Seiten

Dienstag, 28. März 2017

Fürbitten 29.3 vergisst denn eine Mutter ihr Kindlein? Jes.49.14



29.3.2017 Jes.49.14    Joh.5.17 ..darum waren sie aus, ihn zu töten

die Lesungen für den Gottesdienst heute sind wie ein Drama komponiert. 
In der jüdischen Bibel hören wir einige der wunderschönsten Worte an Zuversicht und Vertrauen: durch den Propheten Jesaia verspricht Gott: „ICH werde dich erhören, 
ICH werde dir beistehen ... "vergisst denn eine Frau ihr Kindlein, eine Mutter ihren Sohn…und selbst wenn sie es täte, ICH DEIN GOTT vergesse dich nicht."  
Im Evangelium spürt man, wie sich die Schlinge um Jesus zuzieht, wie sich das Drama seines Todes vorbereitet. Wird er selbst in seiner Angst nicht im Innersten auf die Worte Jesaias gesetzt haben: „Ich dein Gott verlasse dich nicht“.....
Auch in unserem Leben liegt es so oft dicht beisammen: Hoffnung, Vertrauen und – das Entsetzen, als hätte Gott einen vergessen:  bitte wir heute

für alle, die wir im Herzen tragen          
für alle, die uns ihre Sorgen und Nöte anvertraut haben                  Stille

für alle, die uns weh getan haben
für Menschen, die an anderen schuldig geworden sind       

für die Kinder ringsum und weltweit und um ihr Recht auf Leben und Freude

für die alten Menschen in ihrer Hilflosigkeit und Abhängigkeit
für die Kranken, die schwer Kranken und für alle, die heute sterben werden

und für uns selbst, dass wir immer Gottes Zusage hören: „Ich dein Gott verlasse dich nicht“


So bitten wir dich guter Gott, zu dir kommen wir, wie zu unserer Mutter, an den guten und den schlechten Tagen, Amen

Fastenvorsatz 28 Freiheit geben

Denn das ist Schuld, wenn irgendeines Schuld ist: 

die Freiheit eines Lieben nicht vermehren 
um alle Freiheit, die man in sich aufbringt. 

Wir haben, wo wir lieben, ja nur dies: 
einander lassen; denn dass wir uns halten, 
das fallt uns leicht und ist nicht erst zu lernen." 

Rainer Maria Rilke 

Montag, 27. März 2017

Fürbitten 28.3 von der Sehnsucht, gesund zu sein


28.3.2017 Joh.5.1 Heilung beim Schaftor Joh.5.1
Steh auf, nimm deine Bahre und geh“ Das sagt Jesus heute im Evangelium zu einem Mann, 
der seit 38 Jahren gelähmt ist und jahrelang darauf wartet gesund zu werden. 
Jesus sieht, (was andere vielleicht nicht sehen wollen) er hilft und er heilt – für die gesetzestreuen Juden aber wieder eine Provokation – denn die Heilung passiert an einem Sabbat. Was bei dieser Geschichte aber auffällt: Jesus bringt diesmal die Krankheit des Mannes mit Sünde in Zusammenhang. "Sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres zustößt", sagt er zu dem nun Geheilten. Erst kurz zuvor, bei der Heilung des Blindgeborenen, hatte Jesus gesagt: "niemand hat Schuld an dieser Krankheit." Auch wir sind doch immer wieder mit Krankheit konfrontiert, mit Schmerz, mit Unglück – wie sollen wir damit umgehen? Bitten wir heute

dass wir nicht mit der Angst leben, es ist Gott, der uns für eine Sünde mit Krankheit straft -
dass wir aber für uns selbst den Sinn in mancher Krankheit erkennen, wenn sie einen zwingt,  Lebensgewohnheiten zu ändern

dass wir Leid und Krankheit nicht für etwas halten, womit Gott „verherrlicht werden kann“
dass wir aber Krankheit annehmen können in dem festen Glauben, Gott wird uns nicht im Stich lassen

dass Schmerz nicht etwas ist, was man Gott zuliebe ertragen muss
dass wir Leid und Schmerz aber oft besser aushalten, wenn wir uns darin solidarisch mit anderen Menschen fühlen

dass „Gesundheit“ nicht das allerhöchste Gut ist und zum Fetisch wird -
dass wir uns aber immer Gott um Hilfe zu bitten getrauen, für uns selbst und für Andere

dass wir selbst Menschen sein dürfen, die anderen helfen, die sonst niemand haben. Dass wir die Menschen sehen, die auf Hilfe warten



Du guter Gott, je älter wird werden, umso mehr an Krankheit und Mühseligkeit spüren wir. Lass uns dankbar sein, für alle Hilfe, die wir erhalten, aber lass uns letztendlich unsere Einschränkungen annehmen. Sie sind Teil unseres Lebens, für das wir dich loben und preisen – so gut wir es können, im Namen Jesu. Amen

Fastenvorsatz 27 Ordnung nicht überbewerten



"Das Leben schafft Ordnung,

aber Ordnung 
bringt kein Leben hervor" 


Antoine de Saint Exupery 

Sonntag, 26. März 2017

Fürbitten 27.3 dass das Leben stärker ist als der Tod


27.3.2017 dein Kind lebt Joh.4.43, Jes.65.17

Wer immer ein schwerkrankes Kind im Arm gehalten hat, der weiß, was es bedeutet, wenn man Hilfe sucht und um Hilfe schickt. Im Evangelium heute ist es ein königlicher Beamter, der Jesus anfleht, zu seinem sterbenskranken Sohn zu kommen. Jesus kommt nicht persönlich, aber er sagt :„dein Sohn lebt“. Der Mann vertraut diesem Versprechen, und tatsächlich, das Kind stirbt nicht. Es muss wie ein neues Leben sein, wenn so etwas geschieht und in der 1.Lesung gibt es die wunderbare Prophezeiung des Propheten Jesaia von einem neuen Himmel und einer Erde. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Weinen, kein Klagen, Frieden wird sein. Nur eine Utopie oder können wir vertrauen? Bitten wir heute in allen Sorgen und Ängsten

Bitten wir zunächst für die Kinder: Für alle, deren Leben tödlich bedroht ist durch Armut, Hunger, Ausbeutung und Krieg

Herr wir bitten dich: HILF

Für alle kranken Kinder und ihre Geschwister und Eltern , dass sie immer wieder Kraft und Hoffnung schöpfen können

Für die Ungeborenen, dass ihr Leben willkommen ist, auch wenn sich gesundheitliche oder mentale Probleme abzeichnen

Für die Zivilbevölkerung in den eingekesselten Stadtgebieten von Mossul, Kinder Frauen und Männer, die in diesen Tagen wahllos und hilflos den Kämpfen ausgeliefert sind

bitten wir für unsere kranken Freunde und Angehörigen, für alle deren Sorgen und Bitten wir heute mit in den Gottesdienst genommen haben

und bitten wir für uns selbst, dass wir es Jesus zutrauen, auch uns in schweren Situationen zu helfen


Du guter Gott, so legen wir auch unseren Tag heute ganz in deine Hand: voll Sehnsucht nach einem neuen Himmel und einer neuen Erde für uns alle. Amen

Fasten mit Samya 26



vom unsagbaren, das einer mit sich nimmt
die weidenblätter flüstern es sich zu
die krähen krächzen es in den wind
die steine verständigen sich darüber
in der sprache der steine

eva cader-benedix

Fastenvorsatz 26 Hin und wieder ein Idiot sein



„Jeder wusste, 
dass es unmöglich war, 
bis auf den Idioten, 
der es nicht wusste 
– 
und es möglich machte!“ 

Marcel Pagnol

Arthur am Sonntag 10 RICHTIG sehen können Joh.9.1

"Heute kriegt man ja noch gar nicht die Augen auf,"
jammert die Oma - diese Sommerzeit!!!
Sie ist zwar ohnehin eine Frühaufsteherin - aber die Sommerzeit, die mag sie nicht. Jetzt hofft natürlich die Oma, dass der Arthur fragt "Warum magst du die Sommerzeit nicht, Oma?" - aber der wartet nur auf seine Sonntagsgeschichte. Dabei hat die doch auch etwas damit zu tun, "dass man kaum aus den Augen schauen kann".
Da wird von einem Mann erzählt, der auf der Straße bettelt: blind ist er, schon blind geboren. Da läuft das Leben nicht mehr gut. Heute ist das ja anders, aber vor 2.000 Jahren!
Da war man nutzlos für die Gesellschaft und für seine eigenen Eltern nur eine Belastung.
"Blind" - der Arthur weiß schon was das heißt. Wenn er seine Omama im Heim besucht, gibt es
dort ganz viele blinde Menschen - die Omama selbst ist ja "nur" seh-eingeschränkt durch ihre
Augen Makula Erkrankung. Aber viele sind ganz blind. Der Arthur weiß, dass er da ganz gut aufpassen muss am Gang, wenn die Frauen und Männer - vorsichtig an der Gehhilfe an der
Wand tastend - durch die Gänge gehen.

Aber sie finden überall hin, sie sind sogar lustig und
fröhlich. Erst unlängst hat eine Dame dem Arthur eine Schokolade geschenkt: "Bist du ein liebes Kind", sagt sie - dabei kann sie den Arthur doch gar nicht sehen:
aber hören und spüren!
Nein,BLIND muss heute keine Katastrophe mehr sein -
und doch ist es ein schweres Schicksal.
"Stell dir vor, wenn du all die Bausstellen nicht sehen kannst,
die Kräne und die Bagger, die Arbeiter und die Einsatzfahrzeuge: na gut, die könntest du hören. Aber du wüsstest nicht wie deine Mama aussieht oder der Papa.
Du kannst in ihrem Gesicht tasten, du kannst sie riechen und streicheln
und spüren und hören ...aber NICHT SEHEN. Ja, das mag sich der Arthur gar nicht vorstellen,
er der so gerne oft nur FENSTER SCHAUT.
In der Geschichte wird nun erzählt, wie ein anderer Mann diesen blinden Bettler gesund macht.
Der Mann, er hat schon vielen Menschen geholfen, ist mit seinen Freunden unterwegs.
Als die den Blinden sehen, fragen sie:
"Ist der Mann blind, weil seine Eltern vielleicht Bösewichte waren?
War er selbst böse - und wird er deswegen bestraft"?
Wird man blind oder krank oder arm, weil man für irgend etwas bestraft wird? Bleiben die guten Menschen gesund -
und die Bösen geht es schlecht?
Nein, so einfach ist das leider nicht im Leben!
Da gibt es so viele "Böse", denen es hervorragend gut geht - und so viele "Gute", die ganz arm dran sind. ....
Warum? Wir wissen es nicht.
Schau, zum Beispiel die Freundin der Oma, ich erzähle dir doch immer von ihr: die ist nun schon fast 3 Monate im Spital. Hat die was Böses getan? Die hat so viel Gutes für andere getan, Jahre-Jahre-Jahrelang. Na bitte, warum kann DIE nicht pumperlgesund sein?
So oft im Leben wirst du dich fragen "WARUM"

Warum ich? warum ich nicht?
"Weißt du, ich bin jetzt schon so alt", sagt die Oma:
Verschwende dann nicht zu viel Zeit
mit dem WARUM fragen -
nimm die Dinge, wie sie sind, (wenn du sie nicht ändern kannst)
Vielleicht gibt es irgendwann, irgendwann eine Antwort
Hab Geduld!!

Aber noch etwas ist bei dieser Sonntags-Geschichte spannend.
Der blinde Bettler war natürlich überglücklich dass er wieder sehen kann.
Und er war sehr sehr dankbar dafür.
Dass ist nämlich auch wichtig, dass man DANKBAR sein kann. Er hätte ja auch schimpfen können: "NA ENDLICH,
warum ist das nicht schon viel früher passiert!!"
Dann wäre er vielleicht verbittert geblieben, weil er doch
SO LANGE blind war, und ERST JETZT ...
Schau nicht zurück, tu nicht jammern -
schau immer dankbar in die Zukunft!

Ja und dann gibt es Menschen,
die sehen können - und doch nichts sehen
"Wieso sehen die nichts", fragt der Arthur, "ich sehe alles, ich sehe auch die die Vogerl ganz oben am Baum"
 "Dadadada" schreit dann der Arthur immer aufgeregt.
"Ja genau", sagt die Oma, "so viele Menschen sehen gar keine Vogerln mehr, sie sehen keine Blumen,
das ist alles unwichtig für sie, dafür haben sie keine Zeit.
Sie sehen auch die anderen Menschen nicht, mit denen sie in der U Bahn sitzen,
sie sehen nicht, wenn einer traurig ist, sie sehen nicht, wenn einer Hilfe braucht,
sie sind einfach wie blind ...
Und das ist noch schlimmer, als wirklich blind sein. Wenn man auf diese Art blind ist,
dann ist man ein armer Mensch - ja dann muss man auch hoffen, dass einer vorbei kommt,
um einem die Augen zu öffnen!!

"Ich SEHE ALLES"
sagt jedenfalls der Arthur und hebt demonstrativ ein Bröserl vom Boden auf!!
Keck blitzt es in seinen großen Augen :
"Oma,... und .....
WARUM gibt es so viele Brösel?"
"Du, gleich wirds ganz andere "BRÖSEL" geben" sagt die Oma...
aber da rennt der Arthur schon lachend davon.
"Pass auf, schau genau, mach die Augen auf,"
 ruft ihm die Oma nach...

und das ist hier ist für den Arthur, wenn er einmal ganz groß ist - 
Der Dichter Rainer Maria Rilke schrieb 1902 einem jungen Mann, 
der viele, viele WARUM Fragen hatte:

"..ich möchte Sie, so gut ich es kann, bitten, lieber Herr, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein."


Samstag, 25. März 2017

4.Fastensonntag WIEDER SEHEN KÖNNEN; richtig sehen Joh.9.1


26.3.2017 Jesus öffnet dem Blinden die Augen Joh.9.1
„Ich war blind und kann wiedersehen“, sagt ein Mann heute im Evangelium. Jesus hat ein Wunder bewirkt, er hat diesem Menschen, das Augenlicht zurückgegeben, er hat einem Blinden die Augen geöffnet. Der Mann war blind geboren und sieht nun die Welt ganz neu. Die meisten von uns sind nicht blind – und doch sehen wir oft so wenig. Bitten auch wir Jesus, dass er uns die Augen öffnet. Dass auch wir „wieder sehen“ können.

Dass uns Tag für Tag die Augen aufgehen
dass wir all das Gute in unserem Leben sehen können und nicht so oft jammern

Dass uns Tag für Tag die Augen aufgehen
dass wir uns umsehen können, dass wir erkennen, wo und wann wir gebraucht werden

Dass uns Tag für Tag die Augen aufgehen
dass wir einsehen können, was wir falsch gemacht haben, dass wir einsehen können,
wenn wir anderen etwas schuldig geblieben sind

Dass uns Tag für Tag die Augen aufgehen
dass wir nachsehen können, wenn wir uns gekränkt oder ungerecht behandelt fühlen
Dass wir nachsehen können, wenn Menschen rund um uns nicht perfekt funktionieren. dass wir aber auch uns selbst Fehler und versagen nachsehen können

Dass uns Tag für Tag die Augen aufgehen
dass wir immer wieder aufsehen können, wenn uns Ängste, Sorgen oder Versagen niederdrücken. Dass wir aufsehen können, wenn wir nicht mehr so recht weiterwissen, dass wir aufsehen können im Vertrauen, dass Gott es gut machen wird

Dass uns Tag für Tag die Augen aufgehen
lass uns aber auch um ein Wiedersehen bitten, mit allen Menschen die uns fehlen.
mit Menschen, die gestorben sind aber auch mit solchen, die wir aus den Augen verloren haben, dass wir uns wieder um Kontakt und Nähe bemühen.


Du, Gott, Du, der gewiss voll Güte auf uns schaut. Schenke auch uns einen guten Blick auf alles in unserem Leben, einen guten Blick vor allem auf die Menschen um uns, dass wir ihre Freude und ihre Sorgen wahrnehmen können. Wir bitten im Namen Jesu. Amen

Ach Arthur 97 ....ja, NUN hat sich der PAPA OUTEN müssen

Die Oma kichert in sich hinein
PAPA - OUTING!!! Na, macht das neugierig?
Was könnte da passiert sein?
Was passiert DANACH?
Wird es die ganze Familie verändern?
Wie kommt Arthur damit klar?
Was JETZT?
Ja, die Oma kichert
Weil - WEIL das PAPA OUTING
das ist wirklich der Mega Überraschungs Hit gewesen
Nein, mit SO ETWAS hätte die Oma wirklich nicht gerechnet!!
Nicht mit SO ETWAS!!!
Sie kennt den Arthur Papa natürlich als den allerliebsten Familienmenschen,
und doch sieht sie in ihm auch den Wirtschaftsanwalt:
dunkler Anzug, Manschetten-Hemd, hochglanzpolierte Schuhe
Korrekt bis in die Fingerspitzen!!!
Ja, die Oma muss zu geben:
MIT DIESEM ganz anderen OUTING
hat sie nicht gerechnet!!!
Möchte jetzt irgendwer schon wissen, WELCHES OUTING?
Na, das ist eine heikle Sache!! Geduld
Wie immer beginnt es natürlich mit dem Arthur.
Klar, ALLES beginnt mit dem Arthur.
Genau so wichtig fühlt er sich ja!
Und DIESMAL?
Was ist passiert
VOR dem PAPA OUTING???
Also: Arthur war in der Musikgruppe - alles ganz nett, ein bissl misstrauisch ist er, wie immer, wenn etwas ganz neu ist
den vielen Rassel- und Zupf und Schlaginstrumenten steht er abwartend entgegen

am Lustigsten ist es,
wenn zur Musik im Kreis gelaufen wird
Da überholt der Arthur alle
und rennt seine dreifachen Runden ...
(und dabei ist er doch der Jüngste in der Gruppe)
ABER
WAS er dort gesehen hat!!!!
Die Leiterin der Musikgruppe stimmt vor Beginn der Stunde ihre Gitarre.
Und dieses Gitarre-Stimmen,
das vorsichtige Anzupfen
und ein paar Läufe spielen -
das versetzt den Arthur - so sagt seine Mama -
das versetzt den Arthur in pures Entzücken. Pures Entzücken!!!
Am Abend wird das natürlich brühwarm dem Papa erzählt, der ja den ganzen Tag über
wissen will, was sein Aktivi so treibt:
ja, da wird das dem Papa erzählt .....
und plötzlich steht dieser Papa auf ... geht in den Garderobe Raum
und da, JA DA
beginnt das outing
Denn dieser Papa kommt zurück mit einer prachtvollen Gitarre.
VERSTECKT hatte er sie die ganze Zeit - VERSTECKT
Jetzt aber setzt er sich mit dem Arthur auf die Couch
und DIESER PAPA spielt, ....da perlen die Akkorde nur so
da wird es jazzig und was für eine Schlagtechnik
(Oma sieht es nur im video!!!!)
Arthur ist hingerissen ... hingerissen, hin und weg ....
Dass der Papa der Größte ist - das weiß er eh
Dass der Papa eine Kanzlei hat und der Arthur dort ein und ausgehen kann, das weiß der Arthur auch...
ABER ALL DAS
ist NIX gegen diese Gitarre
Arthur himmelt den Papa an - denn der lässt ihn nun selbst die Saiten zupfen, alles darf der Arthur angreifen, ausprobieren,
den Gitarrenbund halten wie ein Großer....
Ja - PERFEKT!!!
PERFEKT???
Na ja!!!
Wie das halt auch so ist mit einem Outing:
Beachten sie die Wirkungen und Nebenwirkungen!!!!!

Wirkung:
Allergrößte Bewunderung!
Nebenwirkung?
NUN VERLANGT der Arthur "Gitarre-spiel"
Schon beim Aufwachen - noch im Schlafzimmer!
Während sich der Papa
noch ein Bussi vom Arthur holen will -
zeigt der Arthur Zeigefinger
bereits energisch auf die Gitarre,
die nun dort gleich
neben den Betten steht:
SPIELEN!!! SPIELEN  SPIELEN!!!
Ja, diese Fragen hat sich die Oma eingangs gestellt
1.Was könnte da passiert sein?
2.Was passiert DANACH?
3.Wird es die ganze Familie verändern?
4.Wie kommt Arthur damit klar?
5.Was JETZT?
ad 1 nun wissen wir es: Der Papa ist ein toller Gitarre Spieler nicht nur ein businessman
ad 2 nach dem OUTING? Der arme Papa muss spielen und spielen und spielen
ad 3 wird es die Familie verändern? na, vielleicht in Richtung Hausmusik??
ad 4 der Arthur,wie er damit klar kommt? Na wie immer, no problem - Hauptsache,
        Papa spielt, Papa spielt, Papa spielt
ad 5 was JETZT?
Die Rettung naht und sie heißt THEO!!!
THEO vor den Vorhang.
Er ist 4 Jahre alt, die Eltern Musiker, er selbst übt auch schon auf einem kleinen Cello
und als Arthur diesen wunderbaren THEO vor 3 Tagen besucht
und als die Rede darauf kommt, wie narrisch der Arthur auf Gitarre ist
- auch der Cello Hausmusik hat er innig zugehört -
als der THEO hört, dass der Arthur .... also dass der
ein bissl einen Tick mit Gitarre hat...
da holt der Theo was ganz Kostbares hervor -

"Arthur, wenn du willst
leihe ich dir meine Kinder-Gitarre, ich habe
ja jetzt schon ein eigenes kleines Cello!"


Theo's Kinder Gitarre 
darf sich der Arthur mit nach Hause nehmen

Für den Arthur ist es
wie Weihnachten und Ostern und Geburtstag zusammen!!!

Arthur hat seine eigene Gitarre!!!

Ob es den Papa entlastet?
Wir hoffen es!!

Fasten mit Samya 25



Erfolg 
ist keiner 
der Namen Gottes 

Martin Buber

Fastenvorsatz 25 mir nicht selbst im Weg stehen


"Wer sich selbst im Weg steht,
kann nicht vorwärts gehen" 

Lothar Zenetti 

Fasten mit Samya 24



silberlicht bricht sich
am zerfederten himmel


und du schenkst mir 
das meer 



isabella kramer

Fürbitten 25.3 ob wir den Engel hören? Lk.1.26


25.3.2017 Verkündigung des Herrn
Neun Monate vor Weihnachten, vor dem Fest der Geburt des Herrn am 25.Dezember,  wird das Fest der Verkündigung gefeiert: In der Erzählung der Bibel ist das jener Tag, an dem der Engel Gabriel zu dem Mädchen Maria gesandt wird um ihr – im wahrsten Sinn des Wortes: aus heiterem Himmel – mitzuteilen „Du wirst einen Sohn gebären, Sohn des Höchsten wird er genannt werden“ Maria erschrickt, sie fragt ganz nüchtern „wie soll denn das geschehen“ – und dann sagt sie ihr „JA“. Maria sagt, es soll geschehen, wie Gott es will.                            Bitten auch wir heute: Dein Wille geschehe

dass wir den Engel nicht übersehen, der auch zu uns gesandt ist
dass wir heraushören können im Alltag unseres Lebens,
was Gott gerade jetzt und heute von MIR will.
So bitten wir: Dein Wille geschehe

dass wir den Mut zu klaren Entscheidungen haben
dass wir erkennen, woran wir uns orientieren können
so bitten wir: Dein Wille geschehe

dass wir stark sind, Ja zu sagen, wo es gut und richtig  ist.
dass wir aber auch stark und einfühlsam genug sind,  Nein zu sagen, wo es nötig ist,
so bitten wir: Dein Wille geschehe

dass wir immer besser lernen, dem Leben zu vertrauen
dass wir auch den Menschen um uns Mut aufs Leben machen und niemanden entmutigen
so bitten wir: Dein Wille geschehe

dass wir aber auch Misserfolg und Frustrationen aushalten
dass wir keine Angst vor Neuem und dem Risiko haben
so bitten wir: Dein Wille geschehe

dass wir immer besser annehmen lernen, was sich nicht ändern lässt
dass wir immer besser JA sagen lernen, auch zu allem Schweren in unserem Leben
so bitten wir: Dein Wille geschehe


Bitten wir heute – mit unserem Blick auf Maria - auch für alle Opfer von Terror und Gewalt. Bitten wir für alle, die in großer Not und in großen Sorgen sind. Gott erbarme dich über sie und über uns alle, im Namen Jesu. Amen

Donnerstag, 23. März 2017

Fürbitten 24.3. den Nächsten kann ich mir nicht aussuchen Mk..12.28

24.3.2017 Mk 12, 28 Gottesliebe Nächstenliebe
Für die frommen Juden zur Zeit Jesu ist das religiöse Leben kompliziert. Theoretisch musste man 613 Gesetze und Vorschriften einhalten. Aber auch wir kennen dieses skrupulöse, ängstliche Einhalten von Geboten. Auch in unserer Kirche sieht man oft vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Das heißt, man sieht vor lauter Gesetzesparagrafen nicht, worum es einzig und allein geht: Jesus formuliert es ganz einfach: „Du sollst Gott mit deinem ganzen Herzen lieben- und aus dieser Gottesliebe heraus, sollst du deinen Nächsten lieben, wie dich selbst“   Wie einfach könnte das sein: NUR zwei Gebote. Dabei wissen wir, wie sehr es sich schon oft bei der Nächstenliebe „spießt“ Bitten wir heute:
dass wir uns „den Nächsten“ nicht aussuchen
einen Menschen der uns angenehm ist
sondern dass wir wirklich auf den Menschen sehen, der uns von Gott „aufgetragen“ ist

dass wir als Christen ein Klima schaffen, in dem „jeder Nächste“ als ebenbürtiger Mensch gesehen wird, genauso von Gott geliebt wie auch wir

dass wir als Christen angesichts der Flüchtlinge spüren, dass wir es uns nicht leichtmachen dürfen, dass auch wir bis an unsere Grenzen gehen müssen, ehe wir sagen „wir schaffen es nicht mehr“   
bitten wir um die Liebe, die uns frei macht von uns selbst
die uns immer wieder neu anfangen lässt

dass wir aber auch mit uns selbst barmherzig umgehen, auch wir sind uns der Nächste

bitten wir um eine Gottes-Liebe, in der wir uns nicht verbiegen und nicht krampfhaft „Opfer“ bringen müssen, sondern eine Liebe, die uns glücklich und lebensfroh macht und uns guttut
Du guter Gott, so lass uns dich mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele, mit unserem ganzen Denken und all unserer Kraft lieben. Hilf , dass wir liebevoll füreinander da sind, dass uns ein gutes Miteinander gelingt, im gemeinsamen Weg zu dir. Im Namen Jesu : Amen