Freitag, 31. Dezember 2021
DAS wünsche ich uns fürs neue Jahr
Das wünsche ich UNS fürs Neue Jahr:
Donnerstag, 30. Dezember 2021
Fürbitten 31.12 SILVESTER
31.12.2021
Silvester
Diese letzten Stunden am Silvestertag haben ihre eigene Magie. Und das in
diesem zweiten Jahr der Pandemie wohl auf eine besondere Weise. Wieder wissen
wir nicht, was auf uns zukommt. Vor einem Jahr gab es die große Hoffnung auf den
Erfolg der Impfung – nun hat uns gerade diese Impfung große Kontroversen
gebracht, oft belastend in Freundschaften und in der Familie. Bleiben wir trotzdem
zuversichtlich. Versuchen wir in Freude und Dankbarkeit auf viel Gutes
zurückzuschauen und versuchen wir zu segnen, was eine Belastung ist. So bitten
wir
Lass uns
segnen
unsere
Familien, unsere Kinder, unsere Freunde und Bekannten,
die alten
Menschen, die uns anvertraut sind
Lass uns
segnen, all die Menschen, die wir lieben und um die wir uns sorgen
lass uns
segnen
all die
Menschen, mit denen es uns schwerfällt, auszukommen
Lass uns
segnen
All unsere
Pläne, unsere Anstrengungen
alles, was
uns gut gelungen ist
und womit
wir auch anderen GUT getan haben
Lass uns
segnen
unsere
Enttäuschungen und die Traurigkeiten,
Segne du, wo
wir andere verletzt haben
Lass uns
segnen
unsere
Wünsche und Hoffnungen
unsere
Sehnsucht, die uns auch ins neue Jahr begleitet
lass uns
segnen - alles
was wir
loslassen und hergeben mussten
segne du
All das, was
in uns selbst noch Heilung braucht
lass uns
nicht aufhören um DEINEN Segen zu bitten
Für alle die
krank sind, für die Alten und die Hilflosen
Die
Heimatlosen und die Flüchtlinge
Für die
Menschen in den Kriegs-und Terrorgebieten
Für uns Alle,
die wir lernen müssen, mit Unsicherheiten zu leben
Herr segne
unsere Welt
So bitten
wir dich guter Gott
Lass uns
segnen – gütig und barmherzig
auch all die
Menschen, die im abgelaufenen Jahr
gestorben sind
Lass uns
segnen,
All das, was
war – all das, was ist - und all das, was kommen wird
Gott segne
uns und behüte uns - lass dein Angesicht über uns leuchten und sei uns
gnädig. Gott, wende uns dein Angesicht zu und schenke uns Heil und Frieden
So bitten wir im Namen Jesu amen
Mittwoch, 29. Dezember 2021
Fürbitten 30.12 lass uns ein Licht aufgehen ...
30.12.2021 die Prophetin Hanna Lk. 2.36 warten können
Die Prophetin Hanna, von der heute im Evangelium die Rede ist, war eine Frau, die warten konnte. Sie verliert sich mit ihren Gedanken nicht in der Vergangenheit oder in der Zukunft, sondern konzentriert ihren Blick auf das Hier und Jetzt. So erkennt sie, was andere übersehen. Sie erkennt im richtigen Moment das Handeln Gottes. Hannah erkennt den Messias. Sie erkennt ihn, in dem kleinen Jesus, den seine Eltern zum Segnen in den Tempel bringen. Und das ist wohl die Botschaft von Weihnachten: Vom Dunkel des Wartens sollen wir zum Licht des Erkennens kommen .So bitten wir:
lass uns ein Licht aufgehen –
auch in dieser zermürbenden Zeit der Pandemie
dass wir auch hier Positives erkennen können
und neue Wegzeichen
lass uns ein
Licht aufgehen
dass wir
erkennen, wie sehr wir füreinander verantwortlich sind
dass wir
offen dafür sind, Bedürftige und Fremde bei uns aufzunehmen
lass uns ein Licht aufgehen –
in dem wir in vielem in unserem Leben
plötzlich den tieferen Sinn erkennen
wo wir uns selbst auch wieder ganz Neues
zutrauen
lass uns ein Licht aufgehen
dass wir dort wieder zueinander finden
wo Kränkungen und Missverständnisse sind
dass wieder Versöhnung und ein neues
Miteinander möglich wird
lass dein Licht aufgehen – lass uns die
richtigen Worte finden
wenn wir oft sprachlos vor der Not anderer
stehen
wenn Menschen von uns Trost und Nähe erwarten,
wenn wir helfen sollen und doch so oft selbst
hilfsbedürftig sind
lass dein Licht aufgehen
überall dort, wo Menschen geboren werden
wo die Hoffnung noch ganz jung ist
sei aber auch Licht für die Kranken und für
alle,
die eine Änderung ihrer Lebenssituation
erhoffen
Guter Gott, sei bei allen, deren Leben zu
Ende geht
Wir bitten für die vielen Opfer von Krieg
Gewalt und Flucht in diesem Jahr
für alle, um die niemand mehr weint – Guter
Gott, sende dein Licht und dein Erbarmen
wenn wir selbst so oft keine Antwort auf
ein WARUM finden. Amen
immer wieder einen neuen Blick wagen
"Drei
Dinge sollte der Mensch wissen, um in dieser Welt zu überleben: Was für ihn zu
viel, was für ihn zu wenig, und was genau richtig ist." Suaheli Sprichwort
„Wir geben anderen die Schuld für unsere nicht erfüllten
Bedürfnisse und tragen unbewusst den Anspruch vor uns her, dass andere für
unser Glück verantwortlich sind“. Psychotherapeut
Tobias Glück
„Vernünftig ist, wer die Bereitschaft hat, Fehler zu korrigieren,
neue Erkenntnisse zu akzeptieren und seine Meinung – wenn nötig – zu ändern.“ Philosophin
Lisz Hirn
„Dumm meint, ignorant zu sein,
unglaublich selbstsicher oder nur "bei sich" zu sein, wie es so schön
heißt heutzutage, es bedeutet das Ausblenden von Verantwortungen, dass man
keine Informationen vor Entscheidungsfindungen einholt, selbstzentriert und
selbstherrlich zu sein, kein Gefühl dafür zu haben, dass man als Teil eines
Ganzen auf der Welt ist und das Ganze mitbedenken muss, wenn man Entscheidungen
trifft. Dummheit hat auch viel zu tun mit einer gewissen Form von Arroganz“. Psychiaterin
Heidi Kastner
"Glücklich
sind all diejenigen,
die immer tausend Gründe zum Leben haben." Dom Helder Camara
"Was
nicht in uns ist, das regt uns auch nicht auf" Hermann Hesse
"Über Sein und Nichtsein sei kummerlos und sorgenfrei; denn von jedem Sein, wie hoch es auch ist, ist Nichtsein das Ende doch". Hafiz, persischer Dichter und Mystiker *1390
„Alles, was wir hören, ist eine Meinung, keine Tatsache. Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive, nicht die Wahrheit.“ Mark Aurel
"Vollkommene Ordnung wäre der Ruin allen
Fortschritts und Vergnügens". Robert Musil
„Wir brauchen eine Revolution des Mitgefühls.
Eine Revolution, die auf Warmherzigkeit beruht, auf der Sorge um das
Wohlergehen aller Anderen“ Dalai Lama
„Hab Vertrauen. Rechne nicht. Bleib neugierig. Verwirf das Einfache nicht. Vergiss die Wut nicht, sie gehört zu dir. Erlaube dir, keinen Brokkoli zu mögen. Fürchte das Scheitern nicht. Male, tanze, singe, wenn du willst. Frag, was du wissen willst. Nimm deinen Körper an. Es gibt dich nicht ohne ihn. Halte vieles für möglich“. Susanne Niemeyer
„waun i amal sag, aner is a Oaschloch,
dann schimpf i den ned,
sondern des is a Diagnose“ Ernst Hinterberger
Die Welt ist aus dem Stoff,
der Betrachtung verlangt“ Ilse Aichinger
Dienstag, 28. Dezember 2021
Fürbitten 29.12 dem Gewissen folgen
Die
Liturgie der Weihnachtstage ist alles andere als romantisch. Schon am Tag nach
Weihnachten wird von Stephanus erzählt, der für sein Festhalten an Jesus
gesteinigt wird. Heute, am 29.Dezember ist der Gedenktag für Thomas Becket. Der
englische Erzbischof von Canterbury, der auch Lordkanzler war, ist Opfer im
kirchenpolitischen Konflikt mit König Heinrich II und wird ermordet, vor dem
Hauptaltar seiner Kathedrale. Becket ist als Märtyrer und Held in die
Geschichte und in die Literatur eingegangen. Träumen nicht auch wir manchmal
davon, so aufrichtig, unerschrocken, tapfer und unbeugsam zu sein? Die Realität
sieht meist anders aus. Aber auch Thomas Becket ist erst Schritt für Schritt in
diese unerschütterliche Freiheit hineingewachsen. So bitten wir:
lass auch uns
aufrechte Menschen sein, die zu dem stehen, wovon sie überzeugt sind, gib
uns die Fähigkeit und den Mut herauszufinden, was nach unserem eigenen Gewissen
falsch oder richtig
ist.
Hilf uns zu erkennen,
wo es auch in unserem Leben Entscheidungen gibt, die wir treffen müssen, auch
wenn sie uns und anderen vielleicht weh tun. Hilf uns nicht stur zu sein, aber
entschieden zu handeln.
Lass uns Menschen
sein, die Verantwortung für sich und andere übernehmen , gib uns den Mut,
Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen und uns für all die einzusetzen, die
niemand haben, der auf ihrer Seite steht.
Bitten wir in diesen
Tagen auch ganz besonders, dass es uns bald gelingt, die Gespaltenheit in der
eigenen Gesellschaft zu überwinden und zu tragfähigen Kompromissen zu gelangen.
Stärke
in unserem Land alle, die sich für die Aufnahme von Flüchtlingen einsetzen - Hilf uns ein Klima der Solidarität und der
Zuversicht zu schaffen
Du
guter Gott, sei an der Seite aller Menschen, die in ihren Ländern um Freiheit
und Selbstbestimmung und um die Einhaltung der Menschenrechte ringen. Segne die Arbeit
aller Organisationen, die sich für Gerechtigkeit und Menschenrechte
einsetzen So bitten wir im Namen Jesu
Amen
Montag, 27. Dezember 2021
Fürbitten 28.12 FÜR DIE KINDER
28.12.2021 Fest
der unschuldigen Kinder Mt.2.13
Den
ursprünglichen Gedanken hinter dem kirchlichen Fest der unschuldigen Kinder
können wir wohl nicht mehr akzeptieren. Ausgehend von der nicht historisch
belegten Erzählung vom Kindermord in Bethlehem sollten Kinder gepriesen werden,
denen es – so hat es auch Augustinus formuliert – vergönnt war,
als kleine Märtyrer für Jesus zu sterben. Nein, wir heute glauben nicht, dass es
schön ist, schon als Kind aus religiösen oder ideologischen Gründen umgebracht
zu werden. Bitten wir vielmehr, dass es Kinder vergönnt ist, in Frieden
aufzuwachsen. ... unsere Regierenden könnten sehr wohl einiges dazu beitragen. bitten
wir heute
Für sie
bitten wir hier an der Krippe – Gott erbarme dich
für alle Kinder, die man verschleppt hat, um sie als Kindersoldaten zu missbrauchen Es sind allein in Afrika so schätzt man an die 300.000 für alle, die sich als Jugendliche von Extremisten für Terror und Gewalt einspannen und missbrauchen lassen
Für sie
bitten wir hier an der Krippe – Gott erbarme dich
Für alle Kinder, dman als Arbeitssklaven missbraucht. Sie schuften in Fabriken und Bergwerken, leisten Schwerstarbeit auf den Feldern. 115 Millionen Kinder auf der ganzen Welt werden auf diese Weise missbraucht, während wir hier oft von den Billigprodukten profitieren
Für sie
bitten wir hier an der Krippe – Gott erbarme dich
Für alle Kinder, denen man Schule und Bildung vorenthält. Fast 60 Millionen Kinder weltweit wachsen so auf, oft sind es vor allem Mädchen, wie nun in Afghanistan, denen der Schulbesuch unmöglich gemacht wird wir bitten für alle Kinder, die hungern und an Unterernährung leiden, 162 Millionen Kleinkinder in Entwicklungsländern sind chronisch unterernährt. Jede Minute sterben Kinder auf der Welt an Unterernährung
Für sie
bitten wir hier an der Krippe – Gott erbarme dich
Für alle Kinder bitten wir, die Opfer von Missbrauch geworden sind und für all die Mädchen und Buben, die solche Übergriffe immer noch erleiden müssen. Kinder, die Opfer von Zwangsprostitution und Kinderpornographie sind. Wir bitten auch für alle Kinder, die zu wenig Liebe und Fürsorge bekommen
Für sie
bitten wir hier an der Krippe – Gott erbarme dich
Und wir bitten
für unsere Kinder und Jugendlichen, die nun schon fast zwei Jahre unter den
Bedingungen der Pandemie mit großen Einschränkungen und wohl auch Ängsten und Sorgen
leben müssen. Nicht zuletzt bitten für alle Kinder unter uns, die schwer krank
sind und tapfer viele Behandlungen über sich ergehen lassen müssen oder sogar
um ihr Leben kämpfen. Sei Du an ihrer Seite, stärke die Familien und hilf uns
allen, zu helfen, wo wir selbst helfen können.
Für sie alle
bitten wir hier an der Krippe - Im Namen Jesu Amen
Sonntag, 26. Dezember 2021
Fürbitten 27.12 "tiefer" sehen können -
27.12.2021 Hl. Johannes Joh.20.2 bewahre uns in deiner Liebe
„Er sah und glaubte“, das sind die letzten Worte heute im Evangelium. Er, das ist
Johannes, man nennt ihn den Lieblingsjünger Jesus, der auch neben dem
Gekreuzigten ausgeharrt hatte bis zu dessen Tod. Heute, zwei Tage nach dem
Fest der Geburt Jesu ist das Fest des hl. Johannes. Es führt uns von der Krippe
wieder zum Geschehen von Kreuz und Auferstehung. Damals, nach dem Tod Jesu, am
Ostermorgen, nachdem Maria Magdalena schon das leere Grab gesehen hat, läuft
auch Johannes dorthin, gemeinsam mit Petrus. Auch Johannes sieht keinen
Leichnam, - aber er ist nicht entsetzt und verwirrt. Johannes, so heißt es: „sah
und er glaubte“. Johannes sieht tiefer - Erbitten wir das auch für uns
dass wir deine Handschrift
in allen Abschnitten unseres Lebens erkennen
können
in der Freude, in der Krise, in der
Lustlosigkeit
dort vor allem, wo die vielen Fragezeichen
sind
und keine Antwort auf unser „Warum“
Du Gott mit uns – wir bitten dich erhöre uns
Dass wir glauben können – und tiefer sehen
hilf uns immer besser zu erkennen
dass wir nicht Zuschauer an der Krippe sind,
sondern dass wir dich in uns selbst tragen
dass deine Menschwerdung unter uns täglich
geschehen muss
durch unser Mitgefühl, durch unsere
Freundlichkeit, durch unser gut-sein
dass wir glauben können – uns tiefer sehen
sei du gegenwärtig in allen,
denen die Pflege und Heilung und Begleitung
von Menschen anvertraut ist
lass vor allem die Kranken und die Alten
spüren
dass sie ihre Sorgen und Ängste
auch ihre Schmerzen und ihre Kraftlosigkeit
nicht vergebens erleiden
dass wir glauben können – und tiefer sehen
lass uns die Sorgen, die uns andere Menschen
anvertrauen
lass uns die Probleme der Welt, die uns
hilflos machen
lass uns alles unbegreifliche Leid und allen
Schmerz
bewusst in unsere Gebete mitnehmen
lass, dass wir dir, dem menschengewordenen
Gott
alles Leben hinhalten und es verwandeln lassen
nicht zuletzt bitten wir für alle,
die mit den Worten „Gott“ und „Liebe“ schon
lange nichts
mehr anfangen können
wir bitten für die im Glauben verbitterten,
für die Gleichgültigen
für die Enttäuschten
dass auch sie – vielleicht durch uns -
den Frieden und
die Freude deiner Menschwerdung erfahren
schenke auch ihnen ein neues „sehen“
Du guter Gott, vom neugeborenen Kind in der Krippe bis zum leidenden, sterbenden Menschen am Kreuz war es ein gar nicht so langer Weg: lass auch uns akzeptieren: dass Freude und Schmerz, Leben und Tod zusammengehören. Lass uns hier an deiner Krippe das Leben annehmen wie ist: lass uns an die Auferstehung glauben, auch wenn wir sie noch nicht sehen. Amen
immer wieder einen neuen Blick wagen
„Es leuchten, es entstehen
im
Hoffen und im Sehnen
der
Menschen viel tiefe Welten,
die
im Sein und nicht im Haben
immer
schöner und schöner gelten“. Monika Minder
„Jedwede Andachtsrichtung ist besser, als das Selbstanbeten“. Hafiz, persischer Dichter und Mystiker *1390
"Der Ursprung allen Konflikts ist, dass ich nicht sage, was ich meine und nicht tue, was ich sage." Martin Buber
„Um sich selbst zu erkennen, muss man handeln.“ Albert Camus
"Wenn wir nicht aufhören uns mit unseren kleinen täglichen Sorgen und Hoffnungen, unserer Liebe, unseren Ängsten, unserem Kummer und unserer Sehnsucht zu beschäftigen, dann geht die Welt unter. Und wenn wir aufhören. uns mit unseren kleinen täglichen Sorgen und Hoffnungen, unserer Liebe, unseren Ängsten, unserem Kummer und unserer Sehnsucht zu beschäftigen, - dann ist die Welt untergegangen." Erich Fried.
Wohin
denn gehen wir?
Immer nach Hause" Novalis
"Ich finde, man sollte die menschlichen Beziehungen mehr auf Sehnsucht einrichten als auf Gewohnheit" Schnitzler
"Mangel erzeugt Sehnsucht"
Wolf Wondratschek
"Es stimmt, dass wir eine bessere Welt erschaffen sollen. Aber zuerst sind wir aufgerufen zu einer ganz nahen und höchst wunderbaren Aufgabe: unser eigenes Leben zu erschaffen." Thomas Merton US Trappistenmönch und Friedensaktivist
"Jeder
Ausgang
ist ein Eingang irgendwo anders". Tom Stoppard
"Wir
versuchen wohl Ordnung in uns zu schaffen, so gut es geht.
Aber diese Ordnung ist doch nur etwas Künstliches
Das Natürliche ist das Chaos" Arthur Schnitzler
"Entwirf deinen Reiseplan im Großen - und lass
dich im Einzelnen von der bunten Stunde treiben. Die Größte Sehenswürdigkeit,
die es gibt, ist dein Tag - sieh ihn dir an." Kurt Tucholsky
„Wenn man seine Kindheit bei sich hat, wird man nie älter“ Goethe
"Advent, Advent ein Lichtlein brennt!
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier
doch wenn das fünfte Lichtlein brennt,
dann hast das Christkind du verpennt!“.
Samstag, 25. Dezember 2021
Fürbitten 26.12 Das Martyrium des Stephanus - die Idylle von Weihnachten währt nur kurz
26.12. 2021 Hl.Stephanus
Nur einen Tag nach dem Weihnachtsfest hören wir heute in der Liturgie die Geschichte eines Menschen, den man zu Tod gequält hat? Es geht um Stephanus, den ersten Märtyrer der jungen Jesus Gemeinde. Das ist ist ein großer Sprung vom Kindlein in der Krippe zu einem, der wegen seines Glaubens an Jesus zu Tode gesteinigt wurde – – ja, es macht uns bewusst, dass wir letztlich auch zu Weihnachten den gekreuzigten und auferstandenen Jesus mitdenken müssen. Die Idylle vom neu geborenen Kind in der Krippe währt kurz. Die Vision einer neuen Welt des Friedens scheint schnell ausgeträumt. Wir können und dürfen nichts beschönigen. So bitten wir
Du, Gott, Mensch geworden - wir flehen zu dir,
für alle Menschen, die wegen ihrer politischen
Überzeugung, wegen ihres Glaubens
oder wegen ihrer Rasse verfolgt werden
für alle, die hilflos und schutzlos übermächtiger Gewalt
ausgeliefert sind
für alle, die von Naturkatastrophen heimgesucht werden
Du, Gott, Mensch geworden - wir flehen zu dir,
für alle Menschen, die in
den nicht wohlhabenden Ländern ganz besonders unter der Corona Pandemie leiden
für alle, die hier bei uns
um ihren Arbeitsplatz und ihre Existenz fürchten
für alle Kranken und für
alle, die sie unter anstrengenden Bedingungen versorgen
wir bitten um einen Ausweg,
in dem auseinanderdriften der Meinungen rund um die Impfung
Du, Gott, Mensch geworden - wir flehen zu dir
für die Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht
sind
für die Unzähligen, die in Europa Zuflucht und Sicherheit
suchen,
wir bitten für all die schutzlosen und schuldlosen Kinder
im Elend der Flüchtlingslager
wir bitten für unsere Verantwortlichen, dass wir als
Christen nicht dort versagen, wo wir helfen sollen und helfen können
Du, Gott, Mensch geworden:
sei ein Gott der Versöhnung auch für uns selbst, wenn es uns schwerfällt,
wieder die Hand auszustrecken
sei ein Gott voll Liebe und Nähe für alle, die im Leben
zu kurz kommen,
für alle, deren Tag mehr Mühe als Freude hat
sei ein Gott des Lebens für alle, deren Leben zu Ende
geht
sei ein Gott des Lebens für alle Verstorbenen
Du guter, uns naher, mit uns leidender Gott: begleite uns
auf den Wegen unseres Lebens, und lass uns selbst anderen beistehen, in guten
und in schweren Tagen – wir bitten im Namen Jesu, der Mensch geworden
ist. Ein Mensch wie wir: im Geboren werden, im Leben und im Sterben und – wie
wir erhoffen - im Auferstehen.
Amen