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Donnerstag, 17. Dezember 2020

Fürbitten 18.12 Darf ich meinem Traum vertrauen?

 


18.12.2020  Mt.1.18  Zeichen und Träume  

 "Träume sind Schäume", sagen wir manchmal. Aber wir sprechen auch von „traumwandlerischer Sicherheit“. Beide Erfahrungen kennen wir. In den Gottesdienst Texten heute ist heute auch von Vorhersagen und Träumen die Rede. Dem Volk Israel wird über den Propheten Jeremia ein neuer König verheißen, einer, der Gerechtigkeit und Frieden bringt, so hören wir es in der 1.Lesung. Das Evangelium berichtet von einem Mann, dem ein Engel im Traum erscheint. Josef, der Verlobte der jungen Frau Maria, ist mit einer Situation konfrontiert, die er nicht einordnen kann. Maria ist aus unerklärlichen Gründen schwanger. Aber Josef entschließt sich – entgegen aller Vernunft – Gott zu vertrauen. „Josef tat, was der Engel ihm im Traum befohlen hatte“, das ist der letzten Satz im Evangelium heute.Wie sehr sind wir bereit zu vertrauen – gegen alle Vernunft, gegen unseren „normalen Menschenverstand“. Kann Gott unser Schicksal wenden? Bitten wir

 Herr und Gott

Täglich sehen wir es in den Medien

Menschen die um das nackte Leben raufen

Wir sehen das unfassbare Leid der Kinder

Die Zukunftslosigkeit ganzer Generationen

Wir legen unsere Hilflosigkeit in deine Hand

 zeig du uns den Weg

 

Herr und Gott

Täglich sehen wir

Den nicht enden wollende Hass und die Sucht nach Vergeltung

zwischen ganzen Volksgruppen und einzelnen Menschen

Kein Frieden dort, wo wir vom „Heiligen Land“ sprechen

Wie sicher können wir selbst leben?

Heute, in dieser Zeit der Pandemie?

Wir legen unsere Hilflosigkeit in deine Hand

zeig du uns den Weg

 

Herr und Gott

täglich auch die Sorge

Was wird die Zukunft im eigenen Land bringen

Wie geht es weiter mit Gesundheit und Sozialsystem

Wie geht es weiter mit Schule und Bildung

Da ist auch die Sorge um die Alten und Kranken

Die Sorge, dass wir Flüchtlinge und Migranten im Stich lassen

Wir legen unsere Hilflosigkeit in deine Hand

zeig du uns den Weg

 

Herr und Gott

Sieh unsere eigene Zerrissenheit, das Gute wollen wir und

schaffen es doch immer wieder nicht

Du kennst unsere Müdigkeit und

das Unvermögen selbstlos zu lieben

immer bleiben wir hinter den eigenen Erwartungen zurück

Wir legen unsere Hilflosigkeit in deine Hand

 zeig du uns den Weg 

 

Herr und Gott

Da ist aber auch unser Traum

von Freiheit, vom Mut zum eigenen Leben

Der Traum von Aufbruch und Neu Anfang

Der Traum von Versöhnung und Liebe

Wir legen unser Leben in deine Hand

–  zeig du uns den Weg 

 

Du guter Gott, wie Josef lass uns auf den Engel hören, lass uns deine Stimme hören in den unsicheren und dunklen Momenten unseres Lebens. Lass uns vertrauen, dass es Frieden und Versöhnung, Heil und Sicherheit für alle Menschen geben. Darum bitten wir im Namen Jesu. Amen