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Freitag, 12. Februar 2016

Fürbitten Samstag 13.2. - "du, der die Ruinen wieder bewohnbar macht ...Jes.58.9

Ruine in Aleppo  foto: spiegel de



13.2.2016  Jes 58,9  Lk.5.27 Samstag nach Aschermittwoch 
Zwei wunderbare Texte sind das heute in der Liturgie. Im Evangelium werfen die Pharisäer Jesus vor, sich von einem Nicht-Frommen, einem Zöllner einladen zu lassen und in dessen Haus mit Leuten zu feiern, die alle nicht zu den religiösen Insider Kreisen gehören.  Jesus bringt die Sache ganz einfach auf den Punkt: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken“….und der Prophet Jesaia sagt über die, die sich anderen liebevoll und helfend zuwenden: „Man nennt dich den Maurer, der die Risse ausbessert, den, der die Ruinen wieder bewohnbar macht“ . Letztlich ist es Gott, der all das kann, und doch braucht er auch uns, um Güte und Versöhnung ins Leben zu bringen:

Bitten wir vor allem um diesen Frieden
Dass Ruinen wieder bewohnbar werden
Dass die Barbarei ein Ende findet
Dass Menschen in Syrien und im Irak und in all den
Kriegsgebieten der Welt wieder eine Zukunft vor sich sehen
bitten wir konkret für die Bemühungen um eine Waffenruhe in Syrien 

Bitten wir um Frieden in unserem eigenen kleinen Umfeld
Dass wir niemand ausgrenzen, niemand ausschließen
dass wir nicht Salz in Wunden streuen, sondern lieber verbinden und zum Heilen beitragen

dass wir Streit schlichten und nicht Streit schüren
dass wir aufhören zu urteilen und dass wir lernen mit dem Herzen zu hören
dass wir Andere nicht einengen mit unserer fixen Vorstellung von dem, was richtig und falsch ist - dass wir viel eher Mut machen und aufrichten

dass wir nicht immer besser wissen, was anderen gut tut
dass wir lieber auch selbst bereit sind, von Anderen zu lernen
dass wir den Menschen, die mit uns leben, das Leben leichter machen
dass wir ihnen auch die Last der Versöhnung abnehmen und selbst den ersten Schritt tun

dass wir uns selbst nicht so wichtig nehmen
dass wir nicht fasten, um uns selbst etwas zu beweisen
sondern dass uns Fasten frei macht für liebevolle Zuwendung und einfaches "gut-sein"

Du guter Gott, inständig bitten wir um Frieden in der „großen Welt“, aber lass dass wir selbst Menschen sind, die Versöhnung und Ausgleich leben. Dass wir Menschen werden, in deren Umfeld dem man gesund werden und gesund sein kann. Das bitten wir durch Jesus, der uns selbst immer wieder aufrichtet und weiter lieben lässt. Amen