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Mittwoch, 9. September 2015

Fürbitten 10.9 - wie "blöd" sollen wir sein? dass wir in das Konzept Jesu passen?



10.9.2015 Lk.6.27 Liebt eure Feinde
An diesem Evangelium heute, an diesen Forderungen Jesu, können wir eigentlich nur scheitern. Scheitern, weil wir die persönliche Größe nicht haben, aber auch scheitern, weil die Realität all diese „romantischen“ Forderungen gar nicht zulässt. Schauen wir auf die aktuelle politische Situation, die Verfolgung, die Ausrottung von Menschen durch Terrororganisationen. Auch der schreckliche Bürgerkrieg in Syrien, Hunderttausende Menschen fliehen, wie sollen wir da sagen: „Liebet eure Feinde
– und doch: bitten wir heute naiv, Wort für Wort,  und – verzweifelt – um das, was Jesus sagt

Dass wir unsere Feinde lieben –
Dass wir denen Gutes tun, die uns hassen - wir bitten dich erhöre uns

Dass wir die segnen, die uns Böses angetan haben
Dass wir für die beten, die Andere misshandeln

Dass wir uns nicht zur Wehr setzen, wenn man uns überfällt und noch mehr als das geben, was der andere mit Gewalt fordert
Dass wir Allen auf diese Weise Gutes tun, wie wir es für uns selbst wünschen

Dass wir über niemand richten, niemanden verurteilen
Dass wir einander alle Schuld erlassen

Dass wir geben, was immer wir geben können, ohne selbst etwas zu erwarten
Dass wir barmherzig sind – weil Du Gott barmherzig bist:

Guter Gott, erbarme dich unserer Hilflosigkeit. Lass, dass wir und unsere Staaten Mittel und Wege finden, wie wird zum Frieden in der Welt beitragen können und zur Sicherheit für all die Menschen auf der Flucht. Erbarme dich über sie und lass sie Heimat bei uns finden. Amen