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Samstag, 15. August 2026

Fürbitten Sonntag 16.8. WIR - DIE GUTEN ????

 


16.8.2026 Mt.15.21  DIE  GEHÖRT JA NICHT ZU UNS 

Die Geschichte, die heute im Evangelium erzählt wird, ist an sich verstörend.  Eine nicht-jüdische Frau kommt zu Jesus und fleht um Heilung für ihre Tochter. Jesus reagiert gar nicht auf sie und seine Jünger sagen „schick sie fort, die schreit nur hinter uns her.“  Jesus bleibt kalt und abweisend: er sei nur für die Bedürftigen seiner eigene Glaubensgemeinschaft da, sagt er. Unfassbar. Eine Haltung, die uns erschrecken lässt. Dieses Denken: WIR und die ANDEREN. Spaltet das nicht bis heute unsere Gesellschaften und führt zu den schlimmsten Konflikten!!

Der kananäischen  Frau müssen wir dankbar sein. Sie reagiert nicht beleidigt, sie könnte ihrerseits ja nun Jesus beschimpfen - aber sie ist klug und schlagfertig. Sie will ja etwas erreichen für ihr krankes Kind, also gibt nicht auf. Während Jesus brutal sagt“ Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den kleinen Hunden vorzuwerfen - entgegnet sie: Ja, Herr! Aber selbst die kleinen Hunde essen von den Brotkrumen, die vom Tisch ihrer Herren fallen.“ Die Weisheit und Beharrlichkeit dieser Frau scheinen ein tiefes Erlebnis für Jesus zu sein. Nun sagt er: „Frau, dein Glaube ist groß. Es soll dir geschehen, wie du willst.“ Von dieser Stunde an, so heißt es im Evangelium, war das Kind geheilt.

Das Evangelium will uns sicherlich zweierlei sagen: Hört auf mit dem Denken: WIR und die ANDEREN. Wir sind eine Menschheit, gleich welche Nationalität, gleich welche Religion oder gleich welche Hautfarbe wir haben. Und die zweite Botschaft:  Lass dich nicht zu schnell im Leben abwimmeln, gib nicht so schnell auf. Und wenn es eine dringende Bitte an Gott ist, bleib dran! Bitte weiter, vertraue weiter.  So bitten wir

 

Dass wir nicht aufhören um Frieden zu beten

So viele Menschen tun es schon so intensiv und lange

Und nüchtern betrachtet scheinen sich rundum alle Konflikte eher mehr zu verschärfen

 

dass wir in diesen herausfordernden Hitzetagen

auch anhaltend um eine Normalisierung des Wetters bitten

Wir bitten um Regen und gute Ernten

Auch wenn wir wissen, wie sehr wir Menschen selbst an den Zuständen mitverantwortlich sind

 

 

Bitten wir, dass wir am Evangelium heute auch erkennen,

dass wir alles unterlassen müssen, um nicht in dieses

Denken zu verfallen: Da sind wir die Guten – und dort, das sind die Andern

Nicht gut, gefährlich, einfach ANDERS  

 

 

dass auch wir auch helfen sollen, ohne danach zu fragen,

ob dieser andere Mensch „zu uns“ gehört

oder ob er es „verdient“ hat

 

 

bitten wir, dass wir in kritischen Situationen die Fähigkeit haben

klug und konstruktiv zu reagieren

 

 

dass wir auch den Humor nicht verlieren und

auch bei Zurückweisung gelassen bleiben und nicht gehässig werden

 

 

bitten wir mit den Worten des indischen Dichters Rabindranath Tagore:

Du guter Gott, Lass uns in den Schwierigkeiten des Lebens nicht verzweifeln

weil wir glauben, keine Hilfe zu finden

aber lass uns dich bitten,

dass wir auch unsere eigene Stärke und Kraft entdecken

 

so bitten wir im Namen Jesu  Amen