12.8.2026 Mt.
18.15 Stellung beziehen und doch gute Lösungen suchen
Um ein zeitloses, vermutlich
immer aktuelles Thema geht es heute im Evangelium. Wie kann man gut und richtig
mit Konflikten umgehen. Wie löst man Streitfragen. Im beruflichen Umfeld, im
Alltagsleben, vor allem aber auch in der kleinen Gemeinschaft, in der Familie,
in der Partnerschaft. Wie weist man auf Fehler hin, gibt es einen Punkt, an dem
es keine Annäherung mehr gibt. Im Evangelium geht es um die Situation in der
religiösen Gemeinschaft. Wie umgehen mit Andersdenkenden, wieviel darf
toleriert werden, gibt es eine Grenze, ab der man sich eventuell auch
voneinander trennen muss. Wir wissen, wie wichtig Mediation in
Konflikten geworden ist … offen und ehrlich das Gespräch über Streitfragen führen.
Nicht „hinterrücks“ über andere den Stab brechen. bitten wir heute
Dass wir Konflikte offen und ehrlich ansprechen
Dass wir dem anderen eine Chance geben, seine
Beweggründe darzulegen
Dass wir auch akzeptieren können, wenn sich unsere
eigene Einschätzung als falsch herausstellt
Dass wir diskret mit den Fehlern anderer umgehen und
nichts an die große Glocke hängen
Dass wir immer eine Türe offen lassen für ein neues
Aufeinander zugehen
Dass wir auch Gras über eine Sache wachsen lassen
können,
dass wir alte Konflikte nicht wieder aufwärmen - dass wir wirklich vergeben können
dass wir aber auch nicht faule Kompromisse eingehen,
aus Feigheit
Bitten wir auch um die Streit -und Toleranz Kultur in
unserer Kirche, dass Andersdenkende nicht viel zu schnell mit Sanktionen oder
Redeverbot belegt werden.
Bitten wir vor allem auch, dass es in den großen
internationalen Konflikten zu einer Entspannung kommen kann. Denken wir
besonders an die Ukraine und auch an den Nahen Osten und die Lage am Gold,
So
bitten wir guter Gott, Lass, dass wir uns niemals als Richter über andere
aufspielen, sondern dass wir einander in deinem Licht sehen können –
immer bereit zum wieder Aufeinander zu gehen.
So bitten wir im Namen Jesu. Amen
