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Freitag, 24. Juni 2016

Fürbitten 24.6. auch uns braucht Gott als "Wegbereiter"

Johannes der Täufer - Leonardo da Vinci 1513 
Das Gemälde im Louvre zeigt Johannes als Einsiedler im Fellgewand mit einem Kreuzstab in der linken Hand, während seine rechte Hand zum Himmel weist. Die Geste unterstreicht die Bedeutung der Taufe, die durch Johannes den Täufer verkörpert wird. Die Darstellung des Johannes ist ungewöhnlich, sie zeigt einen zarten, fast weiblich aussehenden Mann. Es ist ein Spätwerk da Vincis, vermutlich sein letztes Ölgemälde. Man nimmt an, dass das Bild von Leo X in Auftrag gegeben wurde, zu Ehren des Schutzpatrons von Florenz

24.6.2016 Hochfest Johannes der Täufer


"Der Herr hat dich schon im Mutterleib auserwählt" hören wir heute gleich in der ersten Lesung und von Johannes dem Täufer heißt es, er habe Jesus den Weg bereitet – aber auch uns, jeden von uns, braucht Jesus als Wegbereiter. . Ja, Gott selbst braucht uns als Wegbereiter, auch jede, jeden von uns hat Gott schon im Mutterleib auserwählt:  bitten wir heute


dass wir dir den Weg bereiten
wenn wir nicht unseren eigenen Ideen hinterherlaufen, sondern dort sind, wo man uns gerade Heute und Jetzt braucht

dass wir dir den Weg bereiten
wenn wir uns immer wieder auf Neues einlassen und Vertrauen haben

dass wir dir den Weg bereiten
wenn wir Tag für Tag auch das viele Unangenehme: Sorgen Enttäuschungen Krankheit Schmerzen geduldig aushalten wollen

dass wir dir den Weg bereiten
wenn wir Streit schlichten und Menschen zusammenführen
wenn wir verzeihen und nachgeben können

dass wir dir den Weg bereiten
wenn wir großzügig sind mit dem, was wir teilen  
wenn wir großzügig sind mit der Zeit, die wir einander schenken
 
dass wir dir den Weg bereiten 
wenn wir achtsam sind mit unserer Umwelt und mitfühlend mit allem was du geschaffen hast

Du guter Gott, so bitten wir Dich, lass uns hinsehen auf die Freuden und Nöte der Menschen um uns, dass wir ihnen Weggefährten sein können auf dem Weg, den Jesus für sich und uns gegangen ist. Wir bitten heute aber auch besonders um eine gute Zukunft für Europa und Großbritannien nach dem Ausgang des Referendums  Amen




Johannes der Täufer ist außer Maria der einzige Heilige, dessen leibliche Geburt in der Liturgie gefeiert wird, und zwar seit dem 5.Jahrh, am 24.Juni, also 6 Monate vor der Geburt Jesu. Johannes steht an der Schwelle vom Alten zum Neuen, tief verwurzelt im Judentum, das er aber radikal von aller Oberflächlichkeit reinigen will. Ein Rufer in der Wüste. 
Jesus, an die 30 Jahre alt, lässt sich von Johannes die Umkehr-Taufe im Jordan geben und erfährt dabei seine eigene Berufung. So jedenfalls lässt es sich aus den Evangelien lesen. 
Jesus hat sich nicht schon als Baby als "Sohn Gottes" gewusst. Er HÖRT die Stimme Gottes bei seiner Taufe - so wie zuvor sich auch Johannes berufen gefühlt hat.
Johannes nennt man den Wegbereiter Jesus - aber WIR ALLE sind das auch