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Donnerstag, 3. November 2016

Fürbitten 4.11 - wenigstens etwas Gutes tun, mit dem "ungerechten" Reichtum Lk.16.1



4.11.2016 der untreue Verwalter  Lk. 16.1
Das Evangelium heute soll vielleicht ganz absichtlich verwirren. Die Rede ist von einem, der viel Geld gemacht hat, indem er Geld veruntreut hat. Nun soll er deswegen hinausgeschmissen werden - macht aber schnell noch ein paar Betrügereien zugunsten armer Leute, um sich wenigstens bei denen beliebt zu machen und um vielleicht später deren Unterstützung zu erfahren. Das Gleichnis „vom unredlichen Verwalter“ haben wir gehört. Ein Betrüger als Vorbild? Vielleicht ein kleiner Hinweis darauf, dass ja auch der Reichtum unserer wohlhabenden Welt kritisch auch als veruntreuter Reichtum angesehen werden könnte, ein Wohlstand oft auf Kosten anderer, den wir wenigstens für Gutes nützen sollen.  
 Ja, wie gerecht gehen wir mit dem um, was wir besitzen?  Bitten wir heute, am Herz Jesu Freitag, um eine gerechte, eine solidarische Gesellschaft, aber auch für uns selbst:

Für mehr Anständigkeit und weniger Gier in Politik und Gesellschaft, gerade bei den Menschen „ganz oben“, die ein Vorbild sein sollten und es sich doch so oft „richten“

Für ein besseres soziales Klima in unserem Land, dass niemand auf die in der „sozialen Hängematte“ zeigt - für einen gerechten Ausgleich zwischen den Tüchtigen und denen, die es nicht so gut schaffen

Für unsere Verantwortung gegenüber Migranten und Flüchtlingen. Auch wenn es nicht immer leicht ist den richtigen Weg zu finden, dass gerade wir Christen Menschen einen menschenwürdigen Lebensraum einräumen. Dass wir erkennen, welche Bereicherung diese Menschen auch sind, dass sie uns anempfohlen sind

Für alle, die einen Arbeitsplatz suchen, vor allem für die Jungen, für die es immer schwerer wird, feste Anstellungen zu finden und die ihr Leben nicht mehr planen können, weil es immer mehr unverbindliche Beschäftigungen gibt

für alle Kranken, Alten, Pflegebedürftigen: dass die sozialen Dienste nicht abgebaut werden, dass aber auch Menschen in pflegenden Berufen ihrer Leistung entsprechend bezahlt werden

bitten wir für uns selbst: dass wir uns in unserem kleinen Umfeld um Gerechtigkeit und Ausgleich bemühen, dass wir geben und gerne geben, damit auch wir einmal „vorfinden, was wir über den Zaun unseres Lebens geworfen haben“ , wie es Papst Franziskus einmal sagte

Du guter Gott. Unsere Welt ist nicht heil. Auf so vieles haben wir gar keinen Einfluss, unendlich viele bereichern sich, beuten aus, machen ihre ungerechten Gewinne auf Kosten der Armen. Umso mehr bitten wir, dass Du UNS helfen lässt, wo immer es wir können, im Namen Jesu Amen.