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Montag, 15. November 2021

Fürbitten 16.11 Neugierde! KANN AUCH POSITIV SEIN

 

16.11.2021 Lk.19.1. Der neugierige Zachäus    

Neugierde kann etwas Gutes sein – und Begegnungen können Menschen radikal verändern.     Das Evangelium erzählt heute fast schmunzelnd die Geschichte von einem Mann, der zwar reich ist, (vermutlich kein ganz „sauberes“ Geld) der aber körperlich so klein ist, dass er aus der Volksmenge heraus nichts sieht. Er aber will den Rabbi Jesus sehen – Zachäus heißt der Mann – und darum steigt er, der besseren Sicht wegen, voll Neugier auf einen Feigenbaum. Von dort winkt ihn Jesus herunter. „Ich will mich von dir einladen lassen, komm schnell!“ Allein, dass sich Jesus bei einem nicht gut beleumundeten Mann einlädt, hat die Frommen zur Zeit Jesu aufgeregt. Aber es geht auch um die Neugierde, die oft auch heute schnell verurteilt wird. Jesus aber gefällt diese Neugierde – und wir sollten uns fragen: Wie neugierig sind wir überhaupt noch auf Jesus. Machen wir uns Mühe, ihn besser zu sehen? Gibt es Dinge gibt, die uns vielleicht die Sicht auf Jesus verstellen?   Bitten wir heute

 

dass wir uns, wie Zachäus, im übertragenen Sinn die Mühe machen „auf den Feigenbaum klettern“, um Neues zu sehen

Dass wir uns nicht zufriedengeben, mit dem, was wir ohnehin schon jahrelang kennen

dass wir gerade in der Routine unseres Alltags immer wieder innehalten, dass wir immer wieder bereit sind für neue Begegnungen

dass wir ein Leben lang im positiven Sinn neugierig bleiben, dass wir Mühen auf uns nehmen,         auch um Gott immer wieder neu zu erfahren

dass die Begegnung mit Jesus auch in unserem Leben immer wieder NEUES auslöst,                  Veränderung möglich macht

dass wir wie Zachäus auch unser Haus und uns selbst für Gott und Andere offenhalten

dass wir – wie es Jesus bei Zachäus getan hat – auch Anderen die Chance geben, sich zu ändern und neu anzufangen

Du guter Gott, Du begegnest uns in allen Situationen unseres Alltags. Hilf uns neugierig zu bleiben, offen für Neues. Dass wir auch dir immer wieder neu in unserem Alltag begegnen, auch heute wieder, in den Menschen mit uns.


Sonntag, 14. November 2021

Fürbitten 15.11 Hl.Leopold


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15.11.2021 Leopoldi  

 Für Wien und Niederösterreich ist heute ein Landesfeiertag. Leopoldi – der hl.Leopold wird gefeiert. Aber so wirklich gefeiert wird in diesen Tagen nicht wirklich. Angesichts alarmierender Covid Zahlen ist ab heute ein neuer Lockdown verfügt worden. Wenn auch Geimpfte und die Kirchen als „religiöse Orte“ davon ausgenommen sind: umso mehr sollten wir uns als Christen mitverantwortlich fühlen, für die Situation in unserem Land.  Sollen gerade wir mit bestem Beispiel voran gehen und tun, was immer wir als Einzelne tun können, um zu einem Rückgang der Pandemie beizutragen, Bitten wir heute

 

Für alle, die in diesen Tagen besonders schwer von Corona betroffen sind: für die Kranken und ihre Angehörigen, für Ärzte, Schwestern und  Pfleger – bitten wir besonders für alle, die vom Tod eines Menschen betroffen sind

 

Für unsere Kinder, die Großen und die Kleinen in den Schulen, für die ganz Kleinen, wo es auch in den Kindergärten immer häufiger zu Problemen kommt – bitten wir, dass sie diese belastende Zeit gut bewältigen

 

Bitten wir für unsere Politiker und Entscheidungsträger, für die Wissenschaftler und alle, die sich bemühen, ihren Beitrag zum Funktionieren unserer Gesellschaft in dieser schwierigen Zeit zu leisten – dass der Mut auch zu schwierigen Entscheidungen wäcst

 

Bitten wir für all die, die sich nach wie vor schwer damit tun, sich impfen zu lassen – dass es trotz aller Divergenzen zwischen uns als Menschen nicht zu Spaltungen und Brüchen kommt

  

Die Pandemie zeigt uns, wie verwundbar unser Leben ist. Möge uns gerade diese Zeit sensibel machen für die vielen anderen Nöte rund um uns – bitten wir um Solidarität mit all denen, die in dieser Zeit auch in ihrer Existenz schwer belastet sind, auch viele Alleinerziehende und Frauen und Kinder, oft schon am Rand der Armuts-Schwelle

 

So bitten wir am Tag des heiligen Leopold um Hilfe und Schutz nicht nur für unser Land, aber auch für die Menschen weltweit. Nicht zuletzt für die Flüchtlinge an den Grenzen Europas. Es braucht unser aller Mittun – helfen wir, und helfen wir einander, wo immer es geht. amen 

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


"Wir alle sind dann am Schönsten, wenn wir echt sind -
vielleicht auch deswegen, weil es das Schwierigste ist. Das heißt nicht,
dass man nicht an sich zweifeln darf - auch das ist echt.
Ich habe noch nie einen "tollen"Menschen kennen gelernt, der nicht irgendwie schüchtern war. Schüchtern zu sein ist ein großer Schritt zu sich selbst ,                                                                            weil manchmal ist es viel einfacher, auf hart zu spielen" Der Fotograf Peter Lindbergh


" Du kannst nicht
die eine Hälfte eines Huhnes zum Kochen
und die andere zum Eierlegen nehmen."  Orientalische Weisheit 


Augustinus (Predigt bei einer Kircheneinweihe):                                                                                  "Dies hier ist also ein Haus für unser Beten.                                                                                             HAUS GOTTES dagegen sind WIR SELBST.

 

„Videospiele sind die am meisten  unterschätzten Medien für die Kunst. Dahinter steckt so viel narratives Potential und zeitgenössische Art, Stoffe zu bearbeiten.“ Raphaela Edelbauer  Österreichischer Buchpreis für „Dave“

 

"Zeige dich, wie du bist
oder sei, wie du dich zeigst". Rumi

 

So ist es einfach:
"Leben ist der Anfang des Todes".
Novalis

 

"Wer das Leben fragte 1000 Jahre lang "Warum lebst du"-
es spräche nichts anderes als: "Ich lebe, darum dass ich lebe".
Das kommt daher, weil das Leben aus seinem eigenen Grunde lebt
und aus seinem eigenen quillt; darum lebt es ohne Warum"
Meister Eckhart


"Von deinen Sinnen hinausgesandt,
geh bis an deiner Sehnsucht Rand;...
Lass dir Alles geschehn: Schönheit und Schrecken.
Man muss nur gehn: Kein Gefühl ist das fernste.
Lass dich von mir nicht trennen.
Nah ist das Land,
das sie das Leben nennen." Rilke, Stundenbuch


"Du siehst die Welt, wie DU bist." (Talmud)


"Die einzige Freude auf der Welt ist das Anfangen.
Es ist schön zu leben, weil Leben anfangen ist,
immer,
in jedem Augenblick" Cesare Pavese


"Die Zeit
ist mein Freund
mein Feind
Ich esse ihre Süßfrüchte
...trinke ihren Wermut
Jede Stunde
ist meine Stunde
Staunen" Rose Ausländer








Samstag, 13. November 2021

Fürbitten Sonntag 14.11 VERTRAUEN spüren, VERTRAUEN und HILFE geben

 


14.11.2021 Mk.13.24  In jenen Tagen....

Gehört auch Jesus zu den Weltuntergangspropheten?  Gehört er zu denen, die Ängste schüren? Ist er einer von denen, für die alles immer schlimmer wird? Das Evangelium heute zeichnet jedenfalls ein düstere Zukunft: „Himmel und Erde werden vergehen..“ Auch wir wissen nur zu gut, wie gefährdet unser Leben ist, wie gefährdet die Zukunft unseres ganzen Planten. Und dennoch: wir glauben an die Zukunft , wir sind für sie verantwortlich und wir als Christen dürfen sie in Gottes Hände legen. So bitten wir

 Unsere Zeit ist schnelllebiger als all die Zeiten zuvor                                                                          jeder Tag ist Veränderung, nicht jede davon ist positiv -                                                                    wieder stehen wir vor einer kritischen Covid Situation                                                                                 wir fühlen uns genervt, auch müde und ausgelaugt                                                                                und gerade darum bitten wir:   Lass uns im Vertrauen leben

 

 Jedes Leben hat seine Probleme                                                                                                                 Jedes Leben hat ein Ablaufdatum                                                                                                       behüte uns davor, dass wir die Gegenwart krank jammern                                                                       lass uns jeden Tag als eine neue Chance begreifen                                                                                     darum bitten wir     Lass uns im Vertrauen leben

 

immer wieder geht etwas zu Ende - manchmal sind wir froh,                                                                weil Schmerzen nachlassen oder mühsame Situationen ein Ende haben                                              dann wieder haben wir Angst                                                                                                                  dass Sicherheit und Glück und Freude nicht ewig währen                                                                            darum bitten wir    Lass uns im Vertrauen leben

 

Leben heißt immer wieder auch loslassen müssen,                                                                                    Abschied nehmen                                                                                                                                     lass uns loslassen, damit wir die Hand nach Neuem ausstrecken können                                              lass uns loslassen, damit DU uns ganz ergreifen kannst                                                                              darum bitten wir:   Lass uns im Vertrauen leben

 

Gott komm du uns entgegen, in unserer Freude und in unserer Trauer                                                      in unseren Erfolgen und unserem Versagen                                                                                               Gott komm du uns entgegen, im Schwachwerden und in den Schmerzen der Alten                                in der Kraft und in der Zuversicht der Jungen                                                                                          lass uns immer um das eine bitten:   Lass uns  im Vertrauen leben

 

Heute ist auch der Welttag der Armen. Besonders die Caritas bittet um unsere Spende für so viele Hilfsprojekte, von denen jedes dringend ist. Auch der Winter mit all seinen Belastungen steht bevor. Du guter Gott, lass uns helfen, so gut wir helfen können: damit alle Menschen voll Vertrauen leben, auch im Vertrauen auf unsere Solidarität. amen

 


Freitag, 12. November 2021

Fürbitten 13.11 BITTEN und BETTELN: um VERNUNFT und richtige Entscheidungen

 


13.11.2021  Lk.18.1 beten heißt auch „lästig“ sein

Um das inständige, ja fast sture Bitten und Betteln geht es heute im Evangelium. Betteln sollen wir und lästig sein wie in der Erzählung des Evangeliums heute eine Witwe, die einen Richter so lange Tag und Nacht mit ihrem Anliegen bedrängt, bis der entnervt auf-gibt und ihr zu ihrem Recht verhilft. "Wer weiß", sagt er sich, "womöglich ohrfeigt die mich sonst noch" So sollt ihr es mit Gott machen, sagt Jesus. Gott sozusagen „die Türe einrennen“ …So wollen wir bitten und bitten und bitten

Für alle, die derzeit vor allem in den Intensivstationen der Spitäler einen zermürbenden Dienst tun, für alle, die überhaupt Kranke behandeln, pflegen und ihnen Tag für Tag Mut machen müssen

 

Für die kranken Menschen selbst, für die an Covid Erkrankten aber auch für die vielen anderen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind und die sich Sorgen um ihre Zukunft machen

 

Bitten wir für die Politiker in unserem Land, die derzeit wieder weitreichende und folgenschwere Entscheidungen über eine weitere Einschränkung des öffentlichen Lebens treffen müssen

 

Bitten wir für uns alle, dass wir unser Äußerstes tun, um selbst an der Eindämmung der Pandemie mitzuwirken, dass wir sachlich und unaufgeregt auch mit Einschnitten in unseren üblichen Alltag leben

 

Bitten wir um Einsicht und Vernunft für alle, die an Verschwörungstheorien glauben und die andere verunsichern

 

Bitten wir für alle, die niemand haben, der in ihrem Namen bitten und beten kann

 

So bitten wir heute um Vernunft und Augenmaß, um Anstand, Fürsorge und Mitmenschlichkeit in all den Krisen, die nicht nur hier in Österreich bewältigt werden müssen. Dass wir auch jene nicht vergessen, die als Flüchtlinge nicht einmal mehr eine Heimat haben, die ihnen Zuflucht ist. amen 

immer wieder einen neuen Blick wagen

 


SEMPER  INCIPE                Fang immer wieder an 


"Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,
sondern auch für das, was man unterlässt" Laotse


 „Die Definition von Wahnsinn ist:                                                                                                         Immer wieder das Gleiche zu tun und gleichzeitig                                                                               unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten.“ Benjamin Franklin                                                                erinnert an die Corona Strategie, oder?

 

"Springen sie, so oft sie können, -
über ihren Schatten“ Erwin Ringel

 

“Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis,
vielleicht ist ja keines da.” Franz Kafka


" Als denkender Mensch
beantwortet man nicht dieselbe Frage ein ganzes Leben lang gleich"   Richard v Weizsäcker


" Wenn alle Stricke reißen, häng ich mich auf“ Nestroy


"Es gibt nix Besseres ois wos Guads" Ostbahnkurti
Wunsch für den Tag


"Man muss noch Chaos in sich haben
um einen tanzenden Stern gebären zu können.“ Nietzsche


Wir versuchen wohl Ordnung in uns zu schaffen, so gut es geht.
Aber diese Ordnung ist doch nur etwas Künstliches
Das Natürliche ist das Chaos" Arthur Schnitzler


"Nichts ist mir zu klein, und ich lieb es trotzdem
und mal' es auf Goldgrund und groß
und halte es hoch, und ich weiß nicht wem
löst es die Seele los... " Rilke


Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind.
Aber noch mehr Menschen wissen nicht,
dass sie glücklich sind" Albert Schweitzer


"Wer zu sich selbst finden will,
darf andere nicht nach dem Weg fragen" Paul Watzlawick


zur Erinnerung auch für Landeshauptleute!



Komplexitätsforscher Peter Klimek : 

Wenn das wissenschaftsfeindliche Klima weiter voranschreitet, begibt sich das Land einen Schritt weiter zur Bananenrepublik.



Donnerstag, 11. November 2021

Fürbitten 12.11 auch der eigenen Stärke vertrauen, wir haben sie

 


12.11.2021 Lk.17.26 Wenn die Zukunft ANGST macht

 

Düster sind im heutigen Evangelium die Aussagen Jesu. Der Menschheit stehe Schreckliches bevor, sagt er. Jesus nennt die Sintflut als ein Ereignis aus der Vergangenheit, aber er sieht auch für die Zukunft schreckliche Dinge über die Menschen hereinbrechen. Und die Geschichte durch die Jahrhunderte kann solche Voraussagen ja nur bestätigen. Gewalt, Kriege, Naturkatastrophen, Terror, schreckliche Krankheiten. Wie sollen wir mit der Angst unserer Tage umgehen? Bitten wir heute mit Worten des indischen Dichters Rabindranath Tagore

 

Du guter Gott, Lass uns nicht bitten, vor Gefahr bewahrt zu werden,                                                    aber lass uns dich bitten, dass wir den schwierigen Situationen unseres Lebens furchtlos begegnen

 

Du guter Gott, lass uns nicht das Ende der Schmerzen erflehen,                                                           aber wir bitten dich um ein starkes Herz, das auch den Schmerz und die Angst besiegt.

 

Du guter Gott, Lass uns in den Schwierigkeiten des Lebens nicht verzweifeln                                     weil wir glauben, keine Hilfe zu finden - aber lass uns dich bitten,                                                      dass wir unsere eigene Stärke und Kraft entdecken

 

Du guter Gott, lass uns nicht Menschen sein denen nur der Erfolg Sicherheit im Leben gibt                   aber schenke uns die Gnade nicht zu versagen und auf dich zu hoffen,

  

Du guter Gott, was immer mit uns geschieht, um das eine bitten wir Dich                                            lass uns immer den Halt deiner Hand fühlen, gerade dann, wenn wir versagen und ganz klein sind.

 

So bitten wir im Namen Jesu Amen

wenn der Hausverstand brüchig wird

 

Ja, wir scheinen VÖLLIG UNBEWAFFNET:       

ab jetzt fang ich an, mich wirklich zu fürchten.

wenn nämlich ausgerechnet der Salzburger Landeshauptmann 

in der jetzigen Situation Lustiges von sich gibt

"Mir ist klar, dass die Virologen sagen, am liebsten wäre ihnen, dass jeder Salzburger und jeder Österreicher in ein Zimmer gesperrt ist, dann kann er sich nicht anstecken. Aber dann würde er aus Depression sterben oder weil er verhungert oder verdurstet."   

Wie sagte der Rektor der Uni  Klagenfurt Oliver Vitouch:

"Die Forderung nach einem Grundrecht auf Unvernunft teile ich nicht. Als Nächstes diskutieren wir dann darüber, ob eine Winterreifenpflicht zumutbar ist oder nicht, wenn sich jemand mit Sommerreifen wohler fühlt. Es geht nicht nur um das Individuum, sondern das soziale Miteinander. Selbst wenn mein Risiko, schwer an Covid zu erkranken, bei null läge, würde ich mich impfen lassen".       und Vitouch weiter:

"Jene, die all das kategorisch von sich weisen, müssen beizeiten beginnen, darüber nachzudenken, ob eine Universität das Richtige für sie ist." (oder war??)


Auch ich hatte Angst vorm Impfen, vor Nebenwirkungen - und hab doch den erst möglichen Termin genommen. Gar nicht so sehr "für mich selbst" - aber ich hätte es meinen Kindern und Freunden und der näheren Umwelt nie antun wollen, sie zu gefährden.

Und ich gehe wieder impfen, halt wieder mit ein bissl Bauchweh ...aber ganz überzeugt davon:     ES MUSS SEIN - und ICH BIN DANKBAR, dass es diesen Schutz gibt - so wie ich beim Zahnarzt dankbar für jede Anti Schmerzspritze bin, hab mich auch nie gefragt, was "da drinnen" ist. 



Was ich auch nicht begreife, ist die Regelung für die Kirchen:

GOTTESDIENST BESUCHEN -  

es  braucht nicht einmal eine  3G REGEL?

Offensichtlich war das schon bisher so und bleibt so!!!!                                                                 Also MEIN RISIKO, wer neben mir Platz nimmt?

Wörtlich die jüngste Erklärung der Bischofskonferenz: „Um niemanden von der Feier öffentlicher Gottesdienste von vornherein auszuschließen, ist die Teilnahme weiterhin ohne Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr möglich.“

außerdem ein verwortakelter Satz


immer wieder einen neuen Blick wagen


"Ein Herz will, was es will -
ein Herz denkt nicht nach"
Emily Dickinson

 

"Vergiss Sicherheit.
Lebe, wo du fürchtest zu leben" Rumi

 

Winterantwort

Die Welt ist aus dem Stoff,
der Betrachtung verlangt:
keine Augen mehr,
um die weißen Wiesen zu sehen,
keine Ohren, um im Geäst
das Schwirren der Vögel zu hören.
Großmutter, wo sind deine Lippen hin,
um die Gräser zu schmecken,
und wer riecht uns den Himmel zu Ende,
wessen Wangen reiben sich heute
noch wund an den Mauern im Dorf?
Ist es nicht ein finsterer Wald,
in den wir gerieten?
Nein, Großmutter, er ist nicht finster,
ich weiß es, ich wohnte lang
bei den Kindern am Rande,
und es ist auch kein Wald.
      ILSE AICHINGER

 

 

„Wer mit den Dämonen ringt                                                                                                             (Langeweile, Leere, Ungeduld, Überdruss, Enttäuschung, Wut, Trauer, Depression, Angst)              wird früher oder später auch den Engeln begegnen. (Gelassenheit, Dankbarkeit, Freude)                Mehr noch: es kann sein, dass sich im unheimlichen Gewand eines Dämons ein Engel versteckt hält.“  Lorenz Marti (Wie schnürt ein Mystiker seine Schuhe)

 

"Die eigentliche Freude meines Lebens waren intensive Erwartungen". Heimito von Doderer


"In einen hohlen Kopf geht viel Wissen. Vielwisserei ist der Glaube, dass es bei der Tischlerarbeit auf die Gewinnung von Hobelspänen ankommt". Karl Kraus

 

Wie groß ist dein Leben?
Wie tief?
Was kostet es dich?
Bis wann zahlst du?
Wie viel Türen hat es?
Wie oft hast du ein neues begonnen?
Warst du schon einmal gezwungen um es zu ...laufen?..
Was dachtest du dir dabei?
Woran erkanntest du dass du ganz herum warst?..
Würdest du lieber die Strecke ...im Wagen fahren?
oder gefahren werden?
in welcher Richtung?
von wem?" Erich Fried


"Kein Vormarsch ist so schwer
wie der, zurück zur Vernunft." Bert Brecht

 

BEDAUERN:  "Ich war allzu moralisch, allzu vernünftig, allzu bürgerlich gewesen! Ein alter, ewiger Fehler, den ich hundertmal begangen und bitter bereut habe, ist mir auch diesmal wieder passiert. Ich wollte mich einer Norm anpassen, ich wollte Forderungen erfüllen, die gar niemand an mich stellte, ich wollte etwas sein oder spielen, was ich gar nicht war. Und so war es mir wieder einmal geschehen, dass ich mich selbst und das ganze Leben vergewaltigt hatte."    Hermann Hesse

 


 ups......das war vor einem Jahr

Heuer beehren uns die 2 G-ler -

macht das tot sein auch nicht leichter



Mittwoch, 10. November 2021

Fürbitten 11.11 Hl. Martin - TEILEN macht Freude

 


11.11.2021 Hl.Martin  TEILEN macht Freude

Es sind die Kindergartenkinder, die diesen Tag besonders lieben. Es ist das Fest des heiligen Martin – und gefeiert wird es traditionell mit einem Laternenumzug. Auch heuer allerdings, wegen Corona, wird diese Lichterprozession meist wieder nur in kleinem Rahmen stattfinden. Aber das „leuchtende Vorbild“ des heiligen Martin, das scheint auch in unsere Corona Krise hinein.  Die Legende erzählt vom TEILEN – für einen Bettler zerreißt Martin seinen Soldatenmantel, um diesem etwas Wärmendes zu geben.  Im Grund hat wohl jeder von uns die Erfahrung gemacht, dass Teilen einem selbst guttut, dass es froh macht. Und trotzdem sind wir immer wieder knausrig. Oft weniger mit Geld als mit unserer Zuwendung. Denken wir auch an den Satz von Erich Kästner : Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Bitten wir heute

Dass wir großzügig sind – dort, wo unsere finanzielle Unterstützung gefragt ist                                  Dass wir aber auch großzügig sind - mit der Zeit und der Zuwendung, die wir anderen geben

 

Dass wir großzügig sind - mit der Geduld, die wir immer wieder brauchen,                                       Geduld für andere, Geduld mit uns selbst

 

 Dass wir großzügig sind - mit dem Vertrauen, das wir einander schenken                                             Dass wir großzügig sind - mit dem „einander-gut-tun“ und verzeihen können

 

 Dass wir großzügig sind- mit der Kraft, die wir in unseren Alltag investieren                                     Dass wir großzügig sind- mit der Freude, die wir weitergeben wollen

 

 Dass wir großzügig sind mit dem Humor, an den Tagen, wo manches nicht so gut läuft                     Dass wir großzügig sind - mit der Liebe, auch für uns selbst

 

Du guter Gott. Du willst ALLES – und Du willst, dass wir ALLES von Dir erwarten. Nimm uns die Angst, im Leben zu kurz zu kommen. Schenk uns ein weites Herz, dass wir sehen, was andere brauchen und dass wir bereit sind, zu geben, was wir geben können. So wie Jesus gelebt hat, unser Bruder, in seinem Namen bitten wir dich, Amen


Dienstag, 9. November 2021

Fürbitten 10.11 Die POGROMNACHT - NIE MEHR WIEDER!!



Diese Nacht vom 9.auf den 10.November ist für uns Österreicher, Deutsche und Europäer ein besonderes Datum. In der Nacht vom 9.auf den 10 November 1938 haben in ganz Österreich und Deutschland die Synagogen gebrannt, wurden fast alle jüdischen Bethäuser zerstört. Allein in Wien waren es 42 Synagogen. Jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden zerstört und geplündert, jüdische Männer und Frauen misshandelt. Tausende wurden in Konzentrationslager gebracht. Hunderte wurden schon in diesen Novembertagen ermordet. Hass, Gier, Neid und Rassenhass haben diesen Ausbruch an Gewalt möglich gemacht. Es war der Auftakt zur Schoah, der Auftakt zum Holocaust. Bitten wir

 

für alle die DAMALS schuldig geworden sind, für die Täter und die Mitläufer, die Feiglinge und die Denunzianten –

 

bitten wir als Christen um Verzeihung für christlich motivierten Antisemitismus, der über Jahrhunderte hinweg großes Unheil angerichtet hat

  

bitten wir für alle, die auch HEUTE noch rechtsradikale Ideologie verbreiten wollen, die weiter Hass und Diskriminierung Andersdenkender und Andersgläubiger schüren

 

Bitten wir, dass Vertrauen wachsen kann zwischen den Religionsgemeinschaften von Juden, Christen und Muslimen, dass sie sich einig wissen, im gemeinsamen Bekenntnis zu Respekt und Toleranz

 

bitten wir für unsere jüdischen Mitbürger, für die jüdischen Gemeinden in aller Welt                                  Für den Staat Israel, aber auch für seine Bewohner und Nachbarn, dass sie zu einem Leben im Frieden finden

 

In der Nacht vom 9. auf den 10.November – im Jahr 1989-  fiel in Berlin die Mauer, die ein Symbol des Kalten Krieges in Europa war. Bitten wir um Frieden für die Länder Europas, um ein Denken in Gemeinsamkeiten, dass wir uns nicht abschotten gegenüber der Not Anderer, die bessere Lebensverhältnisse suchen

 

So bitten wir in aller Hilflosigkeit und in allem großen Bemühen, im Namen Jesu Amen

 

Gestern Nachmittag ist die Namensmauern-Gedenkstätte im Ostarrichi-Park am Wiener Alsergrund eingeweiht worden. Sie erinnert an die mehr als 64.000 in der NS-Zeit ermordeten Jüdinnen und Juden aus Österreich. Von der Idee zu ihrer Fertigstellung vergingen 20 Jahre. (Foto ORF)




(Foto Andy Urban, Standard)

WIR MÜSSEN UNS ERINNERN

 

9./10.November 1938  brennender Tempel in der Tempelgasse in Wien

ERINNERN auch HEUTE

 die POGROMNACHT  war der Auftakt zur SCHOAH




Am Nachmittag wird die Namensmauern-Gedenkstätte im Ostarrichi-Park am Wiener Alsergrund eingeweiht. Es sind 170 Steintafeln, in die die Namen von mehr als 64.000 in der NS-Zeit ermordeten Jüdinnen und Juden aus Österreich eingraviert sind.                                                                                      Von der Idee zu ihrer Fertigstellung vergingen 20 Jahre. (Foto ORF)


Foto  Andy Urban Standard

Außerdem wird heute in mehreren Veranstaltungen der Novemberpogrome gegen Jüdinnen und Juden im Jahr 1938 gedacht. Das Volkstheater beschallt die Umgebung mit langsam, schwebenden Klängen, um an die Pogromnacht zu erinnern. Die Musik wird am Abend live aus dem Theater in die umliegenden Straßen übertragen. Geschrieben hat das Stück der jüdisch-amerikanische Komponist Morton Feldman. Aus den stundenlangen Wiederholungen soll ein Mahnmal aus Musik entstehen.

Auch die ehemaligen Synagogen in Wien sind Schauplatz des Gedenkens. So werden nach Einbruch der Dämmerung an vier Standorten, wie etwa in der Pazmanitengasse in der Leopoldstadt, die zerstörten Gebäude mit digitalen Projektionen rekonstruiert. An der ehemaligen Synagoge in der Leopoldstädter Tempelgasse, die mit knapp 4.000 Sitz- und Stehplätzen eine der größten und prächtigsten der damaligen Zeit gewesen ist, wird eine großformatige Plakatwand an die Zerstörung und die Gräuel des 9. Novembers erinnern.


 

Montag, 8. November 2021

Fürbitten 9.11 eine Kirche, nicht der frommen Sprüche ....sondern?

 


9.11.2021 Weihetag der Lateranbasilika  

Es mag etwas verstaubt anmuten, wenn heute in der Kirche das Fest einer Basilika gefeiert wird, die schon im Jahr 324 nach Christus geweiht wurde. Die Lateranbasilika ist die älteste Papstkirche, sie führt den Titel „Mutter und Haupt aller Kirchen des Erdkreises“ und wurde von Kaiser Konstantin errichtet. Er verfügte Religionsfreiheit im ganzen Reich und unter seiner Herrschaft wurde das Christentum die privilegierte Religion. Eine einschneidende Zäsur für die Christengemeinden, die zuvor unter Verfolgungen gelitten hatten. Die durch Brand, Erdbeben und Plünderungen heimgesuchte Kirche wurde im Lauf der Jahrhunderte wiederholt restauriert und schließlich wurde der 9. November als Kirchweihtag der Basilika festgelegt. Bitte wir heute

Dass wir Christen dankbar sind, wenn wir in Ländern wohnen, wo unsere Religion anerkannt und geachtet ist und bitten wir für all die Christen, die in vielen Teilen der Welt nach wie vor unter Verfolgung leiden

Dass wir uns als Christen mitverantwortlich fühlen für eine Wertschätzung anderer Religionen, dass wir Menschen anderer Glaubensgemeinschaften selbstverständlich respektieren und gegen diskriminierende Angriffe schützen

Dass wir uns als Christen in Österreich ganz bewusst um ein Klima der Toleranz und der Solidarität und Mitmenschlichkeit in unserem Land bemühen

Bitten wir für unsere Situation in der Corona Pandemie: dass es Vernunft und Zusammenhalt gibt und die Bereitschaft jedes und jeder Einzelnen, seinen, ihren Teil zur Eindämmung beizutragen

und bitten wir für unsere Kirche, dass sie weltweit ihren Beitrag zum Frieden leisten kann, nicht zuletzt durch unser inständiges Bitten und Beten für die Nöte dieser Welt

so bitten wir im Namen Jesu Amen

So bitten wir dich guter Gott, dass wir selbst einen guten Weg mit der Kirche gehen, lass uns immer besser verstehen, dass wir alle „Kirche“ sind und hilf uns, den Auftrag zu leben, den wir von dir bekommen haben. Wir bitten im Namen Jesu. Amen



                              Denken wir heute besonders an die Worte von Kardinal König


„Die Kirche Christi sei:

"eine Kirche, die die Menschen dort aufsucht, wo sie sind: bei der Arbeit und beim Vergnügen,        beim Fabriktor und auf dem Fußballplatz,
in den vier Wänden des Hauses.
eine Kirche, die nicht verhandelt oder feilscht, die nicht Bedingungen stellt oder Vorleistungen verlangt.
eine Kirche, die nicht politisiert. eine Kirche, die nicht moralisiert.“
eine Kirche der scheiternden und Gescheiterten im Leben,
im Beruf, in der Ehe.“
eine Kirche der Heiligen, aber auch der Sünder.“
eine Kirche -
nicht der frommen Sprüche, sondern der stillen helfenden Tat.
Eine Kirche des Volkes"