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Freitag, 13. Mai 2022

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen

und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen". Meister Eckhart

 

"Man muss noch Chaos in sich haben,

um einen tanzenden Stern gebären zu können". Friedrich Nietzsche

 

"Bind zwei Vögel zusammen – obwohl sie jetzt vier Flügel besitzen

werden nicht fliegen können" (Orientalische Weisheit)

 

Alle Welt sehnt sich nach Freiheit,

und doch ist jedes Geschöpf in seine Ketten verliebt;

das ist der Urwiderspruch, der unentwirrbare Knoten unserer Natur. (Sri Aurobindo)

 

"Sich mit Wenigem begnügen ist schwer,

sich mit Vielem begnügen, unmöglich".    Marie von Ebner-Eschenbach

 

"Vertrauen Sie denen, die nach der Wahrheit suchen,

und misstrauen Sie denen, die sie gefunden haben."    André Gide

 

„Es gibt keinen Glauben ohne Zweifel. Hört auf, den Zweifel zu unterdrücken.                          Zweifel und Glaube sind zwei Seiten der derselben Wirklichkeit. Glaube wächst aus Zweifel, aus echtem Zweifel. Wir beten nicht richtig, wenn wir dem Zweifel ausweichen.“                        Trappistenmönch und Friedensaktivist Thomas Merton +1968

 

"Wer kämpft, kann verlieren.
Wer nicht kämpft, hat schon verloren". Bertolt Brecht

 

"Humorlose wirken älter. Der Humor erhält vielleicht nicht jung, aber wach".    Loriot

 

"Das Wunder,
auf das ich so lange gewartet habe,
bin ich selbst". Selma Lagerlöf




Donnerstag, 12. Mai 2022

Fürbitten 13.5. bei Gott gibt es kein Platz-Problem

 


18.5.2014 Joh.14.1 im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen

„im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen, sagt Jesus heute im Evangelium und er sagt auch: Euer Herz lasse sich nicht verwirren, euer Herz sei ohne Angst“. Können wir nicht ganz davon überzeugt sein, dass in diesem Himmels-Haus ganz viele verschiedene Menschen wohnen werden. Und sie werden bei der Aufnahme in dieses Haus wohl auch nicht nach ihrer Konfession gefragt werden. So bitten wir heute

 

dass wir die Angst vor dem „Anders-sein“ ablegen, vor allem auch gegenüber anderen Nationalitäten, Ethnien und Kulturen.

 

dass wir als Christen niemanden ablehnen, nur weil uns seine Art im ersten Augenblick fremd ist

 

Dass wir uns von Medien oder Politikern nicht gegen andere Menschen aufbringen lassen

 

dass wir uns um Verstehen und Einfühlen bemühen und dass wir Anderen nicht die guten Absichten absprechen

 

dass wir prinzipiell immer auch andere Standpunkte gelten lassen können

 

dass wir immer besser lernen kontroverse Standpunkte in Ruhe anzuhören und wenn möglich auszudiskutieren

 

dass wir auch in anderen Religionen und Überzeugungen das Gute und auch Göttliche sehen und uns davon bereichern lassen

 

so bitten wir um das tiefe Vertrauen, dass bei Gott alle Menschen und die ganze Schöpfung ihr ewiges zu Hause finden. amen

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


„Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist,

um das zu tun, wofür es im Winter zu kalt war". Mark Twain

 

„Verletzbarkeit ist der Wert,
der uns Nähe ermöglicht.“ Ulrich Schaffer


„Hoffnung war nie meine Kernkompetenz“  Sibylle Berg , neuer Roman RCE


„Ich muss mir ja auch von mir
nicht alles gefallen lassen.“ Viktor Frankl


„Die Basis einer gesunden Ordnung
ist ein großer Papierkorb.” Kurt Tucholsky


„Die Definition von Wahnsinn?

Immer wieder das Gleiche zu tun und gleichzeitig

unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten.“ Benjamin Franklin


 

 „Jeder wusste, dass es unmöglich war,                                                                                                                bis auf den Idioten, der es nicht wusste                                                                                                                  – und es möglich machte!" Marcel Pagnol

 

„Gewaltlosigkeit bedeutet nicht nur, auf externe physische Gewalt zu verzichten, sondern auch die interne Gewaltbereitschaft unseres Geistes zu vermeiden. Man weigert sich nicht nur, einen anderen Menschen zu erschießen, man weigert sich auch, ihn zu hassen.“     Martin Luther King

 

„Du musst selbst zu der Veränderung werden,

die Du in der Welt sehen willst.“ Mahatma Gandhi

 

„Die Liebe ist nicht nur ein Gefühl,
sie auch eine Kunst."   Honoré de Balzac

 

„Lernen wir uns freuen,

so verlernen wir am besten,

anderen weh zu tun.“ Friedrich Nietzsche

 

"Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst,                                                                sondern darin, dass du auch willst, was du tust" Tolstoi


"Willst du wirklich glücklich werden

dann mehre nicht den Besitz  sondern mindere deine Wünsche." Seneca

 

"Um einen anderen Menschen zu verstehen, schaue nicht darauf, was er erreicht hat,

sondern wonach er sich sehnt." Khalil Gibran

 

"Gott sortiert Gebete
sicherlich nicht nach Konfessionen."
Johann Gottfried Herder

 

"Hoffnung ist der Vogel der singt

wenn die Nacht noch dunkel ist."        Rabindranath Tagore





Mittwoch, 11. Mai 2022

Fürbitten 12.5. einander DIEN - lich sein

 

einander DIEN - lich sein    

12.5.2022  Joh.13.16 Füße waschen  Lieber sich selbst KLEIN machen, nicht andere

„Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte“.. so beginnt heute das Evangelium. Der Text bezieht sich auf das sogenannte „Letzte Abendmahl“, den Abend vor dem Tod Jesu -  aber heute denken wir nicht an Gründonnerstag sondern bekommen gesagt: Schaut hin, so macht es Jesus. DENN WIR, WIR sind da ein bissl anders. Wie oft müsste es da am Ende eines Tages heißen „Nachdem ICH den anderen wieder einmal gründlich den Kopf gewaschen habe…“ Denn dazu fühlen wir uns ja so oft verpflichtet: Dinge richtig stellen, - den Anderen auf die Sprünge helfen - mal sagen, wie es wirklich geht,- sich nicht für dumm verkaufen lassen – sich durchsetzen –  Diese zärtliche Demut Jesu, sich klein zu machen für seine Freunde - noch dazu auch für einen, der einen bald verraten wird.... werden wir jemals zu so etwas fähig sein?  Üben wir es heute wenigstens mit Güte und Geduld. So bitten wir

 Dass wir uns klein machen können, um anderen gut zu tun

 dass wir den Menschen, die mit uns leben, das Leben leichter machen

dass wir uns umschauen, wo andere Nähe und Zärtlichkeit brauchen

dass wir nicht von oben herab mit anderen umgehen, sondern wenigstens auf Augenhöhe

dass wir uns selbst nicht so wichtig nehmen und auch „niedere“ Arbeiten annehmen

 dass wir aufhören in „oben“ und „unten“ zu denken, dass wir uns selbst in anderen sehen

dass wir aber auch bereit sind, von anderen Nähe und Zärtlichkeit an zu nehmen                                                                         

Dass wir heute ein bißchen mehr Güte und Geduld in unseren Alltag bringen, dazu hilf uns guter Gott. Hilf uns, einander gut zu sein und füreinander da zu sein. Wie es uns Jesus vorgelebt hat, der mit dir lebt und liebt, wie wir es einst tun werden. Amen


immer wieder einen neuen Blick wagen

 


„Erfolg heißt nicht, alles zu gewinnen,

sondern das Beste aus jeder Situation zu machen.“     Triathletin Daniela Ryf

 

„Vermutlich wäre die Spezies, ohne sich zu belügen, schon längst ausgestorben. ….Das latente Desinteresse vieler für alles, was außerhalb ihrer Keimzelle passiert, ist also evolutionär notwendig. Am Ende geht es immer um die Vermeidung von Schmerz und Tod im eigenen Sein. Der Rest ist Gewohnheit“ Sibylle Berg , neuer Roman RCE

 

„Wenn du etwas Schlechtes in dir trägst, das dir jemand anderer angetan hat, dann wird das zu    deinem Rucksack. Aber warum soll ich den Ruck deiner Schuld tragen und böse sein?                 Das braucht doch meinen Sinn und meine Seele. Aber ich brauche meine Seele für andere Sachen, nicht für den Hass.“                                                                                        Psychoanalytikerin und Zeitzeugin Erika Freeman auf die Frage: Haben sie alles verziehen?

 

„Wer das Sagen hat, gerät in Gefahr, das Zuhören zu verlernen“                                               Norbert Blüm ehem.CDU Politiker

 

"Auch die Pause gehört zur Musik".           Stefan Zweig


"Alles zu beleben
ist der Zweck des Lebens". Novalis

 

„Nimm dir nicht zu viel vor. Es genügt die friedliche und ruhige Suche nach dem Guten an jedem Tag zu jeder Stunde, und ohne Übertreibung und ohne Ungeduld.“                                                  Konzils Papst Johannes XXIII

 

„Du bist zeitlebens für das verantwortlich,                                                                                       was du dir vertraut gemacht hast“ Antoine de Saint-Exupery

 

„Jedermann kann für die Leiden eines Freundes Mitgefühl aufbringen.                                            Es bedarf aber eines wirklich edlen Charakters, um sich über die Erfolg eines Freundes zu freuen.“ Oscar Wilde

 

 

„Wenn wir nachdenken über unser Leben, sollte uns eigentlich die Tatsache, dass wir am Leben sind, am meisten Überraschen.“ Reinhold Schneider


„Jeder ist berufen, etwas in der Welt zur Vollendung zu bringen.“ Martin Buber

 

„Es ist nicht so wichtig was man tut,                                                                                                 sondern dass man etwas mit Begeisterung tut.“ Ortega y Gasset




Dienstag, 10. Mai 2022

Fürbitten 11.5. nicht so viel "predigen" - LIEBE-voll sein

 


11.5.2022 Apg.12.24

„In jenen Tagen wuchs das Wort des Herrn und breitete sich aus“ - so beginnt heute der Leseabschnitt in der Apostelgeschichte. Berichtet wird über die Ausbreitung der christlichen Gemeinden auch im nicht-jüdischen Bereich. Und wie sieht es bei uns aus: wächst das Wort Jesu, breitet es sich aus? Von Neu-Evangelisierung spricht man seit Jahren – aber manchmal ist da  das Gefühl, es sind immer dieselben Leute die denselben Leuten predigen. Vieleicht liegt es auch am „predigen“. Wer Kindern Liebe „predigt“ - lehrt sie nur das Predigen, sagte vor Jahren die bekannte amerikanischen Pädagogin Alice Miller. Vielleicht wird in unseren Kirchen zu viel gepredigt und zu wenig geliebt oder zumindest, von der Liebe gesprochen? Bitten wir heute

um so viel Liebe, dass man uns die Freude ansieht, an dem, was wir glauben und leben

um so viel Liebe, dass wir ohne Vorurteile auf andere zugehen, dass wir niemand ängstlich ausgrenzen müssen

um so viel Liebe, dass wir niemand unter Druck setzen mit unserer Vorstellung vom Leben

um so viel Liebe, dass wir uns füreinander verantwortlich fühlen, ohne den anderen einzuengen und ihm die Freiheit zu nehmen

um so viel Liebe, dass wir immer danach fragen, „was tut dem Menschen gut“ und nicht:                 „was steht im Katechismus“ und „was werden die Leute sagen“

 um so viel Liebe bitten wir, dass wir keine Angst vor Veränderung haben, dass wir uns immer wieder verändern und wandeln können - wie auferweckt von den Toten

 

So bitten wir guter Gott, lass uns durch die Dankbarkeit und Freude an unserem Leben von der Liebe zu Dir sprechen. Eine Liebe,  die unser Leben hell und gut macht, im Licht der Auferstehung Jesu. amen 

Montag, 9. Mai 2022

Fürbitten 10.5. Job Beschreibung: Christ sein

 


10.5.2022  Apg. 11.19  zum ersten Mal Christen    

In der Apostelgeschichte erfahren wir heute, WO und WANN man die Anhänger des Jesus von Nazareth zum ersten Mal „Christen“ nannte. Es war in Antiochia, der damals drittgrößten Stadt des Römischen Reiches. Die Stadt war Sitz des Legaten von Syrien, dem zu dieser Zeit auch Palästina unterstand. Diese erste so genannte Gemeinde der „Christen“ bestand sowohl aus Juden, die nun Anhänger Jesu waren, wie auch aus Nicht-Juden, Heiden, wie man sie nannte, die auch in die Gemeinschaft aufgenommen wurden. Das war zunächst noch ein umstrittener Prozess gewesen.  Wir Christen HEUTE sind ganz selbstverständlich „Christen“ ohne viel darüber nachzudenken – WORAN man UNS wohl erkennt? Der Philosoph Friedrich Nietzsche hat sich gewünscht, dass die Christen "erlöster aussehen"  Bitten wir heute

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus Freude am Leben haben und unseren eigenen Weg gehen dürfen

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus, offen und ohne Vorurteile auf andere Menschen zugehen

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus Andere aufrichten und ermuntern können

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus verzeihen und immer wieder                    neu anfangen können

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus bereit sind, auch Einschränkungen zugunsten Anderer auf uns zu nehmen

Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus JA zum Leben sagen und wir das Leben annehmen, was auch immer jeder Tag mit sich bringt

 Dass man uns das Christ-sein anmerkt – weil wir wie Jesus, Vertrauen in das Leben haben                    und uns nicht von Panikmache anstecken lassen

 

so bitten wir, lass uns frohe und erlöste Christen sein. Hilf uns im Namen Jesu Wege der Mit-Menschlichkeit  gehen und immer wieder Worte der Hoffnung zu finden. Vor allem bitten wir inständig um Frieden. amen


Samstag, 7. Mai 2022

Fürbitten 4. OSTER Sonntag MUTTERTAG - wie eine gute Hirtin sein

 

 

                     Julien Dupre: Hirtin mit ihren Schafen. Kunstdruck, Leinwandbild, Glasbild kunst-fuer-alle.de

8.5.2022 Joh 10.11 Gute Hirten Weltgebetstag für geistliche Berufe 4 OS

 Im Evangelium heute beschreibt sich Jesus selbst als „guten Hirten“.  Obwohl kaum jemand von uns noch in der Natur „Hirten“ erlebt, so wissen wir, was damit gemeint ist.  Ein Hirte, eine Hirtin, das sind Menschen, die sich bedingungslos, mit höchstem Einsatz um die kümmern, die ihnen anvertraut sind. Hirten tun alles, damit  kein Tier aus ihrer Herde verloren geht. Echte Hirten gehen übrigens meist ihrer Herde nicht voran, sondern „hinterher“ – auch das ist ein schönes Bild. Wir dürfen vertrauensvoll nach vorne laufen, da, hinter uns, ist einer der aufpasst. Wie gut passt dieses Bild auch zum heutigen Muttertag. Auch da ist jemand, dem wir von kleinst auf vertrauen konnten. Letztlich aber soll jede und jeder von uns ein „guter Hirte, eine gute Hirtin“ sein  So bitten wir


Mach uns fürsorglich für andere, lass uns Verantwortung übernehmen, lass uns hinsehen auf die,        die Hilfe brauchen


Lass uns behutsam und liebevoll miteinander umgehen, lass uns einander Mut machen,  lass uns Hoffnung und Zuversicht geben

 

Hilf, dass wir behüten, begleiten und bewahren können, was du uns anvertraut hast. Menschen Tiere und Natur. Lass uns Gute Hirten unserer Schöpfung sein

 

Lass, dass wir unser eigenes Leben voll Mut und Vertrauen anpacken, Dass wir uns geborgen und behütet wissen, lass niemanden verloren gehen

 

Heute ist auch Weltgebetstag für geistliche Berufe. Bitten wir um viele Menschen die sich mit Mut und Freude auf diese Lebensform einlassen – bitten wir aber auch, dass Priester und Ordensleute nicht mit Idealvorstellungen überfordert werden, bitten wir, dass sie lebensfroh und wahrhaftig leben können

 

Und ganz besonders bitten wir heute für alle Mütter, so viele weltweit, die in einer Extremsituation von Gewalt und Krieg ihre Kinder und Familien behüten müssen. Lass, dass wir diese Frauen und Mütter nicht im Stich lassen, ganz gleich aus welcher Region der Welt sie kommen

 

Der 8.Mai ist auch DER Tag, an dem 1945 der zweite  Weltkrieg zu Ende gegangen ist, mit einer grauenhaften Bilanz an Menschenrechts-Verbrechen, Toten und Vernichtung - bitten wir um Frieden in diesem Europa, um ein Ende von Krieg und Gewalt hier und überall auf der Welt. Amen 



 

Freitag, 6. Mai 2022

Fürbitten 7.5 an das Leben glauben

 


7.5.2022 Apg.9.31  Tabita steh auf  Sa 3.OW

Die heutige Lesung aus der Apostelgeschichte berichtet vor allem darüber, dass nach einer Zeit der Verfolgung der jungen Jesus Gemeinden nun auch – zumindest eine Weile – Ruhe einkehrt. Petrus besucht diese Gemeinden in Palästina, wobei er in einer Stadt einen Mann heilt und in einer anderen sogar eine junge Frau wieder zum Leben erweckt. Petrus kniet neben der Toten, er betet, dann sagt er: „Tabita, steh auf“. Wir wissen nicht, ob die junge Frau wirklich tot war. Aber sie ist „zum Leben zurückgekehrt“.  Kennen nicht auch wir Momente, wo man zu Tode erschöpft ist, man fühlt sich wie tot, man kann sich nicht vorstellen, wie es jemals wieder „normal“ weiter gehen soll. Dann plötzlich ist es wie ein Wunder: Man schafft es wieder, man rappelt sich hoch, es geht wieder weiter. Man hat eine Perspektive. Vielleicht war auch da jemand, der sagt: Komm, es wird ja wieder…. Vielleicht hören wir in uns selbst diese Stimme. „Komm, steh auf, mach weiter“ – vielleicht können wir für andere eine solch Stimme sein  so bitten wir

 

Lass uns wieder aufstehen:  immer dann, wenn wir glauben, eine Situation, eine Krankheit, eine Krise nicht länger ertragen zu können,

 

Lass uns wieder aufstehen:  immer dann, wenn Erfolge ausbleiben, wenn uns Probleme über den Kopf wachsen., wenn wir uns oft so wenig zutrauen und kein Risiko eingehen wollen.

 

Lass uns wieder aufstehen:  Immer dann, wenn wir enttäuscht sind und resignieren wollen , wenn uns das Herz schwer ist, weil wir nie das Perfekte schaffen und alles Stückwerk bleibt,

 

Lass uns wieder aufstehen:  immer dann, wenn wir Menschen aus dem Weg gehen wollen, wenn wir uns wie tot stellen, wenn wir nicht den Schritt zum Gut-sein und zur Versöhnung schaffen:

 

Lass uns wieder aufstehen:  immer dann, wenn wir nicht mehr daran glauben, dass sich noch etwas im Leben ändern kann , immer dann, wenn wir glauben, „ICH bin halt wie ICH bin und da kann man nichts machen“

 

Ja, lass uns wieder aufstehen, JETZT und Heute  Und lass uns eine Hilfe für andere sein, dass auch sie wieder voll Vertrauen auf die Beine kommen

 

 Du guter Gott, in dieser Zeit der Krise bitten wir für alle, deren Leben in Gefahr ist. Wir bitten um Frieden, wir bitten darum, dass Menschen menschenwürdig und frei leben können. Hilf allen Verantwortlichen zu den richtigen Entscheidungen. Amen



immer wieder einen neuen Blick wagen

 


„Es muss irgendwann schwierig sein. Es muss irgendwann wehtun“                                             Nobelpreisträger Benjamin List, Ratschlag für seine Doktoranden

 

„Leiden ist Schmerz mal Widerstand.                                                                                                   Das heißt, je größer der Widerstand, desto größer das Leiden.                                                             Es geht grundsätzlich auch um Akzeptanz, dass Dinge passieren“                                         Psychotherapeut Tobias Glück zu Resilienz

 

"Man erfährt mehr über einen Menschen während einer Stunde miteinander spielen,

als im Laufe von Gesprächen über ein ganzes Jahr." Platon

 

"Niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen,
bis er sie versucht hat". Goethe


"Nie, niemals darfst Du aufgeben, in keinem Punkt - sei er groß oder klein, bedeutend oder winzig - niemals darfst Du aufgeben, außer aus ehrenvoller Überzeugung oder Vernunft". Churchill

 

"Wenn Du es träumen kannst,
kannst Du es auch machen". Walt Disney

 

Ein Mensch, der über sich selbst lachen kann,

hört nie auf, sich zu amüsieren". Shirley MacLaine

 

"In jedem von uns steckt eine einmalige Chance,                                                                             die niemand stellvertretend für einen ergreifen kann".    Erwin Ringel

 

 

"Sich seine Freude zu erobern ist mehr wert

als sich seinem Schmerz zu überlassen". André Gide

 

Freude
ist die Gesundheit der Seele".
Aristoteles





Donnerstag, 5. Mai 2022

Fürbitten 6.5. UMKEHR: wenn aus Saulus Paulus wird

 


6.5.2022 plötzlich alles anders Apg.9.1

 Auch das ist zu einem geflügelten Wort geworden: „Aus Saulus wird ein Paulus“. Ein Satz, mit dem man in Kürze sagt, dass sich jemand radikal von einem zu einem anderen Standpunkt bekehrt hat. Genau davon erzählt heute die Lesung aus der Apostelgeschichte. Es ist eine fast unglaubliche Bekehrungsgeschichte: Aus einem, mit Namen Saul, der die Anhänger Jesu fanatisch verfolgt, wird einer, den sie dann Paulus nennen und der für seinen Glauben an Jesus sterben wird. „Gott schreibt gerade auch auf krummen Linien“, könnten wir auch sagen. Nie darf man einen Menschen abschreiben, bei Gott ist alles möglich. Menschen sind immer wieder fähig, „ganz anders“ zu werden, radikal umzukehren. Unser eigenes Leben ist nicht so spektakulär, und trotzdem geht es auch bei uns Tag für Tag um „Umkehr“. Was heute noch richtig war – kann morgen, in einer neuen Situation, nicht mehr das Richtige sein. Wie spannend ist das Leben. Jeden Tag müssen wir neu hineinwachsen – das ist es was Gott will. so bitten wir

dass wir die Botschaften wahrnehmen, die du uns in anderen Menschen und täglich neuen Herausforderungen mit auf den Weg gibst

 

dass wir, wie Saulus, vom „hohen Ross steigen“, dass wir immer wieder innehalten auf unserem Weg, immer wieder neu denken, neu hinhören auf das, neu von uns verlangt wird

 

Dass wir uns immer wieder aus Selbstzufriedenheit und Selbstgewissheit aufschrecken lassen

 

dass wir um-kehren können, und es uns eingestehen, wenn wir uns „verrannt haben

 

dass wir uns hin-horchen getrauen auf unsere Gefühle, auf unsere Sehnsucht, auch so spricht Gott zu uns

 

dass wir einander helfen wollen auf den vielfältigen Wegen Gott zu begegnen.

 

dass wir voll Respekt sind für die Lebensentscheidung anderer

 

dass wir neue Wege akzeptieren, auch wenn wir deren Sinn nicht gleich verstehen

 

Du guter Gott: auch uns begegnest du wie Paulus: unvermutet reißt du uns heraus aus unseren Plänen und Aufgaben: lass, dass wir keine Angst haben, uns von dir führen zu lassen. Hilf uns vertrauen – und führe uns alle auf einen guten Weg. amen

Mittwoch, 4. Mai 2022

Fürbitten 5.5. WELCHES GOTTESBILD ?

 


5.5.2022 Joh.6.44  wer kennt Gott

Wer kann schon sagen, es wüsste WIE Gott ist. Wer Gott ist, Wo Gott ist. Wer weiß schon, ob es Gott überhaupt gibt? Vielleicht ist er nur eine Projektion unserer Sehnsüchte und Ängste. Vielleicht nur eine Erfindung von Herrschern und Kaiser, die mit dem Hinweis auf Gott ihre Untertanen besser im Griff hatten?   Im Evangelium sagt Jesus heute: „Keiner hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist,“ Jesus zeigt uns den Weg zu seinem Vater. Er zeigt uns den Weg zu einem nahen und fürsorglichen und liebenden Gott. so können wir bitten

 

sei uns ein Gott, der Liebe und nicht ein Gott der Bücher und Lehrmeinungen

 

sei uns ein Gott, der uns das Leben weit und offen macht

 

sei uns ein Gott, der uns zum Miteinander führt

 

sei uns ein Gott, vor dem wir uns nie verbiegen müssen

 

sei uns ein Gott, der Wunden heilt und Versöhnung möglich macht

 

sei uns ein Gott, der uns in der Versuchung führt und nicht in die Versuchung

 

sei uns ein Gott, mit dem wir JETZT und HEUTE leben, denn hier beginnt die Ewigkeit

 

Denn Du bist „Gott mit uns“, Gott mit uns auf dem Weg, den auch Jesus mit uns geht.  -und lass uns nicht aufhören um Frieden zu bitten und zu beten .amen.

Dienstag, 3. Mai 2022

Fürbitten 4.5. Hl. Florian - für unsere "brennenden" Probleme

 


4.5.2022 hl Florian   

 Heute ist Gedenktag des heiligen Florian. Er ist der erste österreichische Märtyrer und Heilige – das ist schon etwas Besonderes. Florian war ein hoher kaiserlicher Beamter und wurde umgebracht, weil er sich bei einem römischen Statthalter, der Christen verfolgte, für christliche Soldaten einsetzte. Am 4.Mai 304, wurde Florian mit einem Stein um dem Hals in der Enns ertränkt. Die 40 Christen, für die er sich eingesetzt hatte, starben im Kerker, es sind die Märtyrer von Lorch. Verfolgung, Gewalt und Mord aus religiösen Gründen gibt es nach wie vor. So hat die Intensität der Christenverfolgung auch im letzten Jahr zugenommen. Weltweit sind mehr als 360 Millionen Christen wegen ihres Glaubens intensiver Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Afghanistan Nordkorea Somalia Libyen Jemen Eritrea Nigeria Pakistan Iran Indien – das sind die 10 Länder, wo Christen heute am stärksten verfolgt werden

 

So bitten wir heute auch im Namen des heiligen Florian um Hilfe für alle Menschen in höchster Bedrängnis. Für alle, die wegen ihrer Religion oder ihrer politischen Überzeugung mit dem Tod bedroht sind

 

Wir denken aber auch an die Menschen in der Ukraine, die all dem ausgesetzt sind, was ein furchtbarer Krieg mit sich bringt. Wir bitten um Frieden und darum, dass sich Kräfte durchsetzen, die nicht eine weitere Eskalation in diesem Konflikt schüren.

 

Denken wir aber auch an alle Menschen, die sich in der momentan angespannten wirtschaftlichen Lage auch bei uns Sorgen um das tägliche Leben machen müssen. Bitten wir für unsere Regierung, dass sie die richtigen Maßnahmen in dieser Krise trifft

 

Bitten wir für die verschiedenen Hilfsorganisationen, für die Helfer im Blaulicht-Einsatz und ganz besonders natürlich für die Mitglieder der Feuerwehren, ihr Schutzpatron ist ja der hl.Florian

 

Bitten wir, dass wir selbst Menschen sind, die, wie der hl.Florian, entschieden für andere eintreten, denen Unrecht geschieht. Dass wir uns für die einsetzen, die niemand haben, der auf ihrer Seite stehen.


Wir bitten um den Mut, Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen und uns für das engagieren, wovon wir überzeugt sind  Guter Gott, lass uns Menschen sein, die sich verantwortlich für andere fühlen. Gib uns die Kraft, wenn es notwendig ist, auch gegen den Strom zu schwimmen

 

Jeden Tag wieder müssen wir Entscheidungen treffen, brauchen wir Mut und Klugheit, um das Richtige zu tun. Gott, sei du an unserer Seite und lass uns selbst hilfreich für andere sein. Das erbitten wir im Namen Jesu Amen

Montag, 2. Mai 2022

Fürbitten 3.5. um ein mutiges "neu" denken

 


3.5.2022 Fest der Apostel Philippus und Jakobus

 Die Kirche feiert heute das Fest der Apostel Philippus und Jakobus. PHILIPPUS gehörte zum Kreis um Johannes den Täufer und wurde einer der ersten Jünger Jesu. In den Apostelverzeichnissen steht er immer an fünfter Stelle. JAKOBUS war ebenfalls einer der zwölf Apostel und hat in der Kirche von Jerusalem und vor allem auch beim sog. Apostelkonzil eine führende Rolle gespielt. Bei dieser Versammlung  ging es um eine ganz wesentliche Frage: müssen Nicht-Juden, die Christen werden wollen, zuerst doch die jüdischen Gesetze annehmen und zb auch beschnitten werden. Das Apostelkonzil sprach sich dagegen aus und hatte damit den Mut, einen neuen Weg in der Geschichte der Jesus Bewegung einzuschlagen. Um ein solches mutiges neues Denken bitten wir auch heute:

Dass wir Christen selbst bereit sind, unserem Gewissen nachzuspüren, dass wir nicht nur auf Richtlinien von oben warten

Dass wir in unserem ganzen Leben offen bleiben für neues Denken, für neue Entscheidungen, dass wir den Mut haben, uns den eigenen Weg zuzutrauen

dass aber auch wir Anderen keine Lasten und Verpflichtungen auferlegen, die vielleicht für unser Leben passen, aber nicht für das der Anderen

bitten wir für alle Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, für alle, die „mit Kirche“ nichts anfangen können, für alle, die das Gefühl haben, mit ihren Lebensproblemen, wie etwa Scheidung und Wiederverheiratung, Homosexualität oder Empfängnisverhütung kein Verständnis zu finden

bitten wir für unsere Gesellschaft in dieser Zeit der Krise, dass auf den verschiedenen Ebenen die richtigen Entscheidungen getroffen werden, dass wir als Einzelne in Allem die Verantwortung füreinander im Auge behalten

 

So bitten wir guter Gott um deinen heiligen Geist – steh uns bei in all den Entscheidungen, die wir treffen müssen. den großen und den kleinen Entscheidungen. Dass wir alles voll Vertrauen in deine Hand legen, darum bitten wir im Namen Jesu . amen