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Montag, 15. Februar 2016

so JENSEITIG ist er gar nicht, dieser Jesus Fasten 6

Für "brave Kirchgänger" wie mich ist DAS die große Gefahr:
so viele Texte sind schon Routine geworden, im Grund kennt man sie auswendig -
ob man will oder nicht - oft fallen einem die Ohren zu und ganz andere Gedanken gehen einem durch den Kopf. Macht auch nix -
Gottesdienst heißt:  DA sein mit dem was man gerade IST, FÜHLT, BRAUCHT, ERSEHNT ...
man muss nicht stur an Worten kleben - aber gerade in der Fastenzeit gibt es Texte,die lesen
sich wie aktuelle Kommentare, wie hochbrisante Feuilletons zum Thema des Tages.

Im Evangeliumstext heute (Mt.25.31) fragt Jesus:
WAS GLAUBT IHR, WORAUF KOMMT ES AM ENDE LETZTLICH AN?

ICH bin hungrig -          gebt ihr mir zu essen ?
ICH bin durstig  -          fragt jemand, welche Sehnsucht ich habe?
ICH bin fremd   -           sind eure Arme offen für mich, ohne wenn und aber ..?
ICH bin obdachlos -      wißt ihr welche Qual es ist, in Notquartieren zu leben?
ICH bin oft wie nackt -  werdet ihr mir aus der Peinlichkeit und der Verlegenheit helfen?
ICH bin krank -              mit wem kann ich über meine Ängste reden?
ICH bin im Gefängnis - versucht jemand, mich dennoch zu verstehen?

und  wir werden sagen .....
        ICH werde sagen?

"BARMHERZIGKEIT will ich und keine Opfer - "
das lässt uns Gott schon vor mehr als 3.000 Jahren über den Propheten Amos ausrichten.

Aber wir? - wollen wir uns nicht immer noch über "OPFER" freispielen?
da schau her:  kein Alkohol,, keine Zigaretten, keine Süßigkeiten ....ein bißchen mehr Geld spenden

Was und WER begegnet mir heute
wo ich meine Barmherzigkeit auspacken muss? DARF?