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Samstag, 24. Dezember 2016

Ach was, Weihnachten!!!!!

ja, das normale Leben 
"Danach" 
war auch nicht leicht für die Jesus Mama


24.12. Die Geschichte vom Stall in Bethlehem
eine Geschichte .... eine Geschichte,
KEINE Reportage ....
Jesus ist nicht im Stall und nicht in Bethlehem geboren
das ist heute Lehrbuchmeinung der Theologie
Jesus, er ist ganz "normal" geboren worden, vermutlich in Nazareth
Erzählen aber will die Geschichte "vom Stall in Bethlehem", 
wie Gott ganz klein und in uns Mensch ist
"geboren von der JUNGFRAU Maria"
eine Geschichte...
die erzählen soll, dass Gott die Dinge auf den Kopf stellt
es geht nicht mehr ums "MACHEN" - 
WIR tun, WIR machen, -  ein Mann zeugt, eine Frau ist die Gebärerin
im Stall von Bethlehem liegt einfach ein Baby: 
wer weiß schon,wie es dorthin gekommen ist?  
Und was wird dann passieren?
und was passiert heute?
und was passiert mit uns?
Oft ist vieles kompliziert - können wir glauben, dass es dennoch GUT ist?

Heribert Prantl, Innenpolitikchef der "Süddeutschen Zeitung" - kein Theologe,
"nur Journalist", sieht es so

"Komplizierte Verhältnisse

Jungfrauengeburt meint etwas ganz anderes, 
nichts Biologisches, sondern etwas Geistliches.
Die Wahrheit über diese Jungfräulichkeit 
findet man nicht bei einer gynäkologischen Untersuchung.
Die Evangelisten, die von der Jungfrauengeburt schreiben, sind Theologen, keine Sexologen.
Sie sprechen nicht von der menschlichen Fortpflanzung, 
sondern vom Fortschritt des Menschlichen.
Die Jungfrauengeburt ist Chiffre für die emanzipatorische Idee, 
 sie ist ein Freiheitsbegriff.
Die Sprache der Bibel und des Credos ist hier eine mythische, keine historische oder naturwissenschaftliche.
»Jungfrauengeburt« soll besagen, 
dass etwas ganz Neues zur Welt kommt, 
das nicht männlicher Macht entspringt.
Die Weihnachtsgeschichte beginnt mit dem Abschied vom Patriarchat. 
Das Neue kommt ohne Zutun männlicher Potenz zur Welt - 
durch die Kraft des Geistes.
>>Geist« ist in der hebräischen Bibel feminin, eine Die, 
 eine schöpferische, weibliche, pfingstliche Kraft: 
Sie reformiert, sie revolutioniert, sie macht neu.
Daher heißt es im Magnifikat, im Lobgesang Marias: »Gott stürzt die Mächtigen vom Thron<<.
Die Legende von der Jungfrauengeburt legt also die Axt ans Stammbaum-Denken 
und die klassischen Machtstrukturen.
Die Geschichte, dass alles vorbestimmt ist durch die Abstammung und 
dass es nur einen Vater geben kann, ist zu Ende.
Die Weihnachtsgeschichte ist also auch eine tröstliche Geschichte für all die Menschen, die in komplexen Familienstrukturen leben.
Schon für das Kind in der Krippe sind die Verhältnisse kompliziert. "

HERIBERT PRANTL