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Sonntag, 23. Juli 2017

Arthur am Sonntag 30 gibt es Unkraut auch im Himmel?

Ja, mit ihrem Sonntagsbuch
ist die Oma heute schon ein bissl spät dran.
Aber beim Arthur macht das nix -
Sonntagsbuch ist dann, wenn es für die Moa passt.
Der Arthur hat da jede Menge Geduld.  Ihm kann ja nichts davonlaufen ... die Moa und ihr Buch, die sind ja nicht so schnell verschwunden wie die Ameisen ...
Hinter denen muss der Arthur herschurlen ...da ist er direkt
froh,wenn er manchmal auch zum Verschnaufen kommt.
Kommen im Buch der Moa auch Ameisen vor?
Nein, sagt die Oma, von Ameisen habe ich da noch nichts gelesen, aber das heißt nicht, dass sie nicht wichtig sind. Alle Tiere und alle Pflanzen sind wichtig - heute zum Beispiel ist im Buch der Moa vom "Unkraut" die Rede - so nennen Menschen Pflanzen, die dort wachsen, wo man sie nicht haben will. Zum Beispiel in einem schönen Blumenbeet. Wenn da plötzlich dazwischen Löwenzahn wächst, dann wird der oft gleich ausgerissen - es soll ja alles schön und ordentlich aussehen. Und für die Bauern zum Beispiel ist es ja auch wichtig, dass zwischen dem Getreide nicht zu viel von solchem "Unkraut" wächst.

Da ist aber der Arthur jetzt empört. Nein, mit Getreide kennt er sich nicht aus - aber: Pusteblumen,
was, Pusteblumen werden ausgerissen,
weil sie "Un-Kraut" sind!!
Die sind doch die aller aller tollsten Blumen.
Jede Pusteblume ist dem Arthur lieber
als eine Rose mit Dornen.
Ja, die Moa meint das auch:
eigentlich tun wir dem Un-kraut ganz schön Un-Recht.
Denn das Unkraut ist eine Pflanze wie jede andere,
es kann nix dafür, wenn es uns nicht in den Kram passt. Gegen sein eigenes Wachsen kann das Unkraut gar nichts tun ....
Ach, mit den symbolischen Geschichten ist das so eine Sache.
Natürlich hat die Moa schon als Kind in der Schule gelernt "Das Unkraut" in dieser Sonntagsgeschichte, das ist "das Böse" -
und das muss ausgerottet werden .....
Klar, auch in uns selbst gibt es immer etwas, was nicht GUT ist..
der Arthur lacht ....und er zeigt es gleich "hauen, hauen" - Jessas tut er manchmal gerne hauen -
oder sagen wir besser:  er würde gerne hauen ...
aber da sind Mama und Papa, die ganz dezidiert gleich noch vor dem Arthur - Hand - heben
sagen "NEIN ....Nein"
Also: so ein bissl Unkraut gibts schon in uns ....
Aber gäbe es das "Un-kraut" nicht -
gäbe es das nicht, was "nicht gut" ist
vielleicht würde dann etwas Wichtiges fehlen?
alles Gute braucht das Nicht-Gute, damit man es
als GUT erkennt.
Ja, wir müssen gegen das Nicht-Gute ankämpfen, damit wir eben
GUT sind und
so grauenhaft schrecklich das Nicht Gute,
das wirklich Böse in der Welt ist (Gemeinheiten, Gewalt, Ausbeutung, Terror)
ohne "ES" - wäre unsere Welt denkbar?
In der Sonntags Geschichte der Moa läuft es dann auf die Frage hinaus: ja wie wird
das enden mit dem Unkraut, mit dem Bösen?
"Verbrannt" wird das Unkraut werden, heißt es da -  dann, wenn das Gute geerntet wird.
Aber je älter die Moa wird, umso anders sieht sie die Sache.
Wenn es das Himmelreich gibt - und von dem ist ja im Sonntagsbuch der Moa die Rede
ja, wenn es das Himmelreich gibt...
dann wird auch das Unkraut dort seinen Platz haben
nicht nur unser kleines persönliches Un-Kraut, wohl auch das ganz Böse..
.....
vielleicht kann es verwandelt werden?
Es muss etwas ganz Unbegreifliches sein - wäre es sonst der Himmel?


 kein Himmel ohne Arthur Pusteblumen