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Donnerstag, 30. November 2023

Fürbitten 1.12 Nees? Das bringt doch auch nichts!! oder?

 


1.12.2023 Lk.21.29 Himmel und Erde werden vergehen  Dan.7.2  

 

Das alte Kirchenjahr geht zu Ende. In den Texten der Messe spürt man die Endzeit-Stimmung und doch bricht bereits das ganz Neue hervor. Im Buch Daniel aus der hebräischen Bibel wird die alte Herrschaft vernichtet, Neues kündigt sich an - Im Evangelium hören wir die sogenannte Endzeit-Rede Jesu. „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen, sagt er. Wie ist das mit uns? Erwarten wir Neues? Trauen wir uns Neues noch zu? Gibt es eine Sehnsucht in uns nach einem „neuen Himmel und einer neuen Erde“? Bitten wir heute

 

dass wir uns Neues zutrauen - auch wenn wir 1000 Ausreden haben, warum sich doch Altes so gut bewährt hat

 

Dass wir uns Neues zutrauen - Auch wenn wir 1000 Ausreden haben, warum ohnehin immer alles Stückwerk bleibt

 

Dass wir uns Neues zutrauen - Auch wenn wir 1000 Ausreden haben, warum wir selbst einfach so sind wie wir sind – und dass man da jetzt auch nichts mehr ändern kann

 

dass wir uns Neues zutrauen - auch wenn wir 1000 Ausreden haben, dass uns ja die anderen gar nichts mehr Neues zutrauen

 

Dass wir uns Neues zutrauen - Auch wenn wir 1000 Ausreden haben, warum auch wir von anderen nicht mehr viel erwarten

 

Dass wir uns Neues zutrauen - Auch wenn wir 1000 Ausreden haben, warum letztlich jedes Engagement sinnlos ist, weil sich die Welt ohnehin nicht ändert

 

Bitten wir, dass wir den Mut finden, uns zu engagieren, unsere Meinung zu sagen, dass wir daran mitwirken, dass Österreich trotz aller Schwierigkeiten ein menschfreundliches, offenes Land ist, großzügig für alle, die Hilfe brauchen.

 

Du guter Gott, lass uns mitwirken, hier in unserem kleinen Umfeld, an diesem neuen Himmel und dieser neuen Erde – darum bitten wir im Namen Jesu, Amen

 

 


Mittwoch, 29. November 2023

Fürbitten 30.11. Fest des Apostel Andreas - komm, trau dich

 


30.11.2023 ANDREAS  Mt.4.18 „Kommt her, folgt mir nach" 

nichts krank jammern auf gute Lösungen vertrauen

Dieser Andreas, von dem heute in der Liturgie die Rede ist, war einer der ersten Männer, die sich Jesus angeschlossen haben, zusammen mit seinem Bruder Simon, den Jesus später Petrus nennt. Andreas folgt Jesus spontan, er lässt als Fischer alles liegen und stehen, verlässt sein bisheriges Leben. Nicht immer werden Lebenswendungen so radikal aussehen – aber gerade auch wir heute – in dieser Zeit, die manche schon eine Zeitenwende nennen, auf Grund der vielen Krisen – ja, auch wir heute stehen doch vor einer ähnlichen Situation. Was sagt uns diese neue Zeit: WIE sollen WIR darauf antworten. Auch diese, unsere Zeit, spricht sozusagen mit der Stimme Gottes zu uns. Wie soll es weiter gehen? Sehe ich neue Herausforderungen, wird sich etwas ändern in meinem Leben?   So bitten wir heute


Dass wir uns gerade in diesen Tagen, trotz mancher berechtigter Sorgen, nicht die Vorfreude auf Weihnachten nehmen lassen

 

Dass wir auch neue, gute Herausforderungen in dieser Zeit des Umbruchs erkennen

 

Dass wir gerade jetzt wahrnehmen, was uns selbst und anderen guttut – aber andererseits auch, was uns nicht mehr guttut

 

Dass wir es schaffen, uns von alten Gewohnheiten zu trennen, wenn sie nur einschränken                                                            

 

Dass wir uns Veränderung zutrauen, ein neues Denken, ein neues Handeln – Dass wir auch anderen zutrauen, sich zu verändern und dass wir das anerkennen

 

Dass wir auch unseren Politikern gute Lösungen zutrauen, dass wir nicht nur kritisieren und alles krank jammern

 

dass wir immer wieder neu erkennen, wozu WIR ge-rufen und be-rufen sind, was Gott gerade HIER und JETZT und HEUTE von MIR braucht

                                                                          

 So bitten wir dich guter Gott, gib uns immer wieder Kraft und Mut, Neues zu beginnen, dir immer wieder neu zu vertrauen. Krempel uns um, mach uns lebendig, auch wenn es manchmal weh tut. Im Vertrauen auf Jesus suchen wir unseren Weg und deinen Willen. Amen

 

Andreas stammte aus Betsaida in Galiläa. In Kafarnaum betrieb er mit seinem Bruder Simon die Fischerei. Er war zuerst Jünger Johannes des Täufers, folgte aber auf dessen Hinweis Jesu und brachte auch Simon zum Herrn. Andreas soll in den Landschaften südlich des Schwarzen Meeres, in den unteren Donauländern und in Griechenland das Evangelium verkündet haben Die Legende lässt ihn am 30. November 60 in Patras/Griechenland am schrägen Kreuz (Andreaskreuz) den Märtyrertod erleiden. In vielen liturgischen Büchern beginnt mit seinem Fest der Reigen der Heiligenfeste im neuen Kirchenjahr und im Advent. Andreas, trägt wie Jesus das Kreuz und wird so zum Kreuzträger der großen Schar derer, die Jesus folgen. So beginnt letztlich schon der Advent mit dem Ende – dem Zeichen des Kreuzes.

immer wieder einen neuen Blick wagen


 

"Ich bin ein Clown.
Ich sammle Augenblicke" Heinrich Böll

 

"Wenn der Gott den Gebeten der Menschen entsprechen würde,
dann wären schon längst alle Menschen zugrunde gegangen,
weil sie unablässig viel Schlimmes gegeneinander erbitten." Epikur


„Ich hab Angst um die Kinder und Narren,

die Verwundbaren und die Bizarren,

um die Suchenden und die Verirrten,

Komödianten und geistig Verwirrten,

um die seitlich Umgeknickten,

um die Liebenden und die Verrückten,

alle, die sich verschwendend verschenken,

die sich selber durchs Leben lenken,

alle, die mit dem Herzen denken.

Und natürlich, so selbstlos bin ich nicht:

Ich hab Angst um dich und mich.“  Konstanin Wecker

 

"Vertrauen ist eine Oase im Herzen,
die von der Karawane des Denkens nie erreicht wird." Khalil Gibran

 

"Wenn die Sterne zu fern sind,
heb den Kieselstein zu deinen Füssen auf
und lerne alles von ihm." Margaret Fuller

 

„Es gibt nur ein einziges Fleckchen im Universum,
das Sie mit Sicherheit verbessern können:
Ihr eigenes Ich.“ Aldous Huxley

 

„Wo du jetzt
gebraucht wirst,
da bleibe stehen“ Hermann Hesse
 

 

"Reif soll mein Herz werden,
wie ein grünes Blatt, das ins Gelbe reift." Hazrat Inayat Khan

 

 

„Das Ziel allen Lebens soll sein,
dass der Mensch von der Gebundenheit
zur Verbundenheit komme.“ Martin Buber

 

"Du siehst die Welt, wie DU bist." aus dem Talmud


"Alle Veränderungen, sogar die meistersehnten,
haben ihre Melancholie.
Denn was wir hinter uns lassen, ist ein Teil unserer selbst.
Wir müssen einem Leben Lebewohl sagen,
bevor wir in ein anderes eintreten können." Anatole France

 

"Tanze, als würde dich niemand beobachten.
Liebe, als wärest du niemals verletzt worden..
Singe, als ob dich niemand hören könnte.
Lebe, als sei der Himmel auf Erden." (Souza)


" Verschiebe nicht auf morgen,
was genau so gut
auf übermorgen verschoben werden kann." Mark Twain

 

"Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zurücktreten
wie ein Maler von seinem Bilde." Christian Morgenstern








Dienstag, 28. November 2023

Fürbitten 29.11 dankbar bleiben, immer wieder und "dennoch"

 


29.11.2023  Dan.5.1 mene  tekel upharsin  am Ende der Tage

Lk.21.12 …bleibt standhaft   immer wieder: es braucht Mut ein Mensch zu sein

  Mene mene  tekel u pharsin – geheimnisvolle, unheildrohende Worte erscheinen plötzlich an der Wand des Königspalastes, in dem soeben ein glanzvolles Festmahl abgehalten wird. König ist Belschazar, – er verwendet für sein Trink Gelage Gefäße, die sein Vater vor Jahren aus dem Tempel in Jerusalem geraubt hat. Nun ergeht ein Gottes Urteil gegen den Herrscher. „Gezählt gewogen und geteilt“, so besagt die Schrift, das Reich des Königs wird unter anderen Herrschern aufgeteilt werden. Der verschleppte jüdische Gefangene Daniel ist es, der dem König den Spruch an der Wand deutet. Das ist heute die Lesung aus der jüdischen Bibel – im Evangelium hören wir wieder die Endzeitrede Jesu. "Bleibt standhaft und ihr werdet das Leben gewinnen" – sagt Jesus da. Wir selbst dürfen an einen Gott glauben, der unser Leben nicht kleinlich abwägen und verwerfen wird. Dennoch, ja, umso mehr, sollen wir sorgsam mit jedem Tag umgehen. So bitten wir

dass wir dankbar sind: für jeden neuen Tag, für jedes neue Beginnen, für Arbeit und Sorgen, für Freude und immer wieder neue Hoffnung

 

dass wir dankbar sind: für alles, was uns umgibt, für die vielen Möglichkeiten Gutes zu genießen und auch Gutes zu tun

 

dass wir dankbar sind: für die Menschen mit uns und um uns. In unserer Gemeinschaft,

in unserer Familie, am Arbeitsplatz, dass wir erkennen können, wie wichtig wir füreinander sind

 

dass wir dankbar sind: weil wir in Frieden und Sicherheit leben, weil wir nicht wie Millionen anderer Menschen auf der Flucht sein müssen, vor Krieg Hunger und Armut

 

dass wir dankbar sind, weil wir frei denken und reden dürfen, weil wir nicht verfolgt werden wegen unserer Religionszugehörigkeit, wegen unserer Nationalität, wegen unserer freigewählten Art zu leben

 

dass wir auch trotz aller Sorgen in der schwierigen Zeit, in der wir leben, das Vertrauen und die Hoffnung nicht verlieren, dass wir uns nie allein gelassen fühlen

 

 

So bitten wir, guter Gott, lass uns also von Herzen dankbar sein: für diesen neuen Tag. So viel wird uns geschenkt, lass auch uns Guts weitergeben. Du wirst am Ende unserer Tage nicht kleinlich mit uns abrechnen, lass auch uns großzügig und großherzig sein mit jedem, der uns braucht. Wir bitten im Namen Jesu Amen

Montag, 27. November 2023

Fürbitten 28.11 NICHT FÜRCHTEN

 


28.11.2023 Lk.21.5  Was gibt uns Halt?

Es gibt Leute, die schauen täglich ins Horoskop. Was wird der Tag bringen? Was wird die Woche bringen? Schon sind die Zeitungen voll mit den Jahres-Horoskopen. Ist Jesus auch so einer, der uns sagt, was kommen wird? Noch dazu ein Schwarzmaler, ein Panikmacher? „Kein Stein wird auf dem anderen bleiben, alles wird niedergerissen“ sagt er heute im Evangelium. Es ist ein Ausschnitt aus der so genannte Endzeit Rede Jesu, und sie könnte Angst machen - ABER !!ganz am Ende dieses Abschnittes wird Jesus sagen: Ja, es werden schlimme Zeiten kommen, aber wenn ihr all das, seht dann RICHTET euch auf, FÜRCHTET euch nicht. DAS also ist die Botschaft Jesu - AUFRICHTEN sollen wir uns, nicht ducken" -  und so bitten wir

dass wir uns nicht abhängig machen von Horoskopen und Voraussagen

dass wir trotz aller Krisen und Unsicherheiten das Vertrauen nicht verlieren

dass wir besonnen und vernünftig sind in der Aufgeregtheit dieser Tage

dass wir die Gegenwart nicht schlecht reden und uns nicht in eine rosige Vergangenheit flüchten

dass wir keine Schwarzmaler sind, dass wir Mut haben und auch Anderen Mut machen

dass wir in Schwierigkeiten nüchtern und sachlich bleiben, dass wir uns immer von Gott gehalten wissen

dass wir nach Niederlagen und Rückschlägen immer wieder neu anfangen können

Dass wir nicht aufhören zu bitten und zu beten: um Heil und Sicherheit für alle Menschen, und bitten wir, dass Gott den Frieden schafft,  den wir nicht schaffen

Auf Dich vertrauen wir, guter Gott, nie können wir tiefer fallen, als in Deine Hand. Lass uns darauf vertrauen und den Weg mit Jesus gehen. Amen


immer wieder einen neuen Blick wagen

 


„Frage an den Weltreise - und Abenteuer Reporter Andreas Altmann: Was treibt sie an?                     Antwort: Die skandalöse Kürze des Lebens, ja der unbedingte Wille, die wenigen Jahre – gemäß meiner Kraft, meiner Neugier, meiner Liebe zum Leben – hinter mich zu bringen. Kein Tag darf sein, an dem ich mir nicht vornehme, abends eine Spur weniger ignorant ns Bett zu gehen. Ich bin geradezu beseligt von dem Wunsch zu lernen, dem Weltwunder Welt eine Spur näher zu kommen – den Widersprüchen, Glanzlichtern und Niederträchtigkeiten. Ich will wissen, unbedingt.“  Kurier 26.11 2023

 

„Das Komische ist man selber“  Loriot

 

" Mir ist zu Mut,
dass ich die Schwäche von allem Zeitlichen recht spüren muss,
bis in mein Herz hinein:
wie man nichts halten soll,
wie man nichts packen kann,
wie alles zerlauft zwischen den Fingern,
alles sich auflöst, wonach wir greifen,
alles zergeht, wie Dunst und Traum." Marschallin im Rosenkavalier

 

"Wer zu sich selbst finden will,
darf andere nicht nach dem Weg fragen" Paul Watzlawick

 

"Die einzige Freude auf der Welt ist das Anfangen.
Es ist schön zu leben,
weil Leben anfangen ist,
immer,
in jedem Augenblick" Cesare Pavese

 

“Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis,
vielleicht ist ja keines da.” Franz Kafka

 

"Ich bin eigentlich ganz anders, nur komm ich so selten dazu."
Ödön von Horvath

 

„Die Definition von Wahnsinn ist:
Immer wieder das Gleiche zu tun und gleichzeitig
unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten.“ Benjamin Franklin


"Wer Angst hat, scheitert" Mahatma Gandhi

 

„Wenn das Herz denken könnte,
würde es aufhören zu schlagen“ Fernando Pessoa

 

„Glückwünsche
dass du dir glückst.
dass dir das Glück anderer glücke.
dass durch dich/
ein oder zwei Menschen/
besser sich glücken.
dass das Glück dich nicht blende/
für das Unglück anderer.
dass du dir glückst /
auch im Unglück.
dass eine Welt werde/
wo zusammen mit dir/
viele sich glücken können.“ Kurt Marti

 

"Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben -
aber es hat nur ganz genau so viel Sinn,
als wir selber ihm zu geben imstande sind." Hermann Hesse

 

„Liebe ist
wie der Mond:
Wenn sie nicht
zunimmt,
nimmt sie ab“ Konfuzius




Sonntag, 26. November 2023

Fürbitten 27.11 alles geben? sich "ver - aus - gaben"

 


27.11.2023 Lk. 21.1 die Spende der Witwe    

Es ist die letzte Woche im alten Kirchenjahr – und heute geht es im Evangelium sozusagen „UM ALLES“. Es geht um das, was unser Leben ausmachen sollte. Großherzig und großzügig sollen wir leben, immer bereit sein, sich sozusagen auch im wahrsten Sinn des Wortes zu „ver-aus-gaben“. Im Evangelium hören wir heute die Geschichte  „vom Scherflein der Witwe“.             Jesus beobachtet im Tempel eine Witwe, die dort praktisch ihren letzten Cent spendet – im Gegensatz zu Anderen, die Viel haben und trotzdem Wenig geben. Diese Frau hat ALLES gegeben“, sagt Jesus. Und wir spüren die Frage an uns: Sind wir bereit ALLES zu geben? Und damit ist wohl nicht nur Geld gemeint -  großzügiges spenden - es geht nicht zuletzt auch um die Hingabe, mit der wir bereit sind, uns an jedem gewöhnlichen Tag – auch heute -  zu „ver-aus-gaben“. „Der Mensch muss sich verschleißen“ – sagt der deutsche Künstler Joseph Beuys. So bitten wir

dass wir alles geben, wenn neue Herausforderungen neue Lösungen brauchen

dass wir alles geben, wenn wir merken, dass wir etwas an uns ändern sollten

dass wir alles geben, wenn wir Pessimismus und Ängste überwinden müssen

dass wir alles geben, wenn wir Misstrauen abbauen und Vertrauen riskieren

dass wir alles geben, wenn andere unsere Unterstützung und unsere Fürsprache brauchen

dass wir alles geben, wenn die eigene Zeit knapp ist und wir sie doch verschenken sollen

dass wir alles geben, wenn wir auch in unserem kleinen Umfeld Ausgleich und Frieden suchen

dass wir alles geben, und dass wir an uns selbst erfahren, dass auch wir reich beschenkt sind

 

Du guter Gott, hilf uns immer mehr und immer besser, dass wir unser Leben hin-geben, in den vielen Dingen und Situationen, die auch heute wieder auf uns zukommen. Und hilf uns auch großzügig zu sein, wenn es um Spenden geht. So viele brauchen unsere Hilfe. amen

Samstag, 25. November 2023

Fürbitten 26.11 - und ICH - was habe ICH getan ???

 


26.11.2023 Christkönigs Sonntag Mt 25, 31–46   Ez.34.11

 Das Kirchenjahr tickt anders als unser bürgerliches Jahr. Schon am nächsten Sonntag wird liturgisch ein neues Kirchenjahr beginnen: mit dem ersten Adventsonntag. Diesen letzten Sonntag vor dem Advent begeht die Kirche aber immer als sogenannten Christkönigs-Sonntag. Das Bild von Christus als KÖNIG führt uns nicht in die Glamour Welt der königlichen Herrschaften heute – es führt uns eher zu dem sterbenden Mann am Kreuz, dem sie die verspottende Inschrift aufs Kreuz genagelt haben: „König der Juden“. Auch das Matthäus Evangelium heute spricht von einem Herrscher, einem König, der am Ende der Tage mit seinem Volk abrechnen wird.

Ein König, der letztlich seine Untertanen nur DANACH zur Rechenschaft ziehen will, ob sie DAS  FÜR IHN getan haben    

 ich war hungrig
habt IHR mir zu essen gegeben?
ich war durstig
habt IHR mir zu trinken gegeben?
ich war fremd
habt IHR mich aufgenommen?
ich war nackt
habt IHR mir Kleidung gegeben?
ich war krank
habt IHR mich besucht?
ich war im Gefängnis
seid IHR zu mir gekommen?


und alle werden fragen: WANN hätten wir denn das tun sollen? Keiner von uns hat diesen König jemals selbst gesehen. Aber SEINE ANTWORT wird sein:  

Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt,
das habt ihr mir getan.

und was ihr für die NICHT getan habt – das habt ihr auch MIR nicht getan

 

Wir kennen dieses Gleichnis, das Jesus erzählt: und es macht immer wieder betroffen: so bitten wir an diesem besonderen Sonntag

dass wir den Hungrigen zu essen geben – dass wir Wege zum solidarischen Leben finden, dass wir aber auch dort Hunger stillen können, wo Menschen seelisch Nahrung brauchen

dass wir den Durst stillen – dass wir da sind für die Sehnsucht der anderen, die oft nur ein wenig Zuwendung und aufmunternde Worte brauchen

dass wir die Obdachlosen aufnehmen. Dass wir uns nie besser fühlen als Sandler,  Wohlstandsverlierer, Drogensüchtige. Dass wir auch Menschen Heimat geben können, die den Boden unter den Füßen verloren haben

dass wir Nackte kleiden. Dass wir niemand blamieren, nackt da stehen lassen, dass wir die Blößen, die sich andere geben, nicht ausnutzen. Dass wir eine schützende Hand für die haben, die nicht so gut im Leben zurechtkommen

dass wir uns um Kranke kümmern. Dass wir keine Phrasen anbieten, sondern einfach zuhören können. Dass wir Verständnis haben für alle, denen es psychisch nicht so gut geht. Dass wir den Rhythmus der Menschen verstehen, denen das Leben nicht so leicht von der Hand geht

dass wir auch ins Gefängnis gehen. Ganz konkret wird das nicht oft möglich sein. Aber wie viele Arten von „Gefängnis“ gibt es, Situationen, wo sich Menschen zurückziehen, einmauern, verschanzen. Dass wir ihnen mit Geduld nahekommen und bei ihnen ausharren

 

Du guter Gott, wir sehnen uns danach GUT zu sein und GUTES zu tun. Lass, dass wir sehen, was wir jeden Tag an vielen kleinen Zuwendungen geben können. Dass wir heilsam und heilend sein können, wie es Jesus war. Sei DU der gute Hirte, von dem der Prophet Ezechiel in der ersten Lesung spricht, führe DU uns- darum bitten wir dich und dafür danken wir dir. Amen

 


und doch habe ich am Ende dieser Gleichnis-Erzählung immer wieder die EINE Frage im Herzen: Du, König – du guter Gott: warum hast du dir nicht eine Welt erschaffen, in der es keine Hungrigen gibt, keine Obdachlosen, keine Bedürftigen, keine Kranken, keine Verfolger und keine Verfolgten, warum hast du dir nicht eine Welt erschaffen ohne Ungerechtigkeit, ohne Tränen und Leid? Eine Welt in die jedes Kind behütet und beschützt hineinwachsen kann?

Karl Rahner, der große Konzilstheologe sagt: (Dennoch) Glauben können, heißt, die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang auszuhalten.

Auch DAS bedeutet für mich dieser Sonntag 

Freitag, 24. November 2023

Fürbitten 25.11 Es geht um das LEBEN, nicht um den Tod

 

25.11.2023 Lk 20.27 Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Und wie wird dieses Leben aussehen? Im Evangelium soll Jesus Auskunft darüber geben. Theologen seiner Zeit, die Sadduzäer, die nicht an die Auferstehung glauben, legen ihm ein gefinkeltes Beispiel vor. Eine Frau war zuletzt mit sieben Männern verheiratet, jeden hat sie durch dessen frühen Tod verloren: wie wird das dann im Himmel nach ihrem Tod sein. Wessen Frau wird sie dann sein? Jesus hält nicht viel von diesen Fragen. Er sagt: „Gott ist kein Gott der Toten, sondern ein Gott der Lebenden“ so bitten auch wir:

 

Sei uns ein Gott des Lebens

Hier und jetzt, in dieser Zeit der Krise

In all den Sorgen und den offenen Fragen

Hilf uns das Richtige zu tun

 

Sei uns ein Gott des Lebens

In aller Unsicherheit und allem Suchen

dass wir die Zuversicht nicht verlieren

dass wir immer wieder neue Chancen auch im Scheitern und im Versagen erkennen  

 

Sei uns ein Gott des Lebens

dass wir dich in allem erfahren können, was uns begegnet

in den frohen und in den schweren Stunden

und dass wir selbst lebendig sind und ein offenes Herz haben

für die Sorgen und Freuden der Menschen ums uns

 

sei uns ein Gott des Lebens

sei dort, wo Leben beginnt, bei den Neugeborenen

komm zu den Müttern und Vätern

dass das Leben ihrer Kinder gelingt

und du ihre kleinen und großen Schritte ins Leben segnest

 

sei uns ein Gott des Lebens

sei an der Seite aller, die Opfer von Krieg, Gewalt und Katastrophen sind

neige dich über alle, die heute sterben werden

und bewahre in deinem ewigen Leben alles, was du geschaffen hast

 

Danken wir in dieser Stunde für die humanitäre Waffenpause im Nahen Osten

Danken wir für alle, die wieder in Freiheit leben dürfen

Aber bitten wir auch für die, deren qualvolles Warten noch nicht zu Ende ist

Bitten wir: sei DU GOTT ALLEN ein Gott des Lebens

Sei ein Gott der Frieden und Versöhnung schafft

Der uns hilft, als Menschen mit menschlich zu leben

 

Du guter Gott, so lass uns immer tiefer erkennen, dass wir nicht nach dem Leben DANN fragen sollen, sondern dass wir hier und jetzt und ganz in DIR leben. Dort ist Ewigkeit Amen


Der Satiriker und Schriftsteller Karl Kraus hat die provokante Frage gestellt:                                    "Gibt es ein Leben VOR dem Tod?"                                                                                                        Es liegt jeden Tag an uns, ganz bewusst und dankbar dieses Leben vor dem Tod zu leben

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Auf Gottes Weg heißt die Währung Mut und Glaube,                                                                                 und entsprechend deinem Mut und Glauben wird dir die Wahrheit offenbart werden.   Rumi,


"Metamorphosen.
man wacht von innen nach außen auf." Friederike Mayröcker

 

„Wir haben immer mehr WOVON wir leben können,
aber immer weniger WOFÜR“ Viktor Frankl

 

"Nicht dorthin
Ich will nicht dorthin kommen
wo an der Stelle
der erschöpften Liebe
die Gleichgültigkeit
sich breitmacht
wo, wenn das Weinen vorbei ist
das Gähnen beginnt..." Erich Fried


„Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit                                                                           zum Verschwinden der Toleranz“ Karl Popper


„Die Vergangenheit ist unserer Barmherzigkeit ausgeliefert“  Lars Gyllensten


"TEILHABEN
Mit neuen Gedanken alt werden
Jung bleiben an uralten Gedanken
Teilhaben
am unsterblichen Leben
unsterblichen Sterben" Rose Ausländer

 

"So lange wir das Leben haben, sollen wir es mit den uns eigenen Farben
der Liebe und Hoffnung ausmalen." Marc Chagall

 

"Jeder Mensch muss sich verschleißen" Joseph Beuys

 

"Der Nächste ist nicht der, den ich mag.
Er ist ein jeder, der mir nahe kommt - ohne Ausnahme."
Edith Stein.Philosophin,Jüdin,Christin,Karmeliterin, 1942 in Auschwitz ermordet

 

"..Sage nicht „mein“.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
wie wenig du brauchst...
Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muss, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.
Jage die Ängste fort
und die Angst vor den Ängsten." Mascha Kaleko

 

"Gibt es ein Leben VOR dem Tod?" Karl Kraus 

 

"Du bist mit einem kleinen Funken Wahnsinn gesegnet.
Du darfst ihn nicht verlieren“  Robin Williams

 

"Denn das ist Schuld, wenn irgendeines Schuld ist:
die Freiheit eines Lieben nicht vermehren
um alle Freiheit, die man in sich aufbringt.
Wir haben, wo wir lieben, ja nur dies:
einander lassen; denn daß wir uns halten,
das fallt uns leicht und ist nicht erst zu lernen." Rilke

 

"Mut ist das einzige Maß des Lebens" Sören Kierkegaard

 

" Keinen verderben lassen
auch nicht sich selbst
Jeden mit Glück zu erfüllen
auch sich, das ist gut." Bert Brecht

 

"Wo kämen wir hin,
wenn alle sagten, wo kämen wir hin,
und keiner ginge,
um zu sehen,
wohin wir kämen,
wenn wir gingen." Kurt Marti




Donnerstag, 23. November 2023

Fürbitten 24.11 keine Geschäftemacherei mit Gott

 

23.11.2018 Lk.19.45 Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel

Jesus ist mit seinen Jüngern am Weg nach Jerusalem, es ist eigentlich der Beginn seines Leidensweges, gestern haben wir gehört, wie Jesus, beim Blick auf den Tempel, über dessen zukünftige Zerstörung weint.  Es waren prophetische Worte. Heute erleben wir, wie Jesus im Tempelvorhof die vielen Händler und Geschäftemacher sieht, wie er wütend ihre Verkaufsstände umstößt und  die Geschäftemacher aus dem Tempel vertreibt. „Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein“ zitiert Jesus die jüdische Bibel, “ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht.“ In allen vier Evangelien wird diese Geschichte erzählt, wir hören sie heute bei Lukas. - Zu einfach wäre es, nur an Jahrmarktstandeln und Devotionalienramsch rund um Wallfahrtskirchen zu denken: wir sollten uns durchaus selbst vom Zorn Jesu angesprochen fühlen. Versuchen nicht auch wir manchmal mit Gott „ins Geschäft“ zu kommen, einen Deal mit Gott zu machen?   Bitten wir heute

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um uns damit sozusagen ins Himmelreich „einzukaufen“

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um etwas für unser Wohlverhalten zu erwarten

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um mit Gelübden und Versprechungen Gott sozusagen unter Druck zu setzen, und letztlich uns selbst

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um uns besser zu fühlen als andere

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um uns freizukaufen von anderen mitmenschlichen Verpflichtungen

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um uns eigenverantwortete Entscheidungen zu ersparen

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um in ungestörter Selbstzufriedenheit zu leben

Dass wir unseren Glauben nicht benützen, um uns gesellschaftlich einen Vorteil einzuhandeln

 

Bitten wir, dass wir in großer Dankbarkeit und Liebe und in großem Vertrauen glauben dürfen, einfach „so“ - So bitten wir im Namen Jesu, amen

 

 

Mittwoch, 22. November 2023

Fürbitten 23.11 auch Jesus weint -

 


23.11.2023 Jesus weint  Lk.19.41

 Von Jesus hören wir heute im Evangelium, dass er weinte, als er an das Schicksal Jerusalems und an eine mögliche bevorstehende Zerstörung des Tempels dachte. Jesus ist in dieser Erzählung auf dem Weg nach Jerusalem und es sind prophetische Worte. Denn schon knapp 40 Jahre später, im Jahr 70 nach Christus wird der Tempel tatsächlich zerstört werden. Die Zerstörung durch die Römer beendet den jahrelangen Aufstand der Juden gegen die römischen Besatzer. Das Zentrum des antiken Judentums existiert seit diesem 30.August 70 nicht mehr. Per Gesetz verbietet Rom den Juden, sich Jerusalem zu nähern. Im 7. Jahrhundert erobern die islamischen Ummayyaden Jerusalem und erbauen auf dem Tempelberg den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee. Erst mit der Gründung des Staates Israel 1948 kehren Juden offiziell nach Judäa zurück. Jerusalem wird Hauptstadt und der Tempelberg zum politisch hochsensiblen Ort.

Heute stehen wir fassungslos vor dem Leid der Menschen im Nahen Osten. Wir können immer wieder hilflos nur um Frieden bitten – halten wir heute einfach nur Stille.

 

Und bitten wir mit Papst Franziskus: Herr und Vater der Menschheit,

du hast alle Menschen mit gleicher Würde erschaffen.
Gieße den Geist der Geschwisterlichkeit in unsere Herzen ein.
Wecke in uns den Wunsch nach einer neuen Art der Begegnung,
nach Dialog, Gerechtigkeit und Frieden.
Sporne uns an, allerorts bessere Gesellschaften aufzubauen
und eine menschenwürdigere Welt
ohne Hunger und Armut, ohne Gewalt und Krieg.


Gib, dass unser Herz sich
allen Völkern und Nationen der Erde öffne,
damit wir das Gute und Schöne erkennen,
das du in sie eingesät hast,
damit wir engere Beziehungen knüpfen
vereint in der Hoffnung und in gemeinsamen Zielen. Amen.

Aus der Enzyklika fratelli tutti

Dienstag, 21. November 2023

Fürbitten 22.11 Dankbar für alle Freude: Hl. Cäcilia

 

22.11.2023 Hl.Cäcilia  

Die Heilige des heutigen Tages, die hl.Cäcilia, ist die Patronin der Sänger, Musiker und Dichter, der Organisten, Orgelbauer und Instrumentenmacher. Rund um sie ranken sich viele Legenden, sie war eine vornehme Römerin, die vermutlich im 4.Jahrhundert wegen ihres Glaubens den Tod als Märtyrerin erlitt. Bitten wir heute an ihrem Gedenktag ganz besonders um alles, was unser Herz erfreut und was für unsere Sinne so wichtig ist

dass wir uns von Musik und Malerei, von Theater, Dichtung und Literatur inspirieren und auch tief in unserem Inneren ansprechen lassen können

bitten wir für Alle, die nur mehr schlecht hören und schlecht sehen oder überhaupt taub oder blind sind oder aus anderen Gründen all diese Möglichkeiten nicht haben

dass wir auch Freude im Tanz erfahren, auch im Sport Lust an Bewegung und Hingabe und Leichtigkeit

bitten wir für Alle, die in sich erstarrt sind, die sich ausgebrannt und leer fühlen

bitten wir, dass Gott unsre Sinne und Dankbarkeit schärft für alles, was uns trotz allen Krisen rundum an Schönem und Gutem umgibt

bitten wir für Alle, die das Leben zu schwernehmen und oft nur die negativen Seiten sehen können

lass uns dankbar sein, dass wir hören, sehen, riechen, schmecken und fühlen können und lass uns vor allem mit-fühlen und die Freude anderer teilen

bitten wir für Alle, die sich in sich zurückziehen und unter ihrer Einsamkeit leiden

am Gedenktag der hl Cäcilia danken und bitten wir auch für alle Künstler und nicht zuletzt für die Musiker: dass ihre schöpferische Kraft die Menschen über ihren Alltag hinaushebt und uns auch deine Nähe erfahren lässt.

 

Du guter Gott, so danken wir für alles, was uns jeden Tag wieder erfreut und beglückt – trotz aller Probleme - Lass uns das Leben wie eine Symphonie hören, mit allen Tönen und Zwischentönen, bis wir das ganze Stück wahrnehmen, unser Leben in DIR. Amen

 

 

Montag, 20. November 2023

Fürbitten 21.11 Gott, mach uns zu einem Werkzeug deines Friedens

 

21.11.2023 Gedenktag "Unsere liebe Frau in Jerusalem"

Ein Marien Gedenktag wird heute wieder in den katholischen Kirchen begangen. Er führt uns an einen Ort, in eine Weltgegend, die aktueller und bedrückender nicht sein könnten. Es ist der Gedenktag „unserer lieben Frau in Jerusalem“. Der Tag erinnert an die Weihe einer Basilika zu Ehren der Gottesmutter, 543 war das, in der Nähe des Tempels in Jerusalem. Obwohl die Basilika später zerstört wurde, wurde das Fest im ganzen Orient weitergefeiert. In den römischen Kalender wurde es endgültig erst im Jahre 1585 aufgenommen. Wir heute wollen so inständig wir es können um Frieden bitten und beten. Machen wir es mit den Worten des hl.Franz von Assisi. Er selbst ist 1219 in die von Kreuzfahrern belagerte ägyptische Hafenstadt Damiette gereist um dort mit dem Sultan über Frieden zu sprechen 


Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens,

dass ich liebe, wo man hasst;

dass ich verzeihe, wo man beleidigt;

dass ich verbinde, wo Streit ist;

dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;

 

Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens,

dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;

dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;

dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;

dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

 

Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens,

lass mich trachten,

nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;

nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;

nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

 

Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens,

Denn wer sich hingibt, der empfängt;

wer sich selbst vergisst, der findet;

wer verzeiht, dem wird verziehen;

und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben

 

so bitten wir an diesem Gedenktag unserer lieben Frau in Jerusalem. 

Gott, wir bitten, wir bitten um Frieden. Amen

Sonntag, 19. November 2023

Fürbitten 20.11 man sieht nur mit dem Herzen gut

 


20.11.2023  Lk 18.35  ich möchte wieder sehen können 

„Was soll ich für dich tun?“, fragt Jesus heute im Evangelium einen Mann, der am Straßenrand lautstark nach ihm ruft. Die Leute wollen dem Mann das Schreien verbieten, aber der ist verzweifelt und schreit weiter. Der Mann, er ist blind, WILL etwas von Jesus – und, weil er darauf vertraut, bekommt er es. Jesus hilft ihm, dass er wieder sehen kann. Erwarten WIR uns etwas von Jesus? Rufen wir nach Jesus? Spüren wir, dass es gut wäre, wenn auch wir wieder richtig sehen könnten? So bitten wir

dass wir gut sehen können, auf die Menschen um uns, dass wir das Einmalige an Menschen und Situationen wahrnehmen, dass unser Blick ihnen guttut

dass wir uns umsehen können, dass wir nicht auf uns selbst bezogen bleiben, dass wir aufmerksam und mitfühlend sind und  sehen, wie wir gebraucht werden

dass wir hinsehen können, ganz nüchtern, auf das Gute und das weniger Gute in unserem Leben. Dass wir uns dankbar annehmen, wie immer wir sind

dass wir aber auch einsehen können, wenn etwas nicht richtig war, wenn wir anderen etwas schuldig geblieben sind

dass wir nachsehen können, wenn wir gekränkt sind, wenn wir uns ungerecht behandelt fühlen dass wir aber auch uns selbst Fehler  und Versagen nachsehen können

lass, dass wir auch immer wieder voll Vertrauen aufsehen können, wenn uns manche Situation bedrückt und mutlos machen will

und schenke uns ein wiedersehen mit all denen, die nicht mehr bei uns sind

Du guter Gott, immer wieder sind wir wie blind und sehen den Weg nicht, den wir gehen sollen.  Führe Du uns, gib uns Freude und Zuversicht – im Namen Jesu. amen

Samstag, 18. November 2023

Fürbitten 19.11 die hl.Elisabeth - sie hat ihre Talente genutzt

 


Typische Darstellung Elisabeths bei der Versorgung von Bedürftigen; 
Kreidelithographie nach dem Gemälde von Hans Holbein, d. Ä., frühes 16. Jh

    Elisabeth gilt auch als Beschützerin von Witwen und Waisen, Bettlern, Kranken und unschuldig Verfolgten.

19.11.2023 Hl. Elisabeth  Heilige der Armen und die Geschichte von den Talenten Mt.25.14

Normalerweise, das heißt an einem normalen Wochentag, würde heute der Gedenktag einer der liebenswertesten und bekanntesten Heiligen des Mittelalters gefeiert werden. Es ist der Gedenktag der heiligen Elisabeth. 1207 als ungarische Königstochter geboren, wurde sie schon mit 4 Jahren aus politischen Gründen nach Thüringen verschickt und mit 14 Jahren verheiratet. Die Ehe war sehr glücklich, aber schon mit 20 Jahren war sie, Mutter von 3 Kindern, Witwe, und wurde von den Verwandten ihres Mannes teilweise grausam behandelt. Sie aber kümmerte sich hingebungsvoll und teilweise unter großen Anfeindungen bis zu ihrem Tod 1231 um Arme und Bedürftige.Elisabeth ist der Inbegriff von liebevoller Hilfe und Anteilnahme. Und auch das „normale“ Sonntagsevangelium passt ganz genau zu dieser Lebenshaltung. Hier geht es heute um die Frage an jeden von uns: wie nützen wir unsere Talente. Schauen wir auf die die hl.Elisabeth und nutzen wir unser Talent zur Großzügigkeit. So bitten wir

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn andere unsere Zeit und Zuwendung brauchen

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn wir anderen Geduld und Vertrauen schenken

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn wir Arbeitskraft und Arbeitszeit in Projekte investieren, die uns nicht selbst zugutekommen

Dass wir großzügig denken und handeln, wenn wir darum gebeten werden, auch finanziell Hilfe zu geben – in diesen Tagen (und heute in den Kirchen) sammelt die Caritas für Notleidende im Inland  

Heute feiert die Caritas sozusagen auch Geburtstag. Sie ist am 19.November, ganz bewusst an dem Tag der hl Elisabeth 1921 gegründet worden. Danken wir für die Arbeit und den Einsatz dieser Organisation und bitten wir , dass sie weiter Hilfe für alle leisten kann, die in unserem wohlhabenden Land auf Unterstützung angewiesen sind 

Und bitten wir, mit dem Blick auf das Evangelium, dass es uns gelingt, all unsere Talente einzusetzen, auch wenn sie uns vielleicht noch so klein und bescheiden vorkommen. Dass wir kein Talent vergraben müssen, weil uns der Mut dazu fehlt, es zu nutzen

Du guter Gott, Öffne uns Herz und Augen, dass wir rund um uns die Not der Menschen wahrnehmen. Mach uns fähig zum Mitfühlen und zum Teilen, wie es die heilige Elisabeth von Thüringen gelebt hat. Wir bitten im Namen Jesu, Amen