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Freitag, 27. Juni 2014

die großen Töchter - wenn ein Lederhosenjodler .....

also eigentlich....
kann ich mit dem Burli Gablier nicht viel anfangen
so wirklich auf meine Netzhaut gedrungen ist er erst nach der Formel 1 in Spielberg -
und auch da erst mit Verspätung.
Die Bundeshymne hat er dort gesungen - echt gesungen? nicht gejodelt?
was ist sein eigentliches Metier? aussehen tut er für mich wie ein Jodler
aber wär ja auch ok .. warum nicht jodeln...

aber was ist passiert: G hat nicht die neue Version der Bundeshymne gesungen, sondern die alte
"Heimat bist du großer Söhne..."
und die Töchter hamma halt tief drinn im Lederhosenlatz halt vergessen
ich nehme an, er hat sie "vergessen" - er war nicht am Laufenden...wie das halt in so einem Metier ist
Kleine Entschuldigung hätte genügt "sorry Frauen...ich sings euch noch einmal"

aber was tut der Lederhosenburli: er sagt patzig: "so kenn ich die Hymne seit dem Sachkundeunterricht mit acht Jahren ... und so bleibts...ich werde sie immer so singen"
worauf die frühere Frauenministerin Rauch Kallat in einer Diskussion sinngemäß folgert:
"Sie haben sich ja seit dem 1.Lebensjahr auch weiter entwickelt und sind aus den Windeln heraus. Ich nehme mal an,sie können heute ihren Schließmuskel auch beherrschen"...

ab JETZT wirds politisch. Denn nun muss sich Burli G natürlich auf höhere Ebene begeben.
Ein Volksvegehren will er initiiieren - zurück zur alten Hymne
und wer springt gleich rauf auf den Topf: HC Strache
da weiß man, dass das Herz am RECHTEN Fleck schlägt

Burschen, ihr könnts die Töchter singen oder nicht singen .... ES GIBT SIE

und hier wird in Kürze ein "Auszug" unserer facebook Aktion stehen "Grosse Töchter"
viele viele fb Freunde posten seit in der Früh Portraits großer Frauen ....

da hab ich heute früh sogar meine "Therme" sausen lassen, sitze nicht im warmen Wasser,
sondern verneige mich vor unzähligen großartigen wunderbaren Frauen, die auch mir geholfen haben, mit aufrechtem Gang FRAU zu sein

Tschüssi an die GEISTIGE Lederhosen und Trachtenfront!!!!
denn es gibt Lederhosen und Trachtenträger mit anderem geistigen Hintergrund...um das als Steirerin einmal klarzustellen!!!


NIE MEHR WIEDER?

                                   Hand eines unbekannten Soldaten an der Westfront. Foto AFP

HEUTE 28.Juni 1914 die Schüsse von Sarajewo
                                               
                                             Bilanz des Ersten Weltkriegs:
                                             etwa 9 Millionen Gefallene,
                                             mehr als 21 Millionen Verwundete
                                             fast acht Millionen Kriegsgefangene und Vermisste,
                                             dazu unzählige traumatisierte Menschen.


                                                         Foto Irmgard Czerny

in der Hoffnung, dass WIR kriegsmüde sind - 
ehe WIR neue Kriege anzetteln 

"Fantasie von übermorgen"

      Und als der nächste Krieg begann
      da sagten die Frauen: Nein
      und schlossen Bruder, Sohn und Mann
      fest in der Wohnung ein.

      Dann zogen sie in jedem Land
      wohl vor des Hauptmanns Haus
      und hielten Stöcke in der Hand
      und holten die Kerls heraus

          Sie legten jeden über's Knie
          der diesen Krieg befahl:
          die Herren der Bank und Industrie,
          den Minister und General.

          Da brach so mancher Stock entzwei
          und manches Großmaul schwieg.
          In allen Ländern gab's Geschrei,
          doch nirgends gab es Krieg.

          Die Frauen gingen dann wieder nach Haus
          zu Bruder und Sohn und Mann
          und sagten ihnen: der Krieg sei aus.

          Die Männer starrten zum Fenster hinaus
          und sahen die Frauen nicht an... 

Erich Kästner  

Alle Tage

Der Krieg wird nicht mehr erklärt,
sondern fortgesetzt. Das Unerhörte
ist alltäglich geworden. Der Held
bleibt den Kämpfen fern. Der Schwache
ist in die Feuerzonen gerückt.
Die Uniform des Tages ist die Geduld,
die Auszeichnung der armselige Stern
der Hoffnung über dem Herzen.

Er wird verliehen,
wenn nichts mehr geschieht,
wenn das Trommelfeuer verstummt,
wenn der Feind unsichtbar geworden ist
und der Schatten ewiger Rüstung
den Himmel bedeckt.

Er wird verliehen
für die Flucht von den Fahnen,
für die Tapferkeit vor dem Freund,
für den Verrat unwürdiger Geheimnisse
und die Nichtachtung
jeglichen Befehls.

Ingeborg Bachmann

Wacht auf!

Wacht auf, - denn eure Träume sind schlecht!
Bleibt wach, - weil das Entsetzliche näher kommt.

Auch zu dir kommt es, der weitentfernt wohnt
von den Stätten, wo Blut vergossen wird,
auch zu dir und deinem Nachmittagsschlaf,
worin du ungern gestört wirst.
Wenn es heute nicht kommt, kommt es morgen,
aber sei gewiß.

"Oh, angenehmer Schlaf
auf dem Kissen mit roten Blumen,
einem Weihnachtsgeschenk von Anita, woran sie drei Wochen gestickt hat,

oh, angenehmer Schlaf,
wenn der Braten fett war und das Gemüse zart.
Man denkt im Einschlummern an die Wochenschau von gestern abend:
Osterlämmer, erwachende Natur, Eröffnung der Spielbank in Baden-Baden,
Cambridge siegte gegen Oxford mit zweieinhalb Längen, -
das genügt, das Gehirn zu beschäftigen.

Oh, diese weichen Kissen, Daunen aus erster Wahl!
Auf ihm vergißt man das Ärgerliche der Welt, jene Nachricht zum Beispiel:
Die wegen Abtreibung Angeklagte sagte zu ihrer Verteidigung:
Die Frau, Mutter von sieben Kindern, kam zu mir mit einem Säugling,
für den sie keine Windeln hatte und der
in Zeitungspapier gewickelt war.
Nun, das sind Angelegenheiten des Gerichtes, nicht unsre.
Man kann dagegen nichts tun, wenn einer etwas härter liegt als der andre.
Und was kommen mag, unsere Enkel mögen es ausfechten."

Ach, du schläfst schon? Wache gut auf, mein Freund!
Schon läuft der Strom in den Umzäunungen, und die Posten sind aufgestellt.

Nein, schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind!
Seid mißtrauisch gegen ihre Macht, die sie vorgeben für
euch erwerben zu müssen.
Wacht darüber, daß eure Herzen nicht leer sind, wenn mit
der Leere eurer Herzen gerechnet wird!
Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet!
Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!

Günther Eich


Donnerstag, 26. Juni 2014

Olalla - Hannelore Bayrak 1


Hannelore ist eine facebook Freundin. facebook Freundschaften habe ich alles andere als oberflächlich und "billig" erfahren. Ich bin dankbar, für viele kostbare Kontakte - auch dir Hannelore
Persönlich kennen wir uns ja gar nicht - haben aber übers Schreiben und Gedanken-austauschen
ganz schnell einen Punkt der "Freundschaft" erreicht, wo man sehr offen über Gefühle und Bedürfnisse sprechen kann - SOGAR über religiöse. Religiöse Gefühle sind ja weitaus mehr tabuisiert als andere anderen - auch deshalb versuche ich, UNS aus der Reserve zu locken ...

Ins Gespräch gekommen sind wir vor 4 Jahren über Ayla, das kleine Türkenmädchen - da habe ich erfahren, dass Hannelore, Mama von 4 Kindern, mit einem Türken verheiratet, zum Islam konvertiert ist. Eine spannende Sache ..
Heute ein Text von Hannelore, den sie ganz spontan noch gestern in der Nacht nach meiner "Anfrage" für den blog verfasst hat

Wenn Gott sich dir zuwendet,
um dir seine Güte und Barmherzigkeit zu zeigen,
sei dir dessen bewusst.

Reine Herzen erhalten Geschenke,
die sich der reichste Mensch in ihrer Pracht
nicht vorstellen kann.

Kein Wink, keine Kreuzung, keine Rast
ist ohne Sinn. Kein Leid, keine Last ist ohne Lehre.
Nur wer krampfhaft sucht, steht sich selbst im Weg,
denn Gottes Weg ist eindeutig. Man muss nur die
Augen öffnen. Sich vor der Sonne zu verstecken bedeutet,
sich seiner Schattenseite zuzuwenden. Sich im Licht bewegen
ermöglicht Erkenntnis, Lernen und Streben nach Wissen.

Geduld ist der Wegweiser, Freude der Begleiter und
Anstrengungen, Rückschläge und Durchhaltevermögen
sind Etappensiege. Gib den Menschen,
die dir auf deiner Reise begegnen, ab von deinem Proviant,
lächle in die Städte und freue dich an ihnen.

Denke nie, du kennst den Weg. Du kennst nur deine Aufgabe
im Vertrauen auf die richtige Richtung. Wüsstest du den Weg,
wäre das Vertrauen auf die Leitung hinfällig. Doch ohne Vertrauen
entsteht keine Hingabe, ohne Hingabe erfährst du nie
die Tiefe der Liebe. Und ohne Liebe zu leben
ist wie ein Brunnen ohne Wasser, wie ein toter Baum,
der ohne Wachstum, ohne Blüte und Frucht verlassen steht.
Es gibt kein Falsch, es gibt
keine Angst, wenn deine Absicht mit dem Willen Gottes
in Einklang steht.

Dieser Wille, diese liebevolle Kraft,
die dich beim Namen nennt, die alle Wesen
ins Leben ruft, sie diesen Weg gehen lässt und wieder zu
sich nach Hause holt, möge uns erreichen und bewegen.

wie Hannelore sich selbst sieht - in ihrer Lebenssituation, in ihrem suchen und teilweise auch schon gefunden haben - darüber im nächsten Text


doch bald Ausreisegenehmigung für sudanesische Christin Mariam?

                                                               Foto AFP

eine Meldung von kath.net

"Die im Sudan zum Tode verurteilte und am Montag freigelassene Christin Mariam Yahia Ibrahim Ishag ist nach Angaben der US- Regierung doch weiterhin auf freiem Fuß. Die 27- Jährige wurde am Flughafen der sudanesischen Hauptstadt von den Behörden am Dienstag mehrere Stunden befragt, aber entgegen ersten Berichten nicht festgenommen. Dies teilte die US-Außenamtssprecherin Marie Harf am späten Dienstag mit. "Die sudanesische Regierung hat uns versichert, dass sie in Sicherheit sind", erklärte Harf. Die US- Regierung bemüht sich derzeit um eine sichere und schnelle Ausreise der Familie."

Aber aktuell gibt es derzeit - Donnerstag abend - keine Meldung über das Schicksal von Mariam Yahia Ibrahim und ihrer Familie. Sie ist mit einem US Staatsbürger verheiratet, er ist ebenfalls Christ - das Paar hat zwei Kinder. Die kleine Tochter ist erst vor wenigen Wochen im Gefängnis zur Welt gekommen. Die Mutter war dabei ohne Hilfe und in Fußfesseln, heißt es. Der zweijährige Bub war zusammen mit der Mutter im Gefägnis. Über die Frau war die Todesstrafe durch Erhängen verhängt worden, weil sie Christin ist. Auch 100 Peitschenhiebe drohten ihr, weil sie "in wilder Ehe" lebt - denn ihre Ehe mit einem Christen wird nicht anerkannt.

Fürbitten 27.6. ein Herz mit Flügel ....

27.6.2014 Herz Jesu Fest
Das große Herz Jesu Fest ist heute – drei Wochen nach Pfingsten
Was das Herz alles sein kann, weit und offen, ängstlich und verschlossen, bitten wir heute

um ein weites Herz und
um ein offenes Herz

um ein lebendiges Herz und
um ein frohes Herz

um ein großes Herz und
um ein liebevolles Herz

um ein mitfühlendes Herz und
um ein gütiges Herz

und bitten wir auch, , dass uns das nicht quält:

ein ängstliches Herz

ein verschlossenes Herz

ein hartes Herz

ein kleinliches Herz

Drück du uns an dein Herz, guter Gott – und bilde unser Herz nach dem Herzen Jesu.
Lass uns füreinander herzliche Menschen sein und dir dafür danken. Heute, morgen und in unserer Ewigkeit. Amen

wenn das gelingt .....

ja, wenn DAS gelingt, …..einfach dankbar sein …..
ich glaube, dann ist das Leben „gelungen“
Irmgards MORGEN - der ganz HEUTE und JETZT ist - und DANKBARKEIT

                                                                   - 22 -

Ist es eine ganz normale Alterserscheinung, oder ist es die sogenannte Weisheit des Alters -  vielleicht aber auch, weil sich ganz einfach die Prioritäten verschoben haben?
Am Morgen aufstehen, früher als notwendig, denn es steht kein dringender Termin an – also doch senile Bettflucht – Glück haben mit dem Wetter: es sind keine ‚Höchsttemperaturen‘ zu erwarten, man kann durchatmen und bei mäßigem Wind das Bettzeug zum Lüften auf den Balkon stellen; auf einen Balkon,  den ich meinen früh verstorbenen Eltern zu verdanken habe, denn sie haben diese Wohnung ausgesucht, da meine Mutter bis zu ihrer Heirat in einer Wohnung gelebt hatte, die so finster war, dass sie auf die Klobrille steigen musste, um aus dem Klofenster einen Sonnenstrahl zu erhaschen.  Und ich weiß oft nicht, womit ich mich vor den vielen und mittlerweile intensiver gewordenen Sonnenstrahlen schützen soll. Dennoch muss ich dankbar sein für diese Wohnung und auch mir selber gratulieren, sie nach dem Tod meiner Eltern behalten zu haben.
Es tut beim Aufstehen nicht mehr weh als beim Schlafengehen. Der Hunger ist vorhanden, und der Stoffwechsel klappt. Ich muss nicht dahingehend einkaufen, um das Frühstück laktosefrei anzulegen sondern kann Butter und  ein Ei von den viel zitierten glücklichen Hühnern (können Hühner eigentlich Glück empfinden?) und selbst gemachte Marmelade zu mir nehmen.
Ja, und dann kann ich mir den Tagesablauf in der Reihenfolge und dem Tempo einteilen, wie es meiner Tagesverfassung entgegenkommt. Ich kann mir aber auch ‚nichts‘ einteilen, und kein Mensch fragt bereits am frühen Morgen (auf womöglich nüchternem Magen): was wirst du heute alles machen; was mir eine Freundin erst kürzlich klagte.
Und wenn alles an diesem Tag zu meiner Zufriedenheit gelaufen ist, ich mir vielleicht auch noch selber eine kleine Freude bereitet habe, verspüre ich am Abend Zufriedenheit und wünsche mir, dass auch der nächste Tag ähnlich verläuft – zufrieden und vielleicht mit ein paar Glücksmomenten.

einfach "tun"


"start where you are.
use what you have.
do what you can." 
arthur ashe

Mittwoch, 25. Juni 2014

Fürbitten 26.6. Boden unter den Füßen Mt.7.21

26.6.2014 Mt.7.21 auf festen Grund
Wir sollen unser Leben auf festen Grund bauen, sagt Jesus heute im Evangelium. „Wer meine Worte hört und danach handelt, der baut sein Haus auf Fels“ Aber so einfach ist das oft gar nicht. Bitten wir heute für alle, die keinen festen Boden mehr unter den Füßen spüren, für alle, die sich durch Schicksalsschläge enttäuscht und verlassen fühlen.

Wir denken an die Opfer der Überschwemmungen in Serien, Bosnien und Rumänien: für alle Menschen, die in Naturkatastrophen im wahrsten Sinn des Wortes den tragenden Grund
ihres Lebens verlieren Du guter Gott - sei du unser Halt

für die Menschen in den Kriegs und Krisengebieten, die keinen sicheren Boden unter den Füßen haben, die täglich um ihr Leben bangen oder flüchten müssen: im Irak, in Syrien, in Afrika

für alle auch bei uns in Österreich, die keinen Halt, keinen sicheren Platz im bürgerlichen Leben haben, die ohne Arbeit sind, obdachlos, für die Asylsuchenden, für alle, die kein zu Hause finden

für alle Opfer von Gewalt und Missbrauch, denen Vertrauen und Sicherheit im Leben verloren gegangen ist

für die Kranken, denen eine Diagnose Angst macht und sie mit Unsicherheit quält

für alle, die einen Menschen verloren haben, wo ein Partner gestorben ist oder wo eine Liebe zerbrochen ist, für all die Menschen die glauben, dass nun nichts mehr Sinn macht

und bitten wir für uns alle, die wir immer wieder nach einer guten Aufgabe in unserem Leben suchen,dass wir uns geborgen fühlen und auch anderen Halt und Sicherheit geben können

Du guter Gott, sei Du der Grund auf dem wir stehen und leben, in guten und in schlechten Zeiten, im Vertrauen auf Jesus, unseren Herrn und Bruder. Amen

olalla - Sr.Krystyna SDS

 
Von Sr.Krystyna, der österreichischen Provinzsekretätin der Salvatorianerinnen, habe ich den 1.Bericht über "meine geistlichen Freunde" bekommen. 
 Ich bin Sr. Krystyna von den Salvatorianerinnen und lebe in Wien in einer der kleineren Gemeinschaften von 6 Schwestern. 

Ich komme aus Polen, bin aber seit 1971 hier und fühle mich als Österreicherin. Zur Zeit bin ich Provinzsekretärin und es macht mir Spaß, mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen. 
Ich versuche für andere da zu sein und mich nach meinen Möglichkeiten für soziale Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung  zu engagieren. Dafür brenne ich, da mir diese wunderbare Welt so am Herzen liegt, die uns der Schöpfer anvertraut hat und für die wir alle verantwortlich sind, aber genauso für alle unsere Weltgeschwister, die mir alle sehr am Herzen liegen und weil ich mich mit dem  Krieg, Hunger, Ungerechtigkeit und jeder Form der Ausbeutung auch an der Schöpfung  nicht abfinden will.
Das Charisma unserer Gründer, das weltweite, unbegrenzte, heilende spricht mich sehr an. Jesus, der Salvator,– der Heiland, der Menschenfreundliche,  der die Liebe Gottes zu uns Menschen mit seinem ganzen Leben uns vorgelebt  hat  ist mir das Vorbild und die Mitte meines Lebens und unserer Gemeinschaft. Unsere Gründer haben uns das Erbe der Universalität hinterlassen, deshalb sind unsere Tätigkeiten sehr verschieden. “Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen“, das ist unser Auftrag. O könnten wir dazu beitragen, dass unsere Welt, die Menschen etwas von der Heilung erfahren, die von Gott kommt. ,Unsere Sendung ist “ den Menschen den allein wahren Gott und den Er gesandt hat, Jesus Christus (Joh. 17,3) als Heiland nahe zu bringen. Das ist das Herzstück unserer Spiritualität und das möchte ich mit meinem Leben bezeugen."

 
Leidenschaftlich gern bin ich allein oder mit meinen Mitschwestern unterwegs in der Natur, in den Bergen oder fast jedes Jahr auf dem Pilgerweg nach Mariazell. Es tut gut immer wieder aus dem Alltag auszubrechen und dem nachzuspüren, was da ist in mir und in den anderen und in Gottes Schöpfung.

 Sr. Krystyna Satlawa    UNTERWEGS .....

                           Jährliche  Fußwallfahrt der Schwestern nach Mariazell

Auf den Fotos sieht man gut, wie selbstbestimmt die Schwestern über ihre "Ordenstracht" entscheiden. Einige Schwestern meinen :“Ich möchte nicht an der Kleidung sondern an meiner Lebensart als Ordensfrau erkennbar werden.“ Andere wollen sehr wohl nach außen hin ein gleich sichtbares „Zeichen“ sein. Allen gemeinsam ist ihre große Herzlichkeit, ihre Anteilnahme an kleinen und großen Problemen, ihre ungezwungene Fröhlichkeit und Frömmigkeit. Es sind "gstandene" Frauen, ich hoffe, dass wir noch mehr Geschichten lesen werden

Sr.Krystina habe ich im Nachhinein auch noch gebeten, ob sie mir ein Gebet sagen kann, das sie besonders gern betet: es ist das Gebet von Nikolaus von der Flüe

"Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu Dir. 
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich führt zu Dir. 
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu Eigen Dir." 

Mein tägliches Gebet ist, den Namen "Jesus Christus" in Atemrhythmus immer neu anzurufen. Die ersten Christen beteten mit den Namen Jesu.



PS in eigener Sache: weil ich Rückmeldungen bekomme, dass es nicht möglich ist 
hier im blog einen Kommentar einzugeben, bitte - bei Bedarf - an  ilse.oberhofer@aon.at, ich freue mich!







olalla - "meine" Salvatorianerinnen

Das ist das Logo der Salvatorianerinnen - die homepage erklärt es so:
 „Salvatorianerin“ leitet sich vom lateinischen „salvator“ (= Heiland) ab, und hinter unseren Namen schreiben wir das Kürzel SDS, was für „sorores divini salvatoris“ steht, zu Deutsch: die Schwestern vom Göttlichen Heiland. Und so verstehen wir uns auch:
Verwurzelt in der Freundschaft mit Jesus Christus, dem Heiland, leben wir in Gütergemeinschaft und arbeiten für ein gemeinsames Ziel: für das ganzheitliche Heil des Menschen.
http://www.salvatorianerinnen.at/neu/index.php


Seitdem ich in Pension bin, gehe ich fast täglich zur Frühmesse bei den Salvatorianerinnen. Die Schwestern sind vor allem für das „St.Josef Krankenhaus“ in Wien-Hacking bekannt, das eine ganz besonders gute Geburtenstation hat …. unzählige (nicht nur) Wiener Babies sind hier zur Welt gekommen. 
Der Orden selbst, die Salvatorianerinnen sind relativ jung, 1888 von einer deutschen Adeligen als moderner Frauenorden in Rom gegründet, reisten schon zwei Jahre später Salvatorianerinnen nach Indien. Rasch verbreitete sich die Kongregation in Europa, Nord- und Südamerika, dem fernen Osten und später dem mittleren Osten und in Afrika. Heute leben Salvatorianerinnen in 29 Ländern der Welt. 
                                              das sogenannte "Generalkapitel" Treffen in Rom
   
Zur österreichischen Provinz gehören 94 Salvatorianerinnen aus Österreich, Deutschland,Ungarn, Polen und Indien. Sie leben in kleineren Gemeinschaften zusammen und wirken an verschiedensten Orten. 
                                              hier: Schwerpunkt Wien, Foto nach dem "Provinzkapitel"
Meine“ Schwestern sind in Wien daheim. Sie sind ein bißchen zweigeteilt: da gibt es eine „junge“ Schwesterngemeinschaft, die in einem anderen Haus untergebracht ist - ca 8 Schwestern 
                                                   die Schwestern aus der "Schloßberggasse"

und dann „die Älteren“, etwas mehr als 40 Schwestern, mit denen ich zusammen Messe feiere. Ein „bunter Haufen“. Jede hat „ihre“ Geschichte und ich hoffe, dass ich hier einige zeigen kann. Seit einigen Jahren wohnen die Schwestern zwar alle auf einem Fleck, in einem sehr schönen Haus am Krankenhausareal – aber sie leben dort ganz bewußt in kleineren Gemeinschaften.Und was gleich auf den Fotos auffallen wird: es gibt Schwestern mit und ohne Schleier, mit und ohne Ordenskleid - jede Frau hat ihre eigene Entscheidung getroffen.

So sah es zB 1930 aus:
  
1953 auch noch recht "streng"


   HEUTE ist vieles anders - und im Tiefsten vielleicht doch auch wieder nicht.
links vorne im Bild die junge Provinzialin, sozusagen "Chefin" der Schwestern in Österreich
                                                              Sr. Brigitte Thalhammer

ich hoffe, dass mir ein paar Schwestern erzählen werden, warum sie in ihrem Orden und mit ihrem Glauben glücklich sind.  

Olalla,

                                                                     Olalla Oliveros  Foto bilde.de

Das spanische Superdmodell jetzt im Kloster!
Das sind Schlagzeilen, wie sie die Boulevardmedien lieben - naja und ich habe es ja auch gelesen, (im Gratisblatt in der U Bahn) sonst tät ichs ja auch nicht wissen.

Olalla Oliveros, heute 36, hat vor vier Jahren im portugiesischen Fátima eine Wallfahrtskirche besucht – und danach beschlossen, Nonne zu werden!
Olalla tauschte High Heels und Designer Klamotten gegen die Nonnentracht ein. Heute lebt sie als „Olalla del Si de Maria“ im St. Michael Orden, verzichtet auf eigenen Besitz und lebt nach den Regeln des Ordens.
                                               Olalla Oliveros 2.von rechts  Foto bild.de

Warum der Sinneswandel? 
Olalla: „Ich hatte eine Vision. Gott fragte mich, ob ich ihm folgen würde, und ich tat es.“

SO und da beginnt jetzt eigentlich erst die Geschichte und die Geschichten, die ich erzählen will: ich will Menschen,die ich kenne fragen: Warum seid ihr religiös, warum sind sie in einen Orden gegangen, warum bist du Priester geworden, warum bist du konvertiert, warum glauben sie überhaupt an etwas? 
"Olalla - meine geistlichen Freunde" werde ich das spontan nennen
und Geschichten sammeln.
HELFT IHR MIR? Bitte schickt mir Geschichten mit Fotos ....
was macht euch froh und frei in eurem "glauben"
an      ilse.oberhofer@aon.at 

Dienstag, 24. Juni 2014

Mariam wieder in Gefahr

Die im Sudan zum Tod durch den Strang verurteilte und erst am Montag freigelassene Christin Mariam Jahja Ibrahim Ishak ist erneut festgenommen worden.
Die 27-Jährige sei gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern auf dem Flughafen von Khartum von rund 40 Sicherheitsbeamten festgehalten worden, berichtete der britische Sender BBC unter Berufung auf nicht näher genannte Kreise. Wohin die Familie ausreisen wollte, war unklar. Unbestätigte Berichte sprachen vom Nachbarland Südsudan, laut BBC waren die USA das Ziel. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.
Der Fall hatte international Aufsehen erregt. Das Al-Hadsch-Jusif-Gericht in Khartum hatte Mitte Mai angeordnet, die Frau wegen Gotteslästerung und Glaubensabtrünnigkeit (Apostasie) zu hängen. Erst am Montag hatten die Richter laut Sudan News Agency das Todesurteil gegen Ishak aufgehoben -
Nach der im Sudan geltenden Scharia - der derzeit gängigen islamischen Rechtsprechung - wird jeder als Muslim betrachtet, der mindestens einen muslimischen Elternteil hat. Ishaks Vater ist Muslim, die Mutter eine orthodoxe Christin aus Äthiopien.

Die Frau war wegen der weitgehenden Abwesenheit des Vaters als Christin erzogen worden und hatte 2012 den Biochemiker und US-Staatsbürger Daniel Wani geheiratet, der ebenfalls Christ ist.
                                                                    bild.de
Diese Verbindung wurde im Sudan nicht anerkannt, so dass der während des Verfahrens schwangeren Frau wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs auch 100 Peitschenhiebe drohten.
Sie könne ihren Strafen nur entkommen, wenn sie ihrem Glauben abschwöre und zum Islam zurückkehre, hieß es. Das lehnte die Christin jedoch ab. Ishak, die seit Februar inhaftiert war, musste ihre Tochter in Ketten und ohne medizinische Versorgung im Gefängnis zur Welt bringen. Ihr knapp zweijähriger Sohn war ebenfalls mit seiner Mutter im Gefängnis.

Quelle: religion.ORF.at/APA/dpa

Fürbitten: 25.6. wirklich glauben heißt: nicht "reinfallen" Mt.7.15

25.6.2014 Mi 12 Jk Mt 7.15 hütet euch vor den falschen propheten
                                              an ihren früchten werdet ihr sie ekennen

falsche propheten haben wir heute an allen ecken und ende. bewahre uns vor den weltuntergangspropheten, dass sie uns nicht anstecken mit mut-los machendem pessismismus, sondern dass wir lieber engagiert alles tun, was hilft, um gesellschaft, umwelt und klima zu
verbessern

bewahre uns aber auch vor den glückspropheten, vor denen, die uns weismachen wollen, dass es einfache programme für schnelles glück ,schnellen erfolg und absolutes wohlbefinden gibt. gib uns lieber die gelassenheit, auch in schlechten zeiten nicht mutlos und deprimiert zu werden.

gib uns einen unbestechlichen und nüchternen blick auf unser leben. dass wir uns nichts vormachen lassen und uns auch selbst nichts vormachen: dass wir es aushalten, so zu sein wie wir sind, ohne neid auf andere, ohne überheblichkeit und besserwisserei

lass uns immer wieder darum ringen, uns eine eigenen meinung, ein eigenes urteil zu bilden.
dass wir kritisch bleiben gegenüber dem, was werbung, wirtschaft und medien, aber auch die politik verspricht.

bitten wir vor allem für die jungen menschen, dass sie nicht im gruppenzwang ihre individualität aufgeben, dass sie nicht mitläufer werden sondern ihren eigenen weg im leben finden.

an ihren früchten sollt ihr sie erkennen, haben wir gehört. herr hilf uns, dass wir am ende jedes tages ein bißchen etwas von dem geschafft haben, was wir "dein reich" nennen: dass wir freundlichkeit, frieden geduld barmherzigkeit und freude gelebt und mit geteilt haben

so bitten wir dich guter gott, lass uns alles tun, womit wir für die menschen um uns hilfreich und gut sind und lass uns geduldig die vielen fragen des lebens in deine hand legen. deiner güte und der lioebe jesu vertrauen wir. amen


Angst?

"Nie solltest du deinen Ängsten erlauben, 
dich von dem abzuhalten,
was du als richtig empfindest." 
Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi

"Kopfmensch" und "Bauchmensch"

                                                           aus Irmgards Garten

wenn ein Mensch, der uns nahesteht, schwer krank wird, dann ist das ein Schock.
Meist versagen "die Worte" - man ist hilflos, man versucht zu tun,was man kann, aber hat doch oft das Gefühl, dass man letztlich "daneben" steht, dass man nicht wirklich helfen kann.
Krankheit und Schmerz sind existenzielle Lebensabschnitte - das heißt aber auch, dass der Mensch letztlich in ihnen mutterseelen allein ist. Ich glaube, da darf man sich nichts vormachen. Selbst wenn man noch die Mama neben sich hätte, man ist ALLEIN
Ich erinnere mich an meine damals vielleicht 16jährige Tochter: ganz schlimme Kieferschmerzen wegen eines verwachsenen Backenzahns - es war so schlimm, dass man ihr kurzfristig Kokain gab. Da saß ich mit ihr vor der Ordination des Arztes, ihr Kopf an meiner Schulter, in stilles weinen, ich spüre ihren verkrampften Körper - es war wie in der Hölle: diese Hilflosigkeit, den Schmerz nicht abnehmen können, nicht wirklich helfen können...nur mit ihr da sitzen ....
Irmgard hat das als "Opfer" auf vielfältige Weise erlebt. Es berührt mich sehr, was sie von einem Gespräch - gestern erst-  mit einer Freundin erzählt - in der Harmonie und Stille ihres wunderschönen Gartens am Rand von Wien

                                                         - 21 -

Ich habe gestern einen schönen Tag in meinem Garten verbracht. Es war rundherum ruhig, nur die Vöglein haben ‚Lärm‘ gemacht, und die Krähen haben im Nu die Schüssel geleert, die immer mit Restln aus der Küche gefüllt ist, sobald ich in den Garten komme. Sie kennen bereits  mein Auto – zumindest  habe ich diesen Eindruck – und lauern schon am Haus gegenüber.
Eine Freundin hat sich angesagt und den Wunsch nach einem Brathendl  geäußert, den ich zur Zufriedenheit erfüllt habe.
Es war harmonisch. Doch das war nicht immer so. Wir schwimmen zwar in vieler Hinsicht auf der gleichen Welle, haben aber dennoch zu einigen Bereichen des Lebens unterschiedliche Ansichten.
Was ja auch so sein soll und Diskussionsstoff liefert.
Doch im Zuge einer unserer gestrigen Gespräche wurde mir erst so richtig bewußt, wie sehr auch meine Freundin mein gesundheitlicher Schicksalsschlag getroffen hat.  Sie, als ‚Bauchmensch‘ hätte alles herausgeschrien – geweint  und immer nur geredet, während ich als ‚Kopfmensch‘ quasi die Luft angehalten habe und gehofft, daß alles bald vorbei ist; eine innere Blockade, wollen wir es Selbstbeherrschung nennen, die es mir nicht möglich gemacht hat, den Tränen freien Lauf zu lassen – was meinem Körper und meiner Seele bestimmt bekömmlich gewesen wäre.
Erst gestern habe ich erfahren, daß meine Freundin in dem Jahr, in dem ich erkrankte, mit der Nachricht von Krebserkrankungen zweier weiterer Freundinnen fertig werden mußte. Es war mir diese Tatsache sehr wohl bekannt, doch  habe ich sie nicht in ein und demselben Jahr angesiedelt.
Was für meine Freundin – forciert  durch die Schicksalsschläge ihrer Freundinnen - folgte, war eine für sie persönlich schwere und auch lange Phase von Krankheiten, die sich über ihren ganzen Körper erstreckten. Eine Infektion jagte die andere, und es waren praktisch alle Organe betroffen. Zum Glück konnte keine gravierende organische Ursache diagnostiziert werden, und mittlerweile ist sie wieder ‚die Alte‘,  erfreut sich an allen schönen Dingen des Lebens und kann wieder genießen, etwas, das ihr enorm wichtig ist. Etwas, das auch ich mittlerweile wieder kann, aber in eingeschränkter Form – als ‚Kopfmensch‘.