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Montag, 18. Juli 2016

Fürbitten 19.7. - nein,so einfach ist das nicht mit Jesus



19.7.2016 Deine Mutter steht draußen Mt.12.46
Eines sollen wir nie vergessen: Jesus war zwar ein Prediger, dem viele Menschen gefolgt sind, aber für seine Familie war er ein normaler Mensch, ein normaler Mann, nicht schon „der liebe Heiland“. So jemanden in der Familie zu haben, der Aufsehen erregt, das kann peinlich sein. Heute wird im Evangelium berichtet, wie Maria ihren Sohn aus einer Versammlung herausholen will, offensichtlich will man Jesus nach Hause zurück bringen. Der aber lässt seine Mutter ungerührt vor der Türe stehen – die, die ihm zuhören, die, die ihn verstehen, das sind seine engsten Verwandten, sagt er.  Bitten wir heute

dass wir Jesus nicht nur verklärt sehen, sondern auch seine Ecken und Kanten
dass wir das Ungewöhnliche, das Provokante, das so ganz Andere an Jesus wahrnehmen

dass wir immer wieder und viel mehr auch an das menschliche Leben von Jesus und Maria denken - dass wir uns aus diesem Leben Geduld abschauen, Toleranz, einen langen Atem für alles, was wir selbst nicht gleich verstehen

dass Jesus „nachfolgen wollen“ auch heißt: in Kauf nehmen, dass wir selbst auch bisweilen für andere Menschen komisch oder seltsam erscheinen

dass wir mit dem Blick auf Jesus Geduld und Respekt vor allen Menschen haben, die aus dem Rahmen fallen, die nicht angepasst sind, die ihren eigenen Weg gehen und oft anecken

bitten wir, dass vor allem auch unsere Kirche niemanden ausgrenzt, der „anders“ ist

und bitten wir für alle Eltern, die auch so manches an ihren Kindern nicht verstehen oder die vielleicht wirklich „schwierige Kinder“ haben


Du guter Gott, wir danken dir, dass wir mit Jesus auf dem Weg sein dürfen – durch alle Höhen und Tiefen, auf allen Umwegen und Irrwegen unseres Lebens: denn sie alle führen zu dir. amen