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Mittwoch, 17. August 2016

Fürbitten 18.7. Den "lieben Gott", gibt es den? Mt.22.1



18.8.2016 Mt.22.1 Gleichnis vom Hochzeitsmahl
Gott ist unberechenbar, seine Gerechtigkeit nicht durchschaubar. Was will er eigentlich?
Das heutige Gleichnis vom Hochzeitsmahl ist eigentlich noch empörender als das von den Arbeitern im Weinberg. Dort wird Gott als einer beschrieben, der auf unbegreifliche Weise großzügig ist, zum Empörung aller, die kleinliche Gerechtigkeit wollen. Im Gleichnis vom Hochzeitsmahl geht es um einen König, der zu einem Hochzeitsmahl für seinen Sohn lädt und der eigentlich grausam und gnadenlos ist. Weil die Gäste nicht kommen und  einige seiner Herolde umgebracht werden, lässt dieser König in seinem Zorn eine ganze Stadt in Schutt legen. Dann befiehlt er, dass einfach alle von den Straßen zusammengeholt werden um mit ihm zu feiern. Das erscheint zunächst als großzügig, aber dann findet der König einen Mann unter den Gästen, der nicht gut gekleidet ist, und lässt ihn in Ketten abschleppen, hinaus in die Finsternis „Dort werden sie heulen und mit den Zählen knirschen“. Der letzte Satz im heutigen Evangelium, „denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt“ - wird dann meist recht fromm interpretiert: Man müsse sich halt sehr bemühen, dass man in das Himmelreich kommt, zum Hochzeitsmahl des Königs.
Das ist, wenn man ehrlich ist, eine empörende Geschichte und doch sagt sie etwas Wichtiges aus: Gott ist nicht nur ein lieber, guter „Kuschelgott“, dieser Gott ist einfach ANDERS, ganz ANDERS als wir ihn uns denken können. Eine Erfahrung die auch Jesus gemacht hat, der mit seiner ganzen Gottesliebe am Kreuz gelandet ist. Das sollte uns viel öfter ein Ärgernis sein
Sagen wir heute Gott, was wir als empörend empfinden

Menschen, die an dich glauben, in den verschiedensten Religionen, sie werden verfolgt,
für ihren Glauben getötet:
Wo bist DU, Gott?
Herr nimm dich unserer Ratlosigkeit an - wir bitten dich erhöre uns

Kinder leiden und sterben. An schlimmen Krankheiten, an Hunger, am Elend
Siehst du ihr Leiden und Sterben?
Herr nimm dich unserer Ratlosigkeit an - wir bitten dich erhöre uns

Die einen sind so reich, dass sie nicht wissen, wohin mit ihrem Geld
die anderen sind so arm, dass sie in den Slums dieser Welt herumvegetieren
Warum gibt es keine Gerechtigkeit?
Herr nimm dich unserer Ratlosigkeit an - wir bitten dich erhöre uns

Terrorbanden und Mörder, die sich auf einen Gott berufen, quälen und töten
und verwüsten ganze Landstriche: Menschen ohne Mitleid, ohne Barmherzigkeit
machen uns Angst mit ihren Terror Taten
Warum lässt DU das zu?
Herr nimm dich unserer Ratlosigkeit an - wir bitten dich erhöre uns

Naturkatastrophen machen uns hilflos, Seuchen und Epidemien
Hast du nicht alles geschaffen?
Herr nimm dich unserer Ratlosigkeit an - wir bitten dich erhöre uns

In unserem eigenen Leben gibt es immer wieder die quälenden Fragen
Warum, warum lässt du Gott das und das und das zu?
Sind wir di gleichgültig, siehst und hörst du uns gar nicht?
Herr nimm dich unserer Ratlosigkeit an - wir bitten dich erhöre uns

so bitten wir dich, durch Jesus der deinen Willen im Leben und im Tod und in seiner Auferstehung erfüllt und vollendet hat. Amen