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Samstag, 24. Februar 2018

Fürbitten 2.Fastensonntag Braucht Gott OPFER?????




25.2.2018  2.FS Gen.22.1 Mk.9.2   Opferung Isaak – Jesus Verklärung

Über die erste Lesung aus der jüdischen Bibel möchte man sich heute gerne hinweg schwindeln: die Opferung Isaaks durch seinen Vater Abraham. Ein Mord, von Jahwe persönlich befohlen, der Vater ist bereit zu gehorchen – erst im letzten Moment zeigt Gott einen Ausweg. Der Sohn bleibt am Leben. Ist das nicht eine der schlimmsten Geschichten in der Bibel? Gott will, dass ein Vater seinen Sohn schlachtet. Braucht Gott dieses Opfer? Und braucht Gott das, was wir im Neuen Testament als „das Opfer seines Sohnes“ bezeichnen?  Hat Gott Opfer nötig? Wollen wir uns einen Gott vorstellen, der nur durch Opfer zu versöhnen ist?  Im Evangelium hören wir von „der Verklärung Jesu“, wir hören, dass Gottes Gegenwart verwandelt – und dennoch wird dieser Jesus sterben müssen. Bringen wir unsere Ratlosigkeit zu Gott: auch die Jünger wissen am Ende der Verklärungsgeschichte nicht, 
"was das bedeuten soll" . Halten wir nach den Gedanken kurz Stille

Was bedeutet es, wenn Menschen, wenn Kinder, Frauen, Männer wie Tiere abgeschlachtet werden. Was bedeutet es, wenn die internationale Staatengemeinschaft so hilflos ist, wie jetzt wieder in Syrien, was bedeutet es, wenn wir alle nur Zuschauer des Entsetzens sind 
Gott: wo bist du?

Was bedeutet das, wenn Schulkinder erschossen werden, wenn man Kinder missbraucht,
was bedeutet das, wenn Kinder vor Hunger sterben, was bedeutet es, wenn schon kleine Kinder schwer krank sind und leiden
Gott: wo bist du?

Was bedeutet das, wenn die soziale Kälte in Europa wieder größer wird, wenn jeder nur auf seinen eigenen Vorteil schaut, wenn ausgrenzen wichtiger wird als annehmen. Was bedeutet das, wenn wir von so viel sinnloser Gewalttätigkeit zwischen Menschen auch in unserem eigenen Land hören
Gott: wo bist du?

Was bedeutet es, wenn auch unser eigenes Leben mühsam ist, wenn die unbeschwerten Tage weniger werden, wenn Krankheiten und Abhängigkeiten zunehmen.  
Gott: wo bist du?

Was bedeutet es „von den Toten auferstehen“, wo sind alle die, die nicht mehr mit uns leben?
Wie wird es sein, wenn uns selbst der Tod ganz nahe ist, worauf werden wir hoffen
Gott wo wirst du dann sein?


So bitten wir in unserer Ratlosigkeit – Gott sei bei uns, sei bei uns,wie du an der Seite Abrahams warst, sei bei uns, wie du an der Seite Jesu warst , auch in seinem Sterben.
Gott sei bei uns, wo immer wir sind. Und lass uns nie vergessen, Libe willst du, nicht Opfer. Amen




Ach Arthur 169 SCHMÄHTANDLER

Genau, der Arthur ist ein Schmähtandler.
Der "hält uns am Schmäh" - und selbst wenn wir
bisweilen misstrauisch sind,
fallen wir immer wieder darauf rein.
Abholung vom Kindergarten:
der Arthur bestens drauf, gelobt von den Tanten -
er rennt noch seine Ehrenrunden im langen
Kindergarten-Gang .... ohne rennen geht ja gar nix ....
dann lässt er sich endlich von der Moa anziehen.
Wobei der Arthur selbst seine Sachen aus dem
Kinder Garderobenschrank bringt .....
Aber damit fängt es ja schon an
Immer wieder tut er so, als würde er in ein anderes
Fach/Körberl greifen ....dann zuckt er erschrocken mit
den Schultern, oh..." meine Sachen sind ja nicht da" -
und beim 1.Mal fällt die Moa erschrocken  auch glatt drauf rein
"Na das gibt es ja nicht!!! Komm, wir schauen..."
Da lacht der Arthur glockenhell auf:
"haha, ist ja nicht sein Körbchen .....
"DA Moa, DA ...das "Hahn Körbchen" ist meines"
Hochzufrieden bringt der Arthur der Moa
Schal und Mütze, von unten die Schuhe,
von der Kleiderstange den Parka, und auch auf den Schal vergisst er nicht ...der Arthur hat alles im Griff
- auch uns -
Also: Anzieh Zeremonie beendet - nun gehen wir
in den Vorraum wo die Buggys "geparkt" sind.
Mindestens zehn stehen da dicht gedrängt und
jetzt kommt die nächste Arthur Nummer
Wieder ein ratloser Arthur Blick
WO - WO Moa??????  WO ist mein Buggy??????
Arthur steht wie verloren da  .... macht keinen Schritt
auf SEIN Wagerl zu .... bei den ersten Malen fällt die
Moa ja wieder auf den Schmähtandler voll herein
"Da - DA - schau! Arthur
DA ist das Wagerl"
Arthur kichert nur - er lässt der Moa die Freude.
Jetzt, manchmal, stellt sich auch die Moa DUMM:
"Um Gottes willen, um Gottes willen
WO ist nur das Wagerl - ja, da müssen wir jetzt glatt zu
Fuß nach Hause gehen!!!!"
Arthur bleibt unbeeindruckt, er wendet sich ohne mit der Wimper zu zucken zur Ausgangstüre ... so quasi
"na dann gemma halt OHNE Wagerl" ...
Gut, die Moa gibt sich geschlagen, holt sich das Wagerl aus dem Pulk -
und wir marschieren ....
....und gleich wird die Moa wieder die
Dumme sein. Moa Frage:
"Arthur wie wars heute im Kindergarten??"
Ja, schön wars, sagt er, lustig, man sieht es ihm an - ABER dann bleibt der Arthur stehen....
Kopferl gesenkt, Schultern hängen ...
ganz traurig schaut er - OJE
"Geweint hab ich - weint hab ich..."
"Oh du meine Güte" ruft die Moa,
"ja warum weinst du denn!!!!"
Das war ja zu Beginn des Kindergartens: da hat der Arthur
fast jeden Tag wenigstens EINMAL "weinen müssen"
Weinen, warum? Weil die Lieblingstante Conny den Raum verlassen hat - und selbst wenn sie ihm angeboten hat, er darf sie mit hinaus
begleiten, nein, der Arthur ist lieber geblieben und
"HAT WEINEN MÜSSEN"
DRAMA BOY! sagen bald lachend alle, keiner nimmt es mehr ernst
und irgendwann scheint das aufzuhören ...keiner fragt mehr danach
und nun erzählt der Arthur ES wieder
"Gweint hab ich - gweint"

"Ja um Himmels Willen warum????"
"Conny hinaus gegangen ist ...
....Conny hinaus gegangen ist!!!"
Die Moa zieht alle pädagogischen und psychologischen Register :"aber das musst du doch nicht...
du weisst doch schon ...."
Geduldig hört sich der Arthur alles an,
nickt mit dem Köpfchen ....
dann wird er aber doch wieder fröhlich
Na Gott sei Dank!!!
Irgendwann sagt dann einmal daheim der Papa
"Also ich weiß nicht, bei dem blitzt es so in den
Augen, wenn er uns vom Weinen erzählt ...."
und am nächsten Tag fragt die Mama im Kindergarten nach:
"Weint der Arthur?"
"NEIN" weit und breit kein "Arthur Weinen"
Voll vergnügt ist er ....
dieser Schmähtandler
Aber sein ÜBERDRÜBER SCHMÄH
funktioniert ja noch viel perfider

"Viiiieeelen Dank" sagt der Arthur
"Viiiieeeelen" Dank sagt er so
reizend und zuvorkommend, dass man sich
immer nur geschmeichelt fühlt
"Vieeeelen Dank" Moa
"ABER BITTE KEIN ESSEN"
Aber bitte nicht wickeln
Aber bitte nicht Schuhe anziehen
........
"Viieelen Dank!"
Das "vielen Dank" überrumpelt einen so sehr, dass man
im Anschluss prompt tut, was ER will
nichts zum Essen geben - nicht wickeln -
keine Schuhe anziehen
"Viieeelen Dank" der Überdrüberschmäh funktioniert auch im Kindergarten -
wenn er beim Mittagstisch nur ein paar wenige Häppchen nimmt
ein paar abgezählte Backerbsen in der Suppe - zwei Gabeln Reis und kein Schnitzerl

"Viieeelen Dank" 
sagt der Arthur, so reizend er nur kann, und schiebt den Teller sanft beiseite!

"der Arthur ist ja so höflich" sagen die Kindergarten Tanten ....

Da wird ihn doch keiner zwingen wollen, etwas zu tun, was er nicht will

na eben!



Fasten 11 besser richtig hinschauen


Wer einen Engel sucht 
und nur auf die Flügel schaut,

könnte leicht eine Gans nach Hause bringen 

Georg Christoph Lichtenberg.

Freitag, 23. Februar 2018

Für bitten 24.2. ohne die Liebe ist alles nichts - Hl.Matthias



24.2.2018 Fest des Hl.Matthias Joh.15.9  Liebt einander, liebt einander, liebt einander  

Neunmal kommt im heutigen Evangelium das Wort „Liebe“ vor. Jesus will es seinen Jüngern regelrecht einhämmern. Liebt einander -  Wie ich euch geliebt habe - Wie ich vom Vater geliebt bin. - Genauso müsst auch ihr einander lieben. Ein Wort, gesprochen – in unser privates Leben aber auch in unsere heutige Gemeinschaft der Kirche. Bitten wir um diesen Geist der Liebe, der letztlich ein Geist der Freiheit ist 

Bitten wir für Papst Franziskus und all seine Bemühungen, dass die Kirche wieder eine Kirche an der Seite der Armen wird, aber auch eine Kirche, die liebevoll mit den Menschen in allen Lebensbereichen mitfühlen und mitleiden kann

bitten wir um eine Kirche, die für kritisches Denken in den eigenen Reihen dankbar ist, die Raum lässt für Initiativen und Mitentscheidung, eine Kirche, die darauf vertraut, dass uns die Liebe Gottes in die Freiheit führt  

bitten wir für alle Christen, die auch heute noch verfolgt werden, die in Ländern leben wo sie gefährdet und ausgegrenzt sind – dass sie sich von uns nicht vergessen fühlen
.
Bitten wir, 
dass wir selbst ernst machen mit dem Weg der Barmherzigkeit, mit dem Geist der Barmherzigkeit,  dass es Liebe ist, die uns in allen Situationen und Entscheidungen in unserem Alltag trägt - dass uns die Liebe immer wieder hilft zu erkennen, was wirklich wichtig ist und wofür es sich lohnt, sich abzustrudeln

dass wir auch nicht nur unseren eigenen Ideen hinterher laufen, sondern dass wir es dort aushalten, wohin uns "Gottes Geist" weht und dass wir versuchen, was immer wir oft auch tun müssen, in Liebe zu tun

und nicht zuletzt bitten wir: lass uns Jesu Worte immer besser verstehen, dass wir nicht mehr Knechte sind sondern „Freunde“. Gib uns den Mut zur Selbstverantwortung und Freiheit in aller Liebe, lass uns in der Freiheit der Kinder Gottes leben

Du Guter Gott, in deine Hände legen wir die Unsicherheiten und Ängste unserer Zeit. Wir bitten um Frieden und Versöhnung, lass uns an die Kraft der Liebe glauben, die auch alles Böse verwandeln kann. Darum bitten wir im Namen Jesu, Amen




Zum engsten Kreis um Jesus haben 12 Männer gezählt – einer von ihnen, Judas, hat Jesus verraten und hat sich nach diesem Verrat verzweifelt selbst das Leben genommen. Nach der Auferstehung und der Himmelfahrt Jesu soll diese Lücke gefüllt werden. Es soll ein Mann ins Apostelkollegium gewählt werden, der den irdischen Jesus gekannt hat, seine Worte und Taten, und der ihn auch als Auferstandenen erlebt hat. Petrus stellt zwei Männer zur Wahl - , der, auf den das Los fiel, ist Matthias. Nach der Legende soll Matthias in Äthiopien gewirkt und das Martyrium erlitten haben. Seine Reliquien wurden im Auftrag der Kaiserin Helena nach Trier gebracht; dort werden sie in der Abteikirche St. Matthias verehrt, die im Mittelalter das Ziel vieler Wallfahrten war.

Fasten 10 runter vom "Chefsessel"



Man hat uns glauben gemacht, 
dass wir mit nichts enden, wenn wir loslassen. 

Das Leben beweist das Gegenteil: 


Loslassen 
ist der einzige Weg zur Freiheit. 

Sogyal Rinpoche 
tibetischer Meditationsmeister

Donnerstag, 22. Februar 2018

Fürbitten 23.2. VERZEIHEN - ohne "wenn und aber"



23.2.2018  Mt.5.20 bedingungslos verzeihen   Ez.18.21 Umkehr

Es muss anders werden, ihr müsst umdenken, so könnt ihr nicht weitermachen, ihr müsst ganz anders leben – das sind eigentlich die Kernaussagen aller Texte in der Fastenzeit. Auch heute wieder. In der Lesung aus der jüdischen Bibel ist es Jahwe selbst, der bedingungslos verzeiht, wenn jemand, der schuldig geworden ist, sein Unrecht einsieht und sich ändert. Im Evangelium verlangt Jesus, dass wir selbst bedingungslos verzeihen. Nicht nur verzeihen sondern dass wir alles tun, um Versöhnung untereinander möglich zu machen.

dass wir uns aufrichtig um ein friedliches Miteinander bemühen

dass wir im Zweifel die ersten sind, die die Hand zur Versöhnung ausstrecken

dass wir Konflikte austragen können, ohne uns zu verfeinden  

dass wir „ohne wenn und aber“ verzeihen können, wenn man uns gekränkt hat

dass es uns gelingt, Menschen zusammen zu führen und Gegensätze zu überwinden

dass wir alles vermeiden, was andere beschämt oder schlecht aussehen lässt

dass wir nicht nur nach außen hin freundlich sind, sondern immer besser lernen, das Gute im anderen zu sehen

bitten wir um Verzeihen und Frieden weltweit. Wie schlimm sind Gewalt und Unrecht, wie groß muss das Verzeihen sein, wie bitter notwendig ist an so vielen Krisenherd der Welt ein Neu-Anfang – bitten wir auch um Versöhnung und Aussöhnung all der Gegensätze im eigenen Land 

Du guter Gott, hilf uns – im Kleinen und im Großen - den richtigen Weg zu finden. Lass uns Menschen sein, die zur Versöhnung und zum Ausgleich fähig sind. Damit wir „Werkzeuge deines Friedens“ in unserer Welt sind. Das erbitten wir im Namen Jesu . Amen

Rechtzeitig aufstehn - bitte unterschreiben





Fasten 9 post it


Standortbestimmung:

1. Was tue ich, was ich weiterhin tun soll?

2. Was tue ich, womit ich unbedingt zu tun aufhören soll?

3. Was habe ich noch nicht angefangen zu tun,
was ich schon längst hätte tun sollen?

Mittwoch, 21. Februar 2018

Fürbitten 22.2. Kathedra Petri? Was soll das sein?



22.2.2018 Kathedra Petri
Kirche: mehr Ort der Barmherzigkeit und weniger "Lehrstuhl" 

Eigentlich geht dieses Fest auf einen heidnischen Brauch im alten Rom zurück. Im Totengedenken hat man dort zu eigenen Feiern Speisen für die Verstorbenen gebracht und für jeden Toten auch einen Sessel,einen Stuhl (cathedra) hingestellt. Die Christen haben bei diesem Totengedenken an Petrus gedacht – aber ab dem 4.Jahrhundert hat Rom diese Feier mit heidnischem Hintergrund verboten. Statt dessen hat man nun den Sessel, den „Stuhl“ des Petrus als „Lehrstuhl“ umgedeutet. Dieser „Lehrstuhl Petri, das wissen wir, hat in der Geschichte der christlichen Kirchen aber auch zu vielen Problemen geführt. Bitten wir heute

dass in den obersten Gremien der Kirchen um ehrliche Fortschritte in der Ökumene gerungen wird – an der Basis der Christen scheint ja alles viel unkomplizierter zu sein - und bitten wir um Dankbarkeit, für die Eigenheit der jeweils Anderen, von denen wir auch lernen können

bitten wir ganz besonders für Papst Franziskus, dass er seinen Reformkurs im Sinne einer Kirche der Barmherzigkeit, einer Kirche FÜR die Menschen fortsetzen kann. Der Papst selbst spricht offen von Behinderungen und absichtlichen Missverständnissen auf Seiten innerkirchlicher Kritiker 

bitten wir für die Priester in der Kirche, ihre Lebensform ist nicht einfach,
bitten wir, dass Druck und auch Vereinsamung von den Priestern genommen wird

bitten wir, dass mit Schwierigkeiten innerhalb der Kirche und auch innerhalb des Klerus
offen und ehrlich umgegangen wird,
dass vor allem auch alles getan wird, um Mißbrauch an Menschen in der Kirche zu verhindern.

bitten wir, dass kirchliche Vorschriften Menschen nicht niederdrücken, sondern ihnen Mut und Vertrauens ins Leben geben, dass die Kirche, aber auch wir alle, wie Jesus heilend und verzeihend auf Menschen zugehen, und nicht strafend und mit erhobenem Zeigefinger

bitten wir, dass es auch bei uns selbst nicht um das Hüten und Bewahren alter Vorschriften geht, sondern dass wir immer wieder den Geist Gottes in neuen Situationen und Herausforderungen erkennen und annehmen 

und bitten wir, dass wir unseren Glauben mit Freude und Liebe leben und uns in der Gemeinschaft der Kirche zu Hause fühlen


So bitten wir dich guter Gott, dass wir selbst einen guten Weg mit der Kirche gehen können und dass uns immer bewusst ist, dass wir alle eine „priesterliche Berufung“ haben, wie es im Buch der Offenbarung steht "Christus liebt uns … er hat uns die Würde von Königen gegeben und uns zu Priestern gemacht für den Dienst vor seinem Gott und Vater",
(Offb 1,5f.).

Fasten 8 in der Zärtlichkeit einander erkennen


Wir sind in unsrem Element
im Zustand der fressenden Larve

und können nur hoffen
bis in die Verpuppung zu kommen

in den durchsichtigen Kokon
in dem wir zu erkennen sind 

Eva Zeller

Dienstag, 20. Februar 2018

aufstehn - FÜR die weitere Unabhängigkeit des ORF




bitte unterschreiben

Fürbitten 21.2. UMKEHR? Aber WOHIN?



21.2.2018  Kehrt um  Jon.3.1 + Lk. 11.29 

Gott schickt einen Propheten, (der übrigens absolut keine Freude an diesem Job hat), um die Menschen in Ninive vor der Vernichtung zu warnen. Die nehmen es ernst, ihre Umkehr besänftigt Gott. Er straft die Menschen nicht. „Es reute ihn“, heißt es in der Lesung aus der jüdischen Bibel. Im Empfinden der Menschen hat sich nun das Gottesbild verändert. Man kann sich mit Gott versöhnen, wenn man sich ernsthaft ändern will.  KEHRT UM, Das ist es auch, was Jesus predigt: KEHRT UM!
So bitten wir heute

Lass uns umkehren,
das heißt aber nicht: zurückgehen, woher wir gekommen sind
lass uns erkennen, dass uns nur ein neuer Weg vorwärts bringt
dass wir nicht im Alten erstarren dürfen
dass wir uns auf Neues hinbewegen müssen.

Lass uns loslassen, was uns schon längst zur Last geworden ist.
Lass uns loslassen, was uns einengt, was uns die Freude nimmt
Lass dass wir immer besser lernen
Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden

Umkehr heißt nicht, wieder so zu werden wie man gestern schon war .
Lass uns die neuen Herausforderungen erkennen,
gerade auch in Zeiten von Krankheit und Krisen.
Lass uns unbeschwert auf alles zugehen
was uns jeder Tag und jede Begegnung bringt

Umkehr, das heißt
den Blick wieder freimachen, erkennen was gerade JETZT wichtig ist.
So lass, dass wir in diesen Tagen des Fastens nicht nur gegen etwas kämpfen
sondern dass wir uns auch wieder für etwas engagieren
Lass uns wieder etwas für eine gute Sache riskieren

Fasten darf nicht nur Einschränkung und Verzicht sein.
Im „weniger haben“ -  sollen wir das Bessere herausschmecken.
Schärfe unsere Sinne und Empfindungen und die Dankbarkeit
für das Gute und Einmalige rund um uns und in uns selbst.
Gib uns Freude in diesen Tagen

Vor allem aber: 
Lass uns umkehren, lass uns wieder Frieden finden
Überall auf dieser Erde, wo Menschen einander verfolgen, quälen und töten
aber auch in unserer kleinen Welt
dass wir Bitterkeit und Kränkungen vergessen
dass wir gütig und geduldig miteinander umgehen
Herr lass uns umkehren

Du guter Gott, so lass uns im Fasten die Freude an dir suchen.
Lass uns erkennen, dass es nicht um weniger Genuß sondern um mehr Leben geht.
Nicht um Zwang, sondern um den Gewinn von mehr Freiheit. Hilf uns dazu, so bitten wir im Namen Jesu. amen

7 Fasten ausgebrannt ? versuch's mit Liebe



"Ohne die Liebe 
ist jedes Opfer Last, 
jede Musik nur Geräusch, 
und jeder Tanz macht Mühe. "

Rumi, Das Lied der Liebe

Fürbitten 20.2. VATER UNSER


20.2. 2018 Mt.6.7 Vater unser

Macht es überhaupt Sinn zu beten? Wie viele Gebete um Frieden gibt es, und WIE sieht dennoch die Welt aus. Wie viele Gebete um Heilung gibt es, und wie wenige davon werden erhört? Jesus hat gebetet wie alle gläubigen Juden, darunter die Psalmen, die wir auch heute noch beten. Und dennoch lehrt Jesus seine Jünger ein neues Gebet. Ein Gebet, nicht mehr zum fernen Jahwe, sondern ein Gebet zu unserem Vater im Himmel. Vertrauen wir und bitten wir mit den Worten Jesu

Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt: 
hilf uns auszuhalten, dass es so vieles im Leben gibt an Ungerechtigkeit, Schmerz, Verzweiflung – – hilf uns anzunehmen, worauf wir keine Antwort finden.  
Christus höre uns....

Dein Reich komme:
hilf uns spüren, was wir gerade heute und Jetzt tun sollen -  lass uns nicht aufhören um Frieden zu beten und in unserem kleinen Alltag dein Reich der Versöhnung zu leben

dein Wille geschehe
Lass uns immer wieder JA sagen zu vielem, was wir in unserem persönlichen Leben nicht verstehen können, was uns unerträglich und sinnlos erscheint. Hilf uns, zu vertrauen und die richtigen Entscheidungen zu treffen

Gib uns heute das Brot, das wir brauchen:
hole unsere Gesellschaft heraus aus der Oberflächlichkeit und Hartherzigkeit, aus Gier und Geiz und Korruption. Lass uns selbst Menschen sein, die gerne teilen aber gib uns auch all das, was wir selbst an Zuwendung, Anerkennung und Liebe  brauchen – wie ein Stück Brot. 

und erlaß uns unsere Schulden,
hilf uns heraus aus allem, womit wir uns selbst das Leben schwermachen, vergib uns die Sünden der Trägheit und der Gleichgültigkeit
bitten wir auch, dass ehrlich um Frieden gerungen wird, um Anständigkeit in Politik und Wirtschaft

denn auch wir vergeben jedem, der in unserer Schuld steht:  
lass uns Menschen sein, die anderen das Leben leichter und erträglich machen, dass wir Gutsein und Vertrauen in unsere Familien und Gemeinschaften bringen, dass wir verzeihen können und Konflikte entschärfen

und hilf uns IN all unseren Versuchungen
bewahre uns davor mutlos zu sein, gekränkt, verbittert, nachtragend. Bewahre uns vor Neid und Eifersucht und vor jeder Lieblosigkeit. Bewahre uns vor Resignation, Pessimismus und Hoffnungslosigkeit.

um all das bitten wir mit den Worten Jesu und Tag für Tag bitten wir um Frieden,
um Hilfe für alle Menschen in Krankheit, Gefahr, in der Verfolgung und auf der Flucht.
Hilf du guter Vater .Amen

Sonntag, 18. Februar 2018

Fürbitten 19.2. WORAUF ES ANKOMMT



19.2.2018 Lev. 19.1. Worauf es ankommt Mt.25.31  hinschauen, mitfühlen, tun
ich war hungrig - habt ihr mir zu essen gegeben?

Das Lesung aus der jüdischen Bibel, aus dem Buch Levitikus und das heutige Evangelium bringen auf den Punkt, was wir schon zu Beginn der Fastenzeit gehört haben. Frommes Herumgetue gibt Gott gar nichts. Und wenn wir hundertmal auch auf unsere Keksi und auf unsere Zigaretten und das Glaserl Wein verzichten: das ist nicht das, was Jesus meint, wenn er aufzählt, WORAUF es letztlich ankommt.
Fasten das heißt: Da-sein für andere auch auf Kosten der eigenen Bequemlichkeit und der eigenen Bedürfnisse. Nehmen wir heute die Worte aus dem Buch Levitikus wörtlich:

Ihr sollt nicht stehlen, nicht täuschen und einander nicht betrügen
So bitten wir: dass wir niemand die Zeit stehlen, weil wir pedantisch und rechthaberisch sind und das die Anderen Zeit und Nerven kostet,

dass wir niemand täuschen
dass wir Konflikte offen austragen und nicht hinterrücks, dass wir über niemand schlecht sprechen

dass wir einander nicht betrügen
dass wir uns in Beruf, Familie und Freundschaften keine Vorteile auf Kosten anderer herausschlagen

ihr sollt euren Nächsten nicht ausbeuten, ihr sollt einen Tauben nicht verfluchen und einem Blinden kein Hindernis in den Weg stellen, du sollst deinen Stammesgenossen nicht verleumden, heißt es im Buch Leviticus

so bitten wir: dass wir Andere nicht über Gebühr belasten, mit Arbeit, die wir ihnen aufbürden oder aber auch mit Vorwürfen und Sorgen,

dass wir mit Menschen respektvoll umgehen und nichts von ihnen verlangen, was sie nicht
geben können, dass wir uns über niemand lustig machen und keine Behinderung ausnützen

dass wir uns an keiner Tratscherei beteiligen, dass wir Andere nicht um ihren guten Ruf bringen, dass wir im Zweifel immer das Bessere annehmen wollen

du sollst keinen Hass gegen deinen Bruder tragen, du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst, - seid Heilig, wie ich eurer Gott heilig bin, so spricht Jahwe zu Moses

und so bitten wir:
dass wir wirklich verzeihen können, verzeihen und vergessen, und keine alten Schulden aufwärmen

dass wir immer besser versuchen, auf Menschen zuzugehen und sie zu verstehen, die anders leben oder denken als wir,  dass wir um eine liebevolle Gesinnung beten

ja und bitten wir auch darum, dass wir „das Heiligsein“ nicht den Heiligen überlassen, sondern uns tatsächlich selbst darum bemühen, auch heute wieder

so bitten im Namen Jesu, der uns sagt: was ihr für den Geringsten eurer Schwestern und Brüder tut, das tut ihr für mich. Hilf uns dazu, guter Gott.Amen