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Montag, 21. Januar 2019

DENKEN macht FREI



HEUTE:  der 1.Tag vom Rest meines Lebens

"Die Furcht vor der Freiheit ist stark in uns." - Germaine Greer

“Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis,
vielleicht ist ja keines da.” Franz Kafka

"Man muss noch Chaos in sich haben
um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ Nietsche

"Glücklich sein heißt, ohne Schrecken
seiner selbst innewerden können." Walter Benjamin

„Um sich selbst zu erkennen, muss man handeln.“ Albert Camus

„Solange man bewundern und lieben
kann, ist man immer jung“ Pablo Casals

"Kein Vormarsch ist so schwer
wie der, zurück zur Vernunft." Bert Brecht

"Die Grundformel aller Sünde ist: Verfehlte oder versäumte Liebe." Franz Werfel

„Wenn das Herz denken könnte,
würde es aufhören zu schlagen“ Fernando Pessoa

"Was du noch nicht warst, wirst du einmal sein.
Nichts bleibt dir erspart im unendlichen Wandel.
Sei was du jetzt bist: ein Mensch." Rose Ausländer


"Dauernd stolpert man, stolpert und fällt, und man kann sich nur selbst aufheben 
und versuchen, wieder weiterzugehen. 
Jedenfalls habe ich das mein ganzes Leben tun müssen." Wittgenstein

Sonntag, 20. Januar 2019

Fürbitten 21.1. Zeit für WIRKLICH NEUES


21.1.2019 Mk.2.18  nicht verdrängen, es sich zutrauen    Neues braucht neues

"Neuer Wein gehört in neue Schläuche", sagt Jesus heute im Evangelium. Es ist seine Antwort auf die Frage der Leute: „warum machst du so vieles anders als die Anderen?“ Nichts muss bleiben, wie es ist, immer kann manches NEU werden, können wir selbst NEU denken, Anders sein, als bisher! Haben wir doch den Mut und schauen wir hin auf so manches Alte, das dankbar für Erneuerung wäre. – bitten wir

Dass wir uns von alten Gewohnheiten trennen,
wenn sie uns schon lange nicht mehr gut tun

Dass wir Eigenheiten ablegen
wenn wir merken, dass sie für unsere Mitmenschen anstrengend sind

Dass wir bewusst anfangen, etwas Neues zu lernen
Auch wenn wir glauben, das lohnt sich nicht

Dass wir auch anderen zutrauen, sich zu verändern
Dass wir anderen dabei helfen neu durchzustarten

Dass wir unseren Politikern gute Lösungen zutrauen
Dass wir unserer Kirche Veränderung zutrauen
Dass wir uns getrauen, an den Frieden zu glauben

Dass wir uns jeden Tag zumindest einmal
bewusst selbst etwas Gutes gönnen

So bitten wir dich guter Gott, gib uns immer wieder Kraft und Mut, Neues zu denken, Neues zu beginnen, dir immer wieder neu zu vertrauen. Krempel uns um, mach uns lebendig, auch wenn es manchmal weh tut. Im Vertrauen auf Jesus suchen wir unseren Weg und deinen Willen. Amen

Arthur am Sonntag 86 was der Arthur alles "verwandeln" kann

Ja der SONNTAG, der ist eigentlich für die Moa
der Arthur - lose Tag.
Das ist der Tag, wo die Papa Oma, wo die Mamani, zum
Arthur kommt - und natürlich auch zum Damian,
dem von Arthur so heiß geliebten Knucki.
Sonntag ist sozusagen für die Moa "Feierabend".
Der Tag, an dem sie dem Arthur dann nur in Gedanken ihre
Sonntagsgeschichte erzählt - also die Geschichte aus dem
Sonntagsbuch der Moa. Ein Buch, mehr als 2000 Jahre alt!!
Da ist heute zum Beispiel von einem Mann die Rede,
der hat doch glatt Wasser in Wein
verwandelt. Das hätten wohl viele gern. Auf einer Hochzeit, es hatten viele schon ganz viel getrunken, da war dann plötzlich kein Wein mehr da. Gerade für eine orientalische Hochzeit eine Katastrophe ... aber da war dann eben dieser eine Mann, der hat, ohne viel Aufsehen und ohne sich wichtig zu machen, den Anderen aus dieser Peinlichkeit geholfen.
Der hat dafür gesorgt, dass das Fest fröhlich und unbeschwert weiter gehen konnte. Dieser junge Mann hat einfach:
Wasser in Wein verwandelt. Ja, so einen Zauberkünstler würde man sich wohl auch oft zur Stelle wünschen.
Nicht, dass die Moa Wein brauchen würde, aber wie oft ist es doch so

dass die Moa vielleicht auch an manchem Tag ein bissl grantig aus der Wäsche schaut. Oft weiß man gar nicht "warum" - aber
da kann es schon sein, dass einem beim Aufstehen jeder zweite Knochen weh tut - oder die Moa ärgert sich über sich selbst, weil sie schon wieder - zum hunderttausendsten Mal - dieses und jenes
nicht findet ...na, dann ist die Moa vielleicht doch auch ein
bißchen das, was man früher "griesgrämig" nannte ...
So, dann aber Mittagszeit, die Moa hupft ins Gwand und auf
gehts in die Stadt, um den Arthur vom Kindergarten abzuholen.
AB DANN: ja, ab dann beginnt eigentlich schon bald
das "Wasser in Wein" Wunder. Denn sobald die Moa den Kindergarten betritt, beginnt sie bereits zu schmunzeln. Das beginnt schon bei den vielen anderen Kindern, die da herumwurreln ....und dann erst, wenn die Moa den Arthur in seiner Kindergruppe sitzen sieht:
zusammen mit seinen Freundinnen und Freunden am Jausentisch:
also spätestens ab dann, da verwandelt sich die über sich selbst mürrische Moa ....in ....na , einfach in einen Menschen, der genießen und unbeschwert lachen kann.
Gleich wird sie mit dem Arthur an der Hand zur U Bahn
gehen ... aber vorher muss sie dieses Energie Bündel noch am Kindergarten Gang einfangen, da rennt er übermütig und voll ausgelassener Freude der Moa immer wieder davon...bis sie ihn endlich schnappen kann ...und ab da...
da gibt es sooo viel nur mehr zum Lachen
"Moa, ich ziehe mir die Schuhe selbst an, du machst das ja immer falsch". He, Junge, "Immer" ist aber wirklich nicht wahr. Nur einmal sagte die Kindergarten Tante: "Achtung, Sie haben dem Arthur die Schuhe verkehrt herum angezogen!!!

Der Arthur vergisst es nicht ...

Die Moa aber geniert sich auch nicht ... sie ist ja nur "die Moa"
und nicht die "Erziehungsberechtigte"
Wir also laufen jetzt zur U Bahn. Der Weg zur U Bahn eine
Quelle andauernder Heiterkeit. Andere würden manches vielleicht als "PEINLICH" empfinden -
für die Moa ist es ein Spaß, den sie direkt herbei sehnt.
Mit zwei U Bahnen müssen wir fahren,
dann noch ein Autobus - fast eine Stunde sind wir unterwegs,
da kann viel passieren ....
Eine kleine Auswahl gefällig?
"Moa" ruft der Arthur plötzlich, "warst du heute wieder richtig dumm?" Mehrere fremde Augenpaar richten sich auf die Moa
Ja, oft erzählt sie dem Arthur: "du heute hat die Moa wieder etwas ganz Dummes gemacht .... zb ein Buch in den Kühlschrank gelegt und die Milch heraußen stehen gelassen"..... Der Arthur liebt diese Geschichten und will nun auch eine neue "dumme Moa Geschichte"in der
U Bahn hören .... peinlich? nein, der Moa macht es Spaß
"Moa" ruft der Arthur dann ein anderes Mal "hab ich eine Windel an?"
Wieder gucken Fahrgäste erwartungsvoll.
"Klar!" sagt die Moa - wir sind ja lange unterwegs.
"Ahhh!" sagt der Arthur, und - man sieht ihm an, dass
er jetzt genüßlich Lulu macht.
Ein Herr vis a vis sagt: "So gut hätt ichs auch gern...
jetzt wo sie eh in so viel U Bahn Stationen die Clos
dicht machen..."
Keine Peinlichkeit - die Menschen, die es gehört haben,
lächeln jetzt .....
Große Aufmerksamkeit in der U4 auch, als der Arthur einmal laut ruft " Moa!!!! Du musst zum Zahnarzt, 
weil du dir nie die Zähne putzt"

Na also da protestiert die Moa jetzt auch fast lautstark - das kann sie doch nicht auf sich sitzen lassen. Sie hat dem Arthur nur erzählt, dass sie demnächst wieder einen Zahnarzt Termin hat...aber das ist halt so, wenn man schon über 70 Jahre alt ist ...da werden halt
manchmal auch die Zähne ein bißchen alt und behandlungs-
bedürftig...aber putzen, putzen tut die Moa ihre Zähne wirklich gründlich und tadellos ...
Gut, das ist also geklärt ..... aber schon einige U Bahn Fahrten
später sagt der Arthur - auch nicht leise:
"Moa, hast du heute deinen Zahn mit?"
"Na klar", flüstert die Moa -
aber nun noch etwas lauter will der
Arthur wissen: "Moa, mach den Mund auf, 
zeig mir deinen Zahn!!"

Es war schon Wochen zuvor, da hatte der Arthur gehört, dass sich der Nachbarbub einen Zahn ausgeschlagen hat ....
das hat dem Arthur große Angst gemacht - da hat die Moa ihm erklärt, dass das trotzdem nicht tragisch ist: bei so kleinen Kindern wächst ein Zahn nach ...und selbst wenn man groß ist
und einen Zahn verloren hat..ja selbst dann gibt es eine
Lösung ! Da braucht man keine Angst haben
Und die Moa hat dem Arthur von ihrem Zahn erzählt, den sie auch einmal verloren hat .....
Nein, auch das "zeig mir deinen Zahn" ist der Moa nicht
peinlich. Der Arthur - und vermutlich haben das alle Kinder - sie haben eine Wunderwaffe, die alles rund um sie irgendwie in Freude und Lustigkeit verwandelt.
Im "Jonas Reindl" beim Schottenring läuft ein etwa
10jähriger Bub fast die Moa und den Arthur um. Der Bub
sieht und hört nichts rund um sich: starrer Blick auf das
handy, er spielt gleichzeitig ein Spiel .... er schaut nur kurz auf als die Moa sagt: "Hoppla Junge, ein bissl gucken wäre gut ...." aber schon
...so schnell können Arthur und Moa nicht schauen....
läuft der Bub wirklich gegen eine Säule ...ganz verdutzt hält er
nur eine Sekunde inne ...läuft aber auf das handy starrend wieder
unbeirrt weiter...bis er ... noch immer haben Moa und Arthur ihm hinterher geschaut...bis der Bub merkt, dass er sich ja offensichtlich auch in der Richtung geirrt hat .... jetzt erst beutelt er sich verwirrt, und schlägt den richtigen Weg ein....
Arthur lacht und lacht und lacht. Er hat die Komik durchschaut:

"Handy Doddeln" sagt die Moa. Erinnerst du dich an den jungen Mann, der uns unlängst nicht geholfen hat, obwohl die Moa gebeten hat, er möge uns eine schwere Türe aufhalten? Der Arthur hat damals gefragt: Warum hat der Mann uns nicht geholfen, Moa? Und die Moa hat gesagt:
"Schau, der ist nicht böse, der hört und sieht einfach nix. Der schaut nur auf sein handy und in den Ohren hat er die Kopfstöpsel....der ist taub und blind...
dem müssen wir ja helfen...."
Ja, so ist das mit den handys.
Lachend zeigt der Arthur jetzt auf dem langen
"U2" Bahnsteig auf alle, die auch so verwirrt mit ihren handys durch die Gegend taumeln. Ja, wir haben Spaß ...
da gibt es wirklich viele - handy Doddeln -

...Aber dann sagt die Moa auch:
"Arthur, gell, so ein kleiner Doddel bist du selbst aber auch manchmal. Wie oft bist du ganz in dein Tablet versunken" Die Moa macht den Arthur nach, wie er da auch - ohne die Welt rundherum zu sehen oder zu hören - nur glotzt und glotzt und glotzt .... "nein nein nein, stimmt nicht"
 ruft der Arthur und lacht und weiß genau ....
 ja ja...nicht nur die Anderen
Während wir also noch so in der U Bahn herumalbern ruft der Arthur plötzlich laut und streckt den Zeigefinger deutlich aus
"Moa und schon wieder ein handy Doddel"
Die Leute neben uns folgen dem Arthur Zeigefinger ....
der junge Mann, dem Arthurs Schrei gilt, hört und sieht zum Glück nix ....
die Leute um uns lachen ....
Ja, wenn Kritik so serviert wird - dann kann man lachen ... und muss nicht keifen
Das also meint die Mo wenn sie sagt: der Arthur kann auch Wasser in Wein verwandeln
"Peinlichkeit" wird umgewandelt in "Erheiterung"
Das können wir alle üben - und Trübsal in Freude verwandeln














DENKEN macht FREI



HEUTE:  der 1.Tag vom Rest meines Lebens


"Standortbestimmung:
1. Was tue ich, was ich weiterhin tun soll?
2. Was tue ich, womit ich unbedingt zu tun aufhören soll?
3. Was habe ich noch nicht angefangen zu tun,
was ich schon längst hätte tun sollen?"


"Denn das ist Schuld, wenn irgendeines Schuld ist:
die Freiheit eines Lieben nicht vermehren
um alle Freiheit, die man in sich aufbringt.
Wir haben, wo wir lieben, ja nur dies:
einander lassen; denn dass wir uns halten,
das fallt uns leicht und ist nicht erst zu lernen."   Rilke

"Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel"    Goethe

„Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. 
Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.“   Albert Camus

"gewöhn dich nicht.
du darfst dich nicht gewöhnen....."   Hilde Domin

„Auf Dauer nimmt die Seele
die Farben der Gedanken an.“    Marc Aurel

"Alter ist eine herrliche Sache,
wenn man nicht verlernt hat,
was anfangen heißt"   Martin Buber

"Die einzige Freude auf der Welt ist das Anfangen. 
Es ist schön zu leben, weil Leben anfangen ist immer, in jedem Augenblick"   Cesare Pavese

Immer denken wir, das Wesentliche müsse durch unsere Hände gemacht werden. 
Wenn etwas Entscheidendes in unserem Leben sich ereignen solle, müssten wir selbst etwas tun. 
Von Früh auf bis Spät sind wir bemüht, uns wichtig zu nehmen, immer angehalten von dem Glauben, dass es auf uns ankomme und dass wir Wesentliches verpassen würden täten wir dieses oder jenes nicht. So geht der Alltag dahin, so ...verrinnen die Tage, so entschwinden die Jahre. 
Aber wer eigentlich sind wir? 
Wieviel Schönheit wird überlagert durch all das, was wir glauben an Pflichten erledigen zu müssen! Wieviel von der Zauberkraft des Herzens geht zugrunde an all dem Gestampfe, Gerenne, Getrete und Gelaufe in unserem Leben, am Platzbehaupten, Hinterherlaufen, sich-selber-vorweg-sein!
Wär' es nicht möglich, es reifte das, was wir sind, in unserer Tiefe, und wir könnten's gar nicht erklügeln, nicht beschließen, es wäre nur einfach da?"
Eugen Drewermann 

"Müßiggang ist allen Geistes Anfang... " Franz Werfel

"Nur wer sich bewegt, spürt seine Fesseln."   Rosa Luxemburg

"Sag ja zu den Überraschungen,
die deine Pläne durchkreuzen, deine Träume zunichte machen,
deinem Tag eine ganz andere Richtung geben,
ja vielleicht deinem Leben. Sie sind nicht Zufall."
der 1999 ermorderte brasilianische Bischof Dom Helder Camara

"Springen sie, so oft sie können, -
über ihren Schatten“ Erwin Ringel

Samstag, 19. Januar 2019

Fürbitten 20.1. Mut zur VERWANDLUNG


20.1.2018 Joh.2 1 Hochzeit zu Kana

Ja, das ist heute eine besonders schöne Erzählung im Evangelium. Die Hochzeit in Kana in Galiläa: Jesus verwandelt auf diesem Fest Wasser in Wein. Er macht es möglich, dass die Menschen unbeschwert weiter feiern können. Hätte er nicht auch sagen können: eigentlich haben alle doch schon genug gehabt! Schluss jetzt!
Nein, Jesus will unsere Freude - Alle Angst vor dem neuen Jahr könnte da von uns abfallen: was kann schon passieren … wenn wir wirklich daran glauben, dass Jesus auch das manchmal schale Wasser unseres Lebens in belebenden Wein verwandeln kann! Bitten wir heute

verwandle auch unser Wasser in Wein
die vielen Vorsätze, Pläne, Projekte, so vieles, was wir beginnen
und was dann doch nicht perfekt sein wird – wir bitten dich erhöre uns

verwandle auch unser Wasser in Wein  
So manche Angst und Sorgen, viele Unsicherheiten, Schwerfälligkeit und Trägheit
wenn wir Versöhnung nicht schaffen, wenn wir nachtragend und bitter sind

verwandle auch unser Wasser in Wein
wenn wir merken, wie wenig wir bewirken können, wie hilflos wir oft sind
wenn so vieles vergeblich scheint, wenn so viele Anstrengungen ins Leere laufen
wir bitten dich erhöre uns

verwandle auch unser Wasser in Wein
dass wir uns – im Vertrauen auf den heiligen Geist - getrauen, unsere Begabungen und Charismen einzusetzen - wie es Paulus im Brief an die Korinther formuliert

dass aber auch unsere Kirche den Mut hat, das Charisma und die Fähigkeiten
vor allem der Frauen und der Laien zu fördern und zuzulassen
Herr, verwandle DU auch unser Wasser in Wein

Guter Gott, lass uns Menschen sein, die auch für Andere Wasser in Wein verwandeln, dass wir Mut machen, dass wir Freude bringen und Hoffnung und Zuversicht. Auch heute wieder. Darum bitten wir im Namen Jesu Amen

DENKEN macht FREI



HEUTE:  der 1.Tag vom Rest meines Lebens

"Den eigenen Weg gehen..
Die Entwicklung des Andern achten. 
Ihn nicht zum Sklaven machen. 
Dem anderen seine Talente glauben. 
Ihn nicht zum Jasager erziehen. 
Dem anderen Lebensraum geben. 
Niemanden zum Mitgehen zwingen. 
Nachgeben können, 
ohne verbittert zu sein. 
Großzügig denken. 
Glauben können! 
Es ist genug da 
Von allem und jedem."   Martin Gutl


"Auch aus Steinen,
die in den Weg gelegt werden,
lässt sich etwas bauen." Goethe


„Jedenfalls ist es besser,
ein eckiges Etwas zu sein,
als ein rundes Nichts.“
Friedrich Hebbel


"Die wahre Liebe:
ein Gewebe von Bindungen,
das einen WERDEN lässt" Antoine de Saint-Exupery


"Alles was uns an anderen missfällt, 
kann uns zu besserer Selbsterkenntnis führen." C.G. Jung


Um an die Quelle zu kommen, muss man gegen den Strom schwimmen.
Stanislaw Jerzy Lec

"Aber die größte Begabung ist doch die,
auf der Welt sein zu können und es auszuhalten,
mit einem gewissen Frohsinn."
Ilse Aichinger
Manchmal spricht ein Baum
durch das Fenster mir Mut zu
Manchmal leuchtet ein Buch
als Stern auf meinem Himmel
manchmal ein Mensch,
den ich nicht kenne,
der meine Worte erkennt.    Rose Ausländer
  

"Etwas festhalten wollen und dabei es überfüllen:
das lohnt der Mühe nicht.
Etwas handhaben wollen und dabei es immer scharf halten:
das lässt sich nicht lange bewahren...
Ist das Werk vollbracht, dann sich zurückziehen:
das ist des Himmels SINN."   Laotse


So ist eben das Leben seit jeher, alles gehört dazu: Leid und Trennung und Sehnsucht. 
Man muss es immer mit allem nehmen und alles schön und gut finden. Ich tue es wenigstens so. 
Ich fühle instinktiv, dass das die einzig richtige Art ist, das Leben zu nehmen, und fühle mich deshalb wirklich glücklich in jeder Lage.   Rosa Luxemburg
«Letzten Endes… geht es immer um die Frage, wie man zu einer inneren Ruhe findet. Es gibt so viele verschiedene Wege, dorthin zu gelangen, und es ist ein langer Weg. Man erlebt diese Klarheit nur für einzelne Momente, doch dann entgleitet sie dir wieder. All die Arbeit muß gemacht werden, um diesen Zustand zu stabilisieren, und um das zu erreichen, braucht es länger als ein Leben.» Marina Abramović
"Die FRAGE
ist oft das letzte Gebet, 
das Gott uns gibt". Max Frisch

Freitag, 18. Januar 2019

Fürbitten 19.1. VOR-URTEILE - das sind Urteile über uns selbst


19.1.2019 Mk.2.13 er isst mit den Sündern

„Er isst mit den Sündern“ – er ist mit denen beisammen, die nicht ZU UNS gehören, regen sich in der heutigen Bibelstelle die Pharisäer über Jesus auf. Hören wir nicht manchmal Ähnliches aus den Reihen der ganz Frommen. Ja sogar Papst Franziskus gerät in den Fokus solcher Kritik. Aber auch wir selbst, sind wir nicht manchmal zu schnell mit unserem Urteil über die Anderen. Ja, viele sind fehlerfrei und es gibt auch schwere Vergehen. Aber Jesus sieht es anders:  „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt“, sondern die, denen manches fehlt. Beten wir um noch viel mehr Barmherzigkeit in unserer Kirche aber vor allem auch in unseren eigenen Herzen

Dass wir alle zusammen die Überheblichkeit der Frommen und Anständigen ablegen

Dass wir uns nicht denen anschließen, die schwierige und auch straffällige Menschen in Bausch und Bogen verurteilen und als Menschen abschreiben

Dass wir alle immer mehr erkennen, wie sehr wir selbst vom barmherzigen Blick Gottes auf uns selbst leben

Dass wir dankbar dafür sind, dass uns selbst so viel Fehlverhalten und böse Gedanken nachgesehen werden

Dass wir erkennen, dass Gott lieben keine Beckmesserei ist, wo es darum geht,
stur Gesetze und Vorschriften einzuhalten,

dass wir erkennen, dass es als Maßstab der Barmherzigkeit Gottes nur die Liebe gibt – die Liebe die wir einander schulden und nicht das Aufrechnen von Fehlern

Bitten wir nicht zuletzt, dass sich auch sogenannte kirchlichen Würdenträger nicht anmaßen, die Barmherzigkeit Gottes festschreiben zu können

so bitten wir guter Gott, verzeih uns alle Anmaßung, verzeih uns ale Urteile, die wir so vorschnell fällen – lass uns mit den Augen Jesu auf die Menschen zugehen und selbst Tag für Tag dankbar für dein Erbarmen sein. amen

Donnerstag, 17. Januar 2019

Fürbitten 18.1. FREUNDSCHAFT!!!!



18.1.2019  Wahre Freunde  Mk 2.1  Vier Männer brachten einen Gelähmten zu ihm

Jesus wird von den Menschen seiner Umgebung im wahrsten Sinn des Wortes die Türe eingerannt. Immer mehr Kranke bringt man zu ihm – in der heutigen Evangeliums-Geschichte hören wir, dass sogar ein Teil des Haus-Daches abgetragen wird, um einen gelähmten Mann auf einer Bahre direkt vor den Füßen Jesus abzuladen. Dieser Gelähmte hat gute Freunde, die das für ihn tun. Ihnen ist sozusagen nichts „zu blöd“ , um ihrem Freund zu helfen. Wie sieht es mit unserer Fähigkeit zur Freundschaft aus? Sind auch wir bereit, andere dorthin zu bringen, wo wir glauben, dass es Hilfe gibt? In der ersten Lesung aus dem Hebräer-Brief heißt es „Lasst uns ernsthaft besorgt sein, dass keiner von euch zurückbleibt…“  Bitten wir heute

dass wir Freunde sind, auf die man sich in allen Lebenslagen verlassen kann

dass wir Freunde sind, die Rücksicht auf Schwächen nehmen, die  hinhören und die zuhören

dass wir Freunde sind, die nicht verurteilen, sondern nach Lösungen suchen

dass wir Freunde sind, die Fehler wirklich vergeben und vergessen

dass wir Freunde sind, vor denen man sich nicht verstellen muss

dass wir Freunde sind, mit denen man auch seine Freude teilen kann

dass wir Freunde sind, die für andere beten

dass wir Freunde sind, die einen Weg zu Jesus zeigen, dorthin, wo wir uns selbst Kraft holen

bitten wir für unsere Kinder, dass sie gute und treue Freunde finden

„Freundschaft“ das ist ein alter internationaler Gruß der Sozialisten und Sozialdemokraten -
bitten wir, dass es für all die Menschen die sich in unerträglichen Situationen befinden, in Terrorgefahr, im Krieg, in Armut und Abhängigkeiten, auf der Flucht und in großer Unsicherheit, dass es auch für sie Solidarität gibt und Menschen, die Freunde sind.
 Um all das bitten wir im Namen Jesu. Amen

DENKEN macht FREI




HEUTE:  der 1.Tag vom Rest meines Lebens


"Man muss weggehen können
und doch sein wie ein Baum:
als bliebe die Wurzel im Boden,
als zöge die Landschaft und wir ständen fest...." Hilde Domin



"Wenn der Gott den Gebeten der Menschen entsprechen würde,
dann wären schon längst alle Menschen zugrunde gegangen,
weil sie unablässig viel Schlimmes gegeneinander erbitten."   Epikur



“Selbst ratlos sein und doch viele beraten können.
Selbst gebrochen sein und doch vielen als Halt dienen.
Selbst Angst haben und doch Vertrauen ausstrahlen.
Das alles ist Menschsein, ist Leben.“   Martin Gutl



"Wer A sagt, muss nicht B sagen.
Er kann auch erkennen, dass A falsch war."   Bertolt Brecht



"Die Philister, die Beschränkten,
diese geistig Eingeengten
darfst Du nie und nimmer necken.
Aber weite, kluge Herzen
wissen stets in unsren Scherzen
Lieb und Freundschaft zu entdecken".    
Heinrich Heine

"du
sei wie du,
immer."   paul celan  


Man muss im Leben sehr aufpassen,
wenn das Stichwort kommt."   Sören Kierkegaard


"Oh Gott, bewahre mich vor der Einbildung,
bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema
etwas sagen zu müssen.
Erlöse mich von der großen Leidenschaft,
die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.
Lehre mich die wunderbare Weisheit,
dass ich mich irren kann."   Therese von Avila


 "Wenn ich dein bin, bin ich erst ganz mein".  Michelangelo Buonarroti


 "Wer sich selbst im Weg steht, kann nicht vorwärts gehen" Lothar Zenetti 


"In jede Gesellschaft gehört ein Idiot,
der die naiven Fragen stellt,
vor denen man selbst zurückschreckt." Mark Twain


Liebe heißt zum anderen sagen: Du wirst nicht untergehen.     Gabriel Marcel

Mittwoch, 16. Januar 2019

Fürbitten 17.1. TAG DES JUDENTUMS

Eine monumentale Menorah (Siebenarmiger Leuchter) 
im Eingangsbereich des Würzburger Domes 
als Zeichen für die Wurzeln des Christentums im jüdischen Glauben.


17.1.2019 Tag des Judentums  
Die christlichen Kirchen in Österreich feiern auch heuer am 17. Jänner den "Tag des Judentums", schon zum insgesamt 18.Mal. (und das immer einen Tag vor der Gebetswoche für die Einheit der Christen) Ganz bewusst wird an die Wurzeln erinnert, die alle christlichen Kirchen gemeinsam im Judentum haben. Wie Paulus sagt: "Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich  So bitten wir heute:

für unsere Kirche und für alle christlichen Kirchen,  
dass sie die jüdischen Wurzeln, aus denen sie gewachsen sind
mit Dankbarkeit und großem Respekt bewahren und verkündigen
du unser gemeinsamer Gott      wir bitten dich erhöre uns

bitten wir für die jüdischen Mitbürger in unserem Land
dass sie in Frieden und Achtung leben können
respektiert in ihrem Glauben und ihrer Lebensweise
du unser gemeinsamer Gott ............

bitten wir für die Menschen in Israel und Palästina: dass die
Politiker aber auch die einzelnen Bürger endlich bereit sind
Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit auch der jeweils anderen
Volksgruppe zuzugestehen
du unser gemeinsamer Gott

bitten wir gerade in dieser Zeit der Krise für alle 3 großen monotheistischen Religionen
für Christen, Juden und Muslime, die alle an den einen Gott Abrahams glauben
dass wir Respekt voreinander haben
und so auch in unseren Herzen zueinander finden können
du unser gemeinsamer Gott

bitten wir für uns selbst, dass wir uns darum bemühen, immer besser zu verstehen,
wie eng unser Glaube mit dem des Judentums verbunden ist
und dass wir den Mut haben, gegen alle Formen von Rassismus 
und Diskriminierung Anderer aufzutreten.
du unser gemeinsamer Gott


Du guter Gott, so lass auch uns in das Gebet der frommen Juden einstimmen 
Schemá Jisraél Adonaj Elohejnu Adonaj Echad. 
„Höre, Israel: Der Herr ist dein einziger Gott. Und du sollst deinen Gott lieben, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und allen deinen Kräften -   Und deinen Nächsten wie Dich selbst.“
Herr, Bewahre uns alle in der Liebe, in der wir dich suchen.
Lass uns zueinander – und gemeinsam zu DIR finden. Amen

DENKEN macht FREI



HEUTE:  der 1.Tag vom Rest meines Lebens


Der Glaube, dass die eigene Sicht der Wirklichkeit
die Wirklichkeit schlechthin bedeute,
ist eine gefährliche Wahnidee.
Paul Watzlawick

Bildung ist die Fähigkeit, die verborgenen Zusammenhänge zwischen den Phänomenen wahrzunehmen. Vaclav Havel

"was vorüber ist, ist nicht vorüber.
es wächst weiter in deinen Zellen
ein Baum aus Tränen
oder vergangenem Glück." Rose Ausländer

Das Wunder, auf das ich so lange gewartet habe, bin ich selbst. (Selma Lagerlöf)


"Was immer du tun kannst oder erträumst zu können,
beginne es jetzt. "Goethe 

„Kleine Schritte sind besser als keine Schritte“ Willy Brandt
"Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben -
aber es hat nur ganz genau so viel Sinn,
als wir selber ihm zu geben imstande sind." Hermann Hesse

"Bedenke,
dass die beste Beziehung die ist,
in der jeder Partner den anderen mehr liebt als braucht." Dalai Lama

"Vergangenheit muss abgeschlossen sein, um Gegenwart herzustellen"  Margarete Mitscherlich


"Das ist des Menschen Größe und Not:
Sehnsucht nach Stille, nach Freundschaft und Liebe.
Und wo Sehnsucht sich erfüllt,
dort bricht sie noch stärker auf." Nelly Sachs 


"Das Übel gedeiht nirgends besser, als wenn ein Ideal davor steht" Karl Kraus
"Wir streben mehr danach,
Schmerz zu vermeiden
als Freude zu gewinnen." Sigmund Freud

"Ich bin ein Clown.
Ich sammle Augenblicke" Heinrich Böll

Dienstag, 15. Januar 2019

Fürbitten 16.1 Füreinander da sein



16.1.2019 Mk.1.29 Jesus ist für die Menschen da

Wenn man von den Anfängen Jesu liest, dann wird ganz deutlich, was er für die Menschen in seiner Umgebung bedeutet. Jesus tut den Menschen gut. Jesus hilft und heilt. Er sieht die Sorgen der Menschen. Im Haus des Petrus liegt dessen Schwiegermutter mit Fieber im Bett – Jesus macht sie gesund. Was Jesus tut, was er sagt, es verändert Menschen. Jesus richtet Menschen auf. Aber auch wir können füreinander heilsam sein. Manchmal kann die gute Nähe eines Menschen Wunder wirken. bitten wir heute:

dass wir uns gute Worte füreinander einfallen lassen
dass wir andere ermutigen und aufbauen 

dass wir Füreinander da sind
aber dass wir doch niemand für uns vereinnahmen

dass wir die Schwächen anderer nicht ausnützen
dass wir niemand „klein“ machen 

dass wir die Stärken der anderen dankbar wahrnehmen,
dass wir uns mitfreuen können und anderen Erfolge und Freuden nicht neiden

dass wir Vertrauen und Offenheit in unsere Partnerschaften, in unsere Gemeinschaften bringen - dass wir im Zweifel immer das Beste voneinander halten wollen

dass wir die Menschen um uns annehmen können wie sie sind
dass wir nicht alles nach unseren Vorstellungen zurechtbiegen wollen

dass wir aber auch uns selbst annehmen wie wir sind
dass wir uns selbst „gut“ tun und uns um unser Heil-sein kümmern

dass wir geben was wir geben können,
dass wir aber auch erkennen, wann wir auf uns selber achten müssen
Guter Gott, lass uns einander heilend begegnen, lass uns füreinander "heilsam" sein. Hilf uns, dass wir sehen, wo wir gebraucht werden.  Darum bitten wir durch Jesus unseren Bruder. amen