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Freitag, 12. Oktober 2018

Fürbitten 13.10 Worauf es ankommt?



13.10.2018 worauf es ankommt Lk.11.27

Im Evangelium heute scheint Jesus hart und abweisend. Als eine Zuhörerin meint: „Selig die Mutter, die so ein Kind zur Welt gebracht hat“ – da meint Jesus, „nicht die Mutter ist wichtig, wichtig ist nur eines: „das Wort Gottes hören und es befolgen“. Es geht nicht um Familienzugehörigkeit, um Nationalität, um Herkommen und es geht wohl auch nicht einmal um „Religion an sich“: es zählt nur eines, das Bemühen auf Gott selbst zu hören. Tun wir das? Oder genügt es uns, „römisch katholisch“ zu sein. Bitten wir heute

Dass wir auf Gott selbst hören – damit wir uns auf Neues einlassen können und auch neues Denken und neues Erkennen nicht scheuen

Dass wir auf Gott selbst hören – und nicht unseren eigenen Gedanken und Neigungen nachlaufen

Dass wir auf Gott selbst hören – damit wir erkennen, ob uns eine Krankheit, eine Krise, eine unangenehme Situation nicht auch etwas Gutes zu sagen haben

Dass wir auf Gott selbst hören – wenn mancher Schwung nachgelassen hat, wenn Arbeit und Verpflichtungen mühsam geworden sind – dass wir uns neu engagieren können

Dass wir auf Gott selbst hören – wenn es höchste Zeit für eine Versöhnung ist, wenn Beziehungen eingeschlafen sind, wenn wir glauben, dass bei Anderen Hopfen und Malz verloren ist,

Dass wir aber auch immer besser erkennen, dass Mensch-sein nicht an Nationalität und Herkunft geknüpft ist. Dass wir einander als Geschwister wahrnehmen, gleich woher wir kommen

So bitten wir, dass wir nicht aufhören, immer wieder die Stimme Gottes in unserem Alltag zu suchen, auch heute wieder - im Hinhören auf das, was dieser Tag uns bringt und sagen will. Amen