Der Pfarrer von Ars - er lebte in erschüttender Armut, Johannes
Maria Vianney, 1786 - 1859
Heute ist der Gedenktag des französischen Priesters Johannes
Vianney, besser bekannt als Pfarrer von Ars. Seit 1929 gilt er
als Patron der Seelsorger. Vianeney, 1786 geboren, war ein Bauernknecht, der
inständig Priester werden wollte. Beim theologischen Studium hat er sich sehr schwer
getan, aber als Priester opferte er sich förmlich für seine
Gemeinde und seine Pfarre auf. Vianney lebte erschreckender Armut, stundenlang
saß er auch im Beichtstuhl. Er verausgabte sich total für die Menschen, die zu ihm kamen. Papst
Benedikt hat ihn 2009 als Leitfigur für das Jahr des Priesters genommen. Das führte aber auch zu kritischen Stimmen die davor warnten, man dürfe das Priesterbild nicht
unrealistisch überhöhen. Der Priester sei ein Mensch wie jeder andere – ein Mensch, der einen
Auftrag Gottes hat, wie jede und jeder von uns. Ein Priester hat nicht eine
höhere, sondern eine andere Berufung. Auch Papst Leo fordert, in der
Priesterausbildung darauf zu achten, dass die Kleriker sich nicht dem
gewöhnlichen Kirchenvolk überlegen fühlen sollten. Priester müssten lernen,
nicht als "einsame Anführer" zu agieren und das Weiheamt nicht mit
einem "Gefühl der Überlegenheit" auszuüben. Sie müssten deshalb immer
mehr in enger Verbindung mit dem Gottesvolk ausgebildet werden" Im Neuen Testament können wir jedenfalls lesen: “ Letztlich sind wir alle ein priesterliches Geschlecht" 1.Petrusbief Kapitel 2 Bitten wir heute
für die Männer, die in diesem Jahr zum
Priester geweiht worden sind, dass ihr Engagement und ihre Hingabe sie auch in
schwierigen Situationen tragen
bitten wir für alle Priester, die heute gerade in den
neuen Großraumpfarren oft bis zum Äußersten gefordert sind – und auch für
Menschen in diesen Pfarren, die sich nach kleineren Strukturen zurücksehnen
bitten wir für all die Priester, die ihr Amt zurücklegen
mussten weil sie keine Kompromisse eingegangen sind in ihrer Liebe zu einem
anderen Menschen –, und die doch innerlich Priester sind und Priester bleiben
wollen
bitten wir, dass priesterliche Berufungen nicht an der
Frage des Zölibates scheitern müssen, dass es hier ehrliche und mutige Lösungen
gibt, die ja nicht für alle gelten müssen .
bitten wir für die Zukunft der Frauen in der Kirche, dass
auch bei Katholiken möglich ist, was in der evangelischen Kirche und bei den
Altkatholiken schon lange Realität ist die Frau auch als Priesterin. Ja auch
als Bischöfin
bitten wir einmal
mehr um Vergebung für alle Missbrauchsfälle in der Kirche, bitten wir um Heilung für die Opfer und um Einsicht und
Heilung für die Täter, und nicht zuletzt um eine ehrliche radikale Schuldeinsicht in der Kirche
und bitten wir nicht zuletzt, dass auch wir alle unseren
priesterlichen und prophetischen Auftrag wahrnehmen, von dem der
Petrusbrief (1 Petr.2) spricht - dass wir uns getrauen auf Unrecht hinzuweisen,
und dass wir Menschen sind, die andere begleiten, ermuntern und trösten
Du guter Gott, wir alle sollen
Menschen sein, die sich ganz von dir in den Dienst nehmen lassen. Wir alle
sollen Menschen sein, die auch ganz für andere da sind. Hilf uns dazu, und lass
uns auch eine Hilfe für die Priester unserer Gemeinden sein, dass sie
Gemeinschaft erfahren. so bitten wir Namen Jesu, .Amen