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Samstag, 11. April 2026

Fürbitten 12.4. Sonntag der BARMHERZIGKEIT

 


12.4.2026 Joh. 20.19  ungläubiger Thomas, Urgemeinde

 Drei große Gedanken will dieser zweite Sonntag nach Ostern bringen. Das Evangelium berichtet vom „ungläubigen Thomas“ – das ist ein geflügeltes Wort in all den Situationen geworden, wo man erst dann an etwas glauben kann, wenn man es mit eigenen Augen sieht. Wenn man es förmlich angreifen kann. So wie es Thomas mit dem auferstandenen Jesus gegangen ist. Noch vor dieser Erzählung wird in der Lesung aus der Apostelgeschichte von der Urgemeinde der ersten Christen berichtet, und auch dafür gibt es ein geflügeltes Wort. „Urkommunismus“ – denn es wird berichtet, dass die ersten Jesus Gemeinden wie selbstverständlich alles miteinander teilten. Niemand leidet Not.  „Sie waren ein Herz und eine Seele“, schreibt Lukas. Dann der dritte Gedanke dieses Tages: Sonntag der Barmherzigkeit“ wird er auch genannt: und diese drei Dinge sind es wohl, die wir als Christen wenigstens immer wieder versuchen sollten. Glauben, trotz allem Unglauben – miteinander teilen – und barmherzig sein, in allen Bereichen unseres Lebens.

So bitten wir

 

dass wir dankbar sind für alle Momente, in denen wir mit großer Sicherheit und Vertrauen glauben können, dass wir aber auch wissen, dass es nie auf alle Fragen eindeutige und letzte Antworten gibt

 

dass wir uns auch von Momenten des Zweifelns nicht verunsichern lassen, - dass wir vertrauen dürfen, dass Gott AN UNS glaubt, auch wenn WIR manchmal glauben, nicht mehr so richtig glauben zu können

 

dass wir es uns mit dem Glauben aber auch nicht zu einfach machen, dass wir nicht an alten Bildern hängen bleiben, sondern aufgeschlossen sind für neue Impulse und Zugänge

 

wie Thomas sollen wir aber auch keine Angst davor haben, unsere Finger in offene Wunden zu legen, hilf uns, dass wir von unseren Ängsten und Verunsicherungen sprechen können

hilf uns aber auch, dass wir selbst immer offen dafür sind, dass an uns Gutes geschieht

Schauen wir auf die Urgemeinde der ersten Christen und bitten wir um eine solidarische Gesellschaft, in der in erster Linie auf die geachtet wird, denen es nicht so gut geht und die sich nicht selbst helfen können.

Wir bitten um ein Miteinander, in der es jeder mit dem Anderen einfach gut meint – in der wir fürsorglich und aufmerksam miteinander umgehen, einfach so, Tag für Tag

 

Nicht zuletzt bitten und danken wir an diesem „Sonntag der Barmherzigkeit“ für die Arbeit so vieler Hilfsorganisationen wie etwa Caritas und Diakonie, die uns vieles an Hilfe für unsere Nächsten abnehmen. Du guter Gott, lass uns helfen, wo immer wir helfen können und lass uns nicht aufhören um Frieden zu beten und zu bitten -  im Namen Jesu Amen