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Freitag, 31. März 2017

Fürbitten 1.4. wenn es ausweglos wird


1.4.2017 wenn es ausweglos wird Joh.7.40  Jer.11.18

In den Texten der Lesung spitzt sich die Situation um Jesus zu. Bei Jeremias hören wir:
 „ich war wie ein zutrauliches Lamm, das zum Schlachten geführt wird.“ 
Im Evangelium ist für die  Schriftgelehrten der Tod Jesu eine beschlossene Sache, auch wenn man sich noch nicht getraut, ihn festzunehmen.  – Wie viele Menschen leben in einer Situation, die sie als bedrohlich und aussichtslos empfinden. Bitten wir heute besonders für sie

Für all die Menschen, die unmittelbar von Terror und Krieg bedroht sind.
Für alle, die hilflose Opfer und Spielball politischer Kräfte sind
für die Flüchtlinge und Asylanten, die in großer Ungewissheit unter uns leben

Du Gott mit uns – wir bitten dich erhöre uns

für Menschen in schwerer Krankheit und ihrer Angst vor dem Tod
für die Alleingelassenen, für die Einsamen, für die Verbitterten

für alle, die sich beruflich als gescheitert ansehen, für alle, die sich überfordert fühlen
für alle, die auch hier bei uns die Erfahrung von Armut und Ausgegenzt-sein machen

für alle, die am Arbeitsplatz, in der Schule, in sozialen Medien der Willkür und der Gemeinheit anderer ausgeliefert sind
für alle, die sich nicht dagegen wehren können, wenn man ihnen das Leben schwer macht

für alle, die Schuld nicht vergeben können und keinen Frieden finden
für alle, die sich ihre eigene Schuld nicht vergeben können und keine Ruhe finden

Bitten wir für alle, die sich vielleicht gerade heute vor einer wichtigen Entscheidung fürchten
Für alle, denen vielleicht gerade WIR Hilfe und Trost sein können
Du Gott mit uns – wir bitten dich erhöre uns


Um all das bitten wir, guter Gott, und auch für uns selbst bitten wir, in allen unseren Sorgen und Unsicherheiten, die niemand so gut kennt wie Du. Lass auch uns Menschen finden, deren Hilfe uns gut tut. So danken wir dir durch Jesus unseren Herren und Bruder. Amen



Fastenvorsatz 31 für-sorglich sein


"Zu oft unterschätzen wir die Kraft einer Berührung, 
eines Lächelns,  eines gütigen Wortes, eines zuhörenden Ohres, 
eines ehrlichen Kompliments 
oder der kleinsten Geste der Fürsorge. 
All diese haben das Potential, ein Leben zu verändern."

Psychiatriereformer Leo Buscaglia 

Fasten mit Samya 31

Der Albatros


Oft kommt es dass das schiffsvolk zum vergnügen
Die albatros - die grossen vögel - fängt
Die sorglos folgen wenn auf seinen zügen
Das schiff sich durch die schlimmen klippen zwängt.
 
Kaum sind sie unten auf des deckes gängen
Als sie - die herrn im azur - ungeschickt
Die grossen weissen flügel traurig hängen
Und an der seite schleifen wie geknickt.
 
Der sonst so flink ist nun der matte steife.
Der lüfte könig duldet spott und schmach:
Der eine neckt ihn mit der tabakspfeife
Ein andrer ahmt den flug des armen nach.
 
Der dichter ist wie jener fürst der wolke -
Er haust im sturm - er lacht dem bogenstrang.
Doch hindern drunten zwischen frechem volke
Die riesenhaften flügel ihn am gang.
 
Charles Baudelaire übersetzt von Stefan George 



L' Albatros
(Leseprobe aus: Le Fleurs du Mal/Die Blumen des Bösen, Gedichte (1857/1901)


Souvent, pour s'amuser, les hommes d'équipage
Prennent des albatros, vastes oiseaux des mers,
Qui suivent, indolents compagnons de voyage,
Le navire glissant sur les gouffres amers.

A peine les ont-ils déposés sur les planches,
Que ces rois de l'azur, maladroits et honteux,
Laissent piteusement leurs grandes ailes blanches
Comme des avirons traîner à côté d'eux.

Ce voyageur ailé, comme il est gauche et veule! 
Lui, naguère si beau, qu'il est comique et laid!
L'un agace son bec avec un brûle-gueule, 
L'autre mime, en boitant, l'infirme qui volait!

Le Poète est semblable au prince des nuées
Qui hante la tempête et se rit de l'archer
Exilé sur le sol au milieu des huées,
Ses ailes de géant l'empêchent de marcher.


Donnerstag, 30. März 2017

Fürbitten 31.3. Jesus - dort sehen, wo er ist Joh.7.1


31.3.2017 Joh.7.1 wir wissen doch wer das ist und woher er kommt
                            das kann nicht der Messias sein

Manchmal haben wir von etwas eine so fixe Vorstellung, dass wir letztlich die Realität nicht erkennen. Wie soll man den jüdischen Menschen zur Zeit Jesu einen Vorwurf machen: Ja, sie sehen die Wunder, die Jesus wirkt, ja sie hören was Jesus über sich und seine Beziehung zu Gott sagt: aber sie sagen sich auch: „Den kennen wir von klein auf, was soll der Besonderes sein.“
Bei uns ist es vielleicht gerade umgekehrt: Wir haben so festgefügte Jesus – Sohn Gottes Bilder, 
dass wir ihn, den Menschen, der wirklich gelebt hat -  gar nicht mehr erkennen können.
Bitten wir heute:

Jesus, dass wir dich im allernächsten Menschen erkennen
dass wir erkennen
dass du DER bist, dem wir heute lieber aus dem Weg gehen würden

dass wir erkennen
dass du DIE bist, die uns so auf die Nerven geht, am Arbeitsplatz, in der Straßenbahn, im Supermarlt

dass wir erkennen
dass du DER bist, von dem wir nichts mehr erwarten, den wir lieber abschreiben möchten

dass wir erkennen
dass du DIE bist, über die wir uns gerade lieblos den Mund zerreißen

dass wir erkennen
dass du DER bist, der uns im Weg steht, den wir als Konkurrenten sehen

dass wir erkennen
dass du SIE ALLE bist, von denen wir meinen, die passen doch nicht zu uns, die sind uns fremd, 
mit ihnen zusammen kann es kein gutes Leben geben

Jesus, lass uns aber auch erkennen
wie sehr du immer schon in uns selbst bist
damit wir zum vollkommenen Menschen werden und
Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen



du guter Gott, lass uns davor keine Angst haben, - keine Angst davor, dass wir selbst  in uns Christus tragen und durch uns Christus leben – ganz gleich, wie unvollkommen wir noch sind. Jesus wird alles zu einem Ganzen fügen. Darum können wir dir auch in all unserem Versagen immer wieder danken. Amen

Fastenvorsatz 30 nur ICH kann es



"In jedem von uns 
steckt eine einmalige Chance, 

die niemand 
stellvertretend für uns ergreifen kann." 

Erwin Ringel 

Fasten mit Samya 30


Es schwebt auch dein Haar überm Meer mit dem goldnen Wacholder.
Mit ihm wird es weiß, dann färb ich es steinblau:
die Farbe der Stadt, wo zuletzt ich geschleift ward gen Süden . . .
Mit Tauen banden sie mich und knüpften an jedes ein Segel
und spieen mich an aus nebligen Mäulern und sangen:
»O komm übers Meer!«
Ich aber malt als ein Kahn die Schwingen mir purpurn
und röchelte selbst mir die Brise und stach, eh sie schliefen, in See.
Ich sollte sie rot dir nun färben, die Locken, doch lieb ich sie steinblau:
O Augen der Stadt, wo ich stürzte und südwärts geschleift ward!
Mit dem goldnen Wacholder schwebt auch dein Haar überm Meer.

Paul Celan

Mittwoch, 29. März 2017

Fürbitten 30.3. sich lieber ein "goldenes Kalb" basteln? Ex.32.7


30.3.2017   Ex.32.7   sie sind ein störrisches Volk   

Drastisch wird heute in der Lesung geschildert, wie Moses versucht, den Zorn Gottes gegen die Israeliten abzuschwächen. Der Weg ins Gelobte Land dauert ihnen zu lang, sie fangen an,  ein goldenes Kalb anzubeten und fremde Götter zu verehren.  „Sie sind ein störrisches Volk“ sagt Gott – und so sieht er wohl auch uns immer wieder. Stur, eigensinnig, am falschen Weg. 
Für uns ist es Jesus, der Gott um Geduld mit uns bittet

hab Geduld mit uns, bitten wir
wenn wir den richtigen Weg
nicht sehen – vielleicht sehr oft auch nicht sehen wollen

hab Geduld mit uns
wenn du unsere Selbstgefälligkeit merkst, mit der wir uns belügen
wenn uns die Selbstzufriedenheit einschläfert,

hab Geduld mit uns
wenn wir glauben, selbst zu wissen, wo uns „goldene Kälber“ und fremde Götter“ besser weiterhelfen als du

hab Geduld mit uns
weil wir oft hartherzig sind, weil wir nicht vergeben können,
weil wir nachtragend sind, weil wir immer wieder lieblos handeln

hab Geduld mit uns
wenn wir zurückschauen statt nach vorne
wenn wir den guten Zeiten nachtrauern, statt uns Neues zumuten

hab Geduld mit uns
wenn wir uns oft mutlos plagen
wenn Krankheiten und Krisen uns zermürben und pessimistisch machen

hab Geduld mit uns
damit wir auch die dunklen Seiten unseres Lebens aushalten
und in dein gutes Licht halten können


Du guter Gott, um dies alles bitten wir dich durch Jesus, mit dem wir den Weg unseres Lebens gehen wollen. Hab Geduld mit uns und komm uns immer wieder entgegen. Amen

Fastenvorsatz 29 Staunen, nicht aufhören DAMIT


"manche kommen aus dem Staunen nicht heraus /

manche nie hinein"


Elfriede Gerstl 

Ach Arthur 98 Ja...das alles kann passieren

Da kommt jetzt ein Gedicht nur für dich
im schönsten Schwiizerdütsch
Du Arthur Bursche Du
Weil du immer so keck lachst,
wenn die Oma dir unentwegt, wie eine
tibetische Gebetsmühle
hinten nach ruft:
"aufpassen, aufpassen,aufpassen"

Freundin Samya - von der auch die herrliche Postkarte
im Bild links stammt - sie hat es geschickt
und die Oma hat sehr gelacht
und gleich an den Arthur gedacht
noch...zündet er sich kein Streichhölzel an
aber STREICHE genug
hat er schon im Repetoire

Also "horch a'mole" 

I han es Zündhölzli azündt
Und das het e Flamme gäh
Und i ha für d'Zigarette
Welle Füür vom Hölzli näh
Aber s'Hölzli isch dervo-
Gspickt und uf e Deppich cho
Und es hätt no fasch es Loch in Deppich gäh dervo

Ja me weis was cha passiere
We me nit ufpasst mit Füür
Und für d'Gluet and' Zigarette
Isch e Deppich doch denn z'tüür
Und vom Deppich hätt o Grus
Chönne s'Füür is ganze Hus
Und wär weis, was da nit no wär worde drus

S'hätt e Brand gäh im Quartier
Und s'hätti d'Füürwehr müesse cho
Hätti ghornet i de Strasse
Und dr Schluuch vom Wage gno
Und sie hätte Wasser gsprützt
Und das hätti glych nüt gnützt
Und die ganzi Stadt hätt brönnt, es hätt si nüt meh gschützt

Und d'Lüt wären umegsprunge
I dr Angscht um Hab und Guet
Hätte gmeint s'heig eine Füür gleit
Hätte d'Sturmgwehr gno ir Wuet
Alls hätt' brielet: Wär isch tschuld?
Ds ganze Land in eim Tumult
Dass me gschosse hätt uf d'Bundesrät am Rednerpult
D'UNO hätt interveniert
Und d'UNO-Gägner sofort o
Für ir'd Schwyz dr Fride z'rette
Wäre beid mit Panzer cho
S'hätt sech usdehnt nad inah uf Europa, Afrika
S'hätt e Wältchrieg gäh und d'Mönschheit wär jitz nümme da

Ja I han es Zündhölzli azündt
Und das het e Flamme gäh
Und i ha für d'Zigarette
Welle Füür vom Hölzli näh
Aber ds Hölzli isch dervo-
Gspickt und uf de Deppich cho -
Gottseidank dass i's vom Deppich wider furt ha gno


Mani Matter

und HIER 
https://www.youtube.com/watch?v=PkGatIgXERI&sns=fb
unbedingt HÖREN

Fasten mit Samya 29


I han es Zündhölzli azündt
Und das het e Flamme gäh
Und i ha für d'Zigarette
Welle Füür vom Hölzli näh
Aber s'Hölzli isch dervo-
Gspickt und uf e Deppich cho
Und es hätt no fasch es Loch in Deppich gäh dervo

Ja me weis was cha passiere
We me nit ufpasst mit Füür
Und für d'Gluet and' Zigarette
Isch e Deppich doch denn z'tüür
Und vom Deppich hätt o Grus
Chönne s'Füür is ganze Hus
Und wär weis, was da nit no wär worde drus

S'hätt e Brand gäh im Quartier
Und s'hätti d'Füürwehr müesse cho
Hätti ghornet i de Strasse
Und dr Schluuch vom Wage gno
Und sie hätte Wasser gsprützt
Und das hätti glych nüt gnützt
Und die ganzi Stadt hätt brönnt, es hätt si nüt meh gschützt

Und d'Lüt wären umegsprunge
I dr Angscht um Hab und Guet
Hätte gmeint s'heig eine Füür gleit
Hätte d'Sturmgwehr gno ir Wuet
Alls hätt' brielet: Wär isch tschuld?
Ds ganze Land in eim Tumult
Dass me gschosse hätt uf d'Bundesrät am Rednerpult

D'UNO hätt interveniert
Und d'UNO-Gägner sofort o
Für ir'd Schwyz dr Fride z'rette
Wäre beid mit Panzer cho
S'hätt sech usdehnt nad inah uf Europa, Afrika
S'hätt e Wältchrieg gäh und d'Mönschheit wär jitz nümme da

Ja I han es Zündhölzli azündt
Und das het e Flamme gäh
Und i ha für d'Zigarette
Welle Füür vom Hölzli näh
Aber ds Hölzli isch dervo-
Gspickt und uf de Deppich cho -
Gottseidank dass i's vom Deppich wider furt ha gno


Mani Matter

Fasten mit Samya 28



Das Schiff

Das eilende Schiff, es kommt durch die Wogen
Wie Sturmwind geflogen.
Voll Jubel ertönt’s vom Mast und vom Kiele:
„Wir nahen dem Ziele.“
Der Fährmann am Steuer spricht traurig und leise:
„Wir segeln im Kreise.“

Marie von Ebner-Eschenbach

Dienstag, 28. März 2017

Fürbitten 29.3 vergisst denn eine Mutter ihr Kindlein? Jes.49.14



29.3.2017 Jes.49.14    Joh.5.17 ..darum waren sie aus, ihn zu töten

die Lesungen für den Gottesdienst heute sind wie ein Drama komponiert. 
In der jüdischen Bibel hören wir einige der wunderschönsten Worte an Zuversicht und Vertrauen: durch den Propheten Jesaia verspricht Gott: „ICH werde dich erhören, 
ICH werde dir beistehen ... "vergisst denn eine Frau ihr Kindlein, eine Mutter ihren Sohn…und selbst wenn sie es täte, ICH DEIN GOTT vergesse dich nicht."  
Im Evangelium spürt man, wie sich die Schlinge um Jesus zuzieht, wie sich das Drama seines Todes vorbereitet. Wird er selbst in seiner Angst nicht im Innersten auf die Worte Jesaias gesetzt haben: „Ich dein Gott verlasse dich nicht“.....
Auch in unserem Leben liegt es so oft dicht beisammen: Hoffnung, Vertrauen und – das Entsetzen, als hätte Gott einen vergessen:  bitte wir heute

für alle, die wir im Herzen tragen          
für alle, die uns ihre Sorgen und Nöte anvertraut haben                  Stille

für alle, die uns weh getan haben
für Menschen, die an anderen schuldig geworden sind       

für die Kinder ringsum und weltweit und um ihr Recht auf Leben und Freude

für die alten Menschen in ihrer Hilflosigkeit und Abhängigkeit
für die Kranken, die schwer Kranken und für alle, die heute sterben werden

und für uns selbst, dass wir immer Gottes Zusage hören: „Ich dein Gott verlasse dich nicht“


So bitten wir dich guter Gott, zu dir kommen wir, wie zu unserer Mutter, an den guten und den schlechten Tagen, Amen

Fastenvorsatz 28 Freiheit geben

Denn das ist Schuld, wenn irgendeines Schuld ist: 

die Freiheit eines Lieben nicht vermehren 
um alle Freiheit, die man in sich aufbringt. 

Wir haben, wo wir lieben, ja nur dies: 
einander lassen; denn dass wir uns halten, 
das fallt uns leicht und ist nicht erst zu lernen." 

Rainer Maria Rilke 

Montag, 27. März 2017

Fürbitten 28.3 von der Sehnsucht, gesund zu sein


28.3.2017 Joh.5.1 Heilung beim Schaftor Joh.5.1
Steh auf, nimm deine Bahre und geh“ Das sagt Jesus heute im Evangelium zu einem Mann, 
der seit 38 Jahren gelähmt ist und jahrelang darauf wartet gesund zu werden. 
Jesus sieht, (was andere vielleicht nicht sehen wollen) er hilft und er heilt – für die gesetzestreuen Juden aber wieder eine Provokation – denn die Heilung passiert an einem Sabbat. Was bei dieser Geschichte aber auffällt: Jesus bringt diesmal die Krankheit des Mannes mit Sünde in Zusammenhang. "Sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres zustößt", sagt er zu dem nun Geheilten. Erst kurz zuvor, bei der Heilung des Blindgeborenen, hatte Jesus gesagt: "niemand hat Schuld an dieser Krankheit." Auch wir sind doch immer wieder mit Krankheit konfrontiert, mit Schmerz, mit Unglück – wie sollen wir damit umgehen? Bitten wir heute

dass wir nicht mit der Angst leben, es ist Gott, der uns für eine Sünde mit Krankheit straft -
dass wir aber für uns selbst den Sinn in mancher Krankheit erkennen, wenn sie einen zwingt,  Lebensgewohnheiten zu ändern

dass wir Leid und Krankheit nicht für etwas halten, womit Gott „verherrlicht werden kann“
dass wir aber Krankheit annehmen können in dem festen Glauben, Gott wird uns nicht im Stich lassen

dass Schmerz nicht etwas ist, was man Gott zuliebe ertragen muss
dass wir Leid und Schmerz aber oft besser aushalten, wenn wir uns darin solidarisch mit anderen Menschen fühlen

dass „Gesundheit“ nicht das allerhöchste Gut ist und zum Fetisch wird -
dass wir uns aber immer Gott um Hilfe zu bitten getrauen, für uns selbst und für Andere

dass wir selbst Menschen sein dürfen, die anderen helfen, die sonst niemand haben. Dass wir die Menschen sehen, die auf Hilfe warten



Du guter Gott, je älter wird werden, umso mehr an Krankheit und Mühseligkeit spüren wir. Lass uns dankbar sein, für alle Hilfe, die wir erhalten, aber lass uns letztendlich unsere Einschränkungen annehmen. Sie sind Teil unseres Lebens, für das wir dich loben und preisen – so gut wir es können, im Namen Jesu. Amen

Fastenvorsatz 27 Ordnung nicht überbewerten



"Das Leben schafft Ordnung,

aber Ordnung 
bringt kein Leben hervor" 


Antoine de Saint Exupery 

Sonntag, 26. März 2017

Fürbitten 27.3 dass das Leben stärker ist als der Tod


27.3.2017 dein Kind lebt Joh.4.43, Jes.65.17

Wer immer ein schwerkrankes Kind im Arm gehalten hat, der weiß, was es bedeutet, wenn man Hilfe sucht und um Hilfe schickt. Im Evangelium heute ist es ein königlicher Beamter, der Jesus anfleht, zu seinem sterbenskranken Sohn zu kommen. Jesus kommt nicht persönlich, aber er sagt :„dein Sohn lebt“. Der Mann vertraut diesem Versprechen, und tatsächlich, das Kind stirbt nicht. Es muss wie ein neues Leben sein, wenn so etwas geschieht und in der 1.Lesung gibt es die wunderbare Prophezeiung des Propheten Jesaia von einem neuen Himmel und einer Erde. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Weinen, kein Klagen, Frieden wird sein. Nur eine Utopie oder können wir vertrauen? Bitten wir heute in allen Sorgen und Ängsten

Bitten wir zunächst für die Kinder: Für alle, deren Leben tödlich bedroht ist durch Armut, Hunger, Ausbeutung und Krieg

Herr wir bitten dich: HILF

Für alle kranken Kinder und ihre Geschwister und Eltern , dass sie immer wieder Kraft und Hoffnung schöpfen können

Für die Ungeborenen, dass ihr Leben willkommen ist, auch wenn sich gesundheitliche oder mentale Probleme abzeichnen

Für die Zivilbevölkerung in den eingekesselten Stadtgebieten von Mossul, Kinder Frauen und Männer, die in diesen Tagen wahllos und hilflos den Kämpfen ausgeliefert sind

bitten wir für unsere kranken Freunde und Angehörigen, für alle deren Sorgen und Bitten wir heute mit in den Gottesdienst genommen haben

und bitten wir für uns selbst, dass wir es Jesus zutrauen, auch uns in schweren Situationen zu helfen


Du guter Gott, so legen wir auch unseren Tag heute ganz in deine Hand: voll Sehnsucht nach einem neuen Himmel und einer neuen Erde für uns alle. Amen

Fasten mit Samya 26



vom unsagbaren, das einer mit sich nimmt
die weidenblätter flüstern es sich zu
die krähen krächzen es in den wind
die steine verständigen sich darüber
in der sprache der steine

eva cader-benedix

Fastenvorsatz 26 Hin und wieder ein Idiot sein



„Jeder wusste, 
dass es unmöglich war, 
bis auf den Idioten, 
der es nicht wusste 
– 
und es möglich machte!“ 

Marcel Pagnol

Arthur am Sonntag 10 RICHTIG sehen können Joh.9.1

"Heute kriegt man ja noch gar nicht die Augen auf,"
jammert die Oma - diese Sommerzeit!!!
Sie ist zwar ohnehin eine Frühaufsteherin - aber die Sommerzeit, die mag sie nicht. Jetzt hofft natürlich die Oma, dass der Arthur fragt "Warum magst du die Sommerzeit nicht, Oma?" - aber der wartet nur auf seine Sonntagsgeschichte. Dabei hat die doch auch etwas damit zu tun, "dass man kaum aus den Augen schauen kann".
Da wird von einem Mann erzählt, der auf der Straße bettelt: blind ist er, schon blind geboren. Da läuft das Leben nicht mehr gut. Heute ist das ja anders, aber vor 2.000 Jahren!
Da war man nutzlos für die Gesellschaft und für seine eigenen Eltern nur eine Belastung.
"Blind" - der Arthur weiß schon was das heißt. Wenn er seine Omama im Heim besucht, gibt es
dort ganz viele blinde Menschen - die Omama selbst ist ja "nur" seh-eingeschränkt durch ihre
Augen Makula Erkrankung. Aber viele sind ganz blind. Der Arthur weiß, dass er da ganz gut aufpassen muss am Gang, wenn die Frauen und Männer - vorsichtig an der Gehhilfe an der
Wand tastend - durch die Gänge gehen.

Aber sie finden überall hin, sie sind sogar lustig und
fröhlich. Erst unlängst hat eine Dame dem Arthur eine Schokolade geschenkt: "Bist du ein liebes Kind", sagt sie - dabei kann sie den Arthur doch gar nicht sehen:
aber hören und spüren!
Nein,BLIND muss heute keine Katastrophe mehr sein -
und doch ist es ein schweres Schicksal.
"Stell dir vor, wenn du all die Bausstellen nicht sehen kannst,
die Kräne und die Bagger, die Arbeiter und die Einsatzfahrzeuge: na gut, die könntest du hören. Aber du wüsstest nicht wie deine Mama aussieht oder der Papa.
Du kannst in ihrem Gesicht tasten, du kannst sie riechen und streicheln
und spüren und hören ...aber NICHT SEHEN. Ja, das mag sich der Arthur gar nicht vorstellen,
er der so gerne oft nur FENSTER SCHAUT.
In der Geschichte wird nun erzählt, wie ein anderer Mann diesen blinden Bettler gesund macht.
Der Mann, er hat schon vielen Menschen geholfen, ist mit seinen Freunden unterwegs.
Als die den Blinden sehen, fragen sie:
"Ist der Mann blind, weil seine Eltern vielleicht Bösewichte waren?
War er selbst böse - und wird er deswegen bestraft"?
Wird man blind oder krank oder arm, weil man für irgend etwas bestraft wird? Bleiben die guten Menschen gesund -
und die Bösen geht es schlecht?
Nein, so einfach ist das leider nicht im Leben!
Da gibt es so viele "Böse", denen es hervorragend gut geht - und so viele "Gute", die ganz arm dran sind. ....
Warum? Wir wissen es nicht.
Schau, zum Beispiel die Freundin der Oma, ich erzähle dir doch immer von ihr: die ist nun schon fast 3 Monate im Spital. Hat die was Böses getan? Die hat so viel Gutes für andere getan, Jahre-Jahre-Jahrelang. Na bitte, warum kann DIE nicht pumperlgesund sein?
So oft im Leben wirst du dich fragen "WARUM"

Warum ich? warum ich nicht?
"Weißt du, ich bin jetzt schon so alt", sagt die Oma:
Verschwende dann nicht zu viel Zeit
mit dem WARUM fragen -
nimm die Dinge, wie sie sind, (wenn du sie nicht ändern kannst)
Vielleicht gibt es irgendwann, irgendwann eine Antwort
Hab Geduld!!

Aber noch etwas ist bei dieser Sonntags-Geschichte spannend.
Der blinde Bettler war natürlich überglücklich dass er wieder sehen kann.
Und er war sehr sehr dankbar dafür.
Dass ist nämlich auch wichtig, dass man DANKBAR sein kann. Er hätte ja auch schimpfen können: "NA ENDLICH,
warum ist das nicht schon viel früher passiert!!"
Dann wäre er vielleicht verbittert geblieben, weil er doch
SO LANGE blind war, und ERST JETZT ...
Schau nicht zurück, tu nicht jammern -
schau immer dankbar in die Zukunft!

Ja und dann gibt es Menschen,
die sehen können - und doch nichts sehen
"Wieso sehen die nichts", fragt der Arthur, "ich sehe alles, ich sehe auch die die Vogerl ganz oben am Baum"
 "Dadadada" schreit dann der Arthur immer aufgeregt.
"Ja genau", sagt die Oma, "so viele Menschen sehen gar keine Vogerln mehr, sie sehen keine Blumen,
das ist alles unwichtig für sie, dafür haben sie keine Zeit.
Sie sehen auch die anderen Menschen nicht, mit denen sie in der U Bahn sitzen,
sie sehen nicht, wenn einer traurig ist, sie sehen nicht, wenn einer Hilfe braucht,
sie sind einfach wie blind ...
Und das ist noch schlimmer, als wirklich blind sein. Wenn man auf diese Art blind ist,
dann ist man ein armer Mensch - ja dann muss man auch hoffen, dass einer vorbei kommt,
um einem die Augen zu öffnen!!

"Ich SEHE ALLES"
sagt jedenfalls der Arthur und hebt demonstrativ ein Bröserl vom Boden auf!!
Keck blitzt es in seinen großen Augen :
"Oma,... und .....
WARUM gibt es so viele Brösel?"
"Du, gleich wirds ganz andere "BRÖSEL" geben" sagt die Oma...
aber da rennt der Arthur schon lachend davon.
"Pass auf, schau genau, mach die Augen auf,"
 ruft ihm die Oma nach...

und das ist hier ist für den Arthur, wenn er einmal ganz groß ist - 
Der Dichter Rainer Maria Rilke schrieb 1902 einem jungen Mann, 
der viele, viele WARUM Fragen hatte:

"..ich möchte Sie, so gut ich es kann, bitten, lieber Herr, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein."


Samstag, 25. März 2017

4.Fastensonntag WIEDER SEHEN KÖNNEN; richtig sehen Joh.9.1


26.3.2017 Jesus öffnet dem Blinden die Augen Joh.9.1
„Ich war blind und kann wiedersehen“, sagt ein Mann heute im Evangelium. Jesus hat ein Wunder bewirkt, er hat diesem Menschen, das Augenlicht zurückgegeben, er hat einem Blinden die Augen geöffnet. Der Mann war blind geboren und sieht nun die Welt ganz neu. Die meisten von uns sind nicht blind – und doch sehen wir oft so wenig. Bitten auch wir Jesus, dass er uns die Augen öffnet. Dass auch wir „wieder sehen“ können.

Dass uns Tag für Tag die Augen aufgehen
dass wir all das Gute in unserem Leben sehen können und nicht so oft jammern

Dass uns Tag für Tag die Augen aufgehen
dass wir uns umsehen können, dass wir erkennen, wo und wann wir gebraucht werden

Dass uns Tag für Tag die Augen aufgehen
dass wir einsehen können, was wir falsch gemacht haben, dass wir einsehen können,
wenn wir anderen etwas schuldig geblieben sind

Dass uns Tag für Tag die Augen aufgehen
dass wir nachsehen können, wenn wir uns gekränkt oder ungerecht behandelt fühlen
Dass wir nachsehen können, wenn Menschen rund um uns nicht perfekt funktionieren. dass wir aber auch uns selbst Fehler und versagen nachsehen können

Dass uns Tag für Tag die Augen aufgehen
dass wir immer wieder aufsehen können, wenn uns Ängste, Sorgen oder Versagen niederdrücken. Dass wir aufsehen können, wenn wir nicht mehr so recht weiterwissen, dass wir aufsehen können im Vertrauen, dass Gott es gut machen wird

Dass uns Tag für Tag die Augen aufgehen
lass uns aber auch um ein Wiedersehen bitten, mit allen Menschen die uns fehlen.
mit Menschen, die gestorben sind aber auch mit solchen, die wir aus den Augen verloren haben, dass wir uns wieder um Kontakt und Nähe bemühen.


Du, Gott, Du, der gewiss voll Güte auf uns schaut. Schenke auch uns einen guten Blick auf alles in unserem Leben, einen guten Blick vor allem auf die Menschen um uns, dass wir ihre Freude und ihre Sorgen wahrnehmen können. Wir bitten im Namen Jesu. Amen

Ach Arthur 97 ....ja, NUN hat sich der PAPA OUTEN müssen

Die Oma kichert in sich hinein
PAPA - OUTING!!! Na, macht das neugierig?
Was könnte da passiert sein?
Was passiert DANACH?
Wird es die ganze Familie verändern?
Wie kommt Arthur damit klar?
Was JETZT?
Ja, die Oma kichert
Weil - WEIL das PAPA OUTING
das ist wirklich der Mega Überraschungs Hit gewesen
Nein, mit SO ETWAS hätte die Oma wirklich nicht gerechnet!!
Nicht mit SO ETWAS!!!
Sie kennt den Arthur Papa natürlich als den allerliebsten Familienmenschen,
und doch sieht sie in ihm auch den Wirtschaftsanwalt:
dunkler Anzug, Manschetten-Hemd, hochglanzpolierte Schuhe
Korrekt bis in die Fingerspitzen!!!
Ja, die Oma muss zu geben:
MIT DIESEM ganz anderen OUTING
hat sie nicht gerechnet!!!
Möchte jetzt irgendwer schon wissen, WELCHES OUTING?
Na, das ist eine heikle Sache!! Geduld
Wie immer beginnt es natürlich mit dem Arthur.
Klar, ALLES beginnt mit dem Arthur.
Genau so wichtig fühlt er sich ja!
Und DIESMAL?
Was ist passiert
VOR dem PAPA OUTING???
Also: Arthur war in der Musikgruppe - alles ganz nett, ein bissl misstrauisch ist er, wie immer, wenn etwas ganz neu ist
den vielen Rassel- und Zupf und Schlaginstrumenten steht er abwartend entgegen

am Lustigsten ist es,
wenn zur Musik im Kreis gelaufen wird
Da überholt der Arthur alle
und rennt seine dreifachen Runden ...
(und dabei ist er doch der Jüngste in der Gruppe)
ABER
WAS er dort gesehen hat!!!!
Die Leiterin der Musikgruppe stimmt vor Beginn der Stunde ihre Gitarre.
Und dieses Gitarre-Stimmen,
das vorsichtige Anzupfen
und ein paar Läufe spielen -
das versetzt den Arthur - so sagt seine Mama -
das versetzt den Arthur in pures Entzücken. Pures Entzücken!!!
Am Abend wird das natürlich brühwarm dem Papa erzählt, der ja den ganzen Tag über
wissen will, was sein Aktivi so treibt:
ja, da wird das dem Papa erzählt .....
und plötzlich steht dieser Papa auf ... geht in den Garderobe Raum
und da, JA DA
beginnt das outing
Denn dieser Papa kommt zurück mit einer prachtvollen Gitarre.
VERSTECKT hatte er sie die ganze Zeit - VERSTECKT
Jetzt aber setzt er sich mit dem Arthur auf die Couch
und DIESER PAPA spielt, ....da perlen die Akkorde nur so
da wird es jazzig und was für eine Schlagtechnik
(Oma sieht es nur im video!!!!)
Arthur ist hingerissen ... hingerissen, hin und weg ....
Dass der Papa der Größte ist - das weiß er eh
Dass der Papa eine Kanzlei hat und der Arthur dort ein und ausgehen kann, das weiß der Arthur auch...
ABER ALL DAS
ist NIX gegen diese Gitarre
Arthur himmelt den Papa an - denn der lässt ihn nun selbst die Saiten zupfen, alles darf der Arthur angreifen, ausprobieren,
den Gitarrenbund halten wie ein Großer....
Ja - PERFEKT!!!
PERFEKT???
Na ja!!!
Wie das halt auch so ist mit einem Outing:
Beachten sie die Wirkungen und Nebenwirkungen!!!!!

Wirkung:
Allergrößte Bewunderung!
Nebenwirkung?
NUN VERLANGT der Arthur "Gitarre-spiel"
Schon beim Aufwachen - noch im Schlafzimmer!
Während sich der Papa
noch ein Bussi vom Arthur holen will -
zeigt der Arthur Zeigefinger
bereits energisch auf die Gitarre,
die nun dort gleich
neben den Betten steht:
SPIELEN!!! SPIELEN  SPIELEN!!!
Ja, diese Fragen hat sich die Oma eingangs gestellt
1.Was könnte da passiert sein?
2.Was passiert DANACH?
3.Wird es die ganze Familie verändern?
4.Wie kommt Arthur damit klar?
5.Was JETZT?
ad 1 nun wissen wir es: Der Papa ist ein toller Gitarre Spieler nicht nur ein businessman
ad 2 nach dem OUTING? Der arme Papa muss spielen und spielen und spielen
ad 3 wird es die Familie verändern? na, vielleicht in Richtung Hausmusik??
ad 4 der Arthur,wie er damit klar kommt? Na wie immer, no problem - Hauptsache,
        Papa spielt, Papa spielt, Papa spielt
ad 5 was JETZT?
Die Rettung naht und sie heißt THEO!!!
THEO vor den Vorhang.
Er ist 4 Jahre alt, die Eltern Musiker, er selbst übt auch schon auf einem kleinen Cello
und als Arthur diesen wunderbaren THEO vor 3 Tagen besucht
und als die Rede darauf kommt, wie narrisch der Arthur auf Gitarre ist
- auch der Cello Hausmusik hat er innig zugehört -
als der THEO hört, dass der Arthur .... also dass der
ein bissl einen Tick mit Gitarre hat...
da holt der Theo was ganz Kostbares hervor -

"Arthur, wenn du willst
leihe ich dir meine Kinder-Gitarre, ich habe
ja jetzt schon ein eigenes kleines Cello!"


Theo's Kinder Gitarre 
darf sich der Arthur mit nach Hause nehmen

Für den Arthur ist es
wie Weihnachten und Ostern und Geburtstag zusammen!!!

Arthur hat seine eigene Gitarre!!!

Ob es den Papa entlastet?
Wir hoffen es!!

Fasten mit Samya 25



Erfolg 
ist keiner 
der Namen Gottes 

Martin Buber

Fastenvorsatz 25 mir nicht selbst im Weg stehen


"Wer sich selbst im Weg steht,
kann nicht vorwärts gehen" 

Lothar Zenetti 

Fasten mit Samya 24



silberlicht bricht sich
am zerfederten himmel


und du schenkst mir 
das meer 



isabella kramer

Fürbitten 25.3 ob wir den Engel hören? Lk.1.26


25.3.2017 Verkündigung des Herrn
Neun Monate vor Weihnachten, vor dem Fest der Geburt des Herrn am 25.Dezember,  wird das Fest der Verkündigung gefeiert: In der Erzählung der Bibel ist das jener Tag, an dem der Engel Gabriel zu dem Mädchen Maria gesandt wird um ihr – im wahrsten Sinn des Wortes: aus heiterem Himmel – mitzuteilen „Du wirst einen Sohn gebären, Sohn des Höchsten wird er genannt werden“ Maria erschrickt, sie fragt ganz nüchtern „wie soll denn das geschehen“ – und dann sagt sie ihr „JA“. Maria sagt, es soll geschehen, wie Gott es will.                            Bitten auch wir heute: Dein Wille geschehe

dass wir den Engel nicht übersehen, der auch zu uns gesandt ist
dass wir heraushören können im Alltag unseres Lebens,
was Gott gerade jetzt und heute von MIR will.
So bitten wir: Dein Wille geschehe

dass wir den Mut zu klaren Entscheidungen haben
dass wir erkennen, woran wir uns orientieren können
so bitten wir: Dein Wille geschehe

dass wir stark sind, Ja zu sagen, wo es gut und richtig  ist.
dass wir aber auch stark und einfühlsam genug sind,  Nein zu sagen, wo es nötig ist,
so bitten wir: Dein Wille geschehe

dass wir immer besser lernen, dem Leben zu vertrauen
dass wir auch den Menschen um uns Mut aufs Leben machen und niemanden entmutigen
so bitten wir: Dein Wille geschehe

dass wir aber auch Misserfolg und Frustrationen aushalten
dass wir keine Angst vor Neuem und dem Risiko haben
so bitten wir: Dein Wille geschehe

dass wir immer besser annehmen lernen, was sich nicht ändern lässt
dass wir immer besser JA sagen lernen, auch zu allem Schweren in unserem Leben
so bitten wir: Dein Wille geschehe


Bitten wir heute – mit unserem Blick auf Maria - auch für alle Opfer von Terror und Gewalt. Bitten wir für alle, die in großer Not und in großen Sorgen sind. Gott erbarme dich über sie und über uns alle, im Namen Jesu. Amen

Donnerstag, 23. März 2017

Fürbitten 24.3. den Nächsten kann ich mir nicht aussuchen Mk..12.28

24.3.2017 Mk 12, 28 Gottesliebe Nächstenliebe
Für die frommen Juden zur Zeit Jesu ist das religiöse Leben kompliziert. Theoretisch musste man 613 Gesetze und Vorschriften einhalten. Aber auch wir kennen dieses skrupulöse, ängstliche Einhalten von Geboten. Auch in unserer Kirche sieht man oft vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Das heißt, man sieht vor lauter Gesetzesparagrafen nicht, worum es einzig und allein geht: Jesus formuliert es ganz einfach: „Du sollst Gott mit deinem ganzen Herzen lieben- und aus dieser Gottesliebe heraus, sollst du deinen Nächsten lieben, wie dich selbst“   Wie einfach könnte das sein: NUR zwei Gebote. Dabei wissen wir, wie sehr es sich schon oft bei der Nächstenliebe „spießt“ Bitten wir heute:
dass wir uns „den Nächsten“ nicht aussuchen
einen Menschen der uns angenehm ist
sondern dass wir wirklich auf den Menschen sehen, der uns von Gott „aufgetragen“ ist

dass wir als Christen ein Klima schaffen, in dem „jeder Nächste“ als ebenbürtiger Mensch gesehen wird, genauso von Gott geliebt wie auch wir

dass wir als Christen angesichts der Flüchtlinge spüren, dass wir es uns nicht leichtmachen dürfen, dass auch wir bis an unsere Grenzen gehen müssen, ehe wir sagen „wir schaffen es nicht mehr“   
bitten wir um die Liebe, die uns frei macht von uns selbst
die uns immer wieder neu anfangen lässt

dass wir aber auch mit uns selbst barmherzig umgehen, auch wir sind uns der Nächste

bitten wir um eine Gottes-Liebe, in der wir uns nicht verbiegen und nicht krampfhaft „Opfer“ bringen müssen, sondern eine Liebe, die uns glücklich und lebensfroh macht und uns guttut
Du guter Gott, so lass uns dich mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele, mit unserem ganzen Denken und all unserer Kraft lieben. Hilf , dass wir liebevoll füreinander da sind, dass uns ein gutes Miteinander gelingt, im gemeinsamen Weg zu dir. Im Namen Jesu : Amen


Besser NIX NACHTRAGEN

Jemand erzählt mir von einer therapeutischen Gruppenübung : 
es geht ums Verzeihen können und NACHTRAGEN. 
Eine spielt das gekränkte Opfer
ein anderer, den Täter, der die Kränkung ausgelöst hat. 
Das "Opfer" soll sich aus einem Haufen Steine einen aussuchen, der ihr gerade schwer genug schien, um den "Täter" damit zu belasten....
ja und dann musste sie diesen Stein dem Täter nachtragen ..und nachtragen….
Während der nichts sonst tun musste, einen vergnüglichen Vormittag in der Gruppe hatte, 
sich frei und unbeschwert bewegen konnte - 
hat „das Opfer“ sich abgeschleppt...und außer ihrer Mühe und ihrem Frust war Nix. 
Besser NIX NACHTRAGEN, 
dann hat man die Hände und die Seele
wieder frei .....

Fastenvorsatz 23 nie zu alt DAFÜR sein



"Wer nicht an sich arbeitet, 
bleibt banal"


Komponist und Trompeter Franz Kogelmann 

Fasten mit Samya 23



Nacht ist wie ein stilles Meer, 
Lust und Leid und Liebesklagen 
Kommen so verworren her 
In dem linden Wellenschlagen. 

Wünsche wie die Wolken sind, 
Schiffen durch die stillen Räume, 
Wer erkennt im lauen Wind, 
Ob's Gedanken oder Träume? - 

Schließ ich nun auch Herz und Mund, 
Die so gern den Sternen klagen: 
Leise doch im Herzensgrund 
Bleibt das linde Wellenschlagen.

Joseph von Eichendorff

Fasten mit Samya 22



Ich rief deinen Namen hinaus
in die unendliche Stille

Das Echo klang wie
"zu spät, zu spät"

Als ich wieder rief war da
schon kein Echo mehr

Ilse Heinrich

Mittwoch, 22. März 2017

Fürbitten 23.3 manchmal braucht es klare Standpunkte Lk.11.14



gegen faule Kompromisse, faulen Frieden, Konfliktscheu, private Wohlfühlzonen

3.3.2016 Lk.11.14 „wer nicht für mich ist, der ist gegen mich“

„wer nicht für mich ist, der ist gegen mich“ – sagt Jesus heute im Evangelium. Wir kennen aber auch die andere Stelle,(Mk.9.38)  wo Jesus seinen Jüngern sagt: wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. Hier hatten sich die Jünger darüber beschwert, dass ein Fremder im Namen Jesu geheilt hat. Hier ist Gutes getan worden und die Jünger sollen ihre Engstirnigkeit überwinden. Nun aber wird Jesus von Leuten angegriffen, die ihn selbst in Frage stellen und auch auf die Probe stellen wollen. In dieser Situation zieht Jesus unmissverständlich eine Grenze. Auch wir müssen diese Balance immer wieder lernen – zwischen Offenheit und unverrückbarem Standpunkt. Bitten wir heute

dass wir uns nicht vor Auseinandersetzungen, vor klaren Entscheidungen drücken - dass wir immer aber auch nachgeben können, zu Kompromissen bereit sind  Christus höre uns – X erhöre uns

dass es aber keine „faulen Kompromisse“ sind, die wir schließen, nur um unsere Ruhe zu haben –

dass wir nicht aus Feigheit konfliktscheu sind, sondern immer besser lernen, unsere Standpunkte zu vertreten ohne Andere deswegen zu beleidigen

dass wir wissen, was wir wollen - dass wir aber auch nicht stur und uneinsichtig sind

dass wir unbeirrbar unseren Weg gehen – und doch immer offenbleiben, für neue Wege

dass die Menschen wissen, woran sie bei uns sind - dass wir uns aber nicht selbst mit starren Regeln das Leben schwermachen

dass wir das leben, woran wir glauben - dass wir Gott aber nicht missbrauchen für unsere eigenen Rechthabereien

dass wir ein Feuer der Begeisterung in uns tragen - dass wir aber nicht „zündeln“ oder krampfhaft Probleme schaffen, wo es gar keine gibt


Du guter Gott, immer wieder leben wir in einem Spannungsverhältnis, immer wieder müssen wir auf neue Probleme neue Antworten finden. Immer wieder müssen wir uns neu entscheiden: hilf uns, das Richtige zu tun, wir bitten auch für die  vom Terror betroffenen Menschen in London, aber auch überall anderswo, wo Menschen durch Gewalt ums Leben kommen.  Hilf, dass wir zum Frieden finden  darum bitten wir durch Jesus unseren Bruder.Amen