In der Apostelgeschichte hören wir, dass nach der Steinigung des Stephanus eine schwere Verfolgung über die Kirche in Jerusalem hereinbricht. Die Apostel selbst und die jüdischen Bekenner Jesu sind vorerst von der Verfolgung nicht betroffen. Es sind vor allem die sogenannten „Hellenisten“, also Griechen, die Jesus Anhänger geworden sind. Sie müssen fliehen – so aber verbreitet sich nun das Christentum im Mittelmeerraum. Insgesamt aber erkennen wir an diesen Ereignissen eines: Das Christentum ist von allem Anfang an in keine Idylle gebettet. Weltweit sind derzeit mehr als 388 Millionen Christen wegen ihres Glaubens intensiver Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Die zehn Länder mit der stärksten Christenverfolgung sind den Angaben des internationalen Weltverfolgungsindex Nordkorea, gefolgt von Somalia, Jemen, Sudan, Eritrea. Syrien Nigeria, Pakistan, Libyen und dem Iran.
Bitten wir also heute ganz besonders
für alle, die wegen ihres Glaubens oder wegen ihrer politischen oder menschlichen Überzeugung verfolgt oder getötet werden. Nicht alle sind „Zeugen des Christentums“ – aber Zeugen dessen, was Jesus an Menschlichkeit von uns einfordert
Bitten wir für die vielen Menschen, die wahllos in Kriegen, bei Gewalt und Terroranschlägen ums Leben kommen, die gar nicht nach ihrer Überzeugung und Religion gefragt werden – die einfach nur OPFER sind
bitten wir für alle, die sich in ihrem Alltag oder im Berufsleben benachteiligt sehen, auf Grund ihrer Religion oder ihrer Überzeugungen
bitten wir für uns selbst, dass wir Menschen sind, die zu dem stehen, wovon wir überzeugt sind und woran wir glauben - was nach unserem eigenen Gewissen falsch oder richtig ist.
Dass wir erkennen, wo auch in unserem Leben Entscheidungen anstehen, die wir treffen müssen, auch wenn sie uns Nachteile bringen.
bitten wir nicht zuletzt für die Erstkommunionkinder, und auch für die jungen Mädchen und Burschen die bald gefirmt werden, viele sind für ihre Eltern wie kleine Apostel
bitten wir für die Kranken, für die Menschen mit Behinderung und Schmerzen, im Ertragen ihres Schicksals sind auch sie Vorbilder für uns
So bitten wir, Du guter Gott, hilf , dass wir Zeugen Jesu sind, in unserer Geduld und in unserer Ausdauer - in unserer Hoffnung und in unserem Glauben, - vor allem aber auch in der Güte und Fürsorge, die wir füreinander haben. Amen
Weltverfolgungsindex
2026 | Open Doors Deutschland
Am 15. Januar hat Open Doors den Weltverfolgungsindex (WVI) 2025 veröffentlicht. Die jährlich aktualisierte Rangliste zeigt auf, in welchen Ländern Christen weltweit am härtesten verfolgt werden. Gewalt spielt dabei eine immer größere Rolle; doch auch andere Faktoren wie staatliche Restriktionen und gesellschaftliche Ausgrenzung setzen Christen unter großen Druck. Ein Beispiel hierfür ist das zentralasiatische Kirgisistan (Platz 47). Es ist eines von zwei „Neueinsteigern“ auf der Liste und gleichzeitig das Land, in dem sich die Situation weltweit an stärksten verschlechtert hat. Im vergangenen Jahr hat die kirgisische Regierung restriktive Gesetze zur Regulierung der Religion deutlich konsequenter als zuvor durchgesetzt. In der Folge waren eine Reihe von Kirchen gezwungen, ihre Treffen einzustellen.
Weitere aktuelle Entwicklungen in Stichpunkten
- Die
härteste Verfolgung von Christen herrscht unverändert in Nordkorea (1).
- Jemen (3)
und Myanmar (13): Die herrschenden Bürgerkriege haben
zu einem deutlichen Anstieg der Gewalt gegen Christen geführt.
Aufgrund der fehlenden Rechtsstaatlichkeit sinkt die Hemmschwelle, mehr
Übergriffe gegen die christliche Minderheit sind die Folge.
- Afrika
südlich der Sahara: In 13 der hier liegenden 15 WVI-Länder wird
das Ausmaß von Gewalt als „extrem hoch“ eingestuft. Eine zentrale Ursache
dafür ist der wachsende Einfluss islamistischer Gruppierungen, aus deren
Sicht Christen kein Lebensrecht haben.
- Kirchen werden
immer stärker in den Untergrund gedrängt: In ganz Afghanistan (10)
gibt es, ähnlich wie in Somalia (2) schon seit Jahren
keine offizielle Kirche mehr; in Algerien (19) musste die
letzte protestantische Kirche im vergangenen Jahr ihre regulären
Gottesdienste einstellen. Und in China wird die zwischenzeitliche Duldung
der offiziell verbotenen Hauskirchen mehr und mehr zu einer fernen
Erinnerung.
- Rückgang
der Gewalt gegen Christen. Auch das gibt es: Die Zahl gewaltsamer
Angriffe auf Christen ging sowohl in Kolumbien (46) als
auch in Indonesien zurück; Indonesien fiel dadurch aus den ersten 50
Ländern des Index. Das darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich
abgesehen vom Faktor Gewalt die Lage der Christen dort nicht verbessert
hat.










