18.2.2025 Gen.6.5 Sintflut Mk.8.14 versteht ihr noch immer nicht
Gott ist zornig, hören wir im Alten Testament, und in seinem Zorn will er kaputt machen, was er gerade erst geschaffen hat: „er sah, dass auf der Erde die Schlechtigkeit des Menschen zunahm…es tat Seinem Herzen weh und er sagte: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen“ So berichtet es hoch dramatisch das Buch Genesis - und Gott kündigt die Sintflut an. Aber letztlich, Gott lenkt ein wenig ein, soll doch ein Mensch und seine Familie und seine Tiere überleben dürfen. Wir wissen, es ist Noah. So haben wohl Menschen vor tausenden von Jahren sich versucht zu erklären, warum es vernichtende Naturkatastrophen gibt. Warum die einen ums Leben kommen und die anderen dann doch nicht. Unserem heutigen Gottesbild entspricht das nicht mehr: Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Tsunami Fluten sind KEINE Strafe Gottes. Gott vernichtet nicht im Zorn. Im Gottesbild der Israeliten hat Jahwe noch Eigenschaften wie ein Mensch. Er ist zornig und er vernichtet im Zorn. Andererseits kann man ihn aber doch auch immer wieder beschwichtigen. Gott ist in seinen Gefühlen sehr menschlich. Im Evangelium will Jesus seinen Jüngern unter Hinweis auf die Brotvermehrung klar machen: nur wir Menschen denken ängstlich und kleinlich, Gott ist ganz anders. Gott ist nicht wankelmütig, Gott will unser Leben. So bitten auch wir um diese göttliche Großzügigkeit und Geduld
wir bitten um Großzügigkeit und Geduld mit allem was menschelt rund um uns
um Großzügigkeit und Geduld auch mit uns selbst, weil wir nie ganz so sein können, wie wir es gerne hätten
um Großzügigkeit und Geduld, dass wir Kränkungen wegstecken können, dass wir uns in unseren Gefühlen nicht zu ernst nehmen
um Großzügigkeit und Geduld, dass wir es aushalten, wenn die Dinge nicht so sind, wie wir glauben, dass sie sein müssen
um Großzügigkeit und Geduld, dass wir anderen immer wieder eine neue Chance geben
um Großzügigkeit und Geduld, dass wir im Zweifelsfall das Gute sehen
um Großzügigkeit und Geduld und um immer genug Liebe, dass wir in den Krisen unseres Lebens einen langen Atem haben
Du
guter Gott, du wendest dich uns zu, in allen Situationen unseres Lebens: Dir vertrauen wir uns an und alle Menschen an
die wir denken und für die wir beten. Bewahre uns in deinem Frieden, bewahre
uns vor Gewalt und Naturkatastrophen, darum bitten wir im Namen Jesu . Amen