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Freitag, 9. Juli 2021

Fürbitten 10..7. an ein "Happy End" glauben können


 

10.7.2021 Gen. 50 Gott schreibt gerade, auch auf krummen Zeilen

Mehrere Tage lang haben wir in den Lesungen die Geschichte von „Josef und seinen Brüdern“ gehört. Eine klassische Geschichte, die nicht zuletzt durch die Tetralogie von Thomas Mann vielschichtig ausgelotet ist. In der biblischen Erzählung soll Josef von seinen Brüdern aus Neid und Eifersucht zunächst getötet werden und wird dann verkauft  – er endet aber nicht als elender Sklave, sondern bekommt hohen Einfluss beim ägyptischen Pharao: so kann er in einer großen Hungersnot zum Retter seiner Familie werden. Er vergibt den Brüdern und es gibt ein bewegendes Wiedersehen mit dem alten Vater– und Josef weist darauf hin: Es ist zwar Böses geschehen – aber Gott hat daraus Gutes entstehen lassen. Mit dieser großen Zuversicht bitten wir auch heute

Dass auch aus all den Dingen, die uns nicht gelingen, doch noch Gutes entstehen kann

Dass vielleicht selbst Gutes aus dem entstehen kann, was wir in Zorn und Eifersucht oder aus anderen Beweggründen falsch gemacht haben

Dass wir auch in aller Hilflosigkeit und Angst nicht aufhören zu vertrauen, dass Gott es ist, der die Dinge zu einem guten Ende führt

Dass wir bedingungslos zum Verzeihen fähig sind, wie auch uns immer wieder verziehen wird

Dass uns eigenes Leid nicht bitter und böse macht

Dass wir Gelassenheit und Weisheit aus all dem gewinnen, was uns auch der heutige neue Tag wieder bringt

Dass auch in der verzweifelten Situation von Gewalt, Krieg und Terror ein Licht am Ende des Tunnels möglich wird, dass wir das Beten dafür und die Hoffnung nicht aufgeben

So bitten wir guter Gott, dass du auch unsere Lebensgeschichte zu einem guten Ende führst. Du, der Du Anfang und Ende bist, du, in dessen Hand wir auch heute wieder diesen Tag legen. Dafür danken wir dir – im Namen Jesu. amen