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Montag, 21. Mai 2018

Fürbitten 22.5. der Größen-WAHN Mk.9.30



22.5.2018 wer ist der Größte  Mk.9.30  Di 7.Woche im Jk  

Das gehört wohl zur Gruppendynamik. Überall dort, wo mehrere Menschen beisammen sind, taucht unweigerlich die Frage auf – ob ausgesprochen oder nicht: “Wer hat das Sagen? 
Wer ist das Alphatier?“ Wer ist hier jetzt „der, die Größte“. Bei den Jüngern Jesu war es nicht anders. Die Erzählung im Evangelium heute zeigt es. Nicht das, was Jesus ihnen mitteilen will, beschäftigt sie – sie debattieren darüber, wer von ihnen wohl der Größte, der Bedeutendste ist.  Bitten wir heute

dass wir uns nicht lächerlich machen, mit dem eigenen "Wichtig-tun" 
dass wir aber auch nicht nur so „bescheiden tun“,

dass wir uns nicht aufspielen und vordrängen
dass wir nicht im Mittelpunkt stehen müssen

dass wir Andere etwas gelten lassen können
dass wir fähig zur Teamarbeit sind

dass wir Andere motivieren und ermutigen
dass wir nicht immer gleich selbst das Heft in die Hand nehmen

dass wir es immer besser lernen, uns innerlich respektvoll zu verneigen vor den Menschen, mit denen wir zu tun haben, gerade auch heute wieder

dass es auch im politischen und öffentlichen Leben und nicht zuletzt auch in der Kirche einen wertschätzenden Umgang miteinander gibt, dass wir dazu beitragen, wo immer wir es können

Du guter Gott, lass uns erkennen, wie sehr wir alle unsere Gaben, alles Können, alle Verdienste Dir verdanken. Und dass wir damit den anderen Menschen in unserem Leben „dienen“ sollen, so gut wir können. Lass es uns tun in der Freude, die uns Jesus vorgelebt hat. Amen

Die kleine AYLA und meine Maria im Mai




isse MAMA -
isse gut für MAMA

Vier Jahre lang habe ich einem kleinen türkischen Mädchen Nachhilfe für ihr Volksschulleben gegeben. Inzwischen geht Ayla mit Erfolg in eine weiterführende höhere Schule – 
sie will Lehrerin werden.  Wenn wir so bei unseren Aufgaben saßen, kam immer wieder auch die „hohe Theologie“ in Spiel.

„Sitze  Mekka?“ fragt Ayla  (Sitze ich Richtung Mekka?)
"Keine Ahnung" sage ich, "schau, wir sitzen da, wo wir die Eichkatzerln auf den Bäumen sehen …". "Musst du schauen Ameisen", sagt Ayla, 
"Ameisen immer laufen Mekka …."
Ayla hat auch auf ihren Schultern unsichtbar zwei Engel sitzen, die behüten sie, 
dass sie nichts Böses tut und sagt – und dass ihr nichts Böses zustößt.
Als ich eines Tages ungeduldig mit mir selbst fluche (garstiges Schimpfwort) nimmt Ayla
einen Engel von ihrer Schultern und setzt ihn auf meine Schulter: 
„dass du sagst nicht mehr ….“
Wir diskutieren über Kopftuch – sie trägt keines, will aber plötzlich –
Wir diskutieren über Jeans – plötzlich will sie keine Hosen mehr tragen -
 "nicht erlaubt beten so...."
"geh" sag ich Ayla, "dann müssten sich die Männer ja auch die Hosen ausziehen" - 
da lacht sie, irgendwie leuchtet es ihr ein
Sie interessiert sich für die Weihnachtskrippe, die sie in meiner Wohnung sieht, 
spielt mit den kleinen Figuren ...
„Schau, das ist Baby Jesus, seine Mama kennst du ja, die Jesus Mama Mariam“
Maria, sie spielt ja auch eine große Rolle im Islam.
Ja, das beruhigt Ayla – sie kann das Jesus Baby in die Hand nehmen
Mariam und ihren Sohn Isa – Isa Ibn Maryam ….den kennt Ayla.
Isa Ibn Maryam, Isa, der Sohn der Mariam - er ist auch einer der Propheten im Islam, 
der letzte von 24 Vorgängern Mohammeds.
Ja, auch ich habe eine Menge dazu gelernt

Wenig später muss Aylas Mama ins Spital – Ayla macht sich große Sorgen
Da zeige ich Ayla meine kleine Marien-Ikone, die am Klavier steht und sage: : 
"Weißt du, wenn wir Christen Sorgen haben, dann reden wir oft auch mit Maria. 
Ich bitte sie fest, dass es deiner Mama bald wieder ganz gut geht!“

Ayla nimmt die kleine Ikone in die Hand: 
„Magst du sie deiner Mama mitbringen?" frage ich.
"Ich weiß nur nicht, ob ihr das Freude macht????"

Aber Ayla strahlt:

„Isse Mama, isse gut für Mama“

Unsere gemeinsame Maria
Mama Maria


PS. Der Pfingstmontag ist seit heuer auf Anregung von Papst Franziskus ein neuer
       offizieller Marien Gedenktag - "Maria, Mutter der Kirche" 

PFINGSTEN - dann werde ich lachen



 

Hierher, Atem, zünd mich an, 

Einmal ausruhen,
für Grübler und Geschundene,
du, Atempause der Verkrampften.

Steif stehe ich da,
Zugang verboten,
gefroren.
Tau mich sorgsam auf.
Such mich Verirrten.

Ja sag ich dir, Nein tu ich dir.
Vergilt den Zweifel mit Freundschaft
Siebenmal tausendmal.

Nichts bin ich ohne dich.
Tot will ich hin zu dir. 

Dann werde ich lachen.

T: Huub Oosterhuis 
(Auszüge nach der Sequenz  Veni Sancte Spiritus)
                Übersetzung: Peter Pawlowsky

hier der vollständige, Text

Hierher, Atem, zünd mich an,
schick aus deiner fernsten Ferne
Wellen Lichts.

Komm, Armeleutevater,
komm, oberster Mundschenk,
komm, Herzensjäger.

Bester Tränentrockner,
lieber Seelenbewohner,
mein Freund, mein Schatten.

Einmal ausruhen,
für Grübler und Geschundene,
du, Atempause der Verkrampften.

Unerträglich schönes Licht,
überschütte den Abgrund
meines Herzens, du Vertrauter.

Gott bist du:
Ohne dich ist alles Nacht und Nebel,
Qual und Schuld.

Du ab er machst rein.
Meine Blüte welkt, gib Wasser,
salbe meine Wunden.

Steif stehe ich da,
Zugang verboten,
gefroren.
Tau mich sorgsam auf.
Such mich Verirrten.

Ja sag ich dir, Nein tu ich dir.
Vergilt den Zweifel mit Freundschaft
Siebenmal tausendmal.

Nichts bin ich ohne dich.
Tot will ich hin zu dir.
Dann werde ich lachen.


Sonntag, 20. Mai 2018

Fürbitten Pfingstmontag: die 7 Gaben des heiligen Geistes



21.5.2018  Pfingstmontag
Alle Menschen sind mit ganz besonderen Gaben und Talenten ausgestattet. Zu unserem Glauben gehört es, dass wir um die sieben Gaben des Heiligen Geistes bitten dürfen. Um "Weisheit, Einsicht, Rat, Erkenntnis, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht."
Bitten wir mit den Worten sende aus deinen Geist

Hauch uns deine Weisheit ein – das wir suchen Gott allein
dass wir Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden können
dass wir mit dem Herzen sehen können
darum rufen wir     sende aus deinen Geist

Um Verstand und Licht wir flehen – dass wir Gottes Wort verstehen
dass wir nicht hängen bleiben an alten Bildern und Geschichten -
sondern dass wir immer wieder neu voll Sehnsucht Gott suchen  
darum rufen wir

Steh uns bei mit deinem Rat – dass wir gehen den rechten Pfad
dass wir den Mut zu klaren Entscheidungen haben
dass wir unserem Gewissen vertrauen und keine Mitläufer sind   
darum rufen wir

Mach uns stark in Leid und Streit -  salb uns mit Standhaftigkeit
dass wir Krankheit, Sorgen, Angst Behinderung Unsicherheit - in Geduld aushalten
dass wir keine falschen Kompromisse suchen und doch immer offen für Verständigung sind
darum rufen wir

Gib uns heilge Wissenschaft, aus dem Quell der Glaubenskraft
dass wir nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in leeren Formeln und Ritualen
dass wir uns auch in unserem Glauben weiterbilden
darum rufen wir

Uns mit deiner Lieb entzünd, dass wir ganz gottselig sind
dass wir nicht nur „Frommes“ tun, weil es „Pflicht“ ist -
sondern dass unser Glauben uns glücklich und froh macht und Freiheit schenkt
darum rufen wir

Die Furcht Gottes uns erhalt, denn der Himmel leid Gewalt
dass wir Dich in allen Dingen lieben, auch dort wo wir keine Antwort wissen
dass wir nicht aufhören um deinen heiligen Geist zu bitten
weil er es ist, der uns lebendig macht
darum rufen wir

Du guter Gott, sende uns deinen Geist, beschenke uns mit deinem Geist – dass wir
be-geisterte Menschen sind und andere be-geistern können. Hilf uns das Angesicht der Erde zu verändern, unsere kleine Welt, in der wir leben und in der wir für die große Welt beten und bitten. Im Namen Jesu, der uns in seine Auferstehung hineinnimmt. Heute und Jetzt und in alle Ewigkeit. Amen

AUFERSTEHEN - PFINGSTEN



Geht hinaus in euren Tag
ohne vorgefasste Ideen…
ohne Plan von Gott,
ohne 
über ihn Bescheid zu wissen…

Brecht auf ohne Landkarte –
und wisst, 

dass Gott unterwegs zu finden ist,
und nicht erst am Ziel.

Versucht nicht, 
ihn nach fertigen Rezepten zu finden,

sondern lasst euch von ihm finden
in der Armut eines banalen Lebens.


Madleine Delbrêl 

Samstag, 19. Mai 2018

Fürbitten PFINGSTEN ja, einen solchen Vogel brauchen wir



20.5.2018  PFINGSTEN  

Bitten wir heute mit Worten der Pfingstsequenz und rufen wir „Komm heiliger Geist“

Komm  Heil'ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt.                          Komm Geist Gottes in unsere Welt. Sei du der Friede, den wir auch hier in Österreich brauchen. Lass uns die richtigen Entscheidungen treffen, lass uns zu einem guten Miteinander finden.

komm heiliger Geist

Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt. Komm Geist Gottes damit wir helfen, wo wir helfen können. Damit wir teilen, wo wir teilen können. Damit wir füreinander da sind, auch wenn wir einander oft noch fremd sind. Damit es genug Arbeit und Sicherheit für alle gibt

in der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, 
spendest Trost in Leid und Tod.        
Komm Geist Gottes, komm zu den Kranken, den Pflegebedürftigen, den Alten, den Einsamen. Komm zu allen die Angst haben, die sich überfordert fühlen, komm überall hin, wo Menschen Heil und Heilung brauchen.

Ohne dein lebendig Wehn  kann im Menschen nichts besteh’n, 
kann nichts heil sein noch gesund.   
Komm Geist Gottes in unsere Familien und Gemeinschaften: dass sie Orte sind, wo Menschen einander gut tun, dass Kinder behütet aufwachsen,  dass es Toleranz für alle Lebensformen gibt,
                                                                                                                                                      
Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.              Komm Geist Gottes in unsere Kirchen, dass wir in ihnen Barmherzigkeit und Liebe spüren, dass sie nicht ausgrenzen sondern einschließen, dass sie nicht verurteilen sondern zu einem Leben  ermutigen.

 Lass uns in der Zeit besteh’n, deines Heils Vollendung sehn  und der Freuden Ewigkeit,        Komm Du Geist Gottes, neige dich über die Sterbenden, sei Ort des Lebens für unsere Toten, sei für uns Auferstehung aus allem, was uns am Leben hindert: heute schon und hier und jetzt.  

So bitten wir Dich um deinen heiligen Geist, diesen Geist , in dem Jesus gelebt und geliebt hat, über den Tod hinaus. Wie Jesus wollen auch wir alles Leben um uns bewahren und behüten und segnen. Amen

Ach Arthur 180 BARCELONA - oder so irgendwie

Im Bücherregal vom Arthur findet die Moa - .... nein,
nicht das allerjüngste Arztbuch ...
Arthur hat Dutzende davon .....
nein, die Moa findet dort einen Reiseführer BARCELONA
Ja was macht denn der Arthur mit
einem "Reiseführer"?
"Arthur, fliegst DU nach BARCELONA" -
fragt die Moa ein bißchen spöttisch ...
ja..und mehr hat sie nicht gebraucht.
Den zweifelnden Tonfall hat der Arthur sehr wohl bemerkt -
aber noch viel schlimmer
die Moa - so ärgert sich der Arthur -
Die Moa 
SPRICHT BARCELONA FALSCH AUS:

"Du sagt es falsch" - schreit der Arthur

"Na bitte", sagt die Moa,
"glaubst du, ich kann nicht BARCELONA aussprechen"

"ES IST FALSCH", schreit der Arthur -
"sag SO nicht BARCELONA"

"Na sag DU", sagt die Moa,
"sag DU Barcelona"

und der Arthur schreit
"BARCELONA, BARCELONA"

"Na eben", sagt die Moa trotzig, "ich sag es doch auch: "BARCELONA"

"DU sagt es FALSCH "schreit der Arthur

"Na", sagt die Moa, "vielleicht hast DU ja die
katalonische Aussprache ...."

Kalatawas ... schreit der Arthur
BARCELONA  heißt das !!!!

Oh, wieder ein Anlassfall für den nicht voll ausgebildeten Arthur FRONTALKORTEX :
schnell, schnell denkt sich die Moa - jetzt muss ich aber einlenken

Also sagt die Moa nur noch: "Das ist ja toll, dass du
mit den Eltern nach Spanien fliegst "
(jetzt erinnert sich die Moa auch wieder, davon gehört zu haben: Pfingsten nach ......)

NEIIIIIIIIN schreit der Arthur,
nicht SPANIIIIN
wir fliegen nach
BARCELONA   BARCELONA


Großartig, großartig sagt die Moa, - 
Deeskalation - Deeskalation
- was hältst du davon, wenn wir jetzt zum
Franz Josefs Bahnhof fahren?  
Prima, gerettet
den kann die Moa richtig aussprechen





Auferstehen? Muss man sich gut überlegen

wie lang denn noch - 
auf dem Weg sein

"Auf dem Weg sein ist ein tiefer und schöner Ausdruck. Allerdings denke ich dabei nicht nur an die Straßen in den Städten oder die Fernstraßen über Land, die wir mit den Füßen oder im Auto zurücklegen ... Heute denke ich an die Wege des Geistes.
Auf dem Weg sein ist gleichbedeutend mit: keinen Halt machen.
Wach sein im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe.
Auf dem Weg sein im Verstehen der Menschen. Anstatt voreilig zu verurteilen, immer mehr Verständnis dafür haben, dass jedes Geschöpf einmalig ist.
Sollten wir so entfremdet sein, dass wir uns den Luxus leisten, Gott in der Bequemlichkeit müßiger Stunden, in luxuriösen Kirchen, in pompösen, aber oft leeren Gotteshäusern zu suchen, und ihn nicht dort zu sehen und zu hören, wo er wirklich ist und uns erwartet und unsere Präsenz fordert:
in der Menschheit, in den Armen, in den Unterdrückten, in den Opfern der Ungerechtigkeit, für die wir alle nur allzu oft mitschuldig sind?"

Dom Helder Camara, brasilianischer Erzbischof, Vertreter der lateinamerikanischen
Befreiungstheologie - viele dieser (früher vom Vatikan verworfenen)
Gedanken vertritt nun auch Papst Franziskus

Freitag, 18. Mai 2018

Fürbitten 19.5. ob ER es kann, der heilige Geist?




19.5.2018 Samstag vor Pfingsten

Samstag, der Tag vor dem Pfingstsonntag. 50 Tage nach dem Ostersonntag führt die Auferstehung hinein, mitten hinein in den GEIST GOTTES. Bitten wir um Lebensfreude, um Lebensmut, um Dankbarkeit für alles, was wir empfangen haben. Bitten wir um Kraft und Entschiedenheit für alles, was vor uns liegt. Komm – Komm heiliger Geist

Heiliger Geist – brich DU uns auf, wenn wir verkrustet sind

Heiliger Geist – beutel DU uns durch, wenn du uns erstarrt siehst

Heiliger Geist – mach DU uns fruchtbar, wenn wir wie ausgetrocknet sind

Heiliger Geist – gib DU neues Feuer, dort wo wir vom  burnout sprechen

Heiliger Geist - finde DU uns, wo wir uns nicht mehr zurechtfinden

Heiliger Geist – komm DU uns entgegen, wenn wir selbst nicht wissen „WOHIN

Heiliger Geist – lass uns verstehen, wenn wir nicht verstehen können

Heiliger Geist – sei zärtlich, weil wir so viel Liebe brauchen


Komm heiliger Geist – komm DU auch dorthin, wo es Frieden braucht, eine Politik für Menschen, die nichts anderes mehr wollen, als einander gut sein
Komm heiliger Geist, entzünde in uns das Feuer deiner Liebe und wir werden das Gesicht unserer Erde verändern. amen

Ach Arthur 179 Ja, ja - der FRONTALKORTEX

Ehrlich gesagt,
DARÜBER
hat sich die Moa in ihren mehr als 70 Jahren
noch nie Gedanken gemacht
FRONTALKORTEX !!!!
Aber seit kurzem weiß nun die Moa,
dass sie nicht nur mit dem Arthur unterwegs ist,
sondern auch mit Arthur und seinem
Frontalkortex.
Grüß Dich Gott, lieber Lappen!!!!!
Ja, dort in diesem Lappen sitzen unsere Emotionen
Dort sitzt die Fähigkeit zu relativieren, Dinge richtig einzuschätzen
angemessen zu reagieren
Geduld mit seiner Umgebung zu haben.
Der Frontallappen ist es ja, der auch die Pubertät zu einer so schwierigen Lebens-Zone macht.
Vielleicht ist es also auch bei den Kleinen
nicht nur "TROTZ" Phase, wenn sie "spinnen"
 - da steckt ja auch richtige, unangemessene Wut
hinter so manchem ANFALL
"Frontalkortex noch nicht fertig ausgebildet,
sagt Arthur Onkel Jakob jedenfalls trocken, als ihm
die Moa von solchen Arthur Anfällen erzählt
"Frontalkortex noch nicht fertig ausgebildet,
vor dem 20 Lebensjahr ist da keine Chance..."
Ja, der Arthur kann innerhalb von Sekunden zum absoluten Wut Zwerg ausarten - das aber eigentlich schon seit.....allem Anbeginn?

Das muss ja einen Grund haben, dass die Moa in ihrem
Arthur-Bild -Archiv die Anaconda abgespeichert hat !
Die Moa erinnert sich nur zu gut:
schon Baby Arthur konnte innerhalb von Sekunden
zur wütenden giftspeienden Anaconda mutieren -
grad, dass er sich nicht im Wagerl aufgesetzt hat
um die Moa zu verschlingen ...
wie oft ist die Moa im Laufschritt mit Arthur und Wagerl nach Hause zur Mama gerannt ...
das wutschnaubende Ungeheur dicht vor sich.
Naja Tempora mutantur ....
et nos mutamur in illis?
Die Zeiten ändern sich - aber ändern wir uns auch mit ihnen?
Hat der kleine Arthur DAMALS nur gepfaucht und getobt - so hat der jetzt "große" Arthur
auch noch die ganze
Bandbreite seines Wortschatzes zur Verfügung.
Das ist nicht nur non-verbaler Trotz, wenn
ER jetzt etwas nicht will, da prasselt über die Moa nun ein richtiger Frontal-Lappen-Wortschwall .....
Hört sich dann zum Beispiel so an
"DU greifst das jetzt nicht an ...."
(sagt der Arthur in schneidendem Tonfall
zur Moa:)
"DU darfst nicht das Mama/Papa Clo benützen"
Arthur schiebt die Moa wutschnaubend zum Gäste Clo
"DU wickelst mich nicht" - 
"NEIIIIN, so macht man den Tee nicht!" 
"NICHT diese Tasse"
"DU darfst NICHT das Handtuch vom Hacken nehmen",
Anstandslos hat Arthur Hände gewaschen aber nun wälzt er sich vor Zorn vor der Badezimmer Türe: denn Moa wollte ihm doch glatt das Handtuch zum Abtrocknen reichen ....
"DU darfst das nicht, DU darfst das nicht" -
wenig später:
"WAS hast du im Mund Moa? Moa mach den Mund auf"
Wutanfall!!! - Moa könnte womöglich ein Gummibärli lutschen.
"Gib das heraus!"

"Moa, du fährst jetzt SOFORT nach Hause"
"Moa du kommst nie mehr"
"Moa, geh weg"

Kränkt sich die Moa dann, wenn es nur so aus dem Arthur heraus sprudelt? Nein, die Moa
kränkt das wirklich nicht, sie war ja selbst -
weit über das 20.Lebensjahr hinaus -
ein "Zornbinkerl"
Hat sie nicht sogar beim "Pokern" mit dem späteren Arthur Opa Helmut aus Wut einen Würfel verschluckt, weil sie sich übers ewige Verlieren geärgert hat?
Nein, die Moa kränkt sich sicher nicht -
LACHEN aber darf sie leider auch nicht, die Moa -
sonst findet der Arthur Lappen-Ausfall ja gar kein Ende

Der Arthur Zorn
kann aber auch Mama und Papa treffen,
Auch da scheint der Arthur oft kaum aus seinem armen
noch unterentwickelten
Frontalkortex einen Ausweg zu finden
Aber wenn er den Ausgang gefunden hat
EXIT - aus den vielen Wut-Windungen .....
wie rührend ist es dann, wenn der Arthur plötzlich zur
Mama läuft und sagt:
"Mama, ich habe mich jetzt wieder beruhigt"
So ein gscheiter Lappen, da oben im Gehirn,
der kann sich dann doch auch selbst regulieren.
Langsam, langsam halt, bis zum 20 Lebensjahr !!!!


PS MUSS NOCH SEIN
Ja, schon wenig später 
sieht man Arthur und Moa 
fröhlich vereint am Weg zum Bahnhof
Kein Wölkchen mehr am Himmel 

Auferstehen? Muss man sich gut überlegen

Auferstehung - 
wie auch immer
-
die Ärmel aufkrempeln



„… Dreh dein Gesicht zu uns Gott
komm zu denen die nach dir Ausschau halten
mach uns satt am Morgen von deinem Licht…

bring uns Brot und Rosen mit Gott…
und hilf uns deine Welt bewahren

und treib das Werk unserer Hände voran
die gute Arbeit der Befreiung“ 

Dorothee Sölle


Donnerstag, 17. Mai 2018

Fürbitten 18.5. das Heft aus der Hand geben


18.5.2018 Joh.21.1 ein anderer wird dich gürten


Das Johannesevangelium nähert sich seinem Ende. Der auferstandene Jesus begegnet noch einmal seinen Jüngern am See von Tiberias. Dreimal fragt Jesus Petrus „Liebst du mich?“ - dreimal hatte Petrus zuvor Jesus bei dessen Festnahme verleugnet – nun wird gerade er, Petrus, aufgefordert, Jesus nachzufolgen. Und Jesus sagt dabei etwas sehr Berührendes: „Als du noch jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wird ein anderer dich gürten und führen, wohin du nicht willst.“  Es geht wohl nicht nur ums biologisch alt und hilflos werden – Jesus nachfolgen heißt auch, 
einwilligen, dass ab jetzt ein Anderer das Heft in der Hand hat.
– bitten wir den heiligen Geist:

dass ER es ist, dem wir die Richtung in unserem Leben anvertrauen
komm heiliger Geist

dass wir auch ins Unsichere aufbrechen können

dass wir nicht nur den eigenen Ideen nachrennen

dass wir loslassen können, was uns nicht guttut                                                

dass wir das wirklich Wichtige erkennen

dass wir auch uns selbst vertrauen

dass wir uns dennoch selbst aus der Hand geben können

So führe uns, guter Gott, wohin auch immer. Oft werden wir Angst haben, oft werden wir unsicher sein. Aber mit Jesus finden wir den Weg zu Dir, heute und morgen und in der Ewigkeit. Amen



Auferstehen? Muss man sich gut überlegen



WARTEN - 
und LAUSCHEN



der uns die stunden zählte,
er zählt weiter.
was mag er zählen, sag?
er zählt und zählt.

nicht kühler wirds,
nicht nächtiger,
nicht feuchter.

nur was uns lauschen half:
es lauscht nun
für sich allein.

Paul Celan

Fürbitten 17.5. Zueinander gehören



17.5.2018 Joh.17.20 Alle sollen eins sein

„Alle sollen eins sein“ immer wieder formuliert Jesus diese Bitte in seiner großen Abschiedsrede. Meist beziehen wir dieses „alle mögen eins sein“ – auf die Einheit der christlichen Kirchen, auf die Zusammengehörigkeit unter uns Christen – aber es ist wohl noch viel mehr gemeint mit diesem „Alle sollen eins sein“ – steht dahinter nicht auch die Sehnsucht, dass wir als Menschen einander nicht fremd und verständnislos gegenüberstehen. Bitten wir um den heiligen Geist, dass wir dieses Eins-sein spüren dürfen

Dass wir das Zueinander gehören spüren
auch wenn wir einander durch Herkunft und Sprache fremd sind
Komm heiliger Geist
 
Dass wir das Zueinander gehören spüren, dass wir eins sind
auch wenn es nach außen hin oft große soziale Unterschiede gibt

Dass wir das Zueinander gehören spüren, dass wir eins sind
auch wenn wir verschiedenen Religionen angehören

Dass wir das Zueinander gehören spüren, dass wir eins sind
auch dort, wo uns politische Vorstellungen trennen

Dass wir das Zueinander gehören spüren, dass wir eins sind
auch in unserem kleinen Alltag, wo uns ein Anderer, eine Andere vielleicht oft mühsam sind 
und auf die Nerven gehen

Dass wir das Zueinander gehören spüren, dass wir eins sind
auch als Männer und Frauen und so unterschiedlich wir auch sind in unserer Lebensweise und Lebensorientierung 

So bitten wir um diesen heiligen Geist, der uns zur Einheit führt, dass wir anfangen, füreinander das Beste zu wollen, weil wir EINS sind, auch wenn wir es so oft nicht wahrhaben können. Wir aber bitten im Namen Jesu. amen

Mittwoch, 16. Mai 2018

Auferstehen? Muss man sich gut überlegen

bin ich nicht eigentlich schon 
für alles zu alt?


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Mit neuen Gedanken alt werden
Jung bleiben an uralten Gedanken

Teilhaben

am unsterblichen Leben
unsterblichen Sterben

Rose Ausländer