Ich bin Sr. Lucia –
und freue mich, dass ich in meinem
fortgeschrittenen Alter ( 67 + ) (!) und als Ordensfrau (!) noch in
den modernen Medien präsent sein kann …
…… die Bekanntschaft/Freundschaft mit Ilse machts möglich!
…… die Bekanntschaft/Freundschaft mit Ilse machts möglich!
Auf unserer Homepage
www.salvatorianerinnen.at
bin ich in der Wiener Gemeinschaft „Emmaus“ zu finden. Wir sind
eine achtköpfige Schar, hauptsächlich im Gesundheitsbereich tätig
(gewesen): Krankenschwestern, Hebamme, Röntgenassistentin,
Großküchenleiterin, Oberärztin.
Ich selbst tanze da ein wenig aus
der Reihe, denn ich habe es ein (Ordens-)Leben lang mit Verwaltung,
Behörden, Ämtern, Banken … zu tun gehabt. Ich hatte schon vor
meinem Ordenseintritt, da war ich 18, eine entsprechende
kaufmännische (damals war Gender noch kein Thema!) Ausbildung - und
auch eine Ordensgemeinschaft muss sich um das wirtschaftliche
Über-Leben kümmern - !
Das ist die eine Seite meines
mittlerweile 49jährigen Ordenslebens.
Die andere Seite ist das, was wir im religiösen Fachjargon „Spiritualität“ nennen: Ein spannendes und vielversprechendes Unterfangen!
Die andere Seite ist das, was wir im religiösen Fachjargon „Spiritualität“ nennen: Ein spannendes und vielversprechendes Unterfangen!
Während die ersten Jahrzehnte meines
„geistlichen Weges“ auf Vertiefung des Glaubens, auf Wachsen und
Entfaltung meiner Gottesbeziehung ausgerichtet waren, geht jetzt der
Weg in die Mitte, zum Wesentlichen, in mein eigenes Innere –
dorthin, wo alles Unwichtige, Oberflächliche, Äußerliche
wegbleiben kann und die Beziehung zu Gott im einfachen Dasein vor IHM
seinen Ausdruck sucht und findet. Die hl. Teresa von Avila drückt
ihre Erfahrung so aus: „Inneres Beten ist Verweilen bei einem
Freund, mit dem wir oft allein zusammenkommen, einfach um bei Ihm zu
sein, weil wir sicher wissen, dass Er uns liebt.“Diese
Dimension meines Lebens ist eine wertvolle Basis bei meinen
derzeitigen Aufgaben, wo der Mensch in seiner Einmaligkeit im
Mittelpunkt steht: Ich arbeite seit ein paar Jahren bei einer
Beratungseinrichtung der evangelischen und katholischen Kirche mit,
wo sich Menschen aller sozialen Schichten mit den unterschiedlichsten
Problemen und Schwierigkeiten an uns wenden. Neben der fachlichen
Kompetenz ist es hilfreich, auf das eigene Von-Gott-Getragen-Sein
vertrauen zu können.
Und so nebenbei besuche ich regelmäßig BewohnerInnen im Wohnheim für Blinde und Sehbehinderte im 14. Wiener Bezirk. Auch das Schicksal dieser Menschen – oft kommen zur totalen Blindheit bzw. Sehschwäche noch weitere gesundheitliche, auch psychische Einschränkungen dazu – auch deren Schicksal geht mir sehr nahe und findet einen guten Platz in meiner Hinwendung zu Gott.
Und morgen ist ein neuer Tag mit neuen
Möglichkeiten!
"....und wie machen wir weiter"?
schrieb Lucia augenzwinkernd unter das letzte Foto
noch ein persönliches PS: Sr.Lucia verdanke ich, dass ich mich immmer wieder fast integriert in die Schwesterngemeinschaft fühle. Nach meiner Pensionierung - als ich nicht mehr um 4.30 mit dem Taxi ins ORF Studio gefahren bin - nach meiner Pensionierung habe ich "beim joggen" in der Früh - Wolkenbruch - die große Kapelle der Salvatorianerinnen entdeckt. "Zum Unterstellen" - dann ging ich eigentlich jeden Tag dorthin zur Frühmesse. 5.45 Laudes - 6.00 Gottesdienst. Und eines Tages kam Sr.Lucia auf mich zu, sie wußte ja gar nix von mir, und fragte mich, ob ich nicht einmal an ihrer Stelle "Lektorin" sein möchte, also Lesung, Fürbitten sprechen. Für mich war das eine EHRE, praktisch "als eine der Schwestern" so empfand ich es, den Gottesdienst mitgestalten zu dürfen. Das ist nun regelmäßig so und macht mich sehr glücklich und "mitschwesterlich"
Allen meine
„geistlichen“ FreundINNEN und Freunden will ich am Ende ihres
Beitrages aber auch noch eine Frage stellen: gibt es ein Gebet,
einen Gedanken, ein Mantra, ein Gedicht – das für Dich, dass für
Sie, besonders wichtig und GUT ist. Etwas, zu dem man- in guten
und weniger guten Stunden – Zuflucht nimmt, etwas, das einem hilft,
ruhig macht, tröstlich ist, Zuversicht gibt
Sr.Lucia schrieb mir:
„JESUS KOMM!
KOMM HERR JESUS!“
Das ist derzeit mein „Gebet für alle Fälle“: von schlaflosen Nachtstunden bis zur Feier der Eucharistie, vor drohenden Konfliktsituationen bis hin zu Ereignissen und Schicksalsschlägen, die sprachlos machen: Unfälle, Krebsdiagnosen, Krieg, Elend …."