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Dienstag, 28. Mai 2024

Fürbitten 29.5. Wie man ERSTER wird ....?

 


29.5.2024 Mk 10.32 wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein 

Eitelkeit und Wichtigtuerei, ganz vorne dabei sein wollen und immer die besten Plätze haben zu wollen. Das scheinen ur menschliche Gefühle zu sein – und auch den Jüngern Jesu sind sie nicht fremd. Im Evangelium heute hören wir, wie Johannes und Jakobus Jesus ganz offen bitten: „Lass einen von uns zu deiner Rechten und den anderen zur Linken sitzen, wenn du in deiner Herrlichkeit kommst.“ Jesus erteilt dieser Bitte um einen Ehrenplatz im Himmel eine klare Absage. Wer im Himmel der ERSTE sein will, der muss sich zuerst ganz hinten anstellen. Es geht nicht darum „sich bedienen zu lassen“ – sondern selbst zu „dienen“, so wie es Jesus vorgelebt hat. So bitten wir heute 

dass wir uns in unserem kleinen Alltag – bewusst und aus innerer Überzeugung - immer wieder hinten anstellen

dass wir nicht nur bescheiden „tun“, sondern es innerlich auch sind

dass wir andere etwas gelten lassen, dass wir sie ermutigen und unterstützen

dass wir fähig zur Teamarbeit sind, und uns selbst zurücknehmen können

dass wir nicht glauben, der Himmel „stünde uns zu“, weil wir als Christen sozusagen sichere Eintrittskarten hätten.

dass wir nicht auf Belohnung "im ewigen Leben" schielen – sondern unseren Weg mit Jesus aus Liebe gehen, nicht aus Berechnung

 

bitten wir heute für alle Menschen, die in unserer Stadt, die in unserem Land

der Öffentlichkeit dienen

die Straßen kehren, die den Müll entsorgen,

die Öffis lenken, die mit den Krankenwagen fahren

die in Spitälern und Altersheimen arbeiten

die sich ehrenamtlich engagieren

bitten wir für unsere Lehrer, Politiker und die, die sich Minister nennen

und der Allgemeinheit dienen sollten

Gott behüte sie und segne ihre Arbeit 

und lass auch uns selbst „Dienende“ sein, dort wo wir gebraucht werden

 

Amen

 

 

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


 

"Erfahrungen vererben sich nicht, jeder muss sie allein machen."
Kurt Tucholsky

 

„Sorge dich nicht, wohin dich der einzelne Schritt führt.

Nur wer weit blickt, findet sich zurecht.“ Dag Hammarskjöld   ehem. UNO Gensekretär

 

„Immer die kleinen Freuden aufpicken, bis das große Glück kommt.

Und wenn es nicht kommt, dann hat man wenigstens die kleinen Glücke gehabt.“ Theodor Fontane

 

„Die Liebe ist das Flügelpaar,

das Gott der Seele gegeben hat.“  Michelangelo Buonarroti

 

„Jedes Werden in der Natur, im Menschen, in der Liebe, muss abwarten, geduldig sein,

bis seine Zeit zum Blühen kommt.“  Dietrich Bonhoeffer

 

„Das Große geschieht so schlicht wie das Rieseln des Wasers

Das Fließen der Luft, das Wachsen des Getreides.“ Adalbert Stifter

 

„Täglich eine halbe Stunde auf Gott zu horchen ist wichtig,

außer wenn man sehr viel zu tun hat, dann ist eine ganze Stunde nötig.“  Franz von Sales

 

„Das Älterwerden ist wie eine Bergbesteigung: je höher man kommt desto müder und kurzatmiger wird man, aber dafür weitet sich der Blick immer mehr.“ Ingmar Bergmann

 

"Die Zeit heilt nicht alles,
aber rückt vielleicht das Unheilbare
aus dem Mittelpunkt" Ludwig Marcuse

 

"Wenn die Zeit kommt
In der man KÖNNTE - ist die vorüber
In der man KANN" Marie von Ebner Eschenbach





Montag, 27. Mai 2024

Fürbitten 28.5. nein, die Liebe ist kein Gegen - Geschäft

 


28.5.2024 Mk.10.28  wir haben alles verlassen  

„Ich habe doch ALLES für dich getan, und – was bekomme ich nun dafür?“ Ja, diese Frage stellt sich immer wieder in einer Liebesbeziehung.  Im Evangelium heute ist es Petrus, der zu Jesus sagt:   „Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt...“Es ist wohl ziemlich klar, was Petrus damit andeuten will: „Jesus, hör mal, ..wir haben genug Unannehmlichkeiten auf uns genommen: WAS HABEN WIR DAVON - WAS KRIEGEN WIR DAFÜR?“  Jesus scheint die Apostel beruhigen zu wollen:  Letztlich, so sagt er, werden die in seiner Nachfolge das Hundertfache erhalten....  und die Letzten werden die Ersten sein und die Ersten die Letzten.... Also, es wird sich schon „auszahlen“, wenn wir brav und gläubig bleiben!!!! Aber wollen wir mit so einer Motivation leben?  Wir „dürfen" glauben – und das sollte kein Geschäft sein!!! Stellen wir uns heute in den Fürbitten einfach ein paar stille Fragen – mit der stillen Bitte, dass wir das richtige tun

 

Glaube ich, lebe ich religiös – damit dann hinterher etwas für mich herausschaut?

 

Würde ich anders leben, wenn DANACH, nach diesem Leben möglicherweise doch kein himmlischer Lohn folgt?

 

Will ich mit meinem Glauben nur auf Nummer sicher gehen?

 

Mache ich Tauschgeschäfte mit Gott, will ich, dass etwas „für die Ewigkeit“ herausschaut?

 

Ohne „Lohn im Himmel“, was wäre ich bereit auf mich zu nehmen, nur einfach so – aus Liebe?

 

Wie ist es in meinen mitmenschlichen Beziehungen - kann ich "geben" ohne insgeheim etwas zu verlangen?

 

Bitten wir heute –„dass wir lernen zu lieben – einfach so, nur um der Liebe willen … AMEN

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


 

Der Himmel weiß, dass wir uns niemals unserer Tränen schämen müssen,
denn sie sind der Regen auf den blind machenden Staub der Erde,
der über unserem harten Herzen liegt.    Charles Dickens

 

"DU

sei wie DU,

immer."   Paul Celan.

 

Lasst uns dankbar sein für Menschen, die uns glücklich machen -
sie sind die lieblichen Gärtner, die unsere Seelen erblühen lassen.
Marcel Proust

 

" Keine Schuld ist dringender als die, Dank zu sagen!" Cicero

 

"Nicht nur der lichte Tag, auch die Nacht hat ihre Wunder.
Es gibt Blumen, die nur in der Wildnis gedeihen,
Sterne, die nur am Horizont der Wüste erscheinen.
Es gibt Erfahrungen der Liebe, die uns nur in der äußersten Verlassenheit, ja am Rand der Verzweiflung geschenkt werden."  Gertrud von Le Fort

 

"Nicht was wir gelebt haben, ist das Leben, sondern das,

was wir erinnern und wie wir es erinnern, um davon zu erzählen." Gabriel García Márquez

 

„Wenn man seine Kindheit bei sich hat, wird man nie älter“ Goethe

  

"Erfahrung heißt gar nichts.

Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen." Kurt Tucholsky

 

"Das Geheimnis einer Veränderung ist,
all unsere Energie darauf zu lenken,
nicht das Alte zu bekämpfen, sondern das Neue aufzubauen." Sokrates

 

„Jeder wusste, dass es unmöglich war,

bis auf den Idioten, der es nicht wusste

– und es möglich machte!“ Marcel Pagnol

 

"Etwas festhalten wollen und dabei es überfüllen:
das lohnt der Mühe nicht.
Etwas handhaben wollen und dabei es immer scharf halten:
das lässt sich nicht lange bewahren.
Ist das Werk vollbracht, dann sich zurückziehen: das ist des Himmels SINN." Laotse

 

" Verschiebe nicht auf morgen,
was genau so gut auf übermorgen verschoben werden kann." Mark Twain

 

"Glück.
sich wegwerfen können für einen Augenblick…" Hesse

 

"Schildkröten können mehr über die Straße erzählen als Hasen." Khalil Gibran




Sonntag, 26. Mai 2024

Fürbitten 27.5. loslassen - loslassen - loslassen

 

27.5.2024 Mk.10.17 was muss ich tun   

„Was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen“, fragt ein junger Mann Jesus heute im Evangelium. Und die Antwort ist eigentlich tröstlich. Sei einfach ein anständiger Mensch. Halte dich an die wichtigsten Gebote für ein gutes Miteinander. Verhaltensregeln, die festgeschrieben sind in den uralten 10 Geboten.  Aber der junge Mann fragt weiter: „was soll ich außerdem noch tun“? „Willst du vollkommen“ sein, sagt Jesus, „geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen“. Da aber geht der junge Mann betrübt weg, das kann er wohl nicht. -  auch nur Wenige von uns würden es wohl so radikal schaffen. Aber im Wesentlichen geht es um eines: wir können auch das Loslassen von ganz kleinen Dingen üben, immer wieder ein wenig mehr loslassen. So bitten wir

Lass uns das „zu viel haben“ loslassen, lass uns erkennen, wie wir mit weniger leben können

lass, dass wir gern bedürfnisloser leben und Freude am Miteinander und am Teilen haben

Lass uns auch loslassen, was uns einengt und unfrei macht

Lass uns all das loslassen, was uns nicht mehr guttut

Lass uns loslassen, was wir an uns selbst an Wichtigkeit und Bedeutung liebgewonnen haben

Lass uns auch in unserer Arbeit loslassen, und anderen etwas zutrauen

Lass uns loslassen, wenn wir im Alter manches in andere Hände legen müssen

Lass uns auch alte Gottes Bilder loslassen, damit wir dir immer wieder neu begegnen

Du guter Gott, so lass uns auch immer weniger Angst haben vor dem letzten Los-lassen – lass uns vertrauen, dass du es bist, der uns auffängt und hält: Heute und morgen und in alle Ewigkeit. Amen


Samstag, 25. Mai 2024

Fürbitten 26.5. DREIFALTIGKEITS - SONNTAG

 

                                                   das Dreifaltigkeitdsfresko aus Urschalling  

es ist Teil einer figurenreichen Wand- und Deckenbemalung aus dem 14. Jahrhundert - lässt sich auf vielerlei Weise deuten. Die mittlere Gestalt gleicht einer Frau, das weibliche Prinzip Gottes, entsprechend dem hebräischen Wort für Geist: "ruach" - weiblich "die Geistin". Die göttliche allumfassende Liebe ist für uns Menschen ohne "weibliches" Prinzip eigentlich undenkbar  


Weil wir Menschen sind, brauchen wir Bilder und Worte, um uns mitzuteilen. Wir machen uns auch ein Bild von Gott, weil wir über ihn sprechen wollen. Gerade das heutige Fest will aber wohl auch das EINE sagen: Gott ist ganz ANDERS. Wir halten uns zwar an Jesus, wenn er sagt, „wie du Vater in mir bist und ich in dir bin – so sollen auch sie in uns sein“ Auch wir sind in diese Göttlichkeit miteinbezogen – aber WIE GOTT IST!!!  - wir wissen es nicht.  So bitten wir an diesem heutigen Festtag

 

im Namen des Vaters, der uns immer auch Mutter ist 

dass wir nicht steckenbleiben in Äußerlichkeiten, in leeren Formeln und Ritualen

dass wir nicht hängenbleiben an alten Bildern und Geschichten -

 

im Namen des Sohnes, der uns Bruder ist

dass wir im Vertrauen auf Jesus leben – auch wenn es oft keine schnelle Antwort

auf Sorgen und Probleme gibt

dass wir im Vertrauen auf Jesus offen sein können für alle Menschen, die unsere

Hilfe und unseren Beistand brauchen  

 

im Namen des Heiligen Geistes, der alles Leben in uns ist

dass wir mit immer mehr Liebe und Sehnsucht Gott suchen, und nicht aus Pflichtgefühl

dass wir immer mehr in Gottes ANDERS-sein hineinwachsen dürfen   

 

und so bitten wir im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes:

dass wir auch in die Tiefen unserer eigenen Person hineinwachsen, 

dass wir auch unser eigenes Anders-sein annehmen 

dass wir in allen anderen Menschen deren „anders sein“ respektieren und achten, 

als einen Widerschein des dreifaltigen Gottes.

 

Du guter Gott, so wollen wir mit unserem ganzen Leben DANKE sagen für die Gemeinschaft, in der wir leben und glauben dürfen. amen 

 

Freitag, 24. Mai 2024

Fürbitten 25.5. sich mehr bei den Kindern abschauen !

 


25.5.2024  Mk.10.13.wie ein Kind sein

Im Evangelium will uns Jesus heute dazu hinführen, das Leben wieder „wie ein Kind“ anzunehmen. „Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind – der wird in das Reich Gottes nicht hineinkommen“ sagt Jesus. Was heißt das: „sein wie ein Kind“? Kinder sind nicht nur kleine Engelchen - man braucht sich nur auf Spielplätzen umzusehen. Jesus war kein Romantiker, ihm ging es ganz sicher nicht um „brave Kinder“. Denken wir nach und bitten wir, was wir uns vielleicht von den Kindern abschauen sollten: 

dass wir ganz im Augenblick leben können – dass wir neugierig bleiben

dass wir über einer Sache alles vergessen können – dass wir in Allem die Freude suchen

dass wir nicht immer schon alles wissen  - dass wir keine großen Pläne brauchen

dass wir weinen können, wenn wir traurig sind - dass wir uns aber auch trösten lassen

dass wir keine Angst vor Berührung haben – dass wir auch selbst umarmen können

dass wir tief vertrauen können – dass wir Sorgen nicht den ganzen Tag mit uns schleppen

dass wir unbekümmert immer wieder von Neuem anfangen - dass wir hinfallen und immer wieder unverdrossen aufstehen

und dass wir auch – belastet von allen aktuellen Nachrichten – bereit sind, positiv zu denken und einfach dort zu helfen, wo wir helfen können.

 

So bitten wir heute für die Kinder. Für die Kinder in den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt – und wir bitten für unsere Kinder hier, die zwar im Frieden leben können, und doch gibt es viel zu viele, die das an der Armutsgrenze oder unter anderen erschwerten Bedingungen tun. Guter Gott hilf, dass es gerechte Lebensbedingungen für alle gibt. Amen 


EVANGELIUM

Mk 10, 13-16

Aus dem Evangelium nach Markus 

„In jener Zeit brachte man Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes.

Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. 

Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie“.

meine Maria im Mai - Asien

 


Mutter, du bist …

wie das Rad meiner Wiedergeburt

wie der Weg meiner Schmerzen

wie die Hütte meiner Armut

wie das Schweigen der Millionen

wie die Klage der Verhungerten

wie die Frage einer leeren Hand

wie der Regen auf ein verdorrtes Land

 

wie ein Tor zur großen Erfahrung

wie ein Anfang meiner Erleuchtung

wie ein Schritt ins Ungewisse

wie eine Lotosblume im Sonnenlicht

wie ein Rhythmus im Tanz

wie ein Seidenfaden an meinem Webstuhl

wie ein zeitloses Gewand unserer Frauen


Du Alles-Bewahrende

Du In-sich-Ruhende

Du  Mutter,   wir grüßen dich

aus: Marienlob der Völker missio

 

Es ist schwer eine asatische Darstellung einer Mutter Gottes zu finden. Das Bild stammt von         Angelo da Fonseca ,1902 in Goa geboren. Er studierte zunächst Medizin, später "Kunst", wollte dann aber dem erdrückenden europäisch/britischen Einfluss entgehen und ging zum Studium nach Kalkutta zum großen Weisen, Dichter  und Philosophen Rabindranath Tagore.

Als Angelo da Fonseca später nach Goa zurückkehrte, wurde er vom damaligen Regime (in Portugal der Faschist Salazar)wegen seiner nicht-europäischen Heiligen Darstellungen verurteilt und musste ins Exil. Angelo da Fonseca starb 1967 an Meningitis in Indien.

 

Heute ist auch der Tag des Gebetes für die Kirche in China, 

für die Christen in China. 

Noch immer leiden viele unter Diskriminierung und Verfolgung - die Kirche selbst ist aufgespalten in eine staatliche geduldete und gelenkte katholische Kirche und eine im Untergrund wirkende. Am 24.Mai feiern die chinesischen Christen auch einen besonderen Mariengedenktag - im Marienheiligtum von She-Shan in Shanghai, wo Maria  als „Hilfe der Christen“ verehrt wird.  

Siehe Bild



Donnerstag, 23. Mai 2024

Fürbitten 24.5. Dankbar sein

 


24.5.2024  Jak. 5,9 klagt nicht übereinander Freitag 7.jk

"Klagt nicht übereinander" hören wir heute in der Lesung aus dem Jakobusbrief. Es geht in diesem Text vor allem um soziale Gerechtigkeit aber nehmen wir die Forderung auch ganz wortwörtlich heute mit in unseren Alltag hinein

 

Bitten wir um Dankbarkeit - für alles Gute, das wir heute erfahren werden

bitten wir, dass wir das Gute auch erkennen, - dass wir die Freundlichkeit anderer Menschen nicht einfach achtlos hinnehmen

lass uns bewusst wahrnehmen, wie dankbar wir sein dürfen, in einem so friedlichen Land wie Österreich zu leben

lass uns Kopf und Herz frei haben für die Sorgen der anderen

gib uns die Fähigkeit zu Geduld und Zuwendung, dass wir mit Freude Freude geben können

Im Evangelium wird Jesus auf das Problem der Ehescheidung angesprochen.  Bitten wir für alle Paare, die aus Problemen in ihrem Zusammenleben nur den Ausweg der Scheidung sehen: dass sie eine Trennung ohne Verbitterung und Zorn schaffen

Bitten wir für alle Kinder, dass eine Trennung ihrer Eltern ihnen trotzdem nichts an Liebe und Geborgenheit nimmt

Und bitten wir für alle Geschiedenen, die einen neuen Partner gefunden haben, dass ihr Neuanfang glückt und sie sich auch in der Kirche angenommen wissen

 

Heute ist auch der Tag des Gebetes für die Kirche in China, so bitten wir auch für die Christen in diesem Land – behüte sie aber auch alle, die um ihre Menschenrechte ringen, Amen

 

 

Mittwoch, 22. Mai 2024

Fürbitten 23.5. Manchmal geht’s nicht ohne Wunden

 

23.5.2024  Mk.9.41 wenn dich deine Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab             

Jesus scheint immer wieder unbegreiflich radikal in seinen Forderungen zu sein – aber er ist eigentlich ein großartiger Psychologe. Wenn Jesus heute zum Beispiel im Evangelium sagt: „Wenn dich deine Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab – es ist besser einhändig in das Leben zu gelangen als mit beiden Händen in die Hölle“, dann ist das ganz sicher nicht wortwörtlich gemeint. Keiner muss sich selbst verstümmeln – aber immer wieder gibt es Situationen im Leben, da muss man Entscheidungen treffen, die einem selbst weh tun. Auch wenn man unter einem radikalen Lebens Einschnitt leidet: man weiß einfach, dass es nur so das Beste ist.  Bitten wir heute  

Dass wir erkennen, wo wir in einer Situation stecken, die uns gar nicht gut tut und wo wir radikal handeln müssen

Dass wir den Mut haben, Entscheidungen zu treffen, auch wenn wir wissen, wie weh uns das einige Zeit tun wird

Dass wir auch Entscheidungen treffen, die für unser eigenes Leben wichtig sind, auch wenn wir wissen, dass andere darunter leiden werden

Dass wir nicht wehleidig sind und akzeptieren können, dass Schmerz und Leid zum Leben dazugehören

Bitten wir für alle Menschen, die sich aus einer festen Bindung oder einem Versprechen lösen wollen: dass sie es nicht leichtfertig tun aber doch erkennen, wann es für sie selbst überlebens-notwendig ist

Bitten wir für alle, die mit ihren Eifersüchten und Leidenschaften nicht allein fertig werden

 Du guter Gott, so bitten wir um die Gnade, dass wir selbst nicht zur Ursache für das Leid Anderer werden, dass wir aber auch erkennen, wo in unserem Leben die Richtung geändert werden muss. Jesus, gib uns immer wieder die Kraft zur Umkehr. Amen

Dienstag, 21. Mai 2024

Fürbitten 22.5 Ja mach nur einen Plan ....

 


22.5.2024  Jak.4.13  menschliches Planen

Vom Dichter Bert Brecht kennen wir die „Ballade von der Unzulänglichkeit menschlichen Planens.“ Ja, mach nur einen Plan! - Sei nur ein großes Licht! - Und mach dann noch’nen zweiten Plan - Gehn tun sie beide nicht. So heißt es bei Brecht. Zweitausend Jahre früher ist Ähnliches formuliert im sogenannten Jakobus-Brief aus dem Umfeld von Jesus. Wer genau dieser Jakobus war, darüber diskutieren die Theologen, Jedenfalls gibt er den christlichen Gemeinden recht praktische, alltags-taugliche Ratschläge. Im Brief heute warnt er vor allzu großer Selbstgewissheit. Keiner von uns weiß, was morgen sein wird. Planen ist gut, aber letztlich sollen wir alles in die Hand Gottes legen. So bitten wir heute

 

Dass es uns nicht aus der Fassung bringt, wenn manches anders verläuft, als wir geplant haben

dass wir nicht alles auf Punkt und Strich regeln wollen

dass wir mit unseren Bitten Gott nicht in unsere engen Vorstellungen pressen wollen

dass wir uns mit Planen und Vorausschauen das Leben nicht komplizierter machen, als es sein muss

dass wir zwar planen, aber auch die Dinge an uns herankommen lassen

dass wir uns nicht „auf Zukunft“ fixieren, sondern im Hier und Jetzt das Beste tun

dass wir im Vertrauen offen sein können, für das was kommt

dass wir immer gelassener werden, was die Zukunft betrifft 

und dass wir auch anderen Menschen Angst nehmen können

 

so bitten wir in dieser Stunde um ein leichtes Herz für einen leichten Tag. Im Namen Jesu Amen


ERSTE LESUNG

Jak 4, 13-17

Lesung aus dem Jakobusbrief

„Ihr, die ihr sagt: Heute oder morgen werden wir in diese oder jene Stadt reisen, dort werden wir ein Jahr bleiben, Handel treiben und Gewinne machen -, ihr wisst doch nicht, was morgen mit eurem Leben sein wird. Rauch seid ihr, den man eine Weile sieht; dann verschwindet er.

Ihr solltet lieber sagen: Wenn der Herr will, werden wir noch leben und dies oder jenes tun. Nun aber prahlt ihr voll Übermut; doch all dieses Prahlen ist schlecht.

Wer also das Gute tun kann und es nicht tut, der sündigt“.


BALLADE VON DER UNZULÄNGLICHKEIT MENSCHLICHEN PLANENS     Bert Brecht

Der Mensch lebt durch den Kopf.
Sein Kopf reicht ihm nicht aus.
Versuch es nur, von deinem Kopf
Lebt höchstens eine Laus.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht schlau genug.
Niemals merkt er eben
Diesen Lug und Trug.

Ja, mach nur einen Plan!
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch’nen zweiten Plan
Gehn tun sie beide nicht.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht schlecht genug.
Doch sein höhres Streben
Ist ein schöner Zug.

Ja, renn nur nach dem Glück
Doch renne nicht zu sehr
Denn alle rennen nach dem Glück
Das Glück rennt hinterher.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht anspruchslos genug.
Drum ist all sein Streben
Nur ein Selbstbetrug.

Der Mensch ist gar nicht gut
Drum hau ihn auf den Hut.
Hast du ihm auf dem Hut gehaun
Dann wird er vielleicht gut.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht gut genug
Darum haut ihm eben
Ruhig auf den Hut!

 

 

Montag, 20. Mai 2024

Fürbitten 21.5. immer dieses EGO !

 


21.5.2024    Wer ist wohl der Größte - und der Wichtigste ! Mk.9.30    

Mit dem Pfingstfest ist nun für die Liturgie der Kirche OSTERN vorbei – es beginnt wieder das sogenannte „Jahr im Jahreskreis“ – also: der ganz normale Alltag hat uns wieder: es bleibt aber ein Alltag, in dem uns das Vertrauen in das Leben weiter tragen soll.  Im Evangelium heute bringt uns Markus gleich zurück in die Normalität und auch Banalität unseres Lebens. Fast ist es ja peinlich: irgendwie kommen wir immer wieder an einen Punkt, wo wir unser großes EGO verteidigen wollen oder es in Gefahr sehen. Das gehört wohl zur Gruppendynamik im Leben. Überall dort, wo mehrere Menschen beisammen sind, taucht irgendwann unweigerlich die Frage auf – ob ausgesprochen oder nicht: “ Wer hat das Sagen? Wer ist das Alphatier? Wer ist hier jetzt „der, die Größte“.  Auch vor mehr als 2.000 Jahren, bei den Jüngern Jesu, war es nicht anders. Die Erzählung im Evangelium heute zeigt es. Nicht das, was Jesus ihnen mitteilen will, beschäftigt die Jünger – sie debattieren vielmehr darüber, wer von ihnen wohl der Größte, der Wichtigste, der Bedeutendste ist. Jesus stellt einfach ein Kind in ihre Mitte…wer sich um diese Kleinen annimmt – und um alle anderen Kleinen – der ist wichtig vor Gott.  Bitten wir heute

dass wir uns nicht lächerlich machen, mit eigenem "Wichtig-tun" 

dass wir uns nicht aufspielen und vordrängen

dass wir nicht krampfhaft im Mittelpunkt stehen müssen

dass wir aber auch nicht scheinheilig nur so „bescheiden tun“,

dass wir Andere in unserem Umfeld etwas gelten lassen können

dass wir fähig zur Teamarbeit sind

dass wir Menschen um uns motivieren und ermutigen

dass wir nicht immer gleich selbst das Heft in die Hand nehmen

dass wir es immer besser lernen, uns innerlich respektvoll zu verneigen vor den Menschen, mit denen wir zu tun haben, gerade auch heute wieder

dass es auch im politischen und öffentlichen Leben und nicht zuletzt auch in der Kirche einen respektvollen Umgang miteinander gibt, und dass wir selbst dazu beitragen, wo immer wir es können

 

Du guter Gott, lass uns erkennen, wie sehr wir alle unsere Gaben, alles Können, alle Verdienste Dir verdanken. Und dass wir damit den anderen Menschen in unserem Leben „dienen“ sollen, so gut wir können. Lass es uns tun in der Freude, die uns Jesus vorgelebt hat. Amen

 

EVANGELIUM          Mk 9, 30-37

Aus dem Evangelium nach Markus 

"In jener Zeit zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa. Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr; denn er wollte seine Jünger über etwas belehren. Er sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert, und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen. Aber sie verstanden den Sinn seiner Worte nicht, scheuten sich jedoch, ihn zu fragen. Sie kamen nach Kafarnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie: Worüber habt ihr unterwegs gesprochen?

Sie schwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer von ihnen der Größte sei.

Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.

Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat“.

 

meine Maria im Mai

 


Unter deinen Schutz und Schirm


Unter deinen Schutz und Schirm 
fliehen wir,
o heilige Gottesmutter,
verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren.
O du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin,
versöhne uns mit deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns vor deinem Sohne.

 Amen

Sub tuum præsidium confugimus,
Sancta Dei Genetrix.
Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus (nostris),
sed a periculis cunctis libera nos semper,
Virgo gloriosa et benedicta.
Domina nostra, mediatrix nostra, advocata nostra,
tuo filio nos reconcilia,
tuo filio nos commenda,
tuo filio nos repræsenta.


Dieses Gebet ist eines der ältesten Mariengebete und eine marianische Antiphon. 

Schon im dritten Jahrhundert finden sich in einem griechischen Papyrusfragment aus Oberägypten

Belege für das Gebet.


Sonntag, 19. Mai 2024

Fürbitten Pfingstmontag hauch uns deine Weisheit ein

 


20.5.2024  Pfingstmontag    die 7 Gaben des hl Geistes

Ganz bewusst dürfen wir heute noch einmal Pfingsten feiern. Schnell werden wir dann wieder in unseren Alltag entlassen, dorthin, an diesen Platz, wo uns dieser Geist Gottes Tag für Tag braucht. Nicht immer wird uns das leicht fallen – aber wir haben sie ja, die „sieben Gaben des Heiligen Geistes“ . Bitten wir heute: um Weisheit, Einsicht, Rat, Erkenntnis, Stärke, Frömmigkeit und Gottesliebe   Bitten wir mit den Worten sende aus deinen Geist

 

Hauch uns deine Weisheit ein – das wir suchen Gott allein

dass wir Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden können

dass wir mit dem Herzen sehen können

darum rufen wir     sende aus deinen Geist

 

Um Verstand und Licht wir flehen – dass wir Gottes Wort verstehen

dass wir nicht hängen bleiben an alten Bildern und Geschichten -

dass wir uns immer wieder offen und neu auf die Sehnsucht nach Gott einlassen   

 

Steh uns bei mit deinem Rat – dass wir gehen den rechten Pfad

dass wir den Mut zu klaren Entscheidungen haben

dass wir unserem Gewissen vertrauen und keine Mitläufer sind   

 

Mach uns stark in Leid und Streit -  salb uns mit Standhaftigkeit

dass wir Krankheit, Sorgen, Angst Behinderung Unsicherheit - in Geduld aushalten

dass wir keine falschen Kompromisse suchen und doch immer offen für Verständigung sind

 

Gib uns heilge Wissenschaft, aus dem Quell der Glaubenskraft

dass wir nicht stecken bleiben in Äußerlichkeiten, in leeren Formeln und Ritualen

dass wir uns auch in unserem Glauben weiterbilden, bereit sind für neues Denken und Erkennen

 

Uns mit deiner Lieb entzünd, dass wir ganz gottselig sind

dass wir nicht „Frommes“ tun, weil es „Pflicht“ ist - sondern dass unser Glauben uns Freiheit schenkt,

Mut und Offenheit für alles, was uns immer wieder herausfordert

dass wir in allem in der Liebe Gottes leben dürfen


So bitten wir : Du guter Gott, lass uns "geist-reiche", lass uns be-geisterte Menschen sein, die auch andere  be-geistern können. Hilf uns „das Angesicht der Erde zu verändern“, unsere kleine Welt, in der wir leben und in der wir für die große Welt beten und bitten. Im Namen Jesu, der uns in seine Auferstehung hineinnimmt. Heute und Jetzt und in alle Ewigkeit. Amen