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Montag, 17. Dezember 2018

ANFANG - brich das Sternenzelt ab - ADVENT 17



"...Schau tief in deine Nacht
nur dort findet dich der Stern
der dir heimleuchtet
in den helleren Morgen
Brich das gewohnte Sternenzelt ab
und schlaf unter fremdem Himmel
in dir wohnt das Licht
das immerwegs mit dir zieht" 

Andreas Knapp 



Advent mit Freundin Samya

….die
Chöre, damals, die

Psalmen. Ho, ho-
sianna.

Also

stehen noch Tempel. Ein
Stern
hat wohl noch Licht.
Nichts,
nichts ist verloren.

Ho-

sianna.

Paul Celan




Sonntag, 16. Dezember 2018

Fürbitten 17.12 in uns allen leben unsere Vorfahren



17.12. 2018 der Stammbaum Jesus Mt.1,1-17
mit dem 17.Dezember beginnt der liturgische Countdown für Weihnachten. Und er beginnt – im Matthäus Evangelium– mit einem Stammbaum Jesu. Es ist kein Beitrag zur Ahnenforschung im herkömmlichen Sinn – es ist eine theologische Aussage über Jesus und über den Sinn der Geschichte Israels.  – Aber dieser Stammbaum macht auch etwas ganz klar:  Jesus war Jude. Er ist als Bub jüdischer Eltern geboren (wichtig die jüdische Mutter!) - gestorben ist der Jude Jesu mit einem Psalm der jüdischen Bibel auf den Lippen. Das Kind Jesu war jedenfalls eingebettet in die lange Geschichte seines jüdischen Volkes . Welchen Bezug kann das zu unserem Leben haben?  Bitten wir mit den großen Symbolgestalten des Alten Testamentes ...... :
mit Adam so bitten wir, lass uns aushalten, wenn wir aus unseren Träumen vertrieben werden und uns der Wirklichkeit stellen müssen. Wenn der Alltag mühsam ist und es oft leichter wäre, sich ins Paradies zu wünschen
Du Gott unseres Lebens – wir bitten dich erhöre uns

Mit Eva so bitten wir, lass uns erfahren, dass wir an unsere Grenzen gehen dürfen im Vertrauen darauf, dass du auch jenseits des Paradieses der Gott mit uns bist.

mit Abraham so bitten wir, lass uns auch im eigenen Leben den Aufbruch wagen. Gib uns den Mut, im Vertrauen auf dich immer wieder Neues zu riskieren

mit Sara bitten wir lass uns die Hoffnung nie aufgeben, dass das Leben immer wieder neue und gute Wendungen für uns bereit hat.

mit Moses so bitten wir, lass uns durch die Wüste gehen. Gib uns die Kraft, auch anderen Wegweiser und Führer zu sein

mit Miriam bitten wir, gib auch unserer Zeit Propheten und Menschen mit mutigen Worten. Lass uns selbst ein Mensch sein, der von seinem Glauben und seiner Hoffnung spricht

und mit David bitten wir, lass uns nicht aufhören dankbar zu sein und dich zu loben und zu preisen. Mit David lass uns erfahren, dass Du auch unsere Schuld annimmst und wir bereuen dürfen.

Mit Josef, dessen Frau Maria Jesus zur Welt bringt – mit Josef bitten wir dich, mach uns stark und unerschrocken. Lass uns im richtigen Moment das Richtige tun und lass uns im Vertrauen auf deine Führung und Fügung leben


Auch jeder einzelne von uns hat einen Platz im Stammbaum seiner Familie, seiner Geschichte. Aber wir alle sind eingeschrieben in Deine Hand guter Gott. Durch Jesus, in dem du uns wie ein Mensch ganz nahe bist, bitten wir dich, auch unser Leben in Dein göttliches zu verwandeln.  Amen

Arthur am Sonntag 83 auch ein RETTER darf SCHWINDELN ?

Der 3.Adventsonntag ist heute.
Der Sonntag mit der rosa Kerze.
"Gaudete" nennt man den Sonntag auch
 - Gaudete, freuet euch -  ....
"ich freue mich, ich freue mich - "
das fühlt die Moa immer, wenn sie mit
dem Arthur beisammen ist und natürlich
auch mit seinem Brüderchen, dem Knucki,
dem Damian. Arthur und Damian!
Was für eine Freude!

So sehr liebt der Arthur seinen Knucki.
Nie hätten wir uns das vorstellen können.
Zärtlich, liebevoll, fürsorglich, so ist der Arthur
"Knucki, keine Sorge, keine Sorge, ich bin ja
bei dir" - sagt der Arthur immer wieder.
Der Arthur ist nämlich momentan grad einer,
der stündlich die Welt retten muss.
"Keine Sorge, ich komme" ruft der Arthur
"Noteinsatz, Noteinsatz" ...schon saust er, der
gerade erst gejammert hat "ich mag nicht mehr gehen..."
Ja, und seinen Knucki rettet er unermüdlich, Auch wenn
der bisweilen schon etwas indigniert schaut und sich manchmal auch schon zur Seite rollen will:
fast schon zuviel Rettung durch den Arthur.
Arthur fühlt sich als Team Mitglied bei
Paw Patrol, den Hündchen, die die
Welt retten und immer zur Stelle sind,
wenn Not am Mann, und natürlich auch
"Not an der Frau"
Auch die Moa wird gerettet....
sie muss nur rufen: "Notalarm,
Einsatz bitte, ein Felsbrocken auf den
Zug-Schienen" ... schon erscheint
Arthur und hebt - mit der Greifzange seiner Omama - den Felsbrocken (Zwiebel auf den Schienen vom Duplo Zug)weg ... Mit dieser Greifzange geht Arthur unheimlich geschickt um: Kleine Keks werden da aus der Dose genommen - oder auch der Moa die Hausschuhe gebracht ....
Gaudete, gaudete: der Arthur ist unser Retter.
Im Sonntagsbuch der Moa ist ja von einem "Retter" die Rede, auf den die Welt wartet ...aber erst wenn man erfahren hat, wie gut das ist, wenn einer da ist, auf den man sich verlassen kann ...ja erst dann kann man wohl erst ganz verstehen, was es heißt, "auf einen Retter" zu warten.
Also, um nicht so viel herum zu schwätzen:
Die Moa und der Knucki die haben einen Retter in allen
Notlagen: Retter Arthur.
ABER -
hat nicht jede Geschichte auch ein ABER?
Unser Retter hat seit Neuestem bisweilen
eine ganz ganz lange Nase.....
Fast über Nacht, ganz plötzlich ist das
passiert .... aus heiterem Himmel
und ohne jede Gebrauchsanleitung
Der Arthur hat das SCHWINDELN
gelernt, einfach so....selbst erfunden
ganz spontan - und was ihm das

für einen unbändigen Spaß macht!!!
Mit der Moa spielt er "Pitsch Patsch" -
da gibt viele Kärtchen mit verschiedenen Symbolen und einen Würfel - das heißt in der schwereren Variante auch
zwei Würfel - da würfelt man und muss dann ganz
schnell aus den vielen Kärtchen das richtige Symbol herausfinden. Noch ganz "ohne schwindeln" ist der
Arthur ein Meister: schneller als die Moa findet er
das passende Kärtchen ....er jauchzt vor Vergnügen, sein
Kartenstoß wird immer größer...noch einmal
und noch einmal müssen wir spielen - und
DA PLÖTZLICH - da fährt es in den Arthur:
die Moa sieht, wie er nicht mehr "würfelt", sondern schnell
versucht sich den Würfel so hinzulegen, dass er sein
Kärtchen noch schneller findet. Vor allem, als auch noch der Farbwürfel das Spiel erschwert
Der Arthur MANIPULIERT seinen Würfel richtig gehend
mit unbewegtem Gesicht, wie ein abgebrühter

Poker-Spieler ..... Ja, mehr als das Spiel selbst macht
ihm jetzt das SCHWINDELN Spaß ....
und das LÜGEN: "Nein, nein, Moa ich habe nicht
geschwindelt ....jetzt werde ich aber böse, Moa,
ich habe nicht geschwindelt..."
Was für ein Sprung im Leben des kleinen Arthur:
Die Moa beschwert sich natürlich wortreich
"Das ist unfair, das ist unfair....."
Aber der Arthur lacht nur, lacht ....
Unser Retter mit der strahlend weißen Weste:
auch das bissi schlimm sein - ja das macht auch Spaß!!!
Klar sagt ihm die Moa:
"Du Arthur - an sich ....nein, darf man nicht, soll
man nicht schwindeln ..."

ABER ..... ja ABER ....  
gehört nicht immer ein "ABER" zu fast jeder Geschichte?
ABER - 
der Moa macht auch das SCHWINDELN Spaß, großen Spaß
GAUDETE



ANFANG - vertrauen, vertrauen ADVENT 16


"Es kann dir nichts geschehen
Solang du bei dir bleibst
Im Guten und im Wehen
Dich niemals selbst entleibst
Und liegst du gleich im Dunkeln
So bleibt bei dir die Nacht
Und red von Sternenfunkeln
Zu dir mit aller Macht.

Es kann dir nichts geschehen
Solang du nicht entfliehst
Im Guten wie im Wehen
Den gleichen Himmel siehst
Und Wolken, Luft und Winden
Hast du ja nichts getan
Es wird sich niemand finden
Der dich verstoßen kann." 

tatsächlich von
Bertold Brecht
Lobgesang nach: 

Befiehl du deine Wege (1920) 


Foto Samya Hamieda Lind

Advent mit Freundin Samya


Keinen verderben lassen, 
auch nicht sich selber,

jeden mit Glück erfüllen, auch sich.
 Das ist gut.

Bertolt Brecht



Samstag, 15. Dezember 2018

Fürbitten 3.Adventsonntag - FREUDE - von uns selbst hängt sie ab



16.12.2018  Freude 3.Adventsonntag C Phil.4.6 Sorgt euch um nichts,

„Freut euch..freut euch - Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott“ heißt es heute am 3.Adventsonntag in der zweiten Lesung. Was für ein naiver Text könnte man meinen. Dabei sind auch diese Worte schon in einer Zeit geschrieben worden, in der die Menschen große Unsicherheit empfanden. Was fangen wir HEUTE damit an, angesichts so vieler Bedrohungen? Kann da Freude noch einen Platz haben? „Eure Güte werde allen Menschen bekannt“ , auch das hören wir in dieser Lesung und im Evangelium gibt Johannes der Täufer eine klare Anweisung, wie Güte und Freude in die Welt kommen können. Durch UNS: „Teilt mit denen, die weniger haben, gebt den Hungrigen Essen, Fordert nicht mehr als euch erlaubt ist, Begnügt euch mit dem, was euch zusteht, seid zu niemand gemein und grausam“. Von uns selbst also hängt die Freude ab. So bitten wir heute

Dass wir selbst es sind
Die Güte und Mitgefühl und Nachsicht
in das Leben unserer Freunde und Mitmenschen bringen


Dass wir selbst es sind
Die bereit sind etwas von dem weiter zu geben und zu teilen,
was uns selbst das Leben leichter macht
ja, um so viel Freude bitten wir – Komm Herr Jesus Maranatha

Dass wir selbst es sind
Die aufhören andere, und auch uns selbst,  
unter Druck zu setzen und zu überfordern
ja, um so viel Freude bitten wir – Komm Herr Jesus Maranatha

dass wir selbst es sind
die sich offen halten für das Neue,
dass wir niemand ängstlich ausgrenzen und fürchten müssen
ja, um so viel Freude bitten wir – Komm Herr Jesus Maranatha

dass wir selbst es sind
die Enttäuschung und Resignation überwinden
dass wir zurücklassen können, was uns unsicher macht und lähmt
ja, um so viel Freude bitten wir – Komm Herr Jesus Maranatha

Dass wir selbst es sind
Die jeden Tag neu damit beginnen
All das Gute um uns mit dankbaren Augen zu sehen
ja, um so viel Freude bitten wir – Komm Herr Jesus Maranatha



Du guter Gott, ja um so viel Freude bitten wir, dass wir uns neidlos mit freuen können an der Freude anderer, und dass wir jeden Tag wieder Freude an uns selbst haben, weil DU es bist der uns so unendlich liebt. Dafür danken wir heute und alle Tage unseres Lebens. Amen

ANFANG - auch das Ende sehen ADVENT 15


Die Enden der Erde

GOTT hat am Anfang
nicht nur den Anfang,
sondern auch schon die Enden
erschaffen.

Von jedem Winkel der Erde aus betrachtet
liegen die Enden
woanders.

So ist überall Ende
und Anfang zugleich,
Verbindung zwischen den unzähligen Enden
und den unzähligen Anfängen.

Verbundenheit liegt über der Erde,
über die Enden hinaus –
weißt du es nicht,
hörst du es nicht?

Rainer Haudum
Bibelwerk Linz Adventimpulse

Foto Samya Hamieda Lind



Ihr sollt in mir sehen
Einen von zweien
Und hinter meinen Worten
Unruhig horchen
Auf die andere Stimme. 

Marie-Luise Kaschnitz

Advent mit Freundin Samya




 https://baldschonistweihnachten.jimdo.com/tag-um-tag/ein-f%C3%BCnfzehnter-tag/


Freitag, 14. Dezember 2018

Fürbitten 15.12 die Propheten unserer Zeit

Foto Samya Hamieda Lind


15.12.2018 Mt. 17.9 Sir.48.1  Propheten heute
Von den großen Propheten der jüdischen Bibel ist in den Lesungen die Rede: Von Elija und Johannes dem Täufer – bitten wir heute

Für die Propheten unserer Tage, die gegen Menschenrechtsverletzungen, Willkür und Unrecht auftreten - Für alle die unermüdlich und mit großen persönlichen Einsatz vor den Folgen von Klimawandel und Umweltzerstörungen warnen

Für die Journalisten und Meinungsmacher, dass sie sich ihrer Verantwortung für unser gesellschaftliches Klima bewusst sind

Für die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich für Alte und Kranke engagieren
Für alle die, die gerade in diesen Tagen wieder Obdachlose betreuen und Flüchtlingen und Asylsuchenden beistehen

Für Alle, die sich für die Rechte und die Würde der Tiere und jeder Kreatur einsetzen
Für alle, die ihre Leben im Einsatz gegen gefährliche Krankheiten und Epidemien aufs Spiel setzen

für uns selbst, für jeden von uns: dass auch wir den Mut zu einer klaren Haltung und zu klaren Worten haben - bitten wir, dass wir nicht falschen Glücks-oder Unglücks-Propheten 
auf den Leim gehen

Bitten wir nicht zuletzt um Propheten für unsere Kirche heute, bitten wir um Worte, die uns mit der Botschaft Jesu immer wieder neu einen Weg weisen

Und bitten wir für Papst Franziskus, dass er seine Vision einer barmherzigen und menschenfreundlichen Kirche an der Seite der Armen – auch mit unserer Hilfe - umsetzen kann.

Du guter Gott, schenke auch unserer Zeit weise und kluge Menschen, Frauen und Männer, die uns ein Beispiel sein können. Schenke unserer friedlosen Zeit vor allem Propheten des Friedens. Amen

ANFANG - Aufatmen? ADVENT 14


AUFATMEN

aufatmen geht nur
mit dem rücken
zum sturm

lehn dich
gegen den wind
und bete dich frei
von deiner not

du verrätst
die wahrheit nicht
wenn du
ihre worte
einer prüfung
unterziehst

Willi Bruners

Foto Samya Hamieda Lind

Advent mit Freundin Samya


Seid neugierig

Erinnert euch daran, nach oben in die Sterne zu blicken 
und nicht nach unten auf eure Füsse! 
Versucht, dem, was ihr seht, Sinn zu geben, 
und fragt euch, was das Universum existieren lässt. 
Seid neugierig. 
wie schwierig das Leben auch erscheinen mag, 
es gibt immer etwas, 
was ihr tun könnt und worin ihr erfolgreich sein könnt.“ 
 
Stephen Hawking



Donnerstag, 13. Dezember 2018

Fürbitten 14.12. Loslassen - damit ich Halt finde?




14.12.2018 Johannes vom Kreuz Loslassen! Damit man Halt findet? Lk.14.25 wer nicht alles verläss

Christliches Leben ist durchkreuztes Leben – so heimelig die Tage des Advents auch scheinen mögen: wir wissen alle, wie nahe das Kreuz, wie nahe das Leid immer wieder ist. Sowohl „draußen“ in der Welt, als auch im privaten Leben erfahren wir Scheitern, Schmerz und Tod. Der hl.Johannes vom Kreuz, der heutige Tagesheilige, hat all das in seinem Leben bis zum Letzten am eigenen Leib durch gelitten. Zusammen mit Therese von Avila will Johannes Mitte des 15.Jahrhunderts den Karmel reformieren, er wird aber von den eigenen Mitbrüdern verstoßen, ja sogar gefangen gehalten und gequält. Johannes vom Kreuz gilt als großer Mystiker. Seine Gottesbeziehung ist auch im äußersten Scheitern eine Liebesbeziehung. Und jede Liebesbeziehung ist doch letztlich ein Los-lassen. So wie wir es in diesen Tagen des Advents mit vielen kleinen Dingen üben.  Bitten wir heute

dass wir loslassen, all die Gedanken, die unaufhörlich im Kopf herumspuken
dass wir loslassen, Ängste und Sorgen, die uns über den Kopf wachsen
dass wir loslassen, all das, was uns nicht mehr guttut
Christus höre uns

dass wir loslassen, wenn wir glauben alles selbst machen zu müssen
dass wir loslassen, wenn wir krank sind und unsere Gesundheit in andere Hände legen müssen
dass wir loslassen, auch wenn wir keinen Erfolg für unsere Anstrengung sehen

dass wir loslassen, die Sicherheit des Bisherigen
das wir loslassen und aufhören, uns gegen Neues zu sträuben
dass wir loslassen, all die fixen Vorstellungen, wie das Leben und die Anderen sein sollten

dass wir auch Menschen los-lassen können
dass wir nicht Besetz ergreifen von Menschen, die wir lieben
dass wir niemand an uns binden, dass wir niemand verpflichten

lass uns auch alte liebgewordene Gottes Bilder loslassen, damit wir neu sehen können
lass uns alte Rituale loslassen, damit wir dir immer wieder neu begegnen
gib uns Vertrauen in unsere leeren Hände


darum bitten wir in diesen Tagen des Advents.
Lass uns los-lassen, da und dort ein Fehlverhalten, da und dort etwas, was uns nicht gut tut – aber lass uns vor allem immer weniger Angst haben vor dem letzten Los-lassen – lass uns, und alle, die schon gestorben sind, den Halt deiner liebevollen Hand erfahren. Amen

ANFANG der KRAFT vertrauen - ADVENT 13



Viel Kraft steckt darin, den rechten Moment wahrzunehmen und ihn zu nutzen

Jedes Problem trägt in sich die Energie, die wir brauchen, um es zu lösen.
Fragen und Antworten bilden eine Einheit –
In dem, was uns das Leben zumutet, liegt gleichzeitig
das Vertrauen des Lebens zu uns.

Was dich ängstigt, mobilisiert auch deinen Mut.
Was du nicht verstehst, appelliert genau
in dem Moment des Unverständnisses an deine Findigkeit.
Deine Stärke liegt in deiner Schwäche,

wie das Gold in den grauen Schichten Lehms.



Ulrich Schaffer, „Erinnere dich an deine Kraft" 



Liturgischer Text Donnerstag, 2.Adventwoche Jes.41.13

„Ich bin dein Gott, der deine rechte Hand ergreift und der zu dir sagt: Fürchte dich nicht, ich werde dir helfen. Fürchte dich nicht…ich selber werde dir helfen“ Jes.41.13


Foto Samya Hamieda Lind

Advent mit Freundin Samya

“Life is your art. 

An open, aware heart is your camera.

A oneness with your world is your film. 

Your bright eyes and easy smile is your museum.”

Ansel Adams

https://baldschonistweihnachten.jimdo.com/tag-um-tag/ein-dreizehnter-tag/



Mittwoch, 12. Dezember 2018

Fürbitten 13.12 Wer nimmt die ANGST?



13.12.2018 Jes.41.13  Fürchte dich nicht, ich selber werde dir helfen
Das heute ist wohl eine der schönsten und tröstlichsten Stellen in der hebräischen Bibel:
Beim Propheten Jesaja hören wir die Zusage Gottes: Fürchte dich nicht, ich werde dir helfen. Fürchte dich nicht du armes Würmlein...“ Angeblich kommt diese Zusage
 „Fürchte dich nicht“ 365 mal in verschiedenen Stellen des Neuen und des Alten Testamentes vor, für jeden Tag einmal: „Fürchte dich nicht! Jedenfalls ein tröstlicher Gedanke: wir dürfen uns eingestehen, dass es Lebenssituationen gibt, in denen wir Angst haben – ABER, wir dürfen auch wissen: Da ist einer, der steht mir bei in meiner Angst  Bitten wir heute

Hilf uns, wenn die Angst kommt
vor dem Risiko, vor neuen Herausforderungen, vor neuen Situationen
die Angst, so vielem nicht gewachsen zu sein
Komm Herr Jesus - Maranata 

Hilf uns, wenn die Angst kommt
mit unserem Engagement, mit unserem Einsatz allein dazustehen
immer wieder das Gefühl zu haben, ausgenützt zu werden

Hilf uns, wenn die Angst kommt
es nicht allen Recht machen zu können
mit unserer Meinung in der Minderheit zu bleiben

Hilf uns, wenn die Angst kommt
nicht mehr wichtig und gefragt zu sein
immer wieder etwas zurücklassen, Vertrautes aufgeben zu müssen

Hilf uns, wenn die Angst kommt
vor dem vielen Unbekannten in uns selbst
vor allem, was uns immer wieder innerlich „wie zerreißt“

Hilf uns, wenn die Angst kommt
Hilf den kranken Menschen, den Alten, den Einsamen, den Arbeitslosen, den allein gelassenen Jugendlichen, denen, die im Gefängnis sitzen, den Menschen in den Kriegs- und
Katastrophengebieten der Welt, den Hunderttausenden auf der Flucht in ein ungewisses Leben
nimm ihnen die Angst  - und hilf uns, anderen Angst zu nehmen

Du guter Gott, jeden Tag wieder geben wir unser Leben in deine Hand. Kleine und große Ängste gibt es, Du allein, weißt, was uns oft plagt. Vor allem flehen wir um Frieden und Heil für die vielen, vielen Menschen die hilflos und in großer Not sind. Rette DU, wo niemand mehr Hilfe weiß. Amen

ANFANG hinter die Dinge sehen ADVENT 12


ANFANG
durch-blicken

Die Ware Weihnacht, 

ist nicht die wahre Weihnacht.

Kurt Marti


Liturgischer Text Mittwoch 2.Adventwoche

"Er gibt dem Müden Kraft, dem Kraftlosen verleiht er große Stärke. Die Jungen werden müde und matt, junge Männer stolpern und stürzen. Die aber auf den HERRN hoffen, empfangen neue Kraft, wie Adlern wachsen ihnen Flügel. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt". Jes,40.25

"Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht". Mt.11.28

Foto Samya Hamieda Lind

Advent mit Freundin Samya
....

Das ewige Leben dem, der viel von Liebe weiß zu sagen. 
Ein Mensch der Liebe kann nur auferstehen! 
Hass schachtelt ein! wie hoch die Fackel auch mag schlagen.

Ich will dir viel viel Liebe sagen – 
Wenn auch schon kühle Winde wehen, 
In Wirbeln sich um Bäume drehen, 
Um Herzen, die in ihren Wiegen lagen.

Mir ist auf Erden weh geschehen ... 
Der Mond gibt Antwort dir auf deine Fragen. 
Er sah verhängt mich auch an Tagen, 
Die zaghaft ich beging auf Zehen.


Else Lasker - Schüler
Gedichte. Mein blaues Klavier, 1943



Dienstag, 11. Dezember 2018

Fürbitten 12.12. Von oben sieht man die Dinge anders



12.12.2018 Jes.40.25 neue Kraft  Mt 11.28 mein Joch ist sanft

Der Prophet Jesaia und Jesus im Evangelium: sie klingen heute wie aus der Werbung. 
„Wer auf den Herrn vertraut bekommt neue Kraft, der wird nicht müde, der bekommt Flügel wie ein Adler“ hören wir in der jüdischen Bibel  – klingt das nicht besser als alle Versprechen von Red Bull?  und Jesus sagt: Macht es mir nach, alles was euch schwer vorkommt, es wird ganz leicht werden. Schaffen wir es, so zu vertrauen? So bitten wir

Ja gib uns Flügel wie ein Adler
Dass wir von oben in Leichtigkeit sehen,
was uns unten wie eine untragbare Last erscheint

Ja gib uns Flügel wie ein Adler
Dass wir uns über den vielen Kleinkram erheben
Dass wir wieder freie Luft spüren

Ja gib uns Flügel wie ein Adler
Dass wir uns nicht verstricken in die Vorweihnachtshektik
Dass wir uns frei machen von allen unnötigen Verpflichtungen

Ja gib uns Flügel wie ein Adler
Dass wir unsere gefährdete Welt sehen
Dass wir alles tun, um sie zu bewahren

Ja gib uns Flügel wie ein Adler
Dass wir die Welt weit sehen
Und uns alle als Schwestern und Brüder

Ja gib uns Flügel wie ein Adler
Dass wir nicht am Boden picken
Dass wir über uns hinauswachsen
Dass uns das Leben weit wird

so legen wir auch diesen neuen Tag in Deine Hand, guter Gott. Lass uns abheben ohne abgehoben zu sein, lass uns dir entgegenfliegen ohne auf die Schritte zu unseren Mitmenschen zu vergessen. Gib uns neue Kraft, mach leicht und hilf uns tragen, was uns unerträglich scheint. Wir gehen mit Jesus, mit ihm, der mit dir lebt und uns liebt in alle Ewigkeit Amen

ANFANG wo der Himmel ist ADVENT 11


Halt an, wo laufst du hin? 
Der Himmel ist in dir;

Suchst du Gott anderswo, 
du fehlst ihn für und für.

Angelus Silesius

Liturgischer Text Dienstag 2.Adventwoche Jes. 40.1

"Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott….
Wie ein Hirt weidet er seine Herde, auf seinem Arm sammelt er die Lämmer, an seiner Brust trägt er sie, die Mutterschafe führt er behutsam."

Foto Samya Hamieda Lind

Advent mit Freundin Samya

Wag dich nur vor auf den schwankenden Ast. 
Dort hängen die Früchte.

Shirley Maclaine



Montag, 10. Dezember 2018

Fürbitten 11.12 Tröstet, tröstet



11.12.2018 Jes.40.1  tröstet, tröstet mein Volk  Mt.18.12 wenn jemand 100 Schafe hat

Beim Propheten Jesaia hören wir heute vier Worte, einen kurzen Aufruf, in dem alles enthalten ist, wonach wir uns immer wieder sehnen – dass es einen Ort der Geborgenheit gibt, einen Ort, wo wir Trost finden können. „Tröstet, tröstet mein Volk!“ sagt Gott – ER selbst wird kommen - wie ein Hirte wird er uns behutsam und sicher aus allem Elend führen. Geborgen sind wir in seinen Armen. Im Evangelium sagt es uns Jesus im berührenden Gleichnis vom verlorenen Schaf:  kein Aufwand ist dem Hirten zu groß, um das eine, kleine, verirrte Schaf wieder zu finden. Kein Aufwand ist Gott zu groß, um uns nach zu gehen … und letztlich sollen ja wir selbst Menschen sein, die handeln, wie Gott es an uns tut. so bitten wir

dass wir sehen können, wo Menschen Trost brauchen
dass wir uns aber auch selbst trösten lassen können

dass wir alle Mühe auf uns nehmen, und auch schwierigen Menschen nachlaufen
dass wir aber auch Geduld mit uns selbst haben – mit all dem, was an uns schwierig ist,

dass wir niemand als „hoffnungslos“ abschreiben
dass wir aber auch uns selbst immer wieder einen neuen Anfang zugestehen

dass wir großzügig sind und nichts nachtragen, dass wir nicht in alten Wunden wühlen
dass wir aber auch uns selbst verzeihen und mit uns selbst gütig umgehen

dass wir immer wieder einen Vorschuss an Vertrauen geben
und dass auch wir dankbar vom Vertrauen leben, das andere in uns haben


Du guter Gott, so lass uns auch heute deine Nähe und deinen Trost erfahren – lass uns aber auch selbst Menschen sein, die trösten können und helfen. So wie es uns Jesus vorgelebt hat.amen