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Donnerstag, 16. September 2021

Fürbitten 17.9. Nur im MIT - und FÜR - einander gibt es Himmel

 


17.9.2021 Hildegard von Bingen 

Hildegard von Bingen ist eine der ganz großen Frauengestalten der Kirche, nicht nur des Mittelalters. Sie war Prophetin, Predigerin, Medizinerin und Künstlerin. Selbstbewusst, charismatisch, umfassend gebildet, vertraut mit Körper und Seele. Das Zentrum ihrer Kraft war ihre leidenschaftliche mystische Hingabe an Gott – das gab ihr die Fähigkeit, zum eigenständigen Denken, auch gegen die Lehrmeinungen ihrer Zeit. Bitten wir mit Worten und Gedanken von Hildegard von Bingen – in einem ihrer wunderbaren Gedichte schreibt sie:

"Wir müssen auf die Stimme unserer Seele hören, wenn wir gesunden wollen...
Solange wir uns nicht selbst in den Augen und Herzen unserer Mitmenschen begegnen,
Solange wir nicht erlauben, dass unsere Mitmenschen an unserem Innersten teilhaben,
Solange wir fürchten durchschaut zu werden, - Solange bleiben wir allein"

so bitten wir:

  Lass uns auf die Stimme unserer Seele hören, damit wir im tiefsten Inneren gesund werden                und damit auch anderen eine Hilfe zu ihrem Heil-werden sind


 Lass, dass wir uns selbst in den Augen und Herzen unserer Mitmenschen erkennen,                           dass wir mitfühlend und solidarisch sind - dass wir DICH in denen erkennen, die unsere Hilfe brauchen

 

lass, dass wir die Menschen um uns auch an unserem Inneren teilhaben lassen,                                          dass wir warmherzig und vertrauensvoll sind, ohne Angst, den Kürzeren zu ziehen

 

lass, dass wir uns öffnen und keine Angst haben, „durchschaut“ zu werden – es soll Gott sein,            der durch uns durchschaut

 

schenk uns Frieden und Geborgenheit, dann können wir uns selbst und die Anderen erkennen         schenk uns Güte und Gemeinschaft mit allen Lebewesen, so haben wir Gemeinschaft mit dir

 

Gib uns alle Fähigkeit und allen guten Willen, unsere Erde wert zu schätzen und sie so intakt wie möglich zu bewahren

 

so bitten wir in diesen Tagen ganz besonders: Herr hilf uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen und keine Angst vor den Herausforderungen der Zukunft zu haben. Denn wir vertrauen auf Dich, an der Seite Jesu. Amen


immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Reif ist, wer auf sich selbst nicht mehr hereinfällt".  Heimito von Doderer


"So ist das Leben und so muss man es nehmen,
tapfer, unverzagt und lächelnd - trotz alledem." Rosa Luxemburg

 

"Verdamme niemand, dessen Ungemach du nicht am eigenen Leib gespürt hast" George Tabori


„Vergangenheit muss abgeschlossen sein, um Gegenwart herzustellen“
Margarete Mitscherlich


"Was nicht in uns ist, das regt uns auch nicht auf" Hermann Hesse


"Humor und Geduld sind Kamele, mit denen wir durch jede Wüste kommen." - Phil Bosmans


"Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden
als Freude zu gewinnen." Sigmund Freud


"Denken ist schwer, darum urteilen die meisten" C.G.Jung


"Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung". Antoine de Saint-Exupery


"Alter ist eine herrliche Sache,
wenn man nicht verlernt hat,
was anfangen heißt" Martin Buber


"In jedem von uns steckt eine einmalige Chance,
die niemand stellvertretend für uns ergreifen kann." Erwin Ringel


„Jeder wusste, dass es unmöglich war,
bis auf den Idioten, der es nicht wusste
– und es möglich machte!“ Marcel Pagnol





Mittwoch, 15. September 2021

Fürbitten 16.9. Schuld, Vergebung und Liebe

 


16.9.2021  Lk.7.36  Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch weniger Liebe

Um Schuld und Vergebung - und auch um die Liebe - geht es heute im Evangelium. Jesus zeigt es an einem Gleichnis. Wem zum Beispiel mehr Geld nachgelassen wird, der ist dankbarer. Wer sich schuldig fühlt und wem vergeben wird, auch der fühlt sich dankbarer, als einer, der glaubt, ohnehin schuldlos zu sein. Jesus ist zu Gast bei einem Pharisäer, da nähert sich ihm – uneingeladen – eine Frau, die als „stadtbekannte Sünderin“ bezeichnet wird. Sie weint bitterlich, warum auch immer, innig und zärtlich salbt sie die Füße Jesu mit kostbarem Öl. Jesus spürt die tiefe Dankbarkeit in dieser Hingabe. Er weiß und er sagt es, wer so liebt, dem wird auch alles vergeben. Diese Frau hat sich nicht eingeschlossen mit Kummer oder vielleicht auch mit Schande, sie tut das, was ihr selbst guttut: sie zeigt ihre Sehnsucht und Liebe. So bitten auch wir

 

Dass wir erkennen und einsehen können, wenn wir falsch gehandelt haben

Dass wir uns entschuldigen können

 

Dass wir aber auch Vergebung annehmen

Und alte Fehler in Gedanken nicht immer wieder aufwärmen

 

dass wir uns nicht einschließen, wenn wir Kummer haben oder traurig sind

dass wir die Nähe von Menschen suchen, die uns guttun

 

dass wir uns nicht schämen für unsere Gefühle und Empfindungen und Tränen

dass wir uns trösten lassen können und dass wir selbst Menschen sind, die trösten

 

dass wir uns niemals selbst verurteilen und „aufgeben“

dass aber auch wir selbst Andere aufrichten und Fehler verzeihen können

 

dass wir immer wieder ALLES von der Liebe erwarten

dass wir uns getrauen, auch alles von der Liebe Gottes zu erwarten

 

so bitten wir im Vertrauen auf Jesus , der uns immer wieder aus aller Traurigkeit und allem Versagen  aufrichten wird. Amen


Dienstag, 14. September 2021

Fürbitten 15.9. Liebe, die auch das Leid ertragen muss

 


15.9.2021  Gedächtnis der Schmerzen Mariens

Einen Tag nach dem Fest „Kreuzerhöhung“ ist heute das „Gedächtnis der Schmerzen Mariens“. Das Bild dafür ist die Pieta‘: die vor Schmerz erstarrte Mutter, auf ihrem Schoß der zu Tode gequälte tote Sohn auf. Es ist wohl nicht nur der Tod eines Kindes, der für eine Mutter unerträglich ist – auch viele andere Entwicklungen können weh tun, können unbegreiflich sein. Ganz grundsätzlich gibt es wohl keine Liebe, die nicht auch mit Schmerz und Kummer und Sorgen verbunden wäre. Und doch hält die Liebe durch und findet ihren Platz dort, wo sie gebraucht wird. Bitten wir heute mit unserem Blick auf Maria

 

Du guter Gott: hilf all den Müttern, die dir ihre Kinder entgegenhalten

Mütter in Todesgefahr, Mütter auf der Flucht,

Mütter, die ihre Kinder durch Krankheit oder Unfälle sterben sehen

Mütter in Sorge um ein gefährdetes Kind

Lebendiger Gott   -  wir bitten Dich erhöre uns

 

 

 Du guter Gott: Hilf all den Frauen, die Opfer von Gewalt, Missbrauch und Demütigung sind -      Hilf den vielen Frauen, die müde geworden sind unter ihren Belastungen                                           die sich allein gelassen fühlen mit Beruf, Kindern und Familie                                                           Segne die Bemühungen aller, die sich für Menschenwürde und Gleichberechtigung                             der Frauen engagieren

Lebendiger Gott   -  wir bitten Dich erhöre uns

 

Bitten wir 

Für alle, die einen schweren Verlust erlitten haben                                                                                  Für alle, bei denen sich Hoffnungen zerschlagen                                                                                    Für alle, die glauben gescheitert zu sein                                                                                                  Für alle, denen es schwerfällt, nach einem schweren Schicksals-Schlag weiter zu machen

Lebendiger Gott   -  wir bitten Dich erhöre uns

 

Bitten wir für uns selbst

Dass wir auch Traurigkeit und Enttäuschung aushalten                                                                                Dass wir immer wider neuen Lebensmut schöpfen                                                                               Dass wir auch anderen helfen, aus Krisen wieder herauszufinden

Lebendiger Gott   -  wir bitten Dich erhöre uns

 

So bitten wir mit unserem Blick auf Maria: Guter Gott, so vieles bleibt auch uns oft nicht „erspart“ im Leben. Wie oft fragen wir ratlos nach dem „Warum“ und nach einem „Sinn“. Hilf uns in Geduld auszuhalten, was wir oft noch nicht verstehen, führe uns Wege, die ins Leben führen, darum bitten wir durch Jesus unseren Bruder und Herren. Amen

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.

Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.

Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal" aus dem Talmud

 

"Ich bin ein Clown. Ich sammle Augenblicke" Heinrich Böll

 

"Reiß deine Gedanken von deinen Problemen fort,an den Ohren, an den Fersen oder wie immer.       Das ist das Beste, was der Mensch für seine Gesundheit tun kann."   Mark Twain

 

"Dies ist, glaube ich, die fundamentalste Regel allen Seins:                                                                   das Leben ist gar nicht so, es ist ganz anders.“  Kurt Tucholsky

 

"Anstatt immer nur das Beste geben zu wollen,                                                                                    sollten wir lieber einfach etwas Gutes tun" Peter Ustinov

 

"Das kleine ich muss großzügiger werden                                                                                                bis an die Grenze der Verrücktheit." Peter Schellenbaum

 

"Ich bin überzeugt, man liebt sich nicht bloß in andern,
sondern hasst sich auch in andern." Georg Christoph Lichtenberg

 

" Wer einen Engel sucht und nur auf die Flügel schaut,                                                                            könnte eine Gans nach Hause bringen.“         Georg Christoph Lichtenberg

 

"Mach,
dass etwas uns geschieht!
Sieh, wie wir nach Leben beben.
Und wir wollen uns erheben wie ein Glanz und wie ein Lied." Rilke

 

"Ich stecke bis zum Hals in meinem Scheitern..                                                                                      Ich genüge nicht"           Elfriede Jelinek "Winterreise"

 

"Kein Vormarsch ist so schwer wie der, zurück zur Vernunft." B.Brecht





Montag, 13. September 2021

Fürbitten 14.9. oft ist das Leben "ein Kreuz"

 


14.9.2021 Fest der Kreuzerhöhung

Heute wird das Fest der „Kreuzerhöhung“ gefeiert. Es geht zurück auf das 3.Jahrhundert und auf die Überlieferung, dass man an einem 13.September im Heiligen Land angeblich das Original Kreuz gefunden hat, an dem Jesus gestorben ist. Helena, die Mutter von Kaiser Konstantin hatte danach suchen lassen. Aber wenn wir heute von KREUZ sprechen, dann schließt das auch all das mit ein, was uns selbst an „Kreuz-tragen“ nicht erspart bleibt. Ob man religiös ist oder nicht: Leid und Schmerz gehören zum Leben. Christen holen sich Kraft vom Kreuz. Bitten wir für alle, die in einer schweren Situation sind

 Für die Opfer von Terror und Mord und Krieg, auch für die Opfer von Naturkatastrophen, für Menschen, die unter alltäglicher Gewalt leider oder Opfer von Unfällen werden 

Jesus hilf uns, unser Kreuz zu tragen

 

Für all die Menschen, die eine Zukunft und neues Leben jenseits ihrer Heimat suchen müssen,          und für die Länder Europas, dass sie sich humanen Lösungen nicht verschließen

 

Für die unzähligen Kinder dieser Welt, die oft nur Armut, Hunger, Krieg, Angst und Gewalt erleben   

 

für all die kranken Menschen, es gibt im Privaten so viel Schmerz und Leid und Angst

 

für alle, die um Menschen weinen, die ihnen nahe waren ,                                                                      für alle, die mit schweren Schicksalsschläge nicht fertig werden

 

bitten wir für uns selbst, dass wir das tragen können, was wir „unser Kreuz“ nennen:                       wenn uns Verantwortung und Pflichten zu viel werden                                                                       wenn wir eigene Bedürfnisse für andere zurückstecken müssen                                                            wenn wir in Versuchung sind, neidisch auf das Leben anderer zu sehen                                                  wenn wir oft mehr Pflicht erfüllen als Liebe empfinden

 

so bitten wir heute: Allmächtiger Gott, gib dass wir in aller Verzweiflung im Angesicht des Kreuzes dennoch deine Macht und Liebe erkennen und nie aufhören, an die Auferstehung aus allem Tod und Leid zu glauben, im Blick auf Jesus. amen


immer wieder einen neuen Blick wagen

 


  „Sorgen sind wie Babys:                                                                                                                            Je mehr man sie hätschelt, umso besser gedeihen sie.“   Helmut Qualtinger

 

"Wenn man es nicht schafft zu planen,
plant man,  es nicht zu schaffen." Benjamin Franklin


"GEDULD ist das Schwerste und das Einzige,

was lernen sich lohnt.

alle Natur, alles Wachstum,

...aller Friede, alles Gedeihen und

Schöne in der Welt beruht auf Geduld,

braucht Zeit, braucht Stille,

braucht Vertrauen." Hermann Hesse

 

gilt auch für heute wieder:                                                                                                                      "Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.                                              Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn." Rilke

 

"Ich muss mir auch von mir selbst nicht alles gefallen lassen" Viktor Frankl                                       Frankl erzählte mir in einem Interview, er wollte sich zB seine Höhenangst nicht gefallen lassen und hat noch im Alter begonnen, klettern zu gehen

 

"Mit dummen Fragen
beginnt jede Revolution" Joseph Beuys

 

 

"Schenken heißt, einem anderen das zu geben, was man selber gern behalten möchte" Selma Lagerlöf   -- manchmal ist es vielleicht auch nur "die eigene Zeit"

 

„Bedenke: Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall.“   Dalai Lama

  

„Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht,

soll man nicht auch noch den Kopf hängen lassen“. Walter Matthau

 

„Die Definition von Wahnsinn ist:
Immer wieder das Gleiche zu tun und gleichzeitig
unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten.“ Benjamin Franklin

 

 

"Partir, c’est mourir un peu."                                                                                                                    "In jeder großen Trennung liegt ein Keim von Wahnsinn; man muss sich hüten, ihn nachdenklich auszubrüten und zu pflegen." Goethe





Sonntag, 12. September 2021

Fürbitten 13.9. Bitten und Beten - immer auch für Andere

 


 

13.9.2021 Lk.7.1 Hauptmann von Kafarnaum  sprich nur ein Wort   + 1 Tim.2

 Im Evangelium hören wir heute von einem, der nicht für sich selbst bittet, sondern für einen anderen. Ein Hauptmann, Nicht-Jude, Teil der verhassten römischen Besatzung in Palästina – dieser Militär bittet Jesus für einen todkranken Diener. Er, der Heide, hat absolutes Vertrauen in Jesus „Ich bin nicht wert, dass du mein Haus betrittst“ sagt er. „aber sprich nur ein Wort, dann muss mein Knecht gesund werden“. Auch in der ersten Lesung heute fordert Paulus die Jesus Gemeinden zu Bitten und Gebeten und Fürbitten für Andere auf.   So bitten auch wir heute

 

Für alle Menschen, die uns nahestehen und deren Sorgen und Anliegen wir kennen

Für alle, die niemand haben, der sie in seinen Gebeten mitnimmt

Für alle, die uns im Magen liegen und wo wir schon längst eine gute Lösung hätten finden sollen

 

Bitten wir, dass es gut weitergeht mit unserem Land, bitten wir, dass wir Menschen davon überzeugen können, dass eine Covid Impfung für sie selbst und für alle gut ist.

 

Bitten wir, dass es gerade für junge Menschen eine gesicherte Zukunft gibt, sichere Arbeitsplätze und dass für die Alten und Kranken gut gesorgt wird

 

 

Bitten wir, dass es gut weitergeht in ganz Europa, dass nationalstaatliche Egoismen überwunden werden, dass ein echter Zusammenhalt wächst, eine gemeinsame Bereitschaft für gemeinsame Lösungen

 

Dass es aus den weltweiten Krisen und Kriegen, dass es aus Hass und Gewalt ein Entrinnen gibt, damit Menschen ihr kleines Leben in Frieden leben können. Wir bitten ganz besonders für die Situation in Afghanistan

 

 

Bitten wir auch, dass wir selbst aus unseren eigenen kleinen Krisen und Sorgen herausfinden, dass wir immer wieder Licht am Ende des Tunnels sehen, dass wir Jesus absolut vertrauen können

 

So bitten wir dich guter Gott: mach unseren Glauben fest, lass uns Vertrauen haben wie der Hauptmann im Evangelium: lass uns keine Angst haben vor neuen Wegen und neuen Herausforderungen. Sprich Du nur ein Wort, dann können wir uns auch ins Ungewisse fallen lassen. Im Vertrauen auf Jesus. Amen

Samstag, 11. September 2021

Fürbitten Sonntag 12.9. von Herzen geben - nur so funktioniert Christ sein

 


12.9.2021  Jak.2.14 Glaube ohne Tat sinnlosMk.8.27 Für wen halten mich die Menschen? 

„Wer bin ich, für wen halten mich die Menschen?“ fragt Jesus die Jünger heute im Evangelium.  Was würden WIR HEUTE darauf antworten, würde er uns so fragen? Was antworten wir, wenn uns andere fragen: Wer ist Jesus für dich? – Ja, ganz konkret: wer ist Jesus für mich? Und was macht diese Antwort mit mir selbst? Die zweite Lesung, der Jakobusbrief gibt uns einen klaren Hinweis darauf, was das Leben Jesus ausgemacht hat. Ein tiefer Glaube – und tiefes Mitfühlen mit all denen, denen es in diesem Leben nicht gut geht. So wollen wir bitten, dass auch unser „glauben dürfen“ – nicht ohne Wirkung bleibt, nicht ohne gute Taten bleibt

  Dass auch wir wie Jesus mit-fühlende Menschen sind                                                                            Für unsere Familie, für unsere Freunde, für die Kollegen am Arbeitsplatz, für alle,                             denen wir heute begegnen werden

 

Dass wir mit-fühlende Menschen sind                                                                                                     Mit den vielen bedürftigen Menschen mitten unter uns, mit all denen, die sich im Leben schwertun und  nicht mehr Schritt halten können – dass wir nicht kleinlich sind beim Spenden

 

Dass wir mit-fühlende Menschen sind                                                                                                      Für alle die in unserem Land Hilfe suchen, die unser Mitgefühl und unsere Sympathie brauchen –  dass wir Christen für eine Atmosphäre sorgen, in der Flüchtlinge nicht als Bedrohung wahrgenommen werden

 

Dass wir mit-fühlende Menschen sind                                                                                                   Dass wir auf unsere Umwelt achten, dass wir nachhaltig denken, dass wir bescheiden leben, dass wir uns – mit unseren kleinen Möglichkeiten - für eine gerechte Entwicklung unserer Welt engagieren

 

dass wir mit-fühlende Menschen sind                                                                                                       mit-fühlend und liebevoll auch mit uns selbst, dass wir mit uns selbst und unseren Schwächen Geduld haben, dass wir uns selbst Fehler nachsehen, dass wir uns geborgen wissen, in der Güte Gottes

 

Ein Glaube, dem die Taten fehlen, ist un-glaub-würdig. Du, Jesus selbst, hat es uns vorgelebt. Du hast das Himmelreich nicht nur gepredigt – du hast dich vor allem auch um die gesorgt, die Hilfe und Heilung brauchen. Lass auch uns in diesem Sinn leben. Amen


Freitag, 10. September 2021

Fürbitten 11.9. ...erlöster müssten sie aussehen, die Christen

 


Engel, Notre Dame de Paris, Foto Elisabeth Arzberger

11.9.2021    Lk.6.43  an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen -

„Einen guten Baum erkennt man an guten Früchten“ sagt Jesus heute sinngemäß im Evangelium – das ist ein einfacher Qualitätsnachweis. Und führt gleich weiter zu der Frage: Woran etwa erkennt man dann gute Christen? Wie schaut es mit uns aus? „Bessere Lieder müssten sie mir singen, dass ich an ihren Erlöser glauben lerne. Erlöster müssten mir seine Jünger aussehen“ lässt Nietzsche seinen Zarathustra sagen. Bitten wir heute

dass uns unser Glaube Freude ist und nicht mühsame Pflichterfüllung

Dass wir nicht in Verzicht und Selbstquälerei leben

Dass es uns um Güte und Barmherzigkeit geht – und nicht um Gesetze und Rechthaberei

Dass wir immer mehr „die Freiheit der Kinder Gottes“ im Glauben entdecken

dass wir Respekt vor dem Denken und dem Leben Anderer haben

dass wir auch andere Religionen und anderen Glauben nicht abwerten

dass wir im Zweifel immer das im anderen sehen, was gut ist

dass wir ganz bewusst in schwierigen Zeiten wie diesen zu einem guten Zusammenleben beitragen   und Konflikte vermeiden

Der 11.September ist heute – 9/11 – ein einschneidender Tag in unserem   21. Jahrhundert.          Es war der Tag der unfassbar grauenhaften Terroranschläge in New York, tausende Tote gab es – und in den Jahren darauffolgend den „Krieg gegen den Terror“ - auch er hat unzählige Menschenleben gefordert und doch letztlich nichts zum Frieden in der Welt beitragen können. Bitten wir Tag für Tag um Frieden – im Namen aller Menschen guten Willens. Amen

 

 


immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen" Konfuzius   

 

"Man muss manchmal von einem Menschen fortgehen,                                                                               um ihn zu finden". Heimito v Doderer


"Moses gab uns das Gesetz.                                                                                                                 Rabbi Hehoschua von Nazareth gab uns die Liebe.                                                                               Karl Marx gab uns das soziale Gewissen.                                                                                           Sigmund Freund brachte uns die Selbsterkenntnis.                                                                               Und Albert Einstein sagte: Alles ist relativ.                                                                                            Für eine Kultur der "heiteren Dreifaltigkeit" - Leichtigkeit, Lockerheit, Lachen" Alfred Kirchmayr

 

"Mit den Jahren runzelt die Haut.                                                                                                            Die Seele aber runzelt mit dem Verzicht auf Begeisterung." Albert Schweizer


“Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis,
vielleicht ist ja keines da.”  Franz Kafka


"Jede Stunde
ist meine Stunde
Staunen" Rose Ausländer


"Du hast die Freiheit, du darfst deinen Weg gehen und du musst nicht das Alte übernehmen. Finde heraus, was für dich wichtig ist und was für dich gilt" Die Möwe Jonathan


"Den Himmel gibt es nicht allein"  Martin Buber


"Wenn eine Tür des Glücks zugeschlagen ist, öffnet sich eine andere. Aber oft sehen wir so lange auf die geschlossene Tür, das wir nicht bemerken, welche andere Tür sich für uns geöffnet hat." Helen Keller


„Unfassbar ist der Mensch, den man liebt“ -                                                                                           aber "die Liebe befreit aus jeglichem Bildnis" Max Frisch

 

„Ich hab Angst um die Kinder und Narren, die Verwundbaren und die Bizarren,

um die Suchenden und die Verirrten, Komödianten und geistig Verwirrten,

um die seitlich Umgeknickten, um die Liebenden und die Verrückten,

alle, die sich verschwendend verschenken, die sich selber durchs Leben lenken,

alle, die mit dem Herzen denken. Und natürlich, so selbstlos bin ich nicht:

Ich hab Angst um dich und mich.“  Konstanin Wecker

 

"Daran Schuld sind nur die Einen - nämlich die Anderen"  Asrin Aydin





Donnerstag, 9. September 2021

Fürbitten 10.9 lieber selbstkritisch sein - als andere bekritteln

 


10.9.2021 Lk.6.39 mit zweierlei Maß zuerst bei sich selbst anfangen

Was Jesus heute anspricht, das gehört fast zu unseren täglichen Verhaltensweisen.  „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders. aber den Balken in deinem eigenen Auge beachtest du nicht?“ Soll heißen: Wieso wissen wir immer so gut, was Andere besser machen könnten, und warum ignorieren wir so leicht, was bei uns selbst falsch läuft? Bitten wir heute

 

Dass wir nicht mit zweierlei Maß messen

Dass wir nicht immer besser wissen, was andere falsch machen oder was sie zu ändern hätten

Dass wir vielmehr ehrlich und kritisch mit uns selbst umgehen

Dass wir uns immer wieder bemühen, der eigenen Selbstgefälligkeit zu entgehen

Dass wir erkennen, dass das, was uns an anderen stört, meist ein Problem in uns selbst ist

Dass wir nicht auf Fehler Anderer hinweisen, nur um selber gut dazustehen

Dass wir aufhören, über andere zu tratschen, zu kritisieren und andere auszurichten

Dass wir in erster Linie wohlwollend und positiv über andere denken

So bitten wir heute, dass wir liebevoll und gütig aufeinander schauen, dass wir nicht Fehler sehen, sondern den Menschen dahinter und dass wir selbst darum bitten, dass auch die Anderen unsere Fehler nachsehen. So bitten wir im Namen Jesu Amen


immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Der Mensch entrinnt den Gesetzen dieser Welt nur auf die Dauer eines Blitzstrahls. Augenblicke des Innehaltens, der Kontemplation, der reinen Intuition, der geistigen Leere, der Hinnahme der sittlichen Leere. Durch diese Augenblicke ist er des Übernatürlichen fähig." Simone Weil


"Der Mensch ist Gott im Entstehen. Und dazwischen ist unsere Freude und unser Leid.                    Unser Schlaf und unsere Träume sind der Weg" Khalil Gibran

 

" Was dem Schwarm nicht nützt, das nützt auch der einzelnen Biene nicht..."  Marc Aurel 


Staunen:  " Was es alles gibt, was ich nicht brauche" Aristoteles

 

"Die Zukunft gehört jenen,                                                                                                                       die der nächsten Generation einen Sinn für Hoffnung geben". Pierre Teilhard de Chardin

 

"Zu oft unterschätzen wir die Kraft einer Berührung, eines Lächelns, eines gütigen Wortes, eines zuhörenden Ohres, eines ehrlichen Kompliments oder der kleinsten Geste der Fürsorge. All diese haben das Potential, ein Leben zu verändern".   italien. Reformpsychiater Leo Buscaglia

 

„Jeder wusste, dass es unmöglich war,

bis auf den Idioten, der es nicht wusste

– und es möglich machte!“ Marcel Pagnol

 

" Verschiebe nicht auf morgen, was genau so gut auf übermorgen verschoben werden kann."            Mark Twain

 

"Finden macht das Suchen leichter"     israel. Aphoristiker Elazar Benyoetz


"Tanze, als würde dich niemand beobachten.

Liebe, als wärest du niemals verletzt worden..

Singe, als ob dich niemand hören könnte.

Lebe, als sei der Himmel auf Erden." (Souza)

 

"Man kann nicht zu neuen Ufern aufbrechen, wenn man nicht den Mut aufbringt ,                                 die alten zu verlassen." André Gide

 

"Der Mensch will brutto geliebt werden, nicht netto." Hebbel