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Sonntag, 5. April 2020

Fürbitten Montag in der Karwoche: noch einmal ein Fest feiern



6.4. 2020  Joh.12.1  es gibt Freude - auch wenn man um den Tod weiß

Die Karwoche hat begonnen. Alle Evangeliumsberichte dieser Tage kreisen um den
Abschied. Um den bevorstehenden Tod Jesu. Es sind Berichte, erst Jahrzehnte nach dem Leben Jesu aufgeschrieben. Hervorgehoben wird, was im Blick zurück als besonders
kostbar und wichtig erscheint. Heute wird von einem kleinen Fest im Haus von Lazarus berichtet, jenem Lazarus, den Jesus Monate zuvor direkt aus dem Grab zurückgeholt hat. Von großer Dankbarkeit ist die Rede, großzügig wird Jesus von Marta und Maria bewirtet, den Schwestern des Lazarus. Nur einer aus dem engsten Kreis Jesu beklagt „Verschwendung“. Man hätte das ganze Geld besser für die Armen ausgeben können, sagt Judas. Sind uns diese Gedanken ganz fremd?  Bitten wir heute

Um die Großzügigkeit der Liebe –
Dass wir anderen ihre Freude und ihre Feste nicht neiden
dass wir nicht kleinlich aufrechnen, was uns die Alten und die Armen, die Flüchtlinge und die Sozialhilfe Bezieher kosten

lass uns sein wie die Martha in dieser Erzählung
dass es uns Freude macht für andere da zu sein
mach unsere kleinen und großen Gemeinschaften
zu Orten der Gastlichkeit
wo Freunde und Fremde willkommen sind

lass uns sein wie diese Frau Maria, die Jesus beim Essen die Füße salbt
mach uns großzügig und verschwenderisch
mit unserer Zuwendung überall dort
wo Menschen neben uns
oft ausgehungert sind nach Freundlichkeit und Mitgefühl

lass uns sein wie Lazarus
hol auch uns heraus aus dem Begraben-sein
aus dem: „wie Tod sein“ in unseren Sorgen und Ängsten
lass uns das Leben feiern, auch wenn wir wissen, dass
am Ende immer der Tod stehen wird

Herr, nimm uns aber auch an
wenn wir den Judas in uns entdecken
den, der neidisch und missgünstig ist
den, der kleinlich ist und sich abseits stellt
den, der mit dir hadert,
den, der sich nicht mitfreuen kann
nimm uns auch dann an, wenn unser Herz bitter ist
behüte uns und verlasse uns nicht

um all das bitten wir in diesen Tagen, wo wir uns mit Jesus auf den Weg machen
vom Leben in den Tod, und ganz hinein in die Hoffnung auf die Auferstehung.
Jetzt und heute schon. Amen


C 22 Tagebuch Palmsonntag 5.April 2020



Ein strahlend sonniger, unbeschwerter Tag

Schon längst wäre ich um 7.30 auf dem Radl gesessen und in „meine“ Kirche gefahren. 
Vorfreude auf die immer gleichen – aber auch immer gleich lieben Leute dort.  (Bild links etwa hat mir Kirchen Mitbesucher Freund Franz geschickt, Danke!!) Dazu die Patres der Salesianer – Sonntags gehe ich meist dort zur Messe. Ich denke an sie alle!

Es wäre der „übliche“ Palmsonntag Gottesdienst gewesen,
 ja, klar, nach so vielen Jahren ist es "üblich", Ritual. 
Palmkatzerl Weihe vorher, jeder bringt seinen Buschen mit. 
Dh ich bringe ihn meist nicht mit – weil ich mir meine Palmkatzerl „selbst segne“ – so wie auch den Adventkranz: 
"EIN SEGEN SOLLST DU SEIN": so beauftragt Gott den Abraham, als er ihn veranlasst, aus der alten Heimat fortzuziehen, Neues zu suchen. 
SEGEN sollen wir sein - und ich denke, wir dürfen nicht nur, wir sollen SEGNEN. Jeder von uns darf, soll SEGNEN. 
Und ein SEGEN für Andere sein (puh, gar nicht so leicht!!) Vermutlich sollte es "kirchlich" ein wenig auch in diese Richtung gehen – in der Corona Krise. Nicht nur warten, dass alles von OBEN kommt, fix und fertig vorgesetzt: Priester am Altar und alles gehabt wie immer! Vertrauen haben, dass man auch selbst, allein oder mit mehreren,  „am Weg“ ist. Ich mag nicht sagen „dass wir KIRCHE“ sind – 
KIRCHE  ist mir schon zu zugemauert …


Also an diesem Palmsonntag 5. April 2020 ist es „anders“ – und doch schon wie Normalität. Beten tu ich immer, Gymnastik ein bissl , wie immer, widerstrebend - Nachrichten checken, mit Genuss Frühstücken, dann „hinaus“. Vorher heute noch Live Schaltung mit der Größeren der beiden Enkelinnen – die macht das wie ein Profi, keine 3 Jahre alt, und bringt der Oma bei, was sie vor der Kamera zu tun hat:  
„auf den Balkon gehen , Oma“ – 
Die Oma muss dabei  Puppe Otto mitnehmen,   - und da steht die Oma jetzt und redet mit Otto und gemeinsam suchen wir die Bienen am Balkon. „Otto, schau, noch sind gar keine Bienen da“ sagt die Oma laut im Freien, mit der Puppe am Arm -  und gleichzeitig denkt sich die Oma: "na servas,  wer mich jetzt hört, der ist überzeugt, diese arme Frau ist schon Opfer ihrer Einsamkeit.

Ja sooo banal ist mein Leben. 
Auch heute drei Wochen nach dem offiziellen Beginn der Corona Einschränkungen.  
Ich könnte mich bemühen und wertvollere Gedanken heraus quetschen, ich will es gar nicht. Das Bedeutsame macht auch nix besser. Ich denke an die Menschen in den Intensivstationen,die um Luft ringen – für sie spare ich meine Worte. Ich kann nur an sie denken und für sie beten. Auch eine nahe Verwandte war in kritischem Zustand, zunächst schien „Corona“ schon ausgestanden, da flammte es noch viel schlimmer auf. 
Schwere Lungenreduktion, ….
ich bin fürs „beten-können“ dankbar. 
Aber auch „Daumen halten“ ist gut, 
Hauptsache, die Menschen in unseren Gedanken nicht allein lassen
Im Mittagsjournal so einen bitteren Beitrag gehört, wie man sich bemüht, auch in Österreich, dass die Sterbenden doch noch Kontakt zu ihrer Familie bekommen. Dass doch noch jemand, wenn es halbwegs geht, ans Krankenbett kommen kann. Eine Hand halten, berühren, streicheln, 
das alles aber geht nicht – soo grausam.

Morgen wird die Regierung versuchen zu sagen, wie es weiter geht. Ich sage „versuchen“ – mir kommt vor, es schleichen sich immer mehr Verwirrtheiten ein. 
Allein um den Oster-Besuch-Erlass. „Sorry“ schreibt der Gesundheitsminister, "hab Kritik daran verstanden", 
wie gesagt morgen, Montag will man präzisieren
Übermüdung – ja und immer die Gefahr, dass sie weit übers Ziel hinaus schießen. 
Verpflichtend eine Tracking App, App des Roten Kreuzes??? Nein, der Parlamentspräsident rückt eh wieder vom Zwang ab. Aber da liegt viel in der Luft ….auch was die Ausdehnung der Maskenpflicht betrifft. Soll auch morgen mehr gesagt werden ….ich seh jetzt schon so viel geschluddert. Weggeworfene Masken, falsch getragene, falsch behandelte Masken, 

oder: wie setzt du einem 1jährigen so etwas auf: man scheitert doch schon an Winter Hauben …
Auch heute Vormittag wieder eine gleichgültig
weggeworfene Schutzmaske gefunden
Da liegt sie auf dem Gehsteig - gleich vor
einer Volksschule !!!! (so gerne turnt an diesem kleinen Zaun immer Enkel Arthur entlang, an den Tagen, wo er nach dem Kindergarten zu mir kommt und wir hier direkt vor der Schule aus dem Bus steigen .....)

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Österreich liegt bei 11.907 (Stand: 15.00 Uhr). 

Die Anzahl der Tage bis zur Verdoppelung der Fallzahlen ist laut Gesundheitsminister Anschober erfreulicherweise gestiegen, wie er kurz nach Mittag per Aussendung mitteilte: von 3,6 Mitte März auf 13,8 in dieser Woche.

11.907 Menschen sind infiziert
204 Menschen sind gestorben
108.416  Menschen wurden getestet
2.998 Personen sind indessen genesen
Die tägliche Steigerungsrate der Ansteckungen sinkt ebenfalls erfreulicherweise
heißt es aus dem Gesundheitsministerium.


Die Pest-Säule am Graben, 
Palmsonntag Nachmittag



Samstag, 4. April 2020

Fürbitten PALMSONNTAG - traue ich mich????


5.4.2020 Palmsonntag
  
Es ist ein Palmsonntag, wie wir ihn wohl noch nie seit 1945 erlebt haben. Und dennoch muss man sofort dazu sagen: wir leben nicht im Krieg und auch nicht in Nachkriegs-Zeiten. Wir erleben, inmitten einer wohlhabenden Gesellschaft, eine Pandemie, wir leben in einer Krisen-Situation, aber doch in Sicherheit: unsere Kirchen sind zwar offiziell geschlossen, aber über viele Medien gibt es ein großes Angebot an Gottesdiensten, die man sozusagen von zu Hause mitfeiern kann.
(www.netzwerk-gottesdienst.at)

Ja, viele werden heute ganz sicherlich ihre Palmprozession vermissen. 
Aber vielleicht wäre das „vermissen“ in einem überorganisierten Angebot gar nicht so schlecht? Vielleicht sollten wir überhaupt zunächst einmal eher „vermissen“ – 
anstatt sofort wieder „Leere“ mit vorgefertigten Angeboten zu füllen?



Vielleicht sollten wir riskieren, 
einmal ratlos da zu stehen, 
uns einmal nicht
„von oben“ liturgisch und religiös 
rundum versorgen zu lassen?
Leere aushalten – Ungewissheit - 
Wäre das nicht die Chance dieser Tage?
In so vielen Lebensbereichen!!



Johannes Pock, der Dekan der kath.theol.Fakultät der Universität Wien spricht von einer vertanen Chance der Kirche in dieser Corona Krise: es sei ein Rückschritt in zentralistische und hierarchische Kirchenbilder – im Fokus stünden noch mehr als sonst Bischof und Priester. Es gäbe nicht den kleinsten Schritt dahin, dass man das gemeinsame Priestertum stärkt – und in dieser Notlage zuerkennt, dass das gemeinsame Feiern in der Hausgemeinschaft auch ohne einen Priester in der Gegenwart Christi geschieht“, 
so der Theologe. Katholischer Theologe wie gesagt

Ja, so sehe ich es auch.
Sollten wir nicht nach unserer eigenen Art der Begegnung mit Jesus suchen?
Sollten wir gerade auch in diesen Tagen nicht nach eigenen Worten suchen?
Oder, noch besser, sollten wir vielleicht
gar nicht so viele Worte machen?
Einfach nur …
Ist das nicht viel schwerer, als eine organisierte Stunde Gottesdienst als „mitgefeiert“ zu verbuchen?
Ich ertappe auch mich dabei, dass ich „zur Sicherheit“ lieber auf Altbewährtes zurückgreifen will. Gibt es nicht Sicherheit, wenn man hört, was man immer schön hört.
Traue ich mich – auf etwas zu warten – was ich noch nicht gehört habe?


Bitten wir an diesem Palmsonntag
Dass wir den Weg finden, den je eigenen Weg, den wir mit Jesus gehen dürfen.




Auf einem Esel ist Jesus – 
so erzählen es die Evangelisten – 
in Jerusalem eingezogen.
Eine kurze Hochstimmung, „Hosianna Rufe“ – 
wenig später das Kreuz.

Vielleicht mag mich Jesus wie den kleinen Esel benutzen, 
damit ich ihn ein Stück weit begleiten kann

C Tagebuch Samstag 4.4.2020 HIRN brauchts auch, bei den Schutzmaßnahmen

Ja, auf DAS habe ich gewartet –
DAS musste so kommen. 
Was machen wir mit der schönen geschenkten Maske nach dem Supermarktbesuch? 
Natürlich, entsorgen, und das gleich am Gehsteig. 
Facebook Freunde sagen, sie hätten ähnliches auch in der Innenstadt beobachtet. Ist wohl erst ein Anfang.
HIRN - LOS
Spätestens die MA 48 darf dann das Zeugs aufkehren,
wenn sich nicht schon vorher Kleinkinder mit den
- möglicherweise ja infizierten - Dingern gespielt haben...
Ich denke, es müsste verpflichtend noch in den Geschäften eine ordentliche Entsorgung geben. 
Andererseits: hat nicht meine Billa Frau bei der Ausfolgung der Maske gesagt: „Bitte gut aufheben, wir haben morgen vermutlich keine“ 
Einweg-Masken – für Mehrzweck Benützung?
 Wo ist hier der angedachte Schutz – das ist doch alles kontraproduktiv. Viele sehe ich, die sich die Masken nach dem Einkauf einfach ein bissl herunterziehen, sie dann wie einen Schal am Hals baumeln lassen – irgendwann setzen sie sie wieder auf, greifen sie mehrmals an
Wo legen die Leute daheim ihre Masken ab? Auf den Küchentisch?
Die vom Atmen angefeuchteten Maske soll getrocknet werden? Und dann sind sie wieder „clean“? 

PS
hier ein weggeworfener Handschuh,
sicher auch Hygiene Handschuh!!!
HIRN - LOS!!!!


Ein spezieller Oster Erlaß der Regierung hat auch für Unruhe gesorgt. Präzisiert wurde dann: Abgesehen von den Personen, die fix in einem Privat Haushalt leben, dürfen noch extra maximal 5 Personen dazu kommen.
Nicht mehr. Es wirft trotzdem Fragen auf. Doch ein gehöriger Eingriff in die Privatsphäre. Dürfte die Polizei überhaupt in geschlossenen Räumen kontrollieren ohne Durchsuchungsbefehl???


Auch sollen Oma und Opa in diesem
Jahre nicht mit dabei sein bei der
Oster Eier suche - ganz abgesehen von der
5 Personen Regelung.
Zweitwohnsitze dürfen in den nächsten Tagen
aufgesucht werden - Hotels, Pensionen müssen aber geschlossen haben. Hier kann man nicht absteigen. Und in Wien: ja da bleiben die Bundesgärten weiter geschlossen.
Schmeck's Kinder ..... bleibt's am Gehsteig!!

Ja, und damit war letztlich auch zu rechnen -und
nun wird es schon unverblümt angekündigt:

Für das nach Ostern angekündigte schrittweise Ende des „Shutdown“ überlegt die Regierung die Ausdehnung der Maskenpflicht. „Was im Supermarkt Sinn macht, macht natürlich auch in anderen Bereichen des Lebens Sinn“, sagt der Kanzler heute im Gespräch mit mehreren Tageszeitungen und der APA. 
Geprüft wird auch der Einsatz von Handytracking bzw. ein Schlüsselanhänger für Personen ohne Smartphone.  
Der Schutz gefährdeter Gruppen und älterer Menschen wird für mein Gefühl ein bißchen zu oft angesprochen. Ich sehe uns Alten demnächst "in Sicherheitsverwahrung"
Am Montag 6.4. will sich die Regierung näher zu möglichen Lockerungen äußern.

Die Gesundheitszahlen in Österreich geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus.

11.665 Infizierte
 1.071 in Spitälern, das sind aber 3 weniger als gestern
    245 auf Intensivstationen, die Zahl ist zu Freitag gleich geblieben
    186 Menschen sind gestorben - Genesen:  2.507

Was aber ganz wichtig ist: Die sogenannte Reproduktionszahl ist deutlich gesunken, auf 1,14. 
Das heißt, ein Infizierter steckt nur mehr mehr als einen anderen an. Diese Zahl sollte unter 1 sinken.
Am Anfang der Infektionswelle lag sie bei 3,7.


Übrigens bald sollen österreichische Unternehmen 100.000 Stück Schutz Masken in guter Schutz Qualität herstellen, das Ziel 500.000 pro Tag. Die Gratis Masken der Supermärkte zählen nicht dazu.


Morgen ist Palmsonntag. 
Erstmals wird es keine Palmumzüge geben, keine öffentlichen
Gottesdienste. 
Angebote zum Mitfeiern in Radio und Internet gibt es: www.netzwerk-gottesdienst.at





"..und plötzlich weißt du:
jetzt ist die Zeit, neu zu beginnen und der Magie des Anfangs zu vertrauen."
Meister Eckhart

"Dein Ziel heißt Leben" Karl Rahner

 "Das einzig Wichtige im Leben 
sind die Spuren der Liebe,
die wir hinterlassen, wenn wir gehen" Albert Schweitzer

"Unsere Verabredung mit dem Leben
findet immer im gegenwärtigen Augenblick statt.
Und der Treffpunkt unserer Verabredung
ist genau DA, wo wir uns gerade befinden." der Buddhist Thich Nhat Hanh

"Bewahrt möge ich sein vor dem naiven Glauben, es müsse im Leben alles glatt gehen.
Die nüchterne Erkenntnis möchte ich haben, dass Schwierigkeiten, Niederlagen,
Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,
durch die wir wachsen und reifen." Antoine de Saint-Exupéry

"Wenn wir uns von unserer Angst befreit haben,
wird unsere Gegenwart
ohne unser Zutun
Andere befreien". Nelson Mandela

 "Wir streben mehr danach, 
Schmerz zu vermeiden
als Freude zu gewinnen." Sigmund Freud



Zwangsneurotisch 16 was die Oma vielleicht doch noch lernen sollte?

Also:
an der Couch scheitere ich vorerst!
(wobei es in meinem Fall ja schon die Eltern waren) Aber:
"auf meiner Couch will ich nicht bleiben, 
ich bleibe nicht auf meiner Couch, nein auf meiner Couch bleibe ich nicht"
ruft die renitente Oma!!
Ernsthaft:
Ich will nicht nur zu Hause bleiben.
Ich habe mich ohnehin brav reduziert:
ganz viel weniger so "nebenbei"
einkaufen, wie früher
kein Öffi fahren
keine täglichen Gottesdienste
kein Zusammenrotten mit Anderen auf
engen Gehwegen - haha
aber "hinaus" - also "hinaus" will ich.
Auch wenn die Kinder noch so oft drängen: "Mama lass dir
was nach Hause bringen" - nein, bitte: noch nix Abgestelltes
vor meine Türe, alles ganz lieb, aber lasst's mich noch so vor mich
hinleben, wie bisher ...
Im Hintergrund spüre ich doch schon längst, was sich
gesellschaftlich anschleicht. Die RECHNUNG:
Für die Jungen ist die ganze Corona Geschichte nicht so wirklich tragisch - ein paar Ausnahmen nimmt man halt in Kauf.
Das wirkliche  Problem sind nur unsere Alterchen.
Und nur wegen diesem (schon ziemlich ab-gelebtem) Teil der Gesellschaft - soll jetzt der Rest der

Gesellschaft zum Erliegen kommen?
Die Alten schuld an vernichteten Existenzen, zusammenbrechenden
Volkswirtschaften:
will ICH das verantworten?
Muss ich nicht doch gleich auf die Couch?
Und Tür zu - peng
Sackerl vor die Türe?
"Mama, das Futter ist da!!!"
Was soll man den volkswirtschaftlich Rechnenden
entgegen
halten? Womit könnte ich mir noch ein paar Tage an der frischen Luft erkaufen?
Die Argumente werden stärker und stärker werden:
Wollt ihr wirklich schuld daran sein ......!!!!!
Sitz! Platz! Hier!
Na bitte, hier bestes Beispiel
Da schwafelt diese Oma schon halb dement herum: verliert doch glatt den Faden - wollte sie
nicht irgendwas erzählen über irgendwas, was sie noch lernen
sollte - oder sogar lernen wollte????
Drei Woche Corona Krise - was habe ICH daraus gelernt?
Nicht böse sein:

dieser Oma fehlt schon ein Leben lang die Geduld
zum BILANZ ZIEHEN
Die BILANZ ist immer schon vorbei, ehe
die Oma - die natürlich nicht immer schon Oma war - bereit ist, diese zu ziehen
Also BILANZ ZIEHEN.
Leider: mit BILANZ kann ich nicht aufwarten.
Aber heute, bei meinem Spaziergang
(noch noch noch Spaziergang)
da fällt mir plötzlich etwas auf.
JA  DAS  SOLLTE  ICH  LERNEN:

HAB  RESPEKT  VOR  DENEN
die gerade jetzt, in dieser Krise
offensichtlich so ganz anders ticken als Du.
Natürlich bin ich nach außen hin höflich, freundlich
geduldig - grüße artig zurück und winke:
Aber innerlich
INNERLICH, das merke ich in diesen Tagen
da nimmt das Stöhnen über all die zu, die schwer
vermummt auch auf der grünsten Wiese gehen
oder die erschrocken von links nach rechts und
von rechts nach links springen, wenn man an ihnen
vorbeigeht. Vermummt und angespannt und ängstlich
nach dem Feind blickend .... Jeder, der sich auch
nähert könnte "Feind-Berührung" sein.
Gibt es wirklich so viele ÄNGSTLICHE?
ABER: und das will ich jetzt lernen:
begegne auch ihnen nicht innerlich genervt
oder schlimmer noch, mit zynischem Lächeln:
hab RESPEKT vor allen, wie immer sie  mit dieser Krise umgehen

HAB  RESPEKT  HAB  GEDULD  HAB  VERSTÄNDNIS 
WIR  SITZEN  ALLE  IM  SELBEN  BOOT


OH, ich will doch gar nicht zynisch sein - 
also lieber SO




Freitag, 3. April 2020

Fürbitten 4.4. Zeig deine Nähe, dass wir dich spüren

Foto: Samya Hamieda Lind


4.4.2020 Joh.11.45 das Ende naht „Wenn jemand weiß, wo er sich aufhält, soll er es melden“

Im Evangelium zieht sich die Schlinge um Jesus zu. Er ist de facto zur Verhaftung ausgeschrieben. Sein Tod ist beschlossene Sache. Offiziell wirft man Jesus von Nazareth Blasphemie vor, Gotteslästerung - aber dahinter steht die Rache der Religionsbeamten, die sich vom Glauben und dem Gottesbild Jesu provoziert und verunsichert fühlt. Bitten wir, dass Jesus uns mit auf den Weg nimmt zu seinem, diesem gütigen Gott
bitten wir mit den Worten von Huub Oosterhuis aus der Litanei von der Gegenwart Gottes  Halten wir nach den einzelnen Bitten STILLE


Licht unseres Lebens - Sei hier zugegen,  in unserer Mitte
Lös unsere Blindheit, dass wir dich sehen
Mach unsere Sinne wach für dein Kommen

Zeig deine Nähe, dass wir dich spüren
Komm und befreie uns damit wir leben
Komm uns zu retten, wie Licht in der Frühe

Gott für uns alle heute und morgen
Gib deinen Namen uns, ein Zeichen des Lebens

Sei unsere Zukunft, sei unser Vater
Sei hier zugegen lass uns nicht sterben

Tu deine Hand auf, so sind wir gesättigt
Send deinen Geist aus, neu uns zu schaffen
Für unsere Kinder sei du die Zukunft

Auf dich vertrauen wir auf den Lebendigen
In dieser Stunde, Gott sei uns nahe


So bitten wir. Amen

C Tagebuch Freitag 3.4. EIGENTLICH .....


Ja, eigentlich hätten sie heute begonnen:
die Osterferien.
Freitag vor Palmsonntag: Start oft noch
in den Spät Ski Urlaub. Herrliches Wetter
wäre heuer .....WÄRE ...
Schulkinder in ganz Österreich dürfen jetzt zwar Pause machen beim home schooling -
was durchaus auch zum großen Aufatmen in vielen Familien führt. Aber die typische URLAUBS - Stimmung stellt sich wohl
kaum wo ein.
Hotels, Pensionen, Privatzimmer - sie alle
dürfen gar keine Gäste aufnehmen. Ja, in den
Zweit-Wohnsitz darf man aufbrechen - aber
wie viele Österreicher können sich daran erfreuen.
In Wien, in der Großstadt wären viele schon froh,
wenn die Kinder ordentlich ein bissl ins
Freie könnten. Und nicht nur gedrängt auf engen Gehsteigen. Werden vielleicht doch noch für die Kartage und dann für Ostern die Bundesgärten in Wien geöffnet werden?
Der Schloßpark Schönbrunn, Augarten, Volksgarten
Burggarten
 Eine Petition zur Öffnung der Bundesgärten soll helfen ....ob's hilft?
https://www.change.org/p/bundesministerium-f%C3%BCr-landwirtschaft-%C3%B6ffnung-der-%C3%B6sterreichischen-bundesg%C3%A4rten

Alternative: Straßenzüge sollen gesperrt
werden für Fußgänger, Begegnungszonen in
Wien ausgeweitet: aber ganz Konkretes
weiß man noch nicht.

Im Parlament sagt der Bundeskanzler: "wir sind noch nicht über den Berg". Man werde zuerst mit der Öffnung des Handels beginnen, kündigte Kurz an, „schrittweise und behutsam“. Doch dafür müssten insbesondere weiterhin die Risikogruppen und ältere Bevölkerung geschützt werden. Abstand zu halten werde auch dann noch gelten. Es gehe um einen „Kulturwandel“ – 

Ja, wir wissen es, ab Montag sind MNS Masken
MundNasenSchutz Masken - Pflicht.  Heute, bei meiner Billa, am Nachmittag, gab es jedenfalls keine mehr. 
Verhalten optimistisch der Gesundheitsminister:  Derzeit gebe es bei Intensivstationen und Beatmungsgeräten einen Leerstand von fast 50 Prozent. Der Anstieg bei Infektionszahlen sei seit mehreren Tagen im einstelligen Bereich, heute sogar bei vier Prozent. Der Weg sei also ein richtiger, aber konsequent weiter zu gehen. Am Wochenende würden in die Länder große Mengen an medizinischem Schutzmaterial ausgeliefert, etwa 1,9 Millionen OP-Masken.
Bei der Sitzung des Nationalrates sieht man Regierung und Abgeordnete mit Gesichts Masken - laufend wird das Rednerpult und die Plexiglasscheibe desinfiziert  (Bild ORF)
Kritisch blieb die Opposition. 
Die FPÖ hält der Koalition vor, es nicht einmal zu schaffen, Mundschutz geordnet unter die Bevölkerung zu bringen und noch dazu nicht auf sichere Modelle zu setzen.
Die NEOS beklagen die fehlende Transparenz bei den eingeleiteten Maßnahmen. Man müsse jetzt schon anfangen, die Balance zwischen Gesundheit und der Verhinderung eines totalen wirtschaftlichen Kollapses zu finden.

Die SPÖ fordert, dass es ein explizites Verbot für Dividendenauszahlungen und Boni für Firmen geben müsse, die Staatshilfe beziehen. Auch die SPÖ fordert die Öffnung der Bundesgärten in Wien.

So, da sind wir wieder bei dem, 
was vor einem Jahr noch 
"OSTERURLAUB" hieß.
Mit welchen Gefühlen leben wir in diesen
Tagen? 
Für Palmsonntag, für die Kartage und für Ostern
gibt es für Katholiken und Christen eine Menge
Angebote über Radio, Fernsehung oder
"streaming TV"

 ABSTAND HALTEN - HÄNDE-WASCHEN . DAS  BLEIBT DAS MOTTO

Zahl der Infizierten heute Freitag 3.April 2020
11.383
Burgenland (206), Kärnten (304), Niederösterreich (1.828), Oberösterreich (1.836), Salzburg (1.038), Steiermark (1.205), Tirol (2.595), Vorarlberg (710), Wien (1.661).
Todesfälle  168, 
 Burgenland (3), Kärnten (3), Niederösterreich (28), Oberösterreich (17), Salzburg (12), Steiermark (38), Tirol (29), Vorarlberg (4), Wien (34).
im Spital: 1.074 Menschen
auf Intensivstation: 245
wieder gesund :2.022
Burgenland (29), Kärnten (65), Niederösterreich (340), Oberösterreich (437), Salzburg (136), Steiermark (103), Tirol (631), Vorarlberg (183), Wien (98).
Weltweit wurden bisher insgesamt 1.016.128 bestätigte Fälle bekannt gegeben.
Weltweit haben sich bereits 211.775 Menschen von COVID-19 wieder erholt. (Diese Zahl stützt sich auf öffentlich verfügbare Daten aus mehreren Quellen.) 

MEIN TAG?   Banal - und voll Dankbarkeit, gesund zu sein!

"Sag ja zu den Überraschungen,
die deine Pläne durchkreuzen, deine Träume zunichte machen,
deinem Tag eine ganz andere Richtung geben,
ja vielleicht deinem Leben. Sie sind nicht Zufall."
der 1999 ermorderte brasilianische Bischof Dom Helder Camara


"gewöhn dich nicht.
du darfst dich nicht gewöhnen....." Hilde Domin


„Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.“
Albert Camus


"Wo kämen wir hin,
wenn alle sagten,
wo kämen wir hin,
und keiner ginge,
um zu sehen,
wohin wir kämen,
wenn wir gingen." Kurt Marti

"Habe Geduld gegen alles Ungelöste in deinem Herzen ...Forsche jetzt nicht nach Antworten, die dir nicht gegeben werden können ....Lebe jetzt die Fragen - vielleicht lebst du dann allmählich ohne es zu merken in die Antwort hinein" Rilke 


"Springen sie, so oft sie können, -
über ihren Schatten“ Erwin Ringel

     


Zwangsneurotisch 15 Schluss mit dem Schulterschluss????

EIGENTLICH ....
war ich mein ganzes langes Leben lang
DAGEGEN
WOGEGEN?
Details spielen keine Rolle ....
Schon Mama und Papa sagen:
"kannst du einmal irgendetwas anderes sagen
als "Nein".  - Nein!
Lange Jahre im Internat - ich war eigentlich
gerne dort und auch in der Schule :
aber klar war immer: ehe ich
JA sage, sage ich NEIN.
NEIN - prinzipiell!
Mit NEIN bin ich auf der sicheren Seite!
Gebetet habe ich darum, sollten wieder einmal
furchtbare Zeiten kommen, dass ich dann auch auf der Seite der NEIN-Sager bin.

Denn NEIN in guten Zeiten ist kein Kunststück.
Aber wie tapfer, wie kompromisslos wäre ich
"damals" gewesen?  Ich denke in diesen Tagen immer wieder
an den evangelischen Pfarrer und Widerstandskämpfer
Dietrich Bonhoeffer, der vor genau 75 Jahren von den Nazis ermordet worden ist - am 9.April 1945.So kurz vor Kriegsende.
Aber:  um so ein - zum Tode führendes NEIN - ist es bei mir ja niemals, niemals gegangen. Es blieb immer der kleine Widerstand, gegen Mama und Papa,  gegen Lehrer und Erzieher, später gegen Vietnam und Atomkraft. Auch dort, wo ich gearbeitet habe, habe ich mich immer zuerst am inneren Nein ausgerichtet, so gut ich konnte hinterfragt, ob ich hinnehmen muss, hinnehmen kann
was als "richtig" gegolten, vorgegeben war.
Zur Sicherheit: immer zuerst Skepsis,
nie begeistert JA schreien, ....schon gar nicht, was mein religiöses Denken betrifft. Da hatte und habe ich eine Instanz: die heißt ganz sicher nicht Papst oder kirchliches Gesetzbuch.


Ich nenne es nicht einmal hochtrabend "Gewissen" -
ich sage einfach: ICH - ICH.
ICH halte dieses und jenes FÜR MICH für richtig oder nicht für richtig (immer so, dass anderen kein Schaden daraus erwächst) ICH bin meine Instanz - ich weiß, wie sehr ich auch meine Kinder damit genervt habe. Die Mama! Immer in
Opposition auch zur  Schule. Waren die Kinder stolz auf die Mama, wenn die so vieles für "deppat" gehalten hat?
Für unnötig, für total übertrieben, wenn die Mama gesagt hat: "Wir machen, wie wir es für richtig befinden!"
Du meine Güte, was schwafle ich.
Alles, was ich doch sagen will ist DIESES:
Seit dem 10.März 2020 sage ich vorderhand nicht mehr prinzipiell NEIN
Der 10.März ist mein Datum, an dem ich entschieden habe, wegen der sich abzeichnenden
Corona Krise auf etwas zu verzichten, was als freiwilliger Verzicht für mich bis dahin undenkbar war. So banal es auch ist: das Fahren mit den Öffis.

Außer eigener Krankheit oder eigenem Nicht-Wollen oder der ÖFFI Störung:
wer sollte MICH abhalten vom Öffi Fahren?
Ab dem 10.3. 2020 , es war ein Dienstag, habe ich bewusst entschieden:
Mein kleiner Enkel-Bub fährt nicht mehr mit mir in den Öffis  - und am Tag darauf,
dem 11. März bin auch ich nicht mehr hinunter gegangen, zu meiner U4 Station
Das war eine bewusste Entscheidung: nicht für MICH, oder weil ich um meine Gesundheit
bange - ich hab mich so entschieden, weil ich mich - um andere nicht zu gefährden - aus dem
Verkehr ziehen wollte. Im wahrsten Sinn des Wortes, weil ich mich  "aus dem Verkehr ziehen wollte".
Ich habe kein Auto und erreiche derzeit nur das, was ich zu Fuß erreichen kann.
Ich hab mein Einkaufs Verhalten geändert, ich werde Mundschutz
tragen - obwohl..... nein, keine Debatte, auch nicht mit mir selbst.
Ich verzichte auf mein NEIN -
natürlich nicht unbefristet -
Aber ich trage mit, was die Regierung versucht nach bestem Wissen umzusetzen.
Und so schließe ich mich nicht dem Appell von Florian Klenk im Falter an:
Schluss mit dem Schulterschluss 
Nein, für den Schulterschluss bin ich noch immer - wie wohltuend die Zusammenarbeit
der Sozialpartner - endlich wieder!!
Was Einzelmaßnahmen betrifft:
wann wieder aufsperren,
wann wieder Schule
darüber soll, muss debattiert werden -
aber in einem Klima des gemeinsamen Wohlwollens für uns alle. Van der Bellen sagte es gestern: "Geduld, Geduld, es kommt die Zeit, da wird das ausgestanden sein" -
und dann wäre es schön, noch eine Weile das mitzunehmen,
was jetzt so wohltuend ist. Das Klima in dem  SCHULTERSCHLUSS möglich ist



Auf BIG DATA passen wir auf  - wie die Haftlmacher
auch da im Schulterschluss aller, wenn es um unsere Grundrechte geht

Dietrich Bonhoeffers Maxime, auch noch im Gefängnis:

"Nicht die Welt aus den Angeln heben, sondern am gegebenen Ort 
das im Blick auf die Wirklichkeit Notwendige tun "




Donnerstag, 2. April 2020

Fürbitten 3.4. Woran GLAUBEN?



3.4.2020  Joh.10.31 Zweifel nicht verboten

„Und viele kamen dort zum Glauben an ihn“, hören wir heute am Ende des Evangeliums. Aber gleichzeitig macht das auch deutlich, wie viele Juden nichts mit Jesus anfangen konnten. Kann man ihnen das verübeln?  Es ist ja ein ungeheuerlicher Anspruch: Hier behauptet einer Gottes Sohn zu sein. Wie kann man das glauben? Wir heute, viele von uns, sind in unseren Glauben so gut wie hineingeboren. Aber vielleicht wäre es sogar gut, wenn wir hin und wieder hinterfragen, warum wir glauben und woran wir wirklich glauben. Zweifel sind nicht verboten, sagt auch Papst Franziskus Bitten wir heute:


für alle, die nicht von Klein auf  Zugang zum Glauben finden

für alle, die glauben wollen und doch immer wieder zweifeln

für alle, die Anderen den Weg zum Glauben schwer machen oder versperren

für alle, deren Glauben erstarrt und ängstlich ist

für alle, die nicht mehr viel darüber nachdenken, WAS sie eigentlich glauben

für alle, die für ihren Glauben und ihre Überzeugung verfolgt werden

für alle, die nicht glauben und doch genauso wertvolle Menschen sind wie Glaubende

für alle, die in Krisen an der Liebe Gottes zweifeln

für uns selbst, dass wir uns von immer wieder auch neu Fragen stellen und nicht nur bei alten Antworten bleiben


So bitten wir um einen lebendigen Glauben, der sich nicht davor scheut, dich Gott immer wieder auf neuen Wegen und in neuen Bildern zu suchen. Im Namen Jesu. Amen 

C Tagebuch Donnerstag 2.4.2020 Licht am Ende des Tunnels?



Der Gesundheitsminister sagt heute, er sehe „Licht am Ende des Tunnels“. 
Die Zuwachsrate dämpfe sich langsam 
In allen Bundesländern seien die Zuwachsraten mittlerweile im einstelligen Bereich. Für Österreich beträgt sie derzeit 5,66 Prozent

10.923 Menschen mit Stand heute früh infiziert
1.057 Menschen im Spital ,
   227 davon auf Intensivstationen.
  158 bestätigte Coronavirus-Todesfälle
1.749 Genesungen.

Der österreichische Weg sei ein richtiger. Weiterhin gelte gerade deshalb: Abstand halten. Und nun wird ja auch  – 
verpflichtend ab Montag 6.4. – auf Gesichtsmasken gesetzt. 
Die Leute scheinen das gut anzunehmen, 
in meinem Umfeld tragen plötzlich so viele Masken, dass ich den Eindruck habe, die Leute haben direkt darauf gewartet, ihr gutes Stück auszuführen. Auch selbst designet und genäht ist zu sehen – nicht immer scheint jedem bewusst zu sein, was die Maske letztlich bedeuten soll.

erzähle ich die Geschichte von dem noblen Herrn, der mir, mit Gesichtsmaske ausgestattet, am Gehsteig entgegenkommt. Während wir einander ausweichen und parallel aneinander vorbeigehen, „lüftet“ er seine Maske, zieht sie sich kurz vom Mund weg über die Nase und spuckt kräftig aus – auf den Gehsteigrand. Das scheint er immer so zu machen, dann zieht der Mann die Schutz Maske wieder bieder über Mund und Nase ……  auf einer Parkbank sitzen zwei junge Frauen, die ihre jeweils selbst genähten Masken gegenseitig ausprobieren.Mir bietet eine der Frauen an, dass ich die Maske ruhig in die Hand nehmen soll: „Kommen sie, greifen sie an, schauen sie, 
innen doppelt genäht!“  
Na, es wird sich schon einspielen …..

Ich habe das Gefühl, das Akzeptieren der Maskenpflicht wird schneller dazu führen, dass Geschäfte etc wieder geöffnet werden. Maske tragen – Abstand halten – restliche Hygiene befolgen. Immer wieder hört man Virologen, denen auch ein blockweises Abhalten von Schulstunden keine Sorge machen würde

Weltweit sieht es schlechter aus. Laut Anschober könnte man heute wahrscheinlich die Schallmauer von einer Million überspringen.
USA rund 260.000 bestätigte Erkrankte, 5.100 Todesfälle. New York  immer noch am stärksten betroffen.
in Italien flacht sich die Zuwachsrate ab. Die Zahl liegt aber bei 110.000. Todesfälle 13.155.
Spanien 104.000 bestätigte Fällen und 9.387 Todesfälle. China liegt nunmehr auf Platz vier.

Beim Großteil der Coronavirus-Infektionen in Österreich steckten sich die Betroffenen hierzulande an. Lediglich 3,5 Prozent, insgesamt 306 Personen hätten die Infektion im Ausland erworben“, sagte Franz Allerberger, Leiter des Bereichs Humanmedizin der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).
(Bild orf.at)  „Die Botschaft ist, der Großteil steckt sich bei uns an.“
Er geht im Übrigen davon aus, dass „bald ein Prozent der Bevölkerung“, also rund 90.000 Menschen, in Österreich infiziert sein werden. „Das Virus hat keine Flügel“, so Allerberger 
Es gehe darum, den direkten Kontakt auf weniger als einen Meter absolut zu vermeiden                 und nicht länger als 15 Minuten Kontakt zu haben.

Am Abend hat dann Bundespräsident Alexander Van der Bellen an die Ausdauer der Bevölkerung appelliert. Er wisse nicht genau, wie lange die Krise noch dauern werde, aber er wisse, dass sie irgendwann vorbeigehen werde. Bis dahin und in Zukunft brauche es ein „neues Miteinander“ im Land. „Mit der Stärke jedes einzelnen von uns schwächen wir nun alle gemeinsam das Virus“, so der Bundespräsident.   (Bild ORF at) 


"Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, 
so sollten wir es auf jeden Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht". 
Hermann Hesse


"Manchmal handeln wir so, als ob es etwas Wichtigeres gebe als das Leben.
Was denn?"   Antoine de Saint-Exupéry


"FREUDE ist das Äußerste, was der Mensch in seiner Macht hat.
FREUDE ist die gute Jahreszeit über der Seele"     Rilke
"Wenn es eine Angst ist, die ihr verjagen wollt,                                                                                      ist der Sitz dieser Furcht in eurem Herzen                                                                                           und nicht in der Hand des Gefürchteten". Khalil Gibran
Wenn die Sterne zu fern sind,
heb den Kieselstein zu deinen Füssen auf
und lerne alles von ihm." Margaret Fuller 






"Wie groß ist dein Leben?
Wie tief?
Was kostet es dich?
Bis wann zahlst du?
Wie viel Türen hat es?
Wie oft
hast du ein neues begonnen?
Warst du schon einmal
gezwungen um es zu laufen? ..... "     Erich Fried