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Sonntag, 31. Mai 2015

SDS Salvatorianer 2 - das Jahr der Orden

Der Herr links,
 der hier "das Jahr der Orden" präsentiert ist übrigens auch
SALVATORIANER. 
Pater Erhard Rauch
Langjähriger Provinzial des Salvatorianer-Ordens
und seit vielen Jahren Generalsekretär der Superiorenkonferenz der Männerorden Österreichs -
also einfacher gesagt: Vertreter und Sprecher der Männerorden in Österreich
Auch Pater Erhard Rauch ein "Mann Pater Jordans" ...
aber zu dem kommen wir erst

Es war Papst Franziskus der das heurige Jahre - kirchenintern - zum Jahr der Orden ausgerufen hat.
Auch Kirchen-Fernstehende werden die große Bedeutung der Orden und
der Klostergründungen - allein schon für die Kultivierung Europas - nicht leugenen.
Die großen Orden gehören zur Kultur Europas, viele Ordensgründer und auch Ordensleute
stehen für ein großes Programm
Ganz modern: Mutter Theresa - die Mutter der Armen, (welcher Orden? schon unbekannter)
Franziskus: Armut und Bewahrung der Schöpfung
Don Bosco: Ausbildung und Schutz der Kinder
Benedikt: der Mönchsvater mit der klassischen Regel ora et labora, beten und arbeiten
Therese von Avila, Katharina von Siena: hochgebildete emanzipierte Frauen, Mystikerinnen
Hildegard von Bingen: die große Naturkundlerin ...

Und es gibt ja nicht nur katholische Orden: es gibt islamische Sufiorden, es gibt buddhistische, hinduistische, altorientalische, orthodoxe und ökumenische Orden

Als ökumenischer Orden ist Taizee mit seinem charismatischen Gründer Frere Roger weit über enge Kirchengrenzen hiunaus weltbekannt

Insgesamt gibt es in Österreich knapp 6.700 Ordensfrauen und -männer, die in rund 830 Klöstern, Stiften und sonstigen Einrichtungen leben und wirken.
In Österreich gibt es 120 Frauenorden, ihnen gehören 4.200 Ordensfrauen an.
In den 85 Männerorden leben 1.950 Ordensmänner.
Die Zahl der Ordensmänner ist weitgehend stabil, jene der Ordensfrauen geht langsam aber stetig zurück. Entnimmt man der letzten Kirchenstatistik von 2010.

Ob Schulen, Spitäler oder caritative Dienste - die Orden spielen eine wichtige Rolle in unserer sozialen Kultur.
Weltweit gibt es übrigens nach offiziellen vatikanischen Angaben knapp 920.000 Ordenschristen.
Sie teilen sich in rund 730.000 Ordensfrauen, 135.000 Ordenspriester, rund 560 Ordensmänner als ständige Diakone und etwas mehr als 54.200 Ordensbrüder ohne geistliche Weihe.
puh, kompliziert - was es da an Abstufungen gibt

und da bin ich schon ein bißchen bei meinem "Reiz"Thema
verstärkt noch durch den Untertitel von diesem "Jahr der Orden"
da heißt es nämlich  "Jahr des geweihten Lebens"

ist das "geweihte" Leben auf Orden und
Ordensmitglieder eingegrenzt?
Ist nicht unser aller Leben - so wir gläubig sein wollen -
vom allerersten Augenblick an
mit der höchten Weihe versehen?
Spricht nicht auch der Apostel Petrus von unser aller königlichen Priesterschaft?

Für mich ist die Kirche noch immer Stände-staatlich organisiert
Straff durchorganisiert

Priester - Laien
Geweihte - nicht geweihte
Eingeweihte (in der höheren Hierarchie) und Uneingeweihte (das sind dann die
Befehlsempfänger die es von oben nach unten mitgeteilt bekommen)
Ordensleute - gwöhnliche Leute
Ordenspriester - Diözesanpriester
Diakone - und selbst da noch fehlen die Frauen 
ja, mit uns Frauen ist kein "Stände" Staat  zu machen! 
Gott sei Dank, denke ich mir sogar manchmal - denn die Strukturen sollten sich grundlegend ändern
Neuer Wein in neue Schläuche...


Ja, heute gibts viel wohlwollende Worte auch vom Papst für die Frauen
Frauen auf theologischen Fakultäten, in dözesanen Leitungsbenen, 
ja natürlich auch in vatikanischen Gremien sind nun (fast) selbstverständlich ...
aber ... wir wissen ...na ja
(Jesus war ein MANN - da fehlt den Frauen einfach was ...
blöde Biologie - was hat sich wohl der liebe Gott dabei gedacht? In zweitausend Jahren ist ihm vielleicht bei diesem Analogieschluß auch schon das Lachen vergangen ...?)
über die Frauen will ich jetzt aber endlich zu den SALVATORIANERN kommen

Ihr Gründer P. Jordan, oder mit vollem Namen
Pater Franziskus Maria vom Kreuz Jordan 
hatte nämlich einen für seine Zeit, ca 1880,
revolutionären Ansatz in Richtung Frauen : 
In seiner Gemeinschaft - ursprünglich sollte das auch kein Orden sein - also in seiner wie er sie zunächst nannte:
"Apostolische Lehrgesellschaft" - sollten nämlich Frauen 
von allem Anfang an
gleichwertige Mitglieder sein
Na, da hat Rom aber aufgeschrieen ... und manches kam dann sehr schnell ganz anders, als P.Jordan, ein Mann der mehr als 50! Sprachen konnte - 
es ursprünglich als seine Vision gesehen hatte ...
Ein spannendes Kapitel einer Ordensgründung - die ihren Kompromiss mit dem Vatikan
suchen  musste


ps. weil es angeblich schwer ist hier für Außenstehende Kommentare oder auch Berichtigungen anzubringen, bitte schreibt mir einfach - ich werde es dann öffentlich machen
ilse.oberhofer@aon.at