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Dienstag, 24. Oktober 2023

Fürbitten 25.10 Verantwortung: JA, aber sich nicht von ihr erdrücken lassen

 




25.10.2023 Lk.12.39 Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert...

 

Auch im heutigen Evangeliumstext geht es um das Wach-sein, das Bereit-sein, um das Wissen, dass jederzeit jeder Moment im Leben wichtig und kostbar ist. Jesus erzählt ein drastisches Beispiel von einem Verwalter, der seinen Untergebenen viel anvertraut. Aber wehe, sagt Jesus, wenn die das Anvertraute nicht gut verwalten. „Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert, wem viel anvertraut wurde, von dem wird umso mehr verlangt werden.“ heißt es heute im Evangelium. So ein Satz kann auch Angst machen. Was, wenn Gott nicht zufrieden ist mit dem, was wir aus unserem Leben machen?   Sollte man da auf so manches „Gottes-Geschenk“, auf so manches Talent um Beispiel, nicht lieber verzichten, - wer weiß, was von einem verlangt wird? Wird Gott einer sein, der aufrechnet und umrechnet, der abwägt und einschätzt, ob wir auch genug geleistet haben?  Nein, so funktioniert die Liebe sicher nicht, und schon gar nicht Gottes Liebe– bitten wir


dass wir uns immer bemühen, das Beste zu geben, aber keine Angst haben, Gott könnte es zu wenig sein

dass wir etwas leisten wollen, aber uns nicht unter Leistungs-Druck setzen

dass wir für unsere Talente dankbar sind und sie nützen, dass sie uns aber nicht zur Last werden

dass wir uns verantwortlich fühlen, aber uns nicht von der Verantwortung erdrücken lassen

dass wir für Andere da sein wollen, aber doch auch auf unsere eigene Kraft schauen

dass wir uns vom Leben und von Gott beschenken lassen, ohne Angst zu haben, was wir nun selbst dafür leisten müssen

dass wir letztlich immer in der Zuversicht leben, dass Gott sich über uns freut, ganz gleich, was wir GELEISTET haben

 

In diesem Vertrauen, du guter Gott, legen wir auch diesen Tag in deine Hand. Deine Liebe ist voller Geduld und Zärtlichkeit – lass, dass auch wir SO nachsichtig und barmherzig mit den Menschen umgehen, mit denen wir zu tun haben. Dass wir immer besser lieben lernen. Das bitten wir durch Jesus unseren Bruder. Amen