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Sonntag, 12. Februar 2017

Fürbitten 13.2 Kain und Abel, der "Kain" in uns selbst Gen.4.1


13.2.2017 Gen.4.1 "Kain, was hast du getan. Das Blut deines Bruders schreit zu mir"

Ist Gott hilflos? Warum lässt er so viel Leid geschehen? Das ist eine Frage, seit den Anfängen der Menschheit. Das Buch Genesis erzählt davon, wie ein Bruder den anderen erschlägt. 
Aus Neid, aus Eifersucht, aus Hass. Kain erschlägt den Abel – und Gott erscheint und fragt: „Kain was hast du getan?“ Hätte Gott es nicht verhindern können? Hätte Gott sich nicht eine Schöpfung einfallen lassen können, in der so etwas erst gar nicht passiert? 
Kein Mord, kein Totschlag, keine schrecklichen Krankheiten, keine Tränen, kein Sterben. Konnte es Gott nicht besser? – oder wollte er es so und nicht anders? Und wenn JA, WARUM??? Nur mit dem „freien Willen des Menschen“ lässt sich das viele Leid in der Welt wohl auch nicht befriedigend erklären. 
Versuchen wir wenigstens, den Kain in uns selbst zu einem gütigen Bruder zu machen. 
So bitten wir

Dass wir nicht neidisch auf andere schauen

Dass wir Eifersucht und Zorn in uns erkennen und dagegen ankämpfen

Dass wir auch anderen Gutes und Erfolge gönnen

Dass wir uns nicht in falscher Konkurrenz mit anderen messen

Dass wir die Menschen sein lassen können, wie sie sind – ohne uns an ihnen zu reiben

Dass wir auf unsere Gedanken aufpassen, aus ihnen werden schnell Taten

Dass wir Menschen nicht verurteilen, die schuldig geworden sind,
in jedem von uns steckt ein „Kain“

Bitten wir heute für alle Menschen, die glauben keinen anderen Ausweg zu sehen,
als Gefühle und Konflikte mit Gewalt lösen


Du guter Gott, beschütze und bewahre uns vor dem „Kain“ in uns selbst, 
lass uns in Respekt und Frieden miteinander leben. Lass uns Konflikte aushalten und immer zur Versöhnung bereit sein. Amen