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Montag, 15. Juli 2019

Fürbitten 16.7. Prophet, Prophetin sein

Statue des Mose von Michelangelo


16.7.2019 Moses, der sein Volk aus Ägypten führt

In den Lesungen der nächsten Tage steht eine Zentralfigur der jüdischen Bibel im Mittelpunkt: Moses. Jener mächtige Prophet, der sein Volk, das jüdische Volk, in einer 40jährigen Wanderung aus der Knechtschaft in Ägypten geführt hat. Moses gilt als Begründer des Monotheismus - das erste der von ihm übermittelten Gebote Jahwes lautet: "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir" - und damit als Stifter von Judentum, Christentum und Islam. Moses gilt auch als Gesetzgeber, dessen Dekalog, die Zehn Gebote, bis heute Basis eigentlich aller ethische Ordnung ist. Heute wird im Buch Exodus sowohl die wunderbare Rettung des kleinen Baby Moses erzählt – dann sein sorgloses Leben am Hof des Pharao – bis ihm schließlich die Unterdrückung seines Volkes bewusst wird. Moses erschlägt einen ägyptischen Aufseher, er muss fliehen und erfährt schließlich am Berg Horeb in einem brennenden Dornbusch die Gegenwart Gottes. Dieser Gott gibt ihm den Auftrag, das jüdische Volk aus Ägypten herauszuführen, hin ins „gelobte Land“. Zu jeder Zeit gibt es Menschen, die eine prophetische Funktion haben, und auch wir selbst dürfen sie uns zutrauen. Bitten wir heute

Für alle, die für bessere Lebensbedingungen anderer kämpfen

Für alle, die den Mut haben, sich für die Rettung von Flüchtlingen zu engagieren

Für alle, die sich für Umwelt und Tierschutz einsetzen

Für alle, die in ihrem täglichen Umfeld vor der Not anderer nicht wegschauen

Für alle, die auf Ungerechtigkeit und Unrecht hinweisen

Für alle, die sich um Frieden und Versöhnung bemühen

Wir bitten aber auch für uns selbst, dass wir immer wieder spüren, dass Gott auch
durch uns wirken will, auch heute wieder

so bitten wir im Namen Jesu  Amen

Sonntag, 14. Juli 2019

Fürbitten 15.7. Manches bleibt einem einfach nicht erspart

Foto Samya Hamieda Lind , genehmigt


15.7.2019 Mt.10.34  …wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt   Ex.18

Sommer, Sonne, Ferien – heute Montag auch ein neuer Wochenanfang. Möchte man da nicht gerne aufmunternde Worte in der Liturgie hören. Die neuen Lesungen aus dem Buch Exodus erzählen, wie sich plötzlich die Situation der bis dahin angesehenen Juden in Ägypten verschlechtert. Ein neur Pharao hetzt das Volk auf, jüdische Mitbürger werden zu Sklaven gemacht – man spürt direkt die Pogromstimmung. Und im Evangelium ist es Jesus, der vom Kreuz tragen spricht, wie eine Drohung klingt sein Satz:  „Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren?“ All das will man vielleicht gar nicht hören. Und doch wissen wir, jeder aus persönlicher Erfahrung, dass es dieses „Kreuz-tragen“ gibt – ob ein ganzes Volk die bittere Erfahrung von Unterdrückung und Bedroht-sein macht oder ob wir selbst als Einzelne immer wieder vor neuen Problemen stehen.  So bitten wir

dass wir immer besser lernen, die Herausforderungen in unserem Leben anzunehmen
und zu akzeptieren

dass wir gelassen sind und einen langen Atem für alles haben, was ungeplant auf uns zukommt

dass wir uns nicht krampfhaft etwas zum „Kreuz tragen“ suchen, aber dass wir Geduld und Vertrauen haben, wenn Schwierigkeiten zu bewältigen sind

dass wir aber auch die richtige Balance finden zwischen „etwas ertragen“ und dem Bewusstsein, uns zu wehren und gegen ein Problem anzukämpfen

dass wir aufmerksam sind für das Kreuz, die Sorgen und die Ängste Anderer

dass uns die Freude am Leben nicht verloren geht, auch wenn wir wissen,
dass das Kreuz einfach dazugehört

bitten wir für alle, die heute und jetzt und in diesen Tagen Schweres tragen und ertragen müssen.

 
Du guter Gott, immer wieder brauchen wir eine Extra Portion Kraft zum Leben. Immer wieder stehen wir vor Entscheidungen, die uns viel abverlangen. Lass uns daran glauben, dass wir dir rückhaltlos vertrauen dürfen. Das bitten wir im Namen Jesus, mit dem wir auf dem Weg sind. amen.

Buben 7 Schildkröten in Ischia?

Für vieles ist Ischia bekannt und berühmt und geliebt - aber
Meeres-Schildkröten am Strand?
EINE jedenfalls wurde gesichtet -
und die Moa, ja die Moa, die
so ungern verreist,
ja die Moa wäre am liebsten ins nächste Flugzeug gestiegen, um
diese wie frisch geschlüpfte
Schildkröte abzubusseln.
KNUCKI heißt sie - und sie ist verrückt nach Meer.
Auf zwei festen Beinchen steht diese
"Schildkröte" zunächst im Meer, gehalten vom Papa,
Knucki kann nicht genug von den immer und immer wieder kommenden Wellen bekommen - und als es endlich heißt: "Aber jetzt raus aus dem Wasser Knucki" ...
als der Knucki am Strand
wieder fest in Windel und T Shirt verpackt wird -
da plötzlich,
so schnell können Mama und Papa nicht schauen -
macht sich der Knucki mutterseelenallein
auf allen Vieren auf den Weg,
ohne links und rechts zu schauen, Knucki krabbelt
zielsicher und unbeirrt durch den Sand bis .... ja bis
zurück zu SEINEM Meer. Wie die frisch
geschlüpften Baby Meeresschildkröten zieht es ihn,
zum Meer.  Auf allen Vieren hält er kurz inne,
er scheint den Wellen etwas entgegen-
zu rufen und dann, unaufhaltsam, setzt er seinen
Krabbelweg zum Wasser fort. (Natürlich, schwer beobachtet
von Mama und Papa)....aber während die nun fest überzeugt sind, dass der Knucki doch sicher schon im nassen Gatsch Halt machen wird...ist der schon mit den Händchen im Wasser,
BEREIT sich in die nächste  Meeres-Welle zu werfen .....
ja wie die kleine frisch geschlüpfte grechische Meeres-
Schildkröte am Foto.
MEER  MEER  MEER
Klar, gleich schnappt die Mama diese kleine Meeres-
Schildkröte namens Knucki und hebt sie hoch...
auch der große Bruder war ja stets an seiner Seite ...
Knucki ist empört, empört .....man hat ihm den Weg
ins Wasser versperrt ..... selbst der schönste Sandkübel
und der schönste Sand Gatsch sind da nur schnöder
Ersatz......Herrlich zu sehen, wie die Buben, beide,
das Mittelmeer genießen - viel wärmer ist es, als

der bis dahin gewohnte Atlantik. Viel sanfter und angenehmer die Wellen ....
Während die beiden Burschen den Strand gar nicht verlassen wollen
zieht es Mama und Papa schon zu den kulinarischen Köstlichkeiten auf der Hafenpromenade in Porto, dazu die unzähligen Restaurants
Selbst der Arthur
findet ein paar Oliven zum Knabbern - während der Knucki seinen ersten
Mozzarella verspeist und im Anschluss daran auch noch
Zitronenscheiben auszuzzelt - und wenn er dabei auch
das Gesichtchen noch so sehr  verzieht: soooo sauer, sauer!!! ..... die Zitronenscheibe gibt er nicht aus der Hand ...süß oder sauer:
ESSEN ist für Knucki Lebensgenuss
"Ein LEBEMANN ist das", sagt die Mama schon,
weil dieser Knucki so sehr alles, alles genießen kann.
Viel zu schnell
geht dann der erste ganz echte Urlaubstag auf Ischia zu Ende.
Mama und Papa beschließen den Tag mit einem fruchtigen Cocktail
während
irgendwann dann doch auch die lebhafteste Buben-Bande ermüdet:
EINTRÄCHTIG wie immer machen
die Herren ein kleines Nickerchen in ihrem
Doppel-Buggy
Und ein wenig später schon werden
sie daheim, auf ihrer Appartements-Terrasse
den schönsten
SONNENUNTERGANG erleben!!!!!
Ja, das sieht man in Wien nicht,
wie sich die Sonne zum heia machen
ins Meer zurückzieht!!!







Samstag, 13. Juli 2019

Fürbitten Sonntag 14.7. nicht viel reden: HELFEN



14.7. 2019  Lk.10.25  Barmherziger Samariter 15.Sonntag

So oft fragen wir uns: „Was will Gott von mir? Oft denken wir uns komplizierte Dinge aus, wie der Gesetzeslehrer im Evangelium, der Jesus wissen will, „was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen will?“. Von Jesus bekommt dieser Fragesteller und von Jesus bekommen auch wir eine ganz einfache Handlungsanweisung: Geh und mach dich dort nützlich, wo du gebraucht wirst.  SCHAU HIN – BLEIB STEHEN – REICH DIE HAND.
Manchmal muss man dazu auch vom hohen Ross steigen, wie der Samariter im Gleichnis. Und noch etwas ist wichtig, ganz wichtig: wir können uns „den Nächsten“ nicht aussuchen, er ist da – irgendwo – auf unserem Weg …. so bitten wir

dass wir auch dann zum Helfen DA SIND, wenn es uns gerade gar nicht ins Konzept passt

dass wir auch dann zum Helfen DA SIND, wenn uns Menschen fremd scheinen
 
dass wir auch dann zum Helfen DA SIND, wenn uns gerade 100 Argumente einfallen, warum ein anderer das sicher besser erledigen könnte

dass wir auch dann zum Helfen DA SIND, wenn es uns vermeintlich Nachteile bringt

dass wir auch dann zum Helfen DA SIND, wenn wir glauben, eigentlich läuft uns die Zeit davon

dass wir auch dann zum Helfen DA SIND, wenn wir unseren Einsatz vielleicht für sinnlos halten

dass wir auch dann zum Helfen DA SIND, wenn uns andere für unser Engagement belächeln

Dass wir aber auch sehen, wer uns selbst zum Helfen geschickt wird  - Dass wir Hilfe nicht ablehnen, dass wir dankbar für die Menschen auf unserem Weg sind, dass wir erkennen, wie wichtig „UNSER Nächster“ für uns selbst ist


So bitten wir: du guter Gott, hilf uns „Nächste“ zu sein, in unserem kleinen Umfeld und überall dort, wo wir zur Linderung des großen Elendes beitragen können. Mach die Menschen in Europa wieder großherzig und lass uns Wege finden unser Leben und unseren Wohlstand zu teilen. Wir bitten im Namen Jesu amen


Freitag, 12. Juli 2019

Fürbitten 13.7. immer ein Happy End?


13.7.2019 Gen. 50 Gott schreibt gerade, auch auf krummen Zeilen

Mehrere Tage lang haben wir in den Lesungen die Geschichte von „Josef und seinen Brüdern“ gehört. Eine klassische Geschichte, die nicht zuletzt durch die Tetralogie von Thomas Mann vielschichtig ausgelotet ist. In der biblischen Erzählung soll Josef von seinen Brüdern aus Neid und Eifersucht zunächst getötet werden und wird dann verkauft  – er endet aber nicht als elender Sklave, sondern bekommt hohen Einfluss beim ägyptischen Pharao: so kann er in einer großen Hungersnot zum Retter seiner Familie werden. Er vergibt den Brüdern – und weist darauf hin: Es ist zwar Böses geschehen – aber Gott hat daraus Gutes entstehen lassen. Mit dieser großen Zuversicht bitten wir auch heute

Dass auch aus all den Dingen, die uns nicht gelingen, doch noch Gutes entstehen kann

Dass vielleicht selbst Gutes aus dem entstehen kann, was wir in Zorn und Eifersucht oder aus anderen Beweggründen falsch gemacht haben

Dass wir auch in aller Hilflosigkeit und Angst nicht aufhören zu vertrauen, dass Gott es ist, der die Dinge zu einem guten Ende führt

Dass wir bedingungslos zum Verzeihen fähig sind, wie auch uns immer wieder verziehen wird
Dass uns eigenes Leid nicht bitter und böse macht

Dass wir Gelassenheit und Weisheit aus all dem gewinnen, was uns auch der heutige neue Tag wieder bringt

Dass auch in der verzweifelten Situation von Gewalt, Krieg und Terror ein Licht am Ende des Tunnels möglich wird, dass wir das Beten dafür und die Hoffnung nicht aufgeben

So bitten wir guter Gott, dass du auch unsere Lebensgeschichte zu einem guten Ende führst. Du, der Du Anfang und Ende bist, du, in dessen Hand wir auch heute wieder diesen Tag legen. Dafür danken wir dir – im Namen Jesu. amen

Buben 6 ...und schon wieder unterwegs

GESTERN noch war die Moa mit dem Knuck
mittags gemütlich spazieren -
und keine 24 Stunden später ist der mit seinem Bruder schon auf der Fähre von Neapel nach Ischia. Da kommt die Moa ja mit dem
Denken kaum mehr mit.
GESTERN erst hat der große Arthur
seinen letzten Tag in der alten
Kindergarten-Gruppe gefeiert - heute schon totaler Kulissenwechsel

und er balgt schon am frühen Nachmittag mit dem kleinen Bruder
auf einer großen Terrasse mit Meer-Blick.
In Wien das Wetter kühl (puh, aufatmen)
auf Ischia planschen die beiden vielleicht
schon bald im Pool - oder eher in einer der
Thermalquellen???  Der erfrorene Arthur liebt
Badewannen-Temperatur - dem Knucki ist

jedes Wasser recht. Hauptsache: hinein ins Wasser -
und Hauptsache: sein Arthur ist mit dabei.
Eine Premiere
können Mama und Papa
jedenfalls
diesmal zum Urlaubsantritt feiern:
denn die Moa glaubt, fast zum ersten Mal sind diesmal
kurz vor dem Urlaub keine Kinderkrankheiten ausgebrochen:
Knuckis lila Hautausschlag
ist ja nur ein Zeichen für seine absolut gesunde Ernährung!
Waren es Heidelbeeren?
Waren es Brombeeren?
Jedenfalls, diese Krankheit war abwaschbar...

Also voll hinein in den Sommer-Urlaub gehupft

Brüder, ein Herz und eine Seele


PS 
Vor dem Wien Abflug im Zeitungs-Shop hat Arthur noch frühaufstehens-grantig gerufen:
"ich will doch keine blöden Zeitungen kaufen, ich will ein Schachbrett "
Na, die Moa ist sicher: der Papa hat schon eines im Gepäck!!!
     

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Donnerstag, 11. Juli 2019

Fürbitten 12.7. Christ-sein : Wirkungen und Nebenwirkungen



12.7.2019 Mt.10.16    Macht euch keine Illusionen

Man könnte sagen, Reklame macht Jesus keine für sich. Seine schonungslose Ankündigung, dass jene, die sich zu ihm bekennen, mit schweren Widerständen zu rechnen haben: 
„ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden“-  diese Ankündigung wirkt doch eigentlich abschreckend.  Wer will sich so ein Leben ganz bewusst antun? Gläubig sein heißt jedenfalls, dass man keineswegs von Leid verschont bleibt. Jesus selbst stirbt am Kreuz. Bitten wir heute
Für alle, die verfolgt werden, weil sie Christen sind – aber auch für alle Menschen, die wegen anderer religiösen Überzeugungen oder kritischen Meinungen gefährdet sind

Für alle, denen ihr Glaubensbekenntnis konkrete Nachteile im Leben bringt, die belächelt oder zur Seite geschoben werden
bitten wir für uns selbst, dass wir Menschen sind, die zu dem stehen, wovon wir überzeugt sind und woran wir glauben

Hilf uns zu erkennen, wo auch in unserem Leben als Christen Entscheidungen anstehen, die wir treffen müssen, auch wenn sie uns Nachteile bringen. 

Bitten wir aber auch um Mut und Zuversicht
wenn wir liebgewordene Sicherheiten aufgeben sollen 
wenn Vieles anders kommt als geplant
hilf, dass wir unser Leben annehmen können mit allen Höhen und Tiefen

So geben wir unser Leben in deine Hand, guter Gott. Unsere guten und unsere schlechten Tage. Lass uns voll Zuversicht leben und auch anderen Mut und Hoffnung geben. Im Namen Jesu danken wir dir für dieses Leben. Amen

Mittwoch, 10. Juli 2019

Fürbitten 11.7 Die BALANCE im Leben finden - hl.Benedikt



11.7.2019 Hl.Benedikt   
Heute ist der Gedenktag des hl.Benedikt, Gründer des Benediktinerordens. Er gilt als der Mönchsvater des Abendlandes. Gestorben ist Benedikt 547 in Monte Cassino, zurück gelassen hat er ein prachtvolles Kloster und eine Ordensregel, die in ihrem Kern bis heute modern ist und in Management-Seminare übernommen wird. Bitten wir mit Gedanken aus dieser Regel.  - Halten wir nach jedem Gedanken Stille

übernimm Verantwortung, aber greife niemals störend in ein anderes Leben ein –
Sei dir der Folgen deines Tuns uns Lassens bewusst und handle aus dieser Verantwortung
Herr hilf uns

Enttäusche und verletze niemand, dem du deine Treue zugesagt hast.
Das gilt in allen Bereichen des Lebens

Nimm nichts was Anderen gehört und mache es dir zu Eigen.
Mache auch nicht das Schicksal eines anderen Menschen zu deinem eigenen Schicksal

Pflege ein gesundes Selbstbewusstsein aber hüte dich vor Selbstüberschätzung
Gestehe Fehlverhalten ein und entschuldige dich dafür

Segne in deinem Herzen und in deinen Gebeten alle, mit denen du Probleme hast
bei einem Streit mit anderen kehre noch vor Sonnenuntergang zum Frieden zurück

Halte dich wenn du in Gemeinschaft bist, nicht schweigend zurück, sondern bringe dich wahrhaft ein. Dein Beitrag ist wichtig und dient dem Ganzen
hab Geduld mit deinen eigenen Schwächen und mit denen der Anderen

sei wach und gegenwärtig, sagt Benedikt, damit du hörst, was Christus gerade JETZT von dir will
Lass weder Angst noch Panik zu und fliehe niemals vor dir selbst - auch wenn der Weg zum Leben vorübergehend eng zu werden scheint 

Der hl.Benedikt ist auch einer der Schutzpatrone Europas: bitten wir um die Zukunft der Länder Europas, dass sie zu einem Handeln in Solidarität und Mitmenschlichkeit finden. 


"ora et labora", das ist der Kernspruch Benedikts: so bitten wir guter Gott, dass uns allen gerade auch in den Ferien dieser gute Ausgleich, diese Balance gelingt: zwischen Beten und Arbeiten, zwischen Ausspannen und Neuem erleben wollen. Lass uns mit Jesus auf dem Weg sein und behüte uns auch auf die Fürsprache des hl.Benedikt.Amen

Dienstag, 9. Juli 2019

Fürbitten 10.7. Rache und Zorn vergessen - VERSÖHNUNG möglich machen



10.7.2019  Gen. 41.55  Josef und seine Brüder

Die Geschichte von „Josef und seinen Brüdern“, die wir heute in der 1.Lesung hören, ist zu einer klassischen Geschichte der Weltliteratur geworden. Da ist der jüngste Sohn des Vaters, Josef, den seine Brüder aus Eifersucht, Neid, Geld-Gier und Missgunst töten wollen, schließlich aber verkaufen. Derselbe Josef wird dann in Ägypten, als rechte Hand des Pharao, seine Brüder und sein Volk von der Hungersnot retten. Heute geht es um den dramatischen Moment, als die Brüder als Bittsteller in großer Not aus Kanaan nach Ägypten kommen – Josef erkennt seine Brüder, sie ihn nicht. Josef wird verzeihen und helfen – diese Geschichte nimmt die vom barmherzigen Vater vorweg, die Jesus hunderte Jahre später erzählen wird. Um Barmherzigkeit geht es, um absolutes Vergeben, um Verzeihen ohne Vergeltung zu üben.
Bitten wir 

dass auch wir selbst nach einem Konflikt einen wirklichen Schlussstrich ziehen können

dass wir nicht immer wieder alte Rechnungen aufwärmen  

dass wir den ersten Schritt zur Versöhnung machen können, ohne Angst vor Gesichtsverlust

dass wir auch uns selbst vergeben können, wenn vieles nicht perfekt ist und manches schief läuft

dass auch in unserer Gesellschaft immer wieder VERSÖHNUNG gelingt – dass auch politische Kontrahenten die Gesprächsbasis nicht verlieren

und bitten wir vor allem auch um VERSÖHNUNG und AUSSÖHNUNG in den ganz großen Konflikten dieser Welt, dass Frieden gelingt, damit die Menschen in Würde und Freiheit leben können

so bitten wir im Namen Jesu Amen



Montag, 8. Juli 2019

Fürbitten 9.7. RINGEN mit GOTT

Foto Samya Hamieda Lind 
Verwendung gestattet


9.7.2019 Gen 32.23 der Kampf Jakobs   
Die erste Lesung aus der alten Bibel schildert heute ein unglaubliches Geschehen. Jakob, der mit seiner großen Familie unterwegs ist, wird plötzlich, als er allein ist, von einem großen Unbekannten überfallen. Ein Kampf Mann gegen Mann. Man ahnt das Jakobs Gegner niemand Geringerer ist als Gott selbst. Der unaussprechliche Jahwe, der sogar diesen Kampf verliert, Jakob wird dabei an der Hüfte verletzt, aber er kann seinen Gegner, er kann Gott zwingen, ihn zu segnen. Jakob so heißt es, gab diesem Ort den Namen Penuel, Gottesgesicht und er sagte: Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und bin doch mit dem Leben davon gekommen. Aber seit diesem Tag, so heißt es in der Geschichte, hinkte Jakob an seiner Hüfte. Eine der aufregendsten Lesungen der Bibel. Aber erleben wir es nicht selbst: unsere Begegnung mit Gott? Immer wieder geschieht Unerklärliches … bitten wir heute in Art einer Litanei

Dass wir immer wieder mit dir ringen, Gott
in den Kämpfen unseres Lebens

Dass wir immer wieder mit dir ringen, Gott
wenn wir keine Antworten mehr auf unsere Fragen finden

Dass wir immer wieder mit dir ringen, Gott
wenn uns Hilflosigkeit lähmt

Dass wir immer wieder mit dir ringen, Gott
wenn uns Neues und Unbekanntes Angst macht

Dass wir immer wieder mit dir ringen, Gott
Wenn wir den Sinn nicht mehr erkennen können in Krankheiten und Leiden

Dass wir immer wieder mit dir ringen, Gott
Wenn du selbst uns immer unbegreiflicher wirst

Dass wir immer wieder mit dir ringen, Gott
und dass wir nie aufhören, um deinen Segen und deine Nähe zu bitten


Du, Gott, den wir nicht sehen, den wir nicht fassen können,
Du Gott, der uns immer wieder wie ein Fremder begegnet,
Du Gott, dem wir in Jesus begegnen: bleib bei uns, verlass uns nicht.
Lass uns dein Angesicht sehen – heute und alle Tage unseres Lebens. Amen

Sonntag, 7. Juli 2019

Fürbitten 8-7- wie NEU BELEBT

Foto: Stuttgart Erlöserkirche


8.7.2019 Mt.9.18   Gott holt uns ins Leben zurück
                                 Gen.28.10 ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst

„Ich bin mit dir, ich behüte dich, wohin du auch gehst“ … das ist das Versprechen, das Gott dem Jakob im Traum von der Himmelsleiter gibt – und Jesus löst dieses Versprechen in seiner Zuwendung zu den Menschen ein. Am Anfang des Evangeliums ist es heute eine verzweifelte Frau, die als letzte Hoffnung versucht, an Jesus Halt und Kraft zu finden –  die Frau ist vom Leben ausgeblutet, sie kann nicht mehr. Jesus richtet sie wieder auf. Am Ende des Evangeliums bringt Jesus ein junges Mädchen wieder ins Leben zurück.  Gott erweckt uns zum Leben – er holt uns von jedem Tod zurück, weil er uns so sehr liebt.....  Das sagen uns heute diese Texte - so bitten wir heute am Anfang dieser neuen Woche

hol uns zurück ins Leben
wenn unsere Lebendigkeit unter Routine erstickt
wenn wir in unserem täglichen Kleinkram untergehen

hol uns zurück ins Leben
wenn wir nur mehr lustlos dahinwursteln
wenn wir keine neue Perspektive sehen

hol uns zurück ins Leben
wenn wir das Herz nicht mehr frei haben für das, was uns guttut
wenn wir nur mehr Pflicht erfüllen und uns die Freude abhanden kommt

hol uns zurück ins Leben
wenn wir schon erstarrt sind, als würdevolle Erwachsene
wenn wir alles besser wissen und uns nichts mehr überraschen kann

hol uns zurück ins Leben
wenn wir nicht mehr wie Verliebte sind,
die das Leben lieben und in allem deine Zärtlichkeit spüren

Du guter Gott, in dir ist alle Lebendigkeit und Freude unseres Lebens – schicke uns Jesus, jeden Tag wieder, dass er uns zum Leben erweckt. So wollen wir lernen zu lieben, wie du uns liebst – heute, morgen und in unsere Ewigkeit hinein. amen

Samstag, 6. Juli 2019

Fürbitten Sonntag 7.7. sich von LAST befreien



7.7.2019  Lk.9.1  nehmt nichts mit auf dem Weg 14. sJK

Zwei Gedanken gibt uns heute das Evangelium mit. Jesus sendet seine Jünger, das heißt, er sendet UNS hinaus in den Alltag: Frieden sollen wir bringen, Versöhnung, heilsam sollen wir für andere sein. ABER sagt Jesus auch: „nehmt nichts mit auf den Weg, keinen Geldbeutel, keine Vorratstasche….“ Mit NICHTS gehen, keine Absicherung, kein Sicherheitsnetz? Wir alle müssen unser Leben planen, sind verantwortlich für andere. Ganz so radikal also werden die meisten von uns nicht leben können. Aber vielleicht wäre es schon hilfreich, wenigstens ein wenig von dem zurückzulassen, was letztlich doch nur Ballast ist.  bitten wir heute:

Dass wir uns davon befreien können
Von der Angst im Leben zu kurz zu kommen, von der Angst, zu den Verlierern zu gehören, auch vor der Angst, nicht von allen geliebt zu.


Dass wir uns davon befreien können
Vom Planen Tag um Tag, von den vielen Termine, vom ängstlichen Vorausschauen, vom kleinlichen Einteilen unserer Zeit .

Dass wir uns davon befreien können
Von dem vielen Klumpert das wir anhäufen, von der Sammelwut, von dem nicht loslassen können von so viel Kleinkram  

Dass wir uns davon befreien können
Von all dem, weswegen wir uns für wichtig halten, weswegen wir glauben unabkömmlich, unersetzbar zu sein

Dass wir uns davon befreien können
Von dem, was uns die anderen oft aufbürden, was wir uns nicht getrauen abzulehnen, die Angst übergangen zu werden und unwichtig zu sein.

Dass wir uns davon befreien können
Von der Ängstlichkeit, es anderen nicht recht zu machen, nicht perfekt zu sein, hinter den eigenen Erwartungen zurück zu bleiben


Du guter Gott. wir vermögen mehr, als wir uns oft zutrauen. Gib uns Kraft und Mut, das zu leben, was wir uns ersehnen. Du aber bist es, der vollenden wird,
was wir immer wieder, jeden Tag neu, versuchen. Darum bitten wir durch Jesus, der mit uns auf dem Weg ist Amen


Freitag, 5. Juli 2019

Fürbitten 6.7. sich NEUES zutrauen - Besser geht immer



6.7.2019 Mt.9.14 Neuer Wein gehört in neue Schläuche 

"Neuer Wein gehört in neue Schläuche", sagt Jesus heute im Evangelium. Nichts muss bleiben, wie es ist, immer kann alles NEU werden. Jeden Tag können wir NEU anfangen, können wir Anders sein, als bisher! Bringen wir uns doch einmal selbst in die "Änderungsschneiderei" Einfach einmal "Neues ins Sortiment" unserer Lebensgewohnheiten aufnehmen, das wär doch was! So bitten wir heute

dass wir uns Neues zutrauen
auch wenn wir 1000 Ausreden wissen und lieber alles beim Alten lassen wollen

dass wir uns Neues zutrauen
und nicht entmutigt sind, weil wir nie das Perfekte schaffen und alles Stückwerk bleibt,

dass wir uns Neues zutrauen
dort wo die Begeisterung nachgelassen hat, wo Arbeit langweilig und zur Routine geworden ist

dass wir uns Neues zutrauen
auch wenn uns eine Krankheit oder Krisen momentan viel Kraft rauben

dass wir uns Neues zutrauen
wenn Beziehungen eingeschlafen sind, wenn wir glauben, dass bei Anderen Hopfen und Malz verloren ist

dass wir uns Neues zutrauen
damit wir auch anderen Mut machen können und gemeinsam ein Risiko tragen

dass wir uns Neues zutrauen
gerade immer dann, wenn wir glauben: „ICH bin halt wie ICH bin, und da kann man auch nichts mehr ändern“ – du guter Gott, dann ÄNDERE DU UNS

So bitten wir, Gott gib uns immer wieder Kraft und Mut, neu anzufangen. Krempel uns um, mach uns lebendig, auch wenn es manchmal weh tut. Im Vertrauen auf Jesus suchen wir unseren Weg und deinen Willen. Amen

Donnerstag, 4. Juli 2019

Fürbitten 5.7. FROMM sein allein, nützt gar nichts



5.7.2019 Mt.9.9  nicht die Gesunden brauchen den Arzt, 

Zwei ganz wichtige Sätze hören wir heute im Evangelium. Von den Pharisäern, von den Frommen seiner Zeit, wird Jesus kritisiert, weil er sich mit den nicht so Frommen, weil er sich mit „Sündern“, wie es nennen, einlässt. Jesus entgegnet ihnen: „nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken“ und er setzt noch hinzu: begreift endlich was es heißt:  „Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer“. Das muss auch die Richtschnur in unserem Leben sein. 
So bitten wir

Dass wir alle zusammen die Überheblichkeit der Frommen und Anständigen ablegen

Dass wir alle immer mehr erkennen, wie sehr wir selbst vom barmherzigen Blick Gottes auf uns selbst leben

Dass wir uns nicht denen anschließen, die schwierige oder auch straffällige Menschen in Bausch und Bogen verurteilen und als Menschen abschreiben

Dass wir dankbar dafür sind, dass uns selbst so viel Fehlverhalten und böse Gedanken nachgesehen werden

Dass wir erkennen, dass Gott lieben keine Beckmesserei ist, wo es darum geht,
stur Gesetze und Vorschriften einzuhalten,

dass wir erkennen, dass es als Maßstab der Barmherzigkeit Gottes nur die Liebe gibt – die Liebe. die wir einander schulden und nicht das Aufrechnen von Fehlern

Bitten wir nicht zuletzt, dass sich auch sogenannte kirchlichen Würdenträger nicht anmaßen, über der Barmherzigkeit Gottes zu stehen

so bitten wir guter Gott, verzeih uns alle Anmaßung, verzeih uns alle Urteile, die wir so vorschnell fällen – lass uns mit den Augen Jesu auf die Menschen zugehen und selbst Tag für Tag dankbar für dein Erbarmen sein. amen






Mittwoch, 3. Juli 2019

Fürbitten 4.7. NICHT OPFER - VERTRAUEN und LIEBE will Gott



4.7.2019  Gen.22.1 Mk.9.2   Opferung Isaak – Mt.9.1 Gelähmter, hab Vertrauen

Über die erste Lesung aus der jüdischen Bibel möchte man sich heute gerne hinweg schwindeln: die Opferung Isaaks durch seinen Vater Abraham. Ein Mord, von Jahwe persönlich befohlen, der Vater ist bereit zu gehorchen – erst im letzten Moment zeigt Gott einen Ausweg. Der Sohn bleibt am Leben. Ist das nicht eine der schlimmsten Geschichten in der Bibel? Gott will, dass ein Vater seinen Sohn schlachtet. Braucht Gott dieses Opfer? Und braucht Gott das, was wir im Neuen Testament als „das Opfer seines Sohnes“ bezeichnen?  Hat Gott Opfer nötig? Wollen wir uns einen Gott vorstellen, der nur durch Opfer zu versöhnen ist?  Im Evangelium hören wir, wie Jesus einen Gelähmten heilt. Auch Jesus fordert von ihm Vertrauen ein – letztlich das, was der Gott des Alten Testamentes von Abraham verlangt. Aber es geht nicht mehr um Menschenopfer, das Gottesbild Jesu ist ein ganz anderes. Denken wir um: nicht um OPFER geht es, es geht um Liebe und Vertrauen. So bitten wir

Dass wir Gott vertrauen
Wenn wir vor wichtigen Entscheidungen stehen

Dass wir Gott vertrauen
wenn wir unsicher sind, WOHIN unser Weg führen wird

Dass wir Gott vertrauen
Auch wenn es immer wieder Rückschläge im Leben geben wird

Dass wir Gott vertrauen
wenn wir an uns selbst zu zweifeln beginnen

Dass wir Gott vertrauen
Wenn wir eine Sache aus der Hand geben müssen

Dass wir Gott vertrauen
Dass Andere zu Ende bringen, was wir nur beginnen durften

Dass wir Gott vertrauen
Dass all unsere Wege, auch unsere Irrwege, bei ihm enden

Du unser Vater, Vater unser - Du bist ein Gott des Lebens.
Du willst nicht unser Opfer, Du willst unsere Liebe.
Lass, dass wir dich voll Sehnsucht und ohne Angst suchen. Verwandle unser Leben
in Freude und Zuversicht, darum bitten wir durch Jesus Christus, Deinen Sohn, der
unser Leben in seiner Liebe begleitet. Amen