Dtn 4,1   Mt 5,17

„Achte gut auf dich“ heißt es heute in der Lesung aus der jüdischen Bibel.  Vor seinem Tod ermahnt Moses noch einmal die Israeliten, ihrem Gott treu zu bleiben. JAHWE, das ist der Gott, der versprochen hat, mit seinem jüdischen Volk auf dem Weg zu sein. Ja, es geht Mose um die Einhaltung von Geboten und Rechtsvorschriften, aber letztlich geht es darum, dass GOTT unser Leben und unser Glück will. „Achte gut auf dich“, es ist letztlich Gott selbst, der das zu uns sagt: so bitten wir

dass uns gerade die Fastenzeit wieder aufmerksamer und sensibler macht, nicht nur für das, was andere Menschen brauchen sondern auch für das, was uns selbst guttut. Für das, was uns lebendig und froh macht

Fasten heißt nicht nur „Nein“ sagen zu Süßem oder zum Glaserl Wein. Fasten heißt auch: „Nein“ sagen lernen, wenn wir uns überfordert oder müde fühlen. Hilf uns, dass wir uns nicht aus Eitelkeit Arbeit aufbürden oder uns für unentbehrlich halten

Ja, Fasten soll uns da und dort auch an unsere Grenzen führen, aber nicht, weil Gott unsere Erschöpfung und Selbstausbeutung will. Fasten soll Ressourcen in uns freimachen, dass wir Neues anpacken können Lass uns Optimismus und Vertrauen weitergeben

Fasten ist nicht nur Verzicht und Einschränkung. Fasten soll uns freimachen: Frei von Gewohnheiten, die nicht mehr guttun. Frei von Abhängigkeiten, auch untereinander. Unser Mut zur Freiheit soll wachsen

„Achte gut auf dich“ Das ist aber nicht nur einem einzelnen gesagt, sondern einer ganzen Gemeinschaft. Lass, dass wir uns wieder für das Leben um uns engagieren, dass wir uns getrauen, unseren Standpunkt zu vertreten. dass wir in unserem Umfeld für ein Klima von Offenheit und Toleranz sorgen

Hilf uns immer mehr zu erkennen, dass „Gott lieben“ heißt: Freude haben, glücklich sein, vertrauen dürfen. Mach uns offen und frei für die Überraschungen auch an diesem Tag, dass uns alles ein guter Weg zu Dir ist und sei er noch so holprig

 

So bitten wir dich guter Gott: hilf uns, dass wir wahrnehmen können, was uns guttut, dass wir jeden Tag wieder „das Leben“ wählen, weil es kostbar und schön ist. Vor allem aber bitten wir für alle Menschen in den Kriegs-und Krisengebieten, für all die Menschen auf der Suche nach Sicherheit und Heimat. Gott, ACHTE DU auf sie alle. amen

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


Über das NICHTS      Laotse
" Dreißig Speichen treffen sich in einer Nabe: Auf dem Nichts daran (dem leeren Raum) beruht des Wagens Brauchbarkeit. Man bildet Ton und macht daraus Gefäße: Auf dem Nichts daran beruht des Gefäßes Brauchbarkeit. Man durchbricht die Wand mit Türen und Fenstern, damit ein Haus entstehe: Auf dem Nichts daran beruht des ...Hauses Brauchbarkeit.
Darum: Das Sein gibt Besitz, das Nichtsein Brauchbarkeit." 


"Zwischen zu früh und zu spät
liegt immer nur - ein Augenblick"   Franz Werfe

l

" Mir ist zu Mut, dass ich die Schwäche von allem Zeitlichen recht spüren muss, bis in mein Herz hinein: wie man nichts halten soll, wie man nichts packen kann, wie alles zerlauft zwischen den Fingern, alles sich auflöst, wonach wir greifen, alles zergeht, wie Dunst und Traum." Rosenkavalier Hugo von Hofmansthal

 

"Werden wir, was wir wünschen? Wünschen wir, was wir werden?" Kurt Marti


„omnes horas conplectere;Nimm den heutigen Tag voll in Beschlag; dann wirst du weniger von dem Folgenden abhängen“  Seneca

 

"Revolution ist nicht ein kurzer Akt, wo mal irgendwas geschieht und dann ist alles anders. Revolution ist ein langer komplizierter Prozess, wo der Mensch anders werden muss." Rudi Dutschke                   gilt wohl auch für das Fasten

 

"Die Zeit steht still.Wir sind es, die vergehen...So weht wohl auch die Landschaft unsres Lebens an uns vorbei zu einem andern Stern und ist im Nahekommen uns schon fern. Sie anzuhalten suchen wir vergebens und wissen wohl, dies alles ist nur Trug..Die Zeit steht still.Wir sind es, die enteilen."Mascha Kaleko


"lerne was, so hast du was.
kauf dir drum ein tintenfass,
füll die feder dann darin, nimm papier, schärf deinen sinn.
schreibe nicht ein licht gedicht, weiss schreibt nur der böse wicht. krauchen solls durch blut und bein bis ins herzens kämmerlein."
h.c.artmann - auch diesen tag mit herzblut schreiben?





FASTEN 21

 

FREUDE 

am und im 

ALLTAG

"Wer zu sich selbst finden will,
darf andere nicht nach dem Weg fragen" 

Paul Watzlawick


"Lieber Gott, bis jetzt habe ich heute über niemanden
getratscht und mich sehr gut aufgeführt.
Ich war zu keinem Menschen gemein.
Ich war nicht egoistisch und habe nichts falsch gemacht.
Ich habe nicht gestritten.
Da bin ich wirklich froh.


Aber in ein paar Minuten brauche ich
wirklich deine Hilfe,

denn dann gehe ich außer Haus"

Autor unbekannt

Montag, 9. März 2026

Fürbitten 10.3. VERZEIHEN können - auch mir selbst

 


10.3. 2026 Mt.18.21  Der unbarmherzige Schuldner 

„Wie oft muss ich meinem Bruder vergeben?“ Mit dieser Frage beginnt der heutige Abschnitt im Evangelium. Petrus ist der Fragende und Jesus antwortet, wie so oft, mit einem eindringlichen Gleichnis. Ja, wir kennen es gut, es ist das Gleichnis vom unbarmherzigen Schuldner. Da vergibt ein König einem seiner Diener großzügig alle Schulden – was aber macht dieser Diener? Schon wenig später rechnet er gnadenlos mit einem anderen ab, der ihm vergleichsweise ganz wenig schuldet. Jesus erzählt seine Gleichnisse nicht, damit wir vergnügt mit dem Finger auf die Gemeinheit anderer zeigen können. Immer sollen wir uns selbst angesprochen fühlen.  Wie oft nehmen wir es wie selbstverständlich hin, wenn jemand über unsere Fehler hinwegsieht, uns „die Schulden nachlässt“ – und wie kleinlich können wir sein, wenn WIR Anderen immer wieder etwas aufrechnen und es einfordern. Bitten wir heute

dass wir dankbar sind, weil wir wissen, wie viele Fehler uns selbst immer wieder nachgesehen werden

dass wir großherzig und unkompliziert sind, wenn es darum geht, dass auch wir großzügig über manches hinwegsehen

dass wir nach einem Konflikt oder einer Kränkung einen wirklichen Schlussstrich ziehen - dass wir nicht immer wieder alte Geschichten aufwärmen - oft tun wir das ja in quälenden Selbstgesprächen

dass wir immer wieder den ersten Schritt zur Versöhnung machen können, ohne Angst vor Gesichtsverlust

dass wir auch in unseren Gemeinschaften und Partnerschaften, ja auch in unserer Kirche Konflikte austragen können, ohne dass „feindliche Gräben“ entstehen und Menschen zu Gegnern werden.

dass wir vor allem aber auch uns selbst vergeben können, weil immer wieder vieles nicht perfekt ist und manches schief läuft - und weil uns auch diese eigene Schuld oft lange quält

Bitten wir vor allem für die großen Konflikte in unserer Welt, dass die schreckliche Gewalt in so vielen Teilen der Welt ein Ende nimmt, wir bitten besonders um Frieden im Nahen Osten und hier in Europa, in der Ukraine.

So bitten wir um die Gesinnung Jesu, Amen

FASTEN 20

 


Und wieder eine ganze Woche 

hegen und pflegen

"Nicht die Glücklichen sind dankbar.
Es sind die Dankbaren, die glücklich sind." 
Francis Bacon + 1626



"Sei einfach da

Staune über die Wunder der Schöpfung

Werde du selbst

Setze dich für Gerechtigkeit ein

Verweile im Schweigen

Wage Konflikte

Genieße das Leben mit all deinen Sinnen

Bewege dich mit Leib und Seele

Entfalte dein Mitgefühl

Erfahre Sinn im Alltäglichen

Lerne zu sterben – bleibe lebendig

Lass dich zur Liebe verwandeln"

Pierre Stutz


Sonntag, 8. März 2026

Fürbitten 9.3. Immer wieder: bitten, bitten und - vertrauen

 

9.3.2026 2 Kön.5 Naaman  wie hilft Gott Mo 3.FW

WIE HILFT GOTT und WORUM dürfen wir bitten? Das ist heute Thema der Lesungen. Die erste Erzählung aus der jüdischen Bibel spielt in einer Zeit hunderte Jahre vor Jesus und erzählt von einem Feldherrn der Aramäer, der an Aussatz erkrankt ist und im eigenen Land keine Hilfe findet. Ein jüdisches Sklavenmädchen rät ihm, Hilfe bei dem Gott ihrer Heimat zu suchen, beim jüdischen Gott Jahwe. Der Feldherr, Naaman ist sein Name, macht sich tatsächlich auf den Weg) nach Israel – wo er auf den Propheten Elischa trifft. Dessen Anordnungen kommen ihm zunächst unsinnig vor, (Naaman soll sich siebenmal im Jordan waschen) aber Naamans Diener rät seinem Herren: Mach es, vertraue! und Naaman wird tatsächlich geheilt. Er hat vertraut! Im Evangelium ist Jesus mit Menschen in seiner Heimatgemeinde Nazareth konfrontiert, die zwar von ihm fasziniert sind, aber in erster Linie Wunder und Sensationelles sehen wollen. Weil Jesus ihnen das nicht bietet, sondern ihnen ihre Ungläubigkeit auch noch vorwirft, wollen sie ihn sogar umbringen, was nicht gelingt.  Bitten wir heute ganz bewusst in der "ich" Form

 Gott, lass mich nicht allein sein, wenn ich Angst vor einer Entscheidung habe

Gott, lass mich vertrauen, wo ich mir selbst nicht mehr helfen kann

Gott, lass mich auch auf andere und ihren Ratschlag hören

Gott, lass mich auch schweres und scheinbar Sinnloses aushalten 

Gott, hilf auch meiner Ungeduld und meiner Skepsis

Gott, lass mich sehen, was ich selbst für andere Gutes und Hilfreiches tun kann

Gott, lass keine Bitte zu dumm oder zu klein sein

Gott, lass mich dir immer danken, weil du allein alles in mir kennst  

 

Jesus, führe du uns zu dem, den du „unseren Vater im Himmel“ nennst. Lass uns eintauchen und untertauchen in Vertrauen und Liebe. Amen

Fröhlichen FRAUEN - TAG, trotz aller Realität

 







 






Sie war ein Stück Frauen-Zukunft in diesem Land

und jetzt fehlt nur noch das


ODER?