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Samstag, 15. Mai 2021

Fürbitten Sonntag 16.5. FREUDE - muss man auch üben

 


16.5.2021  Joh.17.11    FREUDE   7.OS 

„Bessere Lieder müssten sie mir singen, dass ich an ihren Erlöser glauben lerne. Erlöster müssten mir seine Jünger aussehen“  Das hat Friedrich  Nietzsche uns Christen ins Stammbuch geschrieben und wir sollten es nicht nur als Worte eines Atheisten abtun. Jeden Tag sollten wir uns wohl fragen: „sieht man mir die Freude am Leben an? Die Freude an dem, woran ich glaube und was mein Leben ausmacht?“      Im Evangelium heute betet Jesus zu seinem Vater im Himmel:  „dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude ganz in sich haben“. Empfinden wir diese Freude? Klar, mit der Freude ist es nicht ganz so einfach, sie wird einem nicht nur geschenkt - bitten wir in diesen Tagen Woche vor Pfingsten ganz besonders um diesen „Geist der Freude“

dass wir Freude an den Menschen haben, mit denen wir zusammen sind, auch wenn sie uns manchmal - wie die eigenen Kinder, wie die eigene Gemeinschaft, der Partner, die  Bürokollegen, - das Leben gar nicht so leicht machen

 um diese Freude bitten wir – komm heiliger Geist

dass wir Freude an unserer Arbeit haben, an dem, was Tag für Tag getan werden muss, vieles ist Routine, nicht alles machen wir gern, manches fällt uns auch schwer

 

dass wir Freude haben, wenn wir die Freude anderer erleben und sie mitfühlen dürfen:                      dass wir nicht neidisch und missgünstig sind

 

dass wir ganz bewusst anderen Freude machen wollen – dass wir aber auch uns selbst Freude machen - weil Gott unsere Freude will

 

lass uns selbst dann eine Freude finden, auch wenn wir krank sind oder Sorgen haben,  lass uns Freude in jedem neuen Tag finden, auch wenn wir wissen, dass es auch viel Schmerzliches und Mühsames gibt

 

so bitten wir um den Geist der Freude, weil er allein uns dankbar macht für jede Minute unseres Lebens – hilf uns diese Freude weiter zu geben …..  komm heiliger Geist. Amen

 


Freitag, 14. Mai 2021

Fürbitten 15.5. HAUSKIRCHE

 


15.5.2021 Apg.18.23     HAUSKIRCHE Priscilla und Aquila

Die heutige Lesung in der Apostelgeschichte zeigt uns deutlich, wie frühchristliche Gemeinden funktioniert haben. Es waren HAUSKIRCHEN: Christen kamen in ihren Häusern und Wohnungen zusammen. Man hat gebetet, man hat miteinander gegessen – und man hat auf diese Weise die Erinnerung an Jesus und seine Botschaft wach gehalten. Ekklesia heißt diese Art von Versammlung auf griechisch … die Hauskirchen waren der ursprüngliche Begegnungsort der Christen. Uns Christen heute hat die Corona Pandemie wieder zu den Wurzeln zurückgeführt. In der heutigen Lesung ist auch die Rede von einem Ehepaar, das eine wichtige Rolle für die Christengemeinde in Ephesus spielte. Die Frau Priszilla und ihr Mann Aquila. Sechsmal werden sie in der Bibel erwähnt, so wichtig war ihr Einfluss. Bitten wir heute

Dass auch unsere Wohnungen, unsere Familien und Gemeinschaften offene Orte der Begegnung mit Jesus sind – komm heiliger Geist

Dass wir immer Jesus in unserer Mitte wissen, auch wenn wir uns nicht in einer Kirche versammeln

Dass Jesus zu unserem Alltag gehört und keine Sonntagsangelegenheit ist

Dass gerade auch Frauen ein spirituelles Zentrum dieser Hauskirche sind

Dass wir unkompliziert, in unserer Alltagssprache, von dem sprechen, was unsere Freude am Glauben ist

Dass wir keine leeren Rituale leben, weil es „Pflicht“ ist, sondern dass wir mit unserem Leben und unserer ganzen Liebe dahinterstehen

bitten wir, dass wir Kirche in Freude und Freiheit, in Verantwortung und Solidarität leben

 

Du guter Gott, WIR alle sind Kirche, Jeder und Jede von uns, und WIR, Frauen und Männer, Junge und Alte suchen Dich und den Weg. der zu Dir führt. Unseren Weg, den wir mit Jesus gehen wollen, zusammen mit allen Menschen und in Ehrfurcht vor der ganzen Schöpfung. Amen

Donnerstag, 13. Mai 2021

Fürbitten 14.5. Gedenktag der hl. CORONA - fürchtet euch nicht

 

heilige Corona mit Palmzweigen und Krone vom Maestro di Palazzo Venezia (um 1350),

staatliches Museum Kopenhagen 

14.5.2021  Fürchte dich nicht Apg.18.9     

„Fürchte dich nicht – ich bin mit dir“  Diese Zusage Jesu hört der Apostel Paulus in einer nächtlichen Vision. Paulus, der auf seinen Missionsreisen immer wieder in Schwierigkeiten gerät,  vertraut der Stimme und bleibt deshalb sogar über ein Jahr bei der jungen Jesus Gemeinde in Korinth. Auch wir kennen Momente und Situationen, in denen wir unsicher sind und auf ein Wort der Ermutigung warten. Vertrauen wir Jesus und bitten wir

 

nimm uns die Angst, mit einer schwierigen Situation nicht fertig zu werden                                         nimm uns die Angst vor Krankheit und Einschränkungen

 

nimm uns die Angst, einen Verlust nicht zu verkraften                                                                              nimm uns die Angst, es nicht allen recht machen zu können

 

nimm uns die Angst, zu kurz zu kommen                                                                                                nimm uns die Angst, nicht mehr wichtig und gefragt zu sein

 

nimm uns die Angst, die Hand zur Versöhnung auszustrecken                                                                 nimm uns die Angst vor dem, was wir nicht steuern können, was nicht in unserer Hand liegt

 

Heute ist der Gedenktag der heiligen Corona. Nicht sehr vielen von uns dürfte sie vor dieser Zeit der Pandemie ein Begriff gewesen sein. Corona soll als junge Witwe und Christin nach dem Jahr 200 im römischen Reich den Tod als Märtyrerin erlitten haben. Corona gilt als Patronin gegen Seuchen – und so bitten wir heute ganz besonders um ein Ende dieser weltweiten Pandemie und um Hilfe für alle,     die auch noch an Langzeitschäden leiden.

Du guter Gott, hilf,  dass wir voll Vertrauen und voll Freude und Dankbarkeit leben können. Wir bitten im Namen Jesu  Amen

 CORONA - SEGEN


Unter dem Motto „Bleib xund!“ laden heute, am Tag der heiligen Corona, zahlreiche Seelsorge-Einrichtungen in Österreich zu einem Segen mit der Bitte um Gesundheit und Stärkung ein. Den Segen gibt es in Citypastoral-Stellen in Innsbruck, Graz, Salzburg und Wien. „Wenn uns die Corona-Krise etwas lehrt, dann ist das die Bedeutung von Zusammenhalt und Nähe“, so Dominik Elmer, Leiter des Netzwerkes für Citypastoral in ÖsterreichWir wollen in dieser Zeit Zuversicht und Hoffnung stärken. Der Gott der Bibel ist einer, der mit uns Menschen mitgeht und der Nähe anbietet“, so Elmer.

In Wien gibt es den Corona Segen im Zentrum „Quo vadis?“ (Stephansplatz 6, Wien),                         und in der Gesprächsinsel (Freyung 6a, Wien),

Innsbruck:  Der Brunnen (DEZ-Einkaufszentrum, Amraserseestraße 56a,),                                                                  und Kirche im Herzen der Stadt (Spitalskirche, Maria-Theresien-Straße 2, ),

Salzburg:  Offener Himmel – Infopoint Kirchen (Franziskanergasse 3,),

und Graz:  im Kircheneck (Herrengasse 23,).


Mittwoch, 12. Mai 2021

Fürbitten 13.5. Christi Himmelfahrt: die eigene Himmelfahrt wagen!!!

 


 

13.5.2021 X Himmelfahrt Mk.16.15 

Christi Himmelfahrt feiern wir heute. Das ist keine spektakuläre Reportage von einem übersinnlichen Ereignis vor mehr als 2000 Jahren. Da ist keiner von der Erde in den Himmel gedüst – aber da haben Menschen eine tiefe Erfahrung gemacht. Dieser Jesus, der für sie ein Wegweiser zu Gott war, der ist nun tatsächlich wieder in diese Einheit mit seinem Vater und Gott zurückgekehrt – nach aller Erfahrung des Todes. So wie das auch unser Lebensziel ist.          Wobei das Ende der Anfang ist. Denn der Bericht von der Himmelfahrt Jesu, den wir heute hören, dieser Bericht steht nämlich ganz am ANFANG der Apostelgeschichte. Dort wo es nun die Apostel sind, die die Botschaft Jesu weitertragen. Und so sollen auch wir uns nicht vor dem Abschiednehmen und dem Ende mancher Dinge fürchten, sondern mit Jesus immer wieder den Neuanfang wagen. “Geht hinaus in die ganze Welt und verkündigt die Frohe Botschaft“ sagt Jesus, und er sagt auch“ “Ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung der Welt“. So bitten wir

Die langen Monate der Pandemie haben Unruhe und Angst gebracht, haben bei vielen Menschen auch zu großen Sorgen geführt. Wir alle fühlen uns oft hilflos und haben so wenig Einfluss auf das Geschehen in der Welt Jesus lass uns Hoffnung haben und Hoffnung weitergeben  -                       darum bitten wir: Herr sende uns deinen Geist

 

Jesus lass uns Hoffnung haben und Hoffnung weitergeben                                                                      all den Menschen die nach unbegreiflichen persönlichen Schicksalsschlägen wieder Kraft brauchen        für   einen Neubeginn - all denen, die als Flüchtlinge eine neue Zukunft suchen und so oft auf Abwehr    stoßen - und schenk uns selbst Zuversicht für all die Herausforderungen, die vor uns liegen            Darum bitten wir: Herr sende uns deinen Geist

 

Jesus lass uns Hoffnung haben und Hoffnung weitergeben                                                                  Denn immer wieder müssen wir dazulernen, müssen uns neu bewähren - So vieles müssen wir       loslassen, wie oft auch liebe Menschen und angenehme Gewohnheiten -                                                   Jeder neue Tag bringt einen Neuen -Anfang                                                                                           Darum bitten wir: Herr sende uns deinen Geist

 

Jesus lass uns Hoffnung haben und Hoffnung weitergeben                                                                  damit wir an Kränkungen und Verletzungen nicht festhalten                                                                   damit wir immer wieder den ersten Schritt zur Versöhnung tun können                                                 damit wir auch uns selbst mit liebevollen Augen sehen                                                                     Darum bitten wir: Herr sende uns deinen Geist

 

Jesus lass uns Hoffnung haben und Hoffnung weitergeben                                                                   Besonders all denen, die krank sind und ihr Schicksal in andere Hände legen müssen                         Besonders all denen, die durch die Pandemie Angehörige verloren haben                                         Besonders all denen, die Tag für Tag im Einsatz für andere da sind                                                       Gib uns allen Hoffnung und Zuversicht für ein Aufatmen und neu beginnen                                   Darum bitten wir: Herr sende uns deinen Geist

 

So bitten wir guter Gott, segne uns zu Aufbruch und Neubeginn, sei bei uns, wenn wir uns immer wieder vieles nicht zutrauen -  lass uns die eigene Himmel-fahrt wagen – im Namen Jesu, der bei uns sein wird, bis zur Vollendung der Welt. Schenke uns deinen Frieden, dass wir selbst Frieden bringen Amen

Dienstag, 11. Mai 2021

Fürbitten 12.5. GOTT ????

 


12.5.2021  Apg.17.15 einem unbekannten Gott  Joh.16.12

Wie sollen wir uns Gott denken? Wer ist Gott? Darum geht es heute in der Apostelgeschichte. Paulus predigt am Areopag in Athen und verweist auf einen Altar, den er dort sieht und der „einem unbekannten Gott“ gewidmet ist. „Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkündige ich euch“ - so spricht Paulus nun zu den Athenern, die sich neugierig versammelt haben.  Im Evangelium spricht Jesus vom Geist der Wahrheit, der uns in die ganze Wahrheit führen wird.  Was ist Wahrheit und welchen Gott suchen wir? Bitten wir heute

 

sei uns ein Gott der Liebe, und nicht ein Gott der Bücher und Lehrmeinungen

sei uns ein Gott, der uns das Leben weit und ohne Angst macht

sei uns ein Gott, vor dem wir uns nie verbiegen müssen

sei uns ein Gott, der uns zum Miteinander führt

sei uns ein Gott, der Wunden heilt und Versöhnung möglich macht

sei uns ein Gott, der uns in der Versuchung führt und nicht in die Versuchung

sei uns ein Gott, mit dem wir JETZT und HEUTE leben, denn hier beginnt die Ewigkeit

sei uns ein Gott der Liebe, weil wir dich niemals fürchten dürfen, sondern nur von Herzen lieben

 

Denn Du bist „Gott mit uns“, Gott mit ALLEN Menschen, die dich suchen. Wir gehen den Weg mit Jesus – aber alle Wege führen zu Dir, dem Gott für uns alle. Gott, der mit uns lebt und liebt - heute und alle Tage amen.

Montag, 10. Mai 2021

Fürbitten 11.5. Vertrauen ins Leben - trotz aller Widrigkeiten


 

11.5.2021   Apg 16.22   Befreiung   

„Glaubt an Jesus - und Gott wird euch auch aus den widrigsten Umständen in Sicherheit bringen“, sagt uns die heutige Lesung aus der Apostelgeschichte. Wieder einmal sind Paulus und sein Begleiter während ihrer Reise zu den einzelnen Jesus Gemeinden in großen Schwierigkeiten. Man hat sie ins Gefängnis geworfen -  aber durch ein Erdbeben werden sie auf wunderbare Weise befreit und bringen sogar den Gefängnis-Aufseher zum Glauben an Jesus.   Natürlich wissen wir aus unserer täglichen Erfahrung, dass nicht wirklich immer alles „gut ausgeht“. Und doch wollen wir auch heute wieder mit genug „Vertrauen ins Leben“ starten. So bitten wir  

 

Um das tiefe Vertrauen                                                                                                                        Dass es in dieser beschwerlichen Zeit der Pandemie nun wirklich Licht am Ende des Tunnels gibt

 

Um das tiefe Vertrauen bitten wir                                                                                                      Dass sich gerade für die jungen Menschen die Situation bessert, dass es wieder normalen Schulunterricht gibt, dass es aber auch in Wirtschaft und Arbeitswelt nun wieder bergauf geht

 

Um das tiefe Vertrauen bitten wir                                                                                                       Dass es gut weitergeht in ganz Europa, dass es Zusammenhalt und Solidarität gibt, dass genug für den Klimaschutz getan wird

 

Um das tiefe Vertrauen bitten wir                                                                                                      Dass es aus den weltweiten Krisen und Kriegen, dass es aus Hass und Gewalt ein Entrinnen gibt, damit Menschen ihr kleines Leben in Frieden leben können

 

Um das tiefe Vertrauen bitten wir auch                                                                                                   Dass wir aus unseren eigenen kleinen Krisen und Sorgen herausfinden, dass wir immer wieder Licht am Ende des Tunnels sehen, dass wir dem Leben vertrauen können

 

So bitten wir im Namen Jesu Amen


Sonntag, 9. Mai 2021

Fürbitten 10.5. ABSCHIED

 


10.5.2021  Joh 15.26 wenn man sich von Altem verabschieden muss

In wenigen Tagen feiern wir das Fest „Christi Himmelfahrt“ . Schon seit einiger Zeit hören wir in den Evangeliumstexten die Abschiedsworte Jesu an seine Jünger. Er spricht ihnen Mut zu, er ermuntert sie zur Freude, er fordert sie auf, Gott ganz zu vertrauen. Jesus macht aber auch kein Hehl daraus, dass auch seine Anhänger mit dem rechnen müssen, was ihm selbst geschehen ist: Ablehnung, Verfolgung Gewalt und Tod. Auch wenn wir in unserem kleinen Alltag nicht von so schlimmen Szenarien ausgehen müssen: das EINE aber kennen wir: Immer wieder geht Altes zu Ende, es kann sehr schmerzlich sein - wie wird es weitergehen? Gerade in den langen Monaten der Pandemie haben wir es hautnah erlebt. Bitten wir heute um den Geist von Mut und Zuversicht

 

wenn wir uns neuen Herausforderungen stellen müssen   Hilf, heiliger Geist

 

wenn es mit liebgewordenen Gewohnheiten nicht weiter geht   

 

wenn wir gerne Sicherheit hätten und Veränderung unbequem ist

 

wenn Vieles immer wieder anders kommt als geplant       

 

wenn wir unter Pläne und Projekte einen Schlußstrich ziehen müssen

 

wenn wir in Ungeduld Dinge erzwingen möchten

 

wenn wir von Anderen abhängig sind und nur mehr vertrauen können

 

wenn wir Menschen, die uns lieb sind, gehen lassen müssen

 

Ja komm heiliger Geist, komm Geist Gottes und sei bei uns an den Weg-Kreuzungen unseres Lebens. „Halt uns, wo wir haltlos gehen, rate, wo wir ratlos stehn, sprich du, wo wir sprachlos flehen“  Amen


Samstag, 8. Mai 2021

Fürbitten 9.5. Muttertag - und die Liebe das Maß unseres Lebens

 


9.5.2021  Joh.15.9  Liebt einander - 

Immer wieder beschwört Jesus in den Abschiedsworten an seine Jünger diesen einen Gedanken „Liebt einander, bleibt in meiner Liebe“. Der Sinn unseres Lebens wird am Maß unserer Liebe gemessen. So bitten wir heute an diesem Tag, der auch Muttertag ist

 

dass unsere Liebe einen langen Atem hat, dass sie geduldig und fürsorglich ist, dass wir großzügig sind, nicht Besitz ergreifend, dass wir die anderen akzeptieren können, wie sie sind


dass wir Kränkung und auch Böses nicht nachtragen, dass wir verzeihen können, dass wir nicht Recht haben müssen - dass unsere Liebe vieles aushalten kann, auch unser eigenes Versagen, all das, was wir nicht selbst an „gut-sein“ schaffen

 

dass unsere Liebe uns immer wieder dabei hilft: weiter zu machen, durch zu halten, nicht aufzugeben, gerade dann, wenn wir eine Krise oder eine Krankheit durchtauchen müssen

 

bitten wir für alle Mütter, damit sie ihre Kinder, die kleinen und die großen, mit Freude und Dankbarkeit durchs Leben begleiten können – bitten wir für alle Frauen, die sich nicht freuen, schwanger zu sein, dass sie doch eine gute Lösung finden - Bitten wir um Trost für alle, die um ein totes Kind weinen

bitten wir für die Frauen und Mütter, die unter unvorstellbaren Bedingungen in Kriegsgebieten oder auf der Flucht mit ihren Kindern ums Überleben kämpfen, für alle, die ihre Kinder hungern und oft auch verhungern sehen - Denken wir an all die Mütter und Eltern von schwerkranken und pflegebedürftigen Kindern

Danken wir für auch für alle  kinderlosen Frauen, die ihre Mütterlichkeit so vielen anderen Menschen zu Gute kommen lassen Und bitten wir für die Männer, dass sie ihre eigenen fürsorglichen mütterlichen Anteile in sich ausleben können denn auch du Gott bist uns Vater und Mutter

 

Du guter Gott. Zu Dir dürfen wir Vater sagen und Du bist uns auch Mutter. Zu Dir tragen wir unsere Bitten, unsere Wünsche, auch unsere Dankbarkeit. Nimm alles an im Namen Jesu uns auch auf die Fürsprache seiner Mutter Maria. Amen


Freitag, 7. Mai 2021

Fürbitten 8.5. Ein Tag der Freude - der Visionen möglich machen soll

 


8.5.2021 Apg.16.1  in der Nacht hatte Paulus eine Vision 5.OW Sa

„Wer Visionen hat, gehört zum Arzt“.  Vor einigen Jahren sagte das ein ranghoher Politiker bei uns, und er meinte es durchaus zynisch. Ohne Visionen aber sähe unsere Welt traurig aus. In der Apostelgeschichte wird heute erzählt: „Paulus hatte in der Nacht eine Vision“ – Ein Mann wie Paulus ist kein Träumer, dennoch folgt er dieser Eingebung und fährt daraufhin nach Mazedonien, um auch dort das Evangelium zu verkünden. Es war letztlich eine richtige Entscheidung.  Bitten auch wir um den Mut, Visionen zu haben und ihnen auch zu folgen

dass wir unserer inneren Stimme vertrauen  und dass wir auch andere ermutigen,                                 auf ihre innere Stimme zu hören

Dass wir uns nicht entmutigen lassen und an einer Sache dranbleiben, wenn wir sie für richtig halten und sie uns wichtig ist

Dass wir auch gegen den Strom schwimmen, wenn wir von unseren „Visionen“ überzeugt sind, damit Dinge in Bewegung kommen

Dass wir uns getrauen, umstrittene Dinge anzusprechen und uns für Ideen und Menschen einzusetzen  Dass wir Zeit und Kraft investieren, um uns in verschiedenen Projekten zu engagieren

Dass wir uns ganz bewusst auch  immer wieder im Gebet Impulse und „Visionen“ holen

 Heute ist ein besonderer Tag für ganz Europa. Der 8. Mai 1945 war mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht das Ende des mörderischen und verbrecherischen NS Regimes. Bitten wir für uns alle, dass wir dankbar sind für den Frieden, in dem wir leben und dass uns das großzügig macht für alle, die Hilfe brauchen: in der Zeit der Pandemie aber auch in den Flüchtlingslagern am Rande Europas-

 

So bitten wir für Gesellschaft und Politik, dass es über die Tagespolitik hinaus die Vision einer gerechten und solidarischen Welt für alle gibt. Wir bitten im Namen Jesu. amen

Donnerstag, 6. Mai 2021

Fürbitten 7.5. Liebt einander: ja eh, aber doch nicht jeden ???

 


7.5.2021 Joh.15.12  Liebt einander

Mit beschwörender Eindringlichkeit spricht Jesus von der Liebe. DAS ist es, was er seinen Jüngern als Auftrag hinterlassen will. Es ist die Essenz all dessen, wofür Jesus gelebt hat: „Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe ….das trage ich euch auf: Liebt einander....“ so hören wir es heute im Evangelium. Im Grund ist es ja auch genau das, was wir alle wollen: lieben und geliebt werden. Aber: „einander lieben“ – das ist nicht nur ein Schönwetter Programm, wo ich mir den aussuche, den zu lieben, mir leichtfällt. - Beim „einander lieben“ kann man sich den Anderen nicht aussuchen. So bitten wir heute

 

dass wir einander lieben, heute, den Nachbarn, mit dem es immer wieder Streit gibt

dass wir einander lieben, heute, die Arbeitskollegin, die immer alles besser weiß

dass wir einander lieben, heute, den Mitarbeiter, der mir seit Wochen das Leben schwermacht

dass wir einander lieben, heute, die Bekannte, mit der ich mich gerade zerstritten habe

dass wir einander lieben, auch die dort in Politik und Regierung, auch die in der Kirche, mit denen wir immer wieder einmal nicht einverstanden sind

bitten wir, dass unsere Liebe einen langen Atem hat, dass sie geduldig und fürsorglich ist dass wir großzügig sind und nicht Besitz ergreifend

dass wir verzeihen können, dass wir Kränkung und auch Böses nicht nachtragen, dass wir nicht Recht haben müssen - bitten wir dass unsere Liebe vieles aushalten kann, auch unser eigenes Versagen, all das, was wir nicht selbst an „gut-sein“ schaffen

 

so bitten wir im Namen Jesu, Amen

 

 

 


Mittwoch, 5. Mai 2021

Fürbitten 6.5. sich neues Denken zutrauen

 


6.5.2021 Apg.15.7 keine Lasten auferlegen

In der Geschichte der ersten Christengemeinden gibt es von allem Anfang an eine starke Spannung zwischen dem Neuen und dem Alten. Alt, das ist das jüdische Gesetz – Jesus war Jude, alle Apostel waren Juden – aber NEU, das sind die Lebensumstände der Menschen, die nun für Jesus gewonnen werden. Viele sind keine Juden – müssen sie also zuerst Juden werden, das heißt, müssen sie beschnitten werden, müssen sie sich an die jüdischen Riten halten- ehe sie Jesus Anhänger werden dürfen? Diese Frage wird fast zur Zerreißprobe für die jungen Gemeinden – die Apostel berufen eine eigene Streitschlichtungs-Versammlung ein und auf der wird letztlich entschieden: „Nein, den Nicht-Juden, die sich zu Gott bekehren, sollen keine alten Gesetze aufgebürdet werden“ Es war eine mutige Entscheidung, ohne sie wären die Jesus Gemeinden vielleicht Sekten geblieben. Um ein mutiges neues Denken bitten wir auch heute:

 

Dass die Kirche auch heute im guten Sinn die Zeichen der Zeit erkennt, wenn neues Denken und Handeln notwendig wird –

 

Dass die Kirche mit ihren Gesetzen den Menschen nicht Lasten und Verpflichtungen auferlegt, die heute gar nicht mehr zeitgemäß sind und niemand gut tun

 

dass aber auch wir selbst Anderen keine Vorschriften machen, die vielleicht für unser Leben passen aber nicht für das der Anderen

 

Die Corona Krise hat auch in der Kirche neue Impulse gebracht. Die Gemeinschaft der Hauskirche ist wieder entdeckt worden, bitten wir um gute weitere Wege in dieser Richtung

 

Bitten wir, dass wir Christen selbst bereit sind, eigenverantwortlich neue Ausdrucks-Formen für unseren Glauben zu finden und dass wir nicht nur auf Richtlinien von oben warten

 

Bitten wir für uns selbst, dass auch wir offen bleiben für neues Denken, für neue Entscheidungen, dass wir den Mut haben, uns den eigenen Weg zuzutrauen

 

Und bitten wir, dass auch unsere Gesellschaft das Positiv Neue erkennen und weiterführen kann, dass uns die Corona Krise auch gebracht hat

 

So bitten wir guter Gott um deinen heiligen Geist – steh uns bei in all den Entscheidungen, den großen und den kleinen, die wir treffen müssen. Dass wir alles voll Vertrauen in deine Hand legen, darum bitten wir im Namen Jesus . amen

Dienstag, 4. Mai 2021

Fürbitten 5.5. nur die Liebe gibt allem Sinn

 


5.5.2021 Joh.15.1Weinstock und Rebe

Die Worte Jesu heute im Evangelium können wir wie eine Liebesgeschichte lesen.  „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“ sagt Jesus – und das kann übersetzt heißen: „Spürst du es nicht auch? Wir sind doch ein Herz und eine Seele, wir gehören zusammen, ohne einander macht doch alles keinen Sinn. Ein Weinstock ohne Reben ist sinnlos – aber auch die Reben können nur überleben und gedeihen wenn sie ganz eng mit dem Weinstock verbunden sind“…  Es ist, wie sich eine Liebesbeziehung anfühlt: einer mag nicht ohne den anderen sein ….Wie schön wäre es, wenn wir nicht nur ein „frommes Arbeitsverhältnis“ mit Jesus hätten, sondern eine richtige innige Liebesbeziehung. Bitten wir heute

Dass uns die Liebe zu Jesus jeden Tag neu mit Dankbarkeit und Freude erfüllt

Dass uns die Liebe zu Jesus freundlich und froh macht, großzügig und geduldig

Dass uns die Liebe zu Jesus die Angst vor allem Fremden und Unbekannten nimmt

Dass uns die Liebe zu Jesus aus der Routine und den eingefahrenen Geleisen herausholt

Dass uns die Liebe zu Jesus neugierig macht, auf das, was uns verändern kann

Dass uns die Liebe zu Jesus die Kraft gibt, dass wir uns für Andere einsetzen

Dass uns die Liebe zu Jesus aufmerksam macht für die Sorgen und Nöte der Menschen mit uns

 

Du guter Gott, so wie Jesus ganz in Dir ist, so wollen auch wir ganz in Jesus sein. Hilf uns, dass wir liebende Menschen werden und dass diese Liebe uns froh und dankbar macht. Heute und bis zum Ende unseres Lebens.  Amen


Montag, 3. Mai 2021

Fürbitten 4.5. Hl.Florian - sich für andere einsetzen

 


4.5.2021 hl Florian   -  es gibt viele "brennende" Probleme

Heute ist Gedenktag des heiligen Florian. Er ist der erste österreichische Märtyrer und Heilige – das ist schon etwas Besonderes. Florian war ein hoher kaiserlicher Beamter und wurde umgebracht, weil er sich bei einem römischen Statthalter, der Christen verfolgte, für christliche Soldaten einsetzte. Am 4.Mai 304, wurde Florian mit einem Stein um dem Hals in der Enns ertränkt. Die 40 Christen, für die er sich eingesetzt hatte, starben im Kerker, es sind die Märtyrer von Lorch. Fast täglich hören wir auch heute von Verfolgung, Gewalt und Mord aus religiösen Gründen.

So bitten wir heute auch im Namen des heiligen Florian um Hilfe für alle Menschen in höchster Bedrängnis. Für alle, die wegen ihrer Religion oder ihrer politischen Überzeugung mit dem Tod bedroht sind


Denken wir aber auch besonders an alle Menschen, die von der gegenwärtigen Pandemie schwer betroffen sind. Für die Kranken und für alle, die sich Sorgen um das tägliche Leben machen müssen.


 Bitten wir für die verschiedenen Hilfsorganisationen, für die Helfer im Blaulicht-Einsatz und ganz besonders natürlich für die Mitglieder der Feuerwehren, ihr Schutzpatron ist ja der hl.Florian

 

Bitten wir, dass wir selbst Menschen sind, die, wie der hl.Florian, entschieden für andere eintreten, denen Unrecht geschieht. Dass wir uns für die einsetzen, die niemand haben, der auf ihrer Seite stehen.


Wir bitten um den Mut, Ungerechtigkeit beim Namen zu nennen und uns für das engagieren, wovon wir  überzeugt sind


Guter Gott, lass uns Menschen sein, die sich verantwortlich für andere fühlen. Gib uns die Kraft, wenn es notwendig ist, auch gegen den Strom zu schwimmen

 

Jeden Tag wieder müssen wir Entscheidungen treffen, brauchen wir Mut und Klugheit, um das Richtige zu tun. Gott, sei du an unserer Seite und lass uns selbst hilfreich für andere sein. Das erbitten wir im Namen Jesu Amen


Sonntag, 2. Mai 2021

Fürbitten 3.5. Mutig in neue Zeiten


 

3.5.2021 Fest der Apostel Philippus und Jakobus

Die Kirche feiert heute das Fest der Apostel Philippus und Jakobus. PHILIPPUS gehörte zum Kreis um Johannes den Täufer und wurde einer der ersten Jünger Jesu. In den Apostelverzeichnissen steht er immer an fünfter Stelle.  JAKOBUS war ebenfalls einer der zwölf Apostel und hat in der Kirche von Jerusalem und vor allem auch beim sog. Apostelkonzil eine führende Rolle gespielt. Bei dieser Versammlung  ging es um eine ganz wesentliche kontroverse Frage: müssen Nicht-Juden, die Christen werden wollen, zuerst doch die jüdischen Gesetze annehmen und zb auch beschnitten werden. Das Apostelkonzil sprach sich dagegen aus und hatte damit den Mut, einen neuen Weg in der Geschichte der Jesus Bewegung einzuschlagen. Um ein solches mutiges neues Denken bitten wir auch heute:

Dass es in der Kirche mehr Vertrauen in den heiligen Geist gibt, dass die Verantwortlichen in die Zeichen einer immer wieder neuen Zeit erkennen und dass die Kirche ehrlich und offen auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen kann

Dass wir Christen selbst bereit sind, unserem Gewissen nachzuspüren, dass wir nicht nur auf Richtlinien von oben warten

Dass wir in unserem ganzen Leben offen bleiben für neues Denken, für neue Entscheidungen, dass wir den Mut haben, uns den eigenen Weg zuzutrauen

dass aber auch wir Anderen keine Lasten und Verpflichtungen auferlegen, die vielleicht für unser Leben passen, aber nicht für das der Anderen

bitten wir für alle Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, für alle, die „mit Kirche“ nichts anfangen können, für alle, die das Gefühl haben, mit ihren Lebensproblemen, wie etwa Scheidung und Wiederverheiratung, Homosexualität oder Empfängnisverhütung kein Verständnis zu finden

bitten wir für unsere Gesellschaft in dieser Zeit der Pandemie, dass auch wir gute Lösungen finden und in Allem die Verantwortung füreinander im Auge behalten

So bitten wir guter Gott um deinen heiligen Geist – steh uns bei in all den Entscheidungen, die wir treffen müssen. den großen und den kleinen Entscheidungen. Dass wir alles voll Vertrauen in deine Hand legen, darum bitten wir im Namen Jesu . amen


Samstag, 1. Mai 2021

Fürbitten 2.5. immer geht es nur um die Liebe

 


2.5.2021  Joh.15.1  reiche Frucht  5.OS

„Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht“ sagt Jesus heute im Evangelium. Und er meint damit nicht, dass wir am Ende des Tages oder am Ende unseres Lebens ganz viele Verdienste vorweisen sollen. Jesus ist ein Liebender, die Frucht, von der ER spricht ist das MEHR an Liebe, das wir gewinnen sollen. Tag für Tag, auch wenn es nicht immer gleich gut gelingt. Bitten wir heute,

 

dass unsere Liebe wächst

damit wir die Menschen um uns und mit uns wieder mit dem Herzen sehen können.

Damit wir Freude und Kummer mittragen können

 

dass unsere Liebe wächst

damit wir immer wieder neu anfangen können, wie auferweckt von den Toten

damit Enttäuschung und Resignation keine Chance haben

 

dass unsere Liebe wächst

damit wir loslassen können, was uns nicht mehr gut tut

damit wir ohne „wenn“ und „aber“ vertrauen können

 

dass unsere Liebe wächst

damit wir ohne Angst offen für alles sind, was auch heute wieder auf uns zukommt

 

dass unsere Liebe wächst

damit auch die Freude wächst und die Dankbarkeit

für jeden neuen Tag

 

Du guter Gott, lass uns keine frommen Pflichterfüller sein, sondern immer mehr Liebende werden, dass die Freude in uns wächst und die Dankbarkeit, im Namen Jesu – heute und morgen und in alle Ewigkeit. amen