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Samstag, 18. Februar 2023

Fürbitten Sonntag 19.2. wie finden wir zum Frieden ?

 


19.2.2023 Mt.5.38 die andere Wange hinhalten

Wir stecken in einem tiefen Dilemma. Die Welt scheint immer gewalttätiger zu werden. Eine Spirale der Gewalt, der wir als Einzelne hilflos gegenüberstehen. In wenigen Tagen jährt sich der unfassbare Überfall auf die Ukraine, und es ist nicht der einzige Gewalt Herd in dieser Welt. Gewalt, Brutalität, Aggression – eine Unfähigkeit zum Mitgefühl und Mitleiden, das scheint auch immer mehr im eigenen nahen Umfeld zum Thema zu werden. Was ist los mit Jugendlichen, die andere zusammenschlagen, die sich noch in sozialen Medien mit dem brüsten, was sie anderen antun? Oft können die Täter gar nicht ausdrücken, weshalb sie gewalttätig geworden sind, manchmal bis zum Mord. Wut und Frust werden brutal ausagiert. Wie verloren scheinen da heute die Wortes des Evangeliums.Leistet dem, der euch Böses antut, keinen Widerstand ", sagt Jesus und:   „Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.“  Ja, wir stecken in einem tiefen Dilemma: da das-sich-wehren und der Kampf gegen Gewalt – dort die Forderung nach absoluter Gewaltlosigkeit. Ringen wir um Frieden und Versöhnung wenigstens in unserem eigenen Herzen und bitten wir:

 

Dass wir uns im Alltag um ein ausgleichendes versöhnliches Verhalten bemühen

 

Dass wir uns bemühen, Feindbilder abzubauen – wir haben solche wohl auch in unserem eigenen Umfeld

 

Dass wir innerlich Aggressionen abbauen, dass wir nicht in Zorn und Wut handeln

 

Dass wir uns nicht in Gedanken hineinsteigern, die nur zur Eskalation führen

 

Dass wir auf Vergeltung verzichten und ganz bewusst Versöhnung suchen

 

Dass wir auch bereit sind, als erste in einem Konflikt nachzugeben

 

Dass wir anderen in Konflikten die Chance geben, einzulenken und ihr Gesicht zu wahren

 

Du guter Gott, du weißt wie begrenzt unsere Liebe ist – hilf uns, wenigstens hin und wieder über unseren Schatten zu springen, hilf uns in Konfliktsituationen ANDERS zu denken, ANDERS zu fühlen, ANDERS zu reagieren als wir es spontan tun würden. Krempel du uns um, denn wenn wir um Sanftmut bitten, dann brauchen wir deinen heiligen Geist. Amen