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Montag, 11. Dezember 2017

Fürbitten 12.12. tragen und tragen lassen Mt.18.12




Es ist eine der schönsten Geschichten die Jesus als Gleichnis für den Himmel erzählt. So ist Gott für uns: wie ein Schäfer, der 100 Schafe hat und dem eines verloren geht und der diesem einen nachgeht, bis er es wieder gefunden hat. Kein Aufwand ist Gott zu groß, um uns nach zu gehen … um zu trösten, um uns heim zu holen. Aber auch wir selbst sollen wie gute Hirten sein, so bitten wir

dass wir gerade in diesen Tagen des Advents  alle Mühe auf uns nehmen, und auch schwierigen Menschen nachgehen

dass wir niemand als „hoffnungslos“ abschreiben

dass wir immer wieder einen Vorschuss an Vertrauen geben

dass wir Geduld, Geduld, Geduld haben

dass wir aber auch Geduld mit uns selbst haben,

dass auch wir uns '“finden“ und tragen lassen,wenn wir uns verrannt haben oder müde sind

dass wir nach vorne schauen können und nicht in alten Wunden wühlen

dass wir in der Gewissheit leben, dass Gott uns immer – von überall her - heimholen wird,
wenn wir es nur wollen

und hören wir nicht auf um Frieden zu bitten und um Rettung für all die Menschen, die aus der Sicherheit ihres Lebens gerissen worden sind und unsere Hilfe brauchen.


Du guter Gott, wenn du wie ein Hirte dem kleinsten verlorenen Schaf nachgehst - dann erbarme dich über alle, die in großer Not sind und rette sie. Lass aber auch uns selbst in den Mühen unseres Lebens bei dir geborgen sein und Ruhe und Sicherheit finden. So bitten wir im Namen Jesu. Amen

Fasten mit Samya 11.12

Fotos Samya Hamieda Lind

Die Zahl Pi

Bewundernswert ist die Zahl Pi
drei Komma eins vier eins.
Auch alle Folgeziffern sind nur Anfang,
fünf neun zwei, weil sie nie ein Ende findet.
Sie läßt sich nicht einfangen sechsfünf dreifünfmit einem Blick
acht neun mit einer Berechnung
sieben neun mit der Phantasie,
sogar drei zwei drei acht mit einem Scherz, das heißt Vergleich
vier sechs mit irgend etwas
zwei sechs vier drei in der Welt.
Die längste Schlange der Erde reißt nach ein paar Metern ab.
Ähnlich, zwar etwas später, tun's die Fabelschlangen.
Der Zug der Ziffern, aus denen die Zahl Pi besteht,
hält nicht am Rande des Zettels an,
er zieht sich über den Tisch hinaus, durch die Lüfte,
durch Mauern, Blätter, Vogelnester, Wolken, stracks zum Himmel,
durch alle Aufgeblasenheit und Bodenlosigkeit des Himmels.
O wie kurz, wie mauskurz ist der Kometenschweif!
Wie schwach der Strahl des Sterns, daß er sich krümmt im erstbesten Raum!
Und hier zwei dreifünfzehn dreihundert neunzehn
meine Fernsprechnummer deine Kragenweite
das Jahr eintausendneunhundertdreiundsiebzig sechster Stock
Einwohnerzahl fünfundsechzig Groschen
der Hüftumfang zwei Finger Scharade und Chiffre,
in welcher mein Nachtigallchen, flieg und sing
ebenso bitte Ruhe bewahren
oder Himmel und Erde vergehn,
nicht die Zahl Pi allerdings, oh, nein, die nicht,
sie hat noch ihre gar nicht üble fünf,
nicht beliebige acht,
nicht letzte sieben,
wenn sie, ach, wenn sie die träge Ewigkeit antreibt
zum Dauern.

Wisława Szymborska


Man sah den Wegen im Abendlicht an,

dass es Heimwege waren.

Robert Walser


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Sonntag, 10. Dezember 2017

Advent 11.12. Wasser schöpfen mit dem Sieb

im Advent

oft gegen jede Vernunft

"Achte gut auf diesen Tag 
denn er ist das Leben..
In ihm liegt alle Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins, 
die Wonne des Wachsens,die Größe der Tat, 
die Herrlichkeit der Kraft. 
Das Gestern ist nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision. 
Das Heute jedoch,recht gelebt,
macht jedes Gestern
zu einem Traum voller Glück
und jedes Morgen 
zu einer Vision voller Hoffnung. 
Darum achte gut auf diesen Tag."

  

Dschalal ad-Din Muhammad Rumi + 1273


zählt zu den bedeutendsten persischsprachigen Dichtern des Mittelalters 
gilt als Mitbegründer der islamischen Mystik

Advent mit Samya 10

Fotos Samya Hamieda Lind

Ob du denkst, 
du kannst es oder du kannst es nicht:
du wirst auf jeden Fall recht haben.


Henry Ford


Der Träumer

I

Es war ein Traum in meiner Seele tief.
Ich horchte auf den holden Traum:
ich schlief.
Just ging ein Glück vorüber, als ich schlief,
und wie ich träumte, hört ich nicht:
es rief.

II

Träume scheinen mir wie Orchideen. –
So wie jene sind sie bunt und reich.
Aus dem Riesenstamm der Lebenssäfte
ziehn sie just wie jene ihre Kräfte,
brüsten sich mit dem ersaugten Blute,
freuen in der flüchtigen Minute,
in der nächsten sind sie tot und bleich. –
Und wenn Welten oben leise gehen,
fühlst du’s dann nicht wie von Düften wehen?
Träume scheinen mir wie Orchideen. –

Rainer Maria Rilke





Solange du eine gute Geschichte hast und
Jemand, dem du sie erzählen kannst,
bist du noch nicht am Ende.

Fundstück

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Fürbitten 11.12.2017 Sagt den Verzagten: HABT MUT Jes.35.1


11.12.2017  Jes.35.1 „Sagt den Verzagten, habt Mut
                    Lk.5.17 nimm deine Bahre und geh nach Hause

„Sagt den Verzagten, habt Mut, fürchtet euch nicht“ hören wir heute beim Propheten Jesaia. „Macht eure erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Kniee wieder fest Auch das Evangelium ist eine Mutmacher-Geschichte. Freunde schleppen einen Gelähmten zu Jesus, sie tragen das Dach eines Hauses ab, um ihren Freund von oben zu Jesus abzuseilen, der von vielen Menschen belagert, die alle Hilfe suchen. Diese Männer scheuen keine Mühe, ja, solche Freunde bräuchte man! Denn sind nicht wir selbst auch oft wie gelähmt und bräuchten Hilfe von Anderen – und warten nicht oft auch andere, dass wir sie aus ihrer Starre herausholen.
Bitten wir heute

Jesus, mach uns Mut, richte uns wieder auf
wenn wir manchmal wie gelähmt sind
vor Enttäuschung, vor Resignation, vor Angst

Jesus, mach uns Mut, richte uns wieder auf
wenn wir manchmal wie gelähmt sind,
wenn uns Unrecht geschieht, wenn wir uns nicht verstanden fühlen, wenn Projekte misslingen 

Jesus, mach uns Mut, richte uns wieder auf
wenn wir manchmal wie gelähmt sind,
weil wir uns vor Entscheidungen herumdrücken und den Mund nicht aufbringen,
dort wo wir reden sollten

Jesus, mach uns Mut, richte uns wieder auf
wenn wir manchmal wie gelähmt sind,
weil uns der Ehrgeiz drückt, weil wir uns selbst nicht gut genug sind,
wenn wir uns wie gelähmt fühlen durch die Überlegenheit anderer,

Jesus, mach uns Mut, richte uns wieder auf
wenn wir manchmal wie gelähmt sind,
weil wir oft vor uns selbst erschrecken,
weil noch so viel Lieblosigkeit und Missgunst in uns ist

Jesus, mach uns Mut, richte uns wieder auf
wenn wir sehen, dass andere wie gelähmt sind in ihren Gefühlen und Sorgen –
dann lass uns die richtigen Worte finden, dann hilf uns, dass auch wir „Dächer abtragen“,
um Menschen zu dir zu bringen, wenigstens im Gebet


Jesus, mach uns Mut, richte uns wieder auf, wenn wir uns hilflos fühlen angesichts der Welt um uns. Gib uns Kraft und Mut dort anzupacken, wo wir hilfreich sein können. Mach unsere erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Kniee wieder fest. So bitten wir im Namen Jesu amen   

Arthur am Sonntag 43 "...wo isse Himmel....wo isse Himmel?"

Er liebt Fensterschauen der Arthur - gehalten von der Moa, (oder vom Papa oder von der Mama oder von Mama ni(, steht der Arthur in der Aussparung im kleinen Erker Fenster und sieht aus dem dritten Stock auf die Straße, sieht auf
all das Gewurrl, sieht die unterschiedlichsten Menschen,
freut sich auf die Auobusse und nervt die Moa mit
den jüngsten Ansagen "BMW, Moa, BMW"
"Moa, Opel!" - "Moa, Mazda!" Wenn die Moa nicht
enthusiastisch genug reagiert, packt der Arthur das Gesicht der Moa mit beiden Händen und dreht es so zur Fensterscheibe, dass ihr fast die Nase anklebt. Dann ruft die Moa pflichtbewusst" "Ja BMW!!" "Oh, ein Opel" "Tatsächlich ein Mazda". Immer früher wird es am nachmittag dunkel. Im vorigen Jahr hat der Arthur beim Fenster schauen nur auf die
Lichter auf der Straße geschaut: die Autos mit Scheinwerfern, die beleuchteten Auslagen,
vis a vis ein wunderschön mit Lichterketten geschmücktes Juweliergeschäft: heuer aber!

Ja, die Lichter die sieht er nach wie vor, der Arthur,
aber voll Entsetzen ruft er heuer:
"Wo isse Himmel??? Wo isse Himmel?"
Wo ist der Himmel? Wo ist der Himmel?
Der Himmel ist dem Arthur abhanden gekommen und
das gefällt ihm gar nicht. Auch wenn wir spät nachmittags
unterwegs sind, selbst wenn er mit dem Roller düst, bleibt er
immer wieder stehen - hält er inne, der Arthur - und dann
schaut er zum Himmel und fragt ganz unglücklich:
"Moa,wo isse Himmel, wo isse Himmel?"
Ja, die Moa erklärt, das ist die Winterzeit, rundum ist es
dunkel - den Himmel gibt es nach wie vor, wir aber sehen
ihn nicht mehr so gut wie im Sommer. In der Stadt sieht man
leider auch kaum einen Stern, nur dunkel, dunkel, dunkel
über uns ..... zum Glück trösten uns die vielen Lichter
auf der Straße, die beleuchteten Auslagen, die kleinen
Weihnachtsbäumchen ....Gott sei Dank, endlich liebt sie der Arthur wieder, bleibt vor ihnen stehen, streichelt zärtlich die Lichterkette ..... kurze Zeit sah es ja fast so aus, als würde der Arthur
unterwegs nur noch BMWs, Opels, Mazdas, Fiats ..... suchen. Nein, Gott sei Dank:
die kleinen Weihnachtsbäumchen erfreuen ihn nach wie vor: Licht, Licht

und auch daheim freut sich der Arthur auf seine
Advent-Beleuchtung. Auf Rudolf das Rentier, mit der roten Nase, das beleuchtet  an dem einen Fenster auf ihn wartet, auf den lustigen Schneemann, auch
beleuchtet mit roter Mütze - er wartet auf den
Arthur in der Küche ....und seit vergangenem Sonntag
hat der Arthur ja auch noch ein extra Licht
Kerzenlicht -
Zwei Kerzen brennen heute schon am Adventkranz.
Sicher wird der Papa wieder Gitarre spielen,
vor einer Woche waren auch noch Freunde hier
und da hat man gemeinsam gesungen: "Kling glöckchen klingelingeling"... vielleicht will der
Arthur heute ja lieber  "Backe backe Kuchen" singen, oder das Lied vom Cowboy Tim ....alles, alles passt zu
den zwei kleinen Lichtern auf dem Adventkranz.
Noch geben die zwei Kerzen nur ein kleines, wenn
auch warmes Licht - vier Kerzen werden das
Wohnzimmer dann 14 Tage später noch mehr erhellen .... und wenn erst wieder der Christbaum im Raum steht .... wie hell war es da sein!!!
Immer heller, immer heller soll es werden - gerade, weil es draußen so dunkel ist, finster fast.
Nein, der Himmel ist nicht weg - es gibt nur Zeiten (und das nicht nur im Winter) wo uns
"der Himmel" abhanden kommt: wo auch wir rufen möchten,wie der Arthur

"Wo isse Himmel, Wo isse Himmel"
Im Sonntagsbuch der Moa steht da heute eine dazu
passende Geschichte. Menschen fragen:
"Wie wird es weiter gehen mit unserer Erde?
Wie wird es weiter gehen mit dem Himmel, den wir
über uns sehen?
Wie wird es mit uns selbst weitergehen?
Was wird sein, wenn wir nicht mehr sind?
Wie dunkel wird es dann sein, undurchdringlich dunkel?
Nein, nein, sagt die Geschichte ....
auch wenn euch heute alles dunkel, dunkel vorkommt
auch wenn ihr glaubt, dass
euch der Himmel abhanden gekommen ist
auch wenn ihr fragt und fragt "Wo ist der Himmel -
Wo ist der Himmel" - seid sicher.
"Wir erwarten einen neuen Himmel und eine neue Erde"
Ganz licht wird es wieder sein - so wie es für den Arthur immer lichter werden wird
(schon  ab Mitte Jänner) - ja, bald wird der Arthur den Himmel wieder sehen -
und einmal wird er auch plötzlich wissen: der Himmel ist nicht nur über mir
ich trage ja den ganzen Himmel IN MIR - 
Dann wird gar nix mehr finster!


Foto Samya Hamieda Lind

Advent 10.12. - Wasser schöpfen mit dem Sieb


im Advent
oft gegen jede Vernunft


"Kannst du einen Stern berühren, fragte man es.
Ja, sagte das Kind und neigte sich zur Erde."
Hugo von Hofmannsthal 




„Jeder wusste, dass es unmöglich war,
bis auf den Idioten, der es nicht wusste
– und es möglich machte!“ 


Marcel Pagnol

Samstag, 9. Dezember 2017

Advent mit Samya 9.12.

Fotos Samya Hamieda Lind



Sie können alle Blumen abschneiden,
aber nie
werden sie den Frühling beherrschen.

Pablo Neruda





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Fürbitten 2.Adventsonntag "Tröstet, tröstet mein Volk..." Jes.40.1


 10.12.2017 Jes.40.1  tröstet, tröstet mein Volk 

Beim Propheten Jesaia hören wir heute vier Worte, einen kurzen Aufruf, in dem alles enthalten ist, was Kirche sein soll – und was letztlich auch unsere Aufgabe ist „Tröstet, tröstet mein Volk!“ sagt Gott – die Zeit der Leiden ist vorbei: Gott selbst wird kommen und wie ein Hirte ein schwaches Lämmchen an seiner Brust trägt, so will Gott uns behutsam und sicher aus allem Elend führen. Kein Aufwand ist Gott zu groß, um uns nach zu gehen … um zu trösten, um uns heim zu holen. so bitten wir

dass wir sehen und wahrnehmen, wo Menschen Trost brauchen
dass wir uns aber auch selbst trösten lassen können

dass wir uns Zeit nehmen zum Hinhören und Mitfühlen
dass wir aber auch ehrlich umgehen mit unseren eigenen Gefühlen an Versagen, Verlust,
Traurigkeit, Sehnsucht und Liebe

dass wir Anderen immer wieder Mut machen und sie aufrichten
dass wir uns aber auch selbst helfen lassen und offen sagen, was wir an Hilfe brauchen

dass wir großzügig sind und verzeihen können, dass wir nichts nachtragen
dass wir aber auch uns selbst nicht endlose Vorwürfe machen, wenn etwas nicht perfekt war

dass wir alle Mühe auf uns nehmen, und auch schwierigen Menschen nachlaufen
dass wir aber auch Geduld mit uns selbst haben – mit all dem, was an uns schwierig ist,

dass wir immer wieder einen Vorschuss an Vertrauen geben
und dass auch wir vom Vertrauen leben, das Gott in uns setzt


Du guter Gott, lass uns Trost finden bei dir - sei an der Seite aller, die in großer Not sind. Lass uns selbst großherzig Hilfe geben und ganz besonders bitten wir in diesen Tagen um Frieden für Palästina und die Menschen in Israel. Wir bitten im Namen Jesu, Amen

Advent 9.12. - Wasser schöpfen mit dem Sieb


im Advent
oft gegen jede Vernunft


So ist eben das Leben seit jeher, alles gehört dazu: Leid und Trennung und Sehnsucht. 
Man muss es immer mit allem nehmen und alles schön und gut finden. 
Ich tue es wenigstens so. 
Nicht durch ausgeklügelte Weisheit, sondern einfach so aus meiner Natur. 
Ich fühle instinktiv, dass das die einzig richtige Art ist, das Leben zu nehmen, 
und fühle mich deshalb wirklich glücklich in jeder Lage.

Rosa Luxemburg, Sozialistin, Kommunistin
15.1.1919 ermordet gemeinsam mit Karl Liebknecht

Freitag, 8. Dezember 2017

Fürbitten 9.12. mit-fühlen ...dann erst fühlt man sich selbst Mt.9.35


9.12.2017 Mt.9.35 Er hatte Mitleid mit ihnen
„Als Jesus die Menschenmenge sah, hatte er Mitleid mit ihnen: denn sie waren müde und erschöpft, wie Schafe die keinen Hirten haben“ Es folgt die sogenannte Aussendungsrede Jesu, in der Jesu die Jünger auffordert, Gott um Menschen zu bitten, die sich anderer annehmen, die Hilfe brauchen. Zuallererst aber sollen sie sich selbst auf den Weg machen, um zu helfen und zu heilen. Das ist auch uns heute, in unserer heutigen Situation gesagt. Wir sollen um Helfer bitten, aber letztlich müssen wir selbst mit-fühlende und hilfreiche Menschen sein. 
So bitten wir heute
Lass uns mit-fühlende Menschen sein
Für unsere Familie, für unsere Freunde, für die Kollegen am Arbeitsplatz, für alle,
denen wir heute begegnen werden

Lass uns mit-fühlende Menschen sein
Für alle die in unserem Land Hilfe suchen, die wenigstens unser Mitgefühl und unsere Sympathie brauchen

Lass uns mit-fühlende Menschen sein
Mit den vielen bedürftigen Menschen mitten unter uns, mit all denen, die sich im Leben schwertun und nicht so schnell und tüchtig unterwegs sind wie wir selbst

Lass uns mit-fühlende Menschen sein
Dass wir auf unsere Umwelt achten, dass wir nachhaltig denken, dass wir bescheiden leben, dass wir uns für eine gerechte Entwicklung unserer Welt engagieren

Lass uns mit-fühlende Menschen sein
mit-fühlend und liebevoll auch mit uns selbst, dass wir mit uns selbst und unseren Schwächen Geduld haben, dass wir uns selbst Fehler nachsehen, dass wir uns geborgen wissen, in der Güte Gottes

Die Evangeliumstelle heute berichtet aber auch über die Aussendung der Apostel. Jesus braucht Menschen, die ganz in seinem Namen für Andere da sind. Bitten wir also um
„Mit-Arbeiter im Weinberg Gottes“ – um Männer und Frauen, die sich ganz für die Sache Jesu einsetzen wollen

so bitten wir dich guter Gott: In einer Welt, die uns oft Angst macht, lass uns nicht verzweifeln an unserer Hilflosigkeit. Lass uns Menschen sein, die mitfühlen und Sorgen mittragen, wo immer es möglich ist. Wir selbst können den Tod nicht besiegen, aber wir können die Lieb-losigkeit besiegen, darum bitten wir im Namen Jesu Amen


Advent 8.12. - Wasser schöpfen mit dem Sieb


im Advent
oft gegen jede Vernunft

vielleicht funktioniert es ja so?


Sei einfach da
Staune über die Wunder der Schöpfung
Werde du selbst
Setze dich für Gerechtigkeit ein
Verweile im Schweigen
Wage Konflikte
Genieße das Leben mit all deinen Sinnen
Bewege dich mit Leib und Seele
Entfalte dein Mitgefühl
Erfahre Sinn im Alltäglichen
Lerne zu sterben – bleibe lebendig
Lass dich zur Liebe verwandeln


Pierre Stutz

Advent mit Samya 8.12.

Fotos Samya Hamieda Lind

Wintersonne

In der Wintersonne
erwärmt sich dein Traum
die Welt sei eine
helle Seele

Vergiss dein Bett
lass deine
Gedanken tanzen

Jeder Augenblick
schenkt dir
Ewigkeit

Du siehst die
Berge das
himmelfarbne Meer
Wälder reden zu dir

Alles dir anvertraut
von der
Wintersonne

Rose Ausländer


do it big, 
do it right 
and do it with stile.


Fred Astaire

Setz die Realität in Kraft.

Fundstück



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Ach Arthur 155 ....wird bessa, wird bessa

ja, einen eigenen Adventkranz hat der Arthur. Und der steht nicht nur so zur Zierde auf dem Tisch!
Rund um den Adventkranz ist auch schon richtig gesungen und Gitarre gespielt worden.
Die Gitarre hat natürlich der Papa gespielt -
gesungen haben der Arthur und seine Mama und die Papa/Mama Freunde, die an diesem 1.Adventsonntag zum brunchen da waren - Catherine und Adi
zusammen mit ihren Kindern  Daniel,9 und Nathalie, 13.
Die sind schon um einiges größter und älter als der Arthur, die haben natürlich besonders gut gesungen -
"Oh du fröhliche, oh du selige" ... und auch
"kling Glöckchen klingelingeling" .... 
Den Adventkranz haben auch die Gäste mitgebracht -
und der Papa von Dani und Nathalie - so eine tolle Idee -
hat gleich auch Liederblätter für alle dabei: da gibt's keine Ausrede, da kann jeder mitsingen ......eine richtige wunderschöne kleine Adventfeier war das:
da hat es alles für den Arthur gegeben, was er liebt:
den Papa, der Gitarre spielt, gemeinsames singen, ein Kerzenlichterl -
Gäste, gemeinsames Essen und vor allem auch: große Kinder. Die bewundert der
Arthur ja und will sich alles abschauen ....
Am Mittwoch hat es dann auch noch Nikolaus-Sackerl gegeben
zuerst im Kindergarten! Arthur geht "zu den Schotten" -
aber in der Gruppe der Kleinen ist kein als Nikolaus
verkleideter Mensch erschienen.
"Den Kindern ist das doch ein wenig unheimlich",
sagt man selbst in diesem Kindergarten, erst die Größeren würden die Verwandlung und die Geschichte dahinter verstehen.
Wer weiß, ob nicht Arthur vor Entsetzen gerufen hätte :
"Mann mit Creme, Mann mit Creme"!!!!
Das war sein Schreck-Erlebnis mit dem Straßenkünstler in Spanien,
der mit weiß beschmiertem Gesicht regungslos wie eine Statue
stand - und seither für den Arthur der Inbegriff von "Angst" ist.
"Mann mit Creme, Mann mit Creme" sagte der Arthur früher,wenn
ihm etwas unheimlich war. Jetzt sagt er schon deutlich:
"Angst, Angst" ....so gut kann er seine Gefühle und seinen
Zustand ausdrücken.
"Arthur Schnupfibär" sagt der Arthur etwa heute früh
beim Aufwachen - und schon sieht die Mama: "oje neuer Schnupfen" ...
"Arthur weint hat", erzählt der Arthur bisweilen der Moa
(meistens war er aber zornig und musste deshalb schreien!!!)
Wenn der Arthur aber sagt: "Arthur traurig ist" ... dann muss man ein bißchen auf der Hut sein, dann erpresst er einen vielleicht gerade damit. Denn das weiß er:  einen "traurigen Arthur" ,
den wollen alle wegbusseln und schnell  schnell geschieht dann, was "der traurige Arthur"
 zu seinem Glück braucht

Dass es "besser wird, besser wird",
das ist aber fast schon ein Mantra vom Arthur.
Er tröstet sich selbst damit:
kleiner Sturz, kurzes weinen, dann beutelt sich der
Arthur ab und schon sagt er: "bessa wird, bessa wird"
Er tröstet damit auch die Moa:
"au weh" sagt die, weil ihr das Kreuz weh tut
"bessa wird, bessa wird" - sagt der Arthur
die Moa stolpert über sein Auto im Zimmer und
greift sich an die angeschlagene Zehe:
"bessa wird, bessa wird" tröstet der Arthur
"bessa wird,bessa wird" sagen wir uns jetzt schon selbst vor, ist es nicht rundum tröstlich?
Und während sich die Moa überlegt, wie sie denn
dem Arthur "DEN ADVENT" erklären soll,
oder heute, am Feiertag, am 8.Dezember,
wie erklären, was denn da in ihrem großen Sonntagsbuch steht:  da weiß die Moa plötzlich!!!
Eigentlich hat doch auch all das damit zu tun, dass
wir einander sagen "bessa wird , bessa wird"
Ganz sicher: es wird alles besser , es wird alles besser.
Denn wird nicht heute am Feiertag die Geschichte erzählt, dass es irgendwann wieder ein Leben geben wird
"wie im Paradies", - ohne alles Böse, ohne all das,
was Leid bringt und traurig macht ...ohne all das, was wir einander ja bisweilen selbst, ganz ohne es zu wollen, an Schmerzlichem antun .. Bei einem Menschen soll das schon so gewesen sein - bei Maria.
"Erbsünde" nennen es Theologen, aber das ist nur so ein Wort, es meint einfach ein "weh tun", mit dem wir leben - etwas, von dem es besser wäre, es wäre wieder heil und gut
Der Arthur weiß es und sagt es: wird bessa, wird bessa ......
Alles wird besser ..... das sagt uns der Advent, und wenn er zu Weihnachten hinführt



Donnerstag, 7. Dezember 2017

Fürbitten 8.12. auf den Engel hören Lk.1.26

8.12.2017  Maria Empfängnis 
HOCHFEST DER OHNE ERBSÜNDE EMPFANGENEN JUNGFRAU UND
GOTTESMUTTER MARIA   Lk 1.26
„Maria Empfängnis“ nennen wir diesen Marienfeiertag, der lange Zeit im Advent für große Kontroversen gesorgt hat. Darf man an einem solchen kirchlichen Feiertag einfach wie am Wochentag leben? Dürfen Geschäfte offen halten, darf man shoppen gehen …? Es ist ein kirchlicher Feiertag der sagen will: Maria war seit dem Beginn ihres Lebens, seit der Empfängnis im Bauch ihrer Mutter, von dem bewahrt, was die Theologie die "Erbsünde" nennt. Vielleicht können wir uns diesen Zustand mit der inneren Zerrissenheit erklären, die jedes Leben bestimmt. Am heutigen Feiertag wird es jeder für sich selbst entscheiden, wie er diesen Tag gestalten will – wer weiß, ob nicht auch in allem Trubel dennoch ein Engel mit dabei sein kann. Der Engel, von dem heute das Evangelium erzählt, er, der Maria fragt, ob sie bereit ist, Mutter Gottes zu werden. Wenn der Engel auch uns anspricht, werden wir ihn hören? Und werden wir zu der Botschaft, die für uns bestimmt ist,
dann JA sagen können? Wie das junge Mädchen Maria im heutigen Evangelium?
Bitten wir heute

Herr, schick deinen Engel
Und lass mich verstehen, was Du gerade in diesen Tagen von mir willst.

Herr, schick deinen Engel
Mach mich aufmerksam für die, die mich brauchen

Herr, schick deinen Engel
Gib mir Geduld in all der Hektik, lass mich das Wesentliche sehen

Herr, schick deinen Engel
dass ich mit meinen Enttäuschungen fertig werde, mit den täglichen kleinen Niederlagen

Herr, schick deinen Engel
Dass ich mich wieder einmische und den Mund aufmache, wo es nötig ist

Herr, schick deinen Engel
Dass ich wie Maria „Ja“ sagen kann, dass ich annehme, was immer kommt

Herr schick deinen Engel
Lass mich die Freude an dir weitergeben, solange ich lebe


So bitten wir wie Maria „Dein Wille geschehe“
Hier mitten in unserem Leben und in deiner Ewigkeit. Amen