14.3.2026 Lk.18.9
Hos. 6.1 die Selbstgerechtigkeit der Frommen
„...wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt,
wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht.“
Um echte und falsche Frömmigkeit geht es heute
in den beiden Lesungen des Gottesdienstes. In der jüdischen Bibel ist es der
Prophet Hosea der 750 Jahre vor Jesus
den Israeliten ausrichtet: Was Gott will, das sind keine Opfer. Gott will eine
Umkehr der Herzen. Wörtlich heißt das: „Liebe will ich, nicht (Schlacht)Opfer,
Gotteserkenntnis statt (Brand)Opfer“, so sagt Jahwe. Also
uns in der Fastenzeit gesagt: Es geht letztlich nicht um irgendeinen
vordergründigen Verzicht auf dies oder jenes: es geht letztlich um eine ganz
ehrliche Neubesinnung im Leben. Was sollte ich ändern, wo habe ich mich
verrannt? - Im
Evangelium wird dann die Geschichte von zwei Männern erzählt, die in den Tempel
kommen, um zu beten. Der eine, ein Pharisäer, ist hoch zufrieden mit sich
selbst, er hält sich für gesetzestreu und fromm, ja, er dankt Gott sogar dafür,
dass er nicht so ist wie andere Menschen. Der andere Mann, er hat als
Zollbeamter keinen guten Ruf, dieser Zöllner fühlt sich als Sünder, er bittet
im Tempel Gott um Erbarmen. Für Jesus ist klar, wie die Sache in den Augen
Gottes ausgeht: „Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber
selbst erniedrigt, wird erhöht werden“ Bitten wir heute
dass wir
ehrlich mit uns selbst umgehen
dass wir uns
vor Selbstgerechtigkeit hüten
dass wir als brave
Christen nicht glauben, der Himmel „stünde uns sowieso zu“,
dass wir Gott
nicht zum Buchhalter degradieren, der uns für Gutes belohnt und für schlechtes
bestraft
dass wir die
Fastenzeit nicht benützen, um krampfhaft vielleicht ganz sinnlose Opfer zu
bringen
dass wir uns
immer mehr um diese Liebe bemühen, die allein sich Gott wünscht
dass wir aber
auch die „Gottes Erkenntnis“ ernst nehmen, dass wir nicht stehen bleiben bei alten
Gottesbildern und leer gewordenen Ritualen
und dass wir gerade
in der Fastenzeit die Freude in allem suchen, dass wir täglich auch für uns
selbst DANKE sagen dürfen und uns von Gott angenommen wissen
Du
guter Gott, wie sehr leben wir davon, dass DU gütig auf uns siehst – Hilf, dass
auch wir einen gütigen und guten Blick auf Andere haben. Auch heute wieder
bitten wir inständig um Frieden.
Amen