Seiten

Donnerstag, 19. Februar 2015

Fürbitten 20.2. - RICHTIG fasten



20.2.2015 Jes,58.1 Wie sollen wir „fasten“
Worin besteht richtiges fasten?
Wenn wir auf die Waage steigen und sagen: „Da müssen zehn Kilogramm runter“!
Oder in manchen Fällen müsste man wohl  auch sagen: „Ein paar Kilo mehr wäre besser“  - Wenn wir also auf der Waage für die Fastenzeit gute Vorsätze fassen - dann ist das zwar eine löbliche Absicht, die unserer Gesundheit gut tun wird.
Aber wem sonst soll es nützen?
Dem Propheten Jesaia geht es um die gesellschaftliche Dimension unseres Glaubens. „Nur für mich allein fromm sein“ - das ist gut und doch zu wenig. 
Jesaia gibt eine klare Gebrauchsanweisung fürs „fasten“. 
Bitten wir, dass wir dort, wo wir es selbst ganz leicht können...

...die Fesseln des Unrechts lösen,
dass wir erkennen, wo wir selbst Anderen Unrecht tun,
weil wir oft viel zu schnell mit einem Urteil sind

dass wir die Stricke des Jochs entfernen
dass wir niemand mit der Art unserer Zuwendung von uns abhängig machen,
dass wir selbst aus unseren Abhängigkeiten herausfinden

dass wir die Versklavten freilassen
dass wir aufhören, anderen unsere Meinung aufzuzwingen
dass wir Niemand abwerten und klein machen, um uns selbst besser zu fühlen

dass wir jedes Joch zu zerbrechen
dass wir Menschen aufrichten, dass wir ihnen Mut machen, sie selbst zu sein
dass wir selbst uns frei machen von allem, womit wir es nur Anderen Recht machen

dass wir an die Hungrigen unser Brot austeilen
dass wir großzügig sind, nicht nur mit Spenden
dass wir vor allem unsere Zeit teilen, dass wir uns selbst zur Verfügung stellen,
Dass wir uns aber auch Zeit für uns selbst nehmen

dass wir die obdachlosen Armen ins Haus aufnehmen, dass wir Nackte bekleiden
dass wir Menschen das geben, was sie brauchen und nicht, was wir glauben, dass ihnen gut tut
dass wir auch Menschen, die anders denken und empfinden in unser Wohlwollen und unsere Gemeinschaft aufnehmen

dass wir uns den Verwandten nicht entziehen
wie oft es viel leichter, sich um „Andere“ anzunehmen, als daheim DA zu sein, wo man gebraucht wird. Herr hilf uns, dass wir uns liebevoll und geduldig Zeit und Auszeit nehmen,  -  in unseren eigenen Gemeinschaften, in unseren Freundschaften, Partnerschaften, am Arbeitsplatz

um all das bitten wir in diesen Tagen der Fastenzeit: Jesus, schenk uns immer mehr von der Freiheit, die wir brauchen, um Dir zu begegnen, in all unseren Schwestern und Brüdern, Amen