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Montag, 25. März 2019

Fürbitten 26.3. Verzeihen - wie oft denn noch!



26.3.2019 Mt.18.21   wie oft muss ich verzeihen
Im Evangelium hörten wir heute das Gleichnis vom unbarmherzigen Schuldner: Ja, wir kennen es gut. Da vergibt ein König einem seiner Diener großzügig alle Schulden – was aber macht dieser Diener? Schon wenig später rechnet er gnadenlos mit einem anderen ab, der ihm vergleichsweise ganz wenig schuldet. Erkennen wir uns selbst in dieser Geschichte? Wie oft sind auch wir dankbar, wenn jemand über unsere Fehler großzügig hinwegsieht, uns „die Schulden nachlässt“ – und wie kleinlich können wir sein, wenn wir Anderen immer wieder etwas aufrechnen und es einfordern.
Jesus ist ein guter Psychologe – er kennt mich und dich…. Bitten wir heute

dass wir nicht mit zweierlei Maß messen
dass wir dankbar sind, wenn uns Fehler nicht angerechnet werden und dass wir selbst großzügig sind, wenn andere uns um Verzeihung bitten

dass wir nach einem Konflikt oder einer Kränkung einen wirklichen Schlussstrich ziehen können - dass wir nicht immer wieder alte Geschichten aufwärmen

dass wir prinzipiell nicht so schnell gekränkt und beleidigt sind
dass wir uns selbst nicht so ernst und wichtig nehmen

dass wir immer wieder den ersten Schritt zur Versöhnung machen können, ohne Angst vor Gesichtsverlust

dass wir auch uns selbst vergeben können, wenn vieles nicht perfekt ist und manches
schief läuft

dass wir auch in unseren Gemeinschaften und Partnerschaften, ja auch in unserer Kirche Konflikte austragen können, ohne dass „feindliche Gräben“ entstehen und Menschen zu Gegnern werden.

Bitten wir für die großen Konflikte in unserer Welt, dass es möglich wird, einen Schlußstrich zu ziehen und neu anzufangen

So bitten wir im Namen Jesu Amen

Fürbitten 25.3. auf den Engel hören?



25.3.2017 Verkündigung des Herrn Lk.1.26     Ob wir den Engel hören?
Neun Monate vor Weihnachten, vor dem Fest der Geburt des Herrn am 25.Dezember  wird das Fest der Verkündigung gefeiert: In der Erzählung der Bibel jener Tag, an dem der Engel Gabriel zu dem Mädchen Maria gesandt wird um ihr – im wahrsten Sinn des Wortes: aus heiterem Himmel – mitzuteilen „Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären, er wird Sohn des Höchsten genannt werden“ Maria erschrickt zuerst, dann fragt sie ganz nüchtern „wie soll denn das geschehen“ – und dann sagt sie „JA“. Maria sagt, es soll geschehen, wie Gott es will.                            Bitten auch wir heute: Dein Wille geschehe

dass wir den Engel nicht übersehen, der auch zu uns gesandt ist
dass wir heraushören können im Alltag unseres Lebens,
was Gott gerade jetzt und heute von MIR will.
So bitten wir: Dein Wille geschehe

dass wir den Mut zu klaren Entscheidungen haben
dass wir erkennen, woran wir uns orientieren können
so bitten wir: Dein Wille geschehe

dass wir stark sind, Ja zu sagen, wo es gut und richtig  ist.
dass wir aber auch stark und einfühlsam genug sind,  Nein zu sagen, wo es nötig ist,
so bitten wir: Dein Wille geschehe

dass wir immer besser lernen, dem Leben zu vertrauen
dass wir auch den Menschen um uns Mut aufs Leben machen und niemanden entmutigen
so bitten wir: Dein Wille geschehe

dass wir aber auch Misserfolg und Frustrationen aushalten
dass wir keine Angst vor Neuem und dem Risiko haben
so bitten wir: Dein Wille geschehe

dass wir immer besser annehmen lernen, was sich nicht ändern lässt
dass wir immer besser JA sagen lernen, auch zu allem Schweren in unserem Leben
so bitten wir: Dein Wille geschehe

Bitten wir heute – mit unserem Blick auf Maria - auch ganz besonders für alle Opfer von Terror und Gewalt. Bitten wir für alle, die in großer Not und in großen Sorgen sind. Gott erbarme dich über sie und über uns alle, im Namen Jesu. Amen


Sonntag, 24. März 2019

Arthur am Sonntag 88 bloß nicht alt werden, bloß nicht alt werden

ja, bloß nicht alt werden.....
Nein, die Moa denkt dabei jetzt absolut nicht an sich selbst.
Auch wenn aufwachen in der Früh immer öfter heißt:
"jessas, da oder da oder da ...tut's gerade wieder weh...."
Nein, an dieses alt-sein denkt die Moa nicht.
Die Moa macht sich Sorgen um ein ganz anderes alt werden.
Warum sie in diesem Zusammenhang ausgerechnet
an den Arthur, den kleinen,
nicht einmal noch dreieinhalbjährigen Arthur denkt!!
Was hat dieser Arthur mit alt werden zu tun?
Doch, doch, die Moa entdeckt am Arthur tatsächlich bedenkliche Symptome des ALT-WERDENS......
Ob es damit zusammenhängt, dass der  Arthur nun seit einem halben Jahr
der Ältere ist,
der große Bruder vom kleinen Knucki?
Vom Knucki wird der Arthur 24 Stunden am Tag angehimmelt.
So wie auch der Arthur schon gleich in aller Früh nur EINES will:
"Mama ich muss zuerst den Knucki streicheln" ...erst dann wird
mit der Mama geschmust .....Was immer der "große"Arthur macht
und kann, das verfolgt der Knucki mit großen Augen und glühenden
Backen. So viel, so viel, so viel...kann dieser große Bruder.
Wie der durch die Wohnung düst mit seinen verschiedenen Fahrzeugen, wie der auf den Bänken herumspringt - na, und nicht zuletzt,  wie dieser große
Bruder mit seinem Papa Schach spielt.
Ja, da staunt selbst die Moa, die das leider nicht kann,
was beim Arthur nur ratloses Kopfschütteln auslöst .....
So gesehen wird natürlich auch der kleine Arthur zum
immer größeren und älteren Arthur. Das ist ja ganz verständlich.
Aber warum macht sich die Moa Sorgen, der Arthur könnte
ALT werden?  ALT werden!!??
Die Moa sieht das so: alt ist man, wenn man aufgehört hat, über Sachen zu staunen, wenn man glaubt,
eh schon alles zu wissen, wenn man sozusagen mit einem faden Gesicht durch die Welt geht. Wenn nicht alles immer wieder aufregend und neu ist....
Beim Arthur sieht die Moa nun manchmal tatsächlich
gefährliche Anzeichen von so einem:  "faden Aug".
Wollen wir ein Buch lesen? -                   Na, kenn ich schon!
Gehen wir in den Garten? -                      Na, kenn ich schon!
Willst wieder auf den Bahnhof? -            Na, kenn ich schon!
sollen wir den Lego Zug neu aufbauen?  Na kenn ich schon!

Ja was macht man denn da ....
Sich krampfhaft was ausdenken, was der kleine
gelangweilte Schlingel vielleicht doch noch nicht kennt? Aber die Moa kann sich ja nicht auf den Kopf stellen...und wer weiß, ob das überhaupt Interesse auslöst.
Nein, denkt sich die Moa, wir müssen dort wieder Neugier entdecken, wo das  Altbekannte ist.
Also los!!!!
Immer nach dem Kindergarten gehen wir an einer großen Buchhandlung vorbei:

"Da schauen wir jetzt hinein", sagt die Moa - wobei der Arthur stöhnt und ächzt: Neiiin Moa, Bücher kenne ich schon. 
Aber gnadenlos schleppt die Moa den Arthur in den 1.Stock
zu den Kinderbüchern. Sie bittet einen Angestellten:
"wir suchen etwas über Jahreszeiten" ....denn eben ist der Arthur voll fasziniert vom "Frühling" ....
liebenswürdig bringt man dem Arthur
einiges zum Anschauen: plötzlich ist er voll Interesse,
blättert durch, schaut sich manches an, sagt aber dann doch "nein", ... nichts dabei, was ihm zusagt - aber dort -
auf einem anderen Stoß entdeckt er ein Buch,
das ihn sofort brennend interessiert.
Von "Verdauung" handelt das Buch, und wie wie viele
Formen von "Gacki" es gibt, wie das Gacki durch die
Kanalisation geschwemmt wird, wie sogar Menschen mit
dem Kamel-Gacki Hauswände dämmen, wie Elefanten-
Gacki zum Düngen verwendet wird ... Arthur ist fasziniert,
dieses Buch wird gekauft. SEITHER - fast jedesmal nach dem
Kindergarten-  machen wir nun einen Abstecher in die Buchhandlung. Irgendetwas interessiert ihn immer ... baba fades Auge

und auch für den Garten im Haus der Moa fällt der Moa nun ein Trick ein. Auf Frage und Antwort:
"Du, gehen wir noch in unseren Garten?
- na, kenn ich schon, bin zu müde"
sagt die Moa diesmal:
Aber DAS kennst du noch nicht:
"Buben Lulu machen und schauen, ob du den
Stamm vom Nussbaum triffst..."
Oh, da ist der Arthur gleich dabei, nein, das kennt er
noch nicht ..... Volltreffer. Abends beim Heimgehen fragt er : "Moa, darf ich noch einmal
in den Garten und ......??"  Na klar
Warum das jetzt eine SONNTAGS-Geschichte
der Moa ist? Eine Geschichte aus dem Sonntagsbuch der Moa? Was hat denn das mit einem
Moses und einem brennenden Dornbusch zu tun?
Die Moa glaubt: viiiel hat es damit zu tun.
Denn wenn der Moses, der Viehhirte bei seinem
Schwiegervater war, auch nur Tagein - Tagaus mit fadem
Aug seiner Arbeit nachgegangen wäre - ja, DANN
DANN - hätte er wohl den brennenden Dornbusch nie entdeckt. Moses aber ist mit wachen Augen durch die Gegend gegangen, - er hat in der alten Umgebung neue Wege gesucht,  und als er so einen komischen Dornbusch sah, der einmal brannte und einmal nicht brannte: da ist der junge Mann nicht gelangweilt weiter gegangen - sondern er ist näher gekommen,
er hat gestaunt, er wollte mehr wissen....er ist dem Ding auf den Grund gegangen
Und der Moses hat ja auch dabei eine tolle Sache entdeckt Ex...3.1


Ja, solche offenen, neugierigen, staunenden Augen
die wünscht die Moa auch ihrem Arthur
die Welt ist jeden Tag
NEU
versprochen

Samstag, 23. März 2019

Fürbitten 3.Fastensonntag Wo Gott wohnt und wie er heißt?



24.3.2019 3.Fastensonntag Ich bin der ich bin da Ex..3.1

Wie ist das, wenn Gott einem begegnet? Moses erahnt IHN in einem brennenden Dornbusch, der brennt und doch nicht verbrennt und aus dem Gott zu ihm spricht. Moses soll seinem in Ägypten versklavten Volk die Zusage Jahwes bringen: „Ich werde euch in das Land der Freiheit führen.“ Aber Moses ist Realist: was soll ich den Leuten sagen, wer bist du, wie heißt du, fragt er. Und Gott nennt seinen Namen: „Ich-bin-der-ich-bin-da“. 
Rufen wir ihn heute mit Worten der Namen Gottes Litanei

Du, der Du-da-bist
Bei allen Völkern, in allen Sprachen der Erde
Gott, mit tausend Namen, von denen jeder dich nennt
Gott Jahwe, Theos, Deus, Bósche, God, Dieu
Sei bei uns – und schenke uns Frieden
wir bitten dich erhöre uns


Du, der Du-da-bist
Höchster, Lebendiger, Vater, Herr, Schöpfer der Welt, unsere Mutter, Herrscher über das All Dreifaltiger, Gott in tausend Bildern, von denen keines dich beschreibt
Sei bei uns – und schenke uns Versöhnung
Wir bitten dich erhöre uns

Du, der Du-da-bist
Anfang und Ende, Höhe und Tiefe, Säule von Feuer, wandernde Wolke
Gott deines Volkes, Gott aller Kinder, Lieber Gott, Gott im Himmel
Sei bei uns – und schenk uns deine Nähe
Wir bitten dich erhöre uns

Du, der Du-da-bist
In unserer Mitte, mitten in uns, ausgeliefert unserer Laune, ausgeliefert unserem Spott,
dein Name werde geheiligt, nicht ausgelöscht, sondern weitergesagt
an die Kinder unserer Kinder, deine Gegenwart eine Botschaft, die nicht stirbt
sei bei uns – und schenke Heimat und Freiheit
wir bitten dich erhöre uns

Du, der Du-da-bist
Mit deiner Treue, mit dem Schatten deiner Flügel, mit deinen Wundern
In den Augenblicken unseres Glücks, im Leiden, im Tod, in einer Welt ohne Gott
Du unsere Hoffnung, unsere Zuflucht, unsere Freude
DU - sei bei uns – mache uns zu Menschen deiner Barmherzigkeit
Wir bitten dich erhöre uns
So bitten wir: dass wir dich erkennen Gott Nicht nur in den großen Momenten unseres Lebens sondern auch in unseren Sorgen, in unserer Mutlosigkeit, in unserem Versagen. Wir bitten um Waffenruhe in Syrien und um Frieden überall auf der Welt. sei DU DA   - Hier u Jetzt - für uns alle - und in alle Ewigkeit. Amen

Freitag, 22. März 2019

Fürbitten 23.3. wenn man glaubt, im Leben der DEPP zu sein



23.3.2019  Lk.15.1  der verlorene Sohn Ver-SÖHNUNG
Verlorener Sohn – Barmherziger Vater – verbitterter Bruder

Heute hören wir im Evangelium die Geschichte vom verlorenen Sohn – auch sie ist ein Klassiker der spirituellen Weltliteratur. Es ist die Geschichte vom „barmherzigen Vater“, der seinen missratenen, weggelaufenen Sohn wieder bedingungslos und liebevoll aufnimmt. Im Mittelpunkt der Erzählung steht die Umkehr des Sohnes und die Barmherzigkeit und Liebe des Vaters. Aber bleiben unsere Gedanken nicht auch bei diesem anderen Sohn hängen, dem älteren. Dem, der bis dahin gewissenhaft und anständig daheim gelebt hat??? Überschäumend ist die Freude des Vaters über die Heimkehr des Jüngsten, aber bitter die Gedanken seines Ältesten. Werden die beiden ungleichen Brüder letztlich zueinander finden? Jesus lässt diesen Teil der Geschichte offen. Der Vater kommt noch einmal aus dem Festsaal – aber wird auch sein ältester Sohn zum Fest kommen, wird er fähig zur Ver-SÖHNUNG  sein. Zur Aus-SÖHNUNG nicht nur mit seinem Bruder, sondern auch zur Aussöhnung mit seinem eigenen Leben, auf das er nun verbittert zurückblickt? Bitten wir heute und denken wir dabei auch uns selbst
  
Für alle, die ihr Leben mit dem Anderer vergleichen und glauben, schlechter dran zu sein

Für alle, die sich benachteiligt fühlen und sich ganz schwer tun mit Eifersucht und Neid

Für alle, denen es schwerfällt, ihr eigenes Leben mit dankbaren Augen zu sehen

Für alle, die sich verrannt haben und umkehren wollen

Für alle, die gütige Menschen brauchen, die sie wieder bedingungslos aufnehmen

Für alle, die sich um Versöhnung und Ausgleich und Frieden bemühen

Für uns alle, die wir Tag für Tag immer besser lernen müssen, was es heißt „barmherzig“ zu sein – barmherzig mit anderen aber auch mit uns selbst

Bitten wir für die großen, unlösbar scheinende Konflikte in unserer Welt: dass es auch dort gelingt Gegner auszusöhnen und Frieden wieder herzustellen

Du guter Gott versöhne uns mit dir und versöhne uns untereinander, versöhne uns aber auch mit uns selbst, wenn wir an einer Schuld leiden: damit wir fähig sind das Fest deiner Liebe zu feiern, mit Jesus unserem Bruder, Amen

Knuck 20 .....Hurra Hurra Hurra das erste halbe Jahr bin ich schon da

Du meine Güte, Moa !!!!
Wer soll denn das sein !!!!
ICH, der Knuck, soll das sein?
Übrigens heiße ich DAMIAN
Bitte, darauf lege ich ganz großen Wert !!!
So ein schöner Name!
Aber ich weiß ja: mein großer Bruder hat mich
"Knucki" genannt, da bin ich noch im Mama Bauch
herumgewuselt ....
also: war auch eine schöne Zeit ....
aber die Erinnerung ... die Erinnerung wird doch immer
schwächer ...
Es überschlägt sich die Welt ja jeden Tag
Sie können sich das gar nicht vorstellen!!!
Für die Erwachsenen hat jeder Tag nur 24 Stunden.
Für mich ist jeder Tag EWIG ...
Und da schaue ich mir jetzt dieses Foto an und
denk mir: Knucki, das sollst wirklich du sein?
DU - der Riesenbub, der du jetzt schon bist ....
Moa, was macht denn diese Pudelmütze auf meinem
Kopf .... bitte, könnt ihr mir die entfernen ....ich hab doch sooo fesche Mützen ...
und geschlafen wird jetzt auch nicht mehr ...

ich feiere heute HAPPY BIRTHDAY
Das kann man doch eigentlich jeden Tag feiern
Jeder Tag ist doch eine Erinnerung an den
GEBURTS-TAG
Danke, Danke, Mama, Papa
(bitte nur die Pudelmütze entfernen, bitte....
ich hab doch schon so chicen schwarzen
Haarwuchs auf dem Kopf gehabt, ja, chic!!)
und HEUTE
HEUTE
bin ich ein ganzes
EIN ganzes HALBES JAHR alt ...
Das wird gefeiert, gefeiert, gefeiert
Was ich mir wünsche????
Nein nein nein, keine Torte
Ich wünsche mir -
eine Ganze
eine GANZE
ZUCKERMELONE
bitte Mama: eine ganze Zuckermelone
Vor zwei Tagen habe ich an meinem ersten Stück gezuzelt ....
war daaaaas köstlich
Vielleicht lese ich ja auch einmal Rainer Maria Rilke
dann würde ich das so sagen:

Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten – nein:

ZUCKERMELONEN schenken lässt.



Donnerstag, 21. März 2019

Fürbitten 22.3. Verraten und verkauft ... nicht nur eine alte Geschichte



22.3.2019  Gen. 37.3  Josef wird von seinen Brüdern verkauft
aus Neid und Missgunst und Eifersucht ...andere "verkaufen" Gen.37.3

Die Geschichte von „Josef und seinen Brüdern“ ist zu einer klassischen Geschichte der Weltliteratur geworden. Da ist der jüngste Sohn des Vaters, Josef, den seine Brüder aus Eifersucht, Neid, Geld-Gier und Missgunst töten wollen, schließlich aber verkaufen. Derselbe Josef wird dann in Ägypten, als rechte Hand des Pharao, seine Brüder und sein Volk von der Hungersnot retten. Heute geht es um den Verrat an Josef, um das Verbrechen der Brüder an einem Schuldlosen. Die Geschichte soll auch auf Jesus hindeuten, auch er wird verraten und verkauft. Was uns das alles angeht?  Bitten wir heute

Vielleicht habe auch ich jemand „verraten und verkauft“
Weil mir ein guter Witz mehr wert war als die Würde des Anderen
Herr vergib mir – Herr vergib mir

Vielleicht habe auch ich jemand verraten und verkauft
Weil ich die Fehler eines anderen aufgedeckt habe, um mich selbst wichtig zu machen

Vielleicht habe auch ich jemand verraten und verkauft
Weil ich schlecht über jemand rede, auf den ich vielleicht nur neidisch bin

Vielleicht habe auch ich jemand verraten und verkauft  
Weil ich weiter getratscht habe, was mir jemand als Geheimnis anvertraut hat

Vielleicht habe auch ich jemand verraten und verkauft  
Weil ich lieblos und respektlos über ihn rede
(Weil er vielleicht beliebter ist als ich?)

Vielleicht habe auch ich jemand verraten und verkauft
Herr höre in aller Stille was ich dir sagen muss
……. Herr vergib meine Schuld

Bitten wir für alle Opfer von Menschenhandel, für Frauen, Kinder, Männer die heute den modernen Sklavenhändlerringen ausgeliefert sind und ausgeliefert werden. Bitten wir. dass es auf internationaler Ebene schärfere Gesetze gegen diese menschenverachtende Kriminalität gibt, die oft auch den großen Konzernen zugutekommt
Herr vergib unsere Schuld -

So bitten wir guter Gott, bewahre uns vor Neid, Missgunst und Eifersucht, bewahre uns vor Gier und Habsucht, bewahre uns vor Zorn und Bitterkeit – bewahre uns vor der Lieblosigkeit, in der wir in Gefahr sind, andere Menschen zu verraten und zu verkaufen. So bitten wir im Namen Jesu Amen

Mittwoch, 20. März 2019

Fürbitten 21.3. Der geschundene Lazarus



21.3.2019  Lk.16.19 Der satte Reiche und der arme Lazarus
Die Geschichte, die Jesus heute erzählt, ist ein Klassiker der Weltliteratur geworden: die Parabel vom reichen Mann und vom armen Lazarus. In welcher der beiden Figuren erkennen wir uns? Sind wir die Reichen, der sich nach ihrem Tod qualvoll in der Unterwelt wiederfinden. Dem armen, geschundenen, ausgebeuteten Lazarus geht es dann nach seinem Tod, im anderen Leben gut. Den meisten von uns geht es JETZT gut. Natürlich, wir können nichts dafür, dass wir in diesen reichen Teil der Welt hinein geboren worden sind. Viele von uns tun gar nicht so wenig, um wenigstens mit Spenden Armut lindern zu helfen. Denn die Hilfe für die Armen, wir wissen es, ist die NAGEL-Probe unseres Christseins. So bitten wir heute

dass wir zunächst einmal Tag für Tag dankbar dafür sind, dass wir selbst in Wohlstand und Frieden leben dürfen – dass wir uns bewusstmachen wie privilegiert wir leben dürfen

dass wir Armutsbekämpfung nicht nur der Politik und caritativen Organisationen überlassen
sondern dass wir uns Tag für Tag in der eigenen Umgebung umsehen, wer konkret Hilfe braucht

Dass jeder einzelne von uns zu einem gesellschaftlichen Klima beiträgt, in dem hilfsbereit auf die Not anderer gesehen wird – dass wir Flüchtlinge und Migranten nicht als Bedrohung wahrnehmen, auch wenn wir wissen, dass es guten Willen und Anstrengung braucht
.
Dass wir als Christen nicht zu denen gehören, die von Sozialschmarotzern reden und Bedürftigen unterstellen, bloß nicht arbeitswillig zu sein - dass wir nicht hartherzig und verächtlich mit Bettlern umgehen auch wenn diese Menschen oft genug von kriminelle Organisationen ausgenützt werden

dass wir aber auch Zeit und Zuwendung spenden: immer gibt es Menschen die wie Lazarus förmlich verhungern, weil sich niemand um sie persönlich kümmert und annimmt. 
dass wir anderen einfach gut tun so gut wir können

bitten wir, dass wir aber auch den geschundenen Lazarus in uns selbst sehen und annehmen lernen: dieses kleine Ich, das oft so armselig ist, so voll Hunger nach Liebe und Zuwendung. Dass wir die Freundlichkeiten anderer dankbar annehmen können

Du guter Gott. Wir sehen eine Welt, die ungerecht und grausam ist. Hilf uns, nicht zu resignieren oder zynisch zu werden sondern lass uns hilfreich sein, wo immer WIR es mit unseren Fähigkeiten können. Darum bitten wir durch Jesus, unseren Bruder.Amen

Dienstag, 19. März 2019

Fürbitten 20.3. ruhig auch mal "der underdog" sein



20.3.2019 Wer bei euch groß sein will …Mt.20.17   

Manchmal ist es ja für einen selbst zum Verzweifeln. Man will jemandem etwas sehr Wichtiges mitteilen – und der andere hört gar nicht richtig hin oder geht gar nicht darauf ein. So geht es Jesus, wenn er seinen Jüngern Andeutungen über den Leidensweg macht, der ihm bevorsteht. Sie können es nicht verstehen und im heutigen Evangelium entsteht sogar ein lächerlicher Streit darüber, wer von ihnen dann im Himmel die besten Plätze neben Jesus einnehmen wird. Es ist die Mutter zweier Apostel die Jesus bedrängt: „Versprich, dass meine beiden Söhne links und rechts neben dir sitzen dürfen“. Jesus hat seinen Tod vor Augen und muss sich diesen kleinlichen Streit anhören. Nein sagt er. Bei euch soll es anders funktionieren: wer Erster sein will, soll der Diener aller sein. Bitten wir

dass wir uns – aus innerer Überzeugung – nicht vordrängen
dass wir nicht nur bescheiden „tun“, sondern es innerlich auch sind

dass wir uns nicht bedienen lassen, sondern schauen, wo wir anderen hilfreich sein können
dass wir andere etwas gelten lassen und sie unterstützen

dass wir fähig zur Teamarbeit sind,
dass wir uns selbst und unsere Vorstellungen zurücknehmen können

dass wir nicht glauben, der Himmel hätte etwas mit Lohn und Belohnung zu tun,
dass wir nicht glauben, der Himmel „stünde uns zu“ weil wir ohnehin so christlich sind

dass wir uns ganz bewusst immer wieder hintenanstellen
dass wir unseren Weg mit Jesus gerne gehen und nicht weil wir auf „einen Platz im Himmel“ schielen

bitten wir heute für alle Männer und Frauen, die in unserer Stadt, die in unserem Land
der Öffentlichkeit dienen
alle die die Straßen kehren, den Müll entsorgen,
die Öffis lenken, die mit Taxis und Krankenwagen fahren
die in Spitälern und Altersheimen arbeiten
bitten wir für Priester und Ordensleute, für Journalisten
Politiker und Minister, vor allem aber für alle,
deren Einsatz für Andere so oft unbedankt bleibt
Herr segne ihre Arbeit für uns

Du guter Gott, so hilf uns, dass wir mit unseren Begabungen, mit unseren besonderen Fähigkeiten, den anderen Menschen „dienen“ , so gut wir können. Lass es uns tun in der Freude, die uns Jesus vorgelebt hat. Amen

Montag, 18. März 2019

Fürbitten 19.3. Hl.Josef - Verantwortung übernehmen

Hl.Josef - Pfarre Stadlau


19.3.2019 Hl.Josef  Im Vertrauen handeln, auch wenn man den Plan nicht versteht

Heute feiern wir den heiligen Josef – Historisch wissen wir von ihm so gut wie nichts. Aber klar ist, dass das Kind Jesus einen Vater hatte, einen jüdischen Vater. Und wie alle Buben wird auch Jesus zu seinem Papa aufgesehen haben, war dieser Mann wichtig für sein eigenes Mann-sein. Bitten wir heute für die Männer in unserer Gesellschaft

dass sie Verantwortung tragen können – ohne sich überfordert zu fühlen
dass sie gute Partner sein können – ohne Angst, etwas zu versäumen

dass sie gut mit ihren Gefühlen umgehen können – ohne sich vor Bindung zu fürchten
dass sie liebevoll und empfindsam sein dürfen

dass sie sich nicht überfordern lassen von Aufstieg und Karriere
bitten wir aber auch für alle Männer die arbeitslos sind und die sich damit schwer tun
 
im Evangelium hören wir, wie Josef in einem Traum auf die Stimme seines Engels hört
bitten wir, dass auch wir der inneren Stimme in uns vertrauen können

bitten wir, dass Gott uns führt, gerade dann, wenn wir ratlos und verunsichert sind
dass wir voll Vertrauen Entscheidungen treffen können

So bitten wir auf die Fürsprache des heiligen Josef. Amen

Sonntag, 17. März 2019

Fürbitten 18.3. ein bissl was könnten wir schon schaffen



18.3.2019 Lk 6.36, seid barmherzig, richtet nicht
Bisweilen scheint es, als wären die Forderungen Jesu weit überspannt: etwa „Liebet eure Feinde“ – das aber, was Jesus heute im Evangelium einfordert, das sollten wir doch mit einigem guten Willen schaffen können? Seid barmherzig, richtet nicht, verurteilt nicht, vergebt einander. Wie sehr könnte das unser aller Leben erleichtern. so bitten wir
lass uns „barmherzig“ sein
dass wir die Fehler der anderen nicht auf die Goldwaage legen
hilf uns Geduld und Verständnis zu haben

lass uns aufhören, zu „richten“
dass wir uns nicht so schnell ein Urteil über Andere anmaßen
dass wir uns nicht den Mund darüber zerreißen, was andere richtig oder falsch machen
dass wir unsere Vorurteile und fixen Meinungen ablegen

lass uns nicht verurteilen
dass wir alte Fehler nicht aufrechnen
dass wir niemand abstempeln,
dass wir niemand als hoffnungslos und unverbesserlich abschreiben

lass uns einander vergeben
dass wir aus einer Mücke keinen Elefanten machen, wenn uns etwas kränkt
dass wir wirklich einen Schlussstrich ziehen
dass wir segnen, was uns weh getan hat, denn alles kann zum Segen werden

Herr lass aber, dass wir auch mit uns selbst
barmherzig sind, dass wir uns nicht mehr abfordern als uns guttut
dass wir uns nicht selbstquälerisch schuldig fühlen,
wenn wir vielleicht gerade jetzt auch in der Fastenzeit nicht all das durchhalten,
was wir uns vorgenommen haben

mach uns großzügig Gott
bewahre uns vor Wehleidigkeit und Selbstmitleid,
mach uns bewusst
dass auch wir jeden Tag
auf das Verzeihen und die Barmherzigkeit Anderer angewiesen sind.
– und auf deine Vergebung -

Darum bitten wir im Namen Jesu Amen

Samstag, 16. März 2019

Fürbitten 2.Fastensonntag VERKLÄRUNG


17.3.2019 Lk 9.28 Verklärung Jesu   2.Fastensonntag C

Von der „Verklärung Jesu“ berichtet heute das Evangelium. Jesus nimmt drei seiner Jünger mit auf einen Berg, um dort zu beten. Dort sehen sie Jesus plötzlich wie verwandelt und in einem strahlenden Licht, sie sehen auch Moses und den Propheten Elija. Kennen wir nicht Ähnliches. Man sieht einen Menschen oder Etwas lange Zeit,  es wirkt alltäglich – und erst plötzlich, durch bestimmte Umstände, erkennt man das Besondere. Wer verliebt ist etwa– sieht alles „wie verklärt“. Was aber muss geschehen, dass man selbst „wie verklärt“ ist? 
Dass andere uns wie verklärt sehen? Soll uns nicht auch dazu die Fastenzeit verhelfen? 
So bitten wir heute

Dass wir lernen mit neuen Augen zu sehen - das verklärt auch uns

Dass wir das Leben und uns selbst leichter nehmen - das verklärt auch uns

Dass wir die Freundlichkeit und Güte in den Anderen erkennen - das verklärt auch uns

Dass wir immer wieder verzeihen, vergeben und vergessen - das verklärt auch uns

Dass wir die Freude aufspüren, die in jedem neuen Tag steckt - das verklärt auch uns

Dass wir nicht aufhören dankbar, dankbar zu sein - das verklärt auch uns

Du guter Gott. so sehr brauchen wir Stunden der Verklärung. Diese Momente, wo wir Sinn und Ziel im Leben erkennen, wo alles leicht wird, wo uns Begeisterung und Liebe tragen. Lass uns dann als „verklärte Menschen“ auch in unseren Alltag und in das Leben Anderer wirken. darum bitten wir im Namen Jesus .Amen

Knuck 19 ....geh Mama, wo soll ich denn sein

Ach meine Mama !!!
Wissen sie, die stärksten Nerven hat die wohl
auch nicht mehr ....
"Knuuuucki" ruft sie ganz aufgeregt, 
"Knuuuuucki.... Du meine Güte!!!
WO steckst du?"
Ja, die Mama hat mich auf meiner Spieldecke
abgelegt, sie wissen ja,
DSCHUNGEL nennen die Erwachsenen das:
unten eine schöne weiche bunte Decke

mit Klettverschluss befestigtes Spielzeug
darüber so vier Bögen, an denen baumeln
lustige Schmetterlinge, und dazu gibt es, wenn man einen Schalter drückt - poppige Musik.
Bitte, alles sehr nett, man kann sich auch manches in den Mund stecken - aber jetzt -
ehrlich gesagt - deswegen kann ich dort ja auch nicht ewig liegen bleiben ... noch dazu wenn mein Bruder nicht da ist, dann ist mir echt fad...ja und dann.....
"Du meine Güte, WO bist du Knucki" !!!
hör ich die Mama schreien. Die
Spieldecke liegt ja ganz bei ihr, dort wo die Küche ist, aber kurz ist die Mama aus dem Zimmer, naja, ......
OH ...... aber jetzt muss ich selbst
schreien!!!!  "Mama Mama",
puh, das kann ich noch
nicht ... aber Gebrüll allein wird wohl auch reichen???

oh, na bitte ... Löwengebrüll
Das war aber gscheit von mir: jetzt entdeckt mich die
Mama endlich .....
Ja, ja, ich stecke fest ..... mit dem Popsch Mama ...
ich stecke fest - dort am anderen Ende des Zimmers
Mama!!! Siehst du nicht...!!"
Nein, nicht wie gestern: da war ich unter der
Arthur Spielküche eingeklemmt ...
nein Mama, DA DA bin ich
noch viel weiter weg ... schau....
unter dem weißen Eckbankleder Sofa ....
ja, ich stecke wieder mit dem Popsch....
Warum ist der Popsch so hoch, Mama ...

Mama, hol mich raus unter der Bank!!!!"
Na endlich!!!!!!
Aber was sagt die Mama jetzt?
"Knucki, Knucki, wie kommst du bloß dorthin?
Ich war ja nur drei Minuten aus dem Zimmer....
wie schaffst du das überhaupt....
Knucki, dich muss ich ja schon in die Gehschule
legen ....dich kann man ja nicht mehr frei liegen lassen...."
Geh komm, Mama,  sag ich da -
in sechs Tagen bin ich doch ein
HALBES JAHR alt,
da muss schon die Post abgehen, da bin ich echt kein
Baby mehr, Mama -
Mama, DAS LEBEN WARTET


MAMA!!! 
Keine Sorge, keine Sorge!!
So sagt doch mein großer Bruder immer
Wir zwei passen schon gut auf DICH auf, 
Mama - 
versprochen



Freitag, 15. März 2019

Fürbitten 16.3. Hiemit verpflichten sich die Vertragspartner ....


16.3.2019 Dtn.26.16  Vertrag mit Gott  
Wie eine Sitzung beim Notar liest sich heute die erste Lesung aus der jüdischen Bibel (wir nennen sie Altes Testament) Es wird ein Vertrag geschlossen zwischen dem Volk der Israeliten und dem Gott Jahwe, es ist ein Vertrag zwischen Gott und Mensch. Ganz nüchtern abgefasst. Auf der einen Seite die Israeliten, da der Mensch, der sich verpflichtet in der Einhaltung aller Gebote Gottes Eigentum zu werden – und auf der anderen Seite Gott selbst, der verspricht Gott mit uns zu sein. So fügen wir in diesen Vertrag auch alle unsere Erwartungen

sei uns kein Gott, der uns mit Ängsten und Verboten quält 
sei uns kein Gott, dessen Strafe wir auf Schritt und Tritt fürchten müssen

sei uns kein Gott, der uns nur prüfen und in Versuchung führen will
sei uns kein Gott, vor dem wir uns verbiegen müssen

sei uns kein Gott der Autoritäten und Hierarchien, der Bücher und Lehrmeinungen
sei uns kein Gott, der uns aufs Jenseits vertröstet

Lass, dass wir alle Freude in Dir finden, Gott
Dass wir aber auch allen Schmerz und alles, was wir nicht verstehen, in Dir annehmen können

dass wir ohne Angst in der Freiheit der Kinder Gottes leben können
dass wir aber auch alle anderen Menschen frei geben und sie nicht ängstlich an uns binden

Dass wir das Eins-sein mit Dir erfahren
Dass alles, was wir tun, Gebet ist, weil es dich meint, - auch die vielen banalen Dinge,
die wir gerade auch heute wieder zu erledigen haben

Ja,wir möchten dir gehören, guter Gott – sei bei uns und mit uns, wir vertrauen dir. Ganz besonders bitten wir heute, für unsere moslemischen Schwestern und Brüder, die bei Terror Anschlägen auf Moscheen in Neuseeland ums Leben gekommen sind. Steh den Überlebenden und Angehörigen in ihrem Schmerz bei. Amen



Donnerstag, 14. März 2019

Fürbitten 15.3. es muss wirklich ANDERS werden



15.3.2019 Mt.5.20 bedingungslos verzeihen   Ez.18.21 Umkehr

Es muss anders werden, ihr müsst umdenken, so könnt ihr nicht weitermachen, ihr müsst ganz anders leben – das ist eigentlich die Kernaussagen aller Texte in der Fastenzeit. Auch heute wieder. In der Lesung aus der jüdischen Bibel ist es Jahwe selbst, der bedingungslos verzeiht, wenn jemand, der schuldig geworden ist, sein Unrecht einsieht und sich ändert. 
Im Evangelium verlangt Jesus, dass wir selbst bedingungslos verzeihen. Nicht nur verzeihen, sondern dass wir alles tun, um Versöhnung untereinander möglich zu machen.

dass wir uns aufrichtig um ein friedliches Miteinander bemühen

dass wir im Zweifel die ersten sind, die die Hand zur Versöhnung ausstrecken

dass wir nichts nachtragen, dass wir „ohne wenn und aber“ verzeihen können

dass wir Konflikte austragen können, ohne uns zu verfeinden  

dass es uns gelingt, Menschen zusammen zu führen und Gegensätze zu überwinden

dass wir alles vermeiden, was andere beschämt oder schlecht aussehen lässt

dass wir nicht nur nach außen hin freundlich sind, sondern immer besser lernen, das Gute im anderen zu sehen

bitten wir um Verzeihen und Frieden weltweit. Wie schlimm sind Gewalt und Unrecht, wie groß muss das Verzeihen sein, wie bitter notwendig ist an so vielen Krisenherd der Welt ein Neu-Anfang – bitten wir auch um Versöhnung und Aussöhnung all der Gegensätze im eigenen Land 

Bitten wir für das Anliegen der vielen jungen Leute, die auch an diesem Freitag heute weltweit auf die Straße gehen, um für den Umweltschutz einzutreten

Du guter Gott, hilf uns – im Kleinen und im Großen - den richtigen Weg zu finden. Lass uns Menschen sein, die zur Versöhnung und zum Ausgleich fähig sind. Damit wir „Werkzeuge deines Friedens“ in unserer Welt sind. Das erbitten wir im Namen Jesu . Amen