12.2.2025
Mk. 7.14 rein- unrein Gen
2.4 Da formte Gott den Menschen
Menschen machen sich ein Bild von Gott – aber dieses Bild verändert sich auch. In dieser Woche hören wir in der Lesung aus der hebräischen Bibel die zwei etwas unterschiedlichen Versionen der Schöpfungsgeschichte. Schon daran erkennen wir, dass unterschiedliche Menschen diese Poesie geschaffen haben. Es wird von einem Gott erzählt, der den Menschen voll Liebe erschafft, ja, sogar als sein Ebenbild. Aber dann stellt dieser Gott doch ein wesentliches Verbot auf: die Erkenntnis von GUT und BÖSE steht dem Menschen nicht zu, sonst muss er sterben. Poetisch formuliert: Der Apfel vom Baum der Erkenntnis darf nicht gepflückt werden. So haben sich die Menschen das damals vorgestellt, 1000 Jahre vor Jesus. Jesus selbst hat dann schon einen anderen Zugang zu diesem Gott. Vater nennt er ihn und der ist kein Gott, der starre Gebote und Verbote braucht. Entscheidend allein ist die Gesinnung. Das, was der Mensch mit reinem – oder mit bösem Herzen tut. Dort sitzt die Erkenntnis von gut und böse. Nicht etwa in strengen Essensvorschriften, wie sie die Juden in rein oder unrein einteilten. Davon haben wir im Evangelium gehört. So bitten wir heute
dass wir nicht ängstlich wie Kleinkinder an Vorschriften und Äußerlichkeiten festhalten, sondern dass wir immer mehr in die „Freiheit der Kindes Gottes“ hineinwachsen
dass wir uns um DAS GUTE in uns selbst bemühen, in unserem täglichen Umgang mit Anderen
dass wir uns auch bemühen, in unseren GEDANKEN GUT zu sein
dass wir uns ehrlich bewusst machen, was wir denken und wie wir fühlen und dass wir uns bemühen gegenzusteuern, wenn wir merken, dass es für andere aber auch für uns selbst nicht GUT ist
dass wir uns auch vor Gedanken schützen, die uns selbst mutlos, depressiv und antriebslos machen
dass wir uns um ein gutes, ein sanftes Herz bemühen wollen, das uns vor Neid und Missgunst anderen gegenüber bewahrt
Bitten wir auch, dass kirchlichen Vorschriften Menschen nicht niederdrücken, sondern ihnen vielmehr Mut und Ermunterung für ihr selbst gewähltes Leben geben, denn „zur Freiheit hat uns Christus befreit“, sagt Paulus
So bitten wir mit ganzem Herzen: „ein neues Herz erschaff in uns o Gott, und lege deinen heiligen Geist in uns“ Denn du nimmst uns an, so wie wir sind. Mit all unserem Suchen, mit allen Zweifeln. Du teilst uns nicht ein in „rein“ und „unrein“, in “gut“ und in „böse. Du willst auch, dass wir selbst erkennen, was richtig und falsch ist. Und du wirst bei uns sein, wann immer wir mit reinem Herzen DICH suchen. Dafür danken wir dir im Namen Jesus . amen