25.4.2026 Fest des
Hl. Markus
Die Kirche feiert heute das Fest des heiligen Markus. Er ist der Verfasser des ältesten Evangeliums, das vor der Zerstörung Jerusalems 70.n Chr. geschrieben wurde. In der Bibel ist es das zweite Evangelium, das wir aufschlagen. Heute hören wir den letzten Abschnitt im Markusevangelium, und wir hören Jesus der sagt: „Geht hinaus in alle Welt und verkündigt das Evangelium allen Geschöpfen“. (wobei dieser Schluss erst nachträglich aus den drei anderen Evangelien hinzugefügt worden ist. Denn für die jungen Jesus Gemeinden, die schon in verschiedenen Ländern wirkten, war eines wichtig: die Botschaft Jesus zu so vielen Menschen wie nur möglich zu bringen) Markus hat diesen Auftrag mit seinem Buch, seinem Evangelium über Jesus erfüllt, und auch mit seinem Wirken in Ägypten und Alexandrien. Nun sind WIR es, die verkündigen sollen. Allein durch unsere Art zu leben, können wir so etwas wie ein Jesus Buch schreiben – sollen andere an uns ablesen können, was Jesus bedeutet. So bitten wir
dass man uns die Freude an dem ansieht, woran wir glauben
dass wir die Gegenwart nicht krank jammern
dass wir Zuversicht ausstrahlen und sie auch wirklich empfinden
dass wir uns um Ausgleich und Verständigung bemühen
dass wir denen eine Stimme geben, für die niemand spricht
dass wir uns bemühen, die Sorgen anderer zu verstehen
dass wir einander beistehen und versuchen solidarisch zu leben
dass wir dankbar sind, weil es so viele Gründe für Dankbarkeit gibt
dass wir wie Jesus vertrauen und alles in Gottes Hand legen können
Du guter Gott, so bitten wir auch heute inständig um Frieden und um ein Ende aller Gewaltherrschaft in unserer Welt. Amen
Der hl.Markus ist der Verfasser des ältesten Evangeliums. Er hat als junger Mann Paulus auf dessen Missionsreisen begleitet und war auch zusammen mit Petrus in Rom. Petrus Erinnerungen sind auch im Markus Evangelium zu finden, das sicher vor der Zerstörung Jerusalems 70.n Chr. geschrieben wurde. Man glaubt, dass Markus vor allem in Ägypten gepredigt hat und dass er die Kirche von Alexandrien gegründet hat. Dort soll er auch als Martyrer gestorben sein. Seine Reliquien kamen im 9.Jahrh. auf abenteuerliche Weise nach Venedig, wo ihm der Markus Dom geweiht ist. Am Fest des hl. Markus gibt es noch in vielen ländlichen Gemeinden Bittprozessionen für eine gute Ernte.
Der Heilige ist Schutzpatron der Stadt Venedig, der Bodenseeinsel Reichenau, der Christen in Ägypten, sowie der Berufe Bauarbeiter, Maurer, Glaser, Korbmacher, Notar und Schreiber. Er wird bei Unwetter, jähem Tod, Blitz, Hagel, Krätze, Qualen angerufen. Zudem soll er zu gutem Wetter und guter Ernte verhelfen.