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Freitag, 13. März 2026

Fürbitten 14.3. Liebe will ich, nicht Opfer

 

14.3.2026  Lk.18.9  Hos. 6.1   die Selbstgerechtigkeit der Frommen

 „...wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht.“

 Um echte und falsche Frömmigkeit geht es heute in den beiden Lesungen des Gottesdienstes. In der jüdischen Bibel ist es der Prophet Hosea der 750 Jahre vor Jesus den Israeliten ausrichtet: Was Gott will, das sind keine Opfer. Gott will eine Umkehr der Herzen. Wörtlich heißt das: „Liebe will ich, nicht (Schlacht)Opfer, Gotteserkenntnis statt (Brand)Opfer“, so sagt Jahwe. Also uns in der Fastenzeit gesagt: Es geht letztlich nicht um irgendeinen vordergründigen Verzicht auf dies oder jenes: es geht letztlich um eine ganz ehrliche Neubesinnung im Leben. Was sollte ich ändern, wo habe ich mich verrannt? - Im Evangelium wird dann die Geschichte von zwei Männern erzählt, die in den Tempel kommen, um zu beten. Der eine, ein Pharisäer, ist hoch zufrieden mit sich selbst, er hält sich für gesetzestreu und fromm, ja, er dankt Gott sogar dafür, dass er nicht so ist wie andere Menschen. Der andere Mann, er hat als Zollbeamter keinen guten Ruf, dieser Zöllner fühlt sich als Sünder, er bittet im Tempel Gott um Erbarmen. Für Jesus ist klar, wie die Sache in den Augen Gottes ausgeht: „Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden“ Bitten wir heute

dass wir ehrlich mit uns selbst umgehen

dass wir uns vor Selbstgerechtigkeit hüten

dass wir als brave Christen nicht glauben, der Himmel „stünde uns sowieso zu“,

dass wir Gott nicht zum Buchhalter degradieren, der uns für Gutes belohnt und für schlechtes bestraft

dass wir die Fastenzeit nicht benützen, um krampfhaft vielleicht ganz sinnlose Opfer zu bringen

dass wir uns immer mehr um diese Liebe bemühen, die allein sich Gott wünscht

dass wir aber auch die „Gottes Erkenntnis“ ernst nehmen, dass wir nicht stehen bleiben bei alten Gottesbildern und leer gewordenen Ritualen

 und dass wir gerade in der Fastenzeit die Freude in allem suchen, dass wir täglich auch für uns selbst DANKE sagen dürfen und uns von Gott angenommen wissen

 

 Du guter Gott, wie sehr leben wir davon, dass DU gütig auf uns siehst – Hilf, dass auch wir einen gütigen und guten Blick auf Andere haben. Auch heute wieder bitten wir inständig um Frieden.

Amen