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Donnerstag, 23. Januar 2020

Fürbitten 24.1. selig die biegsamen Herzen - Franz von Sales



24.1.2020 Franz von Sales   selig die biegsamen Herzen

Heute ist der Gedenktag des heiligen Franz von Sales. Er war ein großer Prediger und Lehrer und vor allem ein leidenschaftlicher Seelsorger. Eines seiner Bücher: Anleitung zum frommen Leben, - es erklärt, wie Menschen in Beruf und Alltag ihr Christsein verwirklichen können, - wurde zum Bestseller. Es zählt bis heute zu den Top Ten der christlichen Weltliteratur. Geboren wurde Franz von Sales 1567, 100 Jahre später wurde er heiliggesprochen und 1877 zum Kirchenlehrer ernannt. Franz von Sales gilt unter anderem als Patron der Schriftsteller und Journalisten. Bitten wir heute mit Worten und Gedanken, die von ihm selbst sind

Selig die biegsamen Herzen, denn sie werden nie brechen. sagte Franz von Sales
So bitten wir, dass wir großherzig sind, dass wir verzeihen können, dass wir Kränkungen wirklich vergessen, dass wir aber auch uns selbst gegenüber nachsichtig und liebevoll sind

Unsere Vollkommenheit besteht zum großen Teil darin, dass wir einander in unseren Unvollkommenheiten ertragen, sagt Franz von Sales
bitten wir, dass wir einander annehmen, wie wir sind, dass wir niemand nach unserer Facon zurechtbiegen wollen, dass wir immer zuallererst das Beste voneinander denken wollen

Zuviel und zu wenig Nachsicht, ist gefehlt sagte Franz von Sales,
aber wenn ich fehle, dann lieber durch zu große Milde, als zu große Strenge
bitten wir für alle Lehrer und Erzieher, die es nicht immer leicht haben
für unsere Kinder und Jugendlichen, dass sie einen guten Weg gehen
bitten wir vor allem für diejenigen Jugendlichen, die auf einen aggressiven Weg verführt werden

eine freie, liebenswürdige und fröhliche Frömmigkeit, keine verdrossene, ängstliche und absonderliche - das hat sich Franz von Sales – wörtlich - gewünscht
bitten wir, dass unser Glauben - können uns zu angstfreien Menschen macht
gütig und großzügig und respektvoll anderen gegenüber

Die großen Gelegenheiten, Gott zu dienen, sind selten, die Kleinen kommen immerfort.
sagte Franz. Bitten wir, dass wir uns zu nichts zu gut sind
dass wir jede Arbeit gern machen
dass wir dankbar sind für alles, was uns zufällt

und noch etwas sollten wir uns ins Stammbuch für jeden Tag schreiben
Ein Heiliger, der traurig ist, ist in Wahrheit ein trauriger Heiliger.
So bitten wir, dass wir Lebensfreude ausstrahlen, dass wir anderen das Leben leichter machen, dass wir helfen und andere motivieren, wo immer es geht

Und ganz wichtig
Hab Geduld in allen Dingen, vor allem aber mit dir selbst.
Ja um Gelassenheit bitten wir, um Humor um Güte – in allen kritischen und angespannten Situationen, die vielleicht auch dieser Tag mit sich bringen kann.

So bitten wir dich guter Gott – auch mit Worten von Franz von Sales – „dass wir dich unseren Herrn loben, mit genau dem Angesicht das du uns gabst“– dass wir uns in der Freude an dir nicht verbiegen müssen und anders sein müssen, als wir sind. Denn Du liebst uns von Ewigkeit zu Ewigkeit. amen

Mittwoch, 22. Januar 2020

Fürbitten 23.1. alle Mystik führt in die Liebe



23.1.2020  Heinrich Seuse Mystiker sein

In der Liturgie feiert man heute den Gedenktag von Heinrich Seuse, einem deutschen Mystiker des 13.Jahrhunderts. Seuse war Dominikanermönch und Schüler des berühmten Meister Eckkehart. Mystiker und Mystikerinnen sind in der katholischen Kirche immer einen gefährlichen Weg gegangen. Im Mittelalter vom Scheiterhaufen bedroht oder in unseren Zeiten vom Kirchen-Ausschluss. Der berühmte Konzilstheologe Karl Rahner sagte: 
„Der Christ von morgen wird Mystiker sein, oder er wird nicht mehr sein“. Mystiker seien Menschen, sagt Rahner, die selbst etwas von Gott erfahren haben, die den Mut haben, ihren eigenen Weg zu Gott zu finden und zu gehen. Von Rahner gibt es auch die Aussage: Theologie sei wie eine Straßenlaterne. Sie könne den Weg zeigen – aber nur Betrunkene würden sich ein Leben lang daran anhalten. Mystiker finden zu einer tiefen Freude in Gott, den sie ja in sich selbst erfahren. Heinrich Seuse formulierte: „Gott will uns nicht der Lust berauben, er will uns Lust geben in Unendlichkeit“. So bitten wir heute

Dass wir alle Freude in Dir finden, Gott                                                                                                    dass uns auch Lust und Sehnsucht keine Angst machen                                                                    Dass wir aber auch alles Schmerzhafte in Dir erkennen und annehmen können

Dass wir das Eins-sein mit Dir erfahren                                                                                              und dass wir das Eins-sein mit allem annehmen, auch mit dem, was anders ist als wir

Dass wir ohne Ängste unsere Freiheit in Dir leben                                                                            Dass wir aber auch alle Geschöpfe und auch die Menschen, die wir lieben, in deine Freiheit entlassen

Dass uns alle spirituellen Wege immer zurück in unseren Alltag führen und wir dich dort erfahren, wo immer wir gerade sind und was immer wir gerade tun

Der Philosoph Ludwig Wittgenstein formuliert es wie ein Mystiker wenn er sagt: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ Lass uns dich dennoch jeden Tag loben und preisen und lieben, so gut wir es vermögen, in der Liebe, die du uns gibst.  Amen

Knuck 28 Sie werden es nicht glauben!!!

Ja, sie werden es nicht glauben!!!!!
Soooooo große Augen mache ich jeden Tag!!!
Soooooo toll ist alles, was ich erlebe!
Sie meinen, was kann so ein kleines Zwetschkerl
schon erleben????
Ah, sie haben keine Ahnung!
Ich bin doch den ganzen Tag unterwegs - während
Papa und Mama nur in der Kanzlei sitzen.
Na gut, Kanzlei ist auch spannend:
aber sooooo viel wie ich erlebe!!
Nein, so viel erleben die nicht. Auch mein großer Bruder
in seinem Kindergarten erlebt ja nur halb so viel!!!
Sie sagen: ich soll sie nicht auf die Folter spannen.
Na gut: also:  (hoffentlich fällt mir auch alles ein)
Ich bin z.B. Stammgast im Naturhistorischen Museum

Was man da alles sieht!
Ja, so große kugelrunde Augen bekommt man da.
EIJA  EIJA  EIJA rufe ich dann laut
ich liebe EIJA - ich koche auch daheim in meiner Küche
immer EIJA , EIJA
- aber so große EIJA, nein soooo Große habe
ich dort nicht. Und
BEBI  BEBI  BEBI rufe ich dann auch voller
Begeisterung.
So ein lieber Vogel!!!! Mit dem möchte ich gleich spielen!
Auch auf der Straße rufe ich immer BEBI BEBI
wenn ein Bub oder ein Mäderl an mir vorbeilaufen.
Leider sind manche dann ganz beleidigt. Da habe ich
gehört, wie ein Bub zu seiner Mama sagt: "was sagt denn der!!
Ich bin doch kein Baby"
Aber BEBI ist für mich doch alles, was so herumwuselt
und mit dem ich mitspielen will.
Ja, ich liebe BEBIS.
Am indoor Spielplatz, auch dort bin ich Stammgast
habe ich ein Lieblings BEBI -
und natürlich meinen Stammsitz im
Bälle-Bad!!!!
Oh, sie fragen jetzt,
wie ich überhaupt ins Naturhistorische Museum komme?
Na mit der Straßenbahn natürlich. Mit dem Ringwagen.
Das sind doch nur ein paar Stationen....
Ach so, sie meine, mit WEM ich da unterwegs bin ?
Na, mit meiner Daniela natürlich!!!
Meine super super super tolle liebe Babysitterin.
Arthur hat "seine" Chiara - ich habe "meine" Daniela.
Wir beide, Daniela und ich, haben natürlich auch eine Jahreskarte für

das Haus des Meeres.
Da kann ich auch schauen, schauen, schauen !!!!
und
bald werde ich auch so gut schwimmen
wie der Herr
hier hinter dem Glas.
Dann werde ich mit den vielen bunten Fischen mit schwimmen.
Ganz aufgeregt bin ich immer wieder von meinen Ausflügen. Im ZOOM Kindermuseum zum Beispiel kann ich direkt in der Ozean Erlebniswelt sein! Da gibt es so viel zum Sehen und zum Spielen: da muss man öfters hingehen...was ich natürlich mit Daniela auch tue.
Und das Tollste: wir sind dort ja nicht allein, sondern rundherum
sind viele BEBIS - BEBIS:
lauter Kindergartenkinder, da fühle ich mich am aller wohlsten.
Mit Kindergarten kenne ich mich aus wie ein Profi. Jeden Tag begleite ich meinen Bruder dorthin und während meine Mama mit anderen Mamas und Papas tratscht (sie sagt natürlich nicht "tratschen" - sie sagt, das sind
wichtige Sache, die sie sich erzählen müssen) ja, also während die Mama beschäftigt ist, da bin ich schon längst UNTERWEGS. Einmal da - in der Igelgruppe -
einmal dort, in der Maulwurfgruppe. Und unlängst, das
war besonders lustig, da hat mich dann die Mama nicht gefunden!! Und auch die Tanten haben nicht gewusst,
wo ich bin - ja, das war wirklich lustig!!!! Erst ein
Kinder hat mich entdeckt, hoch oben auf dem
Spielturm ....
klettern ist für mich ja ein Kinderspiel.
Ich klettere, wo immer es etwas zum klettern gibt.
Neiiiiiiiin,Damian ruft die Mama dann,
Neiiiiiin Damian!!!!
Ich höre, wie Mama und Papa sagen, dass
sie vor mir nun die Fenster wirklich doppelt und
dreifach absichern müssen.
Ich klettere auf den Badezimmer Hocker und
drehe mir über dem Wasschbecken den Wasser-
hohn auf: "Neiiiiin,Damian!" schreit die Mama
Ich klettere auf die Leiter, wenn der Christbaum
abbgeräumt werden soll
"Neiiiiiin Damian" schreit die Mama"
Ich klettere in den learning tower, damit ich zur
Abwasch komme und dort meine Küchenarbeit
erledigen kann
Neiiiiiin, Damian! schreit die Mama
Wissen sie , langsam glaube ich ja schon, dass ich
einen neuen Namen habe
NEIN 
ein lustiger Name 
NEINDAMIAN


oh, grad ruft die Mama wieder : 
NEIIIIINDAMIAN 
Dabei bin ich doch gerade erst beim morgendlichen Trampolin hupfen .....
Na, gut,  jetzt muss ich mich aber schnell anziehen - denn
Sie wissen ja:
ein neuer Tag liegt vor mir - 
ein neuer Tag für sooooo große kugelrunde staunende Augen


Ah, und noch etwas - fast hätte ich es vergessen.
Heute bin ich


SECHZEHN  
WUNDERBARE 
MONATE






Dienstag, 21. Januar 2020

Fürbitten 22.1. ein Arzt für die Armen


22.1.2020    Sel Ladislaus Batthyany-Strattmann  Augenarzt

In der Liturgie ist heute der Gedenktag eines Mannes, der vielen unbekannt sein wird. Es ist der Augenarzt Ladislaus Batthyany-Strattmann  1870 in Ungarn geboren, ein Vater von 13 Kindern, der in glücklicher Ehe lebte. 1902 errichtete er ein Spital in Kittsee, wo er vor allem mittellose Menschen unentgeltlich behandelte und operierte, aber wo er auch viele Arme finanziell unterstützt hat. Nach dem 1.Weltkrieg führte Batthyany seine Arbeit in Ungarn fort, dort gründete er in Körmend ein Spital, wo er ebenfalls unentgeltlich Arme behandelte. Nach schwerem Leiden starb er am 22. Jänner 1931 in Wien. Begraben ist er in Güssing . Viele seiner Patienten haben ihn schon zu Lebzeiten wie einen Heiligen verehrt. Am 23. März 2003 wurde Ladislaus Batthyány-Strattmann durch Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen. Bitten wir heute darum:

dass sich immer wieder viele Menschen finden, die selbstlos und uneigennützig für andere da sind – dass diese Menschen auch Dank und Anerkennung erfahren

bitten wir für all die, die in pflegenden Berufen oft an die Grenzen ihrer Kraft gehen – bitten wir, dass es der Politik gelingt, Maßnahmen gegen den Pflegenotstand zu finden und dass vor allem die Menschen in diesen körperlich und seelisch aufreibenden Berufen angemessen bezahlt werden

Bitten wir für die politisch Verantwortlichen in unserem Land, dass sie dazu beitragen, das soziale Netz und das solidarische Miteinander eher fester zu knüpfen als zu lockern

bitten wir für die Hilfsorganisationen in unserem Land, dass sie sich nicht entmutigen lassen, auf die Not von Menschen in unserem Land hinzuweisen – und bitten wir für die internationalen Hilfsorganisationen, die gerade bei der See-Rettung von Flüchtlingen immer wieder in scharfe Kritik geraten

Und bitten wir für uns selbst – Dass wir nicht übersehen, wo Andere vielleicht gerade heute uns Hilfe brauchen und dass wir großzügig sind, nicht nur mit Spenden,  sondern auch mit Zeit und Zuwendung, die wir geben wollen  

So bitten wir im Namen Jesu Amen

Montag, 20. Januar 2020

Fürbitten 21.1 Mehr Mut zur Freiheit



21.1.2020 Mk.2.23 der Sabbat ist für den Menschen da, wir sind zur Freiheit Berufene

Die Geschichten im Markus Evangelium sind spannend und haben mit dem Alltagsleben der Menschen zu tun. So geht es immer wieder um ein Problem: auf der einen Seite gibt es ein Gesetz, im konkreten Fall ein religiöses Gesetz, das klar vorschreibt, was zu tun ist – auf der anderen Seite handeln Jesus und seine Leute anders. So reißen die Jünger Jesu an einem Sabbat in einem Kornfeld Ähren ab, das empört die Pharisäer. Hier wird gegen strenge Vorschriften verstoßen. Jesus sieht die Sachlage anders. Die Gesetze, auch der Sabbat mit seinen Vorschriften, sie sind für die Menschen da und nicht umgekehrt. (Offensichtlich hatten die Ähren-Ausreißer Hunger, so durften sie so handeln) Prinzipiell aber heißt es: Wir sind zur Freiheit Berufene – Wo müssen wir selbst einen Sprung nach vorne wagen? Bitten wir

Dass wir uns nicht hinter Regeln und Vorschriften verschanzen, sondern immer ehrlich hinterfragen: „Was ist wirklich das Motiv meines Handelns?“

dass wir auch nicht zu ängstlich und zu bequem sind, uns von alten Mustern zu verabschieden

dass wir in unserem Glauben nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in leeren Formeln und Riten, dass wir nichts „Frommes“ tun, nur weil es „Pflicht“ ist,

Dass wir, wie Jesus, immer danach suchen, was den Menschen guttut, und auch uns selbst

Bitten wir für die Journalisten und Meinungsmacher: dass nicht die billigen Aufmacher zählen, sondern dass Meinungsfreiheit heißt, mit Respekt und Verantwortungsbewusstsein zu arbeiten

Bitten wir, dass auch unsere kirchlichen Vorschriften das Gesetz nicht über den Menschen stellen. Dass Menschen vielmehr Mut und Trost für ihr selbst gewähltes Leben bekommen,

Und bitten wir – gerade jetzt in der Gebetswoche für die Einheit der Christen -  auch für die christlichen Kirchen: dass sie unkomplizierter und weniger ängstlich miteinander einen gemeinsamen Weg gehen, der sie frei macht für die Gemeinschaft in Christus 


So bitten wir guter Gott. dass wir uns nicht mit Verboten und Ängsten herumplagen. Lass uns in der Freiheit der Kinder Gottes leben, denn zur Freiheit sind wir berufen, wir sind Hausgenossen Gottes“, sagt Paulus. Sei DU keine Verbotstafel in unserem Leben bist, sondern ein Hinweisschild für Freude und Freiheit und Zuversicht. Darum bitten wir im Namen Jesu. amen

Sonntag, 19. Januar 2020

Fürbitten 20.1. NEUES ist möglich



20.1.2020 Mk.2.18  Neuer Wein gehört in neue Schläuche  
"Neuer Wein gehört in neue Schläuche", sagt Jesus heute im Evangelium. Es ist seine Antwort auf die Frage der Leute: „warum machst du so vieles anders als die Anderen?“ Nichts muss bleiben, wie es ist. Immer kann manches NEU werden, können auch wir selbst NEU denken. Anders sein, anderes tun als bisher: das ist möglich! Jeder neue Tag, jede neue Woche ist eine neue Chance.  Haben wir doch den Mut und schauen wir hin auf so manches Alte, das dankbar für Erneuerung wäre. – bitten wir

Dass wir es schaffen, uns von alten Gewohnheiten zu trennen,
wenn wir merken, dass sie uns nicht mehr guttun

Dass wir bewusst anfangen, etwas Neues zu lernen
Auch wenn wir glauben, das lohnt sich vielleicht im fortgeschrittenen Alter gar nicht mehr

Dass wir Eigenheiten an uns selbst ablegen
wenn wir merken, dass sie für unsere Mitmenschen anstrengend sind

Dass wir auch anderen zutrauen, sich zu verändern
Dass wir anderen dabei helfen, neu durchzustarten

Dass wir unseren Politikern gute Lösungen zutrauen
Dass wir unserer Kirche Veränderung zutrauen
Dass wir uns getrauen, an den Frieden zu glauben

Dass wir gut auf uns selbst achten
Dass wir uns jeden Tag bewusst selbst etwas Gutes gönnen
So bitten wir dich guter Gott, gib uns immer wieder Kraft und Mut, Neues zu denken, Neues zu beginnen, dir immer wieder neu zu vertrauen. Krempel uns um, mach uns lebendig, auch wenn es manchmal weh tut. Im Vertrauen auf Jesus suchen wir unseren Weg und deinen Willen. Amen

Samstag, 18. Januar 2020

Fürbitten Sonntag 19.1. Berufen zu Freude und Dankbarkeit


19.1.2020  ER ist es Joh..1.29 

Nun ist auch liturgisch die Zeit von Weihnachten endgültig vorbei. Im Evangelium treffen wir auf den schon ungefähr 30 Jahre alten Jesus, der bei einem religiösen Ritual seine eigene Berufung erfährt. Jesus lässt sich wie viele andere Menschen auch am Fluss Jordan durch den Prediger Johannes taufen – dabei erhält dieser selbst die Gewissheit, dass dieser Jesus der Erwählte Gottes ist. Er habe, so sagt Johannes, den Geist Gottes über Jesus wie eine Taube vom Himmel herabschweben sehen. „Seht das Lamm Gottes“ sagt Johannes.  
Wir selbst sind durch diese Erzählung nicht nur Zuschauer dieses Geschehens, wir selbst sind Erwählte Gottes, auch wir sind „berufen als Heilige“, wie es Paulus im Brief an die Korinther schreibt: so bitten wir heute

lass uns gerade zu Beginn dieses neuen Jahres wieder erkennen, wozu du jeden Einzelnen, jede Einzelne von uns berufst, lass mich erkennen, was DU gerade von mir brauchst
X höre uns – X erhöre uns

lass uns immer besser spüren, was es in unserem kleinen Alltag heißt, dass es wirklich der „Geist Gottes“ ist, der auf uns ruht

gib uns in diesem Vertrauen einen langen Atem und Geduld für alles, was wir tun sollen, auch wenn uns manches immer wieder verworren vorkommt

gib uns genug Gelassenheit, damit wir auch Misserfolge und persönliche Kränkungen wegstecken können

hilf uns ernst zu machen, mit dem was wir „heilig“ nennen: lass uns Menschen sein, die
sich darum bemühen, anderen gut zu tun – und lass uns Menschen sein, die dankbar dafür sind,
dass sie selbst immer wieder so viel Gutes erfahren

und nicht zuletzt bitten wir um Freude, um Freude, an allem was wir tun, denn nichts ist schlimmer, als im eigenen Leben nur Pflicht erfüllen, nur brav durchhalten die Dinge „hinter sich bringen“ . Wir bitten um Freude an unserer Berufung, wohin immer sie uns führt.


Du guter Gott, wir alle sind auf besondere Weise von dir gerufen. Jeder, jede einzelne von uns hat ganz besondere Begabungen. Hilf uns, dass wir sie erkennen und dass wir unsere Talente füreinander einsetzen und nutzen. Darum bitten wir durch Christus unseren Bruder. Amen

Freitag, 17. Januar 2020

Fürbitten 18.1 VOR-URTEILE sind letztlich Urteile über uns selbst



18.1.2020 Mk.2.13 er isst mit den Sündern  

Von den Pharisäern seiner Zeit, wird Jesus kritisiert, weil er sich mit „Sündern“, wie sie es nennen, einlässt. Jesus verkehrt unter anderem mit Zollbeamten, die bei den Juden wegen ihrer Zusammenarbeit mit der römischen Besatzung scheel angesehen waren. Ja, Jesus lässt sich von Zöllnern zum Essen einladen, er fordert sogar einen von diesen Leuten auf, mit ihm zu gehen. Seinen Kritikern entgegnet Jesus kurz und bündig: „nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken“ Aber sind nicht auch wir selbst manchmal zu schnell mit unserem Urteil über die Anderen. Pflegen nicht auch wir nur all zu oft Vorurteile? Mit den Augen Jesu müssten wir anders sehen. Bitten wir heute:

Dass wir alle zusammen die Überheblichkeit der Frommen und Anständigen ablegen

Dass wir uns nicht denen anschließen, die schwierige und auch straffällige Menschen in Bausch und Bogen verurteilen und als Menschen abschreiben

Dass wir immer mehr erkennen, wie sehr wir selbst vom barmherzigen Blick Gottes auf uns selbst leben

Dass wir dankbar dafür sind, dass uns selbst so viel Fehlverhalten und böse Gedanken nachgesehen werden

Dass wir erkennen, dass „Gott lieben“ keine Beckmesserei ist, wo es darum geht,
stur Gesetze und Vorschriften einzuhalten,

dass wir erkennen, dass es als Maßstab der Barmherzigkeit Gottes nur die Liebe gibt – die Liebe, die wir einander schulden und nicht das Aufrechnen von Fehlern

Bitten wir nicht zuletzt, dass sich auch sogenannte kirchliche Würdenträger nicht anmaßen, Menschen als Sünder abzuschreiben.

so bitten wir guter Gott, verzeih uns alle Urteile, die wir so vorschnell fällen, verzeih uns alle Anmaßung, – lass uns vielmehr mit den Augen Jesu auf die Menschen zugehen und selbst Tag für Tag dankbar für dein Erbarmen mit uns sein. amen

Donnerstag, 16. Januar 2020

Fürbitten 17.1 Tag des Judentums

Foto Thora Rolle


17.1.2020 Tag des Judentums
  
Die christlichen Kirchen in Österreich feiern auch heuer am 17. Jänner den 
"Tag des Judentums", immer einen Tag vor der Gebetswoche für die Einheit der Christen. Ganz bewusst wird an die Wurzeln erinnert, die alle christlichen Kirchen gemeinsam im Judentum haben. Wie Paulus sagt: "Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.  So bitten wir heute:

für unsere Kirche und für alle christlichen Kirchen,   dass sie die jüdischen Wurzeln, aus denen sie gewachsen sind mit Dankbarkeit und großem Respekt bewahren und verkündigen

du unser gemeinsamer Gott      wir bitten dich erhöre uns

bitten wir für die jüdischen Mitbürger in unserem Land und für jüdische Menschen überall auf der Welt, dass sie nicht auch heute noch Opfer von Antisemitismus und Rassismus werden – dass Juden überall in Frieden leben können, respektiert in ihrem Glauben -


bitten wir ganz besonders für die Menschen in Israel und Palästina: dass die Politiker aber auch die einzelnen Bürger endlich bereit sind  Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit auch der jeweils anderen Volksgruppe zuzugestehen


bitten wir gerade in dieser Zeit der Krise für alle 3 großen monotheistischen Religionen: für Christen, Juden und Muslime, die alle an den einen Gott Abrahams glauben - dass es Toleranz und Respekt füreinander gibt und die Menschen so auch in ihren Herzen zueinander finden können


bitten wir für uns selbst, dass wir uns darum bemühen, immer besser zu verstehen, wie eng unser Glaube mit dem des Judentums verbunden ist und dass wir den Mut haben, gegen alle Formen von Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung Anderer aufzutreten.


Du guter Gott, so lass auch uns in das tägliche Gebet der frommen Juden einstimmen  Schemá Jisraél Adonaj Elohejnu Adonaj Echad.  : „Höre, Israel: Der Herr ist dein einziger Gott. Und du sollst deinen Gott lieben, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und allen deinen Kräften -   Und deinen Nächsten wie Dich selbst.“ Herr, Bewahre uns alle in der Liebe, in der wir dich suchen.  Lass uns zueinander – und gemeinsam zu DIR finden. Amen

Mittwoch, 15. Januar 2020

Fürbitten 16.1. BE-RÜHRUNG kann heilen



16.1.2019 Mk 1.40  BERÜHREN und berühren lassen

An Jesus fällt auf, dass er keine Angst vor Nähe und Berührung hat. Wenn er Menschen begegnet, berührt er sie, oder lässt sich von ihnen berühren - auch von solchen, die als gefährlich ansteckend galten und von der Gesellschaft ausgesondert bleiben sollten. In dieser Erzählung von Markus bittet ein Aussätziger Jesus um Hilfe, einer, der sich nach damaligen Normen eigentlich gar nicht gesunden Menschen nähern durfte. Auch hier bei uns gibt es genug von unserer Gesellschaft Ausgesonderte. Wie halten wir es mit Nähe und Berührung?   so bitten wir:

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir uns Menschen und ihre Schicksale nicht vom Hals halten
dass wir uns nicht Angst vor Fremden machen lassen
dass wir Menschen am Rand der Gesellschaft
nicht verurteilen, sondern nach Lösungen suchen
Gib uns den Mut zur Nähe  - wir bitten dich,erhöre uns

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir Hilfe anbieten,
dass wir keine Angst davor haben, belästigt und ausgenützt zu werden,
dass wir uns auch dann aufs Helfen einlassen, wenn es vorerst sinnlos scheint

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir andere auch wirklich berühren,
dass wir den Arm um eine Schulter legen, dass wir Menschen umarmen
vor allem Alte und Kranke sehnen sich so oft nach körperlicher Berührung

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir uns auf unsere eigenen Gefühle einlassen,
dass wir uns die eigene Sehnsucht nach Nähe und Berührung eingestehen,
dass wir anderen die Möglichkeit geben, liebevoll zu uns zu sein

gib uns den Mut zur Nähe,
dass wir uns von DIR berühren lassen.
Dass DU nicht eine theologische Floskel für uns bist, ein frommes Programm
Lass uns alle Liebe und Nähe
in dir und durch Dich erfahren

Guter Gott, segne unsere Hände, dass sie behutsam sind, dass sie halten können,
ohne festzuhalten, dass sie geben können ohne Berechnung, dass sie die Kraft haben zu trösten und zu segnen. Segne uns, dass wir einander berühren können in der Tiefe unserer Seele – so wie wir von DIR berührt sind. So bitten wir im Namen Jesu. amen
 

Dienstag, 14. Januar 2020

Fürbitten 15.1. einfach helfen, wo ich helfen kann



15.1.2020 Mk.1.29 Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus

Warum gibt es so viel Leid auf der Welt? Warum ist man immer wieder selbst
am Rande seiner Kräfte. Wie kann ein guter Gott das alles zu lassen. Spricht nicht alles Leid dieser Welt gegen Gott? Auf diese Frage nach dem WARUM gibt es letztlich keine Antwort - Das Evangelium zeigt uns aber im Verhalten Jesu , was WIR letztlich dennoch TUN können, auch wenn es oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.  Jesus kümmert sich um die Menschen, die rund um ihn sind - Jesus hilft und heilt, wo immer er kann. Wer Jesus begegnet, kann danach wieder aufstehen, wie die kranke Schwiegermutter des Petrus, von der heute im Evangelium erzählt wird. Menschen werden getröstet, bekommen Kraft zum Weitermachen. Wie werden wir einander heute begegnen bitten wir :

auch wenn wir das große Leid und Unrecht in der Welt kaum ändern können
hilf uns, dass wir in unserem kleinen Alltag und Umfeld nicht wegschauen,
wenn wir Hilfe und Trost geben können
dass wir unsere Gegenwart nicht krank reden, dass wir keine Pessimisten sind
sondern anpacken, wo immer wir hilfreich sein können

dass wir uns gute Worte füreinander einfallen lassen
dass wir andere ermutigen und aufbauen 
dass wir Füreinander da sind
aber dass wir doch niemand für uns vereinnahmen

dass wir die Schwächen anderer nicht ausnützen
dass wir niemand „klein“ machen 
dass wir die Stärken der anderen dankbar wahrnehmen,
dass wir uns mitfreuen können und anderen Erfolge und Freuden nicht neiden

dass wir Vertrauen und Offenheit in unsere Partnerschaften, in unsere Gemeinschaften bringen - dass wir im Zweifel immer das Beste voneinander halten wollen
dass wir die Menschen um uns annehmen können wie sie sind
dass wir nicht alles nach unseren Vorstellungen zurechtbiegen wollen

dass wir aber auch uns selbst annehmen wie wir sind
dass wir geben was wir geben können,
dass wir aber auch erkennen, wann wir auf uns selbst achten müssen
dass wir uns selbst „gut“ tun und uns um unser eigenes WOHL-befinden kümmern

hilf uns aber auch, dass wir uns immer wieder für die unzähligen
Anliegen der Welt engagieren, dass wir Hilfsprojekte unterstützen und
unsere Stimme gegen Unrecht erheben, wenigstens in Petitionen

Guter Gott, lass uns einander heilend begegnen, lass uns füreinander "heilsam" sein. Hilf uns, dass wir sehen, wo wir gebraucht werden.  Darum bitten wir durch Jesus unseren Bruder. amen

Montag, 13. Januar 2020

Fürbitten 14.1. Kopf und Seele frei bekommen



14.1.2020 Mk 1. 21 Loswerden, was uns quält

Markus schildert in seinem Evangelium, wie Jesus zum ersten Mal öffentlich in der Synagoge auftritt – und hier auch vor allen Menschen sein erstes Wunder wirkt. Ein Mann wird von einem „unreinen Geist“ geheilt. Das ist eine altertümliche Formulierung für eine vermutlich sehr schwere psychische Erkrankung. Aber wir wissen nur zu gut von uns selbst, wie viele „normale“ Gedanken und Gefühle es gibt, die einen richtiggehend quälen.  Auch wir sollen befreit werden, von dem, was uns unfrei macht. So bitten wir heute

dass wir nicht hilflos unseren Gefühlen ausgeliefert sind: Unsicherheit, Angst, Depression, Antriebslosigkeit,

dass wir unsere Launen beherrschen können, Wut, Zorn, Eifersucht,

dass wir uns nicht in fixe Ideen und Vorstellungen verrennen bei der Arbeit, in der Familie

dass wir bewahrt werden von Abhängigkeiten und Zwängen,
die wir oft auch anderen aufzwingen wollen

dass uns auch die Liebe nicht besessen macht und den anderen besitzen will

dass wir dem guten Geist Gottes in uns vertrauen können

dass wir auch in andere einen guten Geist legen, Freude und Zuversicht

bitten wir auch, dass in der Politik wieder ein guter Geist einzieht, Mitgefühl, Solidarität, Toleranz und Respekt


Du guter Gott, nimm von uns was uns belastet, was uns niederdrückt, was unser Denken und Fühlen beherrscht. Mach heil in uns, was in der Tiefe unseres Herzens krank und verletzt ist. Leg deinen guten Geist in uns. Darum bitten wir im Namen Jesu Amen

Ach Arthur 221 Ja, ein stinknormaler MOA-ARTHUR Tag ist heute

Der Montag ist für die Moa auf jeden Fall
ARTHUR TAG.
So beginnt das, was man Arbeits-Woche nennt.
Aber auf den Arthur freut sich die Moa, als
wäre es ein flotter FEIER-TAG.
Langweilig ist es da nie - auch wenn alles
seine Routine hat.
ROUTINE ist dem Arthur nämlich auch ganz
wichtig. Sie strukturiert seine Woche.
Ganz genau kennt der Arthur die Fix Punkte
an jedem Wochentag.
Da sind die Moa Tage, dann folgen die Chiara Tage
und gegen Ende der Woche sind es die Mamani Tage.

MONTAG beginnt für den
Arthur - im Anschluss an den Kindergarten -
mit einem seiner Lieblings-Kurse.
Na ja, eigentlich sind ja alle Kurse, die Arthur im Lauf der Woche besucht "Lieblings-Kurse" -
sonst würde er das ja nicht machen!
ENGINEERING aber krönt seinen
Wochenbeginn. Wenn ihn die Moa dann
abholen kommt, dann läuft ihr ein
voll "motorisierter" - ach motivierter und
aufgekratzter Arthur entgegen. Meist ein
hoch-heikles Bastelstück in der Hand, das
müssen wir dann am Weg zur Moa  heil in
U  Bahn und Bus transportieren
Jetzt aber kommen wir schon zu Punkt 2 der
Moa Montag Routine - das heißt ganz exakt, der "winterlichen Montag Routine.
"Ist der Herr Ashraf da?" wird der Arthur gleich fragen,
sobald er sich winkend von seinen Freunden
verabschiedet hat. "Ist der Herr Ashraf da, Moa?"
Der Herr Ashraf ist "unser" Maroni Mann, gleich
bei der Uni, und ja, natürlich ist der Herr Ashraf
heute da, die Moa hat ihn am Weg zum Kindergarten
schon begrüßt und ihr Kommen mit Arthur angekündigt.
"Junger Mann, was darf es heute sein?"
wird der Herr Ashraf gleich lachend fragen - denn er
weiß, Arthurs Wünsche variieren.
Momentan sind es meist Braterdäpfel, für die sich
Arthur entscheidet. Natürlich zahlt er auch selbst
und freut sich jedesmal , wenn er entdeckt, dass ihm der
Herr Ashraf  heimlich auch wieder extra Maroni in die
Tüte gesteckt hat. Herr Ashraf kennt unterdessen die
ganze Arthur Familie, inclusive der Babysitter Mädchen.
Traurig wird das wieder sein, wenn Herr Ashraf über den
Sommer seinen Stand schließt.

Weiter geht's mit der vollen Braterdäpfel Tüte zur Bahn. Auch hier - am Weg - Routine. Ein großer Streckenplan hängt in der U Bahn Passage an der Wand. Hier müssen wir Stop machen. Die Moa muss den Arthur hoch heben - darauf  folgt sein Studium aller U Bahn Linien, wobei der Arthur wissen will, WANN ENDLICH  die U5 fährt. Moas Routine Antwort: "ach das dauert noch ewig..."

Inzwischen warten wir darauf, dass endlich die U4 Station Pilgramgasse wieder geöffnet wird.
Auch das eine Standard Frage vom Arthur - und extra erhebt er sich bei jeder Fahrt von seinem Sitz, um den Fortschritt der Arbeiten in der noch geschlossenen Station zu begutachten und zu kommentieren.
U Bahn fahren aber heißt in 1.Linie auch:
philosophieren.
Irgendeinen Anlass gibt es immer, für Arthurs tiefschürfende Ausführungen
"Um Gottes willen" - sagt die Moa unlängst aus irgendeinem
nichtigen Anlass - da reagiert der Arthur scharf:
"Sag nicht um Gottes Willen, Moa!"
Da wird die Moa gleich bockig.
Warum soll ich denn nicht "um Gottes willen sagen?"
Das ist doch einfach eine Redewendung, man sagt es, wenn
man besonders auf etwas aufpassen will oder wenn man
seine Betroffenheit über etwas ausdrückt. "Um Gottes Willen, das tut mir aber leid! zum Beispiel."
Nein, sagt der Arthur ganz entschieden:
"Sag nicht um Gottes Willen -
ICH GLAUBE NICHT AN GOTT MOA!!"
Na, das ist doch kein Problem, sagt die Moa.
Zum Glück muss heute keiner mehr an Gott
glauben - wie gesagt, das ist halt eine alte
Redewendung. Man sagt auch "Helf Gott", wenn
zb jemand niest. Aber glauben musst DU wirklich nicht an Gott, das entscheidest du allein!"
"Glaubst DU an Gott, Moa?" - fragt der Arthur
Ja, sagt die Moa, ich glaube an Gott, aber ich sag
dir gleich - ich kann dir nicht sagen, WIE er aussieht.
Glaube jedenfalls keinem, der dir erzählt, er wüsste
genau, wie Gott ist. Die Moa versucht jetzt von den

verschiedenen Religionen zu erzählen, dass sich Menschen
Gott auf verschiedene Art und Weise vorstellen - dass es
aber auch viele Menschen gibt, die nicht an Gott glauben...
"Ich glaube nicht an Gott, Moa" sagt der Artur wieder, aber
interessiert hört er sich alles an. Wichtig will die Moa noch anbringen, dass das aller-aller-allerschlimmste ist, wenn
Menschen deswegen kämpfen oder Krieg führen, weil sie
wollen, dass die anderen an "ihren guten Gott" glauben.
Aber da hat der Arthur wieder seine eigene Meinung.
"Gegen das Böse muss man kämpfen,Moa! jetzt ist er
dort, wo er mit der Moa seine größten "Kämpfe" hat.
Mit Leidenschaft spielt Arthur "kämpfen". Immer muss
das Gute gegen das Böse kämpfen. Irgendwie geht es momentan
um Jaguar Ninjas - die Moa hat da keine Ahnung -
aber sie weiß jetzt: sobald sie mit dem Arthur
zu Hause ist, sobald er seine anderen Routine
Handlungen erledigt hat wie "Hände waschen" -
ja, gleich wird der Arthur mit einer Fantasie
Waffe - momentan sind es die Füße eines umgedrehten Hockers - ja also er wird die Moa zu einem
böööösen Monster verzaubern
"Du bist ein Monster Moa, ein gefährliches Monster"
und dann muss der Arthur gegen dieses gefährliche
Monster natürlich kämpfen.

Unausweichlich: auch ein Montag Fixpunkt:
Große Balgerei - natürlich muss das Gute siegen ....
bis die Moa jetzt zu ihrer Philosophiestunde anhebt,
um dem Arthur zu erklären, dass nix so dumm ist, wie
"kämpfen" - denn schau:- schwupps
- jetzt hat die Moa den Arthur besiegt und macht aus ihm
ein "Packerl" !! Kämpfen bringt gar nix, sagt die Moa,
denk daran, man kann schnell verlieren.
Man muss versuchen, das Problem anders zu lösen.
Na gut Moa, sagt der Arthur,
dann möchte ich jetzt eine Folge Fernsehen
"Feuerwehrmann Sam"
na klar, darf der Arthur zum Entspannen auch
ein wenig Fernsehen - vor allem, weil das fast die
einzige Gelegenheit ist, um ihn dabei und
nebenbei "zu füttern". Denn nach wie vor hat
der Arthur fast nie Zeit zum Essen - ausgenommen
seine Braterdäpfel während der langen U Bahn Fahrt.
Oh, man darf ja nicht essen in der U Bahn?
Also erstens: Kinder dürfen und
zweitens: hält die Moa das sowieso für eine völlig
verfehlte Aktion, aber das wäre eine andere Geschichte.
Wie der MON-TAG mit dem Arthur dann
ausklingt, ehe er abends wieder nach Haue fährt?

ja, wenn der Arthur den Tag bei der Moa ausklingen lässt, 
dann wünscht er sich meist noch eines:
auf You tube sein Lieblingslied hören 

"Gottes Liebe ist so wunderbar"

Arthurs Lieblingslied!

(derzeit!
Im Advent war es 
"Maria durch ein Dornwald ging")


PS Macht sich die Moa keine Sorgen, wenn Arthur nicht an Gott glaubt?
      Nein, die Moa denkt sich:
      "Hauptsache, Gott glaubt an uns - was kann dann schon passieren"



Sonntag, 12. Januar 2020

Fürbitten 13.1. JETZT



13.1.2020   Mk 1,14  Jetzt, sofort , sogleich

In der Liturgie der Kirche sind die feierlichen Weihnachtstage vorbei. Der normale Jahres Alltag hat uns wieder. Und doch kein Alltag, in dem es weitergehen soll, wie bisher. „Die Zeit ist erfüllt - Kehrt um“ sagt Jesus heute im Evangelium. Jesus spürt seine Sendung, es drängt ihn, Menschen anzusprechen, die mit ihm gehen sollen. Aber schnell müssen sie sich entscheiden, SOGLEICH müssen sie alles liegen lassen und sich für Neues entscheiden: 
„SOFORT rief er sie“, schreibt der Evangelist Markus.  Spüren wir selbst auch, dass Gott uns ruft? Spüre ICH, dass ich zu etwas gerufen, zu etwas berufen bin? Bitten wir heute

Dass wir erkennen
wo in unserem Leben die Zeit reif geworden ist
für eine Entscheidung, einen Entschluss
ein neues Denken
du guter gott:  wir bitten dich erhöre uns

bitten wir für alle
die in diesen Tagen um eine innere Klärung ringen
die für eine wichtige Entscheidung pro und contra abwägen müssen
manchmal auch dort wo es um eine ungeplante Schwangerschaft geht
du guter gott:  wir bitten dich erhöre uns

bitten wir für alle die krank sind,
die mit einer verstörenden Diagnose konfrontiert sind
Dass sie in dieser belastenden Situation die
Herausforderung annehmen und vertrauen können
du guter gott:  wir bitten dich erhöre uns

bitten wir für uns selbst, dass wir erkennen
wo überall hin wir gerade heute gerufen werden.
Und wenn es nur um die Zeit für ein kurzes, ruhiges Gesprächs geht
dass wir dafür alles liegen und stehen lassen,
sofort sogleich
du guter gott:  wir bitten dich erhöre uns

Bitten wir um eine gute Arbeit der neuen Regierung.
Um ein Klima von Toleranz und Respekt in unserem Land, 
damit Verhetzung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus keine Chance haben
du guter gott:  wir bitten dich erhöre uns


Du guter Gott, hilf uns heraus aus den alten Mustern unseres Lebens
Lass dass wir immer wieder bereit sind, uns auf Gutes und Neues einzulassen.
Sofort, Sogleich. Im Namen Jesu Amen

Samstag, 11. Januar 2020

Fürbitten Sonntag 12.1. EINTAUCHEN - in das Geheimnis des Lebens



12.1.2020 Taufe Jesu Mt.3.13 

Mit dem heutigen Fest der „Taufe Jesu“ endet in der Liturgie offiziell die Weihnachtszeit. Der etwa 30 jährige Jesus erfährt bei seiner Taufe durch Johannes am Jordan seine Berufung. Er sieht den Geist Gottes auf sich herabkommen und Jesus hört eine Stimme, die ihm zusagt: Du bist mein geliebter Sohn. Dich habe ich erwählt. Nicht nur für Jesus bei seiner Taufe, auch für uns reißt immer wieder der Himmel auf, auch uns wird gesagt: „Du bist geliebt, dich habe ich erwählt“.  Aber vielleicht, ehe wir die Stimme unserer Berufung hören - müssen wir untergetaucht werden, wie im Fluss Jordan, müssen wir manchmal zuvor den Boden unter den Füßen verlieren. Müssen wir so manche Sicherheit und Selbstgewissheit verlieren. 
So bitten wir heute

lass uns eintauchen
auch unter Tränen
in das Geheimnis des Lebens
in Trauer und Schmerz, in Freude und Hoffnung
bewahre uns dabei vor Bitterkeit und allen geschürten Ängsten

lass uns eintauchen
in das Geheimnis des Lebens
dass wir der Gewalt – wenigstens in unserem Inneren
mit Gewaltlosigkeit widerstehen
bewahre uns dabei vor Bitterkeit und allen geschürten Ängsten

lass uns eintauchen
in das Geheimnis des Lebens
dass wir das Leid der Vielen wenigstens in unseren Herzen mittragen
das Leid in Syrien, im Irak und Afghanistan
das Leid im Nahen Osten, in Afrika und Asien, ja auch mitten in Europa
wo immer in der Welt Menschen Opfer von Gewalt sind
bewahre uns dabei vor Bitterkeit und allen geschürten Ängsten

lass uns eintauchen
in das Geheimnis des Lebens
dass wir immer besser verstehen
dass wir Leben nur gewinnen, wenn wir
loslassen, wenn wir teilen und uns hergeben
lass uns dankbar, gütig und geduldig sein

Beten und bitten wir mit Worten der Dichterin Hilde Domin
So tauche uns ein...  
durchnässe uns
bis auf die Herzhaut.

Doch ... der Wunsch nach der Landschaft diesseits der Tränengrenze
taugt nicht,
der Wunsch, verschont zu bleiben,  er taugt nicht.

Es taugt nur die Bitte,
…dass wir
immer versehrter und immer heiler
stets von neuem zu uns selbst entlassen werden.
                                                        
Darum bitten wir, guter Gott   lass uns aus den Fluten unserer Sorgen und Ängste immer wieder auftauchen, als Menschen, die zu Frieden und Versöhnung fähig sind. Öffne deinen Himmel über uns, sende uns deinen heiligen Geist. Amen




Hilde Domin, 
Bitte.
Aus: dies., Gesammelte Gedichte.
Copyright: S.Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 1987


Wir werden eingetaucht

und mit den Wassern der Sintflut gewaschen
Wir werden durchnässt
bis auf die Herzhaut
Der Wunsch nach der Landschaft
diesseits der Tränengrenze
taugt nicht

der Wunsch den Blütenfrühling zu halten
der Wunsch verschont zu bleiben
taugt nicht
Es taugt die Bitte
dass bei Sonnenaufgang die Taube
den Zweig vom Ölbaum bringe
dass die Frucht so bunt wie die Blume sei
dass noch die Blätter der Rose am Boden
eine leuchtende Krone bilden

und dass wir aus der Flut
dass wir aus der Löwengrube und dem feurigen Ofen
immer versehrter und immer heiler
stets von neuem
zu uns selbst
entlassen werden.