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Dienstag, 5. März 2024

Fürbitten 6.3. ACHTE GUT AUF DICH

 




6.3.2024 Dtn 4,1   Mt 5,17

„Achte gut auf dich“ heißt es heute in der Lesung aus der jüdischen Bibel.  Vor seinem Tod ermahnt Moses noch einmal die Israeliten, ihrem Gott treu zu bleiben. JAHWE, das ist der Gott, der versprochen hat, mit seinem jüdischen Volk auf dem Weg zu sein. Ja, es geht Mose um die Einhaltung von Geboten und Rechtsvorschriften, aber letztlich geht es darum, dass Gott unser Leben und unser Glück will. „Achte gut auf dich“, es ist letztlich Gott selbst, der das zu uns sagt: so bitten wir

 

dass uns gerade die Fastenzeit wieder aufmerksamer und sensibler macht, nicht nur für das, was andere Menschen brauchen, sondern auch für das, was uns selbst guttut. Für das, was uns lebendig und froh macht

 

Fast heißt nicht nur „Nein“ sagen zu Süßem oder zum Glaserl Wein. Fasten heißt auch: „Nein“ sagen lernen,  wenn wir uns überfordert oder müde fühlen. Hilf uns, dass wir uns nicht aus Eitelkeit Arbeit aufbürden oder uns für unentbehrlich halten

 

Ja, Fasten soll uns da und dort auch an unsere Grenzen führen, aber nicht, weil Gott unsere Erschöpfung und Selbstausbeutung will. Fasten soll Ressourcen in uns freimachen, dass wir Neues anpacken können Lass uns Optimismus und Vertrauen weitergeben

 

Fasten ist nicht nur Verzicht und Einschränkung. Fasten soll uns freimachen: Frei von Gewohnheiten, die nicht mehr guttun. Frei von Abhängigkeiten, auch untereinander, Unser Mut zur Freiheit soll wachsen

 „Achte gut auf dich“ Das ist aber nicht nur einem einzelnen gesagt, sondern einer ganzen Gemeinschaft. Lass, dass wir uns wieder für das Leben um uns engagieren, dass wir uns getrauen, einen Standpunkt zu vertreten, dass wir in unserem Umfeld für ein Klima von Offenheit und Toleranz sorgen

 

Hilf uns immer mehr zu erkennen dass „Gott lieben“ heißt: Freude haben, glücklich sein, vertrauen dürfen. Mach uns offen und frei für die Überraschungen auch an diesem Tag, dass uns alles ein guter Weg zu Dir ist

 

So bitten wir dich guter Gott: hilf uns, dass wir wahrnehmen können, was uns guttut, dass wir jeden Tag wieder „das Leben“ wählen, weil es kostbar und schön ist. Vor allem aber bitten wir für alle Menschen in den Kriegs-und Krisengebieten, für all die Menschen auf der Suche nach Sicherheit und Heimat. Gott, ACHTE DU auf sie alle. amen


ERSTE LESUNG

Dtn 4, 1.5-9

 

 

Lesung aus dem Buch Deuteronomium

„Mose sprach zum Volk: Israel, höre die Gesetze und Rechtsvorschriften, die ich euch zu halten lehre. Hört, und ihr werdet leben, ihr werdet in das Land, das der Herr, der Gott eurer Väter, euch gibt, hineinziehen und es in Besitz nehmen.

Hiermit lehre ich euch, wie es mir der Herr, mein Gott, aufgetragen hat, Gesetze und Rechtsvorschriften. Ihr sollt sie innerhalb des Landes halten, in das ihr hineinzieht, um es in Besitz zu nehmen. Ihr sollt auf sie achten und sollt sie halten. Denn darin besteht eure Weisheit und eure Bildung in den Augen der Völker. Wenn sie dieses Gesetzeswerk kennen lernen, müssen sie sagen: In der Tat, diese große Nation ist ein weises und gebildetes Volk. Denn welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen? Oder welche große Nation besäße Gesetze und Rechtsvorschriften, die so gerecht sind wie alles in dieser Weisung, die ich euch heute vorlege?

Jedoch, nimm dich in acht, achte gut auf dich! Vergiss nicht die Ereignisse, die du mit eigenen Augen gesehen, und die Worte, die du gehört hast. Lass sie dein ganzes Leben lang nicht aus dem Sinn! Präge sie deinen Kindern und Kindeskindern ein!


https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2024-03-06