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Donnerstag, 8. Oktober 2015

Fürbitten 9.10 - ..den Mund aufmachen Lk.11.14



9.10.2015 Lk.11.14  Jesus heilt einen Mann, der nicht mehr sprechen konnte
„Jesus trieb einen Dämon aus, der stumm war“, heißt es heute am Anfang des Evangeliums. Kennen wir diesen Zustand nicht auch selbst, wenn einem kein Wort mehr über die Lippen kommt, wenn man im Ärger nur noch „die schmale Lippe“ hat und erstarrt? 
Aber wieviele sind auch verstummt, weil sie sich nicht mehr getrauen, zu ihrer Wahrheit zu stehen? Ein hochrangiger Theologe im Vatikan hat vor wenigen Tagen gezeigt, was es heißt, unerchrocken den Mund aufzumachen. So bitten wir heute

öffne unseren Mund Herr
dass wir den Mut haben, die Wahrheit zu sagen
dass wir uns engagieren, unsere Stimme erheben
dass uns nicht vor Angst und Unsicherheit die Stimme wegbleibt

Öffne unseren Mund Herr
dass wir dagegen reden, wenn Unrecht geschieht
wenn Flüchtlinge, Asylanten Bettler, Minderheiten
in der Öffentlichkeit schlecht gemacht werden

öffne unseren Mund Herr
damit wir bitten und betteln und beten
für alle die in Not sind,
damit wir nicht aufhören um Frieden zu bitten und zu beten

öffne unseren Mund Herr
dass wir auch unangenehme Dinge aussprechen können,
in unseren Partnerschaften und Gemeinschaften
dass auch die Männer in der Bischofssynode in Rom
nach guten und heilsamen Worten suchen

öffne unseren Mund Herr
dass wir in persönlicher Kränkung und Beleidigung nicht erstarren
dass wir sagen können, was uns bewegt und was wir uns wünschen
dass wir streiten können und eine andere Meinung haben
und dass wir einander doch nicht verletzen und weh tun

aber hilf uns auch - guter Gott,-  unseren Mund zu halten
immer dann, wenn wir glauben, etwas besser zu wissen
wenn wir sinnlos kritisieren
wenn wir nur unseren Grant loswerden wollen

So danken wir Dir guter Gott für die Sprache, die du uns gegeben hast, für die Fähigkeit, unsere Gefühle in Worte zu fassen – öffne unseren Mund, damit wir nicht aufhören dir zu danken und dich zu loben. Heute und immer. Im Namen Jesu. amen